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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2007
Joshua Rifkin hat mit seiner "OVPP Theorie" (One Voice Per Part) viel Widerspruch, z.T. auch Zustimmung produziert, vor allem aber erst mal die Aufmerksam auf sich als Musiker gelenkt. Und letzteres ist er wirklich, ein sensibler, wunderbar musizierender Ensembleleiter. Gerade die ältesten und auch besonders schönen Bachkantaten 106 und 131 erlebt man so neu, durchsichtig, detailreich, schön ausbalanziert, aber auch anrührend und zu Herze gehend.

Rifkins OVPP-Theorie war wohl ziemlich spekulativ, erforderlich war zu ihrer Begründung eine Verbiegung der deutschen Sprache ("Chor" meint eigentlich ein Gesangsquartett) und Uminterpretation von Dokumenten. Bachs Forderung nach einer Chorstärke von mindestens 12 bis 16 Sängern wird zu einem "Pool" uminterpretiert, unter dem jeweils die Einzelsänger pro Stimme auszuwählen sind, andere Dokumente wie z.B. die Schulordnung von 1723, aus denen eindeutig eine Mehrfachbesetzung pro Stimme hervorgeht, wird ignoriert. Inzwischen ist die OVPP-Hypothese auch durch den Fund von zwei Bachschen Besetzungslisten mit jeweil 12 und 17 Chorsängern widerlegt.

Bemüht Rifkin bei der Besetzung mit Einzelstimmen eine vermeintlich historische Praxis, so verläßt er sie aber, indem er die Sopranstimme mit Frauen und nicht mit Knaben besetzt. So erreicht er ein ausgeglichen singendes Ensemble; mit einem Soloknaben gegen drei Männer würde das wohl kaum funktionieren.

Musikalisch also trotz fraglicher historisierender Praxisbegründung ein Ohrenöffner, den ich nicht mehr missen möchte. Einige kleine Abstriche: die deutsche Sprache gelingt nicht immer, oft werden z.B. die geschlossenen a zu sehr nach offenem o gefärbt, und die Endsilbe "en" unsinnig akzentuiert. Wirklich besonders schön ist auch nur die erste CD, die zweite mit den Bass-Solokantaten enttäuscht ein wenig, da habe ich schönere Aufnahmen gehört. Deshalb in der Summe auch nur 4 Sterne.

Für alle, die undogmatisch (und auch ohne eine angeblich erforderliche historisierende Begründung) ausloten wollen, wie sie Bach auch total befriedigend hören können, sei diese Aufnahme besonders empfohlen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Januar 2002
Vor Jahren habe ich mir diese Aufnahmen angehört und ich werde sie mir auch wieder anhören. Sie wirkten damals sehr frisch und lebendig auf mich, kein dicker Richter-Eintopf. Natürlich gibt es auch Leute, die für solche Töne nichts übrig haben. Doch einfach in Bausch und Bogen verdammen, da macht man sich selber lächerlich
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5 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2001
Manche Barockmusiker sehen in Rifkin einen neuen Stern. Diese Aufnahme ist jedoch ein Schwerverbrechen. Eigentlich kann man Bachs fantastische Musik nicht zerstören. Rifkin zeigt aber eindrucksvoll, das es mit schlecht intonierenden Flöten und fürchterlichen Sängern anscheinend doch geht.
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