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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Ergänzung in der Otello-Diskographie, mehr nicht., 30. Juli 2004
Von 
P. Scheid "patscheid4" (Saarbrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Otello ist eine der zentralen Partien von Plácido Domingo, die er im Verlauf von fast zwei Jahrzehnten dreimal eingespielt hat. Entsprechend interessant ist es, die Entwicklung seiner Stimme und Interpretation zu verfolgen. Im Jahre 1993, in dem die vorliegende Aufnahme produziert wurde, begann für Domingo der Herbst seiner Karriere. Die Stimme besitzt nicht mehr ganz das Volumen früherer Tage und klingt etwas rauher. Die Spitzentöne schwingen folglich nicht mehr ganz so sicher, wie etwa in seiner ersten Aufnahme. Erstaunlich ist allerdings, dass die Stimme neben diesen ganz normalen Verschleißerscheinungen (nach einer zu diesem Zeitpunkt schon fast dreißig Jahre andauernden Laufbahn) in einem durchaus guten Zustand ist. Der typische, leicht abgedunkelte, weiche Domingo-Klang ist auch hier - besonders in der reichen Mittellage - zu bewundern. Mit der Reduzierung der stimmlichen Mittel geht allerdings eine Intensivierung des Ausdrucks einher. Der Gesang Domingos ist verinnerlichter als in seinen beiden früheren Aufnahmen, was der Partie gut tut. Er findet in seiner bislang letzten Einspielung jene dunklen, gedämpften Klangfarben, die eine große Otello-Interpretation braucht. Allerdings ist anzumerken, dass dem Gesang Domingos eine Otello-Komponente fehlt: die des Wilden, Ungezügelten, wie es Ramon Vinay und Mario del Monaco beispielhaft demonstriert haben. Dazu fehlen dem Spanier auch ein wenig die stimmlichen Voraussetzungen. Seine Stimme bleibt trotz aller Abdunklung und dramatischen Steigerungsfähigkeit im Grunde lyrisch. Ein echter Heldentenor, wie seine beiden Vorgänger war er nie und wird es auch nie werden. Ein Otellodarsteller, dem diese Komponente fehlt, wird der Partie in einem entscheidenden Punkt jedoch nicht ganz gerecht.
Mit Cheryl Studer steht ihm die beste Desdemona seiner drei Studio-Produktionen zur Seite, die mit klangschöner, technisch makellos geführter Stimme und einer beseelten Darstellung ihre beiden Vorgängerinnen (Renata Scotto und Katia Ricciarelli) um Längen übertrifft.
Sergei Leiferkus hat zwar das kernige Timbre und die Durchschlagskraft eines echten Verdi-Baritons. Allerdings ist seine Stimme eher schlank als voluminös. Diesen kleinen Makel macht er durch eine intelligente Interpretation wett.
Die Leistungen von Dirigent und Orchester sind gut, ohne allerdings an das Feuer von Toscanini heranreichen zu können.
Fazit: Dies ist eine Aufnahme, die durchaus ihren Platz in einer Sammlung verdient, man sollte aber nicht vergessen, dass es aus der Vergabgenheit vollblütigere Einspielungen gibt (Toscanini, Karajan mit del Monaco).
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend!, 13. Oktober 2011
Meiner Meinung nach ist das die beste Otello einspielung, die auf dem Markt ist. Placido Domingo IST Otello, seine Stimme passt besser zur Rolle als In seiner Levine Aufnahme, und ich finde die hohen Noten viel fester und schöner gesungen als in der früheren Aufnahme. Die Interpretation ist hier auch besser.
Studer ist eine sehr weiche, schöne Desdemona, sehr fein und lyrisch, nicht so dramatisch und "wild" wie Scotto. Leiferkus ist ein sehr intelligenter Jago, aber Milnes gefällt mir besser. Chung ist manchmal etwas zu schnell, aber das stört nicht, da er sehr intensiv und anspruchsvoll dirigiert. Er bringt Instumente zur Geltung die man in anderen Aufnahmen nicht so gut hört. Das einzige was zu bemängeln ist, ist der Chor: der Chor in der Levine Aufnahme ist eindeutig besser.
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Verdi: Otello
Verdi: Otello von Myung Whun Chung and Orchestre de l'Opéra Bastille
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