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Obwohl der CD-Markt von Aufnahmen der Schumann'schen Symphonien mehr als übersättigt ist, darf doch Leonard Bernsteins Gesamtaufnahme aus Wien in keiner ernstzunehmenden Klassik-Sammlung fehlen. Sie nimmt praktisch eine Idealposition zwischen Klemperers nüchterner Detaildurchleuchtung und Szells orchestraler Akribie ein. Bernstein war Musik dieser Art quasi wie "auf den Leib geschrieben", schon in den 60er Jahren hatte er für die CBS (heute Sony) mit den New Yorker Philharmonikern eine erste Gesamtschau auf Schumanns symphonisches Wirken unternommen, der eine sehr dichte Zweite mit dem New York Stadium Symphony Orchestra (1953, DGG, längst vergriffen) in Mono vorausgegangen war.
Der große Dirigent, der leider 1990 viel zu früh von uns gegangen ist, geht Schumanns Schaffen mit romantischem Überschwang und einer unüberhörbaren Liebe an. So herzerfrischend klingen die Werke nirgendwo anders, besonders die doch etwas plakative Dritte ("Rheinische") wird von Bernstein zu einem Meisterwerk von beinahe Beethoven'scher Dimension hochgewuchtet. Auch die Frühlings-Symphonie (Nr. 1) ist unter Bernsteins Dirigat von umwerfender Leuchtkraft und läßt die Aufbruchstimmung, in der das Stück 1841, kurz nach des Komponisten Hochzeit mit Clara Wieck, entstanden ist, an jeder Stelle voll durchscheinen. "Im Tale blüht der Frühling auf": dieses Motto könnte eigentlich über dem gesamten Zyklus stehen. Die Wiener Philharmoniker sind für den Dirigenten ein idealer Klangkörper, man spielt sich förmlich "die Bälle zu", herzerfrischend und beglückend zugleich.
Die Aufnahmen wurden live 1984/85 im Wiener Großen Musikvereinssaal aufgezeichnet. Sie sind von großer Brillanz und Präsenz und lassen kaum erkennen, daß es sich nicht um Studioproduktionen handelt. Gottlob ist der Schlußapplaus weggeschnitten. Das Beiheft ist von hoher Qualität, und der niedrige Preis des Albums steht in keinem Verhältnis zum musikalischen Wert. Ohne Einschränkung empfehlenswert!
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am 19. Dezember 1999
Schumanns Sinfonien führen ja doch - zumindest ein wenig - ein Schattendasein. Der Komponist ist hauptsächlich für sein Klavierwerk bekannt, und das völlig zu recht, aber mit den Sinfonien zeigt er, daß er auch diese Gattung beherrscht. Die Ausdrucksstärke der vier Sinfonien reicht fast an Beethoven, den sinfonischen Übervater, heran. Von mitreißendem Schwung und lebendigster Fröhlichkeit ("Frühlingssinfonie") bis hin zu tiefer Emotionalität, die im sinfonischen Genre ihresgleichen sucht, ist das gesamte musikalische Spektrum aufgedeckt. Die Bernsteinsche Interpretation vermag die Intension und Ausdruckskraft der Schumann-Sinfonien sehr gut dem Hörer zu vermitteln. Die Aufnahme ist sehr lebendig und schwungvoll, intensiv, ansprechend. Für alle, die den Schumann ohne Klavier noch nicht kennen, bietet sich hier die Möglichkeit, sich positiv überraschen zu lassen und die den sinfonischen Schumann kennenzulernen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. April 2011
Die 4 Symphonien von Robert Schumann fristeten eine lange Zeit ein Schattendasein hinter dem überragenden Klavierwerk des große Romantikers. Zu Unrecht! Sie sind einfallsreich, originell, passagenweise herrlichst wohlklingend, an anderen Stellen wunderbar temperamentvoll. Die Zuordnung zur Romantik schien lange Zeit völlig unkontrovers. Ich weiß nicht, ob John Eliot Gardiner der erste war, der sie hinterfragte, in jedem Fall interpretiert er Schumann mehr als Spätklassiker. Bei Leonard Bernsteins legendären Aufnahmen aus der Mitte der 80er-Jahre im Wiener Musikvereinssaal hingegen erklingt Romantik mit einem teilweise deutlichen Anklang an Beethoven. Schumanns Originalität wird aber hervorragend transportiert und Romantik heißt hier nur selten Schwärmerei.

Im einzelnen:
Frühlingssymphonie:
Schumanns bekannteste Symphonie gelingt Bernstein sehr gut. Mit dieser Aufnahme hatte ich meinen Erstkontakt mit Schumanns symphonischem Werk. Keine Liebe auf das erste und zweite Hören. Ich lernte sie erst mit Gardiner lieben. Mittlerweile finde ich allerdings, dass ich damit sowohl Schumann als auch Bernstein fast Unrecht tat.
Bernstein und die Wiener haben ihre Sachen exzellent gemacht! Sicher, neben Gardiners extremer gestalteten Aufnahmen steht man schnell als Tempoverschlepper und Hyperromantiker da, aber Bernstein ist weder das eine noch das andere. Die Tempi sind adäquat und zügig. Bernstein gelingt es vorzüglich, den großen Orchesterapparat der Wiener Philharmoniker beweglich zu halten und seine Kraft in Schumanns Dienst zu stellen. Dass die Wiener über vorzügliche Instrumentalisten verfügen ist nichts neues. Bernstein arbeitet dies exzellent heraus und auch wenn mir manchmal die letzte Prise Gardiner'scher Schwung fehlt, so besticht diese Aufnahme eben durch einen höchst angenehmen, kitschfreien Wohlklang, wo Gardiners Orchester manchmal fast zu rau klingt. Eine sehr schöne Frühlings-Symphonie!

Im ersten Satz der 2. Symphonie gelingt der Spannungsaufbau in der ruhigen Einleitung hin zum Hauptthema gut, wobei er Levine z.B. noch etwas fließender gelungen ist. Bernstein gelingt es sehr gut, die z.T. sehr komplizierten Phrasierungen und Betonungen adäquat zu setzen. Das klingt für mich niemals irgendwie zu gewollt, aber auch nie runtergeleiert, die Spannung bleibt erhalten. Ähnlich der zweite Satz. Der Scherzocharakter kommt schön heraus, ohne übertrieben zu werden, Streicher und Bläser interagieren sehr gut miteinander, verdecken sich kaum. Sehr gelungen, wobei ich Levine mit dem Philadelphia Orchestra hier fast noch besser finde.

Das Adagio gerät Bernstein ähnlich wie in seiner legendären Aufnahme von Tschaikowskys "Pathétique" etwas arg schwärmerisch. Das kann man als konsequent romantisch sehen und begrüßen, mir erscheint es dadurch eher langatmig. Das Finale ist einer der wenigen Sätze, bei dem ich deutlich merke, dass es Livemitschnitte sind und dass die Mikrophone den Orchestersound doch nicht voll zu transportieren vermögen. Die Klangfülle kommt für meinen Geschmack nicht ganz rüber, das Tempo ist vielleicht auch eine kleine Nuance zu niedrig. Meine Favoriten für die 2. Symphonie sind mit ganz leichtem Vorsprung zu Bernstein schließlich neben dem erwähnten Levine Sakari Oramo mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und Thomas Dausgaard mit dem Swedish Chamber Orchestra. Aber Bernstein hat seine Sache sehr gut gemacht.

Die Rheinische Symphonie hat bei Bernstein sehr viel Kraft. So sehr ich Gardiners völlig anderen Ansatz hier schätze und auch die Aufnahme von Paavo Järvi mit der Deutsche Kammerphilharmonie mag, es ist schon etwas besonders was uns Lenny Bernstein hier bietet. Speziell dem ersten Satz bekommt die fast schon an Beethoven erinnernde Wucht sehr gut. Der zweite zeichnet sich vor allem durch die wohlklingenden Streicher aus. Das Blech ist mir hier allerdings z.T. etwas zu wuchtig. Der dritte, von den Holzbläsern dominierte Satz ist gut gelungen, wenngleich mir hier neuere Aufnahmen, bei denen man die Klarinetten noch etwas klarer hört besser gefallen. Der vierte Satz hat bei Bernstein fast etwas eroicaartiges. Er gefällt mir nicht so besonders, was mir aber auch bei anderen Interpreten so geht, weswegen ich es eher Schumann als den Interpreten kritisch anlasten möchte. Das Finale gelingt den Wienern unter Bernstein feurig, temperamentvoll, wuchtig, aber auch beweglich. Eine Aufnahme im allervordersten Vorderfeld.

In der vierten Symphonie ragt das Finale für meinen Geschmack klar heraus. Bernstein brennt hier ein regelrechtes Feuerwerk ab, das unglaublich Spaß macht und für mich Maßstäbe setzt. Auch wieviel Beweglichkeit er aus dem großen Orchesterapparat der Philharmoniker herausholt ist brillant. Der Einstieg in die Symphonie hingegen ist fast ein wenig zu gravitätisch. Bernstein setzt wohl auf den Kontrasteffekt zum Allegro di molto, den er für meinen Geschmack ähnlich wie bei der Frühlingssymphonie fast übertreibt. Die Romanza ist schön, auch wenn ich finde, dass die Aufnahmetechnik hier die Einzelinstrumente nicht ausreichend transportiert. Das Scherzo könnte noch eine Idee beweglicher und temperamentvoller sein. Hier schätze ich vor allem Sakari Oramos Version. Dann abr dieses unerreichte Finale!

Insgesamt auch heute noch gültige und wichtige Interpretationen. Wer Schumanns Symphonien im Großorchesterstil kennen lernen will kommt an diesem Set nicht vorbei!
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TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2010
Robert Schumanns vier Sinfonien zählen nicht gerade zu Dauerbrennern. Eine Beschäftigung mit diesen Werken, die voller Esprit und Liebenswürdigkeit stecken, lohnt aber allemal, zumal in der herausragenden Einspielung der Wiener Philharmoniker unter Leonard Bernstein.

In seinen ersten Jahren als Komponist schrieb Schumann vor allem Klaviermusik und Klavierlieder. Seine Frau Clara ermunterte ihn schließlich, eine Sinfonie zu schreiben. Was dabei herauskam, ist die erste Sinfonie in B Dur op. 38, die den passenden Beinamen "Frühlingssinfonie" führt, trägt er doch ihrem jugendlichen, frischen Charme Rechnung. Nach einer berauschenden Einleitung folgt ein wildes Allegro, das einige der herrlichsten Melodien Schumanns enthält.
Das schlichte, warme Larghetto mündet attacca in ein feuriges Scherzo, das sich mitunter herb und bitter zeigt. Das Finale greift den Habitus des Kopfsatzes wieder auf. Im Gegensatz dazu gibt es sich aber gezügelter und pittoresker.

Die nächste Sinfonie in d moll hielt Schumann für misslungen. Erst viel später überarbeitete er sie und veröffentlichte sie als seine vierte Sinfonie unter op. 120. Alle Sätze dieses Werkes gehen attacca ineinander über. Der erste Satz des Stückes steckt voller Tiefsinn und Anmut. Er zeugt vom typisch frühromantischen Gestus, der der Trauer in der Regel nicht allzu viel Raum gewährt.
Es folgt eine zarte Romanze, die leider viel zu kurz ist. Ein ernstes Scherzo reiht sich an, das in ein komplexes Finale mündet, dem eine langsame Einleitung vorangeht.

Die umfangreichste und sperrigste Sinfonie ist die "zweite" in C Dur op. 61. Im üppigen Kopfsatz, dessen Einleitung entrückend ist, gehen viele Themenkomplexe teils wirr durcheinander. Dennoch hat dieser Satz seine Momente.
Dahingegen ist das Scherzo kurz und knapp, besticht durch seine klare Linienführung. Das herrliche Adagio ist das Gravitationszentrum des knapp 45minütigen Werkes. Es erweist sich als kernig und packend.
Leider aber kann das Finale nicht mithalten, da Schumann es nicht vermag, ein einheitliches Bild zu erzeugen.

Die berühmteste und beste Sinfonie des deutschen Komponisten ist freilich die "dritte" in Es Dur op. 97, die den Beinamen "Rheinische" trägt, da Schumann sie kurz, nachdem er eine Stelle in Köln angenommen hatte, komponierte und einige Exegeten in ihr Elemente rheinischer Volkslieder zu erkennen glauben. Das fünfsätzige Werk eröffnet ohne Umschweife mit einem mitreißenden Allegro, das sich sogleich in der Erinnerung festsetzt.
Gleich im Anschluss folgt ein feuriges Scherzo, das keinen Zweifel daran lässt, dass die Stimmung der Sinfonie durchweg positiv ist. Auch der sich anschließende mäßig langsame Satz gebart sich dergestalt.
Von besonderem Charme ist der feierliche vierte Satz, der einige hinreißende Melodien produziert. Das knappe Finale ist ein wilder, leidenschaftlicher Kehraus, der diese wundervolle Sinfonie gebührend beendet.

Leonard Bernstein erweist sich mit den brillant spielenden Wiener Philharmonikern als Anwalt dieser weniger häufig aufgeführten Stücke. Im Gegensatz zu mancher anderer Darbietung übertreibt er es hier nicht mit Pomp, Pathos und Breite. Er dirigiert mäßig schnell, lässt aber dennoch schlank und agil spielen. Durch seine einmalige Akzentuierung und seine perlende Nuancierung, die jede Klangfarbe berücksichtigt, werden diese Live Aufnahmen aus den 80er Jahren - ausgezeichnete Klangqualität! - zu einem wahren Highlight jeder Musiksammlung.
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TOP 500 REZENSENTam 1. November 2014
Vorab: dies ist sicher nicht die einzig mögliche Sichtweise auf das symphonische Schaffen Schumanns. Wer einen "strengen" oder auch schlanken Klang sucht (wie z.B. bei Järvi oder auch Nezet-Seguin), wird hier nicht fündig werden.
Bernstein dirigiert Schumann mit großer Geste, klangmächtig, quasi im romantischen Überschwang. Diese Interpretation hat damit etwas Mitreißendes, Bernstein versteht es, den Hörer zu überrumpeln. Und er trifft die Zerrissenheit dieser Musik ungemein stimmig, findet sowohl für die dramatisch-düsteren Passagen den "richtigen" Ton, als auch für die überbordenden, fast schon "manisch" anmutenden Passagen. Immer behält er den Gesamtzusammenhang der Musik im Auge, verliert nie den Faden, fügt die oft divergierenden Aspekte zu einem fulminanten Ganzen.
Die Wiener Philharmoniker sind hier ungemein präzise, spielen klangschön und mit "großem" Ton.
Eine diskussionswürdige, immer noch überzeugende Aufnahme, sehr dem Romantischen verpflichtet, hemmungslos subjektiv, wie es eben Bernstein zu eigen war. Aber man hört eben auch, was für ein eminenter Musiker er war und wie sehr die Wiener Philharmoniker bereit waren, ihm hier zu folgen.
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am 21. Februar 2006
Robert Schumann was a German composer of the early nineteenth century. He died young, but not before producing many interesting and stunning works. In his short life, he produced piano works (that for which he is best known, perhaps), choral works, concertos, chamber music, and orchestral works. It is of these latter pieces that these discs are composed:
* Symphony No. 1 in B flat, "Spring", op. 38 (composed in 1841)
* Symphony No. 2 in C, op. 61 (composed in 1846)
* Symphony No. 3 in E flat, "Rhenish", op. 97 (composed in 1850)
* Symphony No. 4 in D minor, op. 120 (first composed in 1841; revised in 1851)
The first and the last symphonies bear some interesting similarities, as one would expect, but the later revisions were significant enough to warrant considering the ordering as above, with the second composed now considered the fourth symphony. For a long time, Schumann seemed to compartmentalise his composition - in 1840, he seemed to concentrate exclusively on 'songs'; in 1841, he wrote two of the four symphonies. Schumann seemed to need to master each type of music before working on another.
The symphonies are each unique. The first symphony, 'Spring', was born in a matter of days, and fully orchestrated within a month. There are definite signs here that a man used to composing for piano is at work. There is romance and humour mixed in for good measure. The second symphony, composed during one of Schumann's troubled periods (he had mis-diagnosed syphillis that complicated his life, as did some of the treatments), was also a quickly inspired and completed piece, but there were gaps of time between his periods of work. There is a slowness and melancholy about this symphony.
The third symphony, 'Rhenish', is easy going and occasionally sweet, but the fourth movement has the majesty of Gothic architecture about it. (Only the first and third symphonies have given subtitles.) The fourth symphony, the one with the longest timeline of composition, is perhaps the most complex, despite being envisioned somewhat as a symphony-in-one-movement.
Schumann was a leading light in the German Romantic movement, and this series of recordings of the Vienna Philharmonic under the conductor Leonard Bernstein is truly remarkable. Bernstein's appreciation and connection with the passion in the music comes through with a keen sensitivity. Schumann was a master of detail as a composer, just as Bernstein was a master of detail as a conductor, so here we have a near perfect pairing.
Schumann's symphonies are underappreciated generally, though there are some who proclaim them as unparalleled in the post-Beethoven world. Both ideas may be a bit wide of the mark, but certainly Schumann is closer to the later than the former.
Brilliant!
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am 1. Januar 2016
Selten findet man eine so hochkarätig zusammengestellte CD mit einer kompletten Werkschau. Robert Schumann hat vier Symphonien geschrieben, alle sind hier in einer bestechenden Einspielung vorhanden, wenn diese doch auch ein wenig angestaubt ist. Schließlich sind seither ein paar Jahre vergangen. Doch Leonard Bernstein und Deutsche Grammophon stehen auch hier für Qualität.
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am 17. Oktober 2015
Bei allen Vorzügen bestätigt sich auch hier der Verdacht wieder: daß Gesamteinspieler durchweg entweder die mittleren oder die äußeren Werke der Vierergruppe besser bedienen und die anderen nicht. Bernstein gehört zur Gruppe jener.
Schwachpunkte seiner Auffassung: die Tempi in der ersten und vierten Sinfonie sind so weit auseinandergerissen, die langsamen Teile so breit, die schnellen, besonders in den Ecksätzen der ersten und Finale der vierten, so getrieben und überzogen, daß die Harmonie und fraglos komponierte Einheitlichkeit zerbricht.
Große Klasse dagegen die zweite und dritte Sinfonie. Das Adagio der zweiten in der Tat extrem schwelgend, aber es paßt in die Aura der Größe, die Bernstein anschlägt und über die gesamte hier 42minütige Sinfonie zu halten vermag. Das Finale der dritten für sich betrachtet erneut zu zügig, aber auch hier ergibt der Zusammenhang mit dem Vorangegangenen einen stimmigen Kontext.
Pluspunkt bei allen Einspielungen: das opulent besetzte Orchester.
Aus meiner sehr viele, aber gewiß nicht alle Einzel- und Gesamteinspielungen Schumannscher Sinfonien überblickenden Kenntnis ergab sich folgende Empfehlung:
die beste 1ste: Norrington (Stuttgart), gefolgt von Klemperer (1963),
die beste 2te: Levine (Philadelphia) und Berstein (Wien) gleichrangig, daneben Karajan,
die beste 3te: Levine (Philadelphia) und Bernstein (Wien) gleichrangig,
die beste 4te: Klemperer (1960) und Karajan (2x: 1971 und 87); in der Urfassung von 1841: Norrington (Stuttgart),
ferner: Ouvertüre, Scherzo und Finale: Karajan.
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am 18. November 2015
Diese Konzertsammlung ist sehr zu empfehlen. Die Aufnahme ist von bester Qualität. Die Beschenkte wird sie zu würdigen wissen. Ich empfehle die CD gern weiter.
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am 26. September 2015
Leonard Bernstein und die Wiener Philarmoniker sprechen für sich so wie es die DGG als 'Schallplatten' Verleger bzw. Produzent auch tut.
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