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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Comeback in Hochform !!!
Um dieses Album zu bewerten muss ich dann schon ein bißchen weiter ausholen:
Ich bin mit U2 groß geworden. Mit 12 hörte ich "Joshua Tree" rauf und runter, dann "Rattle and Hum", dann kam "Achtung Baby" - fantastisch!
Nachdem ich dann das zu unrecht weit unterschätzte "Pop" nochmals richtig gut fand, wurde es mir auf den beiden letzten Alben...
Veröffentlicht am 5. März 2009 von Tom

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Innovativ?
No line On The Horizon: "Ultra Violet" lässt grüßen. Der Song überzeugt mich nicht, da ich das Gefühl nicht loswerde, dass er nicht weiß, was er eigentlich will. Die meisten Elemente des Songs sind einfach aus gen. AB-Stück zusammengesetzt. Das Lied hat irgendwie keinen erkennbaren Aufbau und wirkt unfertig. Der langweilige Refrain...
Veröffentlicht am 28. Februar 2009 von Philipp Schumacher


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Comeback in Hochform !!!, 5. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Um dieses Album zu bewerten muss ich dann schon ein bißchen weiter ausholen:
Ich bin mit U2 groß geworden. Mit 12 hörte ich "Joshua Tree" rauf und runter, dann "Rattle and Hum", dann kam "Achtung Baby" - fantastisch!
Nachdem ich dann das zu unrecht weit unterschätzte "Pop" nochmals richtig gut fand, wurde es mir auf den beiden letzten Alben endgültig zu radiokonform. Insbesondere "Atomic Bomb" hatte eine Grundlinie und das Songwriting einer Band, die sich nach über 20 Jahren nur noch mäßig selbst kopiert.
Mit entsprechend geringen Erwartungen ging ich an "No Line" heran - und bin absolut positiv überrascht. Es scheint als wären Bono und vor allem The Edge in einen Jungbrunnen gefallen, denn allein die schönen Gitarrenmomente die die Scheibe bereit hält, lohnen schon den Kauf.
Weg sind die pathetische Weinerlichkeit und die kalkulierte Songstruktur von Stücken wie "Beautiful Day".
In "No Line" geht an einigen Stellen richtig die Post ab, so rockig war seit "Achtung Baby" kein Album mehr. Ob die Rückkehr in die Hansa-Studios daran Schuld war ?

Nun mal zur Einzelkritik:

"No Line on the Horizon"
Ein Midtempo-Opener mit britischem Einschlag, der zunächst etwas sperrig daher kommt, sich aber schon beim dritten Hören ganz tief ins Ohr beißt.
Atmet den Geist der 80er.Die OhhhOhhhOhhh-Hookline geht nicht mehr weg....

"Magnificent"
Der absolute Höhepunkt - Die ersten 3 Sekunden denkt man an die White Stripes, die sich anschließende Synthie-Passage könnte auch von Depeche Mode anno Violator stammen - und dann beginnt eine makellose bombastische überproduzierte Hymne, die einfach zum niederknien und sowas wie eine Revue großer U2-Momente im Zeitraffer ist. Da denke ich an "Sunday" oder "Whose gonna ride" - nur eben in ganz fett.

"Moment of surrender"
Reduzierte Piano-Ballade mit schönem Edge-Solo und leichtem Gospel-/Ethnochorus. Packend und in keiner Sekunde, seicht und klebrig

"Unknown Caller"
Erinnert mich persönlich an das "Pop"-Album. Großer Ohrwurm. Wieder ein "OhhOhhOhh", dass sich einprägt. Refrain mit 4 Stimmen und laanges Edge-Extro zum guten Schluß. Gelungen.

"I ll go crazy"
Der gefällt mir nicht besonders. Zu hohe Schnulzigkeit, zu vertaute Synthies, aber kein Problem, nach dem Start könnt ihr Euch das doch leisten...

"Get on your Boots"
Ungewöhnliche Singleauswahl. Respekt. Von der Struktur ein typischer kleiner 70er-Rocker. Und der Chor-Refrain? Eins zu Eins Queen. Selbst Bono schafft es da exakt wie Freddie zu klingen. Kein Meilenstein, aber gut!

"Stand-Up Comedy"
Das ist ein ganz dicker Fisch. Genialer Text, Led-Zeppelin-Gitarrenback und eine ungewohnt große Portion Härte! Respekt !

"White as Snow"
Sehr stille Gitarrenballade, nachdenklich und traurig - auch hier erfreulich unpeinlich - fast ergreifend

"Fez Being Born"
Hier wird mal wieder U2s Faible für Weltmusik deutlich. Fast ein Instrumental mit einem entrückten Bono im Hintergrund. Grroßartig umgesetzt, aber sicher nicht jedermanns Sache

"Breathe"
Da ist er mal wieder. Der typische U2-Song. Erinnert an viele gute alte Sachen, großer Ohrwurmcharakter und eine perfekte Single. Pop pur.

"Cedars of Lebanon"
Sprechgesang in einer absolut ruhigen Ballade im Stile von "Streets of Philadelphia" vom Boss. Hier steht der Text zurecht im Vordergrund.

Als Fazit muss man schlicht und einfach sagen, dass U2 mit diesem Album ein grandioses Comeback hinlegen. Kein anderer Musik-Dino hat in den letzten Jahren eine ähnlich starke Platte vorgelegt.
Und all die Jungen können davon noch viel lernen...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 1. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Nach der großen Enttäuschung von "How To Dismantle An Atomic Bomb" und der total langweiligen Vorabsingle "Get On Your Boots" war ich drauf und dran, U2 komplett abzuschreiben. Jetzt, nachdem ich das Album gehört habe, bin ich positiv überrascht! Alle, die mit "How To..." nichts anfangen konnten, sollten jetzt "No Line On The Horizon" eine Chance geben. Mit Ausnahme der Single ist tatsächlich kein Durchhänger drauf. Für mich das Beste seit "Achtung Baby"!!!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zum Experiment, Mut und Wagnis, 1. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Der Musikespress titelte im Jahr 2004 beim Erscheinen des letzten U2 Albums "how to dismantle an atomic bomb" nicht ganz zu Unrecht "the unforgettable joshua war". Mit der 2001 angestrebten Rückkehr zu den Wurzeln und der erfolgreichen "elevation" Tour waren die experimentellen Jahre (1991-1997) vorübergehend zu den Akten gelegt. Die Band heimste mit der Rückkehr zu alten Strickmustern einen Haufen Grammys ein und hatte ihren Status der größten Band der Welt erneut manifestiert. 5 Jahre später bricht die Band nun diese sicheren Strukturen erneut auf; die Produzenten Danny Lanois und Brian Eno wurden in den Prozess des Songwritings erstmalig mit einbezogen und man wollte bewußt neue Wege gehen....nun legt die Band mit "No line on the horizon" das lang ersehnte Werk vor und beweist erneut Mut und den Willen zur Innovation. Bereits der Titelsong "no line on the horizon" läßt mit seiner wuchtigen Produktion erahnen, dass man dieses Mal etwas besonderes wagen will. Bei eher dance orientierten Stücken wie "Magnificent" oder " I`ll go crazy if i don`t go crazy tonight" sitzt sogar Will.i.am von den Black eyed peas am Mischpult, jedoch sind diese Arbeiten wesentlich besser durchdacht als die mißglückten Versuche bei dem Album "Pop" von 1997. Die Single "Get on your Boots" läßt auf den Einfluß von Rick Rubin schließen, der dann aber doch das Album letztlich nicht produziert hat; die Gitarrenarbeit wirkt roher als sonst und belegt die Einflüße von Jack White (White stripes) der mit The Edge einige Jams bestritt. Der song wirkt im Gesamtkontext jedoch eher wie ein Fremdkörper. Abgerundet wird dieses mutige Werk durch "Cedars of lebanon", einer vertonten Erzählung von Bono, der hier ohne jeglichen Phatos die Rolle eines Kriegskorrespondenten einnimmt....überzeugender kann man eine mutige Platte nicht beschließen, die dafür sorgen wird, dass U2 weiter lebendig sind und nicht zum Wanderzirkus a la Rolling stones verkommen.... welcombe back!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Innovativ?, 28. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
No line On The Horizon: "Ultra Violet" lässt grüßen. Der Song überzeugt mich nicht, da ich das Gefühl nicht loswerde, dass er nicht weiß, was er eigentlich will. Die meisten Elemente des Songs sind einfach aus gen. AB-Stück zusammengesetzt. Das Lied hat irgendwie keinen erkennbaren Aufbau und wirkt unfertig. Der langweilige Refrain bestärkt noch das eher negative Gesamtbild. 5/10

Magnificent: Dieses Stück ist nett anzuhören und Bono singt eine wirklich wunderschöne Melodie. Trotzdem kommt das Lied nicht in die Gänge und wirkt insgesamt etwas zu lang. Lässt mich eher kalt. 6/10

Moment Of Surrender: Das bisher überzeugendste Lied. Die Überlänge fällt nicht negativ ins Gewicht, lediglich dieser ohohoh-Part ist ein wenig zu viel. Die Strophen sind toll gesungen und es ist ein Aufbau durch die verschiedenen Arrangements der Instrumente zu erkennen. Der Refrain wirkt allerdings ein wenig einfallslos. 7/10

Unknown Caller: Das vielleicht beste Stück des Albums. Vertraute U2-Klänge während des Refrains und wirklich wunderbar gesungene Strophen mit innovativen Ansätzen in der Auswahl der Instrumente. Der Refrain ist auch sehr gelungen, Brian Eno klingt dort sehr dominant. Die Orgel passt auch wunderbar und Edges Solo ist perfekt platziert. Vielleicht ein U2-Klassiker. 9/10

I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight: Das mit Abstand nervigste Lied, das es meiner Ansicht nach von U2 gibt. Der Text ist absolut austauschbar und besitzt diese Holzhammer-Moral, die ich einfach nicht ausstehen kann. Ein perfekter Radiotitel und auch irgendwie typischer U2-Song, den es in dieser Art schon zigmal zu hören gab. Vom gleichen Schlag war auch "Window In The Skies", allerdings hatte der noch einen schönen Text und eine ansprechende Melodie. Ich bin seit ATYCLB Fan von U2, davor kannte ich zwar einige Songs, konnte sie aber der Band nicht zuordnen. Als ich zum ersten Mal "Walk On" hörte, wusste ich intuitiv, dass dies ein typischer U2-Song sein würde, keine Ahnung aus welchem Grund. Bei "I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight" geht es mir genauso. Es fällt mir dennoch wirklich schwer das Lied ganz anzuhören und werde es in Zukunft wohl meiden. 1/10

Get On Your Boots: Ja, das Lied passt an dieser Stelle hervorragend in das Album. Für sich allein wirkt es auf mich allerdings zu gewollt. Es hat eigentlich alles, was einen Hit ausmacht. Eine geile Bassline, ein markantes Gitarrenriff und einen vorantreibenden Schlagzeug-Part. Leider funktioniert das Lied nicht als Ganzes und wirkt daher eher einschläfernd. Der Drum-Part am Ende wertet das Stück aber nochmal etwas auf. 4/10

Stand Up Comedy: Das Lied macht Spaß und wird von dem vll. prägnantesten Gitarrenriff des gesamten Albums getragen. Der Text ist richtig gut und es macht Spaß mitzusingen. In der Tat eine leichte Rückbesinnung an die 70iger Jahre. Allein der etwas einfallslose Refrain mindert die Ausdruckskraft des Songs. 7/10

FEZ-Being Born: Nett, erinnert irgendwie an TUF, hat aber leider keinen Höhepunkt und plätschert so vor sich hin. Ein klarer Aufbau ist auch nicht erkennbar, was von U2 und Co aber auch so gewollt war und meiner Bewertung keinen Abbruch tut. Ein experimentelles Stück, was man nicht unbedingt braucht. 5/10

White As Snow: Anfangs fand ich das Teil sehr einschläfernd und kitschig. Jedoch muss man sich in den Song erstmal reinhören, mehr als in jeden anderen Track dieses Albums. Eine sehr schöne Gesangslinie und einige Stellen erzeugen echte Gänsehaut-Atmosphäre. Der Song wird eigentlich zu fast keinem Moment langweilig, da Bono hier schön mit seiner Stimme spielt. Leider erscheinen mir jedoch einige Elemente, wie der an Arcade Fire erinnernde Posaunen-Part, nicht vollends genutzt. 6,5/10

Breathe: Ein weiterer klassischer U2-Song, aber im positiven Sinne. Die gerappten Strophen klingen zwar etwas bemüht, aber als Ganzes weiß "Breathe" (auch textlich) durchaus zu überzeugen. Die frühere Version des Songs (Beach-Clip) wirkt auf mich aber irgendwie rockiger und die Bridge nach dem zweiten Refrain wurde hier bedauerlicherweise auch rausgenommen. Schade! Ich kann aber auch durchaus die Kritiken derer nachvollziehen, die den Song langweilig finden. Irgendwie hat man das Gefühl, dass was fehlt. Ähnlich ging es mir auch bei "When I Look At The World". 7/10

Cedars Of Lebanon: Ein sehr schöner und leiser Abschluss, der mich auch an das unterschätzte "Grace" denken lässt. "Cedars Of Lebanon" und "White As Snow" machen auf mich den Eindruck, dass Daniel Lanois hier den größten Einfluss hatte. Die Tracks erinnern mich auch an den sehr gelungenen Soundtrack von "The Mollion Dollar Hotel". "Cedars Of Lebanon" ist der heimliche Höhepunkt des Albums. 7/10

Fazit: Insgesamt ein gutes und sehr persönliches Album, das durch die Kombination der Songs lebt. Man merkt, dass die Band et al. viele Emotionen in die Songs gesteckt haben. Es hat das, was man an HTDAAB vermisst hat: einen roten Faden. Qualitativ finde ich die meisten Songs der Bombe besser, allerdings bilden sie dort keine Einheit. Ich bin schon etwas von NLOTH enttäuscht, weil die versprochenen Innovationen ausgeblieben sind und viele gute Ansätze nicht zu Ende gedacht wurden. Aber das Album funktioniert und ich werde es in Zukunft sicher gerne und oft anhören.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runde Sache, 22. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Ich muss zum Verständnis voranschicken, dass ich kein Fan der ersten Stunde bin, somit kein Allesgutfinder bin. Aber eines war scheinbar von vornherein klar: Eine Band, die auch außerhalb ihrer Musik soviele Menschen begleitet und bewegt hat, wird auch mit dem neuen Album nicht auf einhellige Zustimmung treffen. Mir persönlich waren die Alben Zooropa und Pop zu experimentell und haben sich mir nicht erschlossen. Ich erspare mir dort aber eine Rezension, weil ich auch vielleicht einsehen muss, speziell diese Werke nicht verstanden zu haben. Eine Bewertung durch mich wäre dort schlicht nicht in Ordnung. Meine erste Wahrnehmung von U2 bestand in den ersten Singles bis Pride und meine erstes Album war dann (oh Wunder ;-)) ) The Joshua Tree. Gerade the Joshua Tree bot eine traumhafte Melodie nach der anderen und bediente meinen Musikgeschmack ganz vorzüglich. Ich mag weniger das Disharmonische, scheinbar Unmelidiöse.

Aus dieser Sicht war ich dann beim Hören der Single Get on your Boots leicht befremdet. Viele hatten vielleicht beim Hören dieses Songs die Hoffnung, dass sich die Band mal wieder ganz den Experimenten verschrieben haben könnten und wurden dann aber mit dem neuen Album enttäuscht. Für mich war die Enttäuschung aber angenehm. Schon beim ersten Hördurchgang fällt auf, dass sich U2 nicht neu erfunden haben. Und was viele auch bemerkt haben, die ersten 4 Songs sind schon der Knaller. Wenn man sich die Credits im Songbook anschaut, stellt man fest, dass dieses Songs sind, wo Eno/Lanois mitkomponiert haben. Diese Songs unterscheiden sich auch hörbar von denen, die die Band alleine geschrieben hat. Insgesamt 4 Songs stammen nur aus der Feder von U2, an 7 Liedern haben die Produzenten an der Musik mitkomponiert.

Die 4 reinen U2 Songs sind sehr viel deutlicher gitarrenlastiger. Unter diese Songs fällt auch Get on your Boots, der jetzt trotz inzwischen mehrfachem Durchlauf der Song bleibt, mit dem ich am meisten fremdele. Wesentlich besser gefällt mir aus dieser Riege Stand up Comedy und Breathe. Für mich sind die Songperlen jedoch die anderen 7. Der Titelsong ist ein geeigneter Opener, wenn auch nicht so knackig wie z.B. Vertigo. Magnificient ist eine wahre Hymne auf diesem Album, auch wenn man vielleicht den Eindruck gewinnen kann, die Melodieführung aus verschiedensten Songs zu kennen. Trotzdem starkes Ding. Aber die wirklich guten Dinger sind dann Moment of Surrender und Unknown Cellar. Allein die Gitarrensoli sind ein Genuss. Ich kann jetzt nicht sagen, welcher der beiden mir besser gefällt. Moment of Surrender ist der längere und ruhigere Song. Song 5, I'll go crazy ... ist der Song, welcher nicht von Eno/Lanois produziert wurde. Er fügt sich aber angenehm in das Album ein. Nach der Dreierriege der Gitarrensongs folgt dann mit FEZ - Being born wieder ein Klanggemälde wie die ersten 4 Songs des Albums. Hier liegt das Augenmerk mehr auf eine Art Songentwicklung mit längerem Auftakt, vielleicht ein bisschen experimenteller. Dementsprechend sparsam fällt dann auch der Text aus. White as Snow ist leicht balladesk arrangiert, sehr schön, aber auch hier mit einer Melodie, die man vermeintlich schon mal gehört hat. Den Abschluss des Albums bildet das grandiose Cedars of Lebanon. Ein solcher Song ist für mein Dafürhalten dann doch noch nicht dagewesen. Der Text ist das Wichtigste, sonst sehr sparsam in Instrumentierung und Melodie, aber sehr eindringlich vorgetragen.

Insgesamt ist U2 ein sehr gutes und wirklich rundes Album gelungen. Ob es mal zu ihren wichtigen Alben zählt, halte ich zwar für zweifelhaft, aber man weiß ja nie. Mir ist gerade bei diesem Album die Sternewahl von Amazon zu grob, so dass ich hier keinen Stern abziehe. Auf einer Skala von 10 hätte ich zur 9 gegriffen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein alterhaftes Meisterwerk von U2, 7. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Ich mußte mich in diesem Album ersteinmal richtig reinhören, das dauerte so ganze 2 Durchläufe. Aber dann erschloß sich, "No Line On The Horizone" als ein unwahrscheinlich kompaktes, bombastisches Soundalbum. The Edge, kommt mit seiner Gitarre endlich mal so richtig wieder zum zuge, er präsentiert uns ergreifende Gitarrensounds. U2 haben bei jedem Song riesigen Spaß, und das kommt jedem Song positiv zu gute. Sie experimentieren, frickeln an dem Sound bis er a la carte sitzt. Bono präsentiert sich hier als ein sehr guter Dichter, Lyriker und singt gnadenlos gut.
Ich kann das Album jeden empfehlen, weil es super gute innovative Ohrwürmer besitzt, die sich in die Ohrmuschel einnisten und sich nicht mehr entfernen lassen!!!

Die besten Songs sind: -No Line On The Horizone
-Magnificent(Hammersong, gigantisch gut!!!)
-Make It Surrender
-Unknown Caller
-White As Snow
-Fez-Being Down
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geprüfte Embryonentauglichkeit, 27. Februar 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
...also, hier ein paar Worte zum Set (und noch nicht zur Musik). Ist schon toll: Ein sehr aufwendiges Objekt, das zumindest denjenigen viel Spaß machen wird, die nicht zur Download-Fraktion gehören. Immerhin haben U2 mit der geschachtelten Edition von THE JOSHUA TREE ganz eindeutig eine der besten "boxed editions" überhaupt geschaffen. Dort stimmte nicht nur der Aufwand, sondern auch das gestalterische Konzept - diese Jubiläumsausgabe war durchdacht. Da konnte man dann auch darüber hinwegsehen, daß die Silberlinge in schäbigen Papphüllen daherkamen, die auf Dauer der Beschichtung schaden können.

HORIZON hingegen macht eher den Eindruck, daß die verschiedenen Formate der anderen Albumausgaben irgendwie unter einen Hut gebracht werden müssen. Es fehlt ein bißchen an Stimmigkeit - und auch an Sinn. Werfen wir also mal einen Blick:
- das POSTER: Na, dem Kinderzimmeralter bin ich entwachsen. Gefaltete Drucke sind eh überflüssig, oder? Stört aber immerhin nicht.
- das BUCH: Es handelt sich offenbar um die Magazine Edition, allerdings im festen Einband und dankenswerterweise fadengeheftet. Viele Fotos und ein langes Interview. Ganz nett, aber auch etwas kühl und antiseptisch aufbereitet.
- die DVD: Eindeutig der Hauptgrund, sich das Set zuzulegen. Doch warum kommt der empfindliche Datenträger in einer kratzharten Papphülle? Hier wäre jede andere Lösung besser gewesen.
- die CD: Die Digipak-Edition. Ein Geständnis: Ich kann die Dinger nicht ausstehen. Was an den selbst bei sorgfältigster Behandlung schnell welkenden Lapprigkeiten so toll sein soll, hat sich mir bislang nicht erschlossen; ich weiß aber, daß der Rest der Welt dies offenbar anders sieht. Pluspunkt: Das 32seitige Booklet hat anderes Bildmaterial als die reguläre Ausgabe (mit 24 Seiten). Allerdings ist das schmucke Stück (wieder fadengeheftet - danke!) in der Hülle festgeklebt, was sich im Umgang als unpraktisch erweist. Und: Das zusätzliche Poster braucht auch niemand. Hier zeigt sich die Edition derjenigen von THE JOSHUA TREE als unterlegen.
Schließlich: Die SCHACHTEL. Ja, da haben sehr kluge und weitsichtige Menschen einen Aufkleber draufgepappt. Ich hatte immer gehofft, dies würde auf der Versiegelung geschehen, aber weit gefehlt: Das Ding prangt auf dem Karton und läßt sich zwar leicht, aber eben nicht rückstandslos ablösen: es bleibt ein durchsichtig glänzender Film zurück. Glückwunsch an den Vollhonk, der sich das ausgedacht hat. Und was steht denn auf dem Aufkleber? "FSK ab 0 freigegeben". Da bin ich aber beruhigt, daß U2 embryonentauglich sind.

Also Fazit: Wer auf aufwendige Editionen steht, wird gut, aber nicht exzellent bedient; die Klasse von THE JOSHUA TREE bleibt unerreicht. Wichtig ist vor allem die DVD. Für den Aufkleber kann weder die Band noch die Plattenfirma etwas; hier sind wir alle gehalten, uns in Gelassenheit zu üben - oder im Ausland zu bestellen. Aber man muß den Kult ja vielleicht nicht gänzlich übertreiben.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Richtung stimmt, 2. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
"How to dismantle..." konnte nich wirklich überzeugen. Zwar ein paar nette Hits, aber trotzdem ein eher verzichtbares Album. "No line on the horizon" ist da schon wieder ganz anders. Es ist auch mal wieder ein U2 Album, in das man einige Zeit investieren sollte. Es lohnt sich bestimmt. Wenn ich dann hier lese, dass einige Leute sich nach einmaligem durchzappen eine (negative) Meinung gebildet haben, dann fällt mir da auch nix mehr zu ein. Denn die Qualität stimmt wieder. Ob es sich zum Klassiker wie z. B. "Achtung Baby" oder "The Joshua Tree" entwickelt wird sich schon noch zeigen.

Ich bin einfach nur froh, dass die Band sich wieder experimenteller und ergeiziger präsentiert als zuvor. "No line..." hat sehr gute und spezielle Momente und fordert den Hörer auch wieder. Es ist immernoch schade, dass "Pop" zum Teil von einigen Kritikern und Fans der frühen U2 zerrissen wurde. Das Album wird von manchen Leuten völlig unterschätzt. Man sollte von U2 auch einfach nicht immer diese großen Stadionhits erwarten.

Klar, man fühlt sich beim hören der neuen CD immerwieder an alte Zeiten zurückerrinnert. Dennoch wirkt alles sehr frisch. Und diese (zum Teil düstere) Intensität habe ich schon seit "Pop" etwas vermisst.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Phoenix aus der Asche, 1. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Das soll nicht heißen das die letzten Alben nicht gut waren, aber was die Jungs diesmal abgeliefert haben übertrifft bei weitem alles. Dieses Album ist mindestens genauso beeindruckend wie Joshua Tree, wenn nicht sogar noch mehr. So facettenreich und voller Emotionen hat man U2 lange nicht gehört ! Und es ist wahr, bei jedem erneuten Hören entdeckt man wieder etwas Neues und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Die handvoll von Nörglern die hier das neue Album durch den Kakao ziehen, sollten sich nicht U2-Fans nennen und lieber mal zum Ohrenarzt gehen !
No Line on the Horizon ist einfach sensationell ! Schräg,emotional und rockig - eben U2 !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Rock aus Irland, 24. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line On The Horizon (MP3-Download)
Ich muss zugeben, dass ich etwas überrascht war, als ich das neueste Werk der Iren hörte. Ich war etwas unsicher, da die neuen Alben anderer Helden meiner Jugend teilweise wenig überzeugend, teilweise gewöhnungsbedürftig, teilweise einfach so wie die alten Platte waren, aus diesen aber nicht herausragten - nach dem Motto: "Kennste eins, kennste alle."

Nicht so U2. Die Melodien sind eingängig wie eh und je ohne eine Weiterentwicklung vermissen zu lassen. Zwischen den kraftvolleren Stücken stechen Balladen wie "Moment of Surrender" (mein Favorit auf diesem Album) heraus. Einfach granatenstark zum dasitzen und zuhören oder auch zum einfach nur nebenbei mitlaufen lassen. Die Jungs haben die Zeit seit dem letzten Album wirklich genutzt.
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