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am 14. Juni 2013
An Heifetz' Interpretation der Bachschen Violinsolowerke führt letztlich wenig vorbei. Im Vergleich mit zeitlich ähnlich angesiedelten Interpretationen wie der "Deutsche Grammophon" Einspielung Henryk Szeryngs zeugt die Aufnahme von einer deutlich höheren Souveränität im Umgang mit dem Material. Die für heutige Verhältnisse etwas forschen Tempi sind zwar in ihrer Ausdrucksfähigkeit mitunter durchwachsen, bleiben aber kontrolliert.

Ein Grundproblem neuzeitlich Instrumente mit hoher Saitenspannung und für das Lagenspiel geeigneter Saitenlage ist die Umsetzung der für diese Sammlung typischen polyphonen Passagen inklusive vierstimmiger Fugen. Heifetz' Umgang mit den resultierenden Arpeggien ist zumindest durchdacht, ohne daß die Ausführung dermaßen ins brachiale wie bei Gideon Kremer abwiche, wenngleich sie im eher robust zu nennenden Lager angesiedelt ist.

Was diese Einspielung zu einer Referenzaufnahme macht, ist daß bei der Wahl der technischen Umsetzung, Stilmittel und Tempi das Resultat konsistent ist und überzeugt. "Dasselbe, nur besser" ist kein ergiebiger Ansatz für heutige Instrumentalisten.
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am 16. Mai 2015
Jascha Heifetz mag ein begnadeter Geiger gewesen sein, allerdings spielt er die Sonaten und Partiten in einem völlig überzogenen Tempo, beispielsweise die Chaconne BWV 1004, daß ich einen Tempo-Rekordversuch vermutet habe. Andere Aufnahmen sind für mich erbaulicher, z.b. Von Arthur Grummiaux oder altuell von Hilary Hahn.
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