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Kundenrezensionen

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am 19. Juni 2012
Sophie Hungers Debüt von 2008 ist alles andere als eintönig; das Album hat einige Hinhörer auf Lager und birgt Schätze, die man erst nach und nach entdeckt. Sogar einige großartige Überraschungseffekte hat es zu bieten -- nicht nur im Titelsong. Alles ohne Allüren, und ohne abzuheben in Kunstnebel. Mal singt sie ruhig und getragen eine "My Funny Valentine"-Reminiszenz, nur von der eigenen Gitarre begleitet ("Beauty above All"), dann wieder besticht ihr "Walzer für Niemand" durchs gewisse Etwas mit dem Musetten-Charme, und "The Tourist" brettert los ohne Rücksicht auf genregebotene Hindernisse. Der "Teenage Spirit" liegt exakt 3 Minuten und 48 Sekunden lang auf der Lauer wie eine alte Katz vorm Mauseloch (und im Mauseloch hockt fasziniert der Hörer); verspielt mit Klassikpiano legt "Rise and Fall" los und zieht nach einem Rap-Intermezzo auf Schwyzerdüütsch ein schlichtes Fazit. Federleicht und doch mit Bodenhaftung beginnt das Album ("Shape"), und ihr toller Schluss-Track "House of Gods" ist luftig ohne abzuheben. Und im furiosen "Sophie Hunger Blues" bersten Sound u n d Vortrag vor Witz und Ironie, inclusive Dylan-Veräppelung. Mehr von der Sorte!
Leider gibt's auch ein klein wenig musikalische Dutzendware auf dem Album -- nunja, einem Debütalbum kann man das durchgehen lassen. Außerdem sind auch die (wenigen!) etwas beliebig den Ohren schmeichelnden Songs, "Round and Round" beispielsweise, gut gemacht und werden nicht lästig. Sogar sie deuten an: Hier gibt's zwar noch Luft nach oben, aber diese Luft ist gewiss nicht unerreichbar für Sophie Hunger.
Was für Sophie Hunger gilt, gilt auch für ihre Band, und zwar für jedes einzelne Bandmitglied ebenso wie für alle zusammen: Hier sind Könner am Werk, die ihr musikalisches Handwerk gelernt haben und außerdem wissen, was man damit alles anstellen kann, ohne dass sich je einer von ihnen an falscher Stelle vorgedrängelt hätte.

Zurück zu Sophie Hunger, denn deren Songs hören wir hier, und außerdem dominiert ihre Stimme das Album. Noch so'n stimmgewaltiges Fräuleinwunder? Nein, das nicht -- Sophie Hunger ist was Besonderes. Eigentlich singt sie mit unspektakulärer Stimme, aber w i e sie mit dieser unspektakulären Stimme umgeht, das macht den Unterschied aus: Meist wirkt sie zart, ohne zerbrechlich zu sein -- und dann gibt's diese Momente, in denen sie ihrer Stimme die Zügel locker lässt. Singt sie eher langsam, dann wirkt's unsentimental melancholisch, aber wenn sie einen Gang hoch schaltet, dann artikuliert sie ihren Text so präzise, dass man beim ersten Anhören kaum nachkommt. Und zwar unabhängig davon, ob sie Englisch, Deutsch oder (in "House of Gods") eine Strophe Schwyzerdüütsch singt und/oder rappt. Auf der Überholspur ist Schluss mit der musikalischen Melancholie; Ironie und Zorn haben freien Lauf -- musikalisch, versteht sich.
In musikalische Schubladen passt sie nicht; mal kombiniert sie Punk mit World Music und Folk, dann wieder zeigt sie, wie gut Klassik-Takte und Rap harmonieren können. Das komplette Register dazwischen taucht im richtigen Moment auf, französischer Chanson, Bebop, Folk, Hillbillie, Schweizer Alpenmusik, Blues, Musette, Jazz, Undwasnochalles, mitunter in abenteuerlich anmutender Kombination, aber: Es passt. Es passt, weil Sophie Hunger keine Effekte heischt, sondern weil sie -- Musik macht. Richtig gute melodische Musik ohne Starallüren.
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am 12. Juli 2009
Die renommierte Zeitschrift "Jazzthing" bezeichnete Sophie Hunger als "Europas vielleicht vielversprechendstes multi-linguales Songwriter-Talent". Eine ziemliche Untertreibung.

Die erst 26-jährige Sophie Hunger reisst einen mit, entführt einen auf eine Reise voller Emotionen - Melancholie, Nachdenklichkeit, Ironie, Erregung bis hin zum Gefühl einer gloriosen Erhabenheit. Sie und ihre genauso hervorragend aufspielenden Mitmusiker schaffen eine in letzter Zeit selten gehörte Dynamik, die auf demselben Track von den leisesten zu den furiosesten Tönen finden kann (etwa auf Tracks wie Drainpipes, Rise and Fall oder Monday's Ghost). Sie erinnert irgendwie an Bjoerk, allerdings ohne deren schräge Töne, an Jewel, ohne deren dümmliche Texte und kitschigen Melodien, ein bisschen an Französische Chansons, sogar an den von ihr selbst zitierten Bob Dylan.

Sie und ihre Band verweben Klavier, (E)Gitarren, Posaune, Schlagzeug, vereinzelt Mundharmonika und Glockenspiel mit Hunger's gleichzeitig angerauhter wie zuckersüsser Stimme zu einem einzigartigen Sound.
Das ist bereits jetzt Musik von Weltklasse. Sehr hörenswert sind übrigens schon ihre Erstlingswerke "Sketches on Sea" und "Fisher" (damals noch in anderer Kombination).

Danke Sophie.
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am 16. Dezember 2009
Eine fragile Stimme, eine große Persönlichkeit begrüßt einen mit "Shape" zu den Klängen einer akustischen Gitarre. Solche Starter mag ich. Auch wenn ich Sophie um ihre Frische und gleichzeitige Altersklugheit teilweise sehr beneide. Die Texte laufen, die Melodie fließen und wer glaubt, nach den ersten Minuten kommt nichts Überaschendes mehr, wird gleich zu Beginn - wie gesagt - mit "Shape" eines Besseren belehrt. "The boat is full" wirkt dagegen ein wenig blutarm. Ich mag Frau Hunger lieber in der puren und etwas ruhigen Version. Da kommt mir "A Protest Song" gerade recht, mit seinem sehnsüchtig-schmachtenden "Hello Valentine..." im Refrain. Wie sie hier ein jedes Wort zur Gitarre singt ist eine wahre Wonne. Ja, es wird nur noch übertrumpft durch das komplett auf Deutsch gesungene "Walzer für Niemand", dass mich von der ersten bis zur letzten Nano-Sekunde begeistert. Der Text und die zarte Darbietung, begleitet von Klavier, Glockenspiel und einer distanzierten Posaune lassen die zweieinhalb Minuten viel zu schnell vergehen. "Birth-day" packt einen wieder bei der Hand und reist einen ein Stück in eine andere Richtung und begeistert mit Gitarre und Mundharmonika gleichermaßen und erinnert in der Darbietung an die ganz alten Hasinnen Carole King und Joan Baez. Bei "Sophie Hunger Blues" hat man das Gefühl, Sophie sitzt mit ihrer Gitarre direkt neben einem, ist glänzend aufgelegt und haut in die Seiten. "Round and round" lässt einen kreiseln, wie der Namen vermuten ließ, bis einem angenehm schwindelig ist. Eine perfekt Überleitung zum "Partylied" auf "Monday's Ghost", dem Stück "The Tourist", dass textlich keine Wünsche übrig lässt und mit seinem Sirenen-Gesang im Refrain durchaus in Erinnerung bleibt, aber - eben weil es wieder ein eher schnelleres Lied ist - nicht zu meinen Lieblingsliedern gehört und für mich das Gesamtbild der CD etwas stört. Dann doch lieber "Teenage spirit", dass mit treibenden Percuission und bedrohlichem Donnergrollen beginnt und sich gut in die Alternative-Indie-Riege von Florence + The Machines, Emiliana Torrini und Co. einreiht. Und dann rieseln sie wieder, die Schneeflocken. Genau mit dem Lied "Rise and fall" beginnt der Schneepegel wieder zur steigen. Überaschende Instrumentierung auf "Drainpipes" mit Klavier, Querflöte und wenn man dann glaubt, es kommt nichts mehr, fangen die Bläser an zu sägen und Sophie an dramatisch zu singen, wie bei einem Stück Schweizer Oper. Diese Schiene wird weiter bedient auf dem Titellied "Monday's ghost", dass mit einer Art Menuett startet, während Sophie singend eine Moritat erzählt und ein Sophiechor im Hintergrund brummt. Ein Meisterwerk an Lied, denn wer glaubt, an der Stelle gibt es musikalisch nichts mehr zu entdecken, der hat den englisch-schwitzerdütschen, atemlos-lassenden Mittelteil überhört. Zum Verschnaufen gibt es wieder einen bezaubernden Ballade-Anfang mit "House of Gods", dass jazzig mit Gitarre, Klavier, Upright-Bass, Schlagzeug und Posaune (großartiges Solo) begleitet und mit einer "hitverdächtigen" Melodie aufwartet. Aber auch hier gibt es ein Grande Finale.
Was Sophie hier abgeliefert hat, begeistert nicht nur die Schweizer (Platz 1 in den dortigen Charts), sondern auch hier viele eingeweihte Insider-Musikliebhaber. Das unkonventionelle, sehr erwachsene und persönlichkeitsstarke Debut "Monday's Ghost" hat mich begeistert...von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Anspieltipps:
"Walzer für Niemand"
"Shape"
"Round and round"
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am 22. Mai 2009
Das also ist die erste Studio-CD von Emilie Jeanne-Sophie Welti Hunger, die sich als Künstlerin Sophie Hunger nennt. Die erste CD-Veröffentlichung unter diesem Namen, "Sketches On Sea", hat sie noch im Wohnzimmer aufgenommen und selbst vertrieben, mit erstaunlichem Erfolg übrigens. Wie doch einiges erstaunlich ist an dieser außergewöhnlichen jungen Frau: sie ist ein absoluter Glücksfall für die heutige Musikszene. Sie wechselt zwischen den Stilen, ohne sich damit zu brüsten, auf dieser PLatte hört man Folksongs, Rock, Jazz nebeneinander, alles ist authentisch und echt, so etwas wie "Solos" gibt es nicht (Ausnahme: "Drainpipes", wo Michael Flury (tb) ahnen läßt, was er sonst noch drauf hat). Überhaupt ist alles äußerst sparsam eingesetzt, in manchen Songs begleitet sich Sophie nur selbst an der Gitarre oder am Klavier, und die Band setzt, wenn überhaupt, später ein, und dann nicht komplett. Diese Reduktion ist wohltuend und dramturgisch gut gemacht - und natürlich entspricht sie dem Wesen des jeweiligen Songs. Das Wichtigste aber ist - ihre Stimme, und fast noch mehr, wie sie sie einsetzt. Manchmal taumelt sie scheinbar durch den Rhythmus und dehnt das Timing bis zum Äußersten - und erreicht damit eine Ausdruckskraft, der man sich nicht entziehen kann. Dann gibt es wieder stimmliche Ausbrüche wie in "The Tourist" oder wiederum "Drainpipes", die gewaltig unter die Haut gehen. Sie ist immer vollkommen sicher in der Gestaltung ihrer Linien, und diese Linien sind immer ausgezeichnet gebaut, auf wundersam widersprüchlichen und bildhaften, blitzgescheiten Texten. Schade nur, daß der auf dem Schweizer Release vorkommende Song "Spiegelbild" (im Duett mit dem Schweizer Liedermacher Stephan Eicher) auf der Deutschen (und Österreichischen) Ausgabe fehlt - man wollte uns offenbar das Schweizerdeutsch des Songs nicht zumuten. Und was dieser Platte naturgemäß fehlt, ist die Live-Atmosphäre, die entschieden zur Faszination dieser Musikerin gehört: Die Mischung aus Zerbrechlichkeit und Kraft, aus Unsicherheit und Überzeugung ist ein ganz eigenartig berührendes und bewegendes Erlebnis. Auf ihrer ersten, selbstgemachten CD singt sie in dem Lied "Die Fahrende" des Schweizer Liedermachers Walter Lietha "...und au i will endlos fahre und eu Wunder offebare...". Auf diesen Weg hat sie sich offenbar begeben, wozu man uns beglückwünschen und ihr alles Gute wünschen muß.
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am 8. Mai 2009
Ja, ja, ja kaufen Sie dieses Album, wenn Sie Ihren Ohren faszinierende Musikklänge, eine Stimmklarheit wie sie ganz selten vorkommt abseits der beständigen/universalen "Radioklänge" gönnen wollen.
Sophie Hunger versteht es jedes Wort in einer Form zu betonen, dass es unter die Haut geht - weghören geht hier nicht mehr. Vervollständigt wird die grandiose Stimme durch eine Handvoll hervorragender Musiker die mit der Stimme mit- und nicht gegenhalten. Die Gestaltung ist herrlich erfrischend "unperfekt" was wiederum die Perfektion dieser Kunst hervorhebt. Musik, wie sie sein muss: unverblümt, spontan, tiefgründig, getragen von einem stimmlichen (Geheim-)talent.
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am 27. Mai 2009
O.K. ich geb's zu: da sitze ich nachts im Auto, schalte den Motor ab und dann laufen im Radio 2 Titel aus Sophie Hunger`s "Monday's Ghost". Im Gegensatz zu manch anderem Rezensenten war ich dann wohl optimal vorbereitet, um die ungeheure Vitalität, Stringenz, Einfachheit und Klasse der jungen Schweizerin ungestört in mich einfliessen lassen zu können. Nachdem ich dann die CD in Händen hatte, war ich erst skeptisch, ob dies auch durchzuhalten sei. Weit gefehlt. Die ganze CD IST intensiv. Sophie und ihre Musiker sind nah an den Instrumenten und bilden eine Einheit, bauen Klangteppiche mit zum Teil einfachsten und dezentesten Mitteln aus Klängen und Harmonien auf, die zeitlos im Raum stehen, ins Gedächtnis sickern und wiedergehört werden wollen. Die Texte gehen in die Tiefe ("Rise and Fall" erinnert an Nietzsche!) und/oder reissen einen dann wieder hoch und dazu eine virtuos am Abgrund tanzende Stimme mit eigenem Stil und einer Ausdruckskraft, die das Alter der Sängerin zur Nebensache macht. Weiter so! Ach so: Bob Dylan kann beruhigt abtreten, sein Geist scheint wirklich unsterblich zu sein...
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am 29. Oktober 2009
Sophie Hunger hat mit Monday's Ghost ein wirklich wunderbar schönes Album aufgenommen. Z.B. bei ,Beauty above all' lädt ein spärlich instrumentiertes Lied einfach mal zum Träumen ein, ,The Boat is full' wiederum ist eine flotte Popnummer und könnte bei ein bisschen mehr Mut der Radioschaffenden in der Radiolandschaft zum heimlichen Radio-Hit mutieren. Dann gibt es den ,Walzer für Niemand', eine unglaublich unter die Haut gehende ,Walzer-Ballade' in deutsch gesungen, begleitet von Piano und Glockenspiel. ,Birthday' ist eine schön-relaxte Folk-Nummer. Beim ,Sophie Hunger Blues' wird es dann temperamentvoll (eine ,Schrammelgitarre' bricht durch) doch gleich danach folgt auch schon wieder eine dieser unglaublich schönen Pop/Folksongs (,Round and Round').

Weiter mit ,The tourist', ein Song mit kräftiger Bass- Schlagzeugbegleitung und er rockt in bester Ben Folds-Tradition. Beim magischen ,Teenage Spirit' gibt es anschliessend noch ein bisschen Sprechgesang. Nach soviel ,Aufregung' folgt aber danach, man ahnt es schon, wieder eine dieser bezaubernden Balladen (,To a protest song' ist zum dahinschmelzen schön). Der Titelsong beginnt auch wieder mit einer ,himmlischenŽ Melodie beinhaltet aber immerhin einen schrägen Mittelteil, der an die Dresden Dolls erinnert. Die letzten Songs der CD reihen sich ebenfalls nahtlos in das ganze Werk ein, es gibt ein paar dezent schräge Töne, ,Drainpipes' steuert ein paar leicht jazzige Noten bei und am Schluss wird noch mal ganz relaxt Folk musiziert.

Als Fazit bleibt, dass Sophie Hunger ein ganz wunderbares Folk-Album mit einer Brise Blues und Jazz kreiert hat und ich nur hoffen kann, dass es noch ein paar weitere solcher Platten von ihr geben wird. Wer die Musik von Norah Jones oder Katie Melua mag sollte in diese Platte unbedingt reinhören. Die Platte fordert den Zuhörer zwar ein bisschen mehr, er wird dafür aber auch wirklich musikalisch belohnt.
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am 9. November 2012
Nachdem ich das neueste Album "Danger of Light" besitze, wollte ich auch etwas älteres von Sophie Hunger hören. Dieses Album ist ebenso wunderbar zu hören. Meine Lieblingssongs: das stille "Shape" mit Gitarre und beflügelndem Händeklatschen, das dynamische "the Tourist" und auch das sehnsüchtig-mutige, antreibende "Teenage Spirit".

Zwei Songs mag ich gar nicht - "Monday's Ghost" - das ist nichts für schwache Nerven- und "Rise and Fall". Dieser Song enthält gewollt modern-abstrakte, zerrüttet-chaotische Passagen als stilistisches Mittel, die aber für meinen Geschmack einfach nur unangenehm klingen.

Insgesamt ein tolles, abwechslungsreiches Album mit einer wunderbaren Stimme von Sophie und der wie immer schönen Trompete. Für Freunde der vielseitig gestalteten Musik.
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am 15. März 2009
Sophie Hungers zauberhafte Stimme verführt den Hörer auf Anhieb. Man kann gar nicht anders, als der Musikerin von der ersten bis zur letzten Minute gebannt zu lauschen. Gefühlvoll und ausdrucksstark intoniert sie ihre ausgefeilten Melodien.
Die Songschreiberin bietet ein Album voller stilistischer Vielfalt,auch was die äusserst vielfältig eingesetzten Begleitinstrumente betrifft.
E-Gitarren und energisches Schlagzeug gibts zum Beispiel bei Stücken wie "The Boat Is Full" und "The Tourist". In ruhigen Momenten dominieren Akustikgitarre, Klavier und Posaune das Klangbild.
Gerade die ruhigen Titel zeigen die ungeheure Ausdruckskraft Sophie Hungers.
Mein Höhepunkt dieser CD ist das Titelstück "Monday's ghost", ein Titel, der als ruhige Piano-Ballade beginnt und dann immer furioser wird.
Die Diplomatentochter Sophie Hunger gilt hierzulande schon länger als Geheimtipp und einem internationalen Durchbruch sollte eigentlich mit diesem Potential nichts im Wege stehen.
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am 26. Mai 2011
Auf dieser CD lässt Sophie Hunger die Hörerin, den Hörer an den gescheiten, in wunderbare Musik gegossenen Überlegungen einer engagierten, sowohl reflexiven, als auch temperamentvollen,jungen Frau über den Zustand der Welt,in der wir leben, teilnehmen. Die Aufbereitung der Themen ist sprachlich originell und die musikalische Umsetzung ist spannend und mitreissend, auch in den nachdenklichen, stillen Songs. Sophie Hunger drückt auch sehr gut jugendliches Unbehagen an einer manchmal recht unheimlichen Welt aus.
Ihre Musik nimmt viele Anleihen. Es finden sich Anklänge an Pop, Jazz, Blues, eine große Prise Alternative und sogar ein Walzer,mit einem sehr guten Text, auf dem Album. Trotzdem ist der Sound ihr eigener, die Musik nicht beliebig, sondern vielfältig. Die Künstlerin ist unverwechselbar. Unterstützt wird sie von einem kleinen Team wunderbarer Musiker, die den Songs eine dichte, intensive Atmosphäre verleihen. Ein Album zum immer und immer wieder hören. Es nutzt sich einfach nicht ab.
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