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TOP 1000 REZENSENTam 23. April 2010
Maurice Ravel komponierte seine beiden Klavierkonzerte beinahe zeitgleich. Dabei sah er sich einigen ideellen und formalen Problemen gegenüber, denn er wollte keinesfalls ein Konzert im klassischen Sinne schreiben. So beließ er im Klavierkonzert in G Dur zwar die gängige Satzfolge schnell-langsam-schnell, verwob das Ganze aber derart eng, verknappte den musikalischen Ausdruck ungemein und entfremdete die einzelnen Sätze formal derart, dass wirklich nur noch die Satzfolge an ein Konzert klassischen Schlages erinnert. Dennoch ist dieses G Dur Konzert eher untypisch für Ravel, da es sehr viele melodisch/ romantische Anklänge enthält, vor allem im zweiten Satz.

Der erste Satz beginnt mit einem Schlag aus der Perkussion. Wild ineinander fahrende Bläserklänge eröffnen diesen furiosen Satz. Konzertierende Elemente wechseln rasch mit Orchestertutti mit obligatem Klavier. Befremdend wirkt, wenn man Ravels andere Orchesterkompositionen mit Ausnahme des Bolero kennt, die strenge, beinahe romantische Allgegenwärtigkeit des Hauptthemas.
Der zweite Satz ist eines der am häufigsten eingespielten Stücke des französischen Meisters. Auch in den Jazz hat dieses Adagio Einzug gehalten. Es ist von großer Schlichtheit, subtiler Eleganz und starker Ausruckskraft. Das Klavier dominiert weite Strecken, teils begleitet von den hohen Bläsern.
Das sehr schnelle und kurze Presto des Finals ist am ehesten impressionistisch zu nennen. Klangfetzen huschen am Hörer vorbei, verschwommene Konturen bereichern den ohnehin schon sehr hohen Hörgenuss.

Beim D Dur Konzert, das Ravel eher vollendete als das Klavierkonzert in G Dur, verkappte er das Formale so stark, dass am Ende nur ein einzelner Satz dabei herauskam. Weiterhin sah er sich dem Problem gegenüber, dass er es für einen Kriegsveteranen komponierte, der seinen rechten Arm verloren hatte. Dieses vermeintliche Manko kaschierte Ravel so, dass es kaum auffällt: Der Klang des Klaviers, auch in den Kadenzen, ist stets voll, markig und ausfüllend.
Das Hauptthema des Konzertes entwickelt sich, anders als im G Dur Konzert, sehr träge, langsam und leise im Bass - nämlich in den Kontrabässen und im Kontrafagott, bis es schließlich lautstark anschwillt und im vollen Orchester dargeboten wird. Weiterhin ist dieses Konzert wesentlich düsterer und trauriger als sein Schwesterwerk, dafür aber auch wesentlich impressionistischer geprägt.
Nach dem Orchesterritornell setzt mit trotziger Wucht das Klavier zur Kadenz an. Es entwickelt dabei hinreißende Nebenthemen. Der dritte, schnelle Teil des Konzertes ist voluminös und erzeugt zahlreiche verwaschene Klangkonturen.
Zum Schluss fällt das Konzert quasi zurück in seine anfängliche Lethargie, gipfelt in einer kurzen Marschsequenz und versiegt schließlich.

Als Zugabe finden sich die Valses nobles et sentimentales auf dieser CD, ein Skandalerfolg Ravels. In einem seiner besten und zugleich impressionistischen Werke gibt er eine Hommage an seinen geliebten Walzer, den er durch verschiedene Tempi und Stimmungen schickt.

The Cleveland Orchestra (G Dur Konzert und Valses) und das London Symphony Orchestra (D Dur Konzert) unter der Leitung von Pierre Boulez zusammen mit Krystian Zimerman bringen eine brillante, klangtechnisch perfekte Aufnahme zustande, die ihresgleichen lange suchen wird. Jede noch so schwierige Passage meistert der geniale Zimerman mit Leichtigkeit. Der Impressionismus Spezialist Boulez rollt dem Hörer einen wunderbar farbenfrohen Klangteppich aus, der die Musik nicht nur durch die Ohren zum Erlebnis macht, sondern auch vor dem inneren Auge.
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am 3. Dezember 2002
Eine legendäre Aufnahme! Die meisten verbinden mit Ravels Namen wahrscheinlich nur den berühmten Bolero - und das obwohl Ravel diesen eher als Orchesterstudie vorgesehen hatte. Jedenfalls komponierte er kurz darauf diese beiden Klavierkonzerte, zwei Meisterwerke mit epischer Klangsprache, dabei jedoch hochmodern und nicht ohne Humor und Witz, man meint zuweilen sogar einen dazugehörigen Film vor Augen zu haben. Ravels größte Stärke dürfte der Umgang mit den Instrumenten sein, so kommt es z.B. dass Instrumente wie z.B. Flöte oder Trompete, die sonst eher festgelegten Rollenklischees entsprechen, zu ganz neuartigen Funktionen gelangen und zu Juwelen in diesem großartigen Kontext werden.
Krystian Zimerman war sich durchaus dessen bewusst, dass es von diesen Konzerten, vor allem des ersten, bereits kaum zu übertreffende Referenzaufnahmen gab, sowohl hinsichtlich der Interpretation wie auch der Aufnahmetechnik. So kam es wohl auch, dass er nach vielem Ausprobieren mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten sich selbst für die Aufnahme mit Pierre Boulez und Cleveland bzw. London Symphony entschieden hat. Das Ergebnis ist phänomenal. Ein unglaublicher Klang, der einen in ferne Welten mitreißt und eine Interpretation die in der Perfektion selbst jene von Arturo Benedetti Michelangeli um eine Winzigkeit zu übertreffen scheint.
Man kann diese CD ohne Vorbehalte jedem Musikfreund weiterempfehlen, auch Kenner moderner Musik und der sogenannten leichteren Muse dürften an diesen Stücken, die zuweilen auch Jazzelemente und sogar Vorausdeutungen auf die Musik von Genies wie Jimi Hendrix enthalten, ihre große Freude haben. Und Leute mit Vorbehalten gegenüber moderner Musik kann man angesichts der kunstvollen Programmatik, des Humors und der mediterranen Wärme in Ravels Musik getrost entwarnen, sie ist sehr zugänglich verglichen mit anderen modernen Werken jener Zeit. Ein Kunstwerk!
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am 3. November 2015
Die Aufnahme bzw. Einspielung des Ravelschen Klavierkonzertes D-dur für die linke Hand ist - kurz und bündig gesagt - trotz des hier etwas älteren Datums wegen des guten Spiels am Klavier von Krystian Zimerman gegenüber dem von Yuja Wang (ASIN: B0128ZEUN2 Ravel: Die 2 Klavierkonzerte / Fauré: Ballade ) die bessere. Das betrifft auch die Leistung des London Symphony Orchestra, die hier expressiver ausfällt.
Noch meisterlicher als Zimerman/Boulez ist nach meinem Eindruck die Aufnahme des Klavierkonzertes für die linke Hand von Monique Haas und dem Orchestre National de la RTF, Paris unter Paul Paray (ASIN: B0006ZFQOO The Originals - Klavierkonzert G-Dur/Konzert für die Linke Hand/+ ), die eine grosse Klasse für sich ist.
Der Pianist Daniel Wayenberg mit dem Orchestre du Théâtre des Champs-Élysées unter Ernest Bour bleibt hinter Zimerman eindeutig zurück (mp3-ASIN: B00TIECFNE Ravel: Concertos pour piano (Mono Version) [+digital booklet] ). Auch der Pianist Aldo Ciccolini reicht mit dem Orchestre de Paris unter Jean Martinon nicht heran (auf CD 8 der ASIN: B008DK3Q96).
Bei Michel Béroff am Klavier mit dem London Symphony Orchestra unter Claudio Abbado ist nach meiner Ansicht im Vergleich mit Zimerman/Boulez mehr Feuer im Klavier- als auch im Orchester-Spiel (ASIN: B000001G9Q Klavierkonzerte ). Zimerman/Boulez und das LSO gehen die Sache ruhiger - und unverständlicherweise: ein Quentchen weniger lebendig - an. Lag es am London Symphony Orchestra, das auf dieser CD hier nur das D-dur Konzert spielt (d. h. alle anderen CD-Stücke mit dem Cleveland Orchestra)? Dagegen hatte Boulez mit dem Cleveland Orchestra in der Einspielung durch den Pianisten Philippe Entremont in sehr überzeugender Weise bewiesen, dass Dirigent, Pianist und Orchester musikalisches Feuer entfachen können (ASIN: B000026EO4).

Wie sich das Klavierkonzert G-dur von Zimerman/Boulez mit dem Cleveland Orchestra gegenüber der Konkurrenz von z. B. Monique Haas oder Philippe Entremont (mit dem Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy, ASIN: B000026EO4) oder Martha Argerich (ASIN: B000001G9Q Klavierkonzerte bzw. ASIN der 10 Jahre früheren Aufnahme: B000001GQQ The Originals - Prokofieff / Ravel ) oder von Aldo Ciccolini (auf CD 8 der ASIN: B008DK3Q96) oder Stefano Bollani (ASIN: B0079J26YS) oder insbesondere von Arturo Benedetti Michelangeli (ASIN: B00003ZKRJ Ravel / Rachmaninoff (Klavierkonzerte) ) einordnet, ist etwas mehr von Stimmungen abhängig. Aber ich denke, dass Zimerman und Boulez auch hier nicht den Siegerpokal einspielen konnten, sondern Michelangeli/Gracis.

Die Orchesterfassung der Valses nobles et sentimentales ist dem flotter spielenden Cleveland Orchestra unter Pierre Boulez nicht besser gelungen als z. B. dem betont ausmalend spielenden Orchestre de la Suisse Romande unter Ernest Ansermet (ASIN: B00005LKEN Orchesterwerke (Ga) ), obschon die Mono-Aufnahmetechnik da aus dem Jahr 1953 nicht mit dem DDD-Veröffentlichungsergebnis hier aus dem Jahr 1998 konkurrieren kann. Allerdings gibt es z. B. die dem Ernest Ansermet fast ebenbürtige, aber gegenüber Ansermet technisch neuere Einspielung mit dem Philadelphia Orchestra unter Charles Munch (ASIN: B000026SQ0) als auch die technisch neuere Einspielung mit dem Orchestre de Paris unter Jean Martinon (auf CD 6 der ASIN: B008DK3Q96 Orchesterwerke ). Dann gibt es desweiteren noch die ausdrucksstärker ausmalende Einspielung vom Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa (eloquence - ASIN: B013GW6FES) und auch noch die ganz flotte Einspielung vom Chicago Symphony Orchestra unter Fritz Reiner (ASIN: B000026F6L Ravel: Rapsodie espagnole, Valses nobles et sentimentales, Alborada del gracioso, Pavane / Debussy: Ibéria ). Alle alternativ erwähnten 'Valses nobles et sentimentales'-Orchester-Einspielungen wurden vor der Einspielung von Pierre Boulez aufgenommen (Boulez hier: DDD-Aufnahme, Masonic Auditorium, Cleveland, November 1994).

Wegen der Einschränkungen reicht es bei dieser CD in meinen Augen leider nicht für 5 Sterne bzw. nicht zur Referenzaufnahme. Da waren frühere Einspielungen noch besser (entsprechend der Werke-Reihenfolge auf dieser CD z. B. Michelangeli, Ansermet, Haas).
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am 29. November 2002
Wunderbare Aufnahme, die durch interessante Interpretation ebenso wie durch gute Aufnahmequalität besticht. Besonders die Walzer klingen für mich so wunderbar anders, bar jeder Wiener Walzerseligkeit - da fühlt man die eigenständige Atmosphäre des französischen Walzers. Das Konzert in G ist meiner Meinung nach sowieso eines der größten Werke der klassischen Musikliteratur, hier vielleicht ein wenig zu analytisch gebracht...
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am 28. Februar 2014
Sind ausgezeichnet, haben schon eine Aufnahme und sie ist sehr gut. werde sie immer wieder weiterempfehlen und mir wahrscheinlich weitere besorgen.
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am 2. März 2015
... könnte ich bei dieser CD gleichzeitig sein. Als bedingungsloser Fan von Krystian Zimerman gebe ich hier drei + einen Bonus Punkt, obwohl mir diese Konzertaufnahme nicht sonderlich zusagt. Beim "Piano Concerto In G" mag das noch irgendwie angehen, aber mit zunehmender Dauer der weiteren Stücke kommt bei mir leichtes Unwohlsein auf.
Gut, dass nicht alle Menschen gleich, sondern eben nur "gleichberechtigt" sind.
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