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am 15. Dezember 2009
Der Karajan-Ring ist nicht jedermanns Sache, ganz klar - doch trotzdem finde ich, dass diese Götterdämmerung hörenswert ist. Der Klang ist von einer sterilen Brillianz, vor allem im Mannenruf entfaltet das Orchester seine volle Wucht. Und die ersten Takte der Götterdämmerung könnte ich mir nicht schöner vorstellen!
Was die Besetzung betrifft - sie ist durchaus (um es treffend wie einer der Vorrezensenten zu sagen) eigenwillig. Vor allem Helge Brilioth vermag es nicht wirklich einen Siegfried par excellence abzugeben. Zwar singt er durchaus jungsiegfriedhaft-heiter, doch mir scheint es, als wäre seine Stimme eigentlich zu klein für die große Musik. Doch seine heldenhaft-juvenile stimmliche Ausstrahlung ist sehr schön.

Helga Derneschs Brünnhilde gefällt mir sogar noch weitaus besser: Was ihr an Stimmwucht fehlt, das macht sie an Klangschönheit wett. Wenn sie singt, hat man weniger die eisengepanzerte Powerfrau vor Augen als vielmehr eine jugendlich-zarte Heldin. Ungewohnt - aber ansprechend!

Karl Ridderbusch als Hagen - Ich hatte beim Hören stets seinen unglaublich sympathischen Sachs im Ohr, und daher empfinde ich Ridderbusch beinahe als zu lieb für diese Rolle.
Der Mannenruf aber ist eine Wucht! Was er hier an heroischer Strahlkraft in seine Stimme legt - unübertroffen!
Auch die Schlussszene des zweiten Aufzugs ist dank Ridderbusch und seinen Mitstreitern herrlich schaurig und beklemmend - Wonneschauer vorm heimischen CD-Player!
Ansonsten jedoch singt Ridderbusch zuweilen sehr, sehr leise; er sollte wahrscheinlich einen schon hochgradig schwindsüchtigen Schurken darstellen... Scherz beiseite, dieses Raunen mag ja durchaus die Dramatik steigern, leider trieb es mich zunächst nur zur Weißglut, aber man gewöhnt sich dran... Und bei seiner Wacht vor der Halle wirkte diese "leise" Darbietung in der Tat äußerst ergreifend, so nachdenklich und schmerzerfüllt.

Zuletzt, doch nicht als Geringster: Thomas Stewart als Gunther! Mit seiner monarchisch-edlen Stimme, die mit ihrem leicht barschen Unterton so herrlich ehrfurchteinflößend klingt, ist er einfach absolute Spitze. Einen besseren Gunther könnte ich mir nicht erträumen.

Darum: Wenngleich in dieser Götterdämmerung manches recht ungewöhnlich ist (vor allem die Besetzung), so ist sie doch ein Klangerlebnis erster Güte, und allein schon wegen Herrn Stewart und Herrn Ridderbusch hat sie ihre fünf Sterne verdient.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2011
I will write only a few words here. The greatness of this recording is Karajans handling of the score in his so special and wonderful transparent way. It's beautiful! Helge Brilioth sings a very good Siegfried with a Wagner voice of seldom heard beauty, how mornful his career was shortened by severe depression. Karajan wanted the young Berit Lindholm as his Brünnhilde both here and in Siegfried. However she denied because she thought she had too little experience of the role as yeat. Helga Dernesch makes a very beautiful Brünnhilde, even if this (and other) heavy roles made her soprano voice come to a much too early end. I have used the word "beauty" and "beautiful" several times here and this is what sets its mark on this very fine document.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2002
Diese Aufnahme vom dritten Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen" ist eine bravouröse Leistung Karajans. Er dirigiert das Orchester mit Meisterleistung und es kommt die komplette Klangkraft zum Tragen. Es gibt jedoch ein Manko, das Karajan sich bei dieser Aufnahme - wie bei vielen - eingestehen muss: Das Orchester übertönt die Sänger teilweise zu stark und sie kommen schlecht durch. Man bekommt jedoch eine Top-Aufnahme, wenn man sich Karajans Ring anschafft, der in keiner Wagner-Sammlung fehlen sollte.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. März 2003
In dieser Einspielung von 1970 entfacht Herbert von Karajan ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse, und das in einer Gesamtlänge von ca. 4 1/2 Stunden. Hierbei kommt ihm diese Oper, die eigenlich eine breitangelegte Sinfonie mit Gesangssolisten ist, großzügig entgegen. Das Orchester ist immer präsent und allgegenwärtig. In jeder sängerischen Pause läßt es sich Karajan nicht nehmen, der Musik seinen Stempel aufzudrücken. Sogar dann, wenn die Sänger an der Reihe sind, begleitet Karajan nicht, sondern musiziert gemeinsam mit ihnen, ohne sie auch nur im Geringsten zu verdecken. Das Gesamtergebnis ist überwältigend.
Vorspiel und erster Akt:
Eine derart fetzige Interpretation des Liebesduetts Brünnhilde - Siegfried und der anschließenden Siegfried-Rheinfahrt erlebt man nicht einmal im Konzertsaal. Der Treueschwur Siegfried - Gunther ist spannend und atemberaubend. Der Hagen-Monolog "Hier sitz ich am Herd" ist furchterregend. Karl Ridderbusch ist mit seinem voluminösen und resonanten Belcanto-Baß der ideale Hagen: dämonisch - der Grundbegriff des Bösen. Die Szene Brünnhilde - Waltraute ist von einer besinnlichen Ruhe, hier das Tempo wunderbar l a n g s a m, idealer geht es nicht. Im Finale des ersten Akts (Brünnhilde - Siegfried) triumphieren die Berliner Bläser mit einem harten, peitschenden Schmettern und legen auf diese Weise der Brünnhilde, aber auch dem bestürzten Zuhörer, ihr drohendes Unheil offen.
Zweiter Akt:
Geisterhaft schaurig der Dialog Alberich - Hagen, absolut beklemmend. Welcher der beiden Sänger, Zoltan Kelemen als Alberich oder Karl Ridderbusch, schwärzer und böser ist, bleibt dem Zuhörer selber überlassen. Ideal hierbei auch die Pianissimo-Begleitung des Orchesters, die es den Sängern ermöglicht, ihre Partien im Flüsterton zu hauchen, ohne daß dabei die Sprachverständlichkeit verloren geht, wiederum ein Beweis der Extraklasse Karajans.
Dritter Akt:
Erfrischend heiter und bedrohlich der Dialog Siegfried - Rheintöchter zu Beginn des dritten Akts, schmissig und locker begleitet von den Berliner Philharmonikern. Der Todesmarsch artet hier nicht zu einem Glanz-und-Gloria-Intermezzo aus, sondern wird tatsächlich als Zwischenaktmusik interpretiert, als Einleitung zur absoluten Trostlosigkeit der nachfolgenden Szene mit Gutrune, die von Gundula Janowitz und den düsteren Schattensinfonikern des Berliner Ensembles geheimnisvoll vorgetragen wird. Zum Schlußgesang der Brünnhilde, dem nachfolgenden Orchesteruntergang und der wundervollen Schlußkadenz fällt mir nur ein Gedanke ein: Schade, schade, daß der Ring-Zyklus schon zuende ist!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Dezember 2014
Ich habe dieses Produkt für meine Mutter gekauft und Sie war begeistert! Ich würde es immer wieder für jemanden Empfehlen der gerne Klassik hört!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2011
meines erachtens gibt es im modernen zeitalter der stereo-hifi-tontechnik -also sagen wir so ab den sechziger jahren- 2 durch studiotonaufnahmen dokumentierte götterdämmerungssiegfriede der extraklasse und diese sind -hier- helge brilioth 1970 unter karajan und der andere ist reiner goldberg unter levine 1989. brilioth klingt noch etwas wärmer und männlicher -auch eben baritonaler wobei er um missverständnisse zu vermeiden problemlos jeden ton trifft- als der vokal und textlich brillante -und tenoralere- reiner goldberg, der wiederum ist -naturgemäß- als deutscher muttersprachler in der textartikulation und -ausgestaltung gegenüber brilioth noch etwas überlegen - helge brilioths muttersprache war schwedisch, er singt aber -um auch hier missverständnissen vorzubeugen- f a s t perfektes deutsch, mit das beste, was nicht-deutsch-muttersprachler auf wagner-aufnahmen je zustande brachten, besser als vickers, melchior, vinay, domingo, jess thomas ..., sogar noch etwas besser als george london. brilioth singt den götterdämmerungssiegfried einfach betöred schönstimmig und warm, er lässt, reiner goldberg wie skizziert ausgenommen, die moderne konkurrenz ansonsten deutlich hinter sich. - jens
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2008
Eigentlich habe ich mir diese Aufnahme nur wegen Karl Ridderbuschs Hagen gekauft und wurde in diesem Punkt (wie zu erwarten) auch nicht enttäuscht. Seine Interpretation ist absolut beeindruckend. Auch die Janowitz als wunderschön singende Gutrune und Stewarts König Gunther sind grandios. Der Rest der Besetzung überzeugt mal mehr (Helga Dernesch), mal weniger (Helge Brilioth).

Aber da ist eben noch Karajan, der mal wieder Karajan dirigiert und nicht immer Wagner... Dieses unsinnige sich nahezu bis zur Unhörbarkeit zurücknehmende und dann wieder eitel auftrumpfende Orchesterspiel ist über weite Strecken lediglich eine effekthascherische Masche. (Da kann der Orchesterklang noch so eindrucksvoll sein.) Die Solisten und den Chor mitunter bis zum Flüstern zu bringen ist eine nette Dressurnummer, gewinnt der Interpretation aber auch keine neuen Seiten ab. Das Ganze klingt recht schön, hätte aber mehr Aufrauhung im Orchesterklang vertragen können.

Von den mir bekannten Ringzyklen gebe ich da den Bayreuther Einspielungen unter Keilberth und Böhm weiter den Vorzug, die auch der "Götterdämmerung" (meiner Meinung nach Wagners schwerfälligstem Werk) mehr Reiz abgewinnen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2013
Wie alle Wagner Opern, ein Genial und bezauberndes werk des Deutschen Meisters! Auch eine wunderbare Besetzung, und Karajan macht das was er am besten kann! Nur zum empfehlen!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2013
Wie der gute alte Wagner halt so ist - kann ganz schön anstrengend sein, manchmal auch auf den Wecker gehen - im ganzen aber bombastisch schön...
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