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Kundenrezensionen

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am 26. Januar 2012
Nach dem riesigen Erfolg des Albums - Brothers In Arms - erhofften sich die Musikkritiker, dass das Folgealbum - On Every Street - diesen Millionenseller vielleicht sogar toppen könnte, was dem Album von vorneherein einen ganz schweren Stand bescherte, denn ein Album wie - Brothers In Arms - schreibt eine Rockband im Normalfall nur ein einziges Mal in ihrer Karriere. Obwohl - On Every Street - bei weitem nicht an den kommerziellen Erfolg seines Vorgängers herankam, steht es für mich, gerade was die fassettenreichen und vielfältigen Musikarrangements der einzelnen Songs betrifft, dem "großen Bruder" - Brothers In Arms - in Nichts nach, denn die Dire Straits liefern auch auf diesem Album wieder, wie gewohnt, zwölf abwechslungsreiche Songs mit ihrem unverwechselbaren Sound, und dem unverkennbaren Markenzeichen der Gruppe, nämlich einer exzellent und besonders klingenden Gitarre.

Dennoch wagen sich die Dire Straits auf ein für sie völlig neues musikalisches Terrain, denn mit dem Titel - Fade To Black - befindet sich das erste Mal ein astreines und verdammt gutes Bluesstück auf dem Album, und mit dem Song - My Partys - integrieren die Musiker einen unglaublich coolen, jazzangehauchten Titel mit einem derartig humorvollen Text, dass man aus dem Schmunzeln und Grinsen überhaupt nicht mehr herauskommt. Mit - You And Your Friend - und - Planet Of New Orleans - enthält die Platte ebenfalls zwei ruhige und sehr nachdenkliche Stücke, bzw. mit - Heavy Fuel - finden wir auch einen genialen und absolut zeitlosen Rockkracher, der durchaus mit - Money For Nothing - bedenkenlos mithalten kann. On Every Street - ist tatsächlich ein Album, das nahezu auf jeder musikalischen Straße zu Hause ist, und daher bei mir auch heute noch sehr häufig den Weg in den CD-Player findet.
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am 8. August 2002
Anfang der Neunziger Jahre kam das bislang letzte Studioalbum der Dire Straits auf den Markt. Leider muss man sagen, denn wie Mark Knopfler und seine MAnnen hier agieren ist schon meisterlich. Sei es der Single Hit CALLING ELVIS, das wunderbar trockene THE BUG oder die Schilderung einer Mark Knopfler Party (MY PARTIES). Daneben gibt es auch bluesig angehauchte Momente (YOU AND YOUR FRIEND, PLANET OF NEW ORLEANS) und sogar härtere Rocksongs (HEAVY FUEL). Es gibt nur wenige Alben, die man getrost von vorne bis hinten durchhoeren kann - hier ist es der Fall. Und in der Remsatered Fassung auch qualitativ ein Hörgenuss.
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am 3. März 2002
Nach langer Wartezeit lieferten die Straits das Nachfolgealbum von "Brothers in Arms", dem von Kritik und Hifi-Freaks gleichermassen gefeierten Megaseller. Gespannt legt man die CD ein und fragt sich, wie Knopfler und seine Band dies noch toppen wollen...?

... und merkt schnell: "On every street" versucht gar nicht erst, mit dem hochdynamischen Sound des Vorgängers zu konkurrieren. Statt dessen wird ein völlig relaxtes Album abgeliefert, das den Hörer nicht auf der Kante des Sessels hocken lässt, gespannt, was der Stereoanlage als nächstes abverlangt wird. Nein, es wartet auf mit melodiösen, wunderschönen Stücken zum Genießen und Abschalten - und ist auf seine eigene Weise nicht minder genial als sein Vorgänger.

Man sieht ein: Knopfler muss mit diesem Album nichts mehr beweisen. Und mit dem Gitarrensolo am Ende von "On every street" hat man wieder ein Stück gefunden, das in TV-Dokumentationen immer wieder als Hintergrundmusik läuft...
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am 1. Juli 2014
Auch wenn ich mit dieser Meinung einer Minderheit angehöre: Ich empfinde "On Every Street" als klare Steigerung im Vergleich zu "Brothers in Arms". Man merkt dem Album an, dass Mark Knopfler langsam genug vom typischen Sound seiner Stammband hat; dementsprechend geht es hier stilistisch vielfältiger zur Sache. Vieles deutet bereits auf Knopflers Solo-Alben hin, aber über allem schwebt immer noch eine amtliche Breitwand-Produktion, und zwischen den vielen düsteren Nummern von "On Every Street" verbirgt sich auch noch die eine oder andere Rocknummer. Gleich zu Beginn ertönt eine solche: "Calling Elvis" ist denn auch der letzte große DS-Hit. Der Text ist dabei sowohl ironisch als auch melancholisch, und anders als "Walk of Life" ist "Calling Elvis" eine sehr gute Rock'n'Roll-Nummer, die auf einen atemberaubenden Gitarrenbreak zusteuert. Mark Knopfler geht hier sehr sparsam mit seinen gitarristischen Fähigkeiten um, aber in wenigen Sekunden spielt er mehr Noten als die meisten Gitarristen packen können. Der Schluss ist in der Album-Version deutlich atmosphärischer als in der gekürzten Single-Version. Der Groove wird immer mehr verschleppt. Der Titelsong ist dann schon sehr melancholisch. Mark Knopflers Text ist voller ausdrucksstarker Metaphern und hat eine gewisse universelle Traurigkeit, die einen kaum kalt lassen kann. Am Ende wird aus einer leisen eine laute Nummer, die völlig monoton vor sich hinstampft. Bereits hier lassen sich von der Stimmung her Parallelen zum besten DS-Album, "Love over Gold", feststellen, und dort speziell mit Teilen von "Telegraph Road". "When it Comes to You" ist der vielleicht typischste DS-Titel auf "On Every Street", aber auch hier zieht sich eine eher deprimierte Stimmung durch, und die Hintergrundebene des Songs lässt nicht wirklich Freude aufkommen. Bei "Fade to Black" wird es dann noch düsterer: Ein stilechter Blues, mit abgehangenen Jazz-Andeutungen und einem Mark Knopfler, dessen raue Stimme geradezu aus den Lautsprechern kriecht. Dann endlich kann man wieder ein bisschen abrocken: "The Bug" geht nach vorne, und die Pedalsteel von Paul Franklin, die hier viele Titel bereichert, deutet die Country-Wurzeln der Straits an. Durch seine Position zwischen den beiden langsamen Nummern "Fade to Black" und "You and Your Friend" wird die positive Energie von "The Bug" jedoch schon wieder relativiert. "You and Your Friend" gehört zu den leiseren Nummern der DS. Eine Akkordsequenz, bei der man einfach nur noch dahinschmelzen kann, das unglaublich gefühlvolle Gitarrenspiel von Knopfler, die anschwellende Hammond im Hintergrund, und der Text, der suggeriert, dass es hier genau um das geht, was die Atmosphäre des Songs bereits andeutet. Besonders hier fällt auf, wie viele Zwischentöne dieses Album hat: Die Songs wirken sehr plastisch, die Musik ist in verschiedene Richtungen ausgeprägt, aber dabei immer echt und unverfälscht. Aber trotz der Rocksongs sind es die leisen, zarten, oft nachdenklichen Töne des Albums, die "On Every Street" zu einem Ausnahmealbum machen. "Heavy Fuel" dagegen werte ich als eher missglückten Versuch, einen Nachfolger für "Money for Nothing" zu schreiben. Ähnlichkeiten sind vorhanden: Der treibende Rockrhythmus, die stoischen Gitarrenlinien, und der ironische Text. Doch wo bei "Money for Nothing" die ironische Distanz durch die Perspektive des Elektrogeräte-Verkäufers klar festgelegt ist, wirkt mir "Heavy Fuel" zu klischeebehaftet. Es fehlt eben jene ironische Distanz, und wenn man MK nicht besser kennen würde, könnte man ihm den Text glatt abnehmen. Das extrem reduzierte "Iron Hand" ist ein weiterer Song voller Traurigkeit und schließt mit der Kriegsthematik an Songs wie "Ride across the River", "The Man's too Strong" und "Brothers in Arms" an - nur eben ohne dabei deren Bombast zu erreichen. "Iron Hand" ist ehrlich und schonungslos, und sicher schon sehr weit vom Mainstream entfernt.
Was MK geritten hat, den Song "Ticket to Heaven" zu schreiben und dann noch auf ein bis dahin großartiges Album zu nehmen, weiß ich nicht. Der Text ist entweder erschreckend oder (vermutlich) ironisch gemeint, aber wie bei "Heavy Fuel" fehlen mir hierfür die eindeutigen Anzeichen. Der Song ist unertäglich kitschig, mit Klimperklavier im Floyd-Cramer-Stil, schwülstigen Streichern und der auf einmal wirklich süßlichen Pedalsteel. Nashville Country at its worst. Kann man getrost skippen. Verhindert auch leider, dass "On Every street" auf Augenhöhe mit "Love over Gold" rangiert.
Das jazzig-funkig-entspannte "My Parties" (erinnert ein wenig an Steely Dan) macht dann wieder Boden gut. Der Text ist einfach nur unfassbar lustig: "That's a brass toilet tissue holder with its own telephone" und ähnlich nichtssagender High-Society-Quark, den Knopfler hier mit einem Augenzwinkern vorträgt. Ob es den erhobenen Zeigefinger in der letzten Strophe gebraucht hätte, ist dagegen fraglich. Schließlich sammelt die Band noch einmal all ihre Stärken für das tiefgründige Monumentalwerk "Planet of New Orleans", das noch einmal ganz episch daher kommt und das letzte Mal ist, dass man diese Klanglandschaften in all ihrer Größe und Eindrücklichkeit zu hören bekommt. Auch hier lohnt es sich wieder, sich ganz auf die Musik einzulassen und auf die Details zu achten. Musik zum Nebenbeihören ist das nicht. Der Sound ist viel wärmer als bei "Brothers in Arms", die Produktion liebevoller, die Arrangements plastischer, und die Songs sind einfach nur erhaben. Dass das Album weniger erfolgreich war als "Brothers", ist nur folgerichtig, denn wirklich Radiotaugliches gibt es nur wenig ("Calling Elvis", "The Bug", "Heavy Fuel"). Und wer nicht die Zeit und Konzentration aufbringt, die für dieses Album notwendig ist, wird es schnell als "langweilig" abstempeln und weglegen. Das folkige "How Long" ist da nur noch ein harmloser Epilog, der die Schwere und Tiefe des restlichen Materials ein bisschen konterkariert, aber nicht wirklich neutralisieren kann. Erstaunlich ist die Dichotomie des Albums: "On Every Street", "Fade to Black", "You and Your Friend", "Iron Hand" und "Planet of New Orleans" bilden innerhalb des Albums schon so etwas wie einen roten Faden, doch dazwischen gibt es dann immer wieder die (etwas) entspannteren Songs. [Auch in der Hinsicht könnte man auf "Ticket to Heaven" gut verzichten, da es dieses Muster durchbricht.] Und trotz dieses Facettenreichtums ist "On Every Street" ein in sich geschlosssenes und musikalisch enorm ausgereiftes Werk geworden. Das Vermächtnis der Dire Straits. Meiner Meinung nach ihr bestes Album nach "Love over Gold".
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am 28. Juni 2003
Im Vergleich zu den früheren Alben von "Dire Straits" orientiert sich "On Every Street" weniger am Mainstream der 80/90er Jahre als vielmehr an Bandleader Mark Knopflers Vorliebe für Country- und Folk-Musik. Das lässt die CD eventuell erst beim zweiten oder dritten Hören interessant werden, aber durchhalten lohnt sich: Knopflers einmaliges Gitarren-Spiel kommt, unterstützt von den verbliebenen Band-Mitgliedern und den hervorragenden Gast-Musikern, besser zur Geltung als zuvor. Für die Nostalgiker: Knopflers Gesang klingt immer noch leicht zurückhaltend-dissonant. Ein wunderbarer Kontrast!
Hörenswert sind bis auf die "Radio Bayern 1"-kompatible Nummer "Ticket To Heaven" alle Songs, aber mein Favourite ist "Iron Hand". Ein Folk-Song der wegen des Guitar-Playings und des sphärischen Keybyboard-Sounds unter die Haut geht.
"On Every Street" ist das inoffiziell letzte Studio-Album von "Dire Straits" und gleichzeitig ihr bestes.
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am 21. April 2008
Die Dire Straits hatten es schon immer drauf, mit ausgefeilten Gitarrenhooks und aufwendigen SoliŽs trotzdem coole, unbeschwerte Musik zu machen. Gerade auf "On every street" bewiesen sie das wieder. Das Album besticht durch schönen Rock, der z.B. im Auto gehört einfach Spaß macht. "Calling Elvis", "the bug", "heavy fuel" oder auch "when it comes to you" kommen einfach nur lässig rüber und ziehen mir die Mundwinkel hoch.
Auch die Bluesfreunde kommen voll auf ihre Kosten mit "fade to black" und den absoluten Glanzlichtern "You and your friend" und "Planet of New Orleans" (einer der besten DS-Songs überhaupt) - einfach nicht-verbesserbare Songs - Hammer! Sehr schöne Balladen gibt's mit dem Titeltrack und "Iron hand" ebenfalls.
Einzig "Ticket to heaven" fällt mit den gesetzten Streichereinlagen und dem seichten Country-Style etwas aus dem Rahmen.
Ich höre dieses Album auch hörte noch sehr gerne, weil es m.E. einzigartigen Charakter besitzt. Die hochgelobten Alben aus den 70/80ern in allen Ehren, aber auch Anfang der 90er zauberten die Dire Straits eine handvoll Perlen hervor - nämlich auf diesem letzten DS-Album! Ganz klar: Volle Punktzahl.
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am 10. März 2016
Heute Abend habe ich auch die beiden letzten Platten aus meinem 25-Euro-Dreierpaket ausgepackt. Sowas habe ich bei neuen Platten noch nie gesehen. Verschmutzt und mit einem seltsamen weißen Staub bedeckt; bei der Dire Straits waren die Innenhüllen an der Kante, die zur Öffnung des Covers hin gelegen hatte, durchgescheuert. Das muss wohl der grobschlächtige Rand der Platten gewesen sein.

Die Platten haben schon nach dem ersten Entnehmen aus der Innenhülle jede Menge feine, aber deutlich sichtbare und teils auch hörbare Kratzer auf der Oberfläche. Ich frage mich ernsthaft, in welchem Hinterhof sie diese Scheiben fabriziert haben.

Mehr als 25 Euro für drei Stück hätten die wirklich nicht kosten dürfen.
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am 5. März 2016
Ich bin Dire Straits Fan der ersten Stunde und finde OES nach wie vor völlig daneben. Die Band mußte immer größer werden, immer radiotauglicher werden und immer größere Stadien füllen - das hat sie meiner Meinung nach auch letztlich zerstört. Wenn man das "On the night" Konzert zu diesem Album sieht, merkt man, wie unwohl sich Mark Knopfler fühlt. Alle hampeln um ihn rum, versuchen sich in Szene zu setzen, während er, der immer der Konzentration auf die Musik den Vorzug gegenüber irgendwelchen Showeffekten gegeben hat, fast schon wie ein Nebendarsteller wirkt - wäre da nicht sein atemberaubendes Gitarrenspiel.
Für mich waren Dire Straits hier an einem Punkt angekommen, wo sie nichts besonderes mehr waren - Dire Straits war Musik für den Fahrstuhl geworden. Mark Knopfler wird gewußt haben, warum er seine Band danach auflöste.
Einzig und allein der Titelsong bleibt hörenswert.
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am 10. Februar 2008
6 Jahre vergingen seit der letzten Studioaufnahme der Dire Straits, bis sie sich mit 'On Every Street' wieder zurueckmeldeten. Seitdem haben die Dire Straits kein Album mehr aufgenommen, obwohl sie sich nie offiziell aufgeloest haben. Die Musiker sind heute noch befreundet, der zweite Keyboarder Guy Fletscher spielt sogar noch auf Knopflers Solo-Alben mit.

Cowboystiefel und eine Gitarre zieren einmal im Gross- und einmal im Kleinformat das Cover. Sehr gelungenes Artwork. Und die Musik klingt auch genauso. Der Einsatz der Pedal-Steel-Gitarre verpasst dem Ganzen einen gewissen Western-Touch. Weiche Keyboards sorgen zudem fuer Atmosphaere. In 'Calling Elvis' beschwoeren sie den King Of Rock'n'Roll wieder auf. Dort ist die Pedal-Steel auch gleich zu hoeren. Eine entspannte Nummer und zugleich ein grosser Hit. Schoen der Instrumentalpart in der zweiten Haelfte, mit interessantem Rhythmus. 'On Every Street' beginnt melancholisch mit Piano und ruhigem Gesang. Schoen der Saxophoneinsatz und die typischen, etwas jaulenden Knopfler-Gitarren. Spaeter wird aus dem Song eine Midtempo-Nummer, bei dem die cleane Lead-Gitarre das Tempo vorgibt. Zudem gibts natuerlich ein Solo.

'When It Comes To You' ist dann eine Western-Nummer. Knopflers typischer Erzaehlgesang verpasst dabei dem Ganzen das gewisse Etwas. Die Gitarren sind wiedermal schoen rockig. 'Fade To Black' ist eine sanft dahinfliessende Blues-Nummer mit Orgelklaengen und solierender E-Gitarre. Versprueht sowas wie 30er-50er-Jahre-Feeling. Und Knopflers Stimme passt zu solcher Musik einfach perfekt.

Mit 'The Bug' folgt der naechste, kleinere Hit. Let's Do That Twist, sag ich nur. Das ist einfach Rock'n'Roll in seiner Urform, klingt aber keineswegs veraltet, sondern taufrisch. 'You And Your Friend' schlaegt dann wieder melancholischere Toene an. Ueber einen Mangel an Abwechslung brauchen wir uns also nicht zu beklagen. Weiche Keyboards, bluesige Gitarren und der ruhige Gesang stehen bei dieser Nummer im Vordergrund. 'Heavy Fuel' wiederum bringt verzerrte E-Gitarren mit sich. Es wird wieder rockiger, vom Stil und besonders vom Riffing her aehnlich wie 'Money For Nothing'.

'Iron Hand' schlaegt wieder ruhigere Toene an. Das Gitarrenspiel ist mal wieder Klasse. Anfangs sind nur zwei Gitarren und Gesang, ehe spaeter Keyboards hinzutreten. Bass und Drums folgen. Musik, die sich einfach ins Gehirn reinfrisst. Man kann das nicht so gut beschreiben. Textlich befasst sich das Stueck glaub ich mit dem politischem Machtkampf zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland. Meine ich mal so gelesen zu haben. 'Ticket To Heaven' ist eine Nummer mit Streichern, die ich schon mal auf 'NDR 1 Radio Niedersachsen' gehoert habe. Ein Sender, der Volksmusik spielt. Welch eine Entwuerdigung fuer die Dire Straits. Naja, es ist auch eine harmlose, ungefaehrliche Nummer, aber so etwas auf einem Volksmusiksender zu spielen ist schon eine Vergewaltigung.

'My Parties' ist eine froehlichere Midtempo-Nummer mit schoenem Saxophonspiel. Im Refrain dominiert das Saxophon sogar und steuert sonst einige nette Soli bei. Finde ich Klasse, dass die Dire Straits ab 'Alchemy' das Saxophon entdeckten. 'Planet Of New Orelans' ist mit gut sieben Minuten die laengste Nummer des Albums. Eine ruhige, atmosphaerische Nummer. Wieder gibts das von mir beliebte Saxophon. Mit der kurzen, entspannten Countrynummer 'How Long' klingt die Platte dann aus.

Meiner Meinung nach das beste Studioalbum der Dire Straits. Und dasjenige, welches man am problemlosesten komplett durchhoeren kann. Einfach Kopfhoerer auf und geniessen...
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am 21. März 2000
Dire Straits haben wieder zugeschlagen. "On every street" reicht zwar nicht an seinen Vorgänger "Brothers in arms" heran, ist aber ein würdiger Nachfolger. Die CD wird stark von Einflüßen aus Country, Blues und Jazz geprägt. Textlich vermag die CD mit Witz zu überzeugen ("My parties"), ist aber teilweise sehr zynisch ("Ticket to heaven"). Alles in allem wieder ein sehr überzeugenes Stück Musik, das den Fan guter Musik nicht kalt läßt. Musik zum Entspannen, Genießen und Tanzen ist gleichermaßen vertreten.
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