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5.0 von 5 Sternen Phantastisch
Der Barock-Komponist Rameau hat sich vor allem durch sein umfangreiches Opernschaffen unsterblich gemacht. Eine eigentliche Sinfonie hat er nie komponiert obwohl die ersten französischen Sinfonien zu seinen Lebzeiten und quasi unter seinen Augen entstanden. Was man also als eine historische Repertoire-Lücke bezeichnen könnte versucht Mark Minkowski mit...
Am 5. Juli 2005 veröffentlicht

versus
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was macht Minkowski da?
Nun schafft Marc Minkowski eine imaginäre Symphonie von Rameau, indem er einfach ein paar Tänze aus dessen Opern aneinanderreiht. Problematisch bei diesem Verhalten ist aber, dass die Tänze eben Tänze sind - will heißen: es wurde dazu getanzt! So bombastisch die Musik von Minkowski auch aufbereitet ist, tanzbar ist sie nicht und tanzen tut sie...
Veröffentlicht am 2. August 2007 von Thorsten Müller


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch, 5. Juli 2005
Von Ein Kunde
Der Barock-Komponist Rameau hat sich vor allem durch sein umfangreiches Opernschaffen unsterblich gemacht. Eine eigentliche Sinfonie hat er nie komponiert obwohl die ersten französischen Sinfonien zu seinen Lebzeiten und quasi unter seinen Augen entstanden. Was man also als eine historische Repertoire-Lücke bezeichnen könnte versucht Mark Minkowski mit einer eigens zusammengestellten Suite zu füllen - und er schafft dies mit Bravour. Die Sammlung frei aneinander gefügter Orchesterstücke aus mehr als 10 verschiedenen Bühnenwerken Rameaus hat formal nichts mit einer Sinfonie zu tun. Stattdessen entfaltet sich hier ein ungemein reicher Katalog an Klangfarben, Rhythmen, Formen und Melodien - ein Konzentrat aus all dem was die französische Orchestermusik zu Zeiten Rameaus aufzubieten hatte und damit der Sinfonie wenn schon nicht formal so doch ideengeschichtlich nicht fern. Wer bei Barock-Musik in erster Linie an Bach, Händel und Vivaldi denkt wird schwer überrascht, denn die Musik Rameaus klingt anders, manchmal barock, manchmal eher klassisch, mitunter sogar nach früher Romantik. Wer Rameau kennt und schätzt kommt um diese Einspielung sowieso nicht herrum, denn mit Minkowski am Pult ist Rameau immer ein Leckerbissen.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut fingiert!, 9. August 2010
Immer wieder eine Freude: Die Musiciens du Louvre spielen auf - und zwar im Wortsinn. Es ist ein spielerischer Umgang mit Rameaus Musik, kein akademischer, der die Werktreue zum obersten Prinzip erhebt. Allerdings wird der Klang auch nicht zur bloßen Oberfläche. Bombast und leise Töne ergänzen sich und legen Facetten frei, die man andernorts so noch nicht gehört hat. Minkowski öffnet dem Hörer die Ohren für das Wegweisende, das in Rameaus Kompositionen zweifellos angelegt ist, indem er diese einmal anders erklingen lässt. Das Brausen, die Zartheit, das Dröhnen, die Eleganz der Wiener Klassik, ja der Romantik rücken hier ganz nah heran. Daher ist diese CD kein bloßer Sampler, der ein "Best Of Rameau" bietet, sondern ein ganz eigenes Hörerlebnis.

Die Qualität der Aufnahme ist dem angemessen. Das Orchester klingt, ganz nach Anlass, voluminös oder feingliedrig. An der Lautstärkenregelung wurde nicht allzu viel herumgespielt, weshalb die Kontraste innerhalb eines Stückes bzw. zwischen aufeinanderfolgenden Titeln manchmal etwas hart ausfallen. Der Klang aber ist brillant und mit nur dezentem Nachhall unterlegt. Einzelne verschwommene Töne sind eher dem Orchester als der Technik geschuldet.

Der Purist wird den Kopf schütteln und sich fragen: Braucht es diese Einspielung? Ich denke, ja! Minkowski setzt sich über Konventionen hinweg - übrigens keineswegs zum ersten Mal - und zeigt Rameau, wie er auch hätte klingen können. Das mag man für unseriös halten. Aber der Titel "Une Symphonie Imaginaire" weist doch schon überdeutlich darauf hin, was man hier zu erwarten hat: eine Fiktion!
Ob einen das überzeugt, ob man das braucht, ist Geschmackssache. Vielleicht weckt gerade dieses Experiment die Neugier auf den "echten" Klang der historisch informierten Aufführungspraxis. Und wer den staatstragenden Rameau (wie auch ich) kennt und liebt, den wird diese CD das Fürchten lehren. Das muss bekanntlich nichts Schlechtes sein. Insofern: gut gebrüllt, Monsieur Minkowski!
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was macht Minkowski da?, 2. August 2007
Nun schafft Marc Minkowski eine imaginäre Symphonie von Rameau, indem er einfach ein paar Tänze aus dessen Opern aneinanderreiht. Problematisch bei diesem Verhalten ist aber, dass die Tänze eben Tänze sind - will heißen: es wurde dazu getanzt! So bombastisch die Musik von Minkowski auch aufbereitet ist, tanzbar ist sie nicht und tanzen tut sie auch nicht. Dies ist es, was mich an der CD gravierend stört.
Vergleicht man zum Beispiel den "Danse des Sauvages" von dieser CD mit der DVD-Einspielung von Christie wird schnell klar, dass ich meine. Christie lässt die Puppen tanzen, alles swingt und federt. Minkowski reißt die Musik in halsbrecherischem Tempo herunter! Aber es gehört mehr dazu, einfach nur schnell zu sein. Und so verschmilzt bei seinen deutlich zu schnellen Tempi die Musik zu einem symphonischen Broken mit Knalleffekten, die dem Charakter der Tanzmusik Rameau nicht gerecht wird.
Die Feinheiten der Verzierungen gehen unter - so verschmieren in der Ouvertüre zu "Zais" die Umspielungen der Hauptnoten zu einem breiigen Geräusch, Unsauberkeiten schleichen sich ein. Auch die "Tambourins" aus "Dardanus" sind deutlich zu schnell, teilweise liegen hier die Betonungen und Schwerpunkte an unverständlichen Stellen. Gänzlich untanzbar! Die "Musette" aus der "Fêtes" erklingt als frühromantische Idylle, weniger als barocke "Musette" - wo ist der Dudelsack (die Musette eben), den Rameau durchaus verwandte?
Während die langsamen Stücke der CD aus einer deutlich späteren Zeit zu Stammen scheinen (hier wird romantisiert!) und tendenziell überzogen langsam gedeutet werden, werden die Schnellen leblos abgespult. Gleiches widerfährt der abschließenden "Chaconne" mit schier endlosem Schlussakkord.
Es reicht nicht aus, Tänze aneinander zu reihen, um etwas vermeintlich Neues zu schaffen. Tanzsuiten der Opern Rameaus gibt es viele auf CD. Entweder schaffe ich aus alter Musik etwas Neues (mit eigenen Elementen) oder ich beschränke mich auf die Wiedergabe des bewährten Alten. Was ist los mit Marc Minkowski? Seine Geamteinspielungen französischer Barockopern sind wegweisend. Rameau wollte mit seiner Oper keine Sinfonie, er wollte Oper, er wollte Tanz.
Und so kann jeder getrost die Finger von dieser CD lassen, denn er ist mit Minkowskis DVD-Einspielung der "Platée" oder Christies DVD-Einspielung von "Les Indes Galantes" um Längen besser bedient.
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Rameau: Une symphonie imaginaire
Rameau: Une symphonie imaginaire von Les Musiciens du Louvre and Marc Minkowski
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