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37 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der hagere Wolf jagt international,
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Der Interpol-Agent Louis Salinger (Clive Owen) hat ein Problem. Der unerschrockene Ermittler sammelt Beweise gegen die gefährlichen Chargen eines Molochs an internationaler Bank, die an kommende Diktatoren und Hobbyterroristen allzu freigiebig Kredite verteilt. Aber Beweise sind nur solange schön und gut, wie man beim Vollzug für Recht und Gesetz auf die Hilfe der alles andere als kooperationswilligen Behörden des jeweiligen Staates rechnen kann. Geld regiert eben die Welt, und dieser abgeschmackten Möchtegernweisheit müssen sich auch Freund Salinger und seine Kollegin Eleanor Whitman (Naomi Watts) stellen, als sie versuchen, die Bank in einem selbstmörderischen Anfall von gerechtem Zorn zur Strecke zu bringen.Nicht übel, aber keine Offenbarung. Mit seinem vorliegenden Politthriller erschafft Regisseur Tom Tykwer eine ruhige atmosphärisch stimmige und unterschwellige Spannung, die zusammen mit der Präsenz der fähigen Darsteller über weite Längen den Film mit ruhigen eindringlichen Bildern dominiert und mittendrin genau an der Stelle in einem crescendo explodierte, als ich dachte: "Clive Owen und keine Action...nicht zu fassen." ;-) Was dann aber doch fehlt ist der letzte Schliff, der Geniestreich schlechthin, das Pünktchen auf dem "i". Das mag zum Einen daran liegen, dass der Plot mit der machtsensitiven alles dominierenden Bank im Grund nur abgeschmackter Käse ist. Zum Anderen, weil diverse Wendungen ebenso wie Naomi Watts Protagonistin so überflüssig wie das 39. Loch in einem Schweizer Käse sind. Am ehesten mag es aber auch daran liegen, dass immer wieder die hehre "Gerechtigkeit" wie ein Karnickel aus dem Hut gezaubert wird und sich derartig zelebrierter Tiefsinn eher selten in einem oberflächlichen Filmchen einfügt, ohne als hohles Backwerk enttarnt zu werden. Letztendlich ist Clive Owen der Lack, der die Wand durchweg zum Glänzen bringt und der mit seiner routinierten Darstellung des hageren grimmigen und ausgebrannten Wolfes alles aus dem Film herausholt, was sich nur herauspressen lässt. Eine starke Leistung, wie immer. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschreckend realistischer Polit-Thriller,
Von
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Ich muss vorweg sagen, wer bei diesem Film viele Actionsequenzen mit Schlägereien oder Shootouts erwartet, wird ihn langweilig finden, denn auf diese wird großzügig verzichtet.Ich fand das Cover schon immer etwas unpassend, da es Clive Owen mit einer Uzi zeigt und so wohl für Drama- oder Promotion-Zwecke für den Käufer attraktiver wirken sollte. Der Film braucht an sich kein Shootout, jedenfals ist das meine Meinung. Das angesprochene Thema ist ernst genug. Der Regisseur versteht es aber die gezeigte Actionsequenz farblos und kalt darzustellen, was die kaltblütige Handelsweise der IBBC exzellent wiedergibt. Der Film behält von Anfang an eine gleich bleibende Handlungsgeschwindigkeit bei und bleibt ohne Umwege stets beim Thema. Aus diesem Grund wurde, wie im Making-Of erklärt wird auf einige Szenen verzichtet, da sie für die Handlung nicht von Bedeutung waren und nicht die teilweise paranoide und besessene Handlungsweise des Agent Salinger die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen unterstrichen hätte. Der gesamte Film ist häufig geprägt von komplexen (aber keinesfalls schwer verständlichen) Dialogen, die die Spannung in die Höhe treiben und den Zuschauer bis zum Schluss im Dunkeln tappen lassen. Jedes geführte Gespräch ist hier wichtig für den Verlauf des Filmes, da aktuelle Ermittlungsfortschritte mit den bereits gesammelten "Puzzleteilen" kombiniert werden. Die Architektur spielt eine sehr große Rolle und spiegelt auch die jeweilige Atmosphäre der Schauplätze wieder, wo sich das Geschehen abspielt. Vom modernen, grauen Berlin bis zum hellen, bunten Istanbul ist alles dabei. Die Schauspieler sind exzellent und geben ihre Rollen authentisch wieder. Besonders die "Bösewichte" sind als solche überhaupt nicht zu erkennen, da sie als "normale" Bänker/Geschäftsleute, die stets vornehm gekleidet sind, sich gewählt ausdrücken und ein idyllisches Privatleben führen dargestellt werden. Das gesamte Ausmaß der Handlungen der fiktiven Bank "IBBC" (angelehnt an die "BCCI", welche ebenfalls in Geldwäsche, Waffenhandel und Drogenhandel im Auftrag von Regierungen, Geheimdiensten und Terrororganisationen verwickelt war.) , wird einem erst so richtig während des Abspanns und danach bewusst. Der Film stimmt auf jeden Fall nachdenklich und ist definitiv einen Kauf wert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltsamer Politthriller,
Von Konk1912 (Meppen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Der Interpol-Agent Louis Salinger (Clive Owen) ermittelt mit seiner Kollegin, der New Yorker Staatsanwaeltin Eleanow Whitman (Naomi Watts) gegen eine der groeßten und maechtigsten Banken der Welt, der IBBC, welche in eine ganze Reihe illegaler Aktivitaeten verstrickt sein soll.Als der Politthriller des deutschen Regisseurs Tom Tyker im Jahr 2009 veroeffentlicht wurde, passte er ziemlich gut in die damalige Zeit, als die Finanzkrise auf ihrem Hoehepunkt war. Dies macht den Film auch nochmal eine Spur interessanter, da der Film auf einigen wahren Begebenheiten basiert, aber auch ansonsten eine gehoerige Portion Spielraum fuer Liebhaber von Verschwoerungstheorien birgt. Tykwer erzaehlt die Geschichte zwar in einem gleichmaeßigen und nicht gerade rasantem Tempo, dennoch kehrte bei mir in den ganzen 113 Minuten kein Hauch von Langeweile ein, da man sich ziemlich schnell in die Story hineinfinden kann und die Geschehnisse und Dialoge zwar hin und wieder komplex, aber dennoch recht leicht verstaendlich sind. Eine tolle Stimmung wird dadurch vermittelt, dass der Film an vielen verschiedenen Orten spielt und die jeweiligen Orte in ihrer Optik alle verschiedene markante Merkmale aufweisen. Generell ueberzeugen Kamera- und Schnittfuehrung den gesamten Film hindurch, sodass "The International" in visueller Hinsicht ein absoluter Volltreffer ist. Wer bei dem Film eine Vielzahl an Action erwartet, der duerfte allerdings enttaeuscht werden. Weitestgehend kommt der Film ohne sonderlich spektakulaere Sequenzen aus. Zu nennen waere da eigentlich nur die Szene im nachgebildeten Guggenheim-Museum. Diese ist allerdings (auch hier vor allem visuell) ein absoluter Knaller und der klare Hoehepunkt des Films. Großartig! Bezueglich der schauspielerischen Leistung kann man auch nicht viel meckern. Clive Owen ueberzeugt hundertprozentig und liefert schon fast eine One-Man-Show ab. Gerade dies wird allerdings fuer Naomi Watts zum Problem. Ihre Rolle ist leider etwas eindimensional, zuweilen ziemlich ueberfluessig und Watts selbst wirkt in ihrer Rolle furchtbar unterfordert. Die uebrigen Schauspieler wie Ulrich Thomsen oder dem deutschen Armin Mueller-Stahl spielen ihre Rollen absolut solide. Kritisch anzumerken ist, dass den Charakteren meiner Meinung nach etwas an Tiefe fehlt, sodass sie, wie auch schon angesprochen, etwas eindimensional bleiben. Des Weiteren gibt es einige sehr platte und klischeehaften Dialoge, die zwischendurch eher als eine Art "Lueckenfueller" wirken. Alles in allem ist Tykwer ein wirklich guter und kurzweiliger Thriller gelungen, der insbesondere durch seine Aktualitaet nochmal eine Spur interessanter und brisanter wird. Das Genre wird zwar nicht neu erfunden, aber dennoch ein mehr als ordentlicher und empfehlenswerter Film. Lediglich kleinere Kritikpunkte gibt es meinerseits, die das recht gute Gesamtbild aber nicht trueben sollen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Banken sind die größten Verbrecher!,
Von
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
"Die Banken sind die größten Verbrecher", pflegte dereinst mein Opa zu sagen. Der Ausspruch wurde bei uns in der Familie zum geflügelten Wort. Als ich meine ersten 150 Mark auf dem Sparkonto hatte, wusste ich freilich nicht so recht, wie das gemeint sein sollte. Schließlich bekam ich sogar Zinsen! Inzwischen sind wir alle etwas schlauer und wissen, dass Opa Recht hatte. Und Tom Tykwer zeigt uns jetzt, warum.Der deutsche Filmemacher hat sich mit seinem Film zur Finanzkrise 2008 (zufällig kam der Film rechtzeitig zur Krise ins Kino) in einem ganz neuen Genre versucht: dem Action-Krimi. Dabei vergisst Tykwer auch als international operierender Regisseur seine deutschen Wurzeln nicht: Viele Szenen wurden in Deutschland gedreht, die Eröffnungssequenz spielt am Berliner Hauptbahnhof. Für VW-Aktionäre sowie für Fans des VfL Wolfsburg dürfte der Film doppelt interessant sein: Er wurde zum Teil auf dem Gelände von Volkswagen in Wolfsburg gedreht. Und mit Armin Mueller-Stahl ist die Rolle eines zwielichtigen Bank-Bonzen bestens besetzt. Clive Owen und Naomi Watts sind als Darsteller sowieso über jeden Zweifel erhaben. Erfreulicherweise vermeidet das Skript eine klischeereiche Liebesgeschichte zwischen den beiden und konzentriert sich auf die Handlung: Es geht um die kriminellen Machenschaften internationaler Bank-Konzerne, auf deren Konto Verbrechen von mafiösen Ausmaßen gehen. Geschickt bedient sich der Regisseur für seinen Finanz-Krimi bei Genre-Klassikern der Gegenwart und der Vergangenheit: Die übermächtigen Gegner aus einflussreichen Kreisen erinnern an die "Bourne"-Trilogie, der Inszenierungsstil ist eher klassisch und lässt das Vorbild der "Mutter" aller raffiniert-gediegenen Action-Krimis, "French Connection", erahnen, namentlich bei der hervorragend choreografierten Schießerei im eigens nachgebauten Guggenheim-Museum. (Interessante Details zu den Dreharbeiten sind dem DVD-Bonus-Material zu entnehmen.) Trotz der makellosen und stilechten Inszenierung wirkt das Banken-Drama zum Ende hin zunehmend unrealistisch. Das Drehbuch gerät ähnlich aus der Spur wie die Moral profitsüchtiger Bänker. Dass sich die Bösen dieser Welt am Ende selbst den Garaus machen - wer das glaubt, der glaubt wohl auch, dass Anlageberater so seriös sind wie ihre Krawatten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein packender Thriller,
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Zurück zu den Wurzeln. Das ausgerechnet ein deutscher Regisseur, das Flair des guten alten und soliden Thrillers zurück nach Hollywood bringt und dieses noch ein hochaktuelles und brisantes Thema integriert, zeugt von einem gewissen Können. Doch Tom Tykwer hat schon mit "Das Parfum" gezeigt, dass er nicht zu unterschätzen ist und so können wir uns hoffentlich auf einen weiteren deutschen Export verlassen.Vorlage dieses Films ist das Drehbuch von Eric Singer, dass ein bis dato noch nie brisantes Thema übermittelt: Die Banken und ihre Selbstüberschätzung. Die Geschichte erzählt von einer Gruppe Agenten, die sich gegen die Machenschaften einer fiktiven Weltbank stellen und dabei Höhen und Tiefen durchlaufen. Und das ist auch der Knackpunkt des Drehbuches. Die Geschichte ist nicht neu und doch "rettet" die momentane Weltsituation ein bisschen über den Schnitzer hinweg. Dialoge dominieren über weite Strecken des Filmes, es gibt wenige Actionsequenzen. In der Mitte geht der Story ein wenig die Puste aus, wird aber von einer im Film sehr dominanten Actionszene im Museum angeheizt. Gedreht wurde u.a. wieder in den Studio Babelsberg, die sich nach einer Krise großer Beliebtheit der Filmemacher erfreuen. Namen wie Quentin Tarantino und Bryan Singer werden häufiger in Verbindung gebracht. Auch Tom Tykwer wusste das Studio zu schätzen. Die Inszenierung selbst erweist sich als Stärke des Films. Zum einen sind es die Actionsequenzen, sehr blutig, erbarmungslos und laut, zum anderen eine schöne und vor allem ruhig dynamische Arbeit von dem deutschen Kameramann Frank Griebe, ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Intensität und Dynamik eines Thrillers nicht allein von einer Wackelkamera abhängig ist. In diesem Fall hat "The International" vor allem dem letzten Jason Bourne Film etwas voraus. Das dritte Argument ist der stimmige Soundtrack von dem bekannten Dreamteam Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil ("Das Parfum"). Neben der Inszenierung können auch die Schauspieler glänzen. Clive Owen ("Children of Men") hat eindeutig die führende Hand, Hollywood Schönheit Naomi Watts ("King Kong") wirkt in ihrer Rolle viel zu blass und rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Armin Mueller-Stahl ("Illuminati") zeigt Charisma. Ulrich Thomson ("Hitman") mimt den Antagonisten ohne große Höhepunkte. Fazit: Schauspieler und vor allem die wunderbare Inszenierung helfen über das schwache Drehbuch hinweg. Jedenfalls hat sich Tom Tykwer mit dem Film nun einen Namen gemacht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Clive Owen ermittelt gegen skrupellose Banker...,
Von
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Tom Tykwers neuer Film steht im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise: Im Thriller "The International" decken Clive Owen als Interpol-Agent und Naomi Watts als New Yorker Staatsanwältin die illegalen Machenschaften einer Bank auf.Der Film beginnt vor dem Berliner Hauptbahnhof: Ein Interpol-Ermittler trifft sich im Auto mit einem Insider der IBBC, um an Informationen über die kriminellen Aktivitäten dieser Bank zu gelangen. Nach dem Gespräch steigt er aus dem Wagen, will die Straße überqueren und bricht kurz darauf zusammen. Sein Partner Louis Salinger (Clive Owen) muss hilflos mit ansehen, wie er stirbt. Einige Stunden später kommt auch der Kontaktmann unter mysteriösen Umständen ums Leben. Salinger vermutet, dass die IBBC für die Todesfälle verantwortlich ist, und versucht zusammen mit der New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts), Beweise dafür zu finden. Die beiden verfolgen Spuren, die sie von Luxemburg über Italien schließlich nach New York führen. Dort wird klar, dass nun auch Salinger auf der Abschussliste der Bank steht... Dem deutschen Regisseur Tom Tykwer ("Lola rennt", "True", "Das Parfum") ist mit "The International" ein atmosphärischer Agententhriller in Hochglanzoptik gelungen. Der Film schafft es jedoch nicht durchgängig, die Spannung des gelungenen Auftakts zu halten. Er verliert sich gerade zum Ende hin in konventionelle Erzählmuster, aber der packende Inszenierungsstil und die zahlreichen Originalschauplätze sind dennoch äußerst sehenswert. Die Thematik - zwielichtige und undurchschaubare Finanzgeschäfte - erhält durch die derzeitige Wirtschaftskrise doppelte Brisanz, auch wenn der Film nicht unbedingt einen restlos authentischen Einblick in die Machtstrukturen und Hierarchieebenen des internationalen Bankenwesens bietet. Von den sparsam eingesetzten, aber dann umso mitreißenderen Actionszenen beeindruckt vor allem die Schießerei im New Yorker Guggenheim-Museum. Die verschachtelte Architektur des Gebäudes ermöglicht nicht nur den Kontrahenten zahlreiche Deckungsmöglichkeiten, sondern Tykwers Stammkameramann Frank Griebe auch einige interessante Blickwinkel. So gehört die intensive Museumsszene sicher mit zu den spannendsten und realistischsten Actionmomenten der vergangenen Jahre. Wenn Kugeln in die Wand einschlagen, sind die Einschusslöcher auch in jeder weiteren Einstellung noch vorhanden. Das mag sich vielleicht wie eine Selbstverständlichkeit anhören, doch wird leider nicht in jedem Film auf solche Dinge geachtet. Umso positiver fällt es bei "The International" auf - zumal die vielen schwarzen Punkte am Ende einen sehr schönen Kontrast zur völlig weißen Wand bilden. Atmosphärisch und von seiner Machart her erinnert der Film oftmals an die Jason-Bourne-Trilogie, besonders an die ersten beiden Teile. Die Geschichten um den Exagenten auf der Suche nach seiner Identität haben gezeigt, dass mit realistischer Action - ganz ohne überbordende visuelle Effekte - und glaubwürdigen Figuren dem Genre eine völlig neue Richtung gegeben werden kann. Diese Gangart, die auch schon beim Neustart der Bond-Reihe mit den Filmen "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost" bestens funktioniert hat, setzt "The International" nun gekonnt fort. Und wenn man Clive Owen ("Sin City", "Inside Man", "Shoot 'Em Up") rennen, schießen und ermitteln sieht, kann man nur zu gut verstehen, warum er eine Zeit lang als neuer 007 gehandelt wurde. Eine ebenso gute Figur macht Naomi Watts ("21 Gramm", "Tödliche Versprechen", "Funny Games U.S."), die nicht nur perfekt mit Clive Owen harmoniert, sondern als gestandene Charakterdarstellerin in ihre Rolle auch so viele Facetten einbringt, wie es das Drehbuch zulässt. Bei den Nebendarstellern überzeugt vor allem Armin Mueller-Stahl ("The Game", "Tödliche Versprechen", "Buddenbrooks") als von seinem Beraterjob müder Mann, der seine stärksten Momente dann hat, wenn er sein bisheriges Handeln moralisch hinterfragt. Neben den erstklassig ausgewählten Schauplätzen mit ihren eindrucksvollen Gebäudekomplexen, der handwerklich nahezu makellosen Umsetzung und den konstant guten Schauspielleistungen, fügt sich auch die stimmungsvolle Musik passend in das Gesamtbild. Verantwortlich dafür sind Reinhold Heil, Johnny Klimek und Tom Tykwer selbst. Damit beweist der Regisseur erneut, dass er nicht nur inszenieren, sondern auch komponieren kann. Fazit: Tom Tykwer liefert mit "The International" einen spannenden und streckenweise sehr rasanten Thriller ab, der am Puls der Zeit inszeniert ist, am Ende jedoch in typische Genremuster verfällt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Thriller auf guter Blu-ray,
Von Kristof (Vellmar) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The International [Blu-ray] (Blu-ray)
"The International" des deutschen Regisseurs Tom Tykwer, der mit Clive Owen und Naomi Watts prominent besetzt wurde, überzeugt durch seinen spannenden, authentischen Plott und überraschende Wendungen. Trotz einiger Längen ziehen zum Ende des Films Tempo und Spannung noch mal richtig an. Besonders lobenswert sind auch die exzellent gefilmten Schauplätze des Films.Technisch trumpft die Blu-ray ebenfalls auf: Das Bild wirkt rasiermesserscharf und ungemein plastisch. Trotz einiger ruhiger Phasen, überzeugt auch der Ton durch kraftvollen Basseinsatz und gute Räumlichkeit. Beim Bonusmaterial gibt es nichts weltbewegendes, aber immerhin die gewohnten Standards. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brilliant inszenierter Thriller mit aktueller Thematik auf Referenz-Bluray,
Rezension bezieht sich auf: The International [Blu-ray] (Blu-ray)
Der vom deutschen Regisseur Tom Tykwer ('Das Parfüm', 'Heaven') inszenierte 'The International' war der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale. Tykwer thematisiert in seinem Thriller die Verstrickungen einer international agierenden Bank in unsaubere Geschäfte, wobei die Verantwortlichen auch nicht vor Auftragsmord zurückschrecken. Die recht spannende, in manchen Momenten aber auch vorhersehbare Story präsentiert der Regisseur in ästhetisch beeindruckend komponierten Bildern und Szenen, spätestens nach dieser Produktion kann man Tykwer zu den ganz großen Filmemachern zählen. Eine wirklich reife Leistung liefern auch Clive Owen und Naomi Watts ab, vor allem Owen spielt den rastlosen und Gerechtigkeit suchenden Agenten Salinger mit enormer Präsenz und Glaubwürdigkeit. Eine ähnlich überzeugende Darstellung bot Owen schon drei Jahre zuvor in Alfonso Cuarons 'Children of Men'.Vor allem auch zeichnet diesen Thriller eine sehr authentische und realistische Umsetzung aus, kaum eine Szene wirkt unglaubwürdig oder aufgesetzt. Tykwer betrieb hier allerdings teilweise auch enormen Aufwand, so wurde zum Beispiel das Innere des Guggenheim-Museums für die Schießerei-Szene in aufwendigster Weise nachgebaut. Auch wurde die Verfolgung durch die Istanbuler Gassen kurz vor Ende des Films unter realen Bedingungen ohne Statisten sozusagen in Guerilla-Manier gedreht. Die Bildqualität der vorliegenden Blu-ray erfüllt auch sehr hohe Erwartungen ! Fast durchgehend bekommt man eine enorme Schärfe und Detailauflösung geboten, Bildrauschen ist bis auf einige wenige Szenen nicht wahrnehmbar. Außerdem ein starker aber nicht überzogener Kontrast, die Farben sind eher kühl und entsättigt (bis auf die Schlußszene in Istanbul), sehr guter Schwarzwert. Vor allem die Tageslichtszenen wirken durch die hohe Bildschärfe sehr plastisch und fast dreidimensional, in den Nahaufnahmen erkennt man jede Pore und jeden Bartstoppel in Clive Owens Gesicht. Eindeutig Referenzniveau, die Scheibe eignet sich daher bestens zur Demonstration der Fähigkeiten einer modernen Heimkinoanlage ! Sowohl der deutsche als auch der englische Ton liegen in Dolby True HD 5.1 vor und können auf ganzer Linie überzeugen. Fazit: Film 5 Sterne Bild 5 Sterne Ton 5 Sterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Dekorativer Hochglanzthriller nach Schema F,
Von Matthias Merkelbach "matthias merkelbach" (stuttgart, germany) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Das ist also der Standard des rundweg klassischen, Hitchcock & Co. verpflichteten Thrillerkinos 2009 - internationaler Mainstream. Mit Blick aufs Handwerk hat Tom Tykwer fast nichts falsch gemacht: Bis in Nebenrollen gute bis sehr gute Schauspieler mit Naomi Watts und Clive Owen vorneweg, schöne Kameraarbeit, exquisite Bilderwelten an Schauplätzen rund um die Welt. Seine lückenlos selbstbewusste Regie bringt dazu eine konsequente Dramaturgie ohne Durchhänger, ergo reichlich Spannung, etc. pp. Schön, schön!Das Problem: "The International" wirkt wie eine extra große, herrlich belegte und wunderbar duftende Pizza. Das erste Drittel schmeckt famos, das zweite sättigt bis zum Rand, doch das letzte macht klar, dass es von vornherein nur ein Stück Junkfood war. Wo anfangen? Am besten beim Drehbuch. Das ist trotz Ambitionen (oder gerade ihretwegen) mit Blick auf globale Verflechtungen von Wirtschaft, Politik und Bankwesen bestenfalls durchschnittlich. Man riecht förmlich die faulen Kompromisse, die im Lauf der Erarbeitung erforderlich wurden, um beim Massenpublikum punkten zu können. Die Entwicklung der Thematik ist so brisant wie in einem jener Charles-Bronson-Filme der Frühsiebziger, die sich z.T. auf ähnlichem Terrain bewegten. Ein Polit-Thriller? Nee! Das ist The International" definitiv nicht. Wer sich versichern möchte, was die Welt diesbezüglich schon gesehen hat, sollte sich z.B. die Werke von Costa-Gavras anschauen. Selbst ein US-Spielfim wie "Under Fire" (1983) gräbt "The International" locker das Wasser ab. Das ist auch bedauerlich, da Tykwer & Co. mit dem Ende auf die übliche Schönfärberei verzichten. Gerade der Abspann setzt noch einen Akzent. Die Rollen: Gut und Böse Made in Hollywood! Aus den Lichtgestalten leuchtet Heldentum noch und nöcher. Zuletzt sind die Noblesse von Agent Salinger (Clive Owen) und seiner (vom Skript mit kaum Funktion belegten) Mitstreiterin Eleanor Whitman (Naomi Watts) kaum zum Aushalten und an der Grenze zur Lachnummer. Dass die beiden Nachnamen berühmter US-Schriftsteller angeheftet bekamen, ist eh schon der Wink mit dem Lattenzaun. Demgegenüber sind die Motivation und die Charaktere der "bösen" Gegenspieler so farblos, dass es an TV-Serien à la "24" erinnert - mehr nicht. Selbst im Fall von Banker Wilhelm Wexler (Armin Müller-Stahl), - erneut "großer" Wortwitz per Nachname! - dessen DDR-Biografie den Schlüssel im Schloss darstellen soll, gelingt es nicht, überzeugend zu argumentieren. Jemand der in der DDR als Parteigänger dem Kommunismus verpflichtet war, soll eine von Grund auf idealistische Person sein? So will es der naiv-moralische Imperativ, den Salinger gegenüber Wexler formuliert und der Zuschauer denkt sich: "Äh... wie bitte? Was soll das denn?" Nun, vor allem den Film rasch ins Finale führen. Dafür fiel dem Autor nichts Besseres ein, nachdem im Voranschreiten der Handlung die sonstigen Möglichkeiten auf der Strecke blieben. Richtig problematisch am Skript und am Film sind die Widersprüche und Abkürzungen. Im Lauf der 113 Minuten Filmhandlung wimmelt es von Zufällen und mancher Verkettung von Ereignissen, die beim ersten Nachdenken darüber eindeutig so nicht hätten passieren können. Leider kann ich hier auf Amazon keine Beispiele liefern, derer mir ein halbes Dutzend in den Sinn kommt - aber damit würde ich Wesentliches der Filmhandlung vorwegnehmen. So belasse ich es einfach bei dem Hinweis, der für den an Glaubwürdigkeit - innerhalb der Gesetze des Films und nicht aus Prinzip! - interessierten Cineasten sicher von Wert ist. Kurzum: an allen Ecken und Enden erweist sich die Logik des Katz-und-Maus-Spiels als scheinbare. Schade! Das Skript, so blitzt immer wieder durch, hätte einiges an Möglichkeiten geboten, die es sukzessive verspielt. Klar! Die 11 Minuten im New Yorker Guggenheim-Museum sind exquisit inszeniert und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Auch hier leuchtet am Ende einiges nicht ein, na ja... In The International" gibt es Widersprüche anderer Art, die störender sind. Störend auch die Musik, ein Kompromiss zwischen Klavierstakkato mit Echoeffekt auf Rhythmusteppich, der in jedem US-Film gleich klingt und partout alles rhythmisieren muss, und zeitgeisttauglichen Elektrosprenkeln. Zu viel und doch... zu wenig. Doppelt schade! "The International" ist kein Film, den ich gesehen zu habe bedaure. Im Anschluss bleibt nur so gut wie nichts davon übrig. Die Blase der nach Schema F in den Entertainment-Mainstream Marke Hollywood gepressten, eh schon dünnen Story platzt. Eine Nummer kleiner hätte mir die Pizza vielleicht geschmeckt. Weniger Belag vom Billigdiscounter, dafür einen knusprigen Teig mit Meersalz und echter Büffelmozzarella statt Analogkäse. Das Problem mit solchen Pizza-Thrillern ist seit Mitte der Neunziger nämlich folgendes: Auf der Speisekarte tragen sie alle einen anderen Titel und weisen die unterschiedlichsten Zutaten aus. Mit dem ersten Bissen schmecken sie durch die Bank gleich, und nur der Hunger treibt's rein. Danach sieht man sich an und kommt sich vor wie beim Wiederholen einer Jugendsünde. Frei nach dem Motto: "Na ja, alle Jahre wieder darf das auch mal sein." Ratloses Schulterzucken--- Licht an. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochspannender Polit-Thriller,
Von Daniela Denise "Katze" (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Louis Salinger, Interpol-Agent und Eleonor Whitman, Staatsanwältin in New York, kommen durch den kuriosen, angeblich natürlichen Todes verstorbenen Kollegen Salingers den kriminellen Machenschaften der mächtigen Weltbank IBBC, Hauptsitz Luxemburg, auf die Spur.Es geht um weitaus mehr als illegale Waffengeschäfte, wie Salinger und Whitman bald herausfinden. Es geschehen Morde, doch niemand scheint etwas gesehen zu haben; Leichen werden obduziert, ohne dass jemand eindeutigen Mord erkennt/erkennen will; Zeugen werden schneller "beseitigt", als Salinger und Whitman die Vernetzung der IBBC-Bank erkennen können. Warum hilft ihnen keiner? Warum stellt sich ihnen einfach jeder in den Weg, die verbrecherischen Geschäfte dieser Bank ans Licht zu bringen? Sehr sehr spannend, mehr kann man zu "The International" nicht sagen. Brilliante Besetzung, allen voran Clive Owen als Louis Salinger! 5 Sterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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