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Kundenrezensionen

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54 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 2006
Es gibt viele Chöre, die es einfach besser singen als der Münchener Bach-Chor. Richters Zeit war die Zeit grosser Chöre ( meist geschulte Laien) und grosser Interpretationen, Bach eben ordentlich mächtig. Harnoncourt war nicht einmal das Kontrastprogramm, weil er grosse Knabenchöre einsetzte. Gardiner mit seinen Monteverdi choir, 36 Sänger, zeigt eine andere Interpretationsart auf, viel näher am Bachschen Original. Koopman und Herreweghe haben ebenfalls hervorragende Profi-Chöre. Seitdem man die Interpretationen von diesen Profi-Chören kennt, fallen die Leistungen anderer Chören noch mehr ab ( auch wenn das Weihnachtsoratorium für einen Chor keine wirkliche Herausforderung ist). Aber Richter hatte ein Solistenquartett, das nur schwer zu toppen ist. Der schlanke, wunderschöne Sopran einer jungen Gundula Janowitz, der samtene Alt einer Christa Ludwig, der strahlend singende Tenor Fritz Wunderlich und der profunde Franz Crass. Das ist schon eine Idealbesetzung und in dieser Kombination trotz der vielen Konkurrenzaufnahmen ziemlich singulär. Agnes Giebel, Elly Ameling, Arleen Auger sind ebenfalls grossartige Sopranistinnen, aber ein Laubenthal ist kein Fritz Wunderlich ein Michael Chance keine Christa Ludwig. So könnte man die verschiedenen Aufnahmen durchgehen und kaum eine finden, die insgesamt so hochkarätig besetzt ist wie diese Aufnahme von Richter aus dem Jahre 1964.Die Rolle der Solisten ist hoch zu veranschlagen in diesen sechs Kantaten. Deswegen ist und bleibt diese Aufnahme immer eine gewisse Referenz. Auch wenn die Art zu interpretieren, momentan gar nicht in Mode ist, wird man doch angerührt von der Kunst dieser Solisten/Innen. Bereite dich Zion, von Christa Ludwig gesungen, das ist Weihnachten pur.
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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Stilpuristen wird diese Aufnahme aus dem Jahr 1964 schlicht ein Greuel sein. Modernes Instrumentarium, groß besetzter Chor und ein riesiges Orchester lassen Bachs Weihnachtsoratorium mit solch barocker Prachtentfaltung vor unserem Ohr erstehen, daß man von den mächtigen Klängen fast erdrückt wird. Ich gestehe, kein ausgesprochener Anhänger von Aufführungen mit historischen Instrumenten und kleiner Besetzung zu sein, aber stilistisch sind angesichts dieses gewaltigen Apparates schon gewisse Einwände berechtigt. Trotzdem möchte ich die Aufnahme in meiner Sammlung nicht missen, und das hat gewichtige Gründe. Einmal wartet Karl Richter mit Solisten auf, die heute keine noch so aufwendige Produktion vorweisen kann, zum anderen erfreue ich mich immer wieder an der schier unerhörten Pracht der Klänge, die sicher vom Komponisten so weder gedacht noch zu seiner Zeit so realisierbar gewesen wäre.
Zu den Einzelheiten: Gundula Janowitz singt prächtig und mit engelreinem Ton, man höre nur die wunderbare Echo-Arie "Flößt, mein Heiland, flößt dein Namen" und ist sogleich gefesselt von dieser fast überirdischen Schönheit. Fritz Wunderlich ist sowohl als Evangelist wie auch mit seinen Arien nie mehr erreicht worden, und man ist glücklich, daß er diese Aufgabe kurz vor seinem tragischen Unfalltod noch übertragen bekommen hat. Christa Ludwigs Altstimme zu loben hieße Eulen nach Athen tragen, und der (damals) junge Bassist Franz Crass überzeugt nicht minder mit seinem reinen, ganz unpathetischen Vortrag. Der Münchener Bach-Chor war zum Zeitpunkt der Aufzeichnung ein mehr als hundertköpfiges Ensemble, hauptsächlich aus Laien zusammengestellt, und er beeindruckt an manchen Stellen mehr durch seine Durchschlagskraft als durch lupenreine Intonation. Aber im ganzen meistert er seine Sache zufriedenstellend, und das kann man auch dem Orchester attestieren. Karl Richter, unumstrittener "Bach-Papst" in den 1950er und 1960er Jahren, gibt hier ohne Umschweife ein ganz unverfälschtes Bild seiner Bach-Auffassung, die er, trotz vieler Anfechtungen durch die aufkommende Originalklang-Welle, konsequent bis zu seinem Lebensende durchgehalten hat. Wer Bachs Musik groß und mächtig vorgetragen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich gestehe gerne, daß ich mich der Suggestion, die von diesem Interpretationsstil ausgeht, nur schwer entziehen kann.
Der Klang der Aufnahme ist frisch und klar eingefangen, das beiliegende Textheft enthält brauchbare Informationen zum Werk sowie den vollständigen Text des Oratoriums.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2009
Nach vielen Jahren wollte ich mir wieder einmal das Weihnachtsoratorium anhören ... und mir diese Einspielung aus den 60er Jahren bei amazon gekauft. Und ich bin mehr als glücklich damit!
* schwungvolle Aufführung, sehr lebendig, farbenreich, keinen Moment langweilig, oder besser gesagt aufregend!
* fantastische Solisten! Es fällt mir schwer einen der 4 Solisten (Janowitz, Ludwig, Wunderlich, Crass) hervorzuheben, oder Superlative zu finden. Einfach großartig!
* Großartiges Orchester, herrliche Trompete
* Mächtiger Chor
Beim Anhören DIESER Aufnahme erübrigt sich für mich jegliche Diskussion bezüglich sogenannter Originalversionen vs. barocker Prachtentfaltung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 2012
Wenn jemand sich nur eine einzige Aufnahme des Weihnachtsoratoriums kaufen möchte, würde ich ihm diese eher nicht empfehlen. Die neueren Einspielungen von Herreweghe, Gardiner oder des Bachcollegiums Japan unter Masaaki Suzuki gefallen mir besser. Der Chor unter Richter ist oft zäh, die Aufnahme wirkt oft etwas pathetisch. Ich möchte sie aber unter meinen CDs des Weihnachtsoratoriums doch nicht missen, vor allem wegen Fritz Wunderlich. Die Solisten sind alle sehr stark, dass man heute oft andere Tempi wählt, ist wieder eine andere Sache. Ich besitze von allen großen Bachwerken, außer der Johannespassion, auch eine Aufnahme von Karl Richter und einige seiner Kantaten. Auch wenn man heute Bach anders aufführt und mir in ihrer Gesamtheit andere Einspielungen besser gefallen, finde ich doch immer wieder einzelne Parts und Interpretationen, von denen ich denke, dass es da kaum etwas Besseres gibt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2008
Ich kann mich den positiv Bewertenden nur anschliessen. Ich würde nur nochmal das Gleiche schreiben. Es ist das beste und schönste Weihnachtsoratorium auf Tonträger. Selbst viele Liveveranstaltungen reichen nicht heran.
Meine Eltern haben noch das orginal als Schallplatte. Ich kenne es von Kindheit an und ich habe bei keiner anderen Aufnahme diese Festlichkeit empfunden. Für mich einfach unerreicht.
Leider gab es zu Zeiten von Fritz Wunderlich noch keine Digitalaufnahmen, deshalb AAD.
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vorweg ein Wort zum "Originalklang" : Gerade die Komponisten der Barockzeit haben ihre Werke ständig verändert und an die Möglichkeiten der Musiker des Aufführungsortes angepasst. Da wurde sogar der Solopart auf ein anderes Instrument umgeschrieben - wenn kein Solist für das vorgesehene Instrument aufzutreiben war. Sie litten oft an den schlecht ausgebildeten und kleinen Orchestern ihrer Zeit. Ist es nun "Originalklang", wenn man ihre seinerzeitigen dürftigen und unbefriedigenden Aufführungsmöglichkeiten künstlich wiederholt ? Ich vermute, Bach hätte übers ganze Gesicht gestrahlt, wenn er einmal so ein großartiges Ensemble wie Bachorchester und Bachchor zur Verfügung gehabt hätte.

Das Bedürfnis der Barockkomponisten war es, ihre Werke möglichst schön und wirkungsvoll aufzuführen. Insoferne ist Richters Aufnahme durchaus als "Originalklang" (im tieferen Sinne) zu verstehen. Bach hätte über die heutige "Originalklang-Askese" wahrscheinlich verständnislos den Kopf geschüttelt.

In diesem Sinne erlaube ich mir dieser Aufnahme die verdienten 5 Sterne zu geben - für die orchestrale Klangpracht, den rythmischen Schwung und die herausragenden Gesangs-Solisten.

Und Karl Richter einen großen Dank dafür, dass er in den 60'er Jahren das Werk von J.S.Bach wieder bekannt und populär gemacht hat !
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2008
Man kann viel sagen zu historischer vs. historisierender vs. romantischer Auffuehrungspraxis. Es ist keine Frage der Objektivitaet, noch weniger des Geschmacks. Was die Seele erhebt, Freude entstehen und die urspruengliche Mystik und Anmut dieses Oratoriums befoerdern laesst, ist gerade gut genug. Diese Einspielung beruehrt tief. Die Vokalsolopartien sind mit einer meines Erachtens niemals wieder erreichten Innigkeit und Spiritualitaet dargebracht, dass eine Phaenomenologie des Bachschen Hauptwerks zu erscheinen vermag, die einfach jenseits von Tempi, Phrasierungen und Fermaten liegt. Einfach wunderbar!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2007
Habe verschiedene Interpretationen von Bach's Weihnachts-Oratorium und diese ist ganz einfach die Schönste.
Wer sich für Bach's Weihnachts-Oratorium einen großartigen Dirigenten, großartige Interpreten und ein sprühenden Bach-Chor, nicht zu vergessen, einen wunderbaren Trompeter und Originalinstrumente wünscht, der ist hier bestens bedient.
Ich könnte mir dieses Weihnachts-Oratorium von Karl Richter jeden Tag anhören ... aber dann wäre jeder Tag für mich Weihnachten --- JAAaa, es ist wahr, ich höre dieses Werk gerade!! Und das obwohl es nochgarnicht Weihnachten ist ... und ich glaube, ich darf die Augen nicht schließen, sonst werden mich die Englein gleich wegtragen.....
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2009
Diese Musik gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum und Kerzen. Meine Platte - ebenfalls von Richter - hat leider schon einige Macken. Jetzt habe ich den ganzen Hörgenuss auf dieses CD.
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am 30. Dezember 2014
Von meinen Eltern erbte ich die altehrwürdige Box des Bachschen Weihnachtsoratoriums mit sechs hochwertigen Langspielplatten des Labels Decca, jene klassische Interpretation Karl Richters mit seinen beiden Münchner Ensembles, dem Bach-Chor und dem Bach-Orchester. In Kindertagen wurde diese Musik immer an Weihnachten aufgelegt und sie verschmilzt für mich in der Erinnerung mit dem Christbaum und seinen Glaskugeln und Wachskerzen zu einer bruchlosen Einheit.

Wenn ich die Platten heute wieder einmal auflege, merke ich, wie sehr ich, was meinen Johann Sebastian Bach angeht, bei Hellmuth Rilling in die Schule gegangen bin. dies fällt schon bei den ersten Takten des Eingangschores "Jauchzet, frohlocket" auf. Richter gibt ein sehr langsames, geradezu behäbiges Tempo vor, das für meinen heutigen Geschmack dem auffordernden Charakter des Chores gar nicht entspricht. Dazu eine Orchestrierung, die ich als süßlich, beinahe als kitschig bezeichnen möchte.

Aber eben für meinen heutigen Geschmack. Als Kind und noch als Jugendlichem ging mir das nicht so. Und für frühere Generationen galt dies ebenso. Denn die Leipziger Schule, in deren spätromantischer Tradition der einstige Thomas-Organist Richter stand und die wohl letztlich auf die Bach-Wiederentdeckung durch den Romantiker Mendelssohn-Bartholdy zurückging, galt vor dem Siegeszug der historischen Aufführungspraxis als Institution der Bach-Interpretation, was nicht vergessen werden darf.

Und hier wird auch einmal die historische Aufführungspraxis aus einer zukünftigen Perspektive betrachtet Ihre nur relative Berechtigung zugewiesen bekommen. Dies gilt vor allem und gerade für Johann Sebastian Bach. Bach komponierte sein Kantatenwerk zwar als "Gebrauchsmusik" für sein Endemble, das ihm als Thomas-Kantor für die Gestaltung der Gottesdienste zur Verfügung stand. Aber was das Instrumentarium anging, war Bach in kleinster Weise auf einen "Klangkörper" fixiert, wie dies spätestens seit der Spätromantik der Fall war. Oft spielte Bach dieselben Stücke in wechselndem Instrumentarium, je nach dem, was gerade zur Verfügung stand. Oder Sätze der Cellosuiten tauchen in den Lautensuiten auf usw. Bachs Musik hat eine solche Weite der Aufführungsmöglichkeiten in sich, dass unterschiedlichste Klangkörper und auch Interpretationen wohl durchaus legitim sind, bis hin zur Aufnahme Bachs im Jazz. Deshalb könnte es durchaus sein, dass auch Karl Richters Interpretation von einer zukünftigen Perspektive her ganz neu gewürdigt oder gar rezipiert werden wird. Denn so sehr ich Rilling liebe - der Glanz des Weihnachtszimmers meiner Kindheit will sich beim Hören seiner Interpretation nicht so recht einstellen.
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