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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht - einfach großartig!
Von Puccinis "Turandot" gibt es mehrere hervorragende Einspielungen. Aber diese würde ich mit auf die einsame Insel nehmen. Es ist eine der wenigen Opernplatten, von denen ich den Eindruck habe: sie ist schlichtweg perfekt!

Keine andere Aufnahme hat in allen, ausnahmslos allen Partien ein vergleichbares Niveau aufzuweisen. Hier hat sich um den Dirigenten...
Veröffentlicht am 29. September 2006 von Kunz Vogelgesang

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen die Dateien sind nicht gut sortiert
Die Titel sind nicht gut sortiert, bei mir wird (windows media player) Titel 2 neben Titel 2 von Disk 2 abgespielt. Musste erst alles umbenennen....
Vor 5 Monaten von Johannes Ruscheinsky veröffentlicht


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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht - einfach großartig!, 29. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Von Puccinis "Turandot" gibt es mehrere hervorragende Einspielungen. Aber diese würde ich mit auf die einsame Insel nehmen. Es ist eine der wenigen Opernplatten, von denen ich den Eindruck habe: sie ist schlichtweg perfekt!

Keine andere Aufnahme hat in allen, ausnahmslos allen Partien ein vergleichbares Niveau aufzuweisen. Hier hat sich um den Dirigenten Zubin Mehta eine Sängerschar versammelt, die absolut ungetoppt geblieben ist, zumal sich zum damaligen Zeitpunkt alle auf ihrem stimmlichen Höhepunkt befanden.

Joan Sutherlands Ausflug ins hochdramatische Fach ist sensationell. Sie verfügt natürlich nicht über so metallisches Stimmmaterial wie Birgit Nilsson, doch verleiht sie der Turandot mit wärmerem Stimmklang eine menschlichere Note und reduziert sie nicht zur Killermaschine. Stimmvolumen und schier endlos gehaltene Sostenuto-Bögen lassen einen nur so staunen, und der klangliche Reichtum in der Höhe ist schlichtweg atemberaubend.

Luciano Pavarottis Calaf ist nicht nur wegen "Nessun dorma" ein Traum. Vor allem seine Leidenschaftlichkeit, sein Selbstbewusstsein und sein unbedingter Wille, die Prinzessin zu erobern, lassen die Rolle wunderbar lebendig und überzeugend wirken. Dieser Calaf ist ein echter Draufgänger. Stimmlich war Big P damals ohnehin in Bestform, die Höhe strahlt, dass es eine Wonne ist. Corelli und Del Monaco waren ihm an Stimmgewicht überlegen, aber kein anderer Calaf ist so stürmisch und vital.

Montserrat Caballès als Liù schließlich liefert eines der berührendsten Rollenportraits, die mir je auf der Schallplatte begegnet sind. Innigkeit, Wärme und Reinheit erfüllen ihre Interpretation. Die Pianissimi sind von einer Duftigkeit und Süße, die ihresgleichen suchen. Wenn Liù in ihrer letzten Arie dem Leben entsagt, um Kalaf zu retten, und sich mit einem Schluchzer (der hier ausnahmsweise einmal wirklich geschmackvoll ist) ins Messer wirft, geht das einem beim Zuhören regelrecht an die Nieren. Keine andere Liù auf Platte stirbt so ergreifend.

Ghiaurovs Timur ist reinste Luxusbesetzung, ebenso wie der alte König von Peter Pears und ganz besonders der balsamisch schön gesungene Ping von Tom Krause. Das Ministerterzett wird durch Piero de Palma und Pier Francesco Poli komplettiert und auch hier erreicht die Aufnahme den ersten Platz.

Zubin Mehtas temperamentvolles Dirigat halte ich ebenfalls für herausragend: gleich zu Beginn schmeißt er den Zuhörer regelrecht in die Geschichte, und schnell wird klar, daß es am Pekinger Hof brodelt und rumort. Mit phänomenalem Gespür für Tempi und Transparenz peitscht er das London Philharmonic Orchestra zu einer atemberaubend farbigen Darbietung der raffinierten Partitur auf. Wenn man hört, wie drängend Kalaf im ersten Finale auf den Gong zustrebt, und von welcher Panik sein Vater und Liù ergriffen werden, dann spürt man, was für ein hervorragender Dramatiker Mehta ist (Karajan und manch andererer dagegen sind nur breiig und schleppend). Auch die Klangtechnik leistet Großartiges, man hört wirklich alles. Und auch die Chöre gliedern sich in das ganze Ensemble mit vollem Klang und großer Präzision nahtlos ein. Ein Meilenstein in der Schallplattengeschichte, den ich nur allerwärmstens empfehlen kann! Fünf Punkte sind eindeutig zu wenig, ich würde zehn vergeben!
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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TREFFEN DER GIGANTEN, 16. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Dem Opernkenner wird bekannt sein, daß Joan Sutherland in den 50er Jahren auch in dramatischeren Rollen von Bizet, Weber, Wagner oder Verdi mit großem Erfolg auftrat. Und ihre beeindruckende Darstellung der hybriden Partie der Esclarmonde schrieb Operngeschichte.
All diese Tatsachen kommen in ihrer Gestaltung der Turandot zum Tragen: mit hochdramatischem Aplomb und vokaler Perfektion singt Joan Sutherland diese Rolle. Phänomenal ist das Volumen der Stimme und deren immenser Umfang, so daß sich die australische Sopranistin nicht hinter anderen Sängerinnen verstecken muß. Im Gegenteil: So sicher und mühelos hat niemand in den letzten Jahrzehnten die Turandot verkörpert!
Luciano Pavarotti darf zu den herausragenden Interpreten des Kalaf gezählt werden. Mit seiner strahlenden Stimme und faszinierendem Timbre singt der italienische Tenor die Partie. Höhepunkte sind die
Duette, in denen sich die Stimmen von Joan Sutherland und Luciano Pavarotti zu gewaltigen Klangfontänen vereinigen.
Montserrat Caballé verfügt über eine außergewöhnlich schöne Stimme mit schwebenden Pianissimi, um in ihrer Rolle der Sklavin Liu zu überzeugen.
Auch alle anderen Solopartien sind mit Nicolai Ghiaurov, Tom Krause, Peter Pears und Piero de Palma luxuriös besetzt.
Dirigent Zubin Metha sorgt für einen opulenten und brillianten Orchesterklang, der trotzdem differenziert und detailreich bleibt.
Eine grandiose Leistung bietet ebenfalls der Chor auf dieser Aufnahme!
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Meisterwerk !!!, 24. Juni 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Als Turandot am 25.April 1926 in der Mailänder Skala Premiere feierte, war Giacomo Puccini bereits anderthalb Jahre tot. Der Dirigent Arturo Toscanini legte im dritten Akt den Taktstock nieder und sagte: „Hier endet das Werk des Meisters; danach starb er". Später wurde der Aufzug immer in der heute üblichen Form aufgeführt. Franco Alfano hat anhand von Puccinis Entwürfen die Oper vollendet.
Turandot erging es ähnlich wie Verdis Schwanengesang. Des Meisters letzte Oper war lange Zeit weniger beliebt als ihre Vorgänger. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch Turandot zu behaupten gewusst und viele Freunde und Liebhaber gewonnen. Es ist noch immer nicht leicht, sie zu besetzen oder zu würdigen, doch lohnt sich das eingehende Studium und wiederholte Hören. Die Tränen fließen nicht wie für Butterfly oder Mimi, es packt einen weniger das Mitleid als die Bewunderung und das ist meist die beständigere Empfindung.
Dies trifft gerade auf diese Aufnahme zu. Es gibt keine bessere Besetzung als diese.
Joan Sutherland schlüpft in die Rolle der Prinzessin Turandot. Sutherlands Stimme ist wie die einer Nachtigall - eine Jahrhundertstimme. Sie glänzt in der Darstellung der Turandot durch das phänomenale Volumen ihrer Stimme und deren Umfang. Sutherland zelebriert diese Rolle mir vokaler Perfektion. Keine andere Sopranistin hat diese schwierige Rolle so sicher und mühelos in den letzten Jahrzehnten dargeboten. Eine Glanzleistung
An ihrer Seite glänzt Luciano Pavarotti als Calaf. Es ist sicher nicht untertrieben, wenn man ihn als einen der herausragenden Interpreten dieser Rolle bezeichnet. Die Arie „Nessun dorma" wurde nicht zuletzt durch ihn weltberühmt. Viele glauben, sie sei einzig und allein für ihn geschrieben worden... (auch wenn dies der Historie natürlich nicht gerecht werden kann)! Eine vergleichbare Einspielung liefert nur Placido Domingo unter Herbert von Karajan. Pavarotti verleiht Calaf seine strahlende Stimme und schwingt sich zu wahren Höchstleistungen empor. Zusammen mit Sutherland macht er diese Einspielung zu einem unvergesslichen Ereignis.
Als Sklavin Liu tritt Montserrat Caballe auf. Sie bezaubert mit ihrer wunderbar göttlichen Stimme, auch und gerade in höheren Lagen. Sie fördert ein Maß an Präzision zutage, welches bis heute unerreicht ist. Caballe ist die perfekte Besetzung für diese Rolle. Später erfolgte ein nicht ganz so glücklicher Versuch selbst die Titelrolle zu singen.
Auch die weiteren Rollen sind fantastisch besetzt. Nicolai Ghiaurov spielt Timur, Sir Peter Pears gibt den L`Imperatore Altoum, Tom Krause, Pier Francesco Poli und Piero de Palma verkörpern die drei Minister Ping, Pang und Pong. Sabin Markov übernimmt die Rolle des Un Mandarino und Pier Francesco Poli schlüpft auch noch in die Rolle des Il Principe di Persia.
Am Dirigentenpult steht Zubin Mehta und leitet das London Philharmonic Orchestra in beeindruckender Art und Weise. Mehta gelingt es, aus dieser Ansammlung von Persönlichkeiten eine Einheit zu formen.
Diese Aufnahme gehört in jede Klassiksammlung, und zwar ohne wenn und aber!
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Turandot - Puccinis letztes Meisterwerk in Starbesetzung, 28. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Giacomo Puccini hatte ein untrügliches Gespür für gute Opernstoffe. Oft wurde er durch ein Theatererlebnis zu neuen Werken inspiriert und immer, wenn er von einer Aufführung beeindruckt war, ohne die Sprache zu verstehen, wußte er, daß er einen Stoff gefunden hatte, die eine Vertonung geradezu herausforderte. "Tosca" hatte er auf französisch gesehen, "Madame Butterfly" auf englisch und "Turandot" unter der Regie von Max Reinhardt in Berlin. Carlo Gozzis aus einer uralten Legende entstandenes Stück von der stolzen Prinzessin mit ihren tödlichen Rätseln begeisterte Puccini sofort, seine Stammlibrettisten Giuseppe Adami und Renato Simoni entwarfen ein ausgezeichnetes Textbuch, in dem Dramatik, lyrische Momente, komische Elemente und gewaltige Massenszenen aufs Engste verknüpft sind, und die Gestaltung der Hauptfiguren Puccini einmal mehr die Möglichkeit zu vollster musikalischer Entfaltung gab.
Der Komponist zeigt sich hier auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft, die Vielschichtigkeit des Textbuches setzt er virtuos um. Imposant sind die Massenszenen am Anfang und beim Auftritt des Kaisers, dramatische Höhepunkte wie die Rätselszene oder Lius Tod wechseln sich mit den parodistischen Auftritten der drei Minister und berührenden Liebesszenen ab. In dieser Oper ist alles, was das Musiktheater braucht. Puccini hatte sich mit den Geheimnissen der oastasiatischen Musik auseinandergesetzt und was in "Madame Butterfly" bereits in Ansätzen zu hören ist, nimmt hier einen breiten Raum ein. Die Musik klingt für Puccini ungewöhnlich, das in Asien viel verwendete Schlagwerk steht im Vordergrund und sorgt für eine geheimnisvolle, exotische Atmosphäre neben den für den Komponisten typischen breiten Melodiebögen. Und da gibt es natürlich noch "Nessun dorma", die Arie des Kalaf, die spätestens seit der Fussball - WM 1990 einer der populärsten Klassik - Hits geworden sein dürfte.
Puccini selbst konnte "Turandot" nicht mehr vollenden. Die Komposition war bis zum Tod der Liu gediehen, als bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. Der Komponist wurde zwar erfolgreich operiert, starb aber am 28. November 1924 an einem Herzanfall, ohne "Turandot" fertigstellen zu können. Die letzten 15 Minuten wurden nach vorhandenen Skizzen von Franco Alfano in Musik gesetzt (er wird oft als "Schüler Puccinis" bezeichnet, Alfano war damals jedoch bereits über 50 Jahre alt und ein sehr anerkannter und eigenständiger Komponist), die Uraufführung fand am 25. April 1925 unter der Leitung Arturo Toscaninis statt, der die Oper am ersten Abend nur bis zur letzten von Puccini fertiggestellten Stelle spielen ließ. Das Publikum der Mailänder Scala würdigte zwar den geliebten dahingegangenen Meister, mit der Oper selbst konnte man allerdings zunächst recht wenig anfangen. Erst langsam eroberte sich "Turandot" den ihr gebührenden Platz auf den Bühnen der Welt.
Die Oper stellt an jedes Theater, das sie aufführen will, gewaltige Anforderungen. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großer Schlagzeugabteilung, einen ebenso großen Chor, eine ausgefeilte Bühnentechnik und mindestens drei Sänger der Spitzenklasse. Auch die guten Aufnahmen muß man erstmal suchen. Von jeder Primadonna, die man gerne hört (u. a. Maria Callas und Birgit Nilsson) gibt es Einspielungen in der Titelrolle, nur fällt meist das restliche Ensemble ziemlich ab. Was tat man nun bei der Decca? Anfang der 70er Jahre hatte man dort so ziemlich jeden Spitzensänger unter Vertrag, allen voran Joan Sutherland, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Diese drei Weltstars holte man für eine "Turandot" - Aufnahme zusammen und besetzte die kleineren Rollen ebenfalls mit einer Reihe prominenter Namen, begleitet vom renommierten London Symphony Orchestra und geleitet von dem noch recht jungen, aber virtuosen Dirigenten Zubin Metha.
Bei einer solchen Anhäufung von Superstars beschleicht einen oft das ungute Gefühl, eine sterile, nur von den großen Namen getragene Studioproduktion zu erwerben, aber diese Aufnahme hält sich seit über 30 Jahren mit Recht als Spitzenprodukt im Katalog und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.
Von Joan Sutherland kenne ich bis auf ihre Turandot keine weitere Puccini - Einspielung, ihre weiche, lyrische Stimme war eher für Donizetti- oder Bellini - Partien geeignet, nicht zu vergessen ihre "Traviata" oder ihre Aufnahmen englischer Barock - Opern. Wie schlägt sich "La Stupenda" nun als eisumgürtete Prinzessin? Meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet. Ihre Stimme beherrscht sofort die Szene, hat hier einen für die Sutherland ungewöhnlich metallischen, unbarmherzigen Ton, der ein rundum glaubwürdiges Rollenportrait erzeugt. Erst als das Eis schmilzt (unter Kalafs Küssen, einer herrlich kitschige Szene), hört man das vertraute, weiche und warme Vibrato ihrer wunderschönen Stimme. Gesungen wird die Rolle natürlich erstklassig, Joan Sutherland war stets die Qualität in Person, und auch im Ausdruck braucht sie sich hinter keiner anderen Turandot zu verstecken. Sogar von Text versteht man jedes Wort, was bei ihr leider nicht immer der Fall war.
Man mag von Luciano Pavarotti halten, was man will, zu seinen Glanzzeiten und in der richtigen Rolle war er unschlagbar. Kein anderer sang so natürlich, impulsiv und aus dem Bauch heraus. Diese Einspielung zeigt ihn noch vor der Fußballstadien - Karriere und im Vollbesitz seines Stimmmaterials. Frei und nie angestrengt klingt sein Kalaf, Pavarotti meistert die hohen Ansprüche der Partie mühelos. Wunderschön sein "Non piangere Liu", das Liebesduett mit der Sutherland, "Nessun dorma" ist ein Höhepunkt der Aufanhme und ein Musterbeispiel für hervorrangende Technik, gepaart mit dem richtigen Maß Emotion. Eine von Pavarottis besten Leistungen auf CD.
Die Sklavin Liu ist eine dieser wundervollen Frauenfiguren, wie nur Puccini sie erschaffen konnte: Treu liebend, tapfer und beständig bis in den Tod, das Idealbild eines Menschen, wofür sie einen der schönsten Operntode überhaupt sterben darf. Auch Montserrat Caballé befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen in bestechender stimmlicher Verfassung und ihre Darstellung des warmherzigen Mädchens, durch deren Tod die eiskalte Prinzessin (und der Zuhörer) tief berührt wird, schließt den Kreis des großartigen Hauptdarsteller - Trios.
Auch für die kleineren Rollen wurden Spitzenkräfte verpflichtet, angefangen bei dem wuchtigen, doch einfühlsamen Timur von Nicolai Ghiaurov, der diese oft vernachlässigte Figur beträchtlich aufwertet.
Sir Peter Pears, der große Britten - Darsteller, verleiht mit wenigen Worten seinem Kaiser Altoum einiges an Profil. Seine etwas melancholisch klingende Stimme ist wie geschaffen für den gramgebeugten alten Herrscher.
Sogar das groteske Minister - Trio Ping, Pang und Pong wurde mit Tom Krause, Pier Francesco Poli und dem unverwüstlichen Charaktertenor Piero de Palma hochklassig besetzt.
Eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet die Chöre in "Turandot". Fast immer ist der Chor auf der Szene oder hat im Hintergrund zu wirken. Der John Alldis Choir und der Wadsworth School Boys' Choir leisten meisterliche Arbeit.
Somit ist diese "Turandot" jedem Opernfreund zu empfehlen, als Alternative bietet sich die ältere Decca - Aufnahme mit ähnlich hochkarätigen Hauptdarstellern (Inge Borkh, Mario del Monaco und Renata Tebaldi) an, die jedoch meiner Meinung nach nicht ganz die Qualität dieser Aufnahme erreicht.
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besser geht's nicht!, 30. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
die "turandot" gilt als eines der stimmlich anspruchsvollsten werke überhaupt. zurecht, wenn man bedenkt, was den solisten abverlangt wird. welcher tenor hat sich nicht am "nessun dorma" versucht? und welche sopranstimme, die es auf eine eigene platteneinspielung geschafft hat, beglückt uns nicht mit einem schmerzvoll-süssen "signore ascolta" oder - sofern stimmlich dazu in der lage - mit einem dramatisch-schmetternden "in questa reggia"? nur, häufig klingt es dann wirklich so, als hätten die stars und sternchen der e-musik das pflichtprogramm mit eingespielt - ohne highlights. ganz anders in dieser aufnahme: die sutherland zeigt allen zweiflern, wer die stimme des jahrhunderts hat(te). und luciano pavarotti macht klar, warum so viele glauben, das "nessun dorma" sei für ihn geschrieben worden. bravissimo! madame caballe, die sich ohne grossen erfolg später selbst an der titelrolle versuchte, gibt in dieser einspielung eine liu, wie sie bestenfalls von der te kanawa noch einmal stimmlich erreicht wurde. also: die perfekte besetzung, die beste "turandot" aufnahme (vergleichbar nur noch - aus orchestrierter sicht - mit der 82er karajan-einspielung) - und damit ein absolutes muss, für jeden klassik-fan.
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5.0 von 5 Sternen Ein Genuß, 6. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Die CDs sind einfach ein Traum. Eine wunderschöne Aufnahme, die man wieder und wieder hören kann. Na ja, da das "who is who" der Opernwelt vertreten ist, durfte man das auch erwarten.
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20 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen technisch einwandfrei die Sinne bewegende Materialschlacht, 3. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Ein Evergreen unter den Gesamtaufnahmen dieses Werkes. Puccini verstand es seiner Zeit unterschiedlichste Charaktere in ein atemberaubendes Bühnenspektakel einzubinden. Darin liegt schon die größte Schwierigleit für das Ensemble der Sänger und Darsteller. Fast unsingbare kräftezehrende Partien für alle, natürlich Turandots vernichtende Rolle- insbesondere. Aber gefolgt von Liu, welche mit allem Leid dieser Welt, mit aller Freude-und aller Glückseeligkeit in der Stimme sich das Messer in die Brust rammen muß. Beim hören der CD fühlt man sich in die Handlung versetzt. Sutherland gelingt es beim ersten Ton klar zu machen, wer hier herrscht. Mit unglaublicher Stimme, technisch einwandfrei und einem Instrument was uns die Gänsehaut den Rücken runterjagd, weiht Sie uns ein, stellt alle drei Rätsel, und will Kalaf dann doch nicht-noch nicht. Frau Caballe`ist der Garant für lyrik in äußerster Präzision, wie immer bezaubert Sie durch die wunderbare göttliche Stimme,nicht nur in den obersten Grenzlagen -allerdings trocknen wir unsere Tränen beim Tod der LIU`s allein- Sie ist eben eine begnadete Sängerin, Schauspielerin auch, aber nicht begnadet. Pavarotti zeigt hier auch was er kann. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung konnte er auch noch, einfach schön, wer "Nessun Dorma" mag, wird diese Aufnahme mögen. Selbst Ping Pang und Pong beleben die Szene in unglaublicher Art und weise verleiten manches mal zu schmunzeln aber auch zum Kopf schütteln. Ich vermisse, man möge mir verzeihen, eine gewisse Schwere in den Tempi. Als Karajan-Fan ist mir das Gesamttempo ein wenig - ich möchte fast sagen - zu beschwingt. Das gewisse Quentchen mehr an Drama, mehr Begeisterung, und mehr an Herzschmerz spürt man wenig. Deswegen bei meiner Bewertung nur 4 Punkte. Eine sensationelle Besetzung mit atemberaubenden Stimmen, sicher auch künstlerisch im richtigen Tempo duch den Maestro geführt, allerdings fehlt zuweilen etwas Ruhe, die Kraft und das Gigantische der "Verbotenen Stadt". Alles in allem aber eine schöne gelungene Aufnahme des Meisterwerkes von Giacomo Puccini
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für eine grandiose und phänomenale Aufnahme!, 23. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Diese Aufnahme von Puccinis Turandot kann man nur mit den Worten einmalig, sensationell, grandios und phänomenal beschreiben. Die Einspielung gehört zu den besten und schönsten Aufnahmen die im Handel erhältlich sind.
Bei dieser CD passt einfach alles. Zubin Mehta und das London Philharmonic Orchestra bringen die ganze Wucht und Dramatik dieser Oper zum klingen. Die Musik klingt oft genauso riesig wie bei Wagner oder Strauss. Ebenso hört man wundervolle lyrische und schmelzende Passagen. Einfach grossartig. Ebenso die riesigen Chöre.
Die Besetzung die hier aufgeboten wird, sucht seinesgleichen. Alle Solisten sind in Höchstform und tadellos. Wann hat man so eine Liu gehört, wie die von Montserrat Caballé? Die Sängerin bietet berückend schöne und traumhafte Piani. Diese Töne schweben regelrecht im Raum. Genauso berührend gestaltet Caballé den Tod der Liu. Mit kraftvoller Stimme und einem Seufzer der Verzweiflung am Ende der Arie. Das geht direkt zu Herzen und man fühlt die Tragik der Rolle komplett mit. Luciano Pavarotti singt hier seine Glanzrolle, den Calaf. Diese Darbietung kann man nicht beschreiben, dass muss man einfach hören. Ebenso die Turandot von Joan Sutherland. Diese Gestaltung der Partie ist nicht zu überbieten. Diese riesige Stimme passt perfekt zur eisigen Prinzessin Turandot. Phänomenal der Schlussgesang von Turandot und Calaf. Dazu die Chöre... diese Einspielung ist eine Sensation und unwiederbringlich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Juwel (auch) wegen der Aufnahmeregie, 8. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Die Turandot unter Mehta gilt als eine DER Aufnahmen des Werks, die mit einem prominenten Ensemble aufwartet. Die Decca hat 4 Weltstars ins Studio gestellt, obwohl man gerade Joan Sutherland in der Titelpartie nicht unbedingt erwarten dürfte. Ich gebe zu, auch ich war lange Zeit ziemlich skeptisch; die Sutherland hatte zwar in den frühen fünfzigern durchaus die eine oder andere Spinto-Rolle gesungen, sich dann aber auf das Gebiet des Belcanto spezialisiert. Somit liegt die eisumgürtete Prinzessin als Rolle nicht gerade nahe. Offensichtlich kommen ihr aber gerade die Schattierungsmöglichkeiten des Belcanto in dieser Partie sehr zu gute, denn sie tritt nicht als Sopranfanfare auf, sondern kann der Turandot selten gehörte Feinheiten entlocken. Selten habe ich eine solche stimmliche Feinzeichnung der Turandot gehört.
Ihr zur Seite steht mit Luciano Pavarotti ein Partner, mit dem sie eine Vielzahl an Einspielungen gemacht hat. Der Kalaf ist ihm bei ganz genauem Hinhören vielleicht noch eine halbe Nummer zu groß, aber das ist bei dieser Darbietung mit der ansonsten gut ansprechenden Stimme wirklich meckern auf ganz hohem Niveau. Wie auch der Sutherland kommt Pavarotti die Klangregie sehr entgegen, die die Solisten sehr weit im Vordergrund präsentiert. Dieser akkustische Kunstgriff wird Montserrat Caballe aber fast zum "Verhängnis". Ihre Liu badet in lyrischer duftiger Süße, ist aber im Vergleich mit den beiden vorhergenannten fast schon überpräsent, da hätte eine leichte Regulierung notgetan. Aber selbstverständlich ist sie sängerisch ohne Fehl und Tadel.
Ebenso ausgewählt ist das übrige Ensemble besetzt bis hin zu Peter Pears' bewegendem Kurzauftritt als Altoum. Zubin Mehta gibt dem letzten Werk Puccinis am Pult des London Philharmonic Orchestra Spannung und nahezu ungebremstes Feuer. Die zahlreichen Chöre werden vom John Alldis Choir und dem Wandsworth School Boys' Choir hervorragend gesungen, da funktionieren auch die verschiedenen Dimensionen in der Klangregie auf das Vortrefflichste.
Alles in allem - und da stimme ich ganz vielen Fans dieser Aufnahme zu - ist diese Turandot eine CD-Box für die einsame Insel.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Te Deum der Puccini Diskographie, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Nach dem Blockbuster Tosca der Millieustudie das Mädchen aus dem goldenen Westen dem Tryptichon von drei Kurzopern (Klosterdrama, Ehetragödie) schrieb er angeregt durch das Drama von Gozzi die im Stile einer Grande Opera gehaltene Turandot. Herau kam seine spektakulärste Oper, die heute natürlich alles beinhaltet, was eine italienische Oper auszeichnet. (Ohrwürmer ohne Ende)
Puccinis Heldin eine grausame Prinzessn ,die ihren Freiern Rätsel stellt,und diese wenn sie die Rätsel nicht beantworten umbringt. Genau geschaffen für Puccinei seine meisterhafte Fähigkeit als Komponist unter Beweis zu stellen. Leider konnte der Komponist sie nicht vollenden. Eine Krebserkrankung wurde diagnostiziert. Sein langjähirger Freund Alfano vervollständigte die Oper nach den Skizzen des Miesters. Viele Aufnahmen sind von dieser Oper enthalten. Aber diese ist Referenz. Es ist eine der ganz großen Aufnahmen, die es in der Schallplattengeschichte gegeben hat. Natürlich entstand sie in den Studios der Decca, die ein Jahr zuvor, die Jahrhundert La Boheme unter Karajan produzierte. Tonmeister der Aufnehme war der bewährte Ray Minshull, der dem legendären John Culshaw assistierte. Man verpflichtete eine Sängerschar, die das Who is Who der Italineischen Opernszene war. Turandot wird von Joan Sutherland gesungen Über die Stimme der Sutherland gibt es nur ein Wort Sensationell Sie ist ein wahres Stimmwunder . Ihr Sopran meistert eine der schwierigsten mit koloraturen und Höhen gespickten Sopranpartien als ob es das einfachste für sie wär. Für mich neben der Callas die Turandot schlechthin Liebe Buchalternaturen, Openrfreunde; Sutherland oder Callas wer war die Beste Turandot. Ich weiss es nicht. In Questa Reggia die große Arie singt La Stupenda mit einer Stimme die mich erzittern lässt. An ihrer Seite glänzt ihr Partner Pavarotti. Pavarotti singt so jugendlich stürmisch und wie ein Halbstarker, der die Prinzessin erobern will. Ma kann sich richtig einen pubertierenden jugendlichen von allen guten Geistern verlassenen Prinzen vorstellen,wenn man Big P. hört. Calaf ist seine Partie.Mit seinem hellen Tenor ist er geradezu der Calaf. Nessum Dorma der Feuerzeugschwenk Pavarottititel ist super. Montserrat Caballe ist eine Liu par exellance. Sie ist eine Frau, die eine der tragischsten Gestalten der oper neben Desdemona in Otello ist. Ihr signore ascolta und die Todeszene sind an Schönheit kaum zu überbieten, Sie schlägt eine Schwarzkopf um Längen. Nicolai Ghiaurov ist ein würdevoller Timur. Trotz aller Schicksallschläge ist er immer noch ein König. Sein tiefer Bass ist eine Wohltat zu hören. Man nimmt ihm den erschrockenen Vater ab, der sieht wie sein Sohn dem Monster Turandot verfällt. Beide sind die Kollateralschäden von Calafs Gier.
Die drei Minister jene liebenswerten Männer, die aus dem brutalen Spiel ihrer Herrin aussteigen wollen aber nict können werden kongneial von dem finnischen Bassisten Tom Krause mit seinem Fülligen Bass und den schlanken lyrischen Tenören Pier Francesco Poli und Piero de Palma wiedergegeben. Wer beim Terzett, dass in seiner Tragikkomik an Mahler erinnert keine Tränen in den Augen hat, der ist es selbst schuld. Der Kaiser Turandots seniler, Vater wird von dem Tenor Peter Pears würdevoll wiedergeben.
Zubin Mehta peitscht den Hörer durch die Partitur. Er ist ein Feuerkopf ,der ein schnelles sehr geschlossenes Dirigat bevorzugt.Auch hier muss man 5 Sterne geben.
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Puccini: Turandot
Puccini: Turandot von Dame Joan Sutherland and London Philharmonic Orchestra and Luciano Pavarotti and Montserrat Caballé and Nicolai Ghiaurov and Zubin Mehta
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