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am 8. November 2010
Karl Böhm war zweifellos der größte Cosi-Dirigent des 20. Jahrhunderts: Niemand hat dieses Stück so natürlich und spontan, so lebendig, transparent und klangschön dirigiert wie er. Jede seiner vier offiziell veröffentlichten Aufnahmen ist eine Wucht: 1954 in Salzburg (Orfeo) wirkt er wild und entfesselt und hat mit der noch jungen Irmgard Seefried die leidenschaftlichste Fiordiligi. 1955 im Studio in Wien (Decca) klingt alles silbriger und verträumter, die Ouvertüre sprüht los wie entkorkter Sekt, die Della Casa ist ein marmorne Luxus-Fiordiligi. Die deftige Londoner Einspielung von 1962 mit der Schwarzkopf leidet ein wenig unter dem kühlen Mozart-Klang des Philharmonia Orchestra mit seinen schrillen Oboen, ist aber die weitaus vollständigste.

All diese Aufnahmen aber stellt der 1974er Mitschnitt aus Salzburg in den Schatten. Hier hört man die Wiener Philharmoniker in ihrer vielleicht besten Mozart-Aufnahme: Neben dieser Herrlichkeit wirkt etwa René Jacobs' hochgelobte Version wie ein verdorrter Stoppelacker. Die Tempi sind entspannt und klassisch, an den entscheidenden Brio-Stellen (Ende Finale 1. Akt, Ende Quartett "La mano a me date") allerdings rasanter als auf jeder anderen Version. Und die Sänger ziehen perfekt mit.

Gundula Janowitz klingt in der Höhe nicht mehr ganz so voll und unangestrengt wie in ihrem superben Wiener Mitschnitt von 1968 unter Josef Krips (Orfeo), singt dafür aber disziplinierter und fehlerloser und hat in der Tiefe gewonnen. "Per pietà" ist ein innerer Monolog von höchster Dramatik mit funkelnden Pianissimi im langsamen und himmlischer Phrasierung im schnellen Teil. Peter Schreier singt eine fantastische Version von "Un aura" und es ist jammerschade, dass "Tradito schernito" gestrichen ist (mit ihm zu hören immerhin auf der Ost-Berliner Suitner-Einspielung). Brigitte Fassbaender ist rhythmisch manchmal lax, aber die Stimme hat ein wunderbar erotisches Timbre und verbindet sich beglückend mit dem Sopran der Janowitz - unübertrefflich etwa im Trio "Soave sia il vento", wo auch der ansonsten genüsslich-katerhaft maunzende Rolando Panerai als Don Alfonso zu großer Form aufläuft.

Einiger Bühnenlärm ist zu hören, die Tonqualität des DG-Livemitschnittes ist aber trotzdem exemplarisch - eine Lehrstunde für Tonmeister der heutigen digitalen Ära. Ein Genuss ohnegleichen.
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am 4. Mai 2005
Bei dieser Gesamtausgabe von Cosi fan tutte handelt es sich um eine sehr gut gelungene Live-Aufnahme. Gundula Janowitz als Fiordiligi brilliert mit ihrer unverkennbaren Stimme sowohl in den zahlreichen Ensembles wie auch bei ihren Arien. Brigitte Fassbaender als Dorabella stellt einen ausgeglichenen und schönen Mezzosopran, Rolando Panerai als Don Alfonso ist - trotz einigen wenigen unreinen Stellen - ein Ohrenschmaus. Peter Schreier als Ferrando schafft es bei dieser Aufzeichnung nicht, eine ruhige Stimmführung zu halten: er wirkt oft verkrampft und in der Stimme etwas gepresst. Insgesamt ist diese Aufnahme aber dank der hervorragenden Arbeit von Karl Böhm sehr empfehlenswert!
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am 1. Februar 2013
Karl Böhm musste sich und niemandem mehr etwas beweisen, als er 80jährig 1974 diese Cosi-Serie bei den Salzburger Festspielen leitete. Wenn an in diesem Fall voller Respekt den Begriff der Altersweisheit gebrauchen darf, so ist sein Dirigat davon geprägt, sein Mozart klingt entspannt, er lässt es sozusagen "laufen". Irgendwie hat man beim Hören das Gefühl, dass er der eigentliche Drahtzieher der Geschichte ist, und die Akteure an seinen Fäden tanzen.
Das Spiel der Wiener Philharmoniker ist glänzend, hier wird Mozart zelebriert und auch die sechs Solisten sind ausgewählt gut.
Gundula Janowitz mit strahlendem Sopran bis in die Tiefen, eine anregende Brigitte Fassbaender als Dorabella geben ein harmonisch perfekt aufeinander abgestimmtes Schwesternpaar. Ihren Liebhabern geben Hermann Prey und Peter Schreier sängerische Gesalt. Prey mit lyrischem Bariton, der manchmal etwas selbstvergessen daherkommt. Peter Schreiers Tenor ist m. E. nicht unbedingt klanglich für den lyrischen Mozart geeignet, da klingt einiges doch etwas zu hart für meinen Geschmack. Sein unverbesserliches Stilgefühl aber macht diesen Wermutstropfen wett und wenn jemand "Un aura amorosa" mit einer solchen Reinheit in Tongebung und Charakterisierung gibt, dann sollte das ein Lehrbeispiel für jeden Gesangsstudenten sein.
Reri Grist (Despina) war auf Livemitschnitten, wo sie ihren silbrigen Stimmklang mit charaktervoller Darstellung verbinden konnte, immer besser und präsenter als auf ihren Studioaufnahmen, so hört man hier eine neckische Dienerin. Rolando Panerai gibt mit leicht dahertönendem Bariton einen Don Alfonso jenseits aller Alterskauzigkeit.
Insgesamt eine wirklich hörenswerte und ausgezeichnete Aufnahme, die ihren Spitzenplatz wohl auf Ewig behaupten wird.
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am 24. Februar 2013
eine brave Interpretation Mozart Einsteiger sind angetan
schöne Verpackung ohne klangliche Beanstandung
lange musste ich überlegen welche Art von Empfehlung könnte gemeint sein, vielleicht für Mozart Einsteiger
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am 28. Juli 2014
Wir haben die CDs genutzt, um vor einem Opernbesuch mal hineinzuhören. Die Qualität ist prima und die Aufführung der Oper in Hannover war ein tolles Ereignis.
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