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am 18. Juni 2003
Camel ist eine britische Band, die Anfang der Siebziger angefangen hat, Musik zwischen Progressive Rock, Jazz und orchestraler Musik zu machen. In den Achzigern glitt die Band wie viele andere in seichte Popgefilde ab, ohne daß das den Erfolg wesentlich erhöht hätte.
Mirage ist meiner Meinung nach eines der gelungensten Werke aus der Jazzrock-Phase. Die Platte lebt vom Wechsel zwischen ruhigen, verträumten Passagen mit viel Flöte, sanftem E-Piano und schönem Gesang einerseits und wilden, frickeligen Instrumentalorgien andererseits. Die Musiker sind allesamt, besonders hervorheben muß ich allerdings Andy Latimer, einen meinen absoluten Lieblingsgitarristen. Er hat nicht nur einen wunderbar vollen, singenden, angenehmen Gitarrenton, sondern auch ein untrügliches Gespür für die richtige Melodie am richtigen Ort. Ein paar perfekt gespielte Noten setzen immer wieder den richtigen Schlusspunkt unter ausgiebige Solopassagen. Nebenbei spielt Latimer auch die Flöte, die für viele der anderen Höhepunkte verantwortlich ist.
Anspieltipp und Höhepunkt der Platte ist das Zwölfminutenstück "Lady Fantasy", das nicht nur einige meiner Lieblingsgitarrenparts enthält, sondern auch vor traumhaften Melodien und Atmosphäre nur so überfließt.
Bemerkenswert an der Musik von Camel ist, daß selbst die melancholischsten Stücke nie depressiv sind, sondern immer eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlen. Gefallen könnte die Scheibe allen, die ein Ohr für verspielte, romantische Musik haben. Wer an den ruhigen Passagen besonderen Gefallen findet, sollte auch in Camels drittes Album "The Snow Goose" reinhören - rein instrumental, sehr entspannt, sehr schön.
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am 20. März 2005
Camel's Zweitling zeichnet sich im Vergleich zu dem schon fantastischen Debut durch den vermehrten Einsatz von Querflöte
und einer breiteren Palette von Klangfarben aus.
Der Opener Freefall ist ein etwas ruppig beginnendes Stück Rock, das sich aber durch angenehmes jazziges Schlagzeug (in einigen Passagen) auszeichnet. Mit Supertwister (das mit dem Geräusch einer geöffneten Bier[?]flasche und dem anschliessenden Einschenken beginnt) wird es ruhig, melancholisch, ja sogar romantisch - eine wunderbar zarte Flöte gibt die Melodie vor.
Das dritte, zweiteilige Stück, Nimrodel, ist mein persönlicher Camel-Favorit überhaupt, vor allem durch seine extremen Wechsel in Melodie und Klangfarben: beginnend mit einem kurzen Solo auf dem Synth, wechselnd zu einem marschähnlichen Zwischenspiel mit Fanfare und Publikumsgeräuschen [erinnert irgendwie an ein Rittertournier] folgt anschliessend einer dieser wunderbaren seidenweich-harmonischen Gitarrenläufe, für die Camel in ihrer Frühphase so bekannt waren. Im zweiten Teil des Stückes wird es, zumal gegen Schluß, echt sphärisch, eine Slidegitarre mit Hall und Echo verfremdet trägt das Stück zum Ende. Hinterher fühlt man sich, als sei man aus einem wehmütigen Traum erwacht.
Earthrise ist dagegen weit 'erd'gebundener, ein solides Progstück
mit eingängiger Melodie (im Gegensatz zum Vorredner kann ich da keine Peinlichkeiten entdecken). Der zweite Abräumer der Platte, Lady Fantasy, ist ein suitenartiges Stück, das mit etwas Synthprogramming und einer rasch einsetzenden, für Camelverhältnisse brachial harten Gitarre beginnt; auch hier kommt man rasch zum Thema und der sonore, leicht unterkühlte Baritongesang Bardens verleiht dem Stück einen besonderen Spannungsbogen, diverse Tempiwechsel und Klangfarben sind ein besonderes Merkmal dieses Stückes.
Diese CD ist ein rundum gelungenes Werk, wer auf dezenten Progrock mit Romantikfaktor steht, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei.
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am 2. Dezember 2011
Wer guten Progressive Rock aus den 70ern hören möchte, kommt um Camel auf keinen Fall herum.
Und womit sollte man besser anfangen als mit ihrem scheinbar bekanntesten Album?
Ich hab mir das Album vor etwa einem halben Jahr als Second Hand Vinyl zugelegt und meine Begeisterung ist seitdem ungebrochen.
Spätestens nach dem dritten Hören ist man derartig gebannt von der einzigartigen Atmosphäre und den unfassbar aufregenden Songs des Albums, dass man nur noch eins will - MEHR!

Während die erste Seite der LP (bestehend aus den ersten drei Songs) noch ein wenig gemächlicher (nichtsdestotrotz großartig) gestaltet ist, ziehen Camel auf der zweiten Seite wirklich alle Register.

Wenn man nach dem überragenden Earthrise denkt, das Album hätte seinen Höhepunkt erreicht, folgt das knapp 13-minütige Lady Fantasy, bei dem wohl das Herz eines jeden Prog-Fans erleuchtet werden sollte - nicht eine einzige auch nur ansatzweise langweilige Minute findet man hier.

Ganz klare Kaufempfehlung für dieses Album!
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am 23. Juli 2014
MIRAGE ist das zweite Album der Briten Camel, welche mit ihrem selbstbetitelten Debüt zu Zeiten der Veröffentlichung einen Geheimtipp ablieferten, der sich erst später zu einem eigenbrödlerischen Phänomen entwickelte. Diesem Schema ist auch MIRAGE zuzuordnen, welches sich in seiner Komplexität voller Klangspielereien und filigraner Virtuosität jeglicher Beschreibungsversuche enzieht. Stilistisch verweben sich Progressive Rock mit feinen Klängen zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk, das die erste Schaffensphase der Briten in den Siebziger am eloquentesten widerspiegelt. Daher ist MIRAGE für die gesamte Camel Diskografie als repräsentativstes Werk anzusehen, wobei sich die Songs nicht an die stilistischen Vorgänger ihrer Parallelgruppen anlehnen, sondern eine eigene Noten zeigen. Die Stücke bewegen sich auf einem derart hohen Komplexitätsgrad, dass damals wohl viele Anhänger des Progs Schwierigkeiten mit dem Album hatten, obwohl man Ideenoverkills größeren Ausmaßes als eingefleischter Fan ja schon von Van Der Graaf Generator oder Jethro Tull gewohnt war. Irgendwo zwischen diesen beiden Legenden der progressiven Rockmusik, scheinen auch die sechs Songs der Originalpressung zu stehen, welche ihren verdienten Ehrenplatz in jeder Rocksammlung haben sollten. Die bedeutsamsten Songs des Albums sind FREEFALL mit seinen abwechselnd rockigen und feinen Klangspielereien, die gescickt ineinander greifen, so dass hier eine sechsminütige Minisinfonie entsteht. Die dreiteilige Suite NIMRODEL/THE PROCESSION/THE WHITE RIDER ist dahingegen eine Achterbahn der Gefühle, mit expressionistischem Gesang, gedämpfter Gitarre, dezenten Keyboards und harmonischer Atmosphäre. Auf den bizarr anmutenden, durch Parallelwelten und Raum-Zeit-Kontinuum transportierenden, konträren Sound des Songs muss sich der Hörer einlassen. Einen ähnlich imposanten Song kenne ich kaum, mit Ausnahme von THE MUSICAL BOX (Genesis). Ein weiterer Ausnahmesong ähnlichen epischen Ausmaßes ist LADY FANTASY, welches leicht-beschwinglich durch die furiose Welt des Progressive Rock trottet, um den Hörer mit einer außergewöhnlichen Konfrotation mit den Tiefen der progressiven Schlagseite zu vertrauen, um dann wie eine Luftspiegelung nach fast dreizehn Minuten zu verschwinden. Ein Song, der dem Prädikat "episch" gerecht wird, aber doch nur wie ein Fantasiegebilde der Wüste erscheint. Fassungslos wird der Hörer nach diesen sich ständig abwechselnden Rythmen wieder zurück auf den Boden geholt. Die anderen Komposition SUPER TWISTER und EARTHRISE weisen zwar ähnliche Qualitäten auf, wirken aber eigenständiger, wohingegen die oben erwähnten Stücke wie eine monolitische Einheit klingen, welche wie Zahnräder eineinander greift und das Album durchstreift. Beim Remaster liegen zudem noch einige Live-Fassungen zu SUPERTWISTER, MYSTIC QUEEN und ARABULUBA vor, die 1974 im Marquee Club aufgenommen wurden. Weiters ist auch ein "Basing Street Studios Mix" von 1973 zu LADY FANTASY zu finden. Pflichtkauf für Proggies!
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am 2. Mai 2010
Camel war in den 70er Jahren eine der besten Bands im weiteren Umfeld der progressiven Rockmusik. Das Erstlingswerk "Camel" diente mehr zum Einspielen, beinhaltete aber auch das herausragende "Never Let Go", das einen Vorgeschmack auf die weitere Entwicklung gab.

Das zweite Album "Mirage" war ein Erfolg bei der Musikkritik, verkaufte sich aber nicht gut (in USA besser als in England). Dafür wurde Camel zu einem Geheimtip.

Man sah nun deutlich, wovon Camel am meisten profitierte: vom spannenden und wohl auch oft spannungsgeladenen Zusammenspiel von Andy Latimer an der Gitarre und Peter Bardens an den Keyboards. Für solch einen Dualismus gibt es viele Beispiele in der Rockmusik (etwa Jon Lord und Ritchie Blackmore bei Deep Purple), und meist waren die Gruppen nur solange wirklich gut, wie es die beiden Antagonisten zusammen ausgehalten haben.

Der 2002 leider viel zu früh verstorbene Peter Bardens war zu der Zeit der einzige, der einen warm und nicht technisch klingenden Synthesizer spielen konnte. Seine Hammond-Passagen erinnern teilweise an die Canterbury-Szene. Dennoch brauchte Bardens den Gegenpart in Latimer, der die E-Gitarre zwar fast ebenso melodiös spielen konnte wie Bardens die Tasteninstrumente, aber dennoch aufgrund der anderen Klangcharakteristik seines Instruments ausgleichend wirkte. Ein erdiges, rockiges Fundament für die beiden bildeten Doug Ferguson am Bass und Andy Ward am Schlagzeug. (Gerade die Drums profitieren sehr stark von der remasterten Ausgabe.) Und als wäre das alles noch nicht genug, setzt Andy Latimer mit der Querflöte noch ein paar luftige, beschwingte Akzente.

Meine beiden Lieblingstitel auf "Mirage":

"The White Rider". Hier ist es die ausgedehnte mittlere Passage, in der Peter Bardens vor einem perfekt arrangierten, treibenden Hintergrund auf dem Moog-Synthesizer hinreißend improvisiert.

Das 13-minütige "Lady Fantasy" ist wohl der Titel, der für immer mit der Gruppe Camel verbunden bleiben wird. Schon die fulminanten Eingangsakkorde, die ekstatischen Synthesizer-Linien, unterlegt und konterkariert von schweren Schlägen auf Basstrommel und Becken, lassen bei mir die Glückshormone fließen. Das Hin- und Herwogen von Stimmungen, das perfekte Arrangement, der genau richtig dosierte Einsatz der Instrumente - und vor allem sind es noch Instrumente. Zudem gibt nur ganz wenige Overdubs. Camel spielt dieses Stück immer noch live. (Allerdings hat es in den letzten Jahren keine Konzerte gegeben, da auch Andy Latimer schwer erkrankt ist).

"Lady Fantasy" ist für mich noch genauso aufregend wie am ersten Tag, als ich es ca. 1977 hörte.

Ein Wort zur remasterten Edition: so soll es sein und so ist es, wenn Mark Powell und Paschal Byrne das machen. Alles klarer, deutlicher, voller, und nicht im allergeringsten umarrangiert. Dazu gibt es noch ein kleines, informatives Booklet.

Die Bonus-Tracks beinhalten einen alternativen Take von "Lady Fantasy": neben anderen Unterschieden läuft dieser in "Echtzeit", nämlich 15 Sekunden länger als die veröffentlichte Version. Diese wurde durch ein schnelleres Laufen des Bandes leicht beschleunigt - eine Kuriosität am Rande.
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am 5. August 2004
Das zweite Album dieser Truppe gilt zurecht neben „Moonmadness" als Meisterwerk dieser Band. Dabei beginnt es doch recht Camel-untypisch. Der Opener will rockig sein, was aber irgendwie nicht klappt. Ab dem zweiten Track wird's besser. Das Album fällt in eine melancholische Stimmung und der typische Camel-Stil ist zu hören. Lange Instrumental-Passagen und zurückhaltender Gesang. „Supertwister" ist ein sehr schönes Instrumental mit sphärischem Flötenspiel. Danach folgt mit dem 9-minütigen „The Procession/Nimrodel/The White Rider"(was für ein Titel!) ein echtes Hammerstück. Es beginnt mit atmosphärischen Keyboards, bis eine Bläserfanfare einsetzt, zu der sich Andy Latimer an der Flöte gesellt. Dann wird das Stück von Latimers sehr gefühlvoll gespielten Gitarre getragen und der Camel-typische, unspektakuläre Gesang setzt ein. (Der Gesang ist wirklich nichts besonderes, passt aber wunderbar zu der Musik von Camel. Anderen Gesang kann ich mir hier einfach nicht vorstellen.) Im Verlauf des Stückes wird das Tempo erhöht und es gibt tolle Keyboard- und Gitarren-Soli zu hören, bis dass Stück gemächlich ausklingt. Große Klasse! „Earthrise" ist ein proggiges Instrumental mit ebenfalls gelungenen Soli und Tempiwechsel. Leider ist das Stück an zwei Stellen peinlich geraten, die Melodie ist da einfach zu fröhlich, zum Glück dauern diese Sequenzen jeweils nur ein paar Sekunden, dass sodass das Stück dadurch keinen Abbruch erleidet. Zum Schluss gibt es das 12 Minuten lange „Lady Fantasy", welches verspielt beginnt bis das Gitarren-Thema und der Gesang einsetzt. Es folgt ein Instrumentalpart, in dem Bass und Keyboards eine tolle, schwebende Atmosphäre aufbauen. Der Gesang setzt wieder ein und nachdem ein etwas peinliches „I Love You" erklingt, kommt plötzlich wieder eine bombastisch-verspielte Passage. Zum Schluss klingt das Stück ruhig mit dem Gitarren-Thema aus.

Mit knapp 38 Minuten ist es ein recht kurzes Album, dafür bietet es aber um so bessere Musik. Und was ist wohl besser? 40 Minuten klasse Musik oder 60 Minuten mittelmäßige Musik?
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Dezember 2011
Im März 1974 erschien "Mirage" von Camel. Eingespielt wurde es von Andrew Latimer (Guitars, Flute & Vocals), Peter Bardens (Keyboards & Vocals), Doug Ferguson (Bass) und Andy Ward (Drums & Percussion). Produziert wurde das Album von David Hitchcock (u.a. Genesis und Caravan).

"Mirage" ist das zweite Album der Gruppe aus England und wurde ihr Durchbruch. Wir hören Prog Rock mit leichten Jazz-Einflüssen. Camel sind aber deutlich weniger `hektisch` als ihre Kollegen Yes, King Crimson oder Gentle Giant. Mit `Freefall` (Bardens) geht es recht rockig los, `Supertwister` (Bardens) ist ein schönes, ruhiges Instrumental. Mit `Nimrodel` (Latimer), `Earthrise` (Bardens, Latimer) und `Lady Fantasy` (Bardens, Latimer, Ward, Ferguson) folgen drei wirkliche Prog Perlen. Von langen Instrumentalpassagen bis hin zu beruhigenden Sounds hören wir hier die ganze Palette von Camel. Andrew Latimer und Peter Bardens sind gute Solisten an ihren Instrumenten und Andy Ward und Doug Ferguson sind ein gut eingespieltes Rythmus Duo. Auf "Mirage" spielt Latimer auch erstmals Flöte, welche einfach genauso zu Camel gehört wie zu Jethro Tull. Nur auf den Gesang hat die Gruppe nie großen Wert gelegt, was aber nie störend wirkt.

Wer es etwas entspannter mag und trotzdem Prog Rock hören möchte ist bei Camel genau richtig. Tolle Musiker und Kompositionen laden zum genießen ein. 5 Sterne für "Mirage". Zudem gibt es interessantes Bonusmaterial auf dieser Ausgabe zu hören (z. B. eine alternative Version von `Lady Fantasy`). Wer dieses Album liebt, wird auch an "Moonmadness" (1976) große Freude haben.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Dezember 2011
Im März 1974 erschien "Mirage" von Camel. Eingespielt wurde es von Andrew Latimer (Guitars, Flute & Vocals), Peter Bardens (Keyboards & Vocals), Doug Ferguson (Bass) und Andy Ward (Drums & Percussion). Produziert wurde das Album von David Hitchcock (u.a. Genesis und Caravan).

"Mirage" ist das zweite Album der Gruppe aus England und wurde ihr Durchbruch. Wir hören Prog Rock mit leichten Jazz-Einflüssen. Camel sind aber deutlich weniger `hektisch` als ihre Kollegen Yes, King Crimson oder Gentle Giant. Mit `Freefall` (Bardens) geht es recht rockig los, `Supertwister` (Bardens) ist ein schönes, ruhiges Instrumental. Mit `Nimrodel` (Latimer), `Earthrise` (Bardens, Latimer) und `Lady Fantasy` (Bardens, Latimer, Ward, Ferguson) folgen drei wirkliche Prog Perlen. Von langen Instrumentalpassagen bis hin zu beruhigenden Sounds hören wir hier die ganze Palette von Camel. Andrew Latimer und Peter Bardens sind gute Solisten an ihren Instrumenten und Andy Ward und Doug Ferguson sind ein gut eingespieltes Rythmus Duo. Auf "Mirage" spielt Latimer auch erstmals Flöte, welche einfach genauso zu Camel gehört wie zu Jethro Tull. Nur auf den Gesang hat die Gruppe nie großen Wert gelegt, was aber nie störend wirkt.

Wer es etwas entspannter mag und trotzdem Prog Rock hören möchte ist bei Camel genau richtig. Tolle Musiker und Kompositionen laden zum genießen ein. 5 Sterne für "Mirage". Ich empfehle aber die remasterte Version von 2002, schon aufgrund des interessanten Bonusmaterials. Wer dieses Album liebt, wird auch an "Moonmadness" (1976) große Freude haben.
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am 14. September 2011
DAS ist Progressive Rock erster Güteklasse !
Ruhige und schnelle Songs wechseln sich ab, es gibt
lange verspielte Passagen, tolle Melodien, super Gesang und
an den Instrumenten absolute Profis. Ein Meisterwerk
einer leider eher unbekannten Band.
Für das Album sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen und
in Ruhe von hinten bis vorne durchhören.
Klare Kaufempfehlung für Progressive Fans !
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TOP 1000 REZENSENTam 13. April 2013
1975 war es als ich mir meine erste LP von Camel, nämlich Mirage, gekauft habe. Die Musik drang sofort in mein Ohr. Jahre später habe ich mir dann die CD angeschafft. Diese bietet im Vergleich zur LP 4 sehr gute Bonus Tracks. Das Werk besitzt keine musikalischen Ausfälle. Stilistisch ist die Musik von Camel sicherlich dem Progressive Rock zuzuordnen. Es wird beeindruckende, für mich (im positiven Sinne) allerdings sehr eingängliche, Musik geboten. Besonders hervorheben möchte ich mein Lieblingsstück "Lady Fantasy! Peter Bardens und Andrew Latimer haben eine ungemein beruhigende Art zu singen. Der Sound wird durch längere Instrumentalpassagen mit Andrew Latimer Gitarren- und Flötenspiel und durch Peter Bardens perfektes Spiel (Organ, Piano, mini Moog, Melletron) geprägt. Andy Ward am Schlagzeug und Percussions und Doug Ferguson am Bass machen diese geniale Band komplett. Besonders gelungen ist auch das Instrumentalstück "Supertwister" mit einer traumhaft schönen Melodie, welche Latimer mit seiner Flöte hervorbringt. Die CD ist sehr günstig zu kaufen. Sie sollte in keiner Progressiv Rock Sammlung fehlen. Nachdem ich mir, wie eingangs beschrieben, die LP angeschafft hatte, folgten noch weitere Camel LP's und CD's. Dieses Album ist ein wahrer Klassiker!
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