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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen himmelsstürmer
es ist doch ganz einfach: vorher waren die killers rock, jetzt sind sie pop. das ist alles. die songs darunter sind immer noch die gleichen. himmelstürmende, überzogene, großartige melodien, die nichts anderes wollen als sofort und hier und jetzt auf platz 1 der hitparade und ins stadion.

die gruppe rund um den hyperaktiven, divenhaften,...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2008 von guitar

versus
32 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen No Indie Rock n Roll For Me...
Ich bin Fan der Killers von Anfang an, habe eines der besten Konzerte meines Lebens in FFM gesehen, finde das Album Sams Town überragend und war gespannt, was nach der Hammersingle Tranquilize" (nebenbei das Beste, was Flowers & Co. jemals aufgenommen haben), gespannt, wieŽs weitergehen würde. The Killers waren die letzte verblieben Hoffnung auf gut...
Veröffentlicht am 27. November 2008 von Arabikum


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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen himmelsstürmer, 19. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
es ist doch ganz einfach: vorher waren die killers rock, jetzt sind sie pop. das ist alles. die songs darunter sind immer noch die gleichen. himmelstürmende, überzogene, großartige melodien, die nichts anderes wollen als sofort und hier und jetzt auf platz 1 der hitparade und ins stadion.

die gruppe rund um den hyperaktiven, divenhaften, genialen brandon flowers kann sowieso nur ein paar sekunden stillstehen. also war es durchaus zu erwarten, dass sie ihre staatlich geprüften hits diesmal in andere kleider füllen würden - so wie sich selbst ja alle daumenlang neu stylen. bei den killers ging es immer auch um mode, design, styling - insofern sind sie eine sehr europäische band, und daher auch in europa beliebter als daheim.

natürlich ist das eine musik, wie sie nur in las vegas wachsen kann: glitzernd, übergroß, prahlerisch, gepimpt, auffällig, gockelig. das macht die qualität der killers aus - und geht sich immer gut aus, weil die songs immer gut sind. oder besser: weil auf jedem album zumindest ein paar sehr gute songs sind.

diesmal sind es gleich die ersten drei stücke, die man hintereinander als singles auskoppeln könnte: "losing touch", "human" und "spaceman" sind großer, hoch infektiöser disco-pop, die rettung für djs auf quälenden betriebsweihnachtsfeiern (man kann den floor füllen und trotzdem niveau halten). "joy ride" ist immer noch stark, wenn auch nicht mehr so k.o-tropfenartig, es klingt, als würden sich u2 und roxy music zu einer funkband fusionieren, die den soundtrack zur londoner modewoche komponiert.

und so geht es weiter, immer bereit, die großmutter für einen hit zu verkaufen. der verstorbenen großmutter ist dann die schlussnummer gewidmet, "goodnight travel well", und komischerweise gelingt es flowers nicht, echte große gefühle glaubhaft zu vertonen. er ist in der behauptung besser als in der realität. es ist eine große, technisch perfekte nummer, ein zum himmel flehender hymnus, aber er beeindruckt mehr, als er berührt.

auf "hot fuss" waren die killers franz ferdinand, später dran, aber mit den zwingenderen songs. eighties-rock zum tanzen. "sams town" war dann ihr spektakulärer (vom publikum zurückgewiesener) annäherungsversuch an amerika und seine musik. jetzt zitieren sie sich wie die wildgewordenen durch die popstile der achtziger, man kann da fröhliche stileraten spielen: disco, synthie, new romantics, weißbrot-funk, pet shop boys, duran duran, was auch immer.

was sie, um manchen kritikern zu widersprechen, ganz sicher nicht sind: eine art englischsprachige variante von deutschem schlagerpop. jene musik entsteht durch verengung, die killers konstruieren ihre songs dagegen durch gnadenloses aufmachen. ihre musik ist nicht eng, schmal, klein wie schlager. sie ist, wenn man ihr schon etwas vorwerfen will, zu groß.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitze, 8. Januar 2009
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Mir ist es egal, ob es sich bei dieser Musik um Schlager oder Pop-Musik handelt, ob sie sozialistisch, feministisch, maskulistisch oder was auch immer ist (das überlasse ich den anspruchsvollen Kritikern): Ich höre sie einfach gerne. Ein Superklangteppich, toller Gesang, hervorragende Instrumentierung, eingängige Songs und mit Human ist ihnen zusätzlich ein grandioser Ohrwurm gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen klasse Retro-Pop!, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
In Zeiten der 80er jagte in der Popwelt ein Ohrwurm nach dem anderen. Es gab viele Hits, die sich sofort ins Ohr frassen und da nicht wieder raus wollten. Waehrend sich die Rockwelt dann in den 90ern und 2000ern weiterentwickelte, ging die Qualitaet der Popmusik stetig nach unten. Tiefpunkte wurden erreicht als Songs wie 'Schnappi' und Handyklingeltoene wie 'Jamba' die Musiksender regierten. Trotzdem gab es hin und wieder guten Poprock a la Roxette, Texas, Shania Twain, Robbie Williams(von dem ich eigentlich nur den Song 'Angels' anerkenne) oder Coldplay. Retro wurde im Verlauf der Jahre dann allerdings immer angesagter, sodas auch Bands wie 'The Killers' bekannt werden konnten. Uebrigens klingen sie nicht nach 'boeser Musik', so wie ihr Name wohl vermuten laesst.

Der Titel 'Mr. Brightside' des letzten Albums duerfte einigen Kinofans als Remix im Abspann von Keinohrhasen bekannt sein. Dieses Album fuehrt den Weg des Retro-Pop konsequent fort. Eingaenge Melodien treffen auf stuetzende Rhythmusarbeit. Nette Grooves verleiten manchmal gar zum Tanzen. Schoen, dass auch das in den 80ern bewaehrte Saxophon als Melodieinstrument auftaucht. Ein Titel wie 'Joy Ride' haette auch alten Dekaden entstammen koennen. Und an manchen Stellen der Platte fuehlt man sich tatsaechlich an Hall & Oates oder New Order erinnert. Auch etliche andere Bands schimmern mir im Kopf herum, etwa die 80er Fleetwood Mac sowie andere Interpreten, deren Namen mir einfach nicht einfallen wollen. 'This Is Your Life' eignet sich prima als Beispiel dafuer. Ich moechte da tatsaechlich mitsingen. 'Scatterlings Of Africa' von Johny Clegg & Savuka kommt mir da neben zahlreichen anderen 80er-Hits in den Sinn.

Die Keyboardsounds haetten teilweise auch von Barclay James Harvest stamen koennen. Besonders deutlich wird dies im Track 'I Can't Stay', der von der instrumentalen Seite her
eh von den Softrockern inspiriert klingt. Gesanglich wird der Hoerer dafuer eher an Bono von U2 erinnert. Und dies nicht nur in jenem Song. Die Quasi-Background-Vocals in 'The World We Live In' sind vermutlich elektronisch entstanden. Erinnert mich alles wieder an irgendeine 80er-Band. Eine toller Ohrenschmaus!

'Goodnight, Travel Well' bildet den melancholischen, fast depressiven Ausklang einer tollen Retro-Platte. Zum Schluss wird es dann richtig hymnisch und erhebend. Da klingen ja sogar fast Sigur Ros und spaete Talk Talk durch. Ist dieser Song etwa Vorbote eines Stilumbruchs auf folgenden Alben?

Wertung: 11/15
Anspieltipp(s): Losing Touch, Human, Joy Ride, I Can't Stay
Vergleichbar mit: einer Mischung aus Hall & Oates und Coldplay, die auf Barclay James Harvest und U2 trifft
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Overkill, 25. Dezember 2008
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Wahnsinn, wie hier die Meinungen auseinandergehen! Ich war bisher kein Killer-Fan und höre dieses Album sehr gerne. Es ist mir gleich ins Ohr gegangen. Damit könnte ich meine Rezension eigentlich schon beenden. Doch was ich hier lesen muss, erstaunt mich schon - da sieht man mal wieder, dass Musik-Rezensionen gar nicht objektiv sein können, sondern immer die subjektive Meinung des Rezensenten darstellen:

Was ich so rauslese, ist, dass die Fans enttäuscht sind und diejenigen, die die "Killers" bisher nicht kannten, das Album gut bis sehr gut finden. Wie kommt so was? Nur weil Musik von einem breiteren Publikum gehört wird, muss sie nicht schlecht sein. Nur weil eine Band was anderes macht, als bisher, und sich auf neue Wege wagt, muss man sie nicht ablehnen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Mich erinnern die "Killers" sehr an "Talking Heads", obwohl die Killers von denen scheinbar nicht beeinflusst sind. Sie kommen hier wohl softer daher, als auf den anderen drei Alben und das scheint den eingefleischten Killer-Fans gar nicht zu passen. Das ist dann wohl der Overkill?

Sehr gerne höre ich : "Losing Touch", natürlich "Human", "Joy Ride" (klingt sehr nach Talking Heads) und "The world we live in". Es gibt auch ein paar Songs, die ich nicht so toll finde, daher auch nur 4 Sterne, das wären: "Spaceman", "This is your life" und "Neon Tiger". Aber Leute, deswegen braucht ihr euch nicht gleich zerfleischen, bleibt mal geschmeidig.
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52 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Horizonterweiterung vorausgesetzt!, 26. November 2008
Von 
Norman Fleischer "it's about progress" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Auf den ewigen Kreislauf des Musikgeschäftes kann man sich verlassen. Zuerst kommt eine Band und mischt die eingefrorene Musiklandschaft mit neuem Sound auf, dann wird sie zusehens erfolgreicher, spricht auf einmal alle möglichen Menschen an und ist am Ende schlussendlich eine dieser riesigen Massenacts, gegen die sich wiederum neue Bands auflehnen. Ist doch so. Denkt mal drüber nach. Beispiele gibt's genug. Coldplay sind da wohl das beste, wenngleich es bei denen nicht unbedingt einen Verlust, musikalischer Qualität bedeutet, finde ich ja. Die Kooks und Kaiser Chiefs dieser Welt sind da eher die Negativbeispiele. Bei den Killers aus Las Vegas verhält es sich insofern anders, als das die Band nie einen Hehl aus ihren Ambitionen gemacht hat. Als das Debüt Hot Fuss" 2004 erschien stellte es, gerade durch seinen Hang zum britischen 80er-Pop und zur großen Geste, eine willkommene Alternative zu den anderen, jungen Rockbands á la Strokes und Franz Ferdinand da. Zumal das Debüt der vier Amerikaner eine Menge Hits aufweisen konnte.
Die Schelte kam mit Sam's Town". Das hatte dann nur wenig gute Hits und die Veränderung der Band wird wohl über das Wort Ambitionen" definiert. Denn wenn man schon immer viel wollte und dann auf einmal die Möglichkeit dazu hat, dann geht das meist schief. So war denn Sam's Town" etwas zu schwülstig, etwas zu überambitioniert, etwas zu viel des guten. Ohne gute Songs vor allem.

Nun Day & Age" an dem sich die Geister in der Musikpresse ja bereits scheiden. Der Rockpomp des Vorgängers fällt weg... wird aber durch 80er-Pop-Pomp ersetzt. Ja, ich rede hier von unzähligen Flächensynthies, Discobeats, Harmoniegesang und dem guten alten Saxophon. Wenn man so was nicht verträgt, sollte man die Killers 2008 besser vergessen. Und bevor man sie zerpflückt, sollte man verstehen, was sie überhaupt wollen. Die Killers sind nicht die coole kleine Indie-Band, wie sie Franz Ferdinand sind, sie sind nicht die Herzschmerz-Balladen-Band wie Coldplay. Sie sind auch weit davon entfernt, sich musikalisch wie Bloc Party in allen Genres auszutoben. The Killers machen Pop! Richtigen Gitarrenpop alter Schule! Erinnert ihr euch noch an die uncoolen Genesis der 80er? Das wollen die Killers! Deren Polarisierung besteht aus ihrer Glattheit, dem bewussten Spielen mit dem verhassten, glatten Radiopomp dieser Dekade. So klingt Day & Age" wie ein musikgewordenes Stück Torte. Ganz viel Zucker, ganz viel Glanz, viel zu viel von allem. In seiner Konsequenz ist dieses Album geradezu beeindruckend. Die Tatsache, dass die Killers so offensichtlich uncool agieren, macht sie fast schon wieder cool. Hier ist eine Band, die bewusst eher nach den Pet Shop Boys klingen will, als nach Joy Division... dazu gehört Mut und Selbstbewusstsein. Und daran mangelt es den Jungs um Brandon Flowers nicht.

Das kann man und muss man wohl als cooler" Mensch zwangsläufig hassen, aber man kann es auch versuchen zu verstehen, wenn man bereit ist, den eigenen Horizont über die Genregrenzen der Szene heraus zu erweitern. Eins ist Fakt... Day & Age" ist wesentlich besser als Sam's Town". Das liegt primär an den guten Songs! Klar, Human" könnte auch ne Schlagerproduktion sein, A Dustland Fairytale" ist komplett überladen und die Synthieflächen bei The World We Live In" sind echt breit. Aber Fakt ist... wenn man den Pomp wegnimmt erkennt man richtig gute Popsongs. Und wenn Day & Age" eine Erkenntnis liefert, dann die Tatsache, dass die Killers doch noch Songs vom Schlage ihres Debütalbums abliefern können. Ich bin mir fast sicher, dass, wenn man die Songs ins Gewand von Hot Fuss" gepackt hätte, es wesentlich besser verstanden werden würde. Dazu sind die Songs relativ gut. Gut, Ausfälle wie I Can't Stay" order Neon Tiger" gibt's auch, aber gut, die gab's selbst auf Hot Fuss" und auf 2/3 von Sam's Town". Aber die Band sträubt sich bewusst gegen die Wiederholung. The Killers sind keine coole Indierock-Band. Sie machen, seit jeher den Glamorous Indie-Rock'n Roll", den sie auf dem Debüt angekündigt haben. Und Day & Age" hätte mit weniger Pomp sicher auch funktioniert, aber das war wohl nicht Sinn des Ganzen. Dieses Album ist gar nicht mal so übel, sogar recht gut, vorausgesetzt man versucht es zu verstehen und gibt sich Mühe die Songs hinter dem Pomp und den Gesten des Herrn Flowers zu verstehen. Die Gefahr, dass die Killers jetzt eine dieser nervigen Bands werden, die man nur hassen kann und gegen die sich am Ende wieder neue Bands auflehnen werden, ist stets präsent. Oder sie drehen sich beim nächsten Album um 180 Grad. Auf jeden Fall scheinen ihnen im Gegensatz zur Konkurrenz noch nicht die Ideen auszugehen. Und solange man als Band immer wieder polarisiert und überrascht, ist das auf jeden Fall spannender, als wenn man sich wie andere Bands ihres Jahrganges gar nicht mehr bewegt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich sollte an dieser Stelle ..., 23. April 2009
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
... ein klarer Verriss stehen, und seien wir ehrlich, die Killers wären wie gemacht dafür gewesen. Es gibt nicht wenige, die schon ihre erste Platte "Hot Fuss" nicht ausstehen konnten - ging mir nicht so, ich fand sie sogar sehr gelungen, auch wenn das Wortspiel "Soul/Soldier" schon sehr grenzwertig war. Bei "Sam's Town", der zweiten Veröffentlichung, hatte ich schon deutlich mehr Probleme. Neben zwei, drei gelungenen Songs wie "When We Were Young" und "Read My Mind" gab's eine Menge drittklassiges Material, es wurde synthetischer, bombastischer, aber nicht eben interessanter. Man hatte das Gefühl, sie wollten auf Biegen und Brechen das ganz große Ding landen, wussten aber nicht so recht, mit welchen Mitteln das zu schaffen sei.
Kurz danach vergriffen sie sich für den Soundtrack von Anton Corbijns "CONTROL" fatalerweise an "Shadowplay" von Joy Division, was erwartungsgemäß mächtig in die Hose ging.
Tja, und nun "Day & Age". Ein Megazwitter ist es geworden, ein rasanter Stilmix, der seinesgleichen sucht. Selten hat es wohl eine Platte gegeben, die das Zitieren von Vorbildern so auf die Spitze getrieben hat wie dieses Album und ob man will oder nicht, ob's gefällt oder man mit Kitsch, Glam und Pose so gar nichts anzufangen weiß - man kann den Jungs einen gewissen Mut nicht absprechen. Sie wissen zwar noch immer nicht, wo's hingeht, aber sie stehen dazu und fahren das ganz bunte Programm auf. Die erste Single "Human" ist Zuckerpop der allersüßesten Sorte, den auch die Pet Shop Boys nicht besser hinbekommen hätten. Aber mit "Can't Stay" ist ihnen ein ganz lockerer, swingender Schunkler mit Harfe(!), Saxophon (!!) und Marimba (!!!) geglückt. "Joy Ride" wiederum schwankt zwischen Franz Ferdinand und den Village People - ein Tanzbodenknaller allererster Sorte, Respekt! Man muss es nicht mögen, aber anhören sollte man sich dieses verrückte Album allemal. Der Verriss kommt dann halt später ...
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen All Killer, no Filler!!!!, 13. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Nachdem sich nun die Geschmackspolizei sowie die Gralshüter des Wahren und Guten ihr Mütchen am neuen Killersalbum gekühlt haben, ist es nunmehr Zeit für die un(geschminkte) Wahrheit.
Das neue Killers Album enthält einfach fast ausnahmslos gute bis sehr gute Popsongs, die ausschließlich alle im Formatradio laufen könnten und sollten. Denn die "Indiebourgoisie" sowie alle Musikintellektuelle sind dem gewievten Brandon Flowers mal wieder tüchtig auf den Leim gegangen.

Ja, der Soundteppich von "Human" schrammt ganz knapp an "Wolle" Petry vorbei. Ja, wenn man möchte kann kann man aus diversen anderen Liedern "Miss you" von den Stones oder "Road to nowhere" von den Talking Heads raushören. Dafür bekommen jetzt alle die es herausgefunden haben ein Fleißkärtchen.

Was aber wesentlich wichtiger ist, als diese Form des investigativen Journalismus, ist die Tatsache, dass es sich bei Day& Age um ein verdammt unterhaltsames Album handelt, das die Schlockrockfesseln des Vorgängers "Sam's Town" achtlos in die Ecke wirft und bonbonrosa streicht.
Die Killers lassen demnach wirklich keine Geschmacksverirrung aus, incl. Saxophonsolo, Bongos und Steeldrums, und schreiben wahrscheinlich genau deshalb wieder so gute Songs, wie auf ihrem Debüt. Exemplarisch hierfür ist der Song "Spaceman" der in seiner kirmesorgeligen Fröhlichkeit genau so gut auf "Hot Fuss" gepasst hätte.
Jeder der diese Kreativität und den Mut zur Veränderung mit Naserümpfen quotiert, ist genau so konservativ, wie die sogenannten Mainstreamhörer, auf die er immer schimpft.
Dass die Killers hierbei manchmal etwas zu arg bei ihren Vorbildern abgekupfert haben, kann deshalb als Kollateralschaden abgehakt werden. Dieses Album atmet einfach von vorne bis hinten Musikgeschichte von Bowie bis Franz Ferdinand.
Und Merke:
"Talent borrows, genius steals!"
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut wie gewohnt, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Die Single Human hat mich ja schon auf einen neuen Sound vorbereitet, aber das ist noch nichts im Vergleich zum Rest des Albums.

Vorsichtig ausgedrückt klingt es gewöhnungsbedürftig und pendelt zwischen Rock, Elektro-Pop, Disco und fast schlagerartigen Sounds. Bei "I CanŽT Stay" und "Joy Ride" dachte ich fast den Soundtrack aus einem altem Spencer/Hill Film zu hören. Dagegen erinnern "Losing Touch" und "Spaceman" an das großartige Debüt.
Sehr gut gefällt mir der Track "Goodnight, Travel Well". Ein ruhiger und relativ düsterer Song.

Insgesamt werde ich den Eindruck nicht los, dass man sich im Studio nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnte. Irgendwie weckt das Album bei mir Erinnerungen an "Wild Mood Swing" von The Cure. Das pendelt auch zu sehr zwischen verschiedenen Stilen und wirkte etwas unausgegoren, obwohl die Lieder im einzelnen gut waren.

Aber die Melodien sind gewohnt großartig und das weitere Plus ist Brandon Flowers tolle Stimme.
Das reißt es raus, aber Hot Fuss, SamŽs Town und auch die B-Seiten Collection Sawdust waren besser.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 9 von 10 Punkten, 11. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Da war es mal wieder seit langer, langer Zeit: Ein neues Album zu hören, von dem man nur ein Lied vorher kannte und man wartet...und wartet...und wartet...auf den ersten schlechten Titel. Und der kommt tatsächlich - aber erst beim allerletzten Song.

Ich habe das Album jetzt etwa 10x durchgehört - und damit ist wirklich "gehört" gemeint, auf dem Sofa liegend mit geschlossenen Augen und nicht als Nebenbeiberieselung.
Natürlich ist alles Geschmacksache, auch das Phänomen, dass alte Fans sich auf den Schlips getreten fühlen wenn IHRE Band jetzt plötzlich neue Fans bekommt (die natürlich alle keine Ahnung haben), kann ich durchaus mit einem Lächeln akzeptieren.

Dass die Killers Elemente aus den 80ern verwenden, scheint für viele schon an sich ein Negativmerkmal zu sein, übersehen sie doch aber, dass gerade die 80er das musikalisch vielfältigste Jahrzehnt waren. Das hört man auch auf diesem Album: Der Vergleich mit den Talking Heads stimmt teilweise auch der mit den Pet Shop Boys, denn die aktuelle Single Human erinnert schon sehr an den Pet Shop Boys Remix des Killers-Songs "Read my mind". Nur wollen wir dochmal ehrlich sein: Die Pet Shop Boys sind längst mehr als eine kleine 80er-Combo, nur scheinen das einige in ihrem Anti-Popmusik-Wahn vergessen zu haben.

Was das mit diesem Album zu tun hat? Viel! Die Killers gehen mit diesem Album tatsächlich neue Wege. Einen Rückschritt kann ich aber überhaupt nicht erkennen. Das ganze Album hat nach meinem Empfinden nur einen nicht so guten Titel und auch wenn das Geschmackssache ist: Ich bin mit sicher, das nächste Killers Album wird sich wieder ganz anders anhören. Gönnen wir den Jungs doch einmal diesen Ausflug in vielleicht tatsächlich etwas massentauglichere Gefilde.

Schöne Melodien, saubere Produktionen und ab und an auch mal eine automatisch mitwippende Fussohle beim Zuhörer können doch kein Fehler sein, oder?
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32 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen No Indie Rock n Roll For Me..., 27. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Ich bin Fan der Killers von Anfang an, habe eines der besten Konzerte meines Lebens in FFM gesehen, finde das Album Sams Town überragend und war gespannt, was nach der Hammersingle Tranquilize" (nebenbei das Beste, was Flowers & Co. jemals aufgenommen haben), gespannt, wieŽs weitergehen würde. The Killers waren die letzte verblieben Hoffnung auf gut gemachte Rockmusik. Und nun Day + Age. Ich hätte nie gedacht, das mal sagen zu müssen, aber die Platte nervt ohne Ende und ist darüber hinaus so maßlos uncool, dass man selbst beim Hören im Auto nicht umhin kommt, sich fremdzuschämen. Das ganze Album wirkt unfertig, als habe man von halbwegs tauglichen Rocksongs einfach die Gitarrenspur gelöscht. Grauenhaft, denn es findet sich wirklich kein einziger richtiger Lichtblick auf Day & Age. Ein Song leiert wie der nächste und die sonst göttliche Stimmer von Flowers wirkt plötzlich aufgesetzt und manieriert. Mir ist es bis heute nicht gelungen das Ding in einem Stück durchzuhören. Da ist nichts mehr von den New Wave Anleihen von Hot Fuss oder Sawdust, nur ein endlos seichter Brei. Quo Vadis Killers?
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