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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2002
Gardiner nimmt schnelle Tempi- gewiß. Aber seine Missa ist nicht nur schnell, sie wird äußerst differenziert musiziert, der Chor bewältigt den schwierigen Chorpart-inclusive der Höhen-einwandfrei, geradezu großartig. Die Solisten sind allenfalls durchschnittlich, aber die Interpretation dieses Werks ist von Beethovenscher Wucht, mit viel Brio. Ich verdanke Gardiner, dessen Aufnahme gerade entstand als die Mauer fiel, dass ich das Stück wiederentdeckt und lieben gelernt habe. Gegen den ganzen Bombast, das Dauer-Forte, der Rum-Brüllerei großer Chöre. Wie ein kostbares Bild, das von dem Schmutz befreit wurde, der sich Jahrhunderten darüber gelegt hat, und das nun imn seinen herrlichen Farben leuchtet, so kam mir die Interpretation von Gardiner vor. Er geht mit seinen Musiker bis an die Extreme, aber die Begründung, dies sei von Beethoven auch gefordert worden, ist nicht falsch. Eine großartige Interpretation, leider durch nicht optimale Solisten etwas getrübt.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem mich die kürzlich gesendete Übertragung der Missa solemnis aus Dresden , unter Thielemanns Leitung als monumental-wuchtige Materialschlacht mit über 200 Mitwirkenden inszeniert, dem sperrigenAlterswerk Beethovens wieder keinen Schritt näher gebracht hat, habe ich mir nun die 21 Jahre alte Gardiner-Aufnahme besorgt.
Und endlich habe ich einen Zugang gefunden! Endlich einmal keine bei den hohen B`s des Credos hilflos schreienden Chormassen, keine überforderten Solisten, die ein Riesenorchester niederbrüllen müssen, keine Wechselbäder zwischen hysterischem Gloria-Gejauchze und schwerfälligem Miserere-Gejammere, keine "himmlischen Längen" beim Benedictus.
Mit nur 36 Chorsängern und 60 Instrumentalisten wagt Gardiner (1989 noch revolutionärer als heute) einen quasi kammermusikalischen Ansatz des visionären Monumentalwerks. Dabei wirken die raschen, schlanken und federnden Tempi nie überzogen, sondern im Kontext immer absolut angemessen, wobei die Emotion nicht auf der Strecke bleibt, ganz im Gegenteil! Die kleine Besetzung lässt auch endlich Einzelheiten im Orchestersatz leuchten, die sonst allzu leicht im kompakten Klangbrei herkömmlicher Aufführungen untergehen. Es ist wohl keine Übertreibung zu sagen, dass wirklich jedes kleinste Detail der immens komplexen Partitur hier seine optimale Wiedergabe findet. Ansonsten kein hundertprozentiger Gardiner-Fan, kann ich nur den Hut ziehen: Anders möchte ich die Missa solemnis nicht mehr hören. Eine CD für die einsame Insel!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2004
Wieder einmal eine phantastische "Klassiker"-Interpretation von John Eliot Gardiner, die geradezu eine Neuentdeckung von vermeintlich Bekanntem ermöglicht! So hat man Beethovens großes Sakralwerk noch nie gehört und ich werde den Eindruck nicht los, dass es diese aufrüttelnde, temporeiche, oftmals im positiven Sinne irritierende Interpretation ist, die den Intentionen Beethovens, wie sie als oft missverstandene "Wildheit" aus vielen seiner Werke sprechen, am nächsten kommt. Man muss diese Interpretation nicht unbedingt lieben (viele werden es wie ich dennoch tun!), aber sie regt wie wohl keine andere zur Auseiandersetzung mit diesem großen Werk an.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2013
Diese Aufnahme der Missa solemnis gehört in jede Sammlung eines Beethoven Liebhabers. Ich hatte die große Freude 1996 eine Aufführung, allerdings mit teilweise anderen Solisten (Orgonasova, von Otter, Schade) in Salzburg zu hören. Dieses Konzert ist mir unvergesslich geblieben, auch wenn ich seitdem andere gute Aufführungen gehört habe.
Gardiner und sein excellentes Orchester schaffen es, die Musik transparent und dramatisch zu interpretieren. Trotz der zum Teil straffen Tempi ist alles wunderbar durchhörbar, und auch die anrührenden Stellen (Kyrie oder Dona nobis pacem) sind sehr gelungen. Das Beethoven zügige Tempi gewollt hat, und diese auch seinen Werken besser bekommen, können wir aus der Neuausgabe seiner Sinfonien von Jonathan Del Mar lernen.
Die Missa ist für mich Beethovens großartigstes Werk überhaupt und in der Musikgeschichte durchaus singulär (ähnlich der Matthäuspassion von Bach). Demzufolge haben sich sehr viele berufene und leider auch unberufene mit diesem Werk auseinandergesetzt. Gardiners Version ist die von den mir bekannten (Davis, Klemperer, Bernstein, Giulini) diejenige welche der Idealinterpretation am nächsten kommt. Keiner der genannten vermag es die Abgründe in Beethovens Musik so unmittelbar herauszuarbeiten wir er. Das sein Orchster in schlanker Besetzung (schon fast mehr als zu der Zeit üblich war) hervorragend klingt kommt noch hinzu. Die monumentalen Aufführungen verunstalten das Werk eher, und Dirigenten wie Karajan oder Thielemann sind auch mehr an spektakulären Ereignissen interessiert. Auf jeden Fall eignet sich diese Interpretation hervorragend um in das Werk einzudringen. Daher: Am besten einen Klavierauszug besorgen und das Werk mehrmals anhören. Sie werden immer etwas neues entdecken.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2013
Ich kann das nur weiter empfehlen, und werde weiterhin bei Amazon kaufen.
Auch werde ich Amazon an Freunde weiter empfehlen
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5 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2002
Verkopft, trotzdem vordergründig. Ohne Charme, Seele oder Herz. Wo andere durch Bombast nerven, irritiert Gardiners Eintönigkeit. Beethoven am Synthesizer heruntergefetzt. Hauptsache, die Messe passt auf eine einzelne CD.
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