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5.0 von 5 Sternen Das waren noch Zeiten ...
Das waren noch Zeiten als der große Meisterdirigent Böhm mit einem großartigen Ensemble diese und andere Opern von Mozart und anderen Komponisten dirigierte und neben dem musikalischen Genuß die Aufführungen auch ein Augenschmaus waren, die Regisseure sich nicht mit obstrusen Ideen selbst verwirklichen mussten (oder sonst unpassende Einlagen...
Veröffentlicht am 8. September 2009 von Teichfrosch

versus
3.0 von 5 Sternen Zähe Angelegenheit
Eigentlich hatte Karl Böhm im Rahmen seines Projekts, für die Deutsche Grammophon die "großen" Mozart-Opern aufzunehmen, bereits 1966 einen Don Giovanni vorgelegt, der jedoch von der Kritik wenig gnädig behandelt wurde. Dies mag der Grund dafür sein, dass er 11 Jahre später eine Aufführungsserie der Oper bei den Salzburger...
Vor 7 Monaten von vully veröffentlicht


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3.0 von 5 Sternen Zähe Angelegenheit, 12. Mai 2014
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Ga) (Audio CD)
Eigentlich hatte Karl Böhm im Rahmen seines Projekts, für die Deutsche Grammophon die "großen" Mozart-Opern aufzunehmen, bereits 1966 einen Don Giovanni vorgelegt, der jedoch von der Kritik wenig gnädig behandelt wurde. Dies mag der Grund dafür sein, dass er 11 Jahre später eine Aufführungsserie der Oper bei den Salzburger Festspielen mitschneiden ließ. Um es vorab zu sagen, das Ergebnis ist nicht wirklich besser:

Schon aufnahmetechnisch überzeugt der Live-Mitschnitt nicht wirklich - viel Hall, viele Nebengeräusche und nicht optimal eingefangene Stimmen. Das hätte eigentlich 1977 besser möglich sein müssen, wie nicht nur der Vergleich mit dem von Böhm dirigierten legendären Tristan von den Bayreuther Festspielen 1966 (!, auch DGG) zeigt.

Böhm selbst war live meist inspirierter und temperamentvoller als in seinen sehr präzisen, aber oft auch trockenen Studioaufnahmen. Dieser Don Giovanni bestätigt diesen Trend nur teilweise - der 83-jährige Dirigent lässt einen sehr langsamen, melancholischen Mozart spielen, was zu einigen magischen Momenten führt, den heiteren Seiten des "dramma giocoso" aber viel von ihrem Charme nimmt und einige Darsteller zum Chargieren veranlasst.

Bei den Sängern gibt es Licht und Schatten:

Teresa Zylis-Gala ist eine innig-melancholische Donna Elvira, deren Trauer sehr überzeugt. Anna Tomowa-Sintows weiche und volle Stimme leidet noch nicht unter dem ausufernden Vibrato, das einen in der Karajan-Aufnahme von 1985 oft zweifeln ließ, welchen Ton sie eigentlich singen wollte. Einschränkungen gibt es nur bei den Koloraturen, die sie aber dank Böhms langsamen Tempi bewältigt.

Auch Peter Schreiers Don Ottavio gefällt erheblich besser als in Böhms 66-er Aufnahme - nicht nur, weil sein italienisch besser ist und seine Stimme mehr Kraft hat. War er damals nur Stichwortgeber, ist er hier ein ausdrucksvoller Interpret der Rolle.

Edith Mathis als Zerlina leidet am meisten unter den langsamen Tempi, die gerade ihre beiden Arien sehr zerdehnen. Trotzdem ist sie mehr als das Püppchen, das Reri Grist in der 66-er Aufnahme präsentiert.

Walter Berry in der Form der Klemperer-Aufnahme von 1965 wäre eigentlich die Idealbesetzung für den Leporello gewesen. Hier ist er leider stimmlich nicht in Topform. V. a. aber lässt er sich zum hemmungslosen Chargieren hinreißen - schade. Der Masetto von Dale Duesing tut es ihm nach. John Macurdys Komtur ist schlicht schwachbrüstig.

Der größte Einwand betrifft leider den Hauptdarsteller: Sherrill Milnes dürfte der unerotischste aller Don Giovannis sein. Seiner mächtigen Bariton-Stimme fehlt die Wärme, die zärtliche Ausstrahlung eines Cesare Siepi oder Ruggiero Raimondi. Er ist in keinem Moment erotisch erregt, sondern nur zornig und brutal - ein Jago, der sich in die falsche Oper verirrt hat.

Damit fehlt der Oper das Zentrum, der eigentliche Beweggrund. Und damit kann sie nicht gelingen.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das waren noch Zeiten ..., 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Ga) (Audio CD)
Das waren noch Zeiten als der große Meisterdirigent Böhm mit einem großartigen Ensemble diese und andere Opern von Mozart und anderen Komponisten dirigierte und neben dem musikalischen Genuß die Aufführungen auch ein Augenschmaus waren, die Regisseure sich nicht mit obstrusen Ideen selbst verwirklichen mussten (oder sonst unpassende Einlagen lieferten)!
Also kurz gesagt: unbedingt hörens- und nicht weniger auch sehenswert.
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Mozart, W.A.: Don Giovanni (3 CD's)
Mozart, W.A.: Don Giovanni (3 CD's) von Anna Tomowa-Sintow and Edith Mathis and Karl Böhm and Peter Schreier and Sherrill Milnes and Wiener Philharmoniker
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