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Kundenrezensionen

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am 17. Dezember 2004
Nachdem Element of Crime mit "Damals hinterm Mond" die Sprache gewechselt hatten, fanden sie auf "Weißes Papier" endgültig ihren Stil. Musikalisch gereifter als sein Vorgänger, hält dieses Album wunderschöne Stücke mit wundervollen, aus der Seele sprechenden Texten bereit. Zumeist geht es natürlich wieder um die Liebe: In "Weißes Papier" wird das Ende einer Beziehung aus Sicht des Verlassenen besungen, in "Du hast die Wahl" wird die Adressatin vor die folgenreiche Entscheidungen gestellt, ob sich der Sänger vom Zug überfahren lassen soll oder sie ihn lieber als Geliebten nimmt. "Kann sein, dass das irgendwie blöd ist, doch nichts ist so öde wie ein Sommer allein".
Über allen Songs trohnt jedoch "Draußen hinterm Fenster". Vermutlich ist dies der beste deutsche Popsong. Das Intro kommt aus einem Hinterhof daher geweht, dann kommen die Gitarren, schießlich setzt alles ein, Trompeten, Akkordeon, Schlagzeug, und kreiert eine Atmosphäre wie in einem Schwarzweißfilm der späten Zwanziger. Dazu Sven Regeners herrlich verschrobener Text ("vom Freibad kommen die, die nicht ertrunken sind"), der in dem wundervollen Refrain "Wir sitzen hier fest, was auch immer geschieht - verwirrt, träge und verliebt" gipfelt. Am Ende dreht sich alles heraus, ziehen sich die Instrumente aus dem Gehörgang hinaus ins Nichts. (Nebenbei: Wahnsinn, welch tolle musikalische Entwicklung die Elements durchgemacht hatten seit 1985...)Mir fehlen die Worte, um dieses Lied adäquat zu beschreiben, es ist schlicht wunderschön.
Nach diesem Album ist häufig der Vergleich zu Brecht/Weill bemüht worden. Andere reden vom Geist von Nick Cave oder Lou Reed. Letztlich hilft jedoch nichts darüber hinweg, anzuerkennen: "Weißes Papier" ist eines der großartigsten Rockalben überhaupt und es ist wahrscheinlich das größte Werk dieser Art in deutscher Sprache.
Ganz nebenbei ist es auch das Album, das mir in meinem Leben am meisten gegeben hat...
(P.S.: Im übrigen ist Element of Crime keine "Ossi-Band", vielmehr stammen alle Musiker aus der alten BRD - das ändert an der Qualität des Albums freilich nichts...)
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am 20. Januar 2000
"Element of Crime" haben ihren Stil gefunden. Die Musik klingt immer etwas spröde und irgendwie sehr "deutsch". Hat aber sehr viel Charme und macht süchtig nach mehr. Die Texte berühren und man hört wirklich gerne hin - immer wieder. EoC steht bei vielen für melancholische Musik, die zu Herzen geht. Dabei wird völlig übersehen, daß auf "Weißes Papier" wirklich tolle Songs sind. "Sperr mich ein", "Immer unter Strom" und "Sommerschlußverkauf der Eitelkeit" taugen vielleicht nicht gerade zum Tanzen, aber doch zumindest zum Mitsingen und werfen ein heiteres Licht auf unsere graue Welt.
Für alle EoC Fans ist "Weißes Papier" ein Muß. Für die anderen ist es das Album, um die Band kennen und lieben zu lernen.
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am 3. Dezember 1999
"Weisses Papier" ist eine CD, die ich sehr mag. Ich habe eigentlich lange ein deutschsprachiges Album gesucht, daß mir wirklich gefällt, denn wie oft stolpert man über textliche Belanglosigkeiten, die man, wären sie englischsprachig, noch ertragen könnte. Bei dieser CD, und überhaupt bei Element of crime ist das nicht der Fall. Eine eigenwillige Stimme singt zu einer eigenwilligen Musik einen eigenwilligen Text und heraus kommen sehr schöne Lieder, die einen meist melancholisch, wehmütig, sehnsuchtsvoll stimmen. Die Texte harmonieren sehr schön mit der Musik, und ich hatte beim Hören immer wieder das Gefühl, echtes Leben, echte Gefühle hörend zu fühlen. Hier wird in Bildern über ganz alltägliche Dinge und Emotionen erzählt. Eigentlich wäre das ja langweilig, aber gerade durch die metaphorische Sprache passiert das eben nicht. Wirklich eine wunderschöne CD! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 9. April 2009
16 Jahre alt und noch immer mit dem betörenden Charme einer frischen, jungen Liebe ausgestattet. Welches Musikstück möchte das nicht gern von sich behaupten? Gerade in der heutigen Zeit des Hörens, Herunterspielens und schnell wieder Vergessens gibt es wenige Longplayer der Marke Weißes Papier. Das dieses gute Stück noch aus der Abteilung Deutsche Musik stammt und mit Element of Crime einen nicht gerade pflegeleichten Vertreter hat, der in keinerlei Genre zu pressen ist, macht die Sache dabei nur noch interessanter.

Element of Crime, mit Sänger Sven Regener, sind ganz alte Hasen im deutschen Musikgeschäft. Das tut ihrer Unbekanntheit bei Radio- und Hitparadenhörern allerdings keinen Abbruch. Wer Typen wie Regener in der Band hat, aus dessen Feder der Roman Herr Lehmann stammt, und den Bandnamen aus einem Filmtitel von Lars von Trier entnommen hat, der ist weiß Gott alles andere als Mainestream. Da wundert es einen schon nicht schlecht, wie verspielt, leichtfüßig, chansonesk und wunderbar rhythmisch die Stücke von Weißes Papier aus den Lautsprechern strömen. Egal, ob -Alten Resten eine Chance- wie ein Livestück daherkommt, das in einem Pariser Park einen Frühlingstag begleitet oder -Immer unter Strom- einem mit, noch immer aktuellem, Wahnsinnstext und hämmerndem Beat in die Ohren rauscht. -Schwere See- lebt von Regeners Stimme und wir nehmen ihm jedes Wort ab, das er sich abquält. -Alles kommt mit- ist eine Liebesgeschichte, die so unalltäglich und begeisternd ist, das einem die Tränen kommen. Die Qualität dieser Stücke und aller anderen Songs auf der CD ist einzigartig. Einerseits ist es traurig, dass diese Musik nie einem großem Publikum zuteil wurde, andererseits ein Segen, dass man sich noch als Nischenhörer bezeichnen darf, wenn man ein Element of Crime Album in den Player befördert.

Wer sich mit der Musik der Berliner Band anfreundet, auf den warten eine Reihe hervorragender Alben. Weißes Papier ist, meiner Meinung nach, das Masterpiece um die Band von Sven Regener. Egal, ob man mitsingen, heulen, lachen oder tanzen will. Auf Weißes Papier gibt es für jede Stimmung ein Lied. Und was das Schönste daran ist: Man versteht jedes Wort und die Texte haben mit Lalala und Tralala soviel zu tun, wie ein Fisch mit dem Fahrradfahren. Fünf Sterne mit Ausrufezeichen für ein echtes Liebhaberstück. Tun sie sich das unbedingt an!
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am 6. Dezember 2013
Die CD gehört bereits seit ich sie das erste Mal vor rund 20 Jahren gehört habe zu meinen All-Time-Favorites.
Heute kam die neue 2013er Vinyl-Pressung bei mir an und ich bin begeistert wie am ersten Tag. Die Qualität der Pressung ist aussergewöhnlich hoch. Vielen Dank für die Neuauflage :)
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TOP 500 REZENSENTam 25. Februar 2008
Ich mag das Wort "perfekt" nicht, aber was Element of Crime machen, ist verteufelt nah dran am Perfekten. Texter und Sänger Sven Regener verfügt über eine begeisterungsfähige Sprache, mit der er zu gern die Unzulänglichkeit des Lebens auf den Punkt bringt. Es reizt mich zu beweisen, dass ich keinen Quatsch rede, drum soll aus jedem der elf Titel des 93er Werkes mein Lieblingsvers zitiert werden.

1.MEHR ALS SIE ERLAUBT: "Dick und rund wär ich, bekäm ich ein Stück Torte für jede Illusion, die sie mir raubt."

2.DRAUSSEN HINTERM FENSTER: "Vom Freibad kommen die, die nicht ertrunken sind."

3.WEISSES PAPIER: "Am liebsten wär ich ein Astronaut und flöge auf Sterne wo gar nichts vertraut und versaut ist durch eine Berührung von dir.Ich werd nie mehr so rein und so dumm sein wie weißes Papier."

4.SCHWERE SEE: "Der kleine Hund (...) ging gerade über Bord. Eben noch lustig, jetzt schon fort."

5.UND DU WARTEST: "Und du wartest auf gar nichts mehr. Auf den Sommer nicht und nicht auf längeres Haar und darauf dass einer dein Herz repariert. Schon gar nicht auf ein Zeichen von ihr."

6.DU HAST DIE WAHL: "Ich lock dich in den Garten und bewerf dich mit Blumen solang bis du umfällst und kapitulierst. Ob das Verschwendung ist, ist mir doch egal."

7.SPERR MICH EIN: "Ich will von dir verhaftet sein."

8.IMMER UNTER STROM: "Immer unterwegs und überall zu spät."

9.DAS ALLES KOMMT MIT: "Der Abwasch, den du immer verschiebst und die Schokolade, die du in Krankenhausmengen verbrauchst...das alles kommt mit und ich auch."

10.SOMMERSCHLUSSVERKAUF DER EITELKEIT: "Jetzt muss ich aber weiter. Halt mich bloß nicht auf. Da sind noch welche wichtiger als du."

11.ALTEN RESTEN EINE CHANCE: "Genug der schönen Worte. Es geht auch ohne, dass man spricht."

Texte sind's, die glücklich machen, weil man tut darüber lachen.
q.e.d.
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am 15. Juli 2014
Dieses Album ist ein wahres Kunstwerk! Eine intensive Melange aus Lyrik und anspruchsvoller Musik. Ich liebe diese CD und mir fehlen jedes Mal die Worte, wenn ich sie - wie in diesem Augenblick - beschreiben soll.
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am 31. August 2007
Meinen ersten Kontakt zu Element of Crime hatte ich, wie sicher die meisten, mit "Weißes Papier". Eine Freundin spielte mir das Lied vor und als ich nach mehreren Monaten immer noch fast den kompletten Text auswendig kannte, war klar: diese CD muss ich mir kaufen.
Und ich wurde nicht enttäuscht. EoC sind keine gewöhnliche Band, wie man sie an jeder Ecke findet. Das Besondere der Sprache lässt sich zum Beispiel an den Menschen zeigen, die Sven Regeners Welt bevölkern: "ein alter Zausel" oder "ein sittenstrenger Milchmann", die ihr Gesicht mit Klingen zerschaben oder Jagd auf ein Kind machen. Immer etwas verschroben, oft hart und sarkastisch, manchmal resignativ und nie Standard. Die Musik unterstreicht das ganz vortrefflich mit ungewohnten Instrumenten wie Akkordeon, Trompete und Co.
So entstehen im Gesamteindruck Lieder, die einen ganz und gar gefangennehmen. Besonders hervorzuheben sind für mich "Weißes Papier", "Und du Wartest", "Draußen hinterm Fenster" und "Das alles kommt mit". Die ersten beiden als brutale nach-der-Trennung-Lieder, die je nach Lage wirklich kaum zu ertragen sind, "Draußen hinterm Fenster" als tolle Stimmungsnummer und "Das alles kommt mit" als das wohl positivste Lied des Albums - eine wahre Liebeserklärung, wie man sie selten formuliert findet.

Insgesamt dürfte "Weißes Papier" wohl eines der besten deutschsprachigen Alben sein und gewinnt seinen Status dabei vor allem durch seine Individualität, die nicht Selbstzweck und künstlerischer Alleingang ist, sondern einfach nur Klasse!
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am 17. Juni 2016
Zählt für mich zu ihren besten Werken, wenngleich auch nicht alle Songs gleichermaßen gängig ankommen. Dennoch ein typisches Regener-Werk, das zu vielen Stimmungen. Momentan & Menschen passen dürfte.
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am 6. Oktober 2004
Ich habe diese Band gehaßt, ich mochte die Musik einfach nicht, sie kam mir nicht schön vor, der Gesang passte mir nicht und irgendwie, tja, ich fand es langweilig - bis zu diesem wunderbaren Urlaub in dem ich gezwungen wurde, genau diese CD ungefähr 6 Stunden am Tag zu hören, ich kam zurück und hab sie mir gekauft.
Pop Musik handelt doch zu 80% aus dem Schmerz und die Verzweiflung, die uns die Liebe bescherrt hat oder sie gehen darin unter selbige zu beweihräuchern. Element of Crime ist anders.
Natürlich befassen sie sich damit, doch ihre Aussagen sind ander als von soviel anderer Musik gewohnt und man sitzt dann irgendwo herum verwirrt, träge und verliebt.
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