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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschmackssache - genau mein Ding!!!
Bei diesem Film scheiden sich wohl die Geister.
Ich für mich kann sagen, dass er mir sehr gefällt. Die Musik ist super und ich finde - entgegen gängiger Kritik - das Barbra Streisand ihre Rolle gut spielt.
Ich kann den immer wieder sehen ;-)
Veröffentlicht am 11. Januar 2013 von Ralph Speer

versus
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film - Schlechte DVD-Qualität
Ach das macht doch immer wieder Spaß, die eigentlich damals für die Rolle viel zu junge Streisand als Dolly Levi zu erleben. Gar keinen Spaß macht die technische Seite dieser DVD, insbesonders wenn der Beamer zum Einsatz kommt. Unscharf, griselig, auch der Ton ist mies. Es gibt Beispiele für hervorragende Restaurierungen auch bedeutend älterer...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2005 von apotheosos


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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film - Schlechte DVD-Qualität, 8. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Ach das macht doch immer wieder Spaß, die eigentlich damals für die Rolle viel zu junge Streisand als Dolly Levi zu erleben. Gar keinen Spaß macht die technische Seite dieser DVD, insbesonders wenn der Beamer zum Einsatz kommt. Unscharf, griselig, auch der Ton ist mies. Es gibt Beispiele für hervorragende Restaurierungen auch bedeutend älterer Filme, diese DVD zählt leider nicht dazu. Schade und ärgerlich.....
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hello Dolly - wunderbares Filmmusical, schlecht restauriert, 9. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Hello Dolly gehört zweifellos zu den besten Filmmusicals überhaupt. Da freut man sich riesig, wenn endlich die DVD dazu erhältlich ist.
Das Bild im Originalformat ist bis ins letzte Detail scharf durchgezeichnet, doch der Ton :-((( Die englische Originalfassung wurde scheinbar in einer Telefonzelle für die DVD gemastert. Die deutsche Fassung klingt im Gegensatz dazu von durchschnittlich über annehmbar bis schrill. Vor allem in lauteren Gesangspassagen ist fast immer irgend ein Störgeräusch im Hintergrund hörbar. Auch kommt es vor, dass die Qualität während der Musikteile schwankt. Außerdem ist der Ton insgesamt sehr leise ausgepegelt. Bringt man den Ton auf die richtige Hörlautstärke, rauscht es während des ganzen Films wie in der guten alten Analog-Tonbandzeit, als es noch keine Rauschunterdückungssysteme gab. Einziger Pluspunkt der deutschen Tonfassung: Die Dialoge sind gut verständlich und im Stereo-Panorama abgemischt. Wer links steht, ist auch von dort zu hören.
Also, ein echter Freak freut sich auch über diese Fassung, bis hoffentlich bald eine liebevoll restauriertere Version erhältlich
sein wird.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur eine andere Außenhülle!!!, 21. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Liebe Käufer! Diese teurere DVD entpuppt sich unter der hier abgebildeten Pappumhüllung zu exakt der gleichen DVD, die erheblich preiswerter, aber mit dem gezeichneten Cover abgebildet ist. Den unter der anderen Bestellnr. abgegebenen Rezensionen bezgl. der Qualität würde ich mich hier anschließen. Das hätte man liebevoller restaurieren können. Der Ton schwankt stark, ebenso laut & leise (ohne dass man selbst daran regelt), mal sind die Songs mit Untertitel in Deutsch, mal ohne.
Aber egal, ich bin ein Fan & habe dennoch lauthals mitgeträllert & hatte einen wunderschön nostalgischen & glücklichen Abend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschmackssache - genau mein Ding!!!, 11. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Bei diesem Film scheiden sich wohl die Geister.
Ich für mich kann sagen, dass er mir sehr gefällt. Die Musik ist super und ich finde - entgegen gängiger Kritik - das Barbra Streisand ihre Rolle gut spielt.
Ich kann den immer wieder sehen ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hello Dolly - ein Klassiker lebt!, 23. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Barbra Streisand als Dolly, einfach zum schießen und immer wieder sehenswert.
Die Musik und die Darsteller hamonieren perfekt zusammen und Walter Matthau als Griesgram ist ein Hit.
Es lohnt sich immer wieder mal den Film anzuschauen, mitzusingen und vllt auch mitzutanzen ;-), denn dieser Film ist ein Klassiker der Superlative.
Das einzige Manko an dieser Sache ist, weshalb ich eine Stern abziehe, ist die lieblos gestalte DVD und die Qualität die somit darunter leidet. Doch einem echten Film-Fan kann dies nicht erschüttern, denn die Geschichte bleibt weiterhin hervorragend!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider sind ganze Szenen geschwärzt, 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (Music Collection) (DVD)
Lange habe ich nach derDVD dieses Musical-Klassikers gesucht. Wie froh war ich, diese DVD endlich gefunden zu haben. Die Enttäuschung kam beim ansehen der DVD. Ganze Szenen sind schwarz. Ob zensiert oder wie auch immer, das Bild fehlt komplett und zwar bei der großen Parade und im Finale dann wieder. Dafür kann amazon sicherlich am wenigsten die Schuld gegeben werden. Aber mit dieser DVD in diesem Zustand kann man Niemendem wirklich eine Freude machen. Ich habe von meinem Umtauschrecht bei amazon gebrauch gemacht.
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4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Unterhaltsames, sehr aufwändiges Plüschmusical mit fulminanten Tänzen und beeindruckenden Massenszenen. Die fluffig-nostalische, Oskar-prämierte Musik klingt angenehm, aber ein wenig gleichförmig. Die Tänze und Gesangsnummern fügen sich nahtlos ins Geschehen ein und spielen auch mal im Park, in der Küche oder im Hutladen - so muss ein Musical sein. Allerdings betont die Choreografie bizarre Elastizität, Komik, Gymnastik und Kuriositäten; Eleganz spielt weniger eine Rolle.

Die Handlung? Naja. Das Ende ist noch unwahrscheinlicher als der sonstige Film. Aber wer fragt bei einem Musical schon danach. Das Drehbuch liefert einige vergnügliche Dialoge, jedoch oft in unangenehm gespreiztem Tonfall vorgetragen (ich hab's mit der englischen Tonspur gesehen, die deutsche Fassung verwendet unpassend legere Ausdrücke); noch mehr Lacher resultieren aus zusammenkrachenden Stühlen, explodierenden Konservendosen, Rad schlagenden Kellnern und Torten in Gesichtern.

Hello Dolly (1969) erinnerte mich an Funny Girls, ein anderes nostalgisches Musical auf Broadway-Basis und Barbra Streisands erster Kinofilm; Hello Dolly ist in fast jeder Hinsicht besser, vor allem bei Tanz, Dialog und Außenszenen (angeblich zeigt der Film zu 65 Prozent Außenaufnahmen). Ich musste auch an den Streisand-Film What's up, Doc denken - dort wie in Hello Dolly stellt sie den ganzen Film lang einem langweiligen und widerstrebenden Mann nach.

Wie in Funny Girls und What's up, Doc spielt Barbra Streisand auch in Hello Dolly das quirlig-süße Gegenüber eines langweiligen, eher stoischen Mannes. In Hello Dolly agiert sie betont komisch, in pompösen Gewändern als angebliche Dame in mittleren Jahren; so bleibt weniger Ausstrahlung übrig. Der dauer-zerknautscht-unwirsche Walter Matthau langweilt auf Dauer.

Den harmlosen Gute-Laune-Film habe ich amüsiert und ohne jede Langweile gesehen, und ich werde ihn schnell vergessen. Meine DVD enthielt einen Trailer zu Hello Dolly und sonst keinerlei Extras.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Des Onkel Dagoberts Zähmung, 3. Mai 2009
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Bei einigen (nicht allen) großen Bühnen- und Filmmusicals kann man die Handlung teilweise kaum ertragen. So ehrlich gesagt auch hier. Menschen, die sich in einer Sekunde völlig ineinander verlieben (das geht ja noch) und bei denen Bühnenvorlage und Film dann suggerieren, das hielte für die Ewigkeit (ääääh....). Verwicklungen, Verwechslungen, vertauschte Identitäten, Zufälle teils trivialer Art. Aber das ist ein ganz toller Film!!! Und eine tolle Vorlage. So was gibt es eben in der Boulevardkomödie, im Film zB. vom allgemein nicht gerade als Kitschonkel verschrieenen Billy Wilder in schätzungsweise 50 % seiner Werke (also in fast allen seinen Komödien) vorgemacht. Total unglaubwürdig und total genial. Wenn man so eine Story mit Witz, Charme, Esprit, Bonmots, ein bisschen Slapstick und im Falle von "Hello Dolly" mit wirklich eingängiger, schmissiger, beschwingter Musik würzt, dann kann daraus die Krone der Unterhaltung werden.

Bei "Hello Dolly" gibt es vor allem: einige wirklich liebenswerte Charaktere, die gerade in der archetypischen Übertreibung kleine menschliche Schwächen und Stärken freilegen (vergessen wir nicht, schon ein Klassiker wie Molière machte dies in "Der Geizige"), und zwar:

Dolly: Die Lebedame, jedes Erscheinen ein glanzvoller Auftritt, jede Menge extravaganter Hüte, extravaganter Kleider, jede beiläufige Geste eine Inszenierung ihrer selbst, sie kennt jeden, jeder kennt sie, ausladende Handbewegungen, und bei alldem doch immer der ungemein liebenswerte charmante Frechdachs, als den man die frühe Barbra Streisand halt kennt. Für die Rolle eigentlich viel zu jung, konnte sie sie sich so anverwandeln, dass man sich kaum eine andere darin vorstellen kann. Showtalent, Sängerin, Komikerin, immer mit einem Schuss Selbstironie gibt sie eine unverwechselbare Strippenzieherin mit unverwechselbar goldenem Herzen. Und wenn sie am Ende mit genau dem gleichen extravaganten, sich aber des Übertriebenen sehr bewussten Gestus zum Altar schreitet, so haben wir gewisse Zweifel, ob Dolly wirklich bereit sein wird, das brave Heimchen eines Kaufmanns in einem Kaff zu geben, und das ist gut so, dass wir Zweifel haben. Ihr Brautkleid ist zwar weiß, aber ansonsten einzigartig, mit der Betonung eher auf einzig als auf artig.

Mr. Horace Vandergelder, den Dolly sich nach vielen bescheuerten Verwicklungen, aber von Anfang an absehbar angelt, ist so ein grantelnder lokaler Onkel Dagobert, er hat es als Kaufmann zu Geld gebracht, hütet es eisern und sucht eigentlich nur eine Frau, um eine Haushälterin zu bekommen. Knautschgesicht Walter Matthau ist hier ebenfalls angenehm archetypisch besetzt.

Dazu kommen die sicherlich bewusst übertrieben "grünen Jungs" Cornelius und Barnaby, Vandergelders Angestellte, Barnaby ist 19 Jahre alt, Cornelius - wie er immer betont - 28 3/4, und beide hatten noch nie was mit Mädchen bzw. Frauen. Etwas übertrieben vielleicht in einer Zeit (1890), in der man schon Jahre vorher die Schule verließ und nicht selten wenig später heiratete und Kinder bekam bzw. machte. Also, auf gut Deutsch, sie sind drauf wie zwei pubertierende Jungs um die 14, die endlich einmal was erleben wollen, in New York einen draufmachen, sich als reiche Männer ausgeben und zwei schmucke Damen ausführen wollen. Natürlich kriegen die sich am Ende alle, totaler Quatsch, aber in dieser übertriebenen Art auch wieder nett, und vor allem angenehm gegen den Strom: Nicht machohafte abgedroschene Sprüche, sondern hilfloses Gestammel öffnet diesmal die Herzen der Angebeteten, und das hat ja irgendwie auch wieder was.
Überhaupt ist dies vielleicht einer der Gründe, weswegen dieser Film in der Kategorie "Schwachsinn mit Musik und Tanz und Pfeffer" bei mir ganz oben rangiert, Lichtjahre vor "Ein Amerikaner in Paris" und "Funny Face", die stellenweise so grenzdebil sind, dass es die gute Musik und Choreographie auch nicht mehr retten kann. Bei "Hello Dolly" gibt es nicht die dümmlichen Prinzessinnen, die durch doofe Sprüche allzu leicht rumgekriegt werden. Hier gibt es eher die auf sehr liebenswerte Weise dümmlichen Männer, und die Frauen nehmen das Heft in die Hand, von Anfang an, in allen Paarungen, und sie werden es trotz des vorgeblich konventionellen Schlusses aus derselbigen auch nicht geben. Die Männer sind die netten Dussel, die Frauen die charmanten, liebenden Herrinnen, so dass vielleicht sogar musicalhassende Feministinnen mit diesem Schinken etwas anfangen könnten.

Weitere Pluspunkte sind: Liebe zum Detail, Witz, ein bißchen treffsicherer Slapstick und eine geniale Choreographie. Wenn Cornelius (wie gesagt, immerhin 28 3/4) seine Hand um seine Angebetete legt und stammelt, er habe noch nie ein Mädchen berührt, und sie nur sagt: "Sie tun es auch jetzt nicht, das ist mein Korsett", so was muss man erst mal schreiben können, irgendwie doof, aber witzig, und es zeigt eben auch die erwähnte Rollenverteilung. Wenn die beiden feuchten Jungs sich geschworen haben, nicht von ihrer Eskapade zurückzukehren, ohne ein Mädchen geküsst zu haben, und Barnaby nach einem Begrüßungswangenkuss seines Dates fragt, ob das schon zähle... das Drehbuch schaut den beiden lustvoll zu, wie sie sich eigentlich blamieren sollten, entlockt uns so machen Lacher, ist dabei aber immer von einer Wärme, die nie die Schadenfreude Überhand nehmen lässt. Bei allem Warmherzigen, Archetypischen, Unglaubwürdigen, Märchenhaften muss man schon sagen, hier sitzt jeder Tanzschritt, jedes Kostüm, jeder Dialog, jede Pointe, das ist beste Boulevardkomödie, ohne jegliche Gesellschaftskritik o.ä., aber messerscharf geschrieben, pure Unterhaltung, ohne den Rahmen sprengen zu wollen, aber ihn zum Glanze bringend. Scheinbare Nebensächlichkeiten werden wichtig, so haben wir in einem weiteren Pärchen (Vandergelders Nichte und ihrem Verlobten) den wohl ungewöhnlichsten Unterschied in Körpergrößen, den es je bei einem Filmpärchen gegeben hat (sie geschätzt höchstens 1,50 m, er so um die 2 m), und das wird in kleinen Gesten und Bewegungen (ein herrlich spaßiger Tanzwettbewerb zB.) weidlich ausgereizt, natürlich wiederum nicht im Sinne der Schadenfreude. Hier sind alle Schwächen liebenswert, aber sehr genau inszeniert. Gelegentlich sitzen Pointen wie im Slapstickkino der Stummfilmzeit, vor allem in einer Chaosszene gegen Ende im Nobelrestaurant "Harmonia Garden" und bereits in dem genialen Kellnerballett zuvor. Objekte werden in Sekundenschnelle zentimetergenau bewegt und landen im richtigen bzw. richtig falschen Moment am richtigen bzw. richtig falschen Ort. Auch wilde Verfolgungsjagden und blitzschnell, scheinbar beiläufig und zufällig herumfliegende Gegenstände fehlen nicht, incl. der Torte im Gesicht. Chaplin und aus jüngerer Zeit der Regisseur Blake Edwards (u.a. "Der Partyschreck" und Inspector-Clouseau-Filme), Meister der Tücke des Objekts, lassen herzlichst und herrlichst grüßen.

Und dann muss man einmal etwas über das Musicalhafte dieses Musicals sagen. Neben der bereits genannten Musik sind hier der Tanz und diese Vollkommenheit der Kunstwelt erwähnenswert. Dies ist das tänzerischste Musical, das ich kenne. Bei "West Side Story" haben wir den ambitionierten, aber etwas verwirrenden Versuch, Tanz in einer realistischen Szenerie unterzubringen. Bei dem genialen "Star!" gibt es den Tanz nur auf der Bühne im Film, da es um einen Bühnenstar geht, auch ne nette Lösung. "Hello Dolly" hat sich aber am konsequentesten dem Genregesetz verschrieben, und das heißt: Es darf wirklich überall gesungen und getanzt werden, das unsichtbare Orchester ist sofort da, es kann absolut jeder tanzen und singen, auch der Penner und der Polizist im Park etc. Teilweise gelingt wahre Zirkusakrobatik, anscheinend auch von wichtigen Darstellern nicht gedoubelt. Der Gesang klingt noch dann erstklassig, wenn selbst die Streisand im Menschenpulk einer Parade incl. Zuschauerlärm eigentlich stimmlich hoffnungslos untergehen müsste. Man muss das nicht lieben, aber dieser Film zelebriert es konsequent wie kein zweiter. Gene Kelly hatte Regie geführt, man kennt ihn eigentlich eher als Tänzer bzw. Musicaldarsteller VOR der Kamera, Michal Kidd war der filmmusicalerfahrene Choreograph, und die beiden geben alles. Der Film ist Tanz, Bewegung, Rhythmus, da sollte sich der schwerblütige, schwermütige, nahezu immer tanzfreie Andrew Lloyd Webber mal eine Scheibe von abschneiden! Allein was daraus wurde, dass selbst die gesamte Kellnerriege des "Harmonia Garden" mit erstklassigen Tänzern besetzt wurde, ist eine Augenweide an Tempo, Komik, Bewegung. Dieser Film ist ein reiner Showfilm, er IST Show, ganz und gar. Dass es, der Gipfel des Irrealen, für Dollys grandiosen Auftritt im "Harmonia Garden" sogar Szenenapplaus und ein da capo gibt ("One more time", sagt kein Geringerer als Louis Armstrong in einem charmanten Gastauftritt), verdeutlicht besonders eindrücklich, worum es hier geht: Man kann sich wie in einem schönen Theater fühlen. Prunkvolle Ausstattung und Kostüme, satte, quietschbunte, aber nicht filmisch überbetonte, sondern wirklich so abgefilmte Farben, das edle feinkörnige 70 mm-Todd-AO-Format (okay, auf vielen Fernsehern auch nicht groß von CinemaScope zu unterschieden, aber nicht umsonst hat die diesjährige Berlinale ihre Retrospektive den 70-mm-Formaten unter dem Motto "bigger than life" die Retrospektive gewidmet), andauernd Tanz, wo es eigentlich nicht sein kann, aber im Theater akzeptiert man das ja auch. Wunderbar!

Daneben, man glaubt es kaum, ist dieser Film auch noch "filmisch" in dem Sinne, dass er eben nicht nur 1-a-abgefilmtes Theater ist. Es sind nicht nur die Tänzer, die tanzen, es ist auch die Kamera, die tanzt, es ist der Film, der tanzt. Er zeigt nicht nur Tanz, er ist Tanz, er zeigt nicht nur Beschwingtes, es ist beschwingt, er zeigt nicht nur Esprit, er ist Esprit usw. Dies illustriert die Eingangsszene, der etwas gelingt, was nicht das Theater, sondern nur der Film schaffen kann. Ein Panorama des, so wird eingeblendet, New York 1890. Leise Musik, dann geht die Kamera näher heran und zu Boden und verwandelt auf wundersame Weise Alltagsbewegungen in Tanz. Ein Pferd trottet dort entlang, ein Mann fegt die Straße, eine Frau geht den Bürgersteig entlang, alles wie wundersam im Rhythmus, zunächst ohne Schnitt, die Kamera wechselt einfach die Bewegungsrichtung, wenn sie dem Pferd, dem Straßenfeger, der Frau etc. folgt. Sie fängt noch weitere dieser Skizzen ein (bevor diese Art von schnittloses Szenenwechseln bei Hitchs "Familiengrab" gelobt wurde, aber genau genommen hatte William Wyler das sowieso schon 1933 in "Der Staranwalt von Manhattan" gemacht), es wird ganz allmählich immer weniger beiläufig und immer mehr Tanz, bis sich dann ein leiser Backgroundchor einschleicht und gleichzeitig erstmals Dolly als eine der wie zufällig im Rhythmus entlanggehenden Personen zu sehen ist. Wir folgen ihr eine Weile, können schon vermuten, dass es die Hauptperson sein wird, und dann tritt sie in Aktion mit dem hemmungslosen Austeilen von Visitenkarten. Das Bild friert mehrere Male kurz ein, so wie die Damen und Herren, die Dolly mit Werbung für ihr Einfraueheanbahnungsinstitut traktiert, zunächst reichlich perplex sind. Dann sehen wir ihren Kopf (d.h. vornehmlich ihren Hut) in Großaufnahme von hinten, sie dreht sich langsam um, es ist unverkennbar Barbra Streisand, sie fängt an zu singen und setzt es dann fort, unverwechselbar dollymäßig die ganze Gesellschaft aufzuwirbeln. Über Beiläufiges ins Zentrum hat sie sich charmant-witzig gemogelt, so ist der ganze Film, er mogelt sich über Beiläufiges im Plot charmant-witzig in unser Herz. Er weiß sehr genau, was er da tut, er tut es in einer Mischung aus Prachttheater und urfilmischen und darin einzigartigen Mitteln, siehe die Eröffnungsszene. Er gibt gar nicht erst vor, eine großartige Botschaft zu haben. Er beschwört eine Kunstwelt des Jahres 1890 herauf, in der alle Männer quietschbunte Anzüge und je nach Stand Strohhüte, Schiebermützen oder Zylinder tragen, und die Frauen eben quietschbunte Kleider und vor allem extravagante Hüte. Eine Welt, in der es feine Restaurants in New York gibt und liebe Menschen, in der vom Penner bis zum Polizisten im Park alle sofort ergriffen vom gesungenen Liebesglück des Cornelius sind und mitträllern, eine Welt voller rauchender Dampfloks und schnuckeliger Ladengeschäfte mit schön geschriebenen Außenschildern, Holzregalen und Registrierkasse innendrin. Und alles ist, wie man sich das so vorstellt. So eine Kunstwelt ist vielleicht gerade die richtige Atmosphäre für einen Film oder ein Bühnenstück, in dem so gut wie alles Musik, Tanz und Rhythmus ist.

Also: Keine anspruchvolle Kunst, und doch genial. Ich habe mich lange gefragt, warum ich "Hello, Dolly" deutlich lieber mag als zB. "Ein Amerikaner in Paris" oder "Funny Face". Das sind für mich Filme, in denen gute Musik/Choreografie und dämlicher Plot / doofe Charaktere andauernd einen wilden Machtkampf austragen. Bei "Hello Dolly" liegt es vielleicht daran, dass der Film, wie ich versuchte darzulegen, all das, was er ZEIGT, auch vollkommen IST. Er hat die Form verinnerlicht und sie dem trivialen Inhalt angepasst, dies aber ungemein schön und effektiv. Er hat die erwähnte Umkehrung der Geschlechterklischees, und das mit glänzenden Darstellern und Darstellerinnen. Er hat die Streisand anstelle der nun wirklich arg püppchenhaften Leslie Caron (aus "Ein Amerikaner in Paris"). Nicht der Sprücheklopfer krieg ein Mäuschen rum ("Ein Amerikaner in Paris"). Nicht die intellektuelle graue Maus muss wachgeküsst und aufgeweckt werden (immerhin Audrey Hepburn in "Funny Face"). Nein, die Frau ist es, die den Mann zähmt, einen liebenswerten, geizigen, etwas schrulligen, grantelnden Onkel Dagobert. Die in "Hello, Dolly" gezeigte Welt gesteht ihre Künstlichkeit dabei gern ein, suggeriert nicht wie in "Ein Amerikaner in Paris", dass es das ja alles geben könnte, als Traum des amerikanischen John Doe (diese vielbeschworenen Künstlerzirkel am Montmartre und all das oh là là), sondern taucht uns sehr bewusst mitten in die Fantasie. Keine falschen Versprechungen, eine echte Show, und was für eine. Ich liebe den Film!

Schlussbemerkung: Klar, man kann das alles auch anders sehen. Und das Publikum sah es damals anders, der Film floppte. Warum bloß??? Vermutlich kam er zur Unzeit. Wir schrieben 1969, die Zeit der quietschfidelen Ausstattungsfilme war passé, der Vietnamkrieg tobte, die kritischen Fragen der jungen Wilden daheim, die 68er-Bewegung, Woodstock, und in Hollywood gab es die dann "New Hollywood" genannte Bewegung junger Filmemacher, die vom Glamour loskommen und harte, rohe, rebellische Geschichten erzählen wollte, politisch-kritische auch. "Bonnie and Clyde", "Easy Rider", der Traum von Freiheit und Abenteuer, Sex, Drugs, Rock'n'Roll, Protest, mitunter Gewalt. Die Bewegung der Farbigen erstarkte, Martin Luther King wurde erschossen, Blaxploitationfilme sollten kommen und waren schon 1969 mit dem umstrittenen "Die Glut der Gewalt" vorweggenommen (von William Wyler, der seltsamerweise zuvor ebenfalls eines der letzten Prachtmusicals gemacht hatte, nämlich "Funny Girl" mit der Streisand, und gar kein junger Wilder, sondern leider schon am Ende einer langen Karriere war). Eine Gesellschaft im Umbruch, die diesen getanzten Traum für Traumtänzerei hielt und ihn nicht sehen wollte. Wer aber bereit ist, sich darauf einzulassen, der bekommt perfekte Unterhaltung, und gelegentlich noch ein bißchen mehr. Dafür die Höchstwertung.

(Ich bewerte immer eher nach dem Hauptfilm, Extras sind hier trotz guter Bild- und Tonqualität nicht vorhanden, und schade fand ich, dass man zwar die Dialoge, aber nicht die Liedtexte untertiteln lassen kann. Es müssen also die Ohren gespitzt und die Englischkenntnisse hervorgekramt werden.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen the best ever, 12. Dezember 2010
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
mrs.streisand ist perfekt ausgewählt für diese rolle!!! wie auf den leib geschrieben :-) bei diesem film konnte ich kaum ruhig sitzen bleiben. die musik fordert einem zum tanzen auf. dieser film ist wieder mal was besonderes in meiner home-dvdthek und bringt gute laune :-) falls einem die winterdepression plagt, dann schnell diesen film kaufen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Film, 11. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello, Dolly! (DVD)
Super Film, klasse Darsteller, allerdings ein kleines Manko: Wenn man die deutschen Untertitel einschaltet, dann wird nur der gesprochene Text (der ja eh synchronisiert ist) untertitelt, was gesungen wird versteht man dadurch leider auch nicht. Schade.
Ansonsten alles Super
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Hello, Dolly!
Hello, Dolly! von Gene Kelly (DVD - 2010)
EUR 10,99
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