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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Weihnachtsgeschenk 2007
In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum Eagles Live veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2007 von timediver®

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weiß nicht so recht ...
... was ich mit diesem Doppelalbum anfangen soll. Ich gebe zu, ein eingefleischter Eagles-Fan zu sein, ich habe die Truppe fünfmal live gesehen, besitze sämtliche Alben, aber das hier gehört in die Kategorie "nicht Fisch nicht Fleisch". Die Hälfte der Songs ist sehr gut bis gut, die andere Hälfte schwach bis unerträglich schmalzig. Sind die...
Veröffentlicht am 2. Juni 2009 von Rockn Roll Hero


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Platte wie TriTop, 30. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
Machen wir einen kleinen Umweg und fragen uns: Was würde der Welt eigentlich fehlen ohne einen Song wie "Pretty Maids all in a Row"? Objektiv betrachtet wohl nicht viel. Wenn wir nicht mit dieser Musik groß geworden wären, dann müssten wir wohl zugeben, dass das nah an der Kitschgrenze entlang gemacht war. Zweiter Umweg: Was sollte uns eigentlich an einem Konzeptalbum über das Desperado-Dasein interessieren? Objektiv: nichts. Ebenfalls an der Kitsch-Grenze. Die Streicher, auch die Stimmen - es lässt sich vieles in der Geschichte dieser großartigen Band finden, das, wenn wir mal vergessen, was sie uns bedeutet, nah am Kitsch gebaut war.

Natürlich werfen wir es den Eagles nicht vor: Erstens weil sie einfach ein unverzichtbarer Teil unserer Jugend sind und zweitens,weil sie es letztlich immer geschafft haben gerade noch diesseits der Grenze zu bleiben. Was , glaube ich, dabei immer eine große Rolle gespielt hat: dass man gemerkt hat, hier sind paar Jungs, die verstehen sich blind und haben einfach Spaß, miteinander zu musizieren. Und was immer auch geholfen hat: dass bei aller Perfektion der Arrangements und zumal des Harmonie-Gesangs immer auch kleine ungehobelte Reste blieben.

Nun also ein neues Studio-Album. Klar ist, dass es genau so klingen musste, wie ein Eagles-Album eben klingen muss - Eagles, das ist ein Lebensgefühl einer Generation, das kann man nicht beliebig modernisieren. Im ganzen ist es sehr okay, was dabei herausgekommen ist. Nach wie vor singt niemand die Uuuhs und Aaahs so wie sie. Es sind Melodien, die gefallen und eingehen, zugleich aber teilweise bei aller Einfachheit ihre eigentliche Qualität erst mit der Zeit entfalten. Es sind nach wie vor größtenteils Texte, bei denen man am besten so tut als verstehe man kein Englisch. Und es ist nach wie vor, wie wir es in Wahrheit ja erwarten, am Rande des Kitsches komponiert.

Und doch ist da was anders. Es fehlen weitgehend die kleinen sympatischen Sprödigkeiten. Und dieses "Da sind paar Jungs, die machen gerne zusammen Musik"-Gefühl will sich nicht recht einstellen. Die Liner-Notes geben Aufschluss: Nicht weniger als 7 Studios haben die Herren gebraucht, um alles einzuspielen. Bei manchen Stücken habe ich mich gefragt, ob dafür auch nur zwei aus der Band gemeinsam im Studio waren. Wahrscheinlich hatten sie nur wenig Zeit, sich mal zum Jammen zusammenzusetzen. Vermutlich hatten sie verabredet, dass jeder so seine Vorstellungen ungefragt durchsetzen kann, wie ein neues Eagles-Album klingen muss.

Das würde auch die Länge erklären. Denn ehrlich: Auch wenn einige echte Fündchen dabei sind (nicht nur Waiting in the Weeds), da hat sich manches eingeschlichen, das normalen Eagles-Standard nicht erreicht. Eine gut gefüllte CD wäre sicher besser gewesen, aber vermutlich hat auf jeden Song irgend einer der Herren bestanden.

Wieso ich bei soviel Gemäkel trotzdem vier Sterne verleihe? Es ist die Tatsache an sich. Es ist das Gefühl, dass eine Welt, in der die Eagles gemeinsam neue Platten veröffentlichen irgendwie ein besserer Ort ist. Oder anders gesagt: Es ist eine Platte wie TriTop. Schmeckt nicht mehr ganz genau wie damals, und doch haben sie uns ein Stück unserer Jugend wieder gegeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beachtliche Leistung der alten Herren..., 26. November 2007
28 Jahre ist es nun schon her, dass die Eagles ein reguläres Studio-Album veröffentlicht haben. Und anno 2007 sind sie wieder am Start und werfen dem hungrigen Publikum "Long road out of eden" vor. Eine prall gefüllte Doppel-CD, die den wartenden Fan sicherlich zufriedenstellen wird!

Die Motive für die Veröffentlichung eines Albums nach so langer Abstinenz seien hierbei einmal dahin gestellt. Manche werfen den Eagles Ausverkauf vor und das sie ihren auch heute noch berühmten Namen für ein paar letzte Karriere-Euros verwenden. Im Prinzip egal, weil sowieso nicht nachweisbar. Geben wir uns naiv und nehmen an, dass die Eagles einfach aus Freude an der Musik "Long road out of eden" eingespielt haben:

Auf alle Fälle haben sich die Eagles nicht lumpen lassen und bieten den Fans 20 neue Songs, die sich allemal herzeigen lassen können! Auch wenn die etwas lieblose Verpackung den tollen Gesamteindruck ein wenig schmälert, darf man dabei trotzdem nicht das Wichtigste vergessen: die Musik! Und diese ist wirklich gut geworden. Das musikalische Schaffen der Herren schwenkt zwischen rockigen Elementen, bluesigen Einzelheiten und poppigen Refrains hin und her. Natürlich ideales Futter für den heutigen Mainstream. Doch das waren die Eagles immer schon!

Auch wenn die Produktion an manchen Stellen ein wenig altbacken klingt, haben die Eagles zweifellos den Sprung in das neue Jahrtausend geschafft, ohne dabei abgedroschen oder auffällig auf neu getrimmt zu klingen. CD 1 bietet eingängige Songs, wie das sehr starke "Busy being fabulous", welches sich sofort in die Gehörgänge einnistet. Auf CD 2 bieten die Eagles eher rockigere Stücke, die manchmal sehr gitarrenlastig wirken. Den Höhepunkt stellt dabei sicherlich der Titeltrack dar, der eine progressiv angehauchte Spielzeit von über 10 Minuten bietet und dabei nie ins Langweilige abdriftet. Sehr stark auch das flotte "Somebody"!

Zusammengefasst ist "Long road out of eden" ein wirkliches Schmuckstück für die alt eingesessenen Fans und normalerweise können auch heutige Semester mit diesem Stoff etwas anfangen, wenn man nur ein wenig auf diese Art von Musik steht. Vielleicht hätte man den ein oder anderen Track aufgrund diverser Längen an manchen Stellen weglassen sollen, doch darüber zu diskutieren, ist im Nachhinein sowieso unangebracht!

"Long road out of eden" ist ein gutes Album geworden, das sicherlich seine Abnehmer finden wird und das zurecht...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Long Road out of Eden : If I were king Edition, 2. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
"Ich brauche Zeit". Innerhalb weniger Tage eine Aussage über die Qualität des neuen Eagles Opus "Long Road out of Eden" zu treffen fällt mir schwer. "Ich brauche Zeit". Zeit - jenseits der Euphorie. Zeit, dass die Songs ihre Wirkung entfalten können. Ich hatte immer auf eine CD mit neuem Material gehofft und nach 29 Jahren ist sogar eine Doppel CD daraus geworden. Don Henley, Schlagzeuger und Stimme der Eagles konstatierte in einem Interview: "This album's not perfect. If I were king, I would have done a couple things differently. I might have left a couple of songs off and perhaps made it a single album. But we vote by committee." Die erste CD beginnt mit einem 5 Part Harmony Vocal Stück "No more walks in the wood". Der perfekte Appetizer. "How long" geschrieben von J.D. Souther. Ein Relikt aus den Live Konzerten Mitte der 70er, schaffte es nie auf ein Album, dafür jetzt in die Countrycharts. Vor allem "Busy being fabulous" und "Waiting in the weeds" haben das Potential Eagles Klassiker werden zu können. Aber wie Don Henley schon sagte, gibt es auch Füllwerk wie "I dreamed there..", "Center of the universe" oder "I love to watch women".

Don Henley erklärte, dass die Eagles eine amerikanische Band seien. Daher höre man jede Art von amerikanischer Musik auf der CD. "There is rhythm and blues in there, there is folk, there's rock, there's country. It's all in there, which is one of the reasons I think we have a lasting appeal." Das sagt schon einiges über das Songmaterial des neuen Albums aus. Ein weiteres Novum, der Opener der zweiten CD und Titelsong "Long Road out of Eden". Ein 10 Minütiges Werk mit orientalisch anmutendem Beginn, das in seiner Aussage an "Hotel California" erinnert. "Now we're driving dazed and drunk" - "bloated with entitlement, loaded on propaganda." Glenn Frey, Gitarrist und Sänger der Eagles verriet, dass er und Henley seit 2001 an diesem Song "werkelten". "Ehrlich gesagt, rechnete ich nicht damit, dass der Song überhaupt einmal fertig werden würde".
"Long Road out of Eden" ist gut produziert, aber die Ecken und Kanten wurden teilweise stark geschliffen. In "Frail Grasp on the big picture" ist endlich mal ein gutes Gitarrenlick zu hören, die Zeit der Gitarrenduelle ist leider vorbei. Gitarrist Steuart Smith (Nachfolger von Don Felder), der mich auf der "Farewell" DVD positiv überraschte ist kaum zu vernehmen. Trotzdem insgesamt eine 3 bis 4 Punkte CD, wobei ich gerne auf 4 Sterne alleine schon aufgrund der Perlen aufrunde.

Die Deluxe Edition enthält zwei Bonus Tracks. "Hole in the world" ein brillanter Eagles Song, ein Highlight der "Farewell" Live DVD. Auf "Please come home for Christmas" hätte man getrost verzichten können.

Ich konnte mir es einfach nicht verkneifen Henleys Gedanken zu Ende zu führen. Hier "Long Road out of Eden" als Single CD:

Long Road out of Eden : If I were king Edition
--------------------------------------------------------------------------
No more walks in the wood : Vocal : Henley, Smith, Hollander : 02:00
How long : Frey : J.D.Souther : 03:16
Busy being fabulous : Henley : Henley, Frey : 04:20
What do I do with my heart : Frey : Frey, Henley : 03:54
I don't want to hear any more : Schmit : Carrack : 04:21
Waiting in the weeds : Henley : Henley, Smith : 07:46
Fast company : Henley : Henley, Frey : 04:00
Long Road out of Eden : Henley : Henley, Frey, Schmit : 10:17
Frail grasp on the big picture : Henley : Henley, Frey : 05:46
Last good time in town : Walsh : Walsh : 07:07

Bonus:
No more cloudy days : Frey : Frey : 04:03
Do something : Schmit : Henley, Schmit, Smith : 05:12
You are not alone : Frey : Frey : 02:24
Business as usual : Henley : Henley, Smith : 05:31
Somebody : Frey : Tempchin, Brannen : 04:09
It your world now : Frey : Frey, Tempchin : 04:22
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 20 - 1 + 1 = 20, 27. Oktober 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out of Eden (Audio CD)
In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum Eagles Live veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle gefrieren, als dass sich die Gruppe wiedervereinigen würde (Don Henley)....

....."nach vierzehn Jahren Ferien" (Frey), war 1994 schließlich "die Hölle doch noch gefroren". In der Folgezeit präsentierte die wiedervereinigte Gruppe auf ihren Tourneen neben ihrem alten Material nur wenige neue Songs. Nachdem sie 1998 mit allen Exmitgliedern als Septett auftraten und Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" fanden, wurde infolge von wieder aufgeflammten Streitigkeiten am 6. Februar 2001 Gitarrist Don Felder gefeuert, so dass die Band fortan, wie zu ihrer Anfangszeit, als Quartett firmiert.....

......das nun 28 Jahre nach (dem in ein final-schwarzes Cover gepackten) "The Long Run" ein neues Studio-Album präsentiert. In ihren 20 neuen Songs lassen die Bandmitglieder auf 2 CD (!) die Erfahrungen und Stilelemente ihres in vier Jahrzehnten zurückgelegten musikalischen Weges hören. Crossover aus Country, Folk, Rock, Latino, Tex-Mex, Blues, funk, Soul, Jazz usw., breit gefächert für jeden Geschmack etwas! Während die Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarrieren in den späten 1980ern und frühen 1990ern, häufig andere Wege beschreiten, erinnern gerade die Beiträge des zuletzt zu der Gruppe gestoßenen, früheren "Poco"-Mitgliedes Timothy B. Schmits, stets an die Wurzeln der Gruppe. Schließlich war Schmit auch derjenige, dem es im Jahre 1994 gelang, die zerstrittene Gruppe wieder zusammen zu trommeln. Das erklärt auch, warum gerade seine Stücke das weiche Material der CD ist. Jedoch weckt auch Freys "It's Your World Now" (CD 2/Track 9) mit seinen Mariachi-Bläsern sentimentale Memories an "Tequila Sunrise".Sein zuckersüsses "I Love To Watch A Woman Dance" (2/6) erinnert an "Strange Weather - Live In Dublin" (1993). Der ehemals rockige Gitarrist der James Gang, Joe Walsh, ist auch recht zahm geworden, nicht zuletzt weil ihm wohl sein "Instrumentalduellant" aus dem "Hotel California", der aus dem Adlerparadies verstoßene Don Felder, fehlt. Entgegen dem Titel des Albums ist neben musikalischem daher wohl auch zwischenmenschlicher Friede eingekehrt, denn Freys Vision "I Dreamed There Was No War" (2/2) hat sich 32 Jahre nach Bernie Leadons "Journey Of The Scorcerer" mit dem zweiten Instrumental der Gruppe, zumindest für ihre heutigen Mitglieder realisiert. Das Markenzeichen ist jedoch auch diesmal wieder der mehrstimmige Gesang, bei dem der jeweilige Hauptsongschreiber auch die Leadvocals übernimmt. Eine wahre gesangesparitätische Rarität stellt "How Long" (1/2) dar. Frey und Henley wechseln sich bei diesem "typischen" Eagles-Song als Leadsänger ab, der von John D. Souther komponiert und von ihm selbst bereits im gleichen Jahr wie ihr erstes Album "Eagles" veröffentlicht wurde. Weitere Highlights neben der exzellenten Musik sind besonders Henleys sozio-politisch kritischen, bisweilen philosophische Songtexte. Neben den Lyrics von seinem "Frail Grasp On The Big Picture" (2/4) sind es vor allem die Textzeilen des Titelsongs "Long Road out of Eden" (2/1), die den Zuhörer aus aktuellem Anlass nachdenklich stimmen:

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht lediglich am Leben zu bleiben, er hat Versprechen zu halten,die er jenseits des Ozeans,
weit weg und im tiefen Schlummer, gegeben hat.
Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels,
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen ziehen vorüber.
Galaxien entfalten sich, neue Welten werden geboren, Pilger
und Wunderkinder kriechen ins Morgengrauen,
aber es ist ein langer Weg aus dem Paradies hinaus.

Musik dröhnt aus einem Caravan, an einem sonnigen Tag auf der Autobahn in den guten alten USA.
Mittagessen im Erdölclub, wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht:
"Gib mir noch eine Scheibe von dem gegrillten Bruststück,
gibt mir noch ein Stück von der feinen Nusstorte."
Die Autobahnen flimmern, die Handys klimpern ihr Lied.
Wir Fahren nach Utopia und die Karte sagt, dass wir bald ankommen.
Die Kapitäne der alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest und versichern,
dass unsere inneren Qualen nur Wachstumsschmerzen seien,
doch es ist eine lange Strasse aus dem Paradies hinaus.

Instrumentalpart

Daheim war ich mir noch so sicher, der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frage ich mich, was wir hier sollen.
Ich vertraue nicht mehr auf morgen. Gut und Böse kann ich nicht mehr unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute Nacht in deinen Armen zu liegen.
Wir schlängeln uns den amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den von Ansprüchen aufgeblähten
und mit Propaganda geladenen Kulturmüll, fahren wir schwammigen Blicks und besoffen.
Wir waren schon auf der Straße nach Damaskus und nach dem Weg nach Mandalay,
haben den Geist Cäsars getroffen unten auf der via appia,
der sagte "es ist schon schwer mit der Völlerei aufzuhören,
wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist aber der Weg zum Imperium ist eine verdammte Verschwendung."
Sieh den angebissenen Apfel, die Macht der Werkzeuge,
den alles Wissen der Welt nützt dem Narren nichts,
auf dem langen Weg aus dem Paradies hinaus.

Der UK-Import des Doppel-Albums bietet auf der zweiten CD zwar zusätzlich "Hole In The World" (2004) lässt aber auf der ersten den Song "You Are Not Alone" vermissen. Empfehlenswert für alle alten, neuen/jungen Fans und solche die es noch werden können. 5 Amazonsterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A New Set Of Instant Classics!, 1. Dezember 2007
Von 
Martin A Hogan "Marty From SF" (San Francisco Bay Area) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
The Facts: It's been 28 years since the Eagles produced a studio album.

Founding members Randy Meisner and Bernie Leadon are not in the line-up, nor is former member Don Felder.

Current Members: Glenn Frey, Don Henley, Joe Walsh and Timothy B. Schmit play all guitar, keyboards, bass, drums and percussion. There are seven additional musicians that help round out the edges of this 20-track/2 Disc album. These guys help add some real band music using real trumpets, trombones, sax, violin and steel guitar.

This is one of the most meticulously crafted albums the Eagles have ever done, without over-producing the heck out of it. Most of the songs have their trademark vocal harmonies and song arrangements. In fact, you will definitely be reminded of some former big (and little) hits. I can think of "Take It Easy", "Hotel California", "Life In The Fast Lane", "New Kid In Town", "Best Of My Love" and more. What has been added are more guitar solos, both fast and pensive. There's been a lot of thought and work put into these 20 songs and every member has equally contributed. There's not a dud in the set. I have to admit to being very surprised to hear the quality of the music come through and the inclusion of real instruments, instead of synthesized, is a grand welcome addition in this age of electronic musical short cuts.
There are songs to make you dance and songs to break your heart. The Eagles have brought back the old and brought in the new with an inspired set of instant classics. These will stand the test of time just as well as their former efforts, if not more.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nun ist die Hölle doch zugefroren..., 9. November 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
Sie hatten geschworen nie wieder zusammen zu musizieren, eher friere die Hölle zu. Das das nicht lange gehalten hat weiß man und ihr Album nannten sie ja dann auch "Hell freezes over.." und das war auch gut so, denn diese Männer verstehen ihr Handwerk und sind LIVE ein absolutes Erlebnis. Nach nun immerhin 28 Jahren wieder ein Studioalbum.
Alles in allem ein gutes Album mit einigen wunderbaren Stücken. Engagierte Texte, die dann doch manchmal etwas "platt" daher kommen und vielleicht ein paar Lieder zu viel...???
Was solls, die Hölle bleibt hoffentlich noch lange zugefroren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weiß nicht so recht ..., 2. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
... was ich mit diesem Doppelalbum anfangen soll. Ich gebe zu, ein eingefleischter Eagles-Fan zu sein, ich habe die Truppe fünfmal live gesehen, besitze sämtliche Alben, aber das hier gehört in die Kategorie "nicht Fisch nicht Fleisch". Die Hälfte der Songs ist sehr gut bis gut, die andere Hälfte schwach bis unerträglich schmalzig. Sind die Herren doch schon so alt geworden, dass ihnen die nötige Power fehlt?

Oder haben sie das Album nur gemacht, um ihre nächste Farewell Tour auf die Beine zu stellen? Ich besitze das Album seit dem Erscheinungsdatum, habe es danach vielfach gehört, bis ich dachte, okay, das ist jetzt nicht meine Zeit, legŽs weg und hör dirŽs irgendwann mal wieder an. Aber auch jetzt finde ich vieles uninspiriert und lieblos dahingespielt. Einige Bands klingen auch nach zwei oder drei Jahrzehnten noch frisch, andere, wie U2 oder in diesem Fall auch die Eagles, verkrampfen, vielleicht, weil sie keine Lust mehr haben oder ihnen einfach die Ideen ausgehen. Oder sie wollen zu perfekt sein, alles toppen, was sie vorher gemacht haben und an an diesem Anspruch scheitern.

Ich gebe dennoch drei Sterne, weil allein der Opener auf Disc 2 sensationell ist, wenn auch nicht ganz an die Qualität von Hotel California heranreicht.

Mal sehen, ob die alten Herren noch mal mit einem neuen Studioalbum kommen. Ich werdŽs mir zulegen, in der Hoffnung, dass mindestens dreiviertel der Songs dem großen Können der Band entsprechen.

Live sind sie auf jeden Fall unschlagbar, wovon ich mich in wenigen Tagen überzeugen werde.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 27. Oktober 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum "Eagles Live" veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle gefrieren, als dass sich die Gruppe wiedervereinigen würde (Don Henley)....

....."nach vierzehn Jahren Ferien" (Frey), war 1994 schließlich "die Hölle doch noch gefroren". In der Folgezeit präsentierte die wiedervereinigte Gruppe auf ihren Tourneen neben ihrem alten Material nur wenige neue Songs. Nachdem sie 1998 mit allen Exmitgliedern als Septett auftraten und Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" fanden, wurde infolge von wieder aufgeflammten Streitigkeiten am 6. Februar 2001 Gitarrist Don Felder gefeuert, so dass die Band fortan, wie zu ihrer Anfangszeit, als Quartett firmiert.....

......das nun 28 Jahre nach (dem in ein final-schwarzes Cover gepackten) "The Long Run" ein neues Studio-Album präsentiert. In ihren 20 neuen Songs lassen die Bandmitglieder auf 2 CD (!) die Erfahrungen und Stilelemente ihres in vier Jahrzehnten zurückgelegten musikalischen Weges hören. Crossover aus Country, Folk, Rock, Latino, Tex-Mex, Blues, funk, Soul, Jazz usw., breit gefächert für jeden Geschmack etwas! Während die Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarrieren in den späten 1980ern und frühen 1990ern, häufig andere Wege beschreiten, erinnern gerade die Beiträge des zuletzt zu der Gruppe gestoßenen, früheren "Poco"-Mitgliedes Timothy B. Schmits, stets an die Wurzeln der Gruppe. Schließlich war Schmit auch derjenige, dem es im Jahre 1994 gelang, die zerstrittene Gruppe wieder zusammen zu trommeln. Das erklärt auch, warum gerade seine Stücke das weiche Material der CD ist. Jedoch weckt auch Freys "It's Your World Now" (CD 2/Track 9) mit seinen Mariachi-Bläsern sentimentale Memories an "Tequila Sunrise".Sein zuckersüsses "I Love To Watch A Woman Dance" (2/6) erinnert an "Strange Weather - Live In Dublin" (1993). Der ehemals rockige Gitarrist der James Gang, Joe Walsh, ist auch recht zahm geworden, nicht zuletzt weil ihm wohl sein "Instrumentalduellant" aus dem "Hotel California", der aus dem Adlerparadies verstoßene Don Felder, fehlt. Entgegen dem Titel des Albums ist neben musikalischem daher wohl auch zwischenmenschlicher Friede eingekehrt, denn Freys Vision "I Dreamed There Was No War" (2/2) hat sich 32 Jahre nach Bernie Leadons "Journey Of The Scorcerer" mit dem zweiten Instrumental der Gruppe, zumindest für ihre heutigen Mitglieder realisiert. Das Markenzeichen ist jedoch auch diesmal wieder der mehrstimmige Gesang, bei dem der jeweilige Hauptsongschreiber auch die Leadvocals übernimmt. Eine wahre gesangesparitätische Rarität stellt "How Long" (1/2) dar. Frey und Henley wechseln sich bei diesem "typischen" Eagles-Song als Leadsänger ab, der von John D. Souther komponiert und von ihm selbst bereits im gleichen Jahr wie ihr erstes Album "Eagles" veröffentlicht wurde. Weitere Highlights neben der exzellenten Musik sind besonders Henleys sozio-politisch kritischen, bisweilen philosophische Songtexte. Neben den Lyrics von seinem "Frail Grasp On The Big Picture" (2/4) sind es vor allem die Textzeilen des Titelsongs "Long Road out of Eden" (2/1), die den Zuhörer aus aktuellem Anlass nachdenklich stimmen:

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht lediglich am Leben zu bleiben, er hat Versprechen zu halten,die er jenseits des Ozeans,
weit weg und im tiefen Schlummer, gegeben hat.
Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels,
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen ziehen vorüber.
Galaxien entfalten sich, neue Welten werden geboren, Pilger
und Wunderkinder kriechen ins Morgengrauen,
aber es ist ein langer Weg aus dem Paradies hinaus.

Musik dröhnt aus einem Caravan, an einem sonnigen Tag auf der Autobahn in den guten alten USA.
Mittagessen im Erdölclub, wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht:
"Gib mir noch eine Scheibe von dem gegrillten Bruststück,
gibt mir noch 'ein Stück von der feinen Nusstorte."
Die Autobahnen flimmern, die Handys klimpern ihr Lied.
Wir Fahren nach Utopia und die Karte sagt, dass wir bald ankommen.
Die Kapitäne der alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest und versichern,
dass unsere inneren Qualen nur Wachstumsschmerzen seien,
doch es ist eine lange Strasse aus dem Paradies hinaus.

Instrumentalpart

Daheim war ich mir noch so sicher, der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frage ich mich, was wir hier sollen.
Ich vertraue nicht mehr auf morgen. Gut und Böse kann ich nicht mehr unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute Nacht in deinen Armen zu liegen.
Wir schlängeln uns den amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den von Ansprüchen aufgeblähten
und mit Propaganda geladenen Kulturmüll, fahren wir schwammigen Blicks und besoffen.
Wir waren schon auf der Straße nach Damaskus und nach dem Weg nach Mandalay,
haben den Geist Cäsars getroffen unten auf der via appia,
der sagte "es ist schon schwer mit der Völlerei aufzuhören,
wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist aber der Weg zum Imperium ist eine verdammte Verschwendung."
Sieh den angebissenen Apfel, die Macht der Werkzeuge,
den alles Wissen der Welt nützt dem Narren nichts,
auf dem langen Weg aus dem Paradies hinaus.

Das Doppel-Album des Jahres zum Preis einer CD, empfehlenswert für alle alten, neuen/jungen Fans und solche die es noch werden können.
5 Amazonsterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Klasse ist noch da!, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
Wer den relaxten easy listening Westcoast-Countrypoprock schon damals mochte, wird von den neuen Songs entzückt sein. Alle anderen werden wieder einmal ab soviel Zuckerguss auf den Balladen die Nase rümpfen. Um einiges besser kommen die Songs im mittleren und oberen Tempo (viele sind das nicht...) daher, die dynamisch und engagiert klingen, allen voran die Vorabsingle "how long". Aber dass die Herren grad Material für zwei CDs aufs mal aufgenommen haben, ist dann schon etwas des Guten zuviel...
Einige Titel wirken denn auch etwas zzufällig und riechen verdächtig nach Füllern.
"Do soething" oder "No more cloudy days" plätschern so dahin und man wartet vergeblich auf einen Höhepunkt.
"How long" und "Busy being fabulous" oder auch "Frail grasps..." haben mehr Griff und packen entsprechend besser zu. "Long road out of Eden" ist toll und würde allein schon den Kauf des Albums lohnen.
Der Sound ist glasklar, die Instrumentierung 1a, wie nicht anders zu erwarten. Fazit: Tolles Handwerk, aber manchmal fehlt etwas die Seele.
Meiner Meinung hätte 1 CD genügt, wenn man die besten Titel beider Scheiben darauf versammelt hätte. Da hätte ich locker zu 5 Punkten greifen können. So bleibt der Tipp, die Toptracks auf EINE CD zu brennen und dann ab auf den Highway!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste Sahne, 16. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Long Road Out Of Eden - 2CD (Audio CD)
Ein Glück, daß die Eagles darauf verzichten, ihre Musik wie andere klassische Bands das leider schon vorgemacht haben, mit vermeintlich modernen Versatzstücken "anzureichern". Das hier ist Eagles-music at it's best und wer es für alt hält, hat vielleicht damit recht, daß im Sinne von "Alt" Stil und Qualität Maßstäben genügen, die heute nicht im entferntesten mehr erreicht werden. Ich bin begeistert von der CD.
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