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Kundenrezensionen

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Nachdem die legendäre Mk2- Besetzung von Deep Purple nach "Who do we think we are" auseinander gebrochen war, änderte die Band ihren charakteristischen Stil, indem sie Silberstimme Ian Gillan durch den Bluessänger David Coverdale und den grundsoliden Roger Glover durch den Funkrocker Glenn Hughes ersetzte. Das folgende "Burn" war zwar noch ein Bandklassiker, aber die dann folgenden "Stormbringer" und "Come taste" markierten das langsame Abtakeln des einstigen Hardrock- Flaggschiffs. Deep Purple löste sich auf. Blackmore gründete Rainbow, Coverdale gründete Whitesnake, Gillan startete solo durch, Paice ging zu Gary Moore, Lord machte mal dies und mal das, Hughes versank für mehr als eine Dekade im Kokainsumpf - und Tommy Bolin setzte sich den goldenen Schuss.

Was die Band dazu bewog, sich nach zehn Jahren wieder in der Mk2- Besetzung zusammenzufinden, ist nicht völlig klar. Angesichts der Rainbow- Auflösung und Gillans mäßigem Soloerfolg dürfte das Geld wohl eine Rolle gespielt haben. Aber Zeit heilt angeblich ja Wunden - und wie wundersam ist der zerstrittene Haufen plötzlich wieder ein Herz und eine Seele.

"Perfect Strangers" ist jedenfalls kein Revival. Die Platte passte ins aktuelle Jahrzehnt genauso gut wie "Machine Head" ins vorangegangene. Verschwunden sind die exzessiven Jams und überlanges Gitarrengegniedel, dafür setzt man auf starke, kompakte, gut durcharrangierte und transparent produzierte Songs. Auf gewollt kommerzielle Plattheiten wird wohltuenderweise verzichtet; selbst die obligatorische Ballade "Wasted Sunsets" ist kein blöder Mitsing- Feuerzeugschwenker, sondern eine melancholische kleine Songperle in sparsamem Sound. Dagegen sind "Gypsy's Kiss" und "Not responsible" hektisch und unruhig, während der Titelsong und der Opener grandios atmosphärische Midtemposongs mit Klassikerstatus sind. Blackmore und Lord schaffen riff-, orgel- und solomäßig einen großartigen Rocksound, Paice trommelt souverän, Glover produziert und setzt einige Akzente am Bass, und Gillan verleiht dem Ganzen seine wunderbare Stimme. Die hier vorliegende CD enthält als Bonus den zehnminütigen Instrumentaltrack "Son of Alerik", auf den ein Fan keinesfalls verzichten sollte.

Für mich ist "Perfect Strangers" ein perfektes Album. Absehbar war leider, dass spätestens beim Nachfolgealbum "House of blue Light" die alten Querelen wieder aufbrechen sollten - was für ein Jammer. Hier geb ich jedenfalls die vollen fünf Sterne.
44 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2012
Nachdem sich die Band 1976 aufgelöst hatte, trafen sie sich, nachdem Ritchie seine Soloband Rainbow aufgelöst hatte und auch die anderen aus ihren Projekten draußden waren, wieder und brachte 1984 das Album Perfect Strangers heraus. Ein super Album. Die Band musste zwar auf Nummer sicher gehen, aber das Ergebnis war genial. Ein Album ohne Schwächen. Sogar ein paar Bandklassiker sind drauf. Eingespielt wurde es in der MkII-Besetzung, unter der zuvor schon die ganz großen Alben raus kamen.

Die Bandklassiker sind die Songs "Knockin At Your Back Door" und "Perfect Strangers", die einfach nur genial sind. Ebenfalls sehr gut ist die Ballade "Wasted Sunsets" und "Under The Gun". Das sehr lange und instrumentale "Son Of Alerik" und das harte "Not Responsible", die nur auf der CD enthalten sind fallen kaum ab. Auch andere Songs wie "A Gypsy's Kiss" sind toll und wurden auch manchmal live gespielt. Natürlich gefällt mir auch der Rest, aber das waren meine Lieblingslieder von Perfect Strangers. Die Tournee 1984/1985 wurde wie das Album ein voller Erfolg. Das Comeback des Jahres.

Ein tolles Comeback von der besten Band der Welt. Gute 5 Sterne für dieses beste Album der späteren Deep Purple nach ihrem perfekten Comeback. Eine Kaufempfehlung an alle, die dieses Werk noch nicht haben sollten.
55 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Januar 2003
Im Jahre 1984, 14 Jahre nach dem Mega-Seller "In Rock" erwecken Ian Gillian, Ritchie Blackmore, Roger Glover, Ian Paice und John Lord Deep Purple wieder zum Leben. In dieser legendären Besetzung nehmen sie in New York ein Album auf, das beweist, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören: Perfect Strangers.
Instrumental vielversprechend beginnt das Album mit einer kleinen "Einzugshymne". Aber bereits nach 45 Sekunden haut Ritchie Blackmore, der parallel mit Rainbow Erfolge feierte, kräftig in die Saiten. "Knocking At Your Back Door" präsentiert sich im typischen Purple-Stil. Gitarren-Auftakt, gewohnt gestaltete Strophen und ein von Gitarren getragener Chorus. Spätestens nach den ersten Minuten ist bereits klar, dass die Schaffenspause der Band der Qualität der Musik nicht geschadet hat. Nach dem exakt 7 Minuten langem Auftakt, der mit einem sehr guten Solo endet, geht es mit "Under The Gun" weiter. Stilsicher wie eh und je rocken sich die 5 durch den Track, sowie auch durch den dritten ("Nobody's Home"). Mit dem 4. Song beginnt im übertragenen Sinne auch für Band ein "Mean Streak". Es folgen nämlich die besten Songs des Albums. "Mean Streak" selbst strotzt nur vor Spielfreude. Man merkt spätestens hier, dass die Band nicht vom Label zu einem Reunion-Album gezwungen wurden, sondern, dass hier 5 geniale Musiker einfach ihre Musik wieder auferstehen lassen wollten. Und das ist ihnen absolut gelungen. Der Titelsong hielt sich auch in den Single Billboards wochenlang und das verwundert nur wenig. "Perfect Strangers" wurde, was natürlich für die Qualität spricht, bereits von den meisten Rockgrößen (z.B. Dream Theater, Iron Maiden, usw.) irgendwann mal auf einem Konzert gecovert. Der Song ist wirklich "perfect" und fremd kommt er einem nach wenigen Sekunden bereits nicht mehr vor. In "A Gypsy's Kiss" lässt's die Band dann richtig krachen, allen voran Blackmore, der hier das vielleicht beste Solo eines Deep Purple-Studioalbums überhaupt abliefert. "Wasted Sunsets", der einzige "ruhigere" Song ist genau das, was man sich unter einer Rockballade im Stile der 70er vorstellt. "Hungry Daze" wird von einem überzeugenden einfachen Motiv getragen, das sich durch den ganzen Song zieht. "Not Responsible" schließt das 9 Songs fassende Album ab, reicht aber vielleicht nicht ganz an die Qualität der 5 vorangegangen Tracks heran. Das wäre aber auch fast schon unheimlich. Das europäische Release des Albums enthält als Bonustrack noch das 10-minütige brillante Gitarrenstück "Son of Aleric", in dem Blackmore die Gitarre in herrlichster Weise singen lässt.
Insgesamt merkt man dem Album nicht an, dass es erst 1984 nach einer Pause entstanden ist. Es hätte genauso gut 10 Jahre vorher entstanden sein können. Gillians Stimme ist kraftvoll wie eh und je und der ganze Band merkt man nicht im geringsten eine "Altersschwäche" oder Müdigkeit an. Mitten in "Mean Streak" singt Ian Gillian plötzlich "We all came out to Montreaux... but that's another song" - aber das ist bezeichnet. "Perfect Strangers" darf ruhig in einem Atemzug mit "Burn" oder "In Rock" genannt werden, es ist eh selten genug, dass ein „Rock-Imperium" derart heftig zurückschlägt.
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am 28. August 2014
Perfect Strangers ist kein vergleich mehr zu Machine Head, Burn und Co. Und genau hier war ich beispielsweise abgeschreckt, weil für mich die Gitarren zu weit in den Hintergrund gerückt wurden. Nach mehrmaligem merkt man allerdings dann doch recht schnell, dass dieser "Stilbruch" einfach nur eine Art Entwicklungsstufe ist und zu der damaligen Zeit passt. Dennoch hat das Album nicht den kommerziellen Erfolg im Auge sondern kann musikalisch überzeugen.

Anspieltipps: Perfect Strangers, Knocking at your back door sowie Son of Alerik
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am 9. März 2012
...ja dann kann es sein, dass du entweder Besuch von deinem Liebhaber / deiner Liebhaberin bekommst, oder dass du Deep Purple hörst. Spaß beiseite. Das Album - Perfect Strangers - das 1984 als erste Re-Union des "Mk2-Line-Ups" aufgenommen wurde, klopft nicht nur an eine Hintertür, sondern strotzt geradezu vor musikalischer Frische und den gewohnten Gitarren- und Keyboard-Duellen zwischen Blackmore und Lord.

Niemand hätte zum damaligen Zeitpunkt, auch nur im Entferntesten geglaubt, dass ein Re-Union des klassischen "Deep-Purple-Mk2-Line-Up" möglich wäre, aber irgendwie konnten sich die fünf "Banausen", und vor allem Ian Gillian und Ritchie Blackmore Mitte der Achtziger doch noch einmal so richtig zusammenraufen und der Musikwelt zeigen, zu welchen kreativen Musikschüben eine Gruppe in der Lage ist, in der es eigentlich immer nur zu heftigsten Meinungsverschiedenheiten zwischen, und ungeheuren Spannungen unter den Musikern kam.

Gleich der erste Song - Knocking At Your Back Door - vereint alle Stärken und Fassetten, die diese Gruppe Anfang der Siebziger so berühmt gemacht hat, denn zu den klassischen Hammond-Orgel-Sounds von John Lord gesellen sich wenig später auch die berühmten, "einfach-aus-dem-Ärmel-geschüttelten" Blackmoreschen Gitarrenriffs, sowie die unvergleichbar markante Stimme von Sänger Ian Gillian. Ähnlich wie viele anderen Hard-Rock-Bands passen sich auch Deep Purple dem musikalischen Trend der damaligen Zeit an, und integrieren auf - Perfect Strangers - auch einige AOR- und Mainstream-Elemente, die vor allem auf Titeln wie - Under The Gun, Mean Streak, A Gypsy's Kiss - und natürlich dem Singlehit - Perfect Strangers - ganz deutlich zu hören sind.

Daneben gibt es in Songs wie - Nobody's Home - und - Hungry Daze - auch das berühmte Seventies-Feeling, und die Freunde komplexerer Titel kommen mit - Not Responsible - oder dem zehnminütigen instrumentalen Bounstrack - Son Of Alerik - ebenfalls voll auf ihre Kosten. Mit - Wasted Sunset - darf dann auch ein ruhigeres und hymnischeres Lied nicht fehlen, so dass - Perfect Strangers - am Ende auch eine perfekte musikalischen Mischung bietet, die nicht nur bei vielen alten Fans sehr gut ankam, sondern auch bei mir, als damals 13-jähriger, die Interessentür zu dieser klassischen Hard-Rock-Musik ganz weit öffnete.
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am 7. Februar 2016
Deep Purples 1984er Reunion-Werk (auf Polydor) der Mark II-Besetzung (Blackmore, Gillan, Glover, Lord, Paice) stellt zweifelsohne einen Höhepunkt in der langen und wechselvollen Geschichte dieser Rock-Dinos dar. Alle 8 Titel der Original-LP sind klasse, darunter solche Hymnen wie der Einsteiger "Knocking At Your Back Door" (interessante "Anal-Yse", getextet von Ian Gillan), oder der Titelsong, beides Hits in bester Purple-Manier. Die vorliegende Albumversion wartet zudem noch mit 2 zusätzlichen Stücken, nämlich "Not Responsible" und dem famosen Instrumental-Opus "Son Of Alerik" auf. Fremdkompositionen gibt es nicht, alle Titel wurden von den Bandmitgliedern verfaßt. Roger Glover und seine Bandkollegen produzierten das Album damals auf der Höhe der Zeit sehr gut selbst. Auf dem schlichten Cover findet sich neben dem Titel lediglich das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Bandlogo. Eines der beliebtesten, erfolgreichsten und besten Alben von Deep Purple mit diversen Platin-Auszeichnungen, auf welchem die Recken seinerzeit eindrucksvoll zeigten, daß sie alles andere als Wildfremde sind und mit ihnen auch in den 1980ern zu rechnen ist. 5 Sterne von Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Steppenwolf "7", Rush "Different Stages - Live"
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am 2. März 2013
Auch knappe 30 Jahre nach ihrem Erscheinen macht es immer wieder Laune, die DP-Reunionscheibe "Perfect Strangers" aufzulegen und anzuhören: Neben dem wirklich gelungenen Titelsong "Perfect Strangers", der auch heute auf keinem DP-Konzert fehlen darf, sind "Knocking On Your Back Door" und "A Gypsy's Kiss" hervorragend gelungene Rocknummern. "A Gypsy's Kiss" glänzt vor allem durch die tollen Soli (Gitarre/Hammond) und den 'Drive', den der Song von vorne bis hinten zu bieten hat. Ein weiteres Highlight ist "Wasted Sunsets" (mit einem Traumsolo von Ritchie Blackmore!!!), da sich diese Nummer wirklich nach Rockballade und nicht nach Kitsch anhört! In "Hungry Daze" gefällt mir neben dem Text mit gelungenen Rückblicken auf die Bandgeschichte vor allem der Soloteil - ein gelungenes Wechselspiel zwischen Gitarre und Schlagzeug. Das Album verabschiedet sich mit "Not Responsible", eine Rocknummer mit tollem Groove im Refrainteil! Die restlichen Songs sind meiner Meinung nach nur Durchschnittsware, was aber trotzdem die Platte insgesamt nicht schmälert! Es fällt auf, dass die Band hier einen musikalischen Spagat (von den 70ern in die Mitte der 80er) versucht - mit Erfolg, wie ich finde! Es herrscht noch einmal Aufbruchsstimmung zwischen den 'Fab Five" und das kommt auch rüber. Zusammenfassend kann man sagen, dass "Perfect Strangers" eine lohnenswerte Anschaffung ist und deswegen auch 5 Sterne bekommt, wenngleich sie nicht die Qualität von "In Rock" oder "Burn" erreicht.
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am 22. Juni 2016
Und deshalb bleiben wir doch besser Perfect Strangers. Es gibt Dinge, von denen man besser nichts wissen sollte und auch Leute, die man nicht kennen lernen sollte und falls man denen doch begegnet sollte man doch wohl besser Perfect Strangers bleiben.
Eines meiner ersten Alben, habe mittlerweile die CD mit dem Bonustrack Son of Aleric, der sich ganz gut in das Albumkonzept einfügt. Nicht viel Schnörkel, eingängige Rocksongs, weit davon entfernt kitschig zu wirken. Mit Sicherheit eines der besten Deep Purple Alben. Wobei ich gar nicht so ein Deep Purple Fan bin, obwohl ich das kenne, seit ich 13 oder 14 bin, da lief Smoke on the water in jeder Jugenddisco, obwohl das auch schon mindestens 10 Jahre alt war. Mir gefallen die ganz alten Sachen weniger, Who do think we are ist ein völliger Griff ins Klo, Fireball wirkt für mich schleppend. Allein das Japan-Live-Album haut rein. Aber Ritchie Blackmore hat sich dann ja abgeseilt und mit Dio Rainbow gemacht, und wenn ich sage, dass mir Rainbow wesentlich besser gefällt, dann ist das untertrieben. Die Machine Head habe ich auch mal gehabt, aber wie gesagt, ich kann Smoke on the water nicht mehr hören. And if you hear me talking on the wind, you've got to understand, we must remain perfect strangers, because sweet Lucy was a dancer an no one else could chance her, because she was a Samurai!
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am 16. April 2010
Damals in den 80ern: Gillans Band war aufgelöst, sein Vertrag bei Black Sabbath ausgelaufen, und Rainbow lang in musikalischen Trümmern. Die legendärste aller Deep-Purple-Besetzungen, mit Gillan, Blackmore, Glover, Paice und Lord, raufte sich wieder zusammen und nahm im Studio in Hamburg ein neues Meisterwerk auf.

Nach 8 Jahren Deep-Purple-Abstinenz erschien die LP *Perfect Strangers* 1984. Die Songs klingen spannend und gut auskomponiert. Trotz des Streithahnes Blackmore muß im Studio einen recht entspannte Atmosphäre geherrscht haben. Es kommt alles sehr relaxed und melodisch herüber.

Die LP besteht eigentlich nur aus Hardrock-Perlen, angefangen mit der Hymne *Knockin At Your Back Door*, über den treibenden *Under The Gun*, dem Titeltrack *Perfect Stranger*, *Mean Streak* mit seinem humorvollen Textintermezzo oder auch *Gypsy's Kiss*, bis hin zu den Rausschmeissern *Not Responsible* und *Son Of Alerik*. Musik vom Feinsten, ohne Ausfälle und bis in die letzten Ton geschliffen und ausgeklügelt.

Leider ist die Ruppigkeit der 70er Jahre dabei auf der Strecke geblieben. Man spielt irgendwie mit angezogener Handbremse. Blackmores wilde Gitarrenkünste schienen sich auch irgendwo auf den letzten Rainbow-Scheiben verlaufen zu haben. Aber dem Gesamteindruck der Platte tut dies keinen Abbruch, da die Scheibe dadurch auch wie ein Bandprojekt wirkt.

FAZIT: Purples Comeback für die 80er...
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am 11. Dezember 2003
Nachdem sich die Band 1976 als Konsequenz aus dem erfolglosen Album "Come Taste The Band" aufgelöst hatte, schlug es natürlich ein wie eine Bombe, als man sich in der glorreichen Mk-II-Besetzung acht Jahre später wieder formierte.
Herausgekommen ist eines der besten Comeback-Alben aller Zeiten - mir fällt im Moment nur AC/DCs "Back In Black" oder Queens "Made In Heaven" (obwohl das auch kein "richtiges" Comeback war) ein, die vergleichbar wären. Bestimmt habe ich irgendeine wichtige CD vergessen...
Wie auch immer, Deep Purple klingen auf "Perfect Strangers" mindestens so gut wie zu ihren besten Zeiten: das ganze Album rockt von A bis Z und die Band spielt erfrischend und voller Feuer. Ich finde bei jedem Durchlauf einen anderen Favoriten.
Es geht mit dem genialen Mitsing-Song "Knocking At Your Back Door" los und bevor man sich von diesem grandiosen Paukenschlag erholen kann, folgt mit "Under The Gun" ein weiterer Song, der einfach einen unheimlich geilen Groove hat und einen kaum nur still dasitzen und zuhören lässt.
Bei "Nobody's Home" wiederum gefällt mir das Orgelsolo besonders gut. Dies ist im Übrigen der einzige Song - zumindest laut Booklet - der auf diesem Album von der gesamten Band geschrieben wurde, ansonsten stammen erstmals fast alle Songs nur von Blackmore, Gillan und Glover.
"Mean Streak" ist vielleicht etwas schwächer, weil manchmal etwas eintönig, aber dafür folgt mit dem mysteriös klingenden Titeltrack einer der besten Purple-Songs überhaupt.
Absolut genial auch "A Gypsy's Kiss" - auf jeden Fall der rockigste Song des Albums mit hammermäßigem Mittelteil, geilem Gitarrensolo und einer unvergleichlich fetten Bass-Line.
Und mit "Wasted Sunsets" folgt eine der besten Balladen, die es gibt. Deep Purple beweisen mit diesem romantisch und erhabenen klingenden, melancholischen Song erneut - nachdem sie bereits Göttergaben à la "Anthem", "Mistreated" oder "Our Lady" ablieferten - dass Hard Rocker eben doch die besten Balladen schreiben.
Mit den ebenfalls mächtig rockenden, groovenden "Hungry Daze" und "Not Responsible" (warum hier übrigens die Lyrics nicht im Booklet stehen im Vergleich zu den anderen Songs, ist mir ein Rätsel, auch wenn es sich um einen Bonus-Track handelt) sowie dem spacigen, ruhigen Blackmore-Instrumentalstück "Son Of Alerik" wird das Werk schließlich beendet.
Ein Album, das wirklich in keinem Plattenschrank fehlen sollte und das den alten Mk-II-Meisterstücken in nichts nachsteht.
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