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TOP 500 REZENSENTam 6. November 2006
Vorausgegangen sind Mono-Aufnahmen dieser drei letzten Tschaikowsky-Symphonien, Nr. 4 von Kurt Sanderling und Nr. 5 und 6 von Mravinsky dirigiert, anläßlich eines Wiener Gastspiels der Leningrader Philharmonie im Sommer 1956. Auch diese wurden - vollkommen zu Recht - von der DGG in der "Originals"-Serie wieder aufgelegt.
1960 hatte die Deutsche Grammophon die Gelegenheit, während einer Konzertreise der Leningrader Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Jewgeny Mravinsky die letzten drei Symphonien des russischen Komponisten teils in London (Nr. 4), teils in Wien (Nr. 5 & 6), diesmal stereophon, erneut aufzuzeichnen. Nicht nur klanglich sind die Neuaufnahmen erheblich besser, auch darstellerisch wurden die alten Mono-Einspielungen von ca. 1956 noch einmal übertroffen. Mravinsky räumt mit der weithin verbreiteten tränenseligen Tschaikowsky-Auffassung gründlich auf, er erstellt Interpretationen, die eine ganz neue, nüchterne, aber keineswegs unbeteiligte, neutrale Sicht auf die Werke freigeben. Es gibt wahrlich unzählige Aufnahmen dieser Symphonien, darunter etliche hochkarätige, aber ich rate jedem ernsthaften Musikfreund, selbst wenn er schon einige Versionen in seinem Besitz hat, zum Kauf dieses Albums. Er wird es nicht bereuen. Mravinskys Deutungen werden ihren Wert durch die Zeiten behalten, selbst wenn sich die Tschaikowsky-Interpretationen neuer, jüngerer Künstler andere Schwerpunkte setzen. Das Spiel des berühmten Leningrader Orchesters ist eine reine Freude.
Die Klangqualität ist nach digitalem Re-Mastering sehr gut, das liebevoll gestaltete mehrsprachige Textheft ohne Tadel. Es zeigt auf der Titelseite das Cover der originalen LP-Ausgabe. Höchst erfreulich!
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am 7. März 2013
Der legendäre Evgeny Mravinsky und die Leningrader Philharmoniker haben mit diesen Einspielungen der letzten drei Tschaikowsky Sinfonien Geschichte geschrieben.
Besonders die Einspielung der 6. Sinfonie ist nach wie vor unübertroffen und ist für mich die absolute Referenz.
Die Perfektion der Leningrader Philharmoniker unter Mravinsky war legendär; ein Orchester der absoluten Spitzenklasse.
Das kann man hier sehr eindrucksvoll hören.
Mravinsky lässt die 6. Sinfonie ohne "Zuckerguss" spielen, vollkommen entschlackt, ja fast schon sachlich nüchtern.
Und genau diese Herangehensweise lässt den Zuhörer tief in die gepeinigte Seele von Tschaikosky schauen bzw. hören.
Man hört und versteht im 4. Satz die Qual, das Leiden, die Trauer und letztendlich die Resignation die Tschaikowsky in den Selbstmord trieben.
Das ist so intensiv, so tief emotional interpretiert, dass ich beim Zuhören jedes mal Tränen in den Augen habe.

Aber auch die Einspielungen der beiden anderen Sinfonien dieser CDs sind von allerhöchster Güte und Qualität.
Mravinky lässt überhaupt keine Zweifel aufkommen, dass er die Werke Tschaikowskys wie wohl kein anderer Dirigent verstanden und entsprechend interpretiert hat.
Klanglich sind die Aufnahmen sehr gut, wobei allerdings über Kopfhörer ein leichtes Rauschen vernehmbar ist.

Fazit:
Auch wenn man bereits Einspielungen anderer Dirigenten und Orchester besitzt: die Einspielungen von Mravinsky sind ein Muss für jeden ernsthaften Liebhaber der klassischen Musik!
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TOP 1000 REZENSENTam 30. August 2010
Während die ersten drei Sinfonien Peter Tchaikovskys stiefmütterlich behandelt werden - die Dritte wird heute beispielsweise fast ausschließlich im Rahmen von Gesamtaufnahmen eingespielt -, sind die letzten drei Sinfonien in den Konzertsälen der Welt so präsent wie nie.
Dementsprechend umfangreich ist die Diskographie. Die vorliegende Einspielung jedenfalls zählt zu den besten, die ich je gehört habe.

Der legendäre Yevgeny Mravinsky läuft mit seiner Leningrader Philharmonie zu Topform auf. Obwohl die Aufnahme aus dem Jahr 1960 stammt, ist die Tonqualität bestechend.
Das kommt besonders der vierten Sinfonie in f moll op. 36 zugute, die heute als die beliebteste Tchaikovsky Sinfonie gilt. Man darf getrost behaupten, dass Mravinsky mit seinen energisch spielenden Leningradern eine Referenz hinlegt. Den ersten, aufwühlenden Satz habe ich zum Beispiel noch nie transparenter und packender erlebt. Und dasselbe gilt für das originelle Pizzicato Scherzo. Der langsame Satz ist einfühlsam und tief empfunden dargeboten. Besonderes Highlight ist allerdings das Finale, in dem Mravinsky ein recht flottes Tempo wählt, das jedoch den Tonus dieses Satzes enorm anspannt und somit ein Feuerwerk der Musik erzeugt.

Durch besondere Werktreue und Vitalität zeichnet sich die ebenfalls bombastische Einspielung der fünften Sinfonie e moll op. 64 aus. Mravinsky akzentuiert im ersten Satz sehr scharf und holt dadurch das Äußerste an Spannung und Klangfarben heraus. Auch den zweiten Satz nuanciert er perlend und einfühlsam. Das glasklare Spiel des Orchesters machen diesen strahlenden Satz zu einem Meisterwerk. Schade, dass man dann die CD wechseln muss, um zum gemächlichen Walzer zu gelangen, der durch das strenge Dirigat Mravinskys von übermäßigem Pomp befreit wirkt. Das Finale wird zu einem lebensbejahenden Freudenfest, das in Erinnerung bleibt.

Die "Pathétique" h moll op. 74 bleibt bis heute aufgrund ihrer ungewöhnlichen Anlage schwierig. Der russische Dirigent aber legt eine Interpretation voller Werktreue und Vitalität vor, die zutiefst rührt. Der erste, mäßige Satz strotzt vor Kraft und innerer Spannung, was ihn zu einem Erlebnis macht. Von einer laxen, larmoyanten Herangehensweise an die beiden Binnensätze nimmt er weiten Abstand, holt das Maximum an Emotion und Facettenreichtum heraus. Selbst das Finale, das ich bislang immer als etwas langatmig empfand, offenbart dem Hörer Neues, Ungeahntes und ist entrückend schön musiziert.

Fazit: Eine Meisterleistung! Mravinsky schafft es, Peter Tchaikovskys großartige Sinfonien vom Zuckerguss zu befreien, mit dem viele westliche Dirigenten sie allzu gerne netzen.
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am 18. Juli 2013
Eine echte Sternstunde der Deutschen Grammophon. Im Vergleich zu den vielen hochgelobten Aufnahmen eines bestimmten Dirigenten der DG, die eigentlich immer mit Kompressionsartefakten und oft mit mangelnder Durchörbarkeit zu kämpfen haben, liegen diese Aufnahmen weit über dem Standard. Die Interpretation von Evgeny Mravinsky seht der herausragenden Aufnahmequalität in Nichts nach. Einfach nur genial!
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am 11. März 2014
Wer sich für die letzten drei Tschaikowsky-Symphonien ernsthaft interessiert, wird an dieser inzwischen über 50 Jahre alten Einspielung kaum vorbeikommen. Sensationell !
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am 16. April 2016
meine LP-Box der 6 Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern unter dem 35-jährigen Lorin Maazel (1966) halte ich noch immer für eine der besten Aufnahmen, aber nun wollte ich mir endlich schnelleren Zugriff mittels CD gönnen - Auswahl gibt es ja reichlich, allerdings Maazel nur in der Kopplung mit allen Sibelius Sinfonien, worauf ich nicht unbedingt Wert lege.
Nach Anhören etlicher Audio-Kostproben anderer Interpreten, auch der mir als damals Mitwirkendem vertrauten Karajan-Aufnahmen, blieb ich dann doch bei Mrawinsky beispielhafter Darbietung hängen, mit zugleich klanglicher Präsenz und instrumentaler Präzision der erwartete Genuss.
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am 6. November 2014
Den Vorrezensionen ist nicht viel hinzuzufügen. Die Aufnahme der 6. hatte ich schon als Schallplatte. Die Mravinsky Edition (von EMI?) hat typische historische Aufnahmen mit einer eben nicht mehr ganz den Anforderungen entsprechenden Klangqualität. Nicht so diese CDs! Man kennt ihnen tatsächlich das Alter nicht an. Die damalige Einspielung war ein Glücksfall, mit dem Mravinskys typische Interpretation in einer heute noch akzeptablen Qualität erhalten geblieben ist.
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