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235 von 259 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverkennbar Eastwood, und zwar in Hochform
Bambusfresser, Schlitzaugen... Eastwood fährt wirklich alles auf an political incorrectness gegenüber den Asiaten, die jetzt sein Viertel bevölkern - wiewohl er als "Walt Kowalski" auch nicht gerade einen uramerikanischen Rollennamen hat. Es geht in "Gran Torino" um das Altern, um Veränderungen der Zeit, um einen Zusammenprall von Lebensentwürfen...
Veröffentlicht am 5. November 2009 von Tonio Gas

versus
106 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Festes FSK-Logo
Der Film ist zweifelsfrei super, aber:

Dieses Steelbook wird in erster Linie von Sammlern gekauft und da ist es eine Frechheit, das FSK-Logo fest auf das Cover zu drucken. Dadurch wird es für mich und viele andere auch wertlos. Besonders ärgerlich ist es deshalb, da ich den Film (genauso wie die ebenfalls bestellten 300 und Hangover) bereits als...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2010 von Martin Rohleder


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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clints fulminante Abschiedsvorstellung, 19. Juli 2009
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
"Gran Torino", der im letzten Jahr eher still in die Kinos Einzug hielt, jedoch sowohl unter Kritikern als auch Kinogängern große Beliebtheit erlangte, ist eigentlich als Clints Abschied von seinem Wirken vor der Kamera gedacht. Von nun an will sich Eastwood nur noch als Regisseur betätigen.

Dies ist eigentlich jammerschade, denn Clint Eastwood war immer einer meiner unangefochtenen Lieblingsschauspieler. Nicht nur hat er mit Dirty Harry und dem oft namenlosen Westernhelden eine unnachahmliche Kultfigur geschaffen, sondern es ist ihm auch gelungen, im Laufe der Zeit diese von ihm geschaffene Figur selbstironisch zu dekonstruieren, ohne dabei parodistisch-lächerlich zu werden oder seine Vergangenheit zu verleugnen.

In "Gran Torino" spielt Clint den verbitterten, eigenbrödlerischen Witwer und Koreakriegsveteran Walt Kowalksi, der sich mit seiner - zugegebenermaßen eher unsympathischen - Familie überworfen hat und nun als einziger Weißer in einer früher von Fordarbeitern bewohnten Straße in Detroit übriggeblieben ist. Zu seinen Nachbarn, meist Angehörigen des Volkes der Hmong, hat der Rassist ein unverhohlen feindseliges Verhältnis. Als der stille und zurückhaltende Nachbarsjunge Thao, von Walt beharrlich "Toad" genannt, versucht, den Gran Torino seines Nachbarn zu stehlen, um in eine Straßengang aufgenommen zu werden, wird er von Walt dabei erwischt und muss - so will es die Ehre seiner Familie - bei Walt zur Buße Arbeit verrichten. Da es Walt gewohnt ist, sein eigenes Hab und Gut selbst in Schuss zu halten, setzt er ihn kurzerhand dazu ein, die heruntergekommenen Häuser in der Nachbarschaft wieder instand zu setzen. Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Walt und Thao sowie dessen Schwester Sue.

Thaos Weg zu mehr Selbstbewusstsein und der Erkenntnis, mit ein wenig Eigeninitiative seine Träume vielleicht verwirklichen zu können, wird jedoch von der Straßengang seines Cousins "Spider" durchkreuzt, und Walt wird klar, dass er für seinen Schützling noch einen entscheidenden Kampf auszufechten hat.

Man sollte sich nicht von dem Cover der DVD täuschen lassen und etwa einen Film erwarten, in dem mit der Waffe in der Hand für Gerechtigkeit gesorgt wird, denn einen glaubwürdigen Actionhelden hätte der 78jährige Eastwood sicher nicht abgeben können. Anders als manch andere Ikone umschifft Eastwood die Klippen der Lächerlichkeit, die darin besteht, entgegen dem Fortgang der Zeit am alten Selbstbild festhalten zu wollen - dies nur als Kommentar auf die ewig Junggebliebenen. Eastwood spielt hier allenfalls mit Elementen seiner alten Filmfigur, etwa wenn sein Griff zur Waffe von der Kamera typischerweise aus der Froschperspektive festgehalten wird - interessanterweise gibt Walt in dem Film allerdings keinen einzigen Schuss ab.

Eastwoods Film vermittelt die Botschaft, dass jeder noch so stark unterdrückte Mensch die Chance ergreifen kann, etwas aus seinem Leben zu machen, wenn dabei auch manch ein Strauß ausgefochten werden muss. Man mag diesen Glaubenssatz teilen oder auch nicht, in "Gran Torino" wird er auf eine zu Tränen rührende Art und Weise ausgebreitet. Auch die Problematik im Zusammenleben verschiedener Kulturen wird überzeugend beleuchtet.

Eastwood gleitet bei aller Eindringlichkeit seiner Botschaft keinesfalls in simple Schwarz-Weiß-Malerei ab, denn sein Held ist niemand, mit dem man sich ohne weiteres gern auf ein Bier zusammensetzen würde - auch hier also kein Zugeständnis an Eastwoods beharrlichste Kritikerin Pauline Kael. Zwar werden Walts rassistische Bemerkungen im Mittelteil des Films, wenn er sich mit seinem Friseur unterhält, relativiert, aber er ist durchaus seinen Vorurteilen verhaftet und - was für viele PC-Saubermänner und -frauen noch schlimmer sein dürfte - er raucht mit Genuss; mit so etwas käme heute ja nicht einmal mehr Sherlock Holmes auf der Leinwand davon. Im Verlaufe des Filmes, etwa während der Beichte, wird außerdem deutlich, dass das schlechte Verhältnis, das er zu seinen Söhnen hat, teilweise auch eine Folge seiner Erziehung ist. Diese stetige Ambivalenz macht Walt zu einem interessanten, realistischen Charakter und läßt seine zaghafte Annäherung an die Nachbarsfamilie glaubwürdiger erscheinen. Interessant, aber nicht beantwortbar, ist in diesem Zusammenhang noch die Frage, woher die Anziehungskraft solch rauhbeiniger, grantliger alter Männer - Dr. House ist dafür auch ein Beispiel - auf uns heute rührt.

Empfehlenswert ist es vor allem, den Film im englischen Original zu sehen, denn nach dem Tode Klaus Kindlers, der altbekannten Synchronstimme Eastwoods, kann man sich, so finde ich, nur schwer an andere Stimmen gewöhnen.

Ein besonderer Leckerbissen erwartet den Zuschauer am Ende des Films, wenn Clint selbst das Intro zu dem Song "Gran Torino" intoniert. Fazit also: Bahn frei für den "Gran Torino"!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit (und auch etwas Rache)!, 23. September 2009
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Ich verneige mich vor Clint Eastwood!
Was der Mann allein in den letzten Jahren als Produzent und Regisseur für Filme erschaffen hat, ist einfach unbeschreiblich. Er hat anscheinend genau die richtige Nase, um zu erkennen, ob ein Drehbuch Potential hat und wie man das dann perfekt umsetzt. Dabei sind es nie leichte Geschichten, deren er sich annimmt.

So wie auch in diesem Fall bei der Geschichte des verbitterten, alten Walt Kowalski. Der Mann lebt in einer ehemaligen Vorzeigesiedlung der Mittelschicht, die im Laufe der Jahre durch die wirtschaftliche Lage, der darausfolgenden Abwanderung der Einheimischen und nun jeder Menge Multi-Kulti nicht mehr ganz in sein Weltbild passt. Er ist ein waschechter Patriot, der dem wilden Treiben in seiner Nachbarschaft nichts abgewinnen kann und dem Ganzen mehr als nur missmutig gegenüber steht. Wüste Beschimpfungen und eine geladene Schrotflinte erwarten jeden, der der letzten Bastion amerikanischer Werte, seinem Zuhause, zu nahe kommt. Ein Vorfall mit einer Gang direkt vor seinem Haus rüttelt aber etwas (Gutes?) in ihm wach. Ist Walt doch nicht so ein Rassist und boshafter Mensch, wie man es gedacht hat?

Clint Eastwood spielt den einsamen Walt einfach überragend. Diese anfänglich traurige, stoische Figur, die dann urplötzlich mit hasserfüllten Augen und rassistischen Sprüchen explodiert, hätte wohl niemand sonst so genial spielen können. In vielen Momenten war es für mich kurzzeitig vorbei mit der Sympathie für den guten, alten Clint. Das war teilweise schon harter Stoff. Aber auch im späteren Verlauf, als seine Figur eine (zugegeben erwartete) kleine Wandlung durchlebt, war ich immer noch sprachlos von dieser schauspielerischen Größe.
Diese kleine Wandlung von Kowalski ist für mich dann auch die wahre Stärke von Gran Torino. Als Zuschauer darf man dabei sein, wenn ein Mann, den seine Vergangenheit zu einem Bündel Trauer, Hass und Verbitterung gemacht hat, so langsam anfängt neue Maßstäbe zu setzen und sich zu einem Teil des (für ihn befremdlichen) Kollektivs entwickelt. Einem Kollektiv, das ihm eigentlich nie feindlich gegenüber stand. Ich finde, einige Leute sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen, sei es auch nur im Kleinen.

Ansonsten gibt es bei diesem 112minütigen Drama all das, was man von einem Eastwood auch erwarten darf: Zutiefst beeindruckende Bilder, riesige Dialoge und viel, viel Ruhe, in der ebensoviel Kraft steckt. Und natürlich ein überraschendes Ende, das für einigen Gesprächsstoff sorgt.
Ich hoffe, dass der Mann (die Legende) der Filmndustrie noch lange erhalten bleibt!

Unbedingt ansehen!!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied von einer Legende, 26. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Das ist der letzte Film mit Clint Eastwood in der Hauptrolle. Definitiv. Angekündigt hat er dies schon einige Male (erstmals 1992 bei "Erbarmungslos", für den er seine ersten 4 Oscars gewann), aber nach Sichtung dieses Meisterstücks weiß man, daß es wahr sein muss. Denn er holt nochmal alle Ikonen-haften Filmklischees, die man mit seinem Namen verbindet, aus der Filmkiste und durchmischt, parodiert, zitiert und verdreht diese, daß es eine wahre Freude ist. Das fängt mit dem Trailer an, in dem man einen Selbstjustiz-Streifen erster Güte erwartet. Was "Gran Torino" eindeutig nicht ist. Der Film ist ein Abschied. Von Klischees, Vorurteilen, alten Gewohnheiten und einem großen Hollywood-Schauspieler. Die Story ist eine dieser bewegenden kleinen Geschichten, die er seit "Honkytonk Man" 1982 neben den großen Kassenhits mit leichter Hand für wenig Geld inszeniert. Auf jeden "Dirty Harry" oder "In the Line of Fire" kommt ein kleines Drama mit brillanten Schauspielern und einer sorgfältig inszenierten Handlung. Zuletzt "Der fremde Sohn" mit Angelina Jolie und bald "Invictus", die Geschichte von Nelson Mandela. Kleine Filme mit großer Wirkung.
So auch hier. Der alte, knurrige Ford-Rentner, der als einziger Amerikaner im Ghetto die Fahne hochhält und vermeintlich rassistisch, jederzeit gewaltbereit und uneinsichtig ist. Die asiatische Großfamilie, die nebenan einzieht. Die Ghettoboys, die diese bedrohen. Die leise Freundschaft, die sich zwischem dem alten Mann und dem asiatischen Jungen entwickelt. Der Showdown, der alles, was Clint Eastwood ausmacht zu einem glänzenden, unerwartetetn Schluss bringt. Ich sage nur "passiver Widerstand". Eine Lektion, die man den Kinofiguren, die Eastwood bis dato gespielt hat niemals zugetraut hätte. Und dazwischen diese herrlichen selbstironischen Zitate. In einer Szene bedroht er eine Gang nur mit seinem Zeigefinger und zusammengekniffenen Augen - und gewinnt! Das Ausspucken von Tabak ("Der Texaner" Josey Wales von 1976 lässt grüssen), das die asiatische Oma von nebenan noch besser beherrscht. Die Diskussionen mit dem jungen Pfarrer über Gott und das Leben. Der Versuch der eigenen Kinder, ihn in ein Altersheim abzuschieben. Der Griff zum Gewehr ("runter von meinem Rasen"!) und schließlich die liebevoll gemeinten, politisch völlig unkorrekten rassistischen Spitzen mit dem jüdisch-italienischen Friseur. Alles ist in diesem Film so ironisch und doch zeigt er mehr vom heutigen Amerika, als es ein "Slumdog Millionär" je vermag. Deshalb hat er auch keinen Oscar gewonnen, Eastwood ist zu nah dran an der brutalen Realität im Herzen Amerikas. Das macht den Film doppelt sehenswert. Ghettoisierung, Gewalt und Ausweglosigkeit. Das ganze Thema wird scheinbar nebenbei mit-erzählt. Es gibt dennoch viel zu lachen, der Humor ist überraschend erfrischend, auch wenn die Story streckenweise arg bekannt vorkommt. Man wähnt sich in "Karate Kid", als der Junge beim Alten arbeiten darf. Die Freundschaft der beiden ist auch etwas vorhersehbar, aber dennoch sehr schön inszeniert. Ohne große Gesten oder Knallefekte. Wenn dann der Einbruch der Gewalt im letzten Drittel beginnt ist man ähnlich vor den Kopf gestoßen wie bei "Million Dollar Baby", bei dem man sich schon im "Rocky" mit einer Frau wähnte, dann aber ein Sterbehilfe-Drama sehen musste.
Das alles macht diesen Film aus und führt mich langsam zum Ende meiner Rezension.

Absoluteste Kaufempfehlung für den letzten Film mit Clint Eastwood in der Hauptrolle. Ich werde ihn vermissen und muss auch gestehen, in der letzten Szene geweint zu haben. In diesem Sinne. Ach so: ja, es geht auch um ein Auto. Den Ford Gran Torino, aber das nur am Rande. Metaphern halt. Viel Spaß dabei.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenmässig, 8. November 2009
Von 
A. Jörgensen (Ostfriesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Habe sehr lange einen Bogen um diesen Film gemacht. "Clint Eastwood ein Garant für viele Schiesserein" war nicht mein Fall. Habe ihn mir dann aber doch angesehen und bin echt begeistert. Tolle Story, spitzen Schauspieler mit einem unerwarteten Ende. Eastwood als verbitterter Ex-Soldat und Fabrikarbeiter in Rente, dessen Frau verstorben ist, läßt erst ganz klar erwarten, der schnappt sich seine Kanone und macht, was er am besten kann, aber nein, die Geschichte nimmt einen unerwarteten Verlauf. Wirklich sehenswert, auch für Eastwood-Skeptiker!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gran" Kino!, 4. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Mit diesem Film aus dem Jahr 2009 beweist Clint Eastwood einmal mehr, dass er ein nahezu unübertreffliches Gespür für großartige Stoffe und - das ist das Phänomenale - ihre ebenso großartige Umsetzung hat. Sicher, auch "Gran Torino" bemüht eine Reihe gängiger Klischees, das des mürrischen Misanthropen und Raubeins etwa und seiner Läuterung durch die Begegnung mit warmherzigen Mitmenschen; doch auch diesmal gelingt es Eastwood, der Geschichte ein ganz eigenes Profil zu geben, und damit ist keineswegs seine Besetzung des greisen Raubeins und Koreakriegsveteranen mit sich selbst gemeint; vielmehr ist es die hierzulande noch weniger als in den USA (dort aber auch kaum) bekannte Einwanderergruppe der Hmong, die dem Film das besondere Etwas verleiht. Es handelt sich dabei um eine in Thailand, Laos, Vietnam und China vertretene Ethnie, die deswegen in den USA einen Sonderfall darstellt, weil sie im Vietnamkrieg auf der Seite der Amerikaner stand. Mit Liebe zum Detail porträtiert Eastwood die kulturellen Eigenarten der Hmong, mit denen es der von dem Regisseur selbst verkörperte Haudegen Walt Kowalski zu tun bekommt, weil eine Hmong-Familie im Haus neben ihm wohnt, von ihm mehr als skeptisch beargwöhnt. Die Umstände zwingen den stets resolut auftretenden Walt jedoch, den Nachbarn beizustehen, vor allem als der 17-jährige Thao durch seinen Cousin und dessen Bande jugendlicher Krimineller bedrängt wird. Thao sieht sich tief in Walts Schuld, weil er dem Drängen des nichtsnutzigen Cousins zunächst nachgab und in einer Art Mutprobe den Versuch unternahm, Walts legendären Gran Torino, eine Nobelkarosse Baujahr '72, zu entwenden. Das ist natürlich misslungen, doch als Thao seine Schuld abbüßt (das Motiv ist eine Eins-zu-eins-Kopie der Konstellation in dem weniger beachteten Drama Off The Black mit Nick Nolte als Griesgram), kommen sich Walt und Thao näher, was drehbuchgemäß bald für weiteren Zündstoff sorgt. Denn so schnell geben die bösen Bandenbuben natürlich nicht auf...

"Gran Torino" überzeugt durch minuziös herausgearbeitete Charaktere, Haupt- und Nebenfiguren gleichermaßen. Überdies gewinnt der Film durch eine religiöse Note, die nicht aufgesetzt wirkt: Ein junger katholischer Geistlicher bemüht sich um Walts Seelenheil - im vollsten Sinne des Wortes -, weil er dies dessen frommer verstorbener Frau zu Lebzeiten versprochen hat. Herausgekommen ist bei diesem komplexen Mix aus Familiendrama und Gettokrimi ein furioses Filmkunstwerk der lauten wie auch leisen, der ernsten als auch heiter-ironischen Töne, vor allem aber ein mitreißendes und keine Sekunde langweilendes Plädoyer für Zivilcourage und zwischenmenschliche Solidarität, die das selbstlose Opfer dem Griff zur Knarre vorzieht, auch wenn das Kinoplakat etwas ganz anderes zu verheißen scheint.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach super, 14. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Clint Eastwood von seiner besten Seite. Irgendwie bekomme ich so langsam das Gefühl bei ihm ist es wie mit gutem Weinen und er wird mit zunehmendem Alter einfach immer besser. Über den Inhalt des Films muss ich ja keine großen Worte verlieren, der dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Die Action, die man hier zusehen bekommt ist jedoch echt extraklasse. Der Film ist absolut zu empfehlen und erhält die vollen fünf Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut, 18. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Ich habe den Film damals nach der Free TV Premiere bestellt.
Die Handlung ist durchdacht, ein alter, grantiger, verbitterter Mann muss in seinem VIertel mit Migranten zusammen leben.
Seine Einstellung zu diesen Menschen ändert sich im Laufe des Films bis hin zum dramatischen Ende.
Clint Eastwood spielt besonders den verbitterten Mann perfekt und gibt dem Film ein gutes Flair. Auch die anderen Schauspieler agieren größtenteils gut. Die Atmosphäre ist den gesamten Film über gegeben und das Ende...naja...schaut selbst.
Klare Empfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Film, 19. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Ich kannte den Film vor dem Kauf schon deshalb war es mir so wichtig ihn zu kriegen. Denn er ist wircklich sehr spanend und auch vollgestofft mir schwarzen humor aber auch mit lauter Rasismus. Allerdings ist dieser häufig auch scherzhaft gemeint und von den leuten die da alle so mitspielen scheint das auch keinen wircklich zu interessieren. Insgesamt kann man an diesem film wircklich keine kritik finden die weniger als 5 sterne rechtfertigen würde. Und die ausdrücken komme meistens so gut von clint Eastwood das man sich halb totlacht und das obwohl der film eigentlich ein Drama film ist. Denn die begriffe wie Bambus- sumpfrate oder spaghettifresser usw. sind im falle von diesem film einfach nur genial!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastischer Film!!!, 23. Januar 2013
Von 
Kuddl - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
Zugegeben - ich hatte diesen Film beim Kauf ganz falsch eingeschätzt. Aufmerksam geworden war ich auf den Film durch eine Rezension von "Harry Brown", einem äußerst blutrünstigen Rentner-nimmt-Rache-Drama. Und so dachte ich, "Gran Torino" würde sich irgendwo zwischen diesem Michael-Caine-Film und "Ein Mann sieht rot" wiederfinden.

Es kam aber viel, viel besser. Gleich vorweg: Dieser Film gehört von Story, Regie und schauspielerischer Leistung zum Besten, was ich seit langem gesehen habe!
Hauptfigur Walt Kowalski, ein alter Koreakriegsveteran, rechtschaffener Bürger und Patriot, erkennt sein Viertel nicht wieder. Es wird fast ausschließlich von Asiaten bewohnt - zudem gibt es diverse Gangs aus Mexikanern, Schwarzen - und auch eine asiatische Gang. Als die beginnt, seine eigentlich ungeliebten asiatischen Nachbarn zu terrorisieren, greift Kowalski ein - und während die Gewalt weiter eskaliert, bricht schrittweise das Eis auf Kowalskis Seele, das ihn daran gehindert hat, auf die zugewanderten Nachbarn zuzugehen.

Dieser Film schafft es, unterschiedlichste Themengebiete und Aspekte wunderbar zusammenzufassen und aufzulösen (an dieser Stelle vorsichtshalber eine Spoiler-Warnung, da es jetzt ein wenig an die Substanz geht). Da ist der Amerikaner, der sich in seinem Land nicht mehr zu Hause fühlt und der zwar schlechtere (Kriegs-)Zeiten, aber auch deutlich bessere Zeiten gesehen hat, die durch seinen Oldtimer, ein Ford "Gran Torino", symbolisiert werden. Thematisiert wird die Gewalt und Kriminalität verschiedener Gangs in einer amerikanischen Kleinstadt. Thematisiert wird energische Gegenwehr, die leider letztlich zu einer Eskalation von Gewalt führt. Angedeutet wird der amerikanische Traum, nach dem es jeder zu etwas bringen kann, wenn er sich nur anstrengt. Dargestellt wird die Entwicklung des Nachbarsjungen Thao, der sich erstmalig als Mann im Arbeitsleben und in einem Flirt mit einem Mädchen beweisen muss und dem der alte, lebenserfahrene Mann dabei ein guter und letztlich wohlwollender Wegweiser wird. Und nicht zuletzt wird auch die Schwierigkeit von Vater-Sohn-Verhältnissen dargestellt, wenn Kowalskis Sohn nur dann anruft oder auftaucht, wenn er etwas Materielles vom Vater haben will.
Und obwohl die Themen so vielschichtig sind, schafft es dieser Film, die meisten davon in einem Happy-End aufzulösen, ohne dabei kitschig zu werden (aber Achtung - nicht alles in diesem Film endet in "eitel Sonnenschein"!). Und als absolute Krone der Filmschöpfung gibt es in diesem Film sogar einige Stellen, an denen man richtig herzlich lachen kann.

Ich habe Clint Eastwood schon lange sehr geschätzt - vornehmlich als Schauspieler. Hier liefert er dazu aber noch eine schier unglaubliche Glanzleistung als Regisseur ab. Könnte man für besonders herausragende Produkte hier sechs Sterne vergeben - für diesen Film würde ich es tun!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schon klar..., 1. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Gran Torino (DVD)
...Eastwood kann's besser, der Film ist Oberflächlich, der Film hat keinen Tiefgang, ist klischeehaft etc...so oder ähnlich lauten die Kritiken derer, die den Film nicht mögen. Sei's ihnen vergönnt.
Ich mag den Film, Eastwood zeigt hier auch im Alter eine Coolness, die der ganzen Riege Jungschauspielern fehlt und die sie nie erreichen werden. Ich kann nicht beurteilen, wie realistisch die Darstellung der Situation ist, da ich nicht in den U.S.A. lebe. Allerdings denke ich, es ist nicht all zuweit hergeholt, dass sich ein älterer Durchschnittsbürger auf einmal in seinem Viertel, in dem er seit Jahrzehnten wohnt, wiederfindet, umgeben von Menschen mit sozial schwachen Migrationshintergrund. So etwas soll es auch mittlerweile hierzulande geben. Ich werde das nicht bewerten. Der Film zeigt auf, dass man sich mit allem arrangieren kann aber nicht alles hinnehmen muss. Sozialkritik hin oder her, der Film ist einfach cool.4 Sterne
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Gran Torino
Gran Torino von Clint Eastwood (DVD - 2009)
EUR 5,99
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