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am 21. Januar 2012
Mike Bloomfield war ein begnadeter Gitarrist, aber auch gepeinigter Mensch. Mit nicht ganz 38 Jahren wurde der Musiker 1981 ein Opfer seiner Heroinsucht und seiner Depressionen. "Ohne Gitarre", bekannte er einmal, "bin ich wie ein Poet ohne Hände. Mit dem Instrument kann ich mich deutlicher artikulieren, als auf jede andere Art" (vgl. Graves/Schmidt-Joos, Das neue Rocklexikon, Reinbek 1990, S. 95). Bereits als Mitglied der Butterfield Blues Band ließ Bloomfield seinen Genius aufblitzen. Später veredelte er die Scheiben von Electric Flag durch sein einzigartiges Gitarrenspiel. 1969 trat er zusammen mit dem Sänger und Gitarristen Nick Gravenites und einer Begleitband mit 4-köpfigem Bläsersatz im legendären Rock-Tempel Fillmore West in San Francisco auf. Die dabei mitgeschnittenen Songs sind seltsamerweise auf zwei getrennten Scheiben veröffentlicht worden. Sieben davon erschienen auf dem Fillmore West Album. Die übrigen fünf auf Gravenites Scheibe "My labors". Nun liegen sie zum ersten Mal - mit Ausnahme des auf "My labors" enthaltenen Longtracks "Wintry country side" - vollständig auf einem Tonträger vor. Und die Liveaufnahmen bestätigen in erster Linie eines: welch grandioser und einfühlsamer Gitarrenzauberer Mike Bloomfield war. Die Scheibe macht in aller Deutlichkeit klar, wie "fesselnd, charismatisch, virtuos und ganz und gar eigenständig" (Hüttenrauch, Oliver, Eric Clapton & Co., Rastat 1990, S. 18) der Mann aus Chicago sein Instrument bearbeitet hat. "Live at Bill Graham's Fillmore West 1969" verdeutlicht aber auch schonungslos, daß selbst ein solcher Ausnahmekünstler mit eher durchschnittlichem Songmaterial zu kämpfen hatte. Doch kommen wir zunächst zu den Höhepunkten der Scheibe. Da muß an erster Stelle das wahre Slowblues-Monster "Blues on a westside" (15:18), verfasst von Gravenites, genannt werden. Bloomfields ellenlanges, obergeiles Solo in diesem Titel muß man als Bluesfan einfach lieben. Auch Nick Gravenites schlägt sich nicht nur hier am Gesangsmikrofon durchaus eindrucksvoll. Warum jedoch in der Mitte von "Blues on a westside" ausgerechnet ein Sopran-Saxophon-Solo zu hören ist, bleibt mir ein Rätsel. Der näselnde Ton dieses Instruments ist einfach nervig und an dieser Stelle völlig unpassend. Dies um so mehr, als der mächtige Bläsersatz ansonsten beim Abmischen der Scheibe allzu arg in den Hintergrund verbannt worden ist. Mit dem Instrumental-Track "Carmelita Skiffle", dem zweiten Highlight des Albums, zeigen die Jungs, daß sie auch den boogie-mäßigen Abgeh-Sound drauf haben. Mike Bloomfield spielt sich hier förmlich in einen Rausch und Ira Kamin kann seine Künste auf der Hammond vorführen. Schließlich gefällt mir das im New Orleans-Sound eines Dr. John daher kommende "Gypsy good time" und der Otis Rush/Willie Dixon-Blues "It takes time" recht gut. "Mary Ann", als 'Bonus track' von dem Album "The live adventures of Mike Bloomfield and Al Kooper" übernommen und damit quasi außer Konkurrenz an den Start gehend, muß man ebenfalls auf der Habenseite der Scheibe verbuchen. Die restlichen sieben Songs von "Live at Bill Graham's Fillmore West 1969" kann man bestenfalls als unauffällig, schlimmstenfalls als einfach nur langweilig bezeichnen. Da kann auch Bloomfields feuriges Gitarrenspiel nicht viel raus reißen. So ist das über acht Minuten lange "Moon tune" eine eher uninspirierte Komposition Gravenites. "One more mile to go" kann selbst Taj Mahal als Sänger nicht allzu abwechslungsreich gestalten. Der Soul-Stampfer "Love got me" aus der Feder Arthur Conleys mit Schlagzeuger Bob Jones als Vokalist hinterlässt ebenfalls keinen bleibenden Eindruck. Das funkige "It's about time" ist zwar ganz nett, für sieben Minuten aber einfach zu wenig abwechslungsreich. Und "Holy Moly" kann man nur als Füllmaterial bezeichnen. Insgesamt stellt dieses Livealbum den Kritiker also vor eine schwierige Aufgabe. Mike Bloomfield leistet auf der Gitarre einen Ausnahmejob und läßt das Griffbrett ein ums andere Mal regelrecht glühen. Freilich ist das Songmaterial qualitativ zu unausgeglichen, um der CD eine höhere Wertung zukommen zu lassen.
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Eine erfreuliche Veröffentlichung und ein sehr gutes Blues-Album, das bereits 1969 erschien und bis 2009 nicht als CD erhältlich war. Selbst die LP war Anfang der 70er Jahre nicht mehr zu bekommen (ich fand meine gebraucht 1973 in London's Notting Hill in einem kleinen Record-Store).
Mike Bloomfield, Mark Naftalin (p) und Nick Gravenites (voc) jammten Anfang 1969 mehrere Nächte mit Ira Kamin (B3-org), John Kahn (b), der auch bei den "Live Adventures" Bass spielte, Bob Jones (dr) und einer vierköpfigen heißen Bläser-Section im "Fillmore West" (Support: Chuck Berry, The Byrds, P,G&E). Nachdem Columbia-Records aus diesen Konzerten "Live At Bill Graham's Fillmore West" veröffentlicht hatte, erschienen weitere Titel 1969 auf My Labors (+Bonustracks) von Nick Gravenites.

Leider wurde hier nicht die Chance genutzt, endlich alle in den Konzerten gespielten Titel auf einer Doppel-CD zu veröffentlichen. Offiziell fehlen "If I Ever Get Lucky" und "Stronger Than Dirt" von der Japan-CD sowie der 13 Minuten-Jam "Wintry Country Side" von "My Labors". Weitere (gute) Titel wurden in den Konzerten gespielt, die aber nie auf LP/CD veröffentlicht wurden (Wolfgang's Vault).

Nicht zu ändern, die CD (knapp 80 Min.) ist ansonsten sehr gut, zumal Mike Bloomfield hier in bestechender Form und Laune spielt. Das allein macht einen Kauf schon notwendig. Und die auch auf "My Labors" fehlenden Titel "One More Mile To Go" (11 Min.) mit Taj Mahal (voc) und Jesse Ed Davis (g), "It's About Time" (7 Min.) sowie "Carmelitta Skiffle" (5 Min.) mit einem fauchenden Hammond B3-Solo von Ira Kamin sind nun endlich vorhanden. Als Bonus gibt es noch "Mary Anne" (5 Min.) aus der Kooper/Bloomfield-Session The Live Adventures of Mike Bloomfield & Al Kooper von 1969.
Nachlesen kann man das Ganze in einem kleinen 6-Seiten-Heft.

Für Blues-Fans unbedingt ein Kauf wert, und für Mike Bloomfield-Fans einfach Pflicht.
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am 15. April 2009
Endlich gibt es die Bloomfield-LP "Live at Bill Grahams' Fillmore West" als CD! Bislang musste man sich mit Auszügen begnügen (auf dem Bloomfield-Sampler "Don't Say I Ain't You Man" und dem Gravenites-Album "My Labor". Leider hat man beim Cover den schönen originalen regenbogenförmigen Titelschriftzug durch einen anderen, langweiligen Schriftzug ersetzt. Als Bonus-Tracks gibt es 4 Titel von der Gravenites-LP "My Labor", die eigentlich überflüssig sind (weil es sie schon auf CD gibt), und ein alternatives "Mary Ann". Besser gefällt mir die Edition der japanischen Sony, die schon Ende 2008 erschienen ist und das originale Cover beibehalten hat. Außerdem gibt es da zwei "echte" Bonus-Tracks: "If I ever get lucky" und "Stronger than dirt". Ist aber schwer zu bekommen. Ansonten: Sixties-Blues vom Feinsten.
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