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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 2008
Mag subjektiv sein, aber das Sibeliuskonzert ist mein Lieblingsviolinkonzert. Gut, die Klassiker heissen anders, aber für mich gibt es einerseits die grossen Götter zum Anbeten und andererseits jene vielleicht nicht ganz so grossen, die mein Herz gestohlen haben. Man mag von Sibelius halten was man will (ich schätze ihn sehr!), sein Konzert gehört zu den ganz Grossen, ist in jeder Drei-CD-Violinkonzertsammlung mit dabei, und nicht ohne Grund. Ich bin mit der bis dato unschlagbaren Heifetzversion aufgewachsen und habe natürlich einige andere gute Interpretationen gesammelt. Und nun diese Version mit Anne-Sophie Mutter. Ich sitze vor dieser Aufnahme wie das Kaninchen vor der Schlange. Alle anderen spielen es - sie deklamiert es wie klassisches Theater. Sie ist Salome, Desdemona und Kassandra und ich bin... wer auch immer. Der manierierte, so laszive wie explosive Singsang, der mir bei ihrer Tschaikowskyeinspielung so auf die Nerven ging (nicht weit von Kitsch entfernt; auf jener anderen CD ist das Korngoldkonzert gelungener), ist hier durchaus passend: sprechend, verführerisch, wird zum nie gehörten Abenteuer und macht mich süchtig. Jede Note ist ausformuliert wie das Gurren einer Geliebten, Passagen mit heisser Virtuosität makellos biegsam vorjongliert, "hingepfeffert". Das Orchester folgt ihr genauso überhitzt. Gut, diese Art der Interpretation wird wahrscheinlich nicht Schule machen, sie ist zu persönlich, aber wir hatten ja derartige Versuche sogar mit Vivaldis Vier Jahreszeiten und die haben unsere Hörgewohnheiten aufgemischt. Alles in allem eine umwerfende Aufnahme - wenn man als Klassikfan zulässt, dass äusserst subjektiv und ohne "gebotene klassische Zurückhaltung" musiziert wird. Das Sibeliuskonzert verträgt dieses Abenteuer. Ausdrucksfanatiker könnten mit ihr heisse Köpfe bekommen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Dezember 2002
Der grosse Finne ausnahmsweise allein auf einer Platte - ohne weitere romantische Konzerte; ausschliesslich nordische Musik, ganz angenehm.
Anne-Sophie Mutter ist hier als Solistin ein wenig ambivalent zu sehen, obgleich ich diese Aufnahme nicht missen moechte.
Wunderbar versteht sie es das Thema des ersten Satzes auszudifferenzieren, die Tiefe auszukosten, mit der unglaublichen Spannung zu spielen und diese erst gegen Ende ausbrechen zu lassen.
Aehnlich der zweite Satz. Ein stetes Ansteigen der Intensitaet, ein gekonnter Wechsel zwischen Solistin und Orchester, eklatante Schwermut auf unruhigem Grundrhythmus.
Dieser Rhythmus wird im letzten Satz zum weisenden Schlag, zum wuetenden Puls, den Previn dennoch im Zaum zu halten vermag, und ueber dem die Violine in freier Entfaltung tobt.
Mutter gibt dem Stueck die noetige Schwere, die noetige Wehmut, reisst durch ihre brillante Kraft mit, laesst aber ein wenig die Kuehle, die so praegnant fuer dieses Stueck ist, fehlen, und die dies Werk von anderen romantischen Konzerten abhebt.
Ein wenig zu viel "Mutter-Stil" mit zu wenig feinklirrender, nordischen Noblesse, aber vielleicht gerade deshalb spannend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 17. August 2014
Anne-Sophie Mutter wirft man immer wieder vor, dass sie einen (zu) subjektiven Stil habe - und in der Tat gibt es Werke, bei denen man etwas in Stirnrunzeln (zuletzt bei der Aufnahme des Dovrak-Konzerts) kommt. Aber immer wieder gelingen ihr gerade mit diesen Stilmitteln sehr überzeugende Interpretationen und dies gilt für mich für das Sibelius-Konzert.
Sie bevorzugt einen sehr romantischen Zugang zu diesem Werk, spielt mit "großem" Ton (man kann das "nordisch-kühler" spielen), setzt dabei auf ihre Virtuosität und reißt (zumindest mich) mit. Es ist eine spannungsvolle, rhythmisch sehr prägnante Wiedergabe, die so etwas wie Drive besitzt. A.-S. Mutter wird dabei von ihrem damaligen Mann A. Previn vortrefflich begleitet, der der Virtuosin einen schönen Klangteppich unterlegt.
Ähnlich überzeugend die Serenade, im typischen Sibelius-Ton (mit unheimlichen Steicherklängen), ein viel zu selten gespieltes/gehörtes Werk.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jean Sibelius hat sich lange Zeit gelassen, bis er sein Violinkonzert in d moll op. 47 veröffentlichte. Es dauerte lange, bevor er mit der Instrumentierung zufrieden war. Nach der Uraufführung des Stückes war er der Ansicht, dass er einen ganz großen Wurf erlangt habe. Und das zurecht, denn bis heute gehört dieses Konzert zu den verhältnismäßig wenigen Werken des großen Finnen, die sich in den Konzertsälen halten können.

Das Werk beginnt mit einem recht schnell zur Sache kommenden Allegro moderato. Das Hauptthema, das Sibelius für diesen Satz vorsah, ist genial, das erkennt der geneigte Hörer schnell. Unglücklicherweise aber verzichtete er darauf, dieses Thema auch nur ein einziges Mal im Tutti spielen zu lassen. Die Violine dominiert das Geschehen unentwegt, von der ersten bis zur letzten Minute. Immer wieder gewinnt man den Eindruck, dass da doch noch etwas kommen müsse, dass da doch etwas fehle.
Dem Adagio des zweiten Satzes hingegen tut die starke Dominanz der Solovioline erstaunlich gut. Sie singt und schwebt nur getragen von einigen tiefen Streichern, gelegentlich auch im konzertanten Wechsel mit den hohen Streichern und Bläsern.
Im Finale dasselbe Spiel wie im Kopfsatz: Wieder lässt sich leider, leider nur erahnen, wie herrlich alles hätte sein können, wenn das gesamte Konzert nicht zu einem Konzertstück für Violine mit Orchesterbegleitung degeneriert wäre.

Als Zugabe gibt's zwei angenehme, leidenschaftlich getragene Serenaden für Violine und Orchester op. 69, Nr. 1 in D Dur, Nr. 2 in g moll. Hierbei handelt es sich mehr oder minder um Gelegenheitswerke des finnischen Komponisten. Dennoch ist man beim Hören geneigt, die weite der finnischen Seenlandschaft vor sich zu sehen.

Weiterhin wird eine Humoreske für Violine und Orchester in d moll op. 87,1 eingespielt. Dieses weniger ambitionierte Werk hat nicht viel Humoriges, ist eher traurig und melancholisch.

Anne Sophie Mutter, eine Geigerin mit atemberaubender Technik, aber teilweise zu wenig Einfühlungsvermögen, spielt alle Stücke schnörkellos, fehlerfrei und sehr transparent. Auch lässt sie es in dieser Aufnahme nicht an Wärme und Gefühl mangeln. Begleitet wird sie von der einwandfrei spielenden Staatskapelle Dresden unter Leitung ihres Mannes André Previn. Die Aufnahmequalität ist ausgezeichnet.

Fazit: Es gibt Aufnahmen, bei denen die Interpretation besser ist als das Werk selbst. Diese Aufnahme gehört dazu.
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am 21. April 2015
Für mich wohl die beste Interpretation des Violininkonzertes von Sibelius...technisch sehr gute Einspielung

Eben Anne-Sophie Mutter....

Günstig gekauft bei Medimops.
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am 12. Juni 2015
Diese CD ist einfach ein muß für Klassische Musik Liebhaber. Würde ich mir immer wieder kaufen. Denn über Geschmack läßt sich bekannter weise nicht streiten.
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am 21. Juni 2014
hat noch in der Sammlung gefehlt und ist eine wunderbare Vorbereitung auf ihr live KOnzert im Januar 2015, ein Genuss.
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