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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poesie im Schlund der Melancholie
Selten zuvor habe ich solch schöne lyrische Texte gehört wie bei dieser Band und als Fan der Gothic und Wavebands der ersten Stunde, schwelge ich dahin in Jugenderinnerungen. Einmal mehr kommt ein neuer Musiktrend von der Insel und für mich sind die Editors die Speerspitze und bei weiten beste Band dieser Bewegung. Die neuen Songs besitzen gar noch mehr...
Veröffentlicht am 5. Juli 2007 von Dollinger Patrick

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kleine Enttäuschung
Nach dem großartigem "Back room"-Album waren die Erwartungen an das zweite Album natürlich sehr hoch.
Leider wird das neue Album dem nicht gerecht.
Der hier schon vorgebrachte Vergleich mit dem völlig glattgebügelten, und trotz gutem Songmaterials daher enttäuschendem dritten Coldplay-Album "X & Y " , ist durchaus angebracht. Dies...
Veröffentlicht am 24. Juli 2007 von mindphaser


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poesie im Schlund der Melancholie, 5. Juli 2007
Von 
Dollinger Patrick "Wurzel" (Basel, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Selten zuvor habe ich solch schöne lyrische Texte gehört wie bei dieser Band und als Fan der Gothic und Wavebands der ersten Stunde, schwelge ich dahin in Jugenderinnerungen. Einmal mehr kommt ein neuer Musiktrend von der Insel und für mich sind die Editors die Speerspitze und bei weiten beste Band dieser Bewegung. Die neuen Songs besitzen gar noch mehr tiefe als die des Erstlings und umschließen direkt die Seele des Zuhörers und lasen ihn nicht mehr los. Wer traurige Musik in einem Wall von Gitarren und treibenden Bassläufen à la Joy Division mag, sollte diesem Album eine Chance geben.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Editors, die Zweite..., 23. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Ich muss sagen, dass meine Erwartungen an den Nachfolger von ,,The Backroom" sehr hoch waren, sind die Editors doch seit Erscheinen ihres Debutalbums eine meiner absoluten Lieblingsbands. Gleichzeitig hegte ich jedoch keine Minute Zweifel daran, dass die vier Jungs es schaffen würden, mich erneut in ihren Bann zu ziehen, da z.B. ,,Bones" ja schon lange vor Erscheinen der zweiten Platte live erprobt wurde und ich, als begeisterte Konzertgängerin, die meisten Stücke schon kannte, als ich die CD dann wirklich in den Händen hielt.

,,An end has a start" ist anders als der Vorgänger ,,The Backroom". Immer noch behält die Band ihren ganz bestimmten Stil, setzt auf den Wechsel zwischen ruhigen, nachdenklichen Passagen und hymnischen, mitreißenden Parts, die Stück scheinen jedoch ausgereifter, durchdachter, perfektionierter und dadurch vielleicht wirklich eher für die breite Masse greifbar, als das etwas zügellosere und impulsivere Debut. Es scheint, als wollten die Editors eine klare Veränderung erkennbar machen, erwachsener werden. Innerhalb des Albums wird noch ein wenig mehr experimentiert, die Texte sind teilweise umfangreicher, eindeutiger und noch ernsthafter als auf dem ersten Album, man ist, so scheint es, ein wenig mehr auf Wirkung bedacht. Das tut der Qualität des Albums jedoch keinen Abbruch. Alles ist in sich stimmig. Jeder (wirklich jeder!) Song hat einen kleinen Höhepunkt, eine wunderschöne Melodie, einen kurzen Instrumentalteil oder es ist die spezielle Art, wie Tom Smith von bestimmten Dingen singt, die einem Gänsehaut verursacht.

Eigentlich wollte ich jetzt hier eine kurze Liste mit den größten Schätzen der CD erstellen, stelle aber soeben fest, dass man kaum schriftlich festhalten kann, was die Musik dieser Band ausmacht. Das weiß man nur, wenn man jeden der Songs (vom neuen und alten Album) in Ruhe auf sich einwirken lässt, sich Zeit dafür nimmt, die Texte liest und die Editors mal live erlebt hat (hier würde ich gerne noch erwähnen, dass ich es sehr schade fände, wenn die Band durch dieses Album noch mehr kommerziellen Erfolg erlangen würde. Nicht weil ich es ihnen nicht gönnen würde, sondern weil mir die intime Atmosphäre der Konzerte sehr fehlen würde).

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich das neue Album großartig finde. Schwachsinnige Vergleiche mit Interpol, Joy Division ect. dürften sich erledigt haben. Natürlich müssen sich die Songs noch entwickeln, ich werde noch eine Weile mit ihnen leben müssen bis ich Gefühle und Erinnerungen mit ihnen verbinden kann und sie so unverkennbar zu mir gehören werden, wie die Songs des ersten Albums, aber jedes Lieblingsalbum braucht seine Zeit. Gut gemacht, Jungs!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Editors, die Zweite, 28. Oktober 2007
Von 
S. Jost (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Eins der größten Risiken beim CDs-Kaufen ist es wohl, den zweiten Longplayer einer Band ungehört zu kaufen, die mit ihrem Erstlingswerk so wahnsinnig zu überzeugen wusste. Natürlich kauft man die Zweite, wenn die Erste sooooo gut war, warum erst anhören?
So, jetzt kam "An End has a start" ins Haus geflattert und dadurch dass die Single ("Smokers outside the hospital doors") mir ja schon bekannt war, war die Erwartungshaltung riesengroß. Fast zitternd also die CD in den Player. Und...? Schön, schön, schön.
Es gibt wohl nichts Schöneres als wenn riesige Erwartungshaltungen erfüllt werden.
Erneut wunderbare krachig-melodiöse PopRock-Juwelen am Stück.
Und immer wenn ich diese Platte höre, werden die Farben des beginnenden Herbstes noch intensiver, die Blätter fallen langsamer und die Luft riecht besser.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkel und wundervoll!, 26. Juni 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Nun ist es endlich soweit, die Editors die Zweite. Klappe auf, für grosses Kino. Jeder weiss, das Album Nr. 2 immer schwer ist für eine Band, doch diese Hürde nehmen die Editors mit Bravour. Wärmer als sein Vorgänger präsentiert sich an end has a start, was sicherlich auch am Producer Garret Lee liegt, der schon Größen wie Bloc Party und U2 produzierte. Musikalisch ist es eine Mischung aus Referenzen wie R.E.M., Joy Division, The Killers, Interpol und was weiss ich nicht alles, aber trotzdem sehr eigenständig und schon gar nicht kopiert. Die Jungs wissen was sie tun, sie drängen sich nicht auf, nein man muss die Scheibe schon öfter hören. Und dann entfaltet sie sich wie ein Schmetterling im Dunkeln. Das Album handelt viel vom Tod, ist aber nicht depressiv, wie der Titel schon sagt: Ein Ende ist auch immer ein Anfang und wie recht sie haben. Besondere Titel hier heraus zu heben, wäre ungerecht, da alle Songs eine ähnlich hohe Qualität haben. Wenn ich müsste, würde ich Smokers Outside The Hospital Doors, Bones und Spiders nehmen. Das Digipack ist im übrigen wunderschön und stimmig vom Cover angefangen über die gut verarbeitete Qualität (wie so Art Buch). Ich hoffe das voreingenommene Leute endlich aufhören, diese Band als billige Interpolkopie abzutun. Die Editors haben dieses mal das bessere "Interpol"-album aufgenommen, in knapp 2 Wochen werdet ihr es sehn, wer vorne liegt. Neben Bloc Partys A Weekend in the City, eines meiner absoluten Highlights dieser Jahr. Wer noch unschlüssig ist, sollte mal auf die myspacesite der Band schauen, dort kann man sich das komplette Album anhören.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig, tröstlich und großartig, 17. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Die Editors als Kopie der Kopie zu bezeichnen war bereits bei ihrem Debütalbum so einfach wie dumm. Klar, Joy Division und Interpol sind zwar auch bei ihrem Zweitling die Referenzpunkte. Die Editors haben ihr Soundspektrum jedoch zart erweitert, so dass jetzt auch elektronische Effekte und Akustikgitarren zum Einsatz kommen. Das geht leider etwas zu Lasten der kargen Schönheit, die die Songs ihres Debütalbums so unwiderstehlich machte und lässt die Songs insgesamt etwas orchestraler klingen.

Dennoch schwächelt nahezu kein Song von "An End has a start" und man sollte nicht wieder den Fehler begehen, dieses Album zu unterschätzen, so wie es mir bei "The Back Room" ergangen ist. Hier folgt eine düstere, süchtig machende Melodie der anderen. Die dunkle Stimme von Tom Smith macht einen melancholisch und hoffnungsfroh zugleich. Man fühlt sich verstanden und angenehm wohl, auch wenn der Tod hier das beherrschende Thema ist. Das ist wohlmöglich ein Widerspruch den nur eine große Band unserer Zeit erzeugen kann.

Listen without prejudice!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Zweitwerk, 22. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Editors bleiben auch auf ihrem zweiten Album der Grundrichtung vom 1. Album treu - alles klingt aber etwas optimistischer, melodischer und runder. Editors haben ihren musikalischen Stil weiterentwickelt und klingen nun nicht mehr so frappierend nach Joy Devision (was ich allerdings nie als negativ empfand). Die bittersüße Melancholie von "The Back Door" stellt sich schon bei der Single/dem Opener "Smokers outside..." ein, verblaßt aber in Laufe etwas, da das ganze Album deutlich homogener als ist der Vorgänger. Allerdings fehlen etwas die herausragenden Höhepunkte - irgendwie ist jeder Track gleich gut, aber Spitzen wie "Camera" oder "Munich" fehlen - die neuen Songs haben nicht so viele "Kanten" wie die Vorgänger. Dennoch hebt sich auch das 2. Editors Album deutlich vom Mainstream ab und ist für jeden, der musikalisch die Alternative/Wave-Ecke bevorzugt.

Anspieltipps: "Smokers outside the Hospital Doors" - grandioser Opener, "The weight of the world", "Push your head towards the air" - wunderschöne Waveballade
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig, tröstlich und großartig, 13. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Digipak) (Audio CD)
Die Editors als Kopie der Kopie zu bezeichnen war bereits bei ihrem Debütalbum so einfach wie dumm. Klar, Joy Division und Interpol sind zwar auch bei ihrem Zweitling die Referenzpunkte. Die Editors haben ihr Soundspektrum jedoch zart erweitert, so dass jetzt auch elektronische Effekte und Akustikgitarren zum Einsatz kommen. Das geht leider etwas zu Lasten der kargen Schönheit, die die Songs ihres Debütalbums so unwiderstehlich machte und lässt die Songs insgesamt etwas orchestraler klingen.

Dennoch schwächelt nahezu kein Song von An End has a start" und man sollte nicht wieder den Fehler begehen, dieses Album zu unterschätzen, so wie es mir bei The Back Room" ergangen ist. Hier folgt eine düstere, süchtig machende Melodie der anderen. Die dunkle Stimme von Tom Smith macht einen melancholisch und hoffnungsfroh zugleich. Man fühlt sich verstanden und angenehm wohl, auch wenn der Tod hier das beherrschende Thema ist. Das ist wohlmöglich ein Widerspruch den nur eine große Band unserer Zeit erzeugen kann.

Listen without prejudice!!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We've all been changed . . ., 3. Juni 2007
Von 
Norman Fleischer "it's about progress" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
Verrückt, wie sich manche Sachen manchmal ähneln. Sowohl Bloc Party, als auch die Editors veröffentlichten 2005 zwei der besten Debüts der letzten Jahre, bis oben hin vollgepackt mit Hits, Atmosphäre und irgendwie diesem gewissen Etwas, was sie besser macht als, na, sagen wir mal Razorlight oder Mando Diao. Und nun ist es 2007 und beide Bands müssen zeigen was sie können. Bloc Party legten die Messlatte Anfang des Jahres schon reichlich hoch... nun kommen die Editors und haben, welch glückliche Parallele, auch noch mit Jacknife Lee zusammengearbeitet, jenem Produzenten, der auch schon an Bloc Party's Zweitwerk herumschraubte. Und An End Has A Start" macht das Beste aus dem großen Vorläufer The Back Room": es versucht anders zu sein. Nicht nur, aber zu großen Teilen. Die Editors waren seit jeher keine simple Schrammel-Band, doch nun haben sie die Mittel und die Fähigkeit ihrem Sound das zugeben, was er benötigt: Größe, aufwendige Produktion und dieses gewisse Gefühl von Erhabenheit. Und glücklicherweise leiden die Songs nicht drunter, denn die sind nach wie vor klasse. Hervorragende Melodien mit Tom Smiths kongenialer Stimme und Texten versehen... die Editors machen es wie immer, nur ausgefeilter und vielseitiger. Da schreckt man auf Nummern wie dem Opener Smokers Outside The Hospital Doors" oder The Weight Of The World" auch mal nicht vor dramatischem Stadionrock-artigen Hymnen zurück. Gebettet in eine Atmosphäre, die sicher für viele erdrückend und überproduziert wirken mag (Jacknife Lee halt), entfalten sich grandios stimmungsvolle Popsongs. Aber man muss sich drauf einlassen. Warum soll immer alles klein gehalten werden? Warum dürfen die Editors nicht die Größe an Sound zeigen, die sie wollen? Wer ihnen jetzt einen massentauglichen Ausverkauf á la Coldplay unterstellt, der bestätigt nur das oft intolerante Denken der sonst so coolen Indie"-Szene. Denn was bleibt richtig gute Songs... An End Has A Start" und Bones" schlüpfen in die Fußspuren von Munich", The Racing Rats" gibt Gas, während Escape The Nest" uns mit einem Mörderriff und Spiders" mit seiner atmosphärischen Zurückhaltung in den Bann zieht. Den Abschluss macht mit Well Worn Hand" sogar noch eine erstklassige Klavierballade. Die Editors schaffen einen gute Spagat zwischen ihrem bekannten Sound und neuen Elementen, wie eben in jenem sehr Coldplay-artigen Song Push Your Head Towards The Air". Dieser wirkt zwar, genau wie When Anger Shows" manchmal etwas zu lang und wirklich too much, aber dies ist halt, wie die Editors klingen wollen. Und das können sie gut. Den Weltschmerz in große atmosphärische Songs packen. Und wenn einen das packt, dann lässt es einen auch lange nicht mehr los. The Back Room" hatte vielleicht die direkteren und offensichtlicheren Hitsingles, aber der Nachfolger sollte sich nicht dahinter verstecken, denn das muss er beiweiten nicht. Für alle, die mal wieder richtig mit großen Gesten leiden wollen und mal wieder etwas gut produzierter Musik hören wollen... und wenn sie jetzt die größte Band der Welt werden sollten, dann hat es momentan auch keine andere verdient als diese hier. Großes Kino!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaft, 18. November 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: An End Has A Start (MP3-Download)
Es ist als wäre Ian Curtis von den Toten auferstanden und würde durch die Gänge eines alten Schlosses oder Klosters wandeln. Diese majestätische Stimme, umrankt von musikalischem Trauerflor aus Moll und Hall - es klingt wie anno dazu mal, in den späten 70er Jahren, als Joy Division mit Meisterwerken der Finsternis wie "Unknown Pleasures" oder "Closer" der grauen Unwirtlichkeit der Industriestädte ein musikalisches Spiegelbild verlieh. Leider endete die Karriere des Ensembles mit dem Selbstmord ihres Sängers am 18. Mai 1980 viel zu früh.

Die englische Band Editors pflegt gekonnt das musikalische Erbe von Joy Division. Ab und an schimmert auch noch der Stadionrock von U2 durch, findet man Anklänge an den melancholischen Sound von Coldplay. Erfreulich dabei: Die Gruppe aus Birmingham um den charismatischen Sänger Tom Smith benutzt den Sound aus längst vergangenen Zeiten nur als Vorlage, erzeugt keinen müden Abklatsch, sondern bemüht sich um Eigenständigkeit. Verglichen mit dem Debütalbum "The Back Room" klingen die Stücke um ein Vielfaches packender und dramatischer, mal in zackig-rockiger Wave-Manier, mal in melodramatischer, balladesker Ausführung.

Geschichten über Verlust, Tod, Isolation und Trauer werden auf einfühlsame Art und Weise erzählt, summieren sich zu Kurzfilmen, die vor dem geistigen Auge des Zuhörers erscheinen. Immer wieder wirft Smith dabei den Anker der Zuversicht aus: "Keep a light on those you love - they will be there when you die", singt er mit dunkler Stimme in dem Lied WEIGHT OF THE WORLD und man fühlt sich unweigerlich an all jene erinnert, die einen am nächsten stehen. "In the end all you can hope for is the love you felt to equal the pain you've gone through", heißt es in dem Rockknaller BONES, der unweigerlich zum Tanzen auffordert und einem deutlich vor Augen führt, dass die Liebe den empfunden Schmerz oftmals aufwiegen kann. PUSH YOUR HEAD TOWARDS THE AIR schenkt uns tröstende Wort, wie sie nicht schöner sein könnten: "Don't drown in your tears babe".

Ergreifend der schlichte Schluss, in dem der Sänger begleitet von sanften Piano- und Gitarrenklängen seine kräftige Stimme voll zur Entfaltung bringt. Der Zuhörer wird entführt in eine Gefühlswelt aus Isolation und Furcht, in der zwei Protagonisten zu Hause sind, die Angst haben vor dem, was an Schrecklichem in der Welt passiert. In diesen wundervollen Schlussakkorden spricht der eine zum anderen in einer Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung: "Take my well worn hand. Let's lock ourselves away."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traditionsbewusste Weiterentwicklung..., 13. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: An End Has a Start (Audio CD)
... im Bereich des BritPop und der New Wave Szene; so empfand ich das zweite Editors Album -An End Has a Start-. War das Debutalbum noch voll und ganz im musikalischen Stil von Joy Divison angelegt, so überzeugt -An End Has a Start- durch eine positive Erweiterung der Bandbreite. Die Editors haben sich weiterentwickelt und ein wirklich starkes Album mit 10 abwechslungsreichen Titeln produziert.

Der Opener -Smokers outside the hospital doors- ist mein Lieblingssong des Albums. Das ist ein bisschen wie ein Mix aus Nick Cave, The National und Joy Divison. Aber dabei alles andere als nachgespielt. -An End Has a Start- klotzt im New Wave Bereich mit aller Macht nach vorn. -The Weight of the world- beginnt wie ein Motown-Klassiker, driftet dann aber geschickt in eine Gitarrenbeladene Ballade hinein. -Bones- animiert die Beine zum Tanzen. Diesem Beat kann man kaum widerstehen. Das die Editors eine unglaubliche starke pathetische Ader besitzen, kann man bei -When Anger shows- erkennen. Ebenfalls für den Tanzboden geschaffen ist -The Racing Rats-. Völlig anders kommt -Push your head towards the air- daher. Mit einer militärischen Trommeleinlage im Hintergrund, Tom Smiths wunderbarer Stimme und einem beherrschenden Klavier ist dieser Song wunderbar ruhig und stark gelungen. -Escape the nest- erinnert mich fast ein wenig an Gary Numan. Die wimmernden E-Gitarren bestimmen den Sound grandios. -Spiders- ist dagegen fast schon wieder radiotauglicher Britpop. Der Rausschmeißer -Well worn hand- zeigt am Ende noch einmal alles, was die Editors ausmacht. Selbst schmal instrumentiert, voll und ganz getragen von Smiths Stimme, kommt der Sound der Band ausdrucksstark und überzeugend aus den Boxen. Alles in allem überzeugt -An End Has a Start- auf ganzer Linie durch klasse Musik und sehr gute Texte.

Die Editors haben sich in Birmingham kennengelernt. Sie haben sich von kleinen Gigs nach und nach in die oberen Etagen der britischen Erfolgsbands gespielt. Tom Smith, Chris Urbanowicz, Russell Leetch und Ed Lay wissen genau, wie es ist in einem alten Tourbus zu schlafen, vor fast leeren Sälen zu spielen oder im Haus des Managers auf dem Fußboden zu übernachten. Sie haben mittlerweile Erfolg und füllen die großen Hallen. Wenn Tom Smith im Interview nach dem großen Geld gefragt wird, antwortet er: "Wir wollen einfach nur weiterspielen und neue Alben machen." Ich weiß nicht warum, aber der junge Mann wirkt dabei verdammt glaubwürdig...
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An End Has A Start
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