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TOP 1000 REZENSENTam 23. September 2010
In der zwölfteiligen Serie "Cantata Pilgrimage" hat die Deutsche Grammophon zahlreiche Kantaten veröffentlicht, die The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists und John Eliot Gardiner im Laufe etlicher Jahre in verschiedenen Kirchen Europas aufgenommen haben. Gardiner als Garant für großartige Bach Einspielungen, gepaart mit der gelungenen und informativen Produktgestaltung und der Tatsache, dass größtenteils bekannte Kantaten eingespielt sind, bietet vor allem Einsteigern einen optimalen Zugang in die mannigfache und erfüllende Kantatenwelt Bachs.
Auf dieser CD sind die Kantaten "Siehe zu, dass deine Gottesfurcht" BWV 179, "Mein Herze schwimmt im Blut" BWV 199 und "Herr Jesu Christ, du höchstes Gut" BWV 113 versammelt, die allesamt für den elften Sonntag nach Trinitatis, also etwa für Mitte/ Ende August gedacht sind. Sie befassen sich mit dem Topos des Geizes und der Schamlosigkeit wider Gott.

Wie sehr Johann Sebastian Bach dieses Thema am Herzen lag, zeigt die fein säuberliche Instrumentierung von BWV 179. Durch bisweilen stechende Stimmführungen der Violinen rammt er sinnbildlich den Stachel der Reue ins Gewissen der Missetäter, die er anklagt. Von besonderer Eindringlichkeit ist das Concerto des Anfangs. Der herrlich differenzierte Wechsel von Arien und Rezitativen sowie der berückende, heilsame Schlusschoral machen dieses Stück zu einem wahren Kleinod.
Auch die Kantate BWV 199 ist sehr emotional, stellenweise aufbrausend. Durch Gardiners äußerst transparente und gliedernde Spielweise und seine glänzend und klar aufspielenden English Baroque Soloists wird die innere Struktur des Werks schnell deutlich. Es ist erstaunlich, welch wundervollen Klang die Originalinstrumente haben, auf die Gardiner als Verfechter der historischen Aufführungspraxis freilich baut.
Zudem konnte er stets auf einen der besten Chöre weltweit zurückgreifen, den genialen Monteverdi Choir. Vielfach wurde schon kritisiert, dass der Chor zu groß und gewaltig sei. Der eindringlichen Botschaft von BWV 113 aber kommt das sehr entgegen. Die grandiosen Solisten zaubern mit dem Chor ein Spektakel der Extraklasse, was durchaus auch an der hervorragenden Aufnahmequalität dieses Konzertmitschnittes von 2000 liegt. Alle Akteure singen klar und gut hörbar, so dass man den Text getrost beiseite legen kann, um dem unvergleichlichen Tönen inniglich zu lauschen.

Fazit: Von Bachs Kantaten kann man nie genug bekommen. Es ist John Eliot Gardiner durchaus zuzustimmen, wenn er sagt: "I believe that the very heart of Bach's music lies in his cantatas."
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am 8. Januar 2016
John Eliot Gardiner ist für mich verbunden mit einer ganz neuen Aera von Bach-Einspielungen auf CD ...Und leider dann doch auch mit einigen sehr persönlichen Kritikpunkten: Das Tempo seiner Einspielungen hat mich nie gestört, im Gegenteil, manchmal hätte es für mich sogar noch flotter sein können. Was mich dann doch irgendwann sehr gestört hat, war der doch sehr 'Countertenor-lastige' Chor und überhaupt der Einsatz der Countertenöre, die für mich bei Johann Sebastian Bach überhaupt nicht passen. Das war ich auch von den 'älteren' Einspielungen nicht gewöhnt und ich kann mich bis heute damit nicht anfreuden. Trotzdem haben die Bach-Cd's von Gardiner ganz, ganz viel 'Reiz'...
Hier auf dieser CD ist das beonders die Kantate 'Mein Herze schwimmt im Blut'. Mit dem Einsatz von Magdalena Kožená ist hier eine besondere Version gelungen, die ich immer wieder mit ganz 'warmen' Gefühl hören kann... Keine 'flottere' oder auch noch dramatischer gesungene Version kann mich so berühren...Ich denke, daß Bach trotz Sehnsucht nach Italien (die wir ja bis heute mit ihm teilen) ein bodenständiger und damit irgendwie zwangsläufig ein sehr 'deutscher' Mensch war ...und wahrscheinlich kann ich ihn deshalb so gut verstehen. Und bei all meinem Wunsch nach einem 'italienisch' vorgetragenen Bach, muß ich feststellen, das gerade die Zurüchhaltung dieser Version, die Musik von Bach doch, glaube ich, am besten wiedergibt. Ich hoffe jetzt nur, daß jemand mein 'Kauderwelch' noch verstehen kann...
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