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Kundenrezensionen

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Ich besitze einige Aufnahmen des Messias, die einander auf höchstem Niveau Konkurrenz machen (Gardiner, Harnoncourt, Hickox, Hogwood). Diese Aufnahme habe ich erst letztlich wegen zahlreicher Lobeshymnen in der Fachpresse (und zugegeben: wegen des herabgesetzten Preises!) erworben. Nach meinem Geschmack ist es die beste von allen. Dies liegt nicht allein an den Stimmen: Zwar verzaubert Frau Auger durch einen sehr warmen Ton genauso wie in ihrer unvergleichlichen Alcina unter Hickox. Auch die Stimme von Otter weist noch keine Ermüdungsspuren auf. Ein ähnlich gewichtiges Ensemble begegnet aber mindestens bei Hogwood und Hickox.

Für mich gibt die Musizierweise Pinnocks den Ausschlag. Wegen seiner Bach- und Händeleinspielungen im orchestralen Bereich hatte ich ihn immer unter schwung- und effektvoll bei gleichzeitig guter Klangqualität gebucht. Diese Tugend entfaltet auch diese Einspielung; zu ihr tritt aber rasch erkennbar eine ehrliche Spiritualität, die sich in sorgfältig-warmherziger Phrasierung und überspringender Emotionalität offenbart. Fast bei jeder Arie überrascht Pinnock den Hörer durch die Art, wie er den bekannten Themen durch neue Betonung Sinn verleiht. Nie stehen Tempo oder äußerer Effekt im Vordergrund. Vor allem auf der zweiten CD erlebt der Leser die emotionale Kurve vom Ende des Kreuzigungsabschnitts bis hin zum Hallelujah als eine einzige Steigerung. Hier vor allem wird spürbar, wie Händel selbst für die Texte Feuer fängt und zu den letzten Fragen (Tod und Leben) Stellung bezieht. Hört man diese Passage, gewinnt die Darstellung Stefan Zweigs von der Komposition des Messias - bei aller Legenbildung - mit einem Mal an Plausibilität.

Kurzum: Für den Händel-Verrückten, aber auch den Einsteiger vielleicht die Empfehlung!
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TOP 500 REZENSENTam 29. April 2006
Diese Aufnahme liegt genau zwischen den Interpretationen von John Eliot Gardiner und William Christie: Nicht ganz so radikal und dramatisch zugespitzt wie Gardiner, dafür mit einem einheitlicheren Sänger-Ensemble; nicht so brillant und virtuos wie Christie, dafür erheblich ausdrucksvoller:

Trevor Pinnock interpretiert den "Messiah" als englisches Pendant zu den großen Bach-Oratorien, ernsthaft, doch nicht steif, temperamentvoll, doch nicht gehetzt, dazu ausgesprochen natürlich im Ausdruck. Dazu ein ausgezeichnetes Orchester und ein großartiger Chor, der klar, verständlich und mit großer dynamischer Bandbreite singt - typisch englische Chortradition.

Die Sänger sind ausgezeichnet bis großartig: Insbesondere die viel zu früh verstorbene Arleen Auger singt mit großem Stilgefühl, Charme und Innigkeit.

Anne Sofie von Otter stattet die Altpartie mit großer Würde aus, technisch ist sie Auger mindestens ebenbürtig - besser kann man diese Musik nicht singen.

Michael Chance zeigt hier eine seiner besten Leistungen überhaupt, ohne die bei ihm sonst häufigen Intonationsprobleme und den bei einem Altus sonst fast immer zu findenden jammernden Ton.

Der Tenor Howard Crook kommt zwar nicht an Interpreten wie Rolfe-Johnson oder Haefliger heran, dafür ist seine Stimme nicht groß genug und auch zu körnig im Timbre, er bewältigt aber die technisch schwierige Partie ausgezeichnet.

John Tomlinson schließlich singt mit sehr großer und eindrucksvoller Stimme, die zum Ausdruck seiner beiden Arien gut paßt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Aufnahme einen vielleicht nicht atemlos vor Bewunderung zurücklässt, dafür aber aus einem Guss und großartig musiziert ist. Mit dieser Aufnahme kann man vorbehaltlos glücklich werden. Wenn also nur ein Messias, dann dieser!
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am 7. Januar 2011
Ich kann mich dem positiven Echo meiner Vorredner nur anschließen: für mich die beste Interpretation von Händels Messias. Als eines der schönsten klassischen Oratorien wurde es hier perfekt umgesetzt. Die temporeiche Interpretation geht dabei nicht zu Lasten einer präzisen Abstimmung zwischen Chor, Solisten und Orchester sondern erfasst die ganze Dynamik des Werkes. Der bravorös agierende Chor, aber gerade auch die überragenden Solisten bieten einen präzisen und klar verständlichen Gesang. Für mich persönlich sind die Soli-Basspartien des grandios agierenden John Tomlinson ein purer Genuss. Absolut empfehlenswert!
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am 6. Mai 2015
Ich bin keinen Musiker bzw. keinen sachkündigen Mensch; jedoch hat mir das CD enorm gefallen. Ich kann das CD nur empfehlen.
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am 29. Dezember 2015
Aufnahme gekauft wegen Anne Sophie von Otter, deren Händelinterpretationen ich ausgesprochen schätze;
Die Aufnahme des "English Cponsort" unter Trevor Pinnock kommt im Tempo deutlich gemäßigt daher gegenüber der Aufnahme von Masaaki Suzuki, in der der japanische Countertenor Yoshikazu Mera die Altpartieen übernimmt (Messiah), ist damit aber möglicherweise den Klangvorstellungen des Komponisten näher. Wer weiß. Hörenswert sind beide Interpretationen.
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am 29. August 2009
Für mich persönlich ist dies die gelungenste Messias-Aufnahme, die derzeit erhältlich ist. Ungekürzt und originalgetreu, lebendig und mit ansprechend flottem Tempo sowie mit hervorragenden Sängern präsentiert der Dirigent dieses wunderbare Werk auf vorzüglichste Weise. Spitze!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Mai 2012
Ich habe mir diese Aufnahme aufgrund der positiven Rezensionen und der wunderbaren, viel zu früh verstorbenen Arleen Augèr gekauft. Leider kann ich die Begeisterung der anderen Rezensenten nicht nachvollziehen. Gleich nach der Ouvertüre erschrak ich ob der - ich möchte fast schon sagen fürchterlichen - Tenorstimme im wunderschönen "Comfort ye". Für meinen Geschmack viel zu dünn, fast blechern und uninspirierend vorgetragen - das Stück rührt ansonsten eigentlich zu Tränen! Nun kommt der erste Chor - tja, ordentlich, mehr aber auch nicht - für meinen Geschmack ebenfalls zu dünn, in den Höhen verhalten und ohne Pepp.
Die folgende Bassstimme klingt ebenfalls allenfalls mittelmäßig - die Arie "But who may abide" wird von einem Counter vorgertagen - grauenvoll! Wie kann man solch mittelmäßige Sänger neben eine Frau v. Otter und Augér stellen? Wir sehr vermisse ich hier einen Theo Adam und Peter Schreier...
Die in den Rezensionen ebenfalls gelobte Spielweise des Herrn Pinnock empfinde ich als angenehm klar (dünn?), teiweise verstehe ich seine Tempi nicht. In manchen Phrasen vermisse ich eine klarere barock-typische Rhythmik. Händels Oratorien sind nämlich aus meiner Sicht nie nur Kirchenmusik, sondern tragen auch einen weltlichen, opernhaften Aspekt in sich - das macht ja gerade ihren Reiz aus. Auch dieser kommt für mich nicht zur Geltung!
Das Großartigste und Wunderbarste dieser Einspielung ist, wie erhofft, der überirdisch schöne Gesang von Frau Augér - mit einer warmen, klaren, engelsgleichen Schönheit und Beseeltheit singt sie, wie sie es immer tat - Danke!!!
Leider fällt die Leistung des übrigen Ensembles massiv von ihrer ab.
Fazit: ich bin enttäuscht von Herrn Pinnoks Dirigat, es fehlt einfach der letzte Schwung, und den sehr mittelmäßigen Männersolostimmen. Der Chor ist britisch brav-sakral, einzig der Gesang von Arleen Augér (und Frau v. Otter) machen die Aufnahme für mich hörenswert, daher noch 3 Sterne.
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am 5. März 2010
I have come to regard Pinnock's Handel as middle of the road period performance - nothing too extreme and always stylish and tasteful. So I was a bit disappointed with this recording of Messiah, which I find a little on the stodgy side. You certainly can't complain about the price but if you can afford it I would recommend getting the Christie recording.
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