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am 30. Juni 2009
Ich muss gestehen, dass ich zu denjenigen Menschen gehöre, die zunächst gewisse Schwierigkeiten mit dieser Aufnahme hatten. Während die ersten drei Sätze noch einen "massentauglichen" (gleichwohl emotionalen und abwechslungsreichen) Mahler bieten, liegt die große Besonderheit im Finalsatz: Bernstein nimmt hier den Hinweis Mahlers "Was mir das Kind erzählt" wörtlich und lässt die Sopranstimme von dem jungen Helmut Wittek singen.

Natürlich besitzt ein Kind im Alter von etwa 13 Jahren nicht die vollendete Technik einer ausgebildeten Opernsängerin. Dennoch liefert Helmut Wittek hier eine beindruckende Leistung ab, insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine Live-Aufnahme handelt. Die kindliche Unschuld und Naivität können kaum unmittelbarer und glaubwürdiger verkörpert werden als hier. Dies ist keine Interpretation, die sich in erster Linie auf technische Perfektion stützt, sondern vielmehr dem Herzen der Musik folgt und ihr damit einen ganz besonderen Sinn gibt.

Diese Aufnahme mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein. Dennoch denke ich, wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird dafür mit einer ganz besonderen Erfahrung belohnt werden.
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am 19. August 2006
Gustav Mahlers Kompositionen sind uns besonders durch Leonard Bernstein bekannt geworden, der berechtigterweise "the man who mainstreamed Mahler" genannt wurde und der drei Jahre vor seinem Tod diese sehr wohltuende Einspielung mit dem Amsterdamer Concertgebouw dirigierte. Unter Bernsteins zahlreichen CDs gehört diese Aufnahme wohl zu den schönsten.

Mahlers Vater verdiente den Lebensunterhalt als reisender Kaufmann, die Familie war seit 1860 in Mähren ansässig. Von seinen dreizehn Geschwistern starben sechs schon sehr früh und nach dem ebenfalls frühen Tod der Eltern fiel Gustav Mahler die Rolle des Familienoberhaupts zu. Vor diesem nicht eben einfachen Hintergrund entfaltete sich eine der interessantesten und weitreichendsten Künstlerbiografien des zwanzigsten Jahrhunderts.

Mit vier Jahren begann Mahler seine musikalische Ausbildung, mit zehn trat er erstmals als Pianist auf. 1875 verließ er seinen Heimatort Iglau und schloß drei Jahre später das Kompositionsstudium in Wien ab. In den folgenden Jahren wurde Mahler als Kapellmeister in Laibach, Olmnitz, Kassel, Prag, Leipzig, Budapest und Hamburg zu einem der meistbeschäftigten Dirigenten Europas. Von 1897 bis 1907 war Gustav Mahler erster Kapellmeister und Hofoperndirektor in Wien und schrieb - hauptsächlich während der Ferien in den Sommermonaten - eine Reihe eigener Kompositionen. Nach einer antisemitisch gefärbten Kampagne gegen ihn, die zum Ende seines Engagements führte, ging Mahler in die USA und arbeitete bis zu seinem Tod 1911 an der Metropolitan Opera in New York.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die den solistischen Gesang von Knaben schwer erträglich finden, könnte das daran liegen, dass Sie diese faszinierende Aufnahme mit Helmut Wittek als Sopran (seinerzeit Solist beim Tölzer Knabenchor) noch nicht kennen. Seine glockenhelle Stimme fügt sich geradezu instrumental in den frühlingshaften Klang Mahlers 4. Sinfonie. Ihm ist abzuspüren, dass er sich angesichts der Größe von Mahlers Werk sehr gefordert fühlt, doch er findet sich in eine sehr lyrische Interpretation, die er mit erstaunlicher stimmlicher Beweglichkeit meistert.

Mahlers Komposition - die kürzeste seiner sinfonischen Werke - beschenkt den Hörer mit einer unsagbaren Leichtigkeit, sie kommt recht farbig daher, scheint sehr dem Leben zugewandt und vermittelt eine herrliche Ruhe und Behaglichkeit. Ich kann mir vorstellen, diese liebenswerte Einspielung hätte dem Komponisten sehr gut gefallen.
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am 18. April 2007
Bernstein gehörte zu den ganz großen Mahlerinterpreten seiner Zeit. Ich würde auch hinzufügen, dass seit Bernstein kein Dirigent an seine Interpretation angeknüpft hat. Daher sind seine Aufnahmen von Mahlers Symphonien aus den 80ern ein Highlight in meiner Sammlung.

Die 4. Symphonie fällt da leider heraus. Warum nur wurde im vierten Satz ein Knabe als Sopran besetzt? Obgleich Helmut Wittek eine sehr schöne Stimme hat(te), reichte sein Können einfach nicht aus, um die gesanglichen Facetten darzubieten, die das Stück verlangt. Es tut beinahe weh. Trotz Bernstein und den hervorragenden Musikern des CGO, die drei Sätze lang puren Mahlergenuss bieten, ist diese Aufnahme leider eine ganz schlechte. Da wäre selbst die Karajanaufnahme (!!) aus den 70ern mit dem BPO und Edith Mathis hörenswerter...
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