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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP-Empfehlung, 23. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mehr als 15 Einspielungen der Solo-Violinwerke Bachs im Regal, kenne sie alle - und höre fast immer diese Aufnahme von Milstein. Sie hat eine "Aura" von Nobilität, souveräner Abgeklärtheit und künstlerischer Integrität, fern jeder zur Schau gestellten Virtuosität, fern jedes Bemühens um Klangschönheit um ihrer selbst willen, fern auch jedes aufgesetzten Pathos. Dadurch berührt mich diese Aufnahme immer wieder zutiefst. Von Milstein gibt es zudem eine ältere Aufnahme (EMI; ebenfalls hervorragend, freilich fehlt die "Altersweisheit", die bei der DG-Aufnahme möglicherweise zu der besonderen Aura beiträgt).

Natürlich kann man auch mit anderen Aufnahmen glücklich werden: Grumiaux (Philips; souverän, besonders klangschön, dabei durchaus tiefsinnig), Szeryng (DG; souverän, etwas pathetischer als Milstein), Kremer (2. Aufnahme bei ECM: faszinierend eigenwillig), Mintz (DG; souverän und unaufgeregt, insofern Milstein nicht unähnlich), Tetzlaff (er hat - mit verschiedenen Geigen - zwei Aufnahmen vorgelegt bei [1.] Virgin und [2.] Hänssler; nach meinem Empfinden spielt er Milstein am ähnlichsten, besonders in der älteren Aufnahme). Für eine "historisch informierte" Aufnahme greife ich zu Rachel Podger (Channel Classics; unaufgeregt, gefällig).

Große Meister, die man mal hören sollte: Szigeti (Vanguard) und der junge Menuhin (EMI).

Große Meister, die mich weniger berühren: Heifetz (RCA; zur Schau gestellte Virtuosität) und Perlmann (EMI; zur Schau gestellte Klangschönheit) - eine Geschmacksfrage!

Eine Ausnahmestellung hat Ida Händel (Testament); ihre Interpretation ist besonders langsam und breit angelegt - durchaus faszinierend.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Seele, bis ins Letzte ausgeleuchtet, 3. November 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001 bis 1006 von Johann Sebastian Bach gelten zusammen mit einigen anderen seiner Kompositionen als der Gipfelpunkt seines Schaffens. Wie in wenigen anderen Werken schafft es der Thomaskantor hier, die menschliche Seele bis aufs Letzte zu entkleiden. Die lichtdurchfluteten Stücke erforschen sämtliche Ausdrucksformen menschlichen Daseins und spenden dabei unglaublich viel Trost und Zuversicht. Dabei verlangen sie selbst heutigen Geigenvirtuosen noch alles ab.
Obwohl sich Nathan Milstein (1903-1992), einer der bedeutendsten Violinisten des vergangenen Jahrhunderts, bereits von der öffentlichen Bühne zurückgezogen hatte, entschied er sich 1973 dennoch dazu, für die Deutsche Grammophon diesen Meilenstein abendländischer Musikgeschichte einzuspielen.

Und diese Einspielung gilt vielen Liebhabern bachscher Musik bis heute als maßstabsetzend. Die Aufnahme zeichnet sich durch fünf besondere Merkmale aus: Zum einen muss das digitale Remastering der DGG in höchsten Tönen gelobt werden. Die Tonmeister haben es geschafft, dem Hörer eine unglaublich dichte Atmosphäre ins Wohnzimmer zu liefern. Ein gewisses Bandrauschen darf freilich nicht verleugnet werden, immerhin hat die Aufnahme fast 40 Jahre auf dem Buckel.
Bachs Sonaten und Partiten sind hochvirtuose Stücke. Und so verzichtet Milstein ganz natürlich nicht darauf, die Kompositionen auch so zu nehmen. Dementsprechend zügig und authentisch spielt er sie. Man höre sich nur die schwindelnde Perfektion in der berühmt berüchtigten Ciaccona aus der d moll Partita BWV 1004 an! Milstein sträubt sich vor keiner Hürde, er ist bereit, den von Bach vorgeschriebenen Läuterungspfad zu beschreiten.
Dabei versäumt es der Geiger allerdings nicht, mit genügender Demut hinter die zutiefst menschliche Aussage der bachschen Kompositionen zurück zu treten. Er stellt sich in den Dienst des Werkes. Sein Anspruch auf absolute Authentizität, Glaubwürdigkeit und Zeitlosigkeit ist deutlich wahrnehmbar.
Milsteins Darbietung ist äußerst farbenreich, stets klanglich differenziert und punktgenau abgestuft. Selten beispielsweise habe ich die E Dur Partita BWV 1006 derart abwechslungsreich und bunt ausgeleuchtet erlebt wie in dieser Einspielung. Milstein versteht es trefflich, durch überraschende Tempowechsel die innere Spannung des Werkes aufrecht zu erhalten.
Hinzu kommt ein unvergleichlicher Kontrastreichtum. Milstein setzt haargenaue und straffe Akzente, ohne dabei jemals Töne hinter sich her zu schleifen, was aufgrund seines fortgeschrittenen Alters zum Zeitpunkt der Aufnahme besonderes Lob verdient. Besonders in der umfangreichen und vielfältigen h moll Partita BWV 1002 fällt das auf, wenn der Virtuose langsame und schnelle Sätze perfekt und akribisch gegeneinander abstuft.

Fazit: Vielleicht heute in Anbetracht modernerer Einspielungen nicht mehr das non plus ultra, dennoch aber eine stupende Deutung, zeitlos und unverzichtbar!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten!, 19. Dezember 2008
Nathan Milstein hat mit dieser Aufnahme einen Meilenstein gesetzt. Er spielt meist nach der Carl Flesh-Ausgabe, was ihm aber nicht zu verübeln ist, da er das perfekt umsetzt. Gestochen genaue Bass-Phrasierungen und pure Sauberkeit. Neben Henryk Szering historische Referenz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen atemberaubend, 27. März 2011
Von 
Wilhelm Kaiser "Alexander" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Komposition stellt an Technik und Virtuosität des Geigers die höchsten Anforderungen und kann insoweit mit den Violinkonzerten von Paganini verglichen werden, die primär die vorgenannte Könnerschaft und weniger das Unterhaltungsinteresse des Hörers im Sinn einer auf Melodik fußenden Abwechslung im Auge hat, obwohl auch sie auf gewisse Melodik nicht generell verzichten. Bei J.S. Bach kommt jedoch dieser Melodik größerer Raum zu. Vor allem die tänzerischen Elemente sind von großartiger Eleganz. Nathan Milstein zaubert einen fassettenreichen Schliff hervor, indem er quasi ansatzlos alle Schwierigkeiten mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit meistert. Er steigert Brillanz und Schwierigkeit noch dadurch, dass er, beispielsweise im Gegensatz auch zu manchen seiner großen Kollegen wie z.B. Jascha Heifetz, vom Vibrato nur äußerst sparsamen Gebrauch macht, was wiederum zu einem pausen- und ansatzlosen Spiel zu zwingen scheint. An dieser Interpretation muss sich jede andere messen lassen. Vor allem sollte sie in keiner Sammlung fehlen.
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5.0 von 5 Sternen Zeitlos berührend wie die Musik, 19. April 2014
Von 
C. Gosch "ZipwiZ" (Pforzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
ist diese Einspielung. Bachs Solo-Partiten können schon manchmal etwas anstrengend sein, da der Komponist oft irgendwie kein Ende zu finden scheint, aber wenn man sich auf die Musik einlässt, ist diese Einspielung sicher eine der besten, die es gibt.
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5.0 von 5 Sternen unglaublich, 12. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
also, ganz nett, was da mutter, hahn und chang fideln, fuer mich wird geige immer noch am besten gespielt von jüdischen männern - mintz, heifetz, menuhin, zuckerman, perlman, die oistrachs und und und - und der unglaubliche milstein. Gaensehaut und traenen in den augen.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahme, 5. September 2005
Von 
Mathias von Gersdorff - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Es wundert mich, daß noch nie jemand diese CD kommentiert hat, denn diese Aufnahme der Solopartiten- und Sonaten ist eine der bekanntesten. Nathan Mistein ist einer der berühmtesten Geigenspieler überhaupt. Diese Aufnahme ist wahrhaft historisch und absolute Referenz.
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Bach: Sonatas And Partitas (2 CDs)
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