Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrhaftigkeit der Violetta, 9. März 2003
Von 
Schon die ersten Töne des Preludio lassen erahnen, auf was es Carlos Kleiber und seinen Künstlern ankommt. Wahrhaftigkeit, Leidenschaft, allerhöchste Professionalität und Liebe für die "Verdorbene". Ileana Cotrubas als Violetta vollbringt das Wunder, den Hörer nur allein mit ihrer Stimme, ihrem Ausdruck, ihren Stimmfarben das unausweichliche Schicksal der Kurtisane nahe zu bringen und zu Tränen zu rühren. Im "Sempre libera" überwältigt einen die Kraft mit der sie um Violettas Leben singt. Doch Kleiber bringt die anderen Sängern (allen voran Domingo & Millnes) und das Bayerischen Staatsorchester dazu, eine "Traviata" - Einspielung vorzulegen, fernab jeder Rührseligkeit - vielmehr voll von Liebe, Tragik, Trauer, Zorn, Leidenschaft, Eifersucht; kurz alles, was den wahren Geist der Gattung Oper ausmacht. Und das alles wird nur über die Lautsprecher dem Hörer nahegebracht. Wahrhaftig eine historische und eine Referenzaufnahme für jeden ernsthaften Umgang mit "La Traviata"!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die absolute Referenz, 21. Mai 2008
Diese Aufnahme der Traviata ist an Gefühl und innerer Wärme nicht zu übertreffen. Sie zählt zu den größten Aufnahmen der Operngeschichte und das liegt nicht zuletzt an dem brillianten Dirigat von Carlos Kleiber. Er ist der eigentliche Star dieser Aufnahme, denn an Einfühlungsvermögen ist er wohl kaum zu übertreffen. Dies ist jedem Hörer bereits nach der wundervollen Ouvertüre klar. Die sängerische Besetzung ist hervorragend. Besonders Ilena Cotrubas und Placido Domingo, die Darsteller der Hauptrollen, überzeugen mit ihren Jahrhundertstimmen selbst besonders kritische Hörer.
Ilena Cotrubas singt die Violetta. Hierbei handelt es sich um eine der anspruchsvollsten Partien der Opernliteratur. Cotrubas singt mit sehr jungendlicher und frischer Stimme, die selbst in extremen Höhenlagen besteht. Ihr Vortrag ist menschlich und inspirierend. Die Darstellung ist vortrefflich gelungen. Ihre stimmlichen Qualitäten werden jedem Hörer bei der großen Arie "E'strano" deutlich. Virtuosität ist gepaart mit Elegie und Sanftmut. Spitzentöne und Koloraturen sind grandios. Besonders bewegend ist ebenfalls das Duett mit Alfredos Vater. Domingo ist ebenfalls für die Rolle des Alfredo gut geeignet. Seine Stimme bringt alle Vorraussetzungen für diese Rolle mit. Auch seine Darstellung ist beispielhaft. Besonders hervorragend ist die Arie "O mio rimorso" gelungen. Insgesamt also eine brilliante Aufnahme mit bewegenden Darstellern und grandiosen Sängern. Besonders hervorzuheben ist das Orchester unter der Leitung von Carlos Kleiber.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Traviata der Superlative, 20. Oktober 2007
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Was soll man zum Lob und Preis dieser "La Traviata" noch sagen? Die ganze Aufnahme ist ein einziger Traum, eine vollendete Darstellung ohne jeden Vergleich.
Das beginnt schon mit Carlos Kleiber, diesem Dirigenten der Extraklasse. Er gestaltet die wohl mondänste Oper Verdis mit einer solchen Akribie und Vollkommenheit, daß einem buchstäblich die Sprache wegbleibt. Nie hat man das Werk glanzvoller und detailgetreuer gehört, obgleich es noch eine Reihe weiterer guter Aufnahmen auf dem Markt gibt. Hier stimmt einfach alles, selbst die als Banalitäten abgetanen Caballetta-Teile der Tenor- und Baritonarien im zweiten Akt werden mit solcher Feinsinnigkeit ausgeleuchtet, daß sie in ganz neuem Licht erscheinen und von trivial oder gar banal keine Rede mehr sein kann. Die Ballmusiken des ersten und dritten Aktes sind von umwerfender Motorik und legen die innere Leere dieser Feste schonungslos bloß. Seit Toscaninis legendärer Aufnahme aus dem Jahr 1946 hat man die Oper nicht mehr in dieser Schlankheit und rhythmischen Genauigkeit gehört.
Dazu kommt eine wahrhaft traumhafte Sängerschar: Die rumänische Sopranistin Ileana Cotrubas als Violetta ist ein Glücksfall. Sie schafft es stellenweise sogar, Maria Callas vergessen zu machen, wenn ihr auch die totale Rollenidentifikation ihrer großen Vorgängerin nicht in so einzigartiger Weise gelingt. Frau Cotrubas singt vom ersten bis zum letzten Ton mit spürbarer innerer Beteiligung, ihre Sterbeszene ist rührend, ohne in Rührseligkeit abzusinken, wie das bei mancher anderen Rollenvertreterin der Fall ist. Nie trägt sie "zu dick" auf, sie bleibt glaubhaft bis zum tragischen Ende.
Plácido Domingo singt den Alfredo mit ganzem Einsatz, aber musikalisch genau und sorgfältig. Man kann spüren, daß der Dirigent ihn nachdrücklich zu diszipliniertem Singen angehalten hat. Das gilt auch für Sherrill Milnes: Er hatte schon unter Georges Prêtre (RCA) den Vater Germont gesungen, und man muß ihm bescheinigen, daß auch er seine Leistung noch einmal deutlich gesteigert hat. Er singt nicht nur tonschön, sondern ist auch (mit Erfolg) um eine adäquate Rollengestaltung bemüht.
Alle Nebenrollen sind gut besetzt, und Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper hatten mit Carlos Kleiber eine wahre Sternstunde. Auch hier kann man wieder feststellen, daß ein Ensemble über sich selbst hinauswächst, wenn es von einem genialen Künstler geführt wird. Der Dirigent hat uns leider nur eine Handvoll Aufnahmen hinterlassen, aber was er der Schallplatte anvertraut hat, wird Bestand haben und gehört in den CD-Olymp.
Die Produktion aus 1977/78 ist klangtechnisch ganz großartig. Das digitale Re-Mastering hat diese Qualitäten noch einmal beträchtlich gesteigert. Auch die Präsentation ist ausgezeichnet: Nicht nur das vollständige Libretto mit mehrsprachiger Übersetzung liegt bei, das Textbuch liefert zudem noch wertvolle Informationen zu Werk und Aufnahme.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La Traviata, 7. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich schwankte ziwischen einer CD mit Maria Callas und dieser. Ich habe mich richtig entschieden, diese Einspielung wird zurecht als hervorragend bezeichnet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS ist italienischer Koloratursopran, 27. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
So klingt kristallklarer Koloratursopran auf Italienisch!
Referenzaufnahme (siehe Rondo Magazin-Seite) unter den ach so vielen La Traviatas.
Leider nur CD statt DVD, aber wer kann sich auch schon rühmen, die schönste Frau von Paris zu sein...?!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Perfekt musiziertes Kurtisanen-Schicksal, 8. März 2011
La Traviata gehört, wenn man den Ausdruck benutzen darf, zu den Big-Five der Opernliteratur, dementsprechend viele Aufnahmen stehen zur Verfügung; nur - welche soll man nehmen? Maria Callas war eine sensationelle Singschauspielerin, Montserrat Caballe und Joan Sutherland technisch nahezu perfekt; die Wahl wird nicht einfacher.
Carlos Kleiber legte in den 70ern diese Aufnahme vor, die auch heute noch zum engeren Kreis der Referenzaufnahmen gehört und wie ich finde zu Recht. Mit einem hervorragend aufgelegten Bayerischen Staatsorchester trifft er musikalisch den Nerv der Partitur und damit voll ins musikalische Zentrum, klingt das doch alles sowohl einschmeichelnd als auch nervenaufreibend irrisierend. Der Dirigent war sicherlich ein Pedant, das Ergebnis aber spricht vollkommen für sich.
Das musikalische Konzept wird von drei Protagonisten getragen, die nahezu vollkommen zu sein scheinen für ihre Partien. Ilena Cotrubas gibt im ersten Akt noch die Getriebene, findet aber im zweiten und vor allem auch im dritten Akt wunderschön ruhige Momente. Ihr Partner Placido Domingo in der Rolle des Alfredo war damals DER Star des Verdigesangs, sein Alfredo überzeugt mich persönlich aber nicht ganz. Zugegeben, ein sängerisches "Weichei" möchte ich in der Partie nicht gerade hören, aber Domingos Stimme ist mir persönlich für den Alfredo doch schon etwas zu gereift. Sherrill Milnes schließlich gibt einmal mehr den Giorgio Germont. Im direkten Vergleich mit seinem Rollenprofil in der Pretre-Aufnahme mit Caballe klingt er hier noch nobler, er singt den Vater mit rundem schönklingendem Bariton und einem fast als distinguiert zu bezeichnendem Charme. Auch das restliche Ensemble klingt durchweg gut.
Wie gesagt, es gibt viele - und einige wirklich gute - Aufnahmen der Traviata, das hier ist aber wirklich eine der besten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast Perfekt, 11. Juli 2004
Die sogenannte "Münchener Traviata" stellt sicherlich die vom Gesamteindruck beste Aufnahme dieser Oper dar. Kleibers Dirigat ist an Präzision und Einfühlungsvermögen unübertroffen. Die sängerische Besetzung ist, wie immer, Geschmackssache.
Ileana Cotrubas singt die anspruchsvolle Partie der Violetta technisch makellos und überzeugend. Ich finde ihre Stimme allerdings zu kalt und schrill, um die emotionale Entwicklung der Hauptfigur zu transportieren. Hier ziehe ich Edita Gruberova (Shiccoff, Rizzi) vor, die mit ihrem samtenen Timbre und ihrer sensiblen Technik der Titelheldin unglaubliche Authentizität verleiht.
Placido Domingo ist ein mal sensibeler, mal forscher Alfredo. Leider offenbart er beim Spitzenton von "O mio rimorso" für mich bei einer Studioaufnahme nicht nachvollziehbare Schwächen in der Höhe. Hierfür der Punktabzug. In der Tenorpartie überzeugt mich Alfredo Kraus (Te Kanawa, Mehta) am meisten.
Allerdings schränken die minimalen Abstriche den Hörgenuss kaum ein. In der Summe ist diese Einspielung am ausgewogensten und nur zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toscaninis Schatten, 29. Juli 2009
Carlos Kleibers "Traviata" ist ohne Zweifel durchweg von hoher und höchster Qualität; hat man sich aber erstmal an Toscaninis unbeschreibbare musikalische Obsessionen, seine unhintergehbare ästhetische Radikalität und Kompromißloskeit, wie er sie in seiner 1946er "Traviata" exemplarisch vorführt, gewöhnt, fällt im Vergleich dazu selbst Kleibers nahezu idealtypische Realisierung der Partitur deutlich ab.
Deshalb: Kleibers "Traviata" eignet sich vorzüglich für Hörer, die einen ersten Kontakt mit Verdis Oper suchen; all die Unseligen aber, die sich anhand der Toscanini-Einspielung mit der "Traviata" vertraut gemacht haben,
sind für alle anderen Einspielungen verloren - für sie kann es keine "Traviata" NACH Toscanini geben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0x9e65cef4)

Dieses Produkt

Verdi: La Traviata (Kleiber)
Verdi: La Traviata (Kleiber) von Bavarian State Orchestra and Carlos Kleiber and Ileana Cotrubas and Plácido Domingo and Sherrill Milnes
MP3-Album kaufenEUR 13,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen