Amazon.de: Kundenrezensionen: Sounds Of The Universe

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152 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen SOTU - Die (R)Evolution!
Depeche Modes jüngstes Album ist ein von Wahnsinn und Genialität geprägtes Kunstwerk elektronischer Musik, das von einigen Kritikern als das "Violator" des 21. Jahrhunderts gefeiert wird.

Für mich ist es ein gelungenes Experiment, ein exzellentes Album und genau das, was ich von Depeche Mode erwartet und womit ich auch gerechnet habe. Ich wollte kein...
Vor 7 Monaten von Think blue! veröffentlicht

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versus
66 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Großartig!!!
...versemmelt! Da habe ich heute voller Hoffnung das Paket meines beliebten DHL-Mannes angenommen.... und merkte später, ich hätte es besser nicht tun sollen. Warum? Weil das enthaltene Machwerk nun endlich meine allerletzten Hoffnungen auf eine positive Weiterentwicklung von DM zunichte gemacht hat.

Wenn diese Platte in irgendeiner TOP-Liste, Best Of...
Vor 7 Monaten von ATH veröffentlicht

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152 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen SOTU - Die (R)Evolution!, 13. April 2009
Depeche Modes jüngstes Album ist ein von Wahnsinn und Genialität geprägtes Kunstwerk elektronischer Musik, das von einigen Kritikern als das "Violator" des 21. Jahrhunderts gefeiert wird.

Für mich ist es ein gelungenes Experiment, ein exzellentes Album und genau das, was ich von Depeche Mode erwartet und womit ich auch gerechnet habe. Ich wollte kein zweites "Violator", kein zweites "Ultra" und auch kein zweites "Songs of Faith and Devotion". Ich wollte, wie viele andere auch, keine bloßen, farblosen Klänge, keine Hits oder gar Musik für die Massen; ich wollte Gefühle, akustische Erlebnisse und eine Lyrik mit einem gewissen Tiefgang - dieses Album offeriert alle drei Komponenten und noch viel mehr, ferner setzt es neue audiophilen Maßstäbe (als Tonquelle dien[t]en der SACD-Player DCD-2000AE, der Vollverstärker PMA-2000AE und mein Lieblingskopfhörer AH-D2000, alle drei aus dem Hause Denon).

Nach 30 Jahren klingt Depeche Mode ausdrucksvoller, futuristischer und revolutionärer denn je. Auf dieser Scheibe hört man Dave, Martin und Andrew in perfekter Symbiose. Daves Stimme ist sauberer, gefühlsvoller und akzentuierter als in den Jahren 2001 bis 2006. Martins opulente Gitarre elektrisiert, ebenso Andrews Synthesizer, die klanglich ins musikalische Universum katapultieren. In ihren Songtexten setzen sich die drei Virtuosen mit den eigenen, dem Anschein nach chronischen Manien auseinander - Lust, Leidenschaft, sündige Versuchung, sinnliche Begierde und Spiritualität.

Ich kann diejenigen verstehen, die der Meinung sind, die DM-Alben der 80er und 90er Jahre seien/wären "besser" gewesen. Dennoch sollte man bedenken, dass Menschen sich im Laufe der Zeit ändern, sich weiterentwickeln. Richtige Musik, fernab jegliches Mainstreams, wird von Menschen kreiert, die Visionen haben. Wie bei jedem anderen Album von Depeche Mode muss man/frau sich erst mal reinhören - erst nach mehrmaligem, konzentriertem Hören entwickeln sich die ohnehin grandiosen Melodien zu wahren Perlen, die immer wieder auf's Neue faszinieren und buchstäblich unter die Haut gehen. Sounds Of The Universe ist nicht nur revolutionär, sondern im gleichen Maße visionär.

"In Chains" besitzt ein interessantes Intro, welches an Kraftwerks "Metropolis" aus dem Album "The Man Machine" aus dem Jahr 1978 erinnert. Dave brilliert mit seiner hypnotischen Stimme, die erfreulicherweise sehr jung klingt. Das feinsinnige Arrangement der Instrumente hätte nicht besser werden können. Die obsessive Lyrik setzt sich im Verlauf des ganzen Albums fort

"Hole To Feed" ist dunkel, kalt aber temporeich, die tonale Abstimmung und Daves Klangfarben passen hervorragend zusammen. Martins Gitarre und seine unverwechselbare Stimme im Hintergrund verleihen diesem Lied einen überragend galaktischen Anstrich

"Wrong" besticht durch seine düstere Dynamik und Homogenität, die Lyrik regt zum Nachdenken an - 100% Depeche Mode

"Fragile Tension" erzeugt wahrlich eine empfindliche Spannung, nicht nur, weil die Klänge der Synthesizer und der Gittare sich soooo sublim anhören

"Little Soul" verleitet dazu, die Augen zu schliessen und die Schönheit des retro-futuristischen Duets von Dave und Martin in all ihrer Vollkommenheit zu geniessen

"In Sympahty" macht einfach nur Spass, außergewöhnliche helle, tanzbare (ja!) Musik gepaart mit einer noch außergewöhnlicheren Lyrik

"Peace" hat die typische Klangcharakteristik, die Depeche Mode seit eh und je auszeichnet, erinnert sehr stark an alte Klänge aus den 80ern und hat das Potential einer Hymne á la "Enjoy The Silence"

"Come Back" verdeutlicht in welcher Superliga Depeche Mode verkehrt und dürfte das akustische Nonplusultra dieses Albums sein

"Spacewalker" als plötzliches Intermezzo, schnell, in weniger als zwei Minuten, zum Mars und wieder zurück

"Perfect" verzückt durch sein optimistisches, positives und melodiöses Kolorit - abermals Atypisches aus Martins Feder, das wirklich perfekt klingt

"Miles Away / The Truth Is" steht mit einer kompromisslosen Gitarre und zwei detailorientierten Stimmen zur Disposition - hat das Zeug, ein Klassiker zu werden

"Jezebel" überwältigt, die charismatische Dramaturgie in Martins Stimme, seine Gitarre und die surrealen Klänge aus Andrews Synthesizer sind sooooooo wunderschön

"Corrupt" ist richtig schmutzig und sexy zugleich, korrumpiert und macht Lust auf mehr. Das Lied bis zum Schluss laufen lassen - welch ein fulminantes Finale!

Mein Fazit, als seit 25 Jahren treuer Fan dieser Band der Superlativen: Eine meisterhafte Leistung, die Depeche Mode mit den Sounds Of The Universe geliefert hat. Ich freue mich auf die Deluxe Box (Highlights dürften SOTU + Bonus Tracks in 5.1 Surround Sound sein!) und auf das Konzert in München - ich hoffe, wir sehen uns! ;-)


*****

18. April 2009

Kurzes Update und eine Empfehlung: Alle, die an dieser Platte Gefallen gefunden haben und nicht mehr genug davon bekommen können ("Just Can't Get Enough" lässt grüssen), sollten sich auch das Deluxe Box-Set kaufen. Das darin befindliche audiovisuelle Material ist derart überwältigend und majestätisch, dass mir nach wie vor die Worte fehlen! In Kürze erlaube ich mir noch eine Rezension über dieses Set, pardon, KUNSTWERK zu schreiben. Meiner Meinung nach sind die Bonus Tracks sowie die Neuinterpretationen und/oder B-Sides auf Disk 3 die absoluten Highlights ["Sweetest Perfection", "Walking In My Shoes", "I Feel You", "Only When I Lose Myself", "Corrupt", "In Chains" und "Peace"gesungen von Martin!, darüber hinaus "Jezebel" und "Come Back", die eine noch raffiniertere, noch subtilere, noch eindrucksvollere Klanglandschaft als die "Originale" bieten].

An dieser Stelle noch einen Gruß an Michael Pilz, seines Zeichens "Kulturredakteur" von Welt Online und Autor der epochalen und ex aequo amüsanten Plattenbesprechung "Jetzt stecken auch Depeche Mode in der Krise" - man muss, nolens volens, konzedieren, dass die "Krise" omnipräsent und sogar in den Kulturredaktionen unserer Mainstream-Presse angekommen ist.

*****
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48 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Walking a thin white line between love and hate...", 28. März 2009
und auch an diesem Longplayer werden sich die Geister scheiden. Ich beginne meine Rezension bewusst mit einem Textauszug aus dem Song "Come Back", denn Depeche Mode sind nach vier Jahren wieder einmal zurück in aller Munde und demnächst "Back on Stage" durch ihr neues Album.

Nachdem ich die 13 Songs nun mit etwas Abstand mehrmals hintereinander gehört habe, fällt meine Bewertung wie folgt aus: nach dem für mich persönlich enttäuschendem Album "Exciter" gab es einen leicht positiven Aufwärtstrend mit "Playing The Angel". Dieser Aufwärtstrend wird mit "Sounds Of The Universe" nicht nur bestätigt, sondern noch weiter ausgebaut und gefestigt! Es ist ein Depeche Mode Studioalbum was sich komplett angenehm und durchgängig hören lässt, die Qualität der Songs fällt auch zum Ende hin keineswegs ab! Jedes einzelne Lied fügt sich wirklich im positiven Sinne ins Gesamtkonzept des Albums! "Sounds Of The Universe" wächst aus meiner Sicht mit stetigem Hören, Experimentierfreude hin oder her! Auch die sehr analogen Soundklänge empfinde ich hier nicht als störend, wie vielleicht noch bei einzelnen Songs von "Playing The Angel".

Nach den ersten seltsamen Übertragungsgeräuschen eines wohl im Universum einsam schwebenden Satelliten, eröffnet der Song "In Chains" das Album. Ein wirklich guter Opener, der erfrischend und jazzig daherkommt & dem Hörer keineswegs das Gefühl vermittelt, man wollte ihm Ketten auferlegen!
Mit dem Titel "Wrong" liefern Depeche Mode erneut eine extravagante, phänomenal gute Vorab-Single! Der Song ist aus meiner Sicht nicht nur ungewöhnlich großartig für die aktuelle Pop-Musik-Szene, sondern auch sehr einprägsam und einfach der Knaller (erfreulich, dass hierbei die Musik, Lyrics und das Video seit langem mal wieder perfekt miteinander harmonisieren und so eine einzigartige Stimmung erzeugen)!
Mit "Little Soul", "In Sympathy" oder auch "Peace" liefert Martin L. Gore weitere wirklich inspirierende und gute Songs ab! "In Sympathy" könnte eine weitere Single werden... aber auch das Songwriting von David Gahan ist im Vergleich keineswegs so schlecht, wie es manchmal gemacht wird, ganz im Gegenteil: seine Songs "Come Back" und vor allem "Miles Away/The Truth Is" überzeugen mich auf ganzer Linie! Ein weiteres Album-Highlight ist für mich der Song "Perfect", der seinem Namen alle Ehre macht und ebenfalls als weitere Single-Auskopplung geeignet ist. Einen würdigen Abschluss erfährt das Album mit dem Song "Corrupt", der treibend düster & kraftvoll dem Hörer das Ende der beinahe 1stündigen Universumreise bereitet!

Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass ich es sehr positiv finde das Martin Gore und David Gahan auf diesem Album etliche Songs gemeinsam singen!
Ich gebe dem Album trotz des durchwegs positiven Eindrucks nur "4 Sterne", um den Album-Meilensteinen wie "Violator", "Songs Of Faith And Devotion" und "Ultra" nach wie vor gerecht zu werden! "Sounds Of The Universe" (für Fans in erster Linie wohl auch das Deluxe Box-Set) erhält von mir eine klare Hör- und Kaufempfehlung!
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36 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Perfektes Album, 10. April 2009
Sounds Of The Universe
Ein wunderschönes Album. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack.
Es ist sehr ruhig, sehr elektronisch. Es enthält vielleicht außer Wrong nicht nur Hits, wie auf Violator, Music For the Masses. Vielleicht gibt es weniger Single Material.
Aber hört man das Album 3 mal, dann sind z.B. Perfect, Fragile Tension, Peace, Corrupt, Come Back echte Elektro-Perlen, aber auch Miles Away,
Sun and the Moon, in chains, hole to feed kann sich sehen lassen. Jemand, der kommerzielle, lustige Songs mag, mag das ablehnen. Aber jemand der auf etwas düstere 80er Jahre Musik steht, wird das Album lieben.
Natürlich wird auf der Stadiontour, die bald ansteht, außer Wrong die Uptempo Nummern fehlen und von anderen Alben kommen müssen. Aber ich kann mir die Songs sehr schön vorstellen als ruhige Balladen mit Atmosphäre im Stadion. Viele Rezessionen hier urteilen das Album ab, weil sie auf Depeche Mode der 80ier oder 90ier stehen. Depeche Mode hat sich wieder verändert und das ist gut so. Ich habe das Gefühl, dass viele sich noch gar nicht die Zeit genommen haben, alles in Ruhe zu hören.
Oftmals vergleichen die Kritiker Pet Shop Boys mit Depeche Mode: Pet Shop Boys habe mit Yes ein schönes Album geschaffen. Ich finde von Integral mal abgesehen, dass Pet Shop Boys Pop Songs schreibt, die allen in die Ohren gehen - schnell, die eine glückliche Stimmung verbreiten, aber eben eher seicht sind. Depeche Mode macht eine tiefgründige Musik, die vielleicht für ein Pop verwöhntes Ohr schwerer eingänglich sind. Und ist Kraftwerk, manche monumentale Pink Floyd Werke (more), Jean Michelle Jarre zum mitsingen und Ohrwürmer - nein. Aber die Musik ist einfach genial.
Fazit: "Sound of the Universe" zu hören braucht Zeit, ist ruhig und trifft nicht den Geschmack aller, ist aber meiner Meinung nach genial und besser als die Phase "Ultra", "Songs of Faith and Devotion". Anders als alle anderen Alben, aber in keinster Weise schlechter als Music for the Masses und Violator, nur nicht so kommerziell. Für mich war auch Playing the Angel traumhaft und die Serie wurde fortgesetzt. Aber natürlich muss nicht jeder dergleichen Meinung sein. Deshalb viel Hörgenuss.

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16 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Intim, 5. Mai 2009

Ein intimes, dunkel schimmerndes Album voller Hitmelodien, die sich jedoch so sehr ducken und klein machen, dass man sie beinahe übersieht. Das liegt auch am Sound: Depeche Mode lassen sich tief in uralte Retro-Synthesizer-Klänge fallen und verzichten diesmal darauf, zu rocken.

Dieses Album zitiert übrigens weniger die Achtziger, als vielmehr die Siebziger - die Sounds erinnern massiv an alte Krautrock-Produktionen.

Was mir hier besonders gefällt: Erstmals kann man, ohne die Credits nachzuschlagen, nicht aufs erste Ohr erkennen, welche Songs von Martin Gore und welche von Dave Gahan/Christian Eigner sind.

Zu der hier teilweise tobenden Debatte um den Beitrag von Fletch: In einem Interview meinte Dave Gahan, Fletcher würde im Studio so gut wie nichts spielen. Ich persönlich bezweifele stark, dass er diesmal mehr getan hat als aufzupassen, dass die Synthesizer nicht weglaufen. Das ist aber bei dieser Band egal, da spielt sich vieles im Athmosphärischen ab, da kann man auch dadurch musizieren, dass man im Studio einfach nur da ist.

Für dieses Album gilt in meinem Ohren, was auch für Exiter und Angel galt: Es ist nicht mehr dringlich, es MUSSTE nicht gemacht werden. Aber es ist schön und stark und elegant - und es strebt mit den Mitteln der Vergangenheit in die Zukunft und kommt dadurch in der Gegenwart an, anstatt nur ein vages Gestern zu glorifizieren. Insofern ist es wichtig.

Dass es sich beinahe vor dem Hörer versteckt, sich entzieht, sich schroff gibt - das muss kein Mangel sein.
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66 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Großartig!!!, 17. April 2009
...versemmelt! Da habe ich heute voller Hoffnung das Paket meines beliebten DHL-Mannes angenommen.... und merkte später, ich hätte es besser nicht tun sollen. Warum? Weil das enthaltene Machwerk nun endlich meine allerletzten Hoffnungen auf eine positive Weiterentwicklung von DM zunichte gemacht hat.

Wenn diese Platte in irgendeiner TOP-Liste, Best Of Sammlung o.ä. die Bestplatzierung erreichen kann, dann doch nur unter dem Motte "Was die Welt nicht braucht", "Schon 1.000 mal passiert", "Meditative Mucke zum Einlullen" oder frei nach uns Olli "Die ultimative Chart-Show: Watt war datt denn?".

Ich bin wirklich ein riesen Fan von DM, war auf unzähligen Konzerten, besitze selbstverständlich - mittlerweile mehr oder weniger stolz - sämtliche CDs und vergöttere nach wie vor die Individuen dieser einzigartigen Band. Aber... nach "Exiter" und "Playing The Angel" nun auch noch das.... Wenn das der Sound of the Universe ist, dann sollten wir Erdbewohner lieber da bleiben wo wir sind. Wir würden vor lauter Langeweile sämtliche Freude am Leben, sämtliche Kreativität, die Lust zur Fortpflanzung verlieren und letztlich aussterben....

Da hatte ich nach der letzten Solo-Platte von Dave Ich schwing die Hüfte" Gahan doch wieder Mut gefasst, mich zumindest auf eine neues, vielleicht etwas abwechslungsreicheres Album zu freuen, und dann dies hier.

Wenn ich schon so etwas lese, ich zitiere mal kurz: Ich wollte, wie viele andere auch, keine bloßen, farblosen Klänge, keine Hits oder gar Musik für die Massen; ich wollte Gefühle, akustische Erlebnisse und eine Lyrik mit einem gewissen Tiefgang - dieses Album offeriert alle drei Komponenten und noch viel mehr, ferner setzt es neue audiophilen Maßstäbe (als Tonquelle dien[t]en der SACD-Player DCD-2000AE, der Vollverstärker PMA-2000A und mein Lieblingskopfhörer AH-D2000, alle drei aus dem Hause Denon)."

Also, ich weiß ja nicht wie viele andere es geben kann, die also keine spannende Musik hören wollen, tausendfach wieder und wieder aufgegriffenen Themen mit ach so tiefsinnigen Texten lauschen und sich auf der Couch liegend Träumereien um Tonquellen, Kopfhörer und Vollverstärker hingeben wollen. Wer so etwas braucht, kann sich auch alte Denon-Demo-CDs für sein Heimkino ersteigern, also bitte.

Ich für meinen Teil erhoffe mir beim Erwerb einer neuen CD keine technische Reise in irgendein - auch stark - analoges Paralleluniversum. Ich will doch einfach nur spannende Musik erleben, gerne auch leise Töne, es muss nicht krachen, sie müssen auch nicht auf einmal fette E-Gitarren aus dem Koffer packen, aber ein wenig mehr Spannung darfs' schon sein. Entwicklung kann anders aussehen, wo ist der Mut, die Freude an Abwechslung einer so geilen Band geblieben? Was waren das für tolle Wandlungen zwischen Masses", Violator", Songs.." und Ultra"!!!

Fazit: Wenn dies das Debüt-Album einer Newcomer-Band wäre, wäre dieses weder in den Charts, noch würde sich irgendjemand auch nur annähernd dafür interessieren. Nehmt die Stimmen raus und wir machen die Space Night 38 daraus. Es schmerzt sehr, dies so hart ausdrücken zu müssen, aber seit 1997 (Ultra) sind schon viele Jahre der Langeweile vergangen... abgesehen von den immer wieder grenzenlos starken Konzerten.
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14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Selbstzufriedenheit sieht anders aus..., 24. April 2009
Pünktlich wie die Uhr. Alle paar Jahre melden sich Depeche Mode in mehr oder weniger langen Abständen mit neuem Album zurück. Diesmal waren es nur 3einhalb Jahre, die seit dem erfolgreichen Playing The Angel ins Land gezogen sind. Und wie jedes Mal ist das Geschrei aller Orten groß. Aus allen Löchern kommen die Hobby-Kritiker und wahren Fans der Band gekrochen, um sich gegenseitig zu zerfledern, warum denn nun gerade dieses Album ein Meisterwerk oder der größte Scheiß ist. Und egal, wie schlecht es ist: gekauft wird es trotzdem, am besten noch in der Deluxe Version und mit Front-Of-Stage-Konzertticket dazu. In Sachen Finanzierung haben die Herren Gahan, Gore und Fletcher die zuverlässigste Quelle, nämlich ihre eigenen Fans. Damit kann einem die Finanzkrise schon mal nichts anhaben. Und zu anderem versetzt dies das Trio in die privilegierte Lage, machen zu können was man will. Bei Depeche Mode herrscht kreative Narrenfreiheit, welche sie auch bei Sounds Of The Universe wieder ausleben, ungeachtet aller Erwartungen und Vorschriften. So schaffen sie es auch bei Album Nr. 12 wieder, auf der einen Seite wie Depeche Mode zu klingen, während auf der anderen Seite auch wie immer genug Platz ist, um Neues auszuprobieren. Ein Trend, welchem die Band im neuen Jahrtausend wesentlich stärker nachgeht, als früher. So gesehen ist Universe eine konsequente Weiterentwicklung der letzten Alben und führt die begonnene Richtung seit Exciter konsequenter fort, vielleicht sogar konsequenter als das teils etwas erzwungene Playing The Angel.

Erzwungen wirkt bei Universe nichts. Der Retro-Klang beruht auf dem verstärkten Einsatz von alten Analog-Synthesizern, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen und ein Klangbild erzeugen, welches immer wieder Akzente aus vergangenen DM Phasen aufweist. In Sympathy klingt nach Exciter, während Hole To Feed Ansätze von Violator beinhaltet oder das Instrumental Spacewalker direkt als Outtake aus dem jahr 1982 durchgehen kann. Dennoch bekommt es die Band und ihr Produzententeam noch wesentlich besser hin, als noch auf dem Vorgängeralbum, die Songs frisch klingen zu lassen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Jedes Soundexperiment wirkt genau platziert, jeder Song sitzt genau da, wo er sitzen soll. Das macht Sounds Of The Universe zum kompaktesten und geschlossensten DM-Album seit vielleicht Ultra. Die Musik wirkt wesentlich warmer, wesentlich klarer und verdichteter. Es wirkt fasst schon so, als hätten Band und Produzent Ben Hillier nach dem 2005-Anfang endlich zusammengefunden und ihre Arbeitsweise perfektioniert. Der Klang ist super, besonders auf Kopfhörern. Diesmal auch ohne unnötig lautes Mastering. Depeche Mode Songs ordnen sich stärker dem Klang unter, als bisher, was aber vollkommen okay ist. Die Songs sind nämlich gut, keine Meisterwerke, aber durchgängig hochwertig, mit vielen Gospel und Blueseinflüssen. Der flehende Opener In Chains regt einen zum Mitklatschen an, Little Soul fleht noch im Dunkeln, während In Sympathy anschließend das Licht rein lässt und dies schließlich in Peace, einem der bisher wohl optimistischsten Songs der Band und einem wunderbaren Zusammenspiel von Gahan und Gore mündet. Man scheint angekommen zu sein.

Über was soll eine Band auch noch schreiben, die eigentlich alle Laster, Drogenskandale und Streitigkeiten der letzten Jahre abgelegt hat? Alle sind zufriedene Familienväter, die Millionen auf dem Konto und massive Hits im Backkatalog haben Depeche Mode müssen der Welt nichts mehr beweisen, sie müssen keine Hits mehr abliefern, zeigen aber dennoch ab und an, dass sie es noch können (Wrong, Perfect) doch, was soll diese Band machen? Abtreten und die Legende ruhen lassen? Oder Weitermachen, wenn sie noch Spass daran haben? Und momentan machen sie wohl eher Zweites. Sie machen weiter. Nicht weil sie es nötig hätten, wegen des Geldes oder weil sie, wie andere alte Bands nicht loslassen können, sondern weil sie Spass daran haben, neue Ideen und Sounds zu entwickeln. Ein Blick in die Studio-Making-Ofs bestätigt diesen Eindruck. Also arbeiten Depeche Mode weiterhin daran, ihre Musik weiterzuentwickeln, neue Elemente einzubauen und vor allem die Akzente anders zu setzen. Natürlich wirkt die reduzierte Version von Come Back, welche man schon auf der Homepage anschauen konnte, eingängiger, aber die verzerrten Gitarrenwände auf dem Album untermauern die Verzweiflung in Gahans Flehen und bringen eine spannende Dissonanz ins Popgerüst, an dessen Vorgaben man sich wohl nur noch bedingt hält. So ist Sounds Of The Universe wohl doch noch nicht das große Alterswerk der Band, aber sie kommen diesem Album wieder näher und es macht Hoffnung, dass diese Band auch jenseits der 50 noch große, zeitlose Musik schaffen kann, die natürlich anders klingen will und muss. All die, die laut rumschreien, kritisieren und die alten simplen Pophymnen der Vergangenheit wiederhaben wollen, bleiben dabei vermutlich auf der Strecke, aber das wird die Band sicher verkraften und müde lächeln. Wer nach 30 Jahren noch so polarisieren kann, der hat definitiv was richtig gemacht.
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47 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Elektroschrott oder Weiterentwicklung?, 3. April 2009
Naja die Meinungen zum neuen DM Werk gehen ja wieder beiderseits ins Extreme, aber bei den ganzen 1-Sterne Rezensionen scheint es mir, als ob das Album noch keiner kennt. Ich zitiere hier mal einen Vorredner und gebe zu dass ich SOTU von der nach Ecuador ausgewanderten Tante, des Bruders eines meiner Freunde ausgiebig gehört habe. Mit ausgiebig meine ich nicht wie so mancher jeden Titel mal kurz angespielt sondern seit Tagen Nonstop. Deshalb denke ich kann man auch eine erste Rezension dazu wagen.
Elektroschrott, keine Melodien, langweilig und düster, alles ist hier bisher zu hören, doch das wenigste davon trifft auf dieses Album zu.
Erst einmal bevor ich meine Meinung zu Album und Band kundtue möchte ich kurz auf die einzelnen Songs eingehen.
- In Chains *****
Richtig gute und sehr ruhige Nummer, die mich ein wenig an Clean" oder auch an Higher Love" erinnert, allerdings für einen Opener etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn ich da an PTA denke mit denn lauten Sirenen.
- Hole to Feed *****
(Das Lied beginnt sehr elektronisch und ich musste auch erst mal reinkommen, aber mittlerweile für mich ein Highlight des Albums, ein richtig starker Refrain.
- Wrong *****
Schon die ersten Töne bei der Pressekonferenz machten neugierig und der Auftritt beim ECHO bestätigten die großen Erwartungen. Eine richtig geile Nummer die Live, vor allem mit guter Laser-Show, bestimmt gut rüberkommt. Das seltsame an dem Song ist natürlich das es über keinen wirklichen Refrain verfügt.
- Fragile Tension ****
Beginnt wie ein 80er Jahre Titel der Band, ist aber eine richtig gute und flotte Nummer die definitiv an die ersten Alben erinnert.
- Little Soul *****
Neben Wrong und Hole to Feed mein Lieblingssong auf dem Album. Eine wunderbare Ballade mit tollem Refrain. Dazu kommt das der Song zusammen von Martin und Dave gesungen wird.
- In Sympahty ****
Wieder kommen Erinnerungen an den Synthie Pop der 80er auf, anscheinend hatte Martin wirklich jede Menge Spass als er sich bei der Entstehung des Albums sämtliche Synthesizer der Welt zusammen gekauft hat.
- Peace ***
Das Stück kennt man schon aus Ausschnitten von der Pressekonferenz aus dem Oktober 2008. Eigentlich ein peppiger und ordentlicher Popsong, allerdings ist mir zumindest der Refrain zu spacig oder sphärisch (kann man das so sagen??), sprich es wirkt irgendwie kitschig.
- Come Back *****
Eine Gänsehaut Ballade mit starken Gesang von Dave. Allerdings fand ich die Version die man auf der Internetseite im Video sehen konnte etwas besser.
- Spacewalker **
Belangloses Instrumental, das eventuell bei der Tour das Konzert eröffnen könnte. Hätte irgendwie als Einleitung zu Peace" gepasst.
- Perfect *****
Dieser Song trägt seinen Namen völlig zurecht, eine richtig gute und auch flotte Synthiepop Nummer die auch Live bestimmt gut rüberkommmt.
- Miles Away / The Truth ist ***
Sehr flotter Titel, der mir allerdings ein bißchen zu elektronisch und verspielt ist.
- Jezebel *****
Das einzige von Martin Gore gesungene Lied auf SOTU, eine richtig gute Ballade die aber nicht ganz an Highlights wie Home oder Somebody heranreicht.
- Corrupt ****
Ein solider und ordentlicher Schlußpunkt eines sehr gelungene Albums, allerdings gilt hier wie auch bei Miles away das mir der Titel etwas zu elektronisch ist.

Damit ergibt sich für mich persönlich eine Wertung von knapp 4,5 Sternen wenn ich das kurze Instrumental Spacewalker nicht mit einbeziehe. Ich gehöre auch nach über 20 Jahren immer noch zu den Fans die ein Album objektiv bewerten können. Sicher ist, das es auf dem Album nicht unbedingt viele Songs gibt die Hitpotential haben, aber als Gesamtwerk ist SOTU ein richtig gutes Album. Wer hier von Elektroschrott spricht, der hat wohl Exciter nicht genau genug gehört. Dort trifft die Aussage mit zuviel Elektronik und Technik definitiv zu. Für mich ein gelungenes Album das besser ist als genanntes Exciter und für mich auch eine kleine Spur besser ist als der Vorgänger PTA. PTA hatte wohl mehr potentielle Kracher zu bieten, aber auch zwei drei Songs dabei mit denen ich auch heute noch nicht viel anfangen kann. Für mich eine konsequente Weiterentwicklung der Band und wer immer noch den alten Zeiten nachtrauert, dem ist sowieso nicht zu helfen. Denn das sind auch die Leute die der Band dann Stillstand vorwerfen wenn ein zweites Violator auf den Markt kommt. Ich persönlich gebe dem Album knappe fünf Sterne und freu mich auf eine bestimmt geile Sounds of the Universe Tour 2009.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen NEUTRUM, 9. Mai 2009
von vielen gelobt, von vielen verissen
sind die klänge des universums, und das sichtlich.

ich bin froh diese rezension nach dem 40 mal hören zu schreiben,
denn ich befürchte, ich hätte voreilig und zu unrecht schlecht kitisiert.

teilweise entfalten sich die songs erst nach mehrmaligem hören,
was aber nicht schlecht sein muss.sie werden mit jedem mal hören stärker.
zu dem sagte songwriter und gitarrist martin gore ja schon im vorfeld,
das auf sotu nicht versucht wurde potenzielle hits zu schreiben.
viel eher soll der gedanke das alle songs irgendwie miteinander harmonieren das ziel sein.

ausserdem ist es sehr interessant zu hören, WIEVIELE
musikstile für das album angeschlagen wurden.
man findet sich in einem universum aus
rock,blues,pop,jazz,lounge & synth klängen wieder.
ich denke die einflüsse reichen von den 60'gern bis in die 90'ger.

die stimmung des albums ist leicht bi-polar.
wo man normal eher tief-traurig gestimmt ist,
wird dieses mal auch mit durchweg positiven
gefühlen um sich geworfen.
ich denke das kann man allein beim vergleich von
"wrong" zu "peace" feststellen.

wer an depeche mode lieber die "poppige" seite mag,
für den sollten stücke wie "in sympathy","peace"
oder das leicht traurig stimmende "perfect" die
highlights des albums mögen.

wer an depeche mode den groovigen,veruchten "Rock"
liebt, der ist mit "hole to feed","corrupt" oder
"miles away/the truth is" sehr gut bedient.

zu erwähnen wäre noch das anspruchsvolle,
leicht psychedlisch angehauchte, gespenstisch
klingende "little soul" und das loungige "jezebel".

schwachpunkte des albums sind denke ich
songs wie "come back", welches ein unglaublich
brachialen und lauten gitarren-teppich hat,
der zu schrill wird, da im hintergund nur eine
viel zu leise taktmaschine läuft.
an dieser stelle sollte sich die band überlegen,
ob es sich nicht lohnt wieder mehr als nur
drei oder vier songs mit live schlagzeuger einzuspielen.

alles in allem ist das album sehr gelungen,
vermittelt gefühle in alle richtungen.
und ein riesiges spektrum an wunderschön eingespielten instrumenten.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Depeche Mode's ungeschliffenes Meisterwerk !!!, 27. April 2009
Von Sega4ever (Unterreichenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
Depeche Mode hat es seinen Fans in der Nach-Alan-Wilder-Ära mit Ihren Alben nicht immer ganz einfach gemacht. 'Exciter' oder 'Playing the Angel' hatten immer eine griffige 1. Singleauskopplung, womit beim Fan oder geneigten Hörer eine gewisse Erwartungshaltung für das kommende Album erzeugt wurde, die dann jedoch nicht erfüllt werden konnte, da die Single nicht unbedingt repräsentativ für den Sound des kompletten Albums war. Was aber nicht heißt, daß die Alben und die darauf enthaltenen Songs schlecht gewesen wären, im Gegenteil! Den Alben fehlte einfach nur der Zusammenhalt, der Rote Faden, der jeden Song zusammenhält und dann das Album auch als solches wirken lässt.

Bei 'Sounds of the Universe' verhält sich alles irgendwie anders. 'Wrong' ist sicher der im ersten Moment auf dem neuen Album auffälligste Song, aber er ist weit davon entfernt, ein süsslicher, massentauglicher Popsong wie 'Precious' oder 'Dream on' zu sein, welche schon nach 1-2maligem Hören sich im Gedächtnis festsetzten. Vielmehr ist er tatsächlich stellvertretend für 'Sounds of the Universe'. Und auch der Titel des Albums ist Programm: Es ist ein Universum an Melodien, Harmonien und Sounds. Es mag zwar abgedroschen klingen, aber man muß sich einfach nur die Zeit nehmen, diese zu entdecken.

Ich möchte nun die Leser meines Reviews nicht mit der Analyse der einzelnen Songs langweilen, vielmehr möchte ich im Detail nur auf den Song 'In Chains' als Opener hinweisen: Der Refrain hört sich für mich stellenweise eher wie 'In Change' an...Das ist der (jedenfalls für mich interpretierte...) Fingerzeig von Depeche Mode, daß auf Ihrem neuesten Album so einiges anders ist.

Depeche Mode anno '09 verhalten sich nämlich zu ihren eigenen Anfangen in den 80ern wie Techno von heute zu dem Techno Anfang der 90er. Alles klingt reduzierter, subtiler, schmutziger aber auch raffinierter und nicht mehr so überproduziert und auf 'Hit' getrimmt. Es scheint tatsächlich, daß die Band erst jetzt beginnt, sich aus dem engen Korsett des Synthie-Pops zu befreien und die Songs schreibt, die sie schon immer schreiben wollten, ohne die eigenen Depeche Mode-Trademarks zu verleugnen (dafür ist allein schon Daves Stimme zu charismatisch).

Viele DM-Puristen sähen es ja am liebsten, daß jedes neue Album ein neuer 'Violator'-Aufguß mit einem neuen 'Enjoy the Silence'-Aufguß ist. Hierzu kann ich nur sagen, daß DM gottlob nie 'auf Nummer sicher' produzierten und sich nie auf ihre Lorbeeren ausruhten, sondern vielmehr versuchten, sich von Album zu Album weiter zu entwickeln und neue Einflüße in die Musik mit einfließen zu lassen, womit so macher Fan seine Probleme hatte (zugegeben auch ich im Falle eines 'Condemnation' bei 'Songs of Faith & Devotion').

DM sind deshalb so groß, weil sie sich auch aktuell soundtechnisch experimentierfreudig zeigen, sich musikalisch kontinuierlich weiter entwickelt haben und damit frischer denn je klingen. Das beste Gegenbeispiel zu dieser Entwicklung bilden (die von mir aber sehr geschätzten!) 'The Cure', welche es nie geschafft haben, ihrem Wave/Rock neue Facetten und Überraschungsmomente hinzuzufügen, sodaß die Grundstimmung Ihrer Alben eigentlich immer die selbe ist, was dann nach 30 Jahren irgendwann langweilt.

Davon ist DM 2009 , um es mal mit einem Song des neuen Albums zu sagen, MILES AWAY entfernt. Man muß einfach nur unvoreingenommen Album und Songs auf sich wirken lassen und dann erkennt der WAHRE Depeche Mode-Fan das wirkliche Potential des neuen Albums: nämlich tolle Songs in dem vielleicht kompaktesten und konzeptionellsten DM-Album überhaupt... GANZ GROß !!!

Anspieltipps: Fragile Tension, In Sympathy, Peace, Come Back
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24 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Solala, 15. Mai 2009
Die gesamte CD klingt recht einheitlich, fast wie aus einem Guss. Beim ersten Hören wirkte sie dadurch auf mich ein wenig langweilig, andererseits lässt sie sich deswegen aber gut nebenher und wiederholt hören, zumal die meisten Stücke eher ruhig gehalten sind. Positiv finde ich, dass die Band wie immer unverwechselbar ist: Trotz aller Unterschiede zu vorhergehenden Veröffentlichungen erkennt man die Depeche Mode-Handschrift sofort. Besonders gut gefallen hat mir "Wrong". Insgesamt hätten ein paar bemerkenswerte Stücke mehr auf der CD sein können.
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