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Kundenrezensionen

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am 5. März 2004
"Unter dem Druck der amerikanischen Alternative-Press hat nichts besseres herauskommen können." O-Ton in vielen Musikmagazinen, damals 99, als Trent Reznor (wieder mal) nach 5 Jahren sein neues Album vorstellte. Ja, der Druck war da, die Downward Spiral war eingeschlagen, die Tour ein Wahnsinn, und die Soundtrack-Arbeit danach für Stone und Lynch zwar toll, aber : "Es ist halt kein Album...".
Alles schnuppe, würde ich sagen, Druck hin oder her, Fragile ist ein episches Gesamtwerk, das gerade durch den Stilbruch zum alten Trent an Kraft gewinnt. Es sollen mal die Leute überlegen, wie schwer es ist über 10 Jahre lang sich kaum zu verändern, bevor sie fordern, dass NIN nicht diesen neuen Weg gehen darf. Reznor hat nicht NIN "verraten", weil er die Downward Spiral nicht fortgesetzt hat. Er hat NIN "verraten", weil er mit einem Lächeln im Gesicht beschlossen hat, NIN weiterzumachen. Keine Frage, dass die alten NIN-Sachen toll sind, absolut. Jedoch ist dieses Album ein anderes NIN-Album, als es die meisten Leute akzeptieren wollten (was es in meinen Augen sympathisch macht). Aber gut, zurück zum wesentlichen...
Es gibt nicht genügend Platz in 1000 Wörtern dieses Album zu beschreiben. 80 Samples aus verschwiedensten Musikstilen hat Reznor in zwei Jahre Studioarbeit zusammengeschnipselt und daraus ein Werk geschaffen, dass von Stildichte und Vielschichtigkeit nur so strotzt. Wir hören von Blues über Folk bis hin zu "römischen" Elementen oder D&B alles, und zwar auch dieses alles unter dem Deckmantel "NIN". "Somewhat Damaged" erinnert noch etwas an die Downward Spiral, ist aber dramaturgisch (dieses Wahnsinnsende!) höchstens mit "Eraser" vergleichbar. "The Day The World Went Away" ist ein derartig untypischer NIN-Song, dass wir es fast nicht glauben wollen, dass da am Ende tatsächlich ein Chor eine Kinder-Einschlaf-Melodie "nanana"t. "The Frail" ist ... ach ich hör schon auf. Das würde zu lange dauern, und es wäre bei weitem Unvollständig. Nur die "Highlights" (was für ein Witz!) :"Just Like You Imagined" (wieder so ein Ohrwurmmelodie), "La Mer" (Hommage an Debussy), "The Great Below" (das beschaulichste Stück), "The Way Out Is Through" (besser kann ich mir einen CD-Anfang nicht vorstellen), "Into The Void" (Referenz auf "La Mer"), "Please" (was zum Geier ist da los?) und "Complication" (Shake it, baby! ... wie auch schon vorher auf "No You don't").
Zu erwähnen sind noch die angesprochenen Selbstzitate auch z.B. beim wunderschönen Klavier-Instrumental "The Frail" und dem entsprechenden Gitarren-Solo in "The Fragile". So, und jetzt habe ich trotzdem fast alle Songs irgendwie erwähnt. So, und jetzt fehlt immer noch soviel...
Ich habe mal gehört, dass Diplomarbeiten über das Album geschrieben wurde...
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am 30. Dezember 2004
ist es seine übermenschliche kreativität,die es ermöglicht , dass diese cd nach ca.50-maligen hören kein bisschen langweilig geworden ist,oder daran,das sich dem hörer nach jedem durchlaufen neue klangbilder öffnen? Ist es die brutal härte oder die wünderschöne Klangwelt,welche an pink floyds umma gumma zeiten erinnern lässt(ripe-with decay),die ich liebe ?
Ist es der noch nie dagewesene Spannungsaufbau,oder die erlösende , brachiale gitarre die mich umhaut(the way out is through), oder ist es einfach die geniale single "were in this together" , die mich zum kauf dieser cd gebracht hat?Weiß nicht, will ich auch nicht.Jedenfalls müsst ihr die bewertung , die leider auf max. 5 sterne begrenzt ist , in euren köpfen quadrieren , dann wisst ihr wie ich das album einschätze.
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am 28. Mai 2001
Da saß ich nun...hatte soeben meine erste NIN-Platte gekauft.Soll ja eine "Industrial-Band" sein;hab ich zumindest irgendwo gehört.Was genau soll ich mir darunter vorstellen?Genaueres wusste ich selber nicht,eigentlich war ich ziemlich neugierig.Vor allen Dingen hatte ich noch nie vorher etwas von NineInchNails gehört;rein musikalisch meine ich.Der Name war mir schon bekannt.Tja,und dann hole ich mir direkt das Album schlechthin!Seltsam,wenn man bedenkt,dass ich mir so gut wie nie Doppel-CDs von bis dato mir unbekannten Künstlern hole!Ob es das Schicksal so wollte....?Ist ja auch egal.Zumindest saß ich dann da und schob die erste der beiden CDs in den Player.. <-- ca 2Std später --> Uff.....!Erstmal verarbeiten!Ein irrer Klangteppich,den Reznor da abspielt!Ich habe in einem Album selten eine solche Atmosphäre verspürt(nur bei "The Wall" von Pink Floyd).Man muss sich für dieses Album 2Std Zeit nehmen,dass Zimmer abdunkeln,sich irgendwo bequem machen und die Anlage aufdrehen....Gänsehaut ist vorprogrammiert! Ehrlich gesagt will ich gar keinen Song groß rausstellen;es wäre irgendwie ungerecht.Es sind einfach zu viele dabei!(Fast) jedes Lied geht ineinander über,ist verstrickt miteinander und steht doch für sich selber.Alle Gefühlslagen werden durchgangen:Aggression,Traurigkeit,Sarkasmus,Wut......etc. Fazit:Ein Pflichtkauf,schließlich habe ich auch 40DM für eine CD ausgegeben,die ich gar nicht kannte ;-).Im Ernst,sie ist es absolut wert!
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am 13. Juni 2011
5 lange Jahre hat es gedauert, bis Trent Reznor es schaffte dem zusammen mit Ministrys "Psalm 69" wichtigsten Industrialalbum der 90er, "The Downward Spiral", einen ebenbürtigen Nachfolger an die Seite zu stellen. 5 Jahre, an dessen Druck er ein weiteres Hitalbum zu schreiben fast zu zerbrechen drohte, was eine Schreibblockade, eine Kokainsucht und sich daraus resultierende Depressionen nach sich zog.
Aber irgendwann schien der Knoten geplatzt. Mit einem nicht enden wollenden Reichtum an Ideen arbeitete Reznor zusammen mit Produzentenlegende Bob Ezrin (u.a. Kiss, Pink Floyd) sorgfälltig 23 extrem vielschichtige Songs aus, die einem erst so etwas wie Eingängigkeit vortäuschen, nur um sich erst nach dem 10. Durchlauf voll zu erschließen. Als ob man direkt in George Orwells "1984" eintauchen würde, wird man mit kalten-, maschinellen Düstersounds umringt, nur um sich die Seele im nächsten Moment von einem sanft anmutenden Piano streicheln zu lassen. "The Fragile" ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Mike Oldfield auf Drogen trifft auf die Reinkarnation von Syd Barrett. David Bowie trifft auf Kraftwerk und zwischen all dem krachen immer wieder die einstürzenden Neubauten ein.
Am stärksten ist diese Doppel-CD immer dann, wenn die Songs zu explodieren drohen es aber eben nicht tun, und so den gefesselten Zuhörer knapp 100 Minuten in eine Art Trancezustand hält.
Nach den Aufnahmen war Reznor so ausgebrannt, das er Bob Ezrin drum bat, die Songs irgendwie in eine sinnvolle Reihenfolge zu bekommen.
Nach fertigstellung der CD war Ezrin reif für die Nervenheilanstalt.
Schön zu wissen, das es auch noch in der heutigen Zeit in der die Wegwerfmusik die Charts dominiert, Menschen gibt, die für ihre Kunst bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen und darüber hinaus.
Dieses Album erfordert viel Geduld, diese Geduld wird aber irgendwann mehr als belohnt.
Ein Meisterwerk.
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am 23. November 2006
Es gibt wahrscheinlich nur ein Wort, das dieses DoubleDisc Album beschreiben kann: Genial

The Fragile ist ein weiteres Meisterwerk, mit dem Trent Reznor neue Maßstäbe setzt, wobei die Messlatte nicht mehr höher gesetzt werden kann. Ich kenne keinen Künstler dieses Genres, der einen so in den Bann ziehen kann wie NIN selber. Hört man sich durch die ganzen Tracks durch, merkt man wie raffiniert elektronische Elemente mit harten Gitarrenriffs und Trents Stimme verschmelzen und im Kopf Klangwelten entstehen, die mir selbst noch heute Gänsehaut verpassen. Alle Songs bieten Abwechslung, wie das instrumentale "Just Like You Imagined" oder " The Frail"(hier kommt die Gänsehaut:)),noch ein Grund nicht die Stop-Taste zu drücken, denn wenn auch ohne NINs Frontman, man merkt wer hinter den Reglern sitzt.

Der eindeutige Höhepunkt in Disc I ist der einzig nüchterne Song "We're In This Together" bei der sich Trent die Seele aus den Leib schreit und man sich in den Gitarrenriffs verlieren will, wobei dieser Song seine Zeit braucht genauso wie das ganze Album, damit er in seiner ganzen Schöhnheit aufblüht.

Auf Disc II ist "Starfuckers Inc." mein absoluter Favorit, der sich ein wenig vom Rest positiv unterscheidet(Song mit Hilfe von Marilyn Manson produziert)und einem tüchtig zum Guten Morgen auf die Fresse haut. Es ist unmöglich beim ersten Hören alle Feinheiten die NIN eingebaut haben rauszuhören und deshalb macht es das Album noch geheimnisvoller und zwingt gewissermaßen einen sich es nochmal anzuhören. Das Album zeugt von Trents Reife und seinem schöpferischen Höhepunkt. Wer auf abgefahrene, tiefgründige und düstere Industrial-Klänge steht, wird dieses Album lieben und nie wieder hergeben. Kaufen! Kaufen!!!
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am 28. Oktober 1999
"the fragile" zu hören ist einzigartig. Die CD nebenher laufen zu lassen und sich vom Rhythmus erfassen zu lassen ist nicht schwer. In jedes der 23 Lieder lässt sich, selbst für weniger NIN-geschulte Ohren, spätestens nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hervorragend einsteigen. Natürlich kann "nine inch nails" anfangs zu Irritationen führen, aber wer den Mut hat sich mit der Musik zu beschäftigen, verliert die Distanz schnell und beginnt die Vielschichtigkeit der Lieder zu erkennen. Vielleicht macht gerade die Möglichkeit die Stücke ständig auf's neue zu erfahren und neue Ebenen zu entdecken (Tip: Kopfhörer)die Platte so zeitlos. Wenn man es dann noch schafft, die gefühlvollen Texte, die besonders wegen ihrer Authentizität so ergreifend sind, in Verbindung mit der Musik zu bringen, ist es eigentlich unmöglich, diesem Doppelalbum nochmal zu entkommen. Verbrennt Britney Spears zu dem düsteren Marsch "pilgrimage" und stutzt die Backstreet Boys mit "no, you don't" zurecht. Wer einmal den Sprung zu "nine inch nails" geschafft hat und die Klarheit hinter dem scheinbaren musikalischen Chaos erkennt, dem wird herkömmliche Musik nur noch primitiv und scheinheilig erscheinen. Deshalb ein Kritikpunkt in Matthew Cookes Artikel. Das "Sperrfeuer von Rhythmen ohne jedes Taktmaß" von "just like you imagined" hat ein Taktmaß: 10/8. Und moderne Popmusik eine neue Referenz: "the fragile".
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am 15. Oktober 2001
Nach 5 Jahren Wartezeit nach dem Monster "The downward spiral", das die dunkelsten Abgründe der Seele glaubwürdiger, abgründiger und tanzbarer darstellte als jedes andere mir bekannte Album (Tschuldigung, Kurt Cobain) war die Aufregung groß. Jetzt fast 2 Jahre nach dem Release ist die Doppel-CD immer noch regelmäßig in meinem Player. Ich meine aber etwas verstanden zu haben. "Pretty hate machine", "Broken", "The downward spiral" und "The fragile" gehören zusammen. Es sind sehr unterschiedliche Kapitel in einem Buch der Bücher, das Nine Inch Nails heisst. Ein musikalisches Universum, nach dem ich absolut süchtig wurde. "The fragile" ist ein gigantischer Höhepunkt, dessen Fortsetzung garantiert weitere 5 Jahre in Anspruch nehmen dürfte.
Aber aufgrund des 80s-Revival dürfte Reznors Debüt "Pretty hate machine" wieder modern werden. Auch ein gigantisches Album, nur halt viel poppiger und refrainlastiger.
Jedenfalls mein Tipp an alle, die noch nicht Reisende im NIN-Universum waren: "The fragile" kaufen, auf Kopfhörer bei Nacht hören, dazu ein paar Bier. Das ist eine Erfahrung wie ein sehr denkenswürdiges Buch.
Grüße, SK
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am 23. Mai 2000
Ein halbes Jahrzehnt hat uns der zweifache Grammygewinner auf ein neues Album warten lassen, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. Reznor schafft das eigentlich Unmögliche: Er wird den hohen Erwartungen tatsächlich gerecht und liefert mit The Fragile den musikalischen Wegweiser ins neue Millenium ab. The Fragile ist ein Doppelalbum, das die Rockmusik in völlig neue Dimensionen führt. Reznor schafft es für die Rockmusik untypische Instrumente wie Cello, Mandoline und Kontrabaß mit harten Gitarren und elektronischen Sounds zu verbinden und wird so zum Schöpfer seines eigenen musikalischen Genres. Die Spannweite der Songs reicht dabei von wunderschönen Balladen bis zu wütenden Industrialattacken, wie wir sie vom Vorgängeralbum The Downward Spiral her kennen. Auch auf lyrischer Ebene betritt Reznor Neuland. Waren die Vorgängeralben noch geprägt von rüden und aggressiven Ausdrucksformen, so finden wir nun durchaus auch romantische Texte. Wenn das Thema aber auf seinen ehemaligen Protege Marylin Manson zu sprechen kommt, dann findet Reznor zur bekannten Ausdrucksweise zurück. Dank dem Manson gewidmeten Lied Starfuckers Inc. prangert auch auf diesem Album dieses lächerliche Warnschild für fromme Eltern - Explicit Lyrics. Das sollte aber niemand davon abhalten sich dieses grandiose Album in das CD Regal zu stellen. Ein Album, das so gar nicht in unsere Zeit passen will, aber dennoch - oder gerade deswegen - Platz 1 der amerikanischen Billboard Charts belegte. Nine Inch Nails vor den Backstreet Boys! Ein in Deutschland undenkbares Szenario. Ein wirklich außergewöhnlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass die Charts sonst eher von banalen Weichspülsounds, hirnlosem Techno und rappenden Recyclern beherrscht wird (Besonders in Deutschland!). Mögen die Diether Bohlens, die Blümchens und die Puff Daddys dieser Welt angesichts dieser Platte vor Ehrfurcht erstarren und - nie wieder - in die Öffentlichkeit treten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 13. Februar 2013
Ich lieb dieses Album. Ich hatte lange Zeit nur die erste Disc, durch eine Freundin. Nun mußte ich aber endlich mal das Original-Doppel-Album in mein Regal stellen. Zugegebenermaßen höre ich die zweite CD seltener, was aber daran liegt, daß mir stimmungsmäßig nicht so oft nach unruhiger Musik ist. Denn die Scheibe ist definitiv gelungen, wenn auch in meinen Augen nicht ganz so genial wie Disc 1. Die ist auf jeden Fall meine Lieblings-CD von Nine Inch Nails!
Die Atmosphäre ist düster und abwechseln wütend bis traurig und dennoch durchsetzt sie einen mit innerem Frieden, wenn man sich drauf einläßt. Trent Reznor hat sich meiner Meinung nach mit diesem Album ein Denkmal gesetzt.
Es ist stimmig, es ist kreativ, innovativ, mitreißend - und beinahe möcht ich sagen weltfremd.
Ich find's supergenial! ;)
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Natürlich gehen die Meinungen auseinander, wenn die Frage gestellt wird, welches denn das beste Album von Nine Inch Nails ist. Am häufigsten dürften wohl aber "The Downward Spiral" (1994) und dessen Nachfolger "The Fragile" (1999) genannt werden. Letztgenanntes ist mein persönlicher Favorit. Nicht nur, weil ich durch das Album im Alter von 18 Jahren die Musik von Trent Reznor kennenlernte und es deswegen einen nostalgischen Wert für mich hat, sondern auch, weil es einfach durch einen qualitativ hochwertigen Inhalt überzeugt. Es dauert eine Weile, bis "The Fragile" seine volle Wirkung zeigt - bei einem Doppelalbum mit einer Spielzeit von über 100 Minuten ist das kein Wunder. "The Downward Spiral" hat einen sehr destruktiven Charakter, der Nachfolger ist aus meiner Sicht trauriger, verzweifelter, noch düsterer und insgesamt ruhiger. Das bedeutet aber nicht, dass es zu keinem Zeitpunkt hart zugeht: Wutausbrüche wie "Starf*ckers, Inc." oder "No, You Don't" kommen durch die zurückhaltende Umrandung umso stärker zur Geltung. Doch haben besonders die ruhigen Stücke einen großen Tiefgang, man höre etwa "The Day The World Went Away" oder den Titeltrack. Alle Songs sind miteinander verbunden (teilweise durch Instrumental-Nummern), wodurch "The Fragile" fließend und von einem roten Faden durchzogen ist. Außerdem beinhaltet das Album mit "We're In This Together" mein absolutes Lieblingslied von Nine Inch Nails. Es mag nicht die originellste Nummer sein, die Reznor je geschrieben hat, doch hat sie einfach einen unwiderstehlichen Chorus. Das Genre lässt sich nur schwer definieren. Zwar besteht das Fundament immer noch aus Industrial Rock, doch ist darauf so viel aufgebaut (unter anderem Alternative Rock, Ambient und Spuren von Metal), dass man die Platte in keine einzelne Schublade stecken kann. "The Fragile" ist ein Gesamtkunstwerk, an dessen hohes Niveau Trent Reznor danach bis heute leider nie wieder anknüpfen konnte. So etwas Großes erschafft man vielleicht nur einmal im Leben.
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