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TOP 1000 REZENSENTam 15. März 2011
Ein typisches Rammstein-Album? Und das nur ein Jahr, nachdem "Reise, Reise" veröffentlicht wurde? Nun, ganz so stimmt das nicht. Dieses Album könnte glatt als Sammlung einiger B-Seiten durchgehen, enthält es doch immerhin ganze sechs Lieder, die ursprünglich für den Vorgänger geschrieben, aber dennoch nicht aufgenommen wurden. Aufgrund dieser Tatsache sollte das Album auch erst den Namen "Reise Reise Vol. 2" bekommen. Dieses Album unterscheidet sich allerdings nicht nur in der Entstehungsgeschichte von den anderen Platten, die Rammstein bisher auf den Markt geworfen hat. Man könnte fast behaupten, dass die Jungs so brav wie noch nie sind. Kein einziges Lied schockt den Zuhörer wirklich. Das, was man hört, klingt zwar irgendwie typisch, aber alles andere als böse. Dennoch sind unter dem Strich wieder einmal elf facettenreiche Lieder rausgekommen.

(1) Benzin
Dieser Song hat bereits im Vorfeld für einige Überraschungen gesorgt, da er bei einigen Konzerten der vorherigen Tour gespielt wurde. Die Entstehungsgeschichte des Songs könnte kurioser nicht sein: Laut der Aussage von Till Lindemann hatte er einst eine Tragikomödie gesehen, in dem der Protagonist süchtig nach Benzingerucht ist. Ähnlich abhängig klingt auch Till Lindemann in diesem Song. Ein gutes Lied, aber meiner Meinung nach nicht direkt ein guter Opener. Da waren die anderen Einstiege auf jeden Fall besser ausgewählt.
Bewertung: 4/5 Pyroeffekten

(2) Mann gegen Mann
In diesem Lied behandelt Rammstein das Thema Homosexualität, was durch den einstigen Arbeitstitel des Songs ("Schwuhla") überdeutlich wird. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um ein Highlight des gesamten Albums. Der Song fängt noch relativ ruhig an, wird aber hinterher ein richtiger Brecher. Der Text ist für so ein Thema absolut treffend gewählt und wird auf altbekannte Art und Weise vorgetragen.
Bewertung: 5/5 Pyroeffekten

(3) Rosenrot
Der Titeltrack des Albums, und ein richtig guter noch dazu. Allerdings muss man dazusagen, dass die melodischen Parallelen zu "Stein um Stein" unüberhörbar sind, was mit dem Arbeistitel der beiden Songs zu erklären ist. Rosenrot war ursprünglich für das Vorgängeralbum vorgesehen und wurde zusammen mit dem Song "Stein um Stein", dessen Arbeitstitel "Rosenrot 60" war, aufgenommen. Inhaltlich schneidet dieser Song sowohl Goethes "Heidenröslein" als auch das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" an.
Bewertung: 5/5 Pyroeffekten

(4) Spring
Dieser Song behandelt die Sensationsgeilheit unserer heutigen Gesellschaft. Das lyrische Ich bemerkt einen Mann, der auf einer Brücke steht und eigentlich nur die Aussicht genießen möchte, von der aufkommenden Menschenmasse aber zum Sprung aufgefordert wird. Der Song endet damit, dass das lyrische Ich selber dafür sorgt, dass der Mann von der Brücke stürzt. Ein aktuelles und wichtiges Thema wurde hier meiner Meinung nach ziemlich gut umgesetzt, wenn der Text an manchen Stellen auch ein wenig schwächelt. Besonders gut hat mir hier der Chor im Refrain gefallen.
Bewertung: 4/5 Pyroeffekten

(5) Wo bist du?
Hier wurde zwar nur Standard verwendet, dafür aber auf eine gute Art und Weise. Bei diesem Song handelt es sich um eine harte Ballade, die mit einer Klarinette anfängt, bevor die sonst üblichen Instrumente eingesetzt werden. Gut gefallen hat mir hier, dass man auf das Mittel des Songs "Du hast" gesetzt hat, indem Till Lindemann einen Satz mehrfach anfängt und nach und nach ergänzt, wodurch sich mehrere Interpretationsmöglichkeiten ergeben. Dennoch gibt es auch hier wieder ein paar kleine Schwächen im Text zu bemängeln.
Bewertung: 4/5 Pyroeffekten

(6) Stirb nicht vor mir (Don't Die Before I Do)
Was ist denn nur mit Rammstein los? Schon wieder eine Ballade? Ja, in der Tat, aber eine sehr gewöhnungsbedürftige. Keine harten Riffs, kein gerolltes "R" und kein tiefer Sprechgesang, dafür aber ein Duett mit der schottischen Musikerin Sharleen Spiteri, die vielen als Sängerin der Band Texas bekannt sein dürfte. Ich finde es gut, dass Rammstein solche neuen Schritte wagt, aber wirklich überzeugt hat mich dieses Experiment nicht.
Bewertung: 3/5 Pyroeffekten

(7) Zerstören
Um diesen Song inhaltlich zu erklären, reicht es, auf ein Zitat von Flake hinzuweisen: "Das ist unser Countrysong über George W. Bush und völlig ernst gemeint. Der führt sich in der Welt auf wie ein Kind, das alles kaputt machen will. Dabei vergreift er sich aber nur an fremden Sachen!"
Mit dieser Aussage trifft Flake den Nagel auf den Kopf. Ein sehr harter Brecher mit einem türkischen Intro und einem sehr einfach gehaltenen, aber dennoch ziemlich starken Text. Der Song sollte zunächst übrigens "Ankara" heißen. Die letzte Minute des Liedes besteht aus einem kleinen Zusatz, den man fast als eigenständigen Song betrachten kann und der mich irgendwie an "Nebel" erinnert hat.
Bewertung: 5/5 Pyroeffekten

(8) Hilf mir
Der Großteil des Songtextes stammt nicht von Till Lindemann, sondern von Heinrich Hoffmann, der diese Zeilen einst für den "Struwwelpeter" schrieb. Diese Verse sind in "Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug" zu finden. Die Textzeilen wurden teilweise im Detail übernommen, werden aber nur mittelmäßig umgesetzt. Vor allem am Ende zieht sich dieser Song doch in sehr unnötige Längen.
Bewertung: 3/5 Pyroeffekten

(9) Te Quiero Puta!
Rammstein versucht es zum ersten Mal überhaupt spanisch, um sich bei ihren mexikanischen Fans bedanken zu können, denn schließlich belegte das Vorgängeralbum in den mexikanischen Charts den ersten Platz. Was für die Mexikaner sicherlich eine Freude sein wird, ist für mich leider ein ziemlich schwaches Lied. Die Trompeten, das Klappern von Pferdehufen und der spanische Gesang werten das Thema des Songs meiner Meinung nach irgendwie ab und lassen das Lied an sich wie eine Parodie wirken. Dieser Song trifft auch nach all den Durchläufen immer noch nicht meinen Geschmack.
Bewertung: 2/5 Pyroeffekten

(10) Feuer und Wasser
Gegen Ende des Albums legt die Band noch einmal einige Beweise für ihr musikalisches Können hervor. Ein starker Text, der angeblich sowohl von Schillers Gedicht "Der Taucher" als auch von Lindemanns Erfahrungen als Leistungsschwimmer inspiriert wurde, mischt sich hier mit einer bestechenden instrumentalen Führung. Leider braucht dieser Song einige Zeit, um in die Gänge zu kommen, da er ein langes Intro besitzt und nicht gerade kurz ist.
Bewertung: 4/5 Pyroeffekten

(11) Ein Lied
Und am Ende steht ein Lied, das ein Geschenk für alle Rammstein-Fans sein soll. Es ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, da in diesem Song lediglich eine Akustikgitarre und ein Keyboard zu hören sind. Auf alle anderen Instrumente wurde hier verzichtet. Ein sehr ruhiger Ausklang des Albums, der schon fast wie ein Schlaflied wirkt.
Bewertung: 4/5 Pyroeffekten
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am 29. November 2005
Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Meinungen vieler Fans der Band Rammstein darüber auseinandergehen , welches Album nun das Beste ist und ab welchem Zeitpunkt das kreative Schaffen der Band abfällt oder überhaupt erst interessant wird. Jemand, der die Musik von Rammstein überhaupt nicht kennt, könnte bei solchen Diskussionen glatt zur Überzeugung kommen, es mit einem musikalischen Chamäleon wie seinerzeit Paradise Lost ( vom Doom-Death Metal Act zum Depeche Mode- Klon ) zu tun zu haben.
Bleiben wir doch objektiv. Von „Herzeleid“ bis „Rosenrot“ haben sich Rammstein stilistisch gewandelt aber nicht wirklich maßgeblich verändert. Man könnte es auch künstlerische Fortentwicklung unter Beibehaltung aller Trademarks nennen. Verändert hat sich höchstens der Musikgeschmack gerade derer, die ernsthaft behaupten, früher seien die Lyrics der Band gut, heute peinlich und belanglos geworden. Eine meiner Meinung nach irritierende Aussage. Abgesehen davon, dass die Texte Rammsteins spätestens seit Reise, Reise wesentlich besser auf den Punkt kommen, bleibt fest zu stellen, dass diese je nach Sichtweise genauso peinlich oder genauso gut wie früher sind.
Der Vorwurf der Kommerzialisierung erscheint mir ebenfalls reichlich fehl am Platz zu sein. Seit „Sehnsucht“ und der Single „Engel“ haben Rammstein unmissverständlich klar gemacht, dass sie Erfolg nicht eben verteufeln. Kompromisslose Härte abseits jeglicher möglichen Vermarktungsstrategie war noch nie das Ding dieser Band. Eine Diskussion über dieses Thema erübrigt sich daher zumindest für all diejenigen, die das kreative Schaffen Rammsteins, wie der Autor, bereits seit "Herzeleid" verfolgen.
Lässt man diese Punkte beiseite, eröffnet sich erst die Möglichkeit zu einer objektiven Sicht auf die Musik, die auf „Rosenrot“ zu hören ist. Erwartungsgemäß ähnelt diese CD dem Vorgänger „Reise, Reise“ in vielerlei Hinsicht, entstammen doch viele der neuen Songs aus ein und derselben Kompositionsphase. Den vielzitierten Vorwurf, es handele sich um Ausschuss kann ich hingegen nicht folgen. „Rosenrot“ wirkt auf mich viel eher wie ein böser Zwilling des musikalisch eher freundlichen Vorgängers. Songs wie „Benzin“, „Zerstören“ hätten in ihrer rohen Brachialität meiner Meinung nach tatsächlich nicht auf „Reise, Reise“ gepasst. Vom grandiosen „Spring“ über den Titeltrack und „Wo bist Du?“ bis zu „Feuer und Wasser“ transportiert „Rosenrot“ auch über weite Strecken eine gewisse Traurigkeit und Düsternis, die dem Vorgängeralbum musikalisch und textlich nicht zu eigen war. Dennoch bleiben „Rosenrot“ und „Reise, Reise“ enge Verwandte – was natürlich auch bedeutet, dass Verächter des letztgenanntes Album , auch mit „Rosenrot“ nicht unbedingt warm werden dürften.
Allen Unkenrufen zum Trotz: Insgesamt ist Rammstein mit „Rosenrot“ ein weiteres starkes Album gelungen, das definitiv sein Geld wert ist und meiner Meinung nach leicht gegenüber dem Vorgänger abfällt. Ein Klassiker vor dem Herrn ist aber auch Rammsteins nunmehr fünftes Album nicht geworden.
Anspieltipps: „Spring“, „Wo bist du?“, „Zerstören“ und das augenzwinkernde und sehr starke Stück „Te quiero Puta“.
Daumen hoch und 4 Sterne.
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am 28. Oktober 2005
Einmal angefixt, kommt man nicht mehr von ihnen los.
Ich höre "Rosenrot" jetzt seit ca. 5 h kontinuierlich hintereinander (seitdem ich das güldene Scheibchen heute morgen mit Herzklopfen erworben habe) und es wird von Mal zu Mal einfach noch besser, grandioser und "gänsehautiger"!!! ;o)
In meinen Augen entwickeln sich unsere Jungs, egal was sie machen, immer in genau die richtige Richtung.
Es gibt keine deutsche Band, die soviel Wut, Liebe, Wahrheit und "BängBäng" in ihre Musik und Texte steckt wie Rammstein. Und diejenigen die behaupten, die Texte wären unsinnig und geistlos, verstehen SIE einfach nicht-nicht jeder hat das Rammstein-Chromosom ;o) Und das muss er ja auch nicht.
Ich liebe jede einzelne Platte von den Jungs und jede ist ein kleines Kunstwerk in sich.
Genauso wie "Rosenrot" - also 5 hübsche Sternchen!
Und dass die Meinugen so auseinander gehen, ist doch ganz ehrlich auch nichts neues und, wie ich finde, genau das was Rammstein ausmacht. Nicht nur Musik - eine Lebenseinstellung!
"Wir sind für die Musik geboren, wir sind die Diener eurer Ohren. Immer wenn ihr traurig seid, spielen wir für euch"
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am 27. Juni 2015
Jetzt muss ich doch auch mal eine Lanze für dieses doch stark unterbewertete Rammstein Werk brechen.
Kann gar nicht verstehen weshalb Rosenrot teilweise doch sehr arg Verrissen wurde.
Ja, es ist etwas anders als man es normalerweise von Rammstein gewohnt war, aber schlecht? Nee, keineswegs.
Es ist musikalisch wie textlich einfach etwas subtiler als z.b Sehnsucht oder Mutter, aber mindest genauso beeindruckend und wirkungsvoll. Es steht etwas abseits der üblichen ich Quäle dich Thematik, aber gerade das macht dieses Album für mich auch so spannend. In vorwiegend getragenden und ruhigen Tracks werden hier kleine fiese Geschichten hervorragend und mir großer Wirkung in Szene Gesetzt. Benzin, Rosenrot, Spring und Hilf mir sind dafür die allerbesten Beispiele. Großartige Kunst kann ich dazu nur sagen.
Fazit: Großartiges Rammstein Werk mit weniger harten Brechern, dafür aber gespickt mit kleinen epischen Meisterwerken voll von Subtilität, Finesse und Fantastischen Melodien und kleinen dunklen Geschichten, die beim Intensiven hören zu Bildlichen Leben erwachen.
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am 14. November 2005
Wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Und all diejenigen, die RAMMSTEIN voreilig Sell-out vorgeworfen haben, nur weil diese bereits nach 1 Jahr Wartezeit ein neues Album auf die lechzende Fanschar loslassen, dürfen ihre gewetzten Messer schnell wieder zuklappen. Denn „Rosenrot“ ist alles andere als eine Resteverwertung oder ein musikalischer Abklatsch geworden. Ich bin sogar persönlich der Meinung, dass sich RAMMSTEIN im Vergleich zu „Reise Reise“ nochmals steigern konnten, und eine Scheibe rausgehauen haben, die von ihrer stilistischen Bandbreite viel viel breiter gefächert ist, als alle Vorgänger-Werke. Die Mischung stimmt einfach !!!
So gibt es natürlich wieder typische RAMMSTEIN-Feger wie die Single „Benzin“, „Zerstören“ oder das coole „Mann gegen Mann“, welche ohne Umwege direkt ins Tanzbein bzw. in die Nackenmuskulatur gehen. Textlich bietet man bei letztgenanntem Song wieder einmal gehörig Zündstoff, da man das Thema Homosexualität mit einem (gewohnt) zwinkernden Auge thematisiert. Aber wer den RAMMSTEIN-Humor kennt, weiß natürlich auch, das man nichts für bare Münze nehmen sollte. Ich persönlich kann jedenfalls bestens drüber schmunzeln. Aber nun zurück zur Musik, denn die hat es wirklich in sich...
Schon nach dem ersten Hördurchlauf fällt auf, dass die Band vermehrt auf ruhigere Töne setzt, wie sie bereits in „alten“ Songs wie „Ohne dich“, „Mutter“ oder „Amour“ vorherrschten. RAMMSTEIN kehren hierbei ihre emotionale, tiefgehende Seite nach Außen, lassen dabei aber stets genug Platz für gelegentliche musikalische Ausbrüche. Brilliante Perlen wie „Wo bist du“, „Stirb nicht vor mir“ (übrigens erstmals mit Unterstützung einer Gastsängerin) und der alles überragenden Stalker-Hymne „Feuer und Wasser“ sprühen nur so vor Melancholie und düsteren Gefühlen. Musikgewordene Emotionen, die in dieser Form nur eine deutsche Band hervorrufen kann. Hier wird mal wieder mehr als deutlich, wie sehr Till Lindemann sich als Sänger weiterentwickelt hat, da er den Songs zu jeder Sekunde der Spielzeit den Stempel „einzigartig“ und „unvergleichlich“ aufdrückt.
Und großartige Mid-Tempo-Stampfer wie „Spring“, „Hilf mir“ oder dem wunderschönen Ohrwurm „Rosenrot“ hätten auch auf jedem anderen RAMMSTEIN-Album Bestnoten bekommen. Neben allen vorhandenen bandtypischen Trademarks, gibt es aber auch noch 2 faustdicke Überraschungen zu erleben, die man als Fan sicherlich nicht erwarten konnte. Mit „Te quiero puta“ wird dem Hörer nämlich der erste RAMMSTEIN-Song in spanischer Sprache präsentiert, welcher mit coolen Bläsereinsätzen, und seinem mitreißenden, latent vorhandenen Mexico-Flair zu überzeugen weiß. Und zu guter letzt wird das Album mit dem sehr ruhigen „Ein Lied“, das lediglich durch Akkustik-Gitarre und Keyboard getragen wird, ausgeläutet. Ein Song, der textlich wie eine Hommage an die eigenen Fans gerichtet ist, und damit ein rundum gelungenes Album auf den Punkt bringt.
Fazit: „Rosenrot“ ist alles andere als eine Enttäuschung geworden. Ein sehr starkes Album, das den Erfolgsweg von RAMMSTEIN auch für die nächsten Jahre hinweg freihalten wird.
Einfach toll !!!
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am 9. November 2005
Wenn man sich das neue Album von Rammstein anhört, merkt man den weiten Weg, den diese Gruppe gegangen ist. Vom "gewaltausbruch" der ersten Scheibe, bis zur sehnsuchtsvollen melodiösen Intensität von "Rosenrot". Die Lieder handeln kaum noch von den Abgründen krankhafter Liebe, sondern von der Sehnsucht diese endlich zu finden. Die Stücke haben eine unglaubliche Intensität, da steckt so viel Sehnsucht und Trauer drin. Für mich ist es die intensivste CD, die ich jemals besessen habe und mit jedem Hören steigert sich dieses Gefühl noch. Sicher, die Scheibe ist weniger aggressiv als vorangegangene CDs von Rammstein, aber es ist schön, dass sie sich getraut haben auch etwas anderes zu machen. Schaut man in die Fan Foren, so sieht man, dass die meisten Fans sogar gewillt sind diesem Weg zu folgen. Das ist gut so, denn nichts ist schlimmer als eine Gruppe, die in Altgewohntem erstarrt ist und sich nicht weiter entwickelt. Ich hoffe, Rammstein behalten auch in Zukunft den Mut ihre eigene Kreativität auszuleben.
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am 15. Mai 2016
Im Vergleich zu anderen Alben ist dieses Album relativ soft und verzichtet auf Schocker, aber das zeigt perfekt, dass Rammstein auch ohne zu schocken überzeugen kann. Dieses Album ist sehr gut gelungen und auch nach Jahren noch ein Genuss für meine Ohren

Meine Anspieltipps:
- Benzin
- Rosenrot
- Te Quiero Puta
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am 16. November 2005
Ich gehöre zu den Rammstein-Fans, denen das letzte Album nicht so besonders gefallen hat und die nur die Hälfte der Lieder wirklich gut fanden. Ich hatte damals die Befürchtung, dass Rammstein musikalisch nun abbaut. Aber das wurde zum Glück mit diesem Album widerlegt, da sich die Gruppe hier auf ihre alten Stärken beruft.
Gleich das erste Stück „Benzin“ haut mächtig rein! Es ist hart und schnell und zurecht als Single ausgekoppelt worden. Der Text ist ganz witzig, weil man sieht, wie viele Wörter sich auf diesen Kraftstoff reimen.
Das zweite Lied „Mann gegen Mann“ steht dem ersten musikalisch fast in nichts nach. Es geht hier um Homosexuelle und deren Lebensweise, von der sich andere gestört fühlen. Ich sehe aber nicht, dass Schwule hier beleidigt werden.
Das Titelstück „Rosenrot“ ist super gemacht. Locker und lässig heruntergespielt mit textlichen Anspielungen ans „Heideröslein“ von Goethe. Ein echter Ohrwurm!
Bei dem langsameren „Spring“ steht der Text im Mittelpunkt, der vordergründig durch Gesellschaftskritik aber auch religiösen Anspielungen besticht.
„Wo bist du“ ist eine sehr schönes getragenes Stück und der ultimativer Nachfolger von „Ohne dich“. Voll gelungen!
Die Ballade „Stirb nicht vor mir“, die ein Duett mit der Sängerin von Texas Sharleen Spiteri ist und halb auf englisch gesungen wird, fällt hier gehörig aus dem Rahmen. Im Grunde ist es en schönes Lied, aber es passt eher auf eine Kuschelrock-CD als auf dieses Album, weil ihm einfach die für Rammstein typische Härte fehlt. Viele werden es deshalb bestimmt ablehnen, aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich find’s nicht schlecht.
Das nachfolgende Lied „Zerstören“ ist dafür eines der härtesten, das die Jungs je aufgenommen haben. Brachialrock mit ordentlich Speed! Im Text geht es um blinde Zerstörungswut und deren Folgen.
„Hilf mir“ ist ein schwermütiges Lied über pyromanische Todessehnsucht, das sich an die Geschichte von Paulinchen und dem Feuerzeug anlehnt. (Erinnert sich jemand noch daran?) Ein bedrückendes und beeindruckendes Lied, das gut rockt. Ich bin auf die Live-Umsetzung gespannt...
Ungewöhnliche Klänge gibt es bei „Te quiero puta“ (auf deutsch: ich will dich f...en). Bei diesem spanischen Stück hört man Mariachi-Bläser und einen Chor von Senoritas neben den Rockgitarren. Ansonsten ist es ein ganz witziges Liedchen geworden.
Um sexuelle Fantasien beim Brustschwimmen und Nacktbaden geht es in dem langsamen „Feuer und Wasser“. Der Refrain ist gut gelungen, die Strophen sind es weniger.
Das letzte Stück mit dem Titel „Ein Lied“ ist sehr ruhig und hat fast Schlafliedcharakter. Es ist für die Fans und als Abschluss ganz okay.
Das Werk klingt im Vergleich zum letzten Album wesentlich frischen und unverbrauchter. Erstaunt hat mich, dass die eigentlich banal klingenden Texte mit der Rammstein eigenen Vokabular teilweise ziemlichen Tiefgang besitzen und Gesellschaftskritik und menschliches Leid beschreiben. Wer „Herzeleid“ liebt wird auch an „Rosenrot“ Gefallen finden. Ich bin schwer beeindruck, dass Rammstein nach dem recht platten Vorgänger so einen Geniestreich hingelegt haben.
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am 9. Juni 2006
Mal ehrlich - "Rosenrot" ist weder ein lahmer Aufguß von schon Dagewesenem noch innovativ- stilistisches Neuland. Das Album ist einfach "nur" perfekt produzierte >german hard rock<, die alle Spielarten der bisherigen Alben nachvollzieht. Wer wie ich keine hochgeistig- bürokratischen Abhandlungen über Textinhalte / subversive Bedeutungen mag, sondern RAMMSTEIN - Alben kauft,

weil da zuverlässig nicht nur RAMMSTEIN draufsteht, sondern auch 100% Rammstein drin ist, sollte nicht zögern, diese Scheibe zu kaufen.

Das 5. Album der Band steht für mich hinter "Herzeleid" und "Mutter" an 3. Stelle. Die Gitarrenriffs gefallen mir auf "Rosenrot" besser als auf "Reise, Reise", sind einfach krachiger, sägender. Die Texte sind mittel bis gut. Tills Sangesqualitäten sind durchaus achtbar, "Stirb nicht vor mit" ist mit aber zu schnulzig. Song- Favoriten: "Mann gegen Mann", "Rosenrot", "Spring", "Zerstören", "Hilf mir". Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich "Feuer und Wasser" gelungen, vor allem die starke finale Gitarrenrückkopplung kommt gut (sexistische Texte sind eigentlich immer ziemlich platt, Sex ist eben nicht dasselbe wie Erotik).

Unbedingt empfehlenswert ist auch die Spezial- Edition mit live-

DVD.

P.S. Ich habe alle RAMMSTEIN- Alben - bisher waren auf jeder Scheibe 5 bis 8 Songs, die ich wirklich gut finde - das ist

wesentlich mehr als bei den Nachfolgealben diverser anderer nationaler oder internationaler "Rockstars". Daher gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, Experimente oder Neuorientierungen von der Band zu fordern.

Fazit: volle Punktzahl, 5 Sterne
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am 2. Mai 2006
wenn man ein lied aus herzleid hört und gleich darauf zum vergleich "stirb nicht vor mir" aus rosenrot ist das ein unterschied wie tag und nacht. rammstein haben sich über die jahre verändert ... und das ist gut! wer will über zehn jahre lang den selben sound haben?

rosenrot hat ein paar perlen zu bieten: mein absoluter favorit ist "spring" ... ich liebe diesen text! er zeichnet ein wahres bild der aktuelle big brother generation, die nichts anderes will, als sich am leid anderer zu ergötzen.

"rosenrot", "hilf mir" und "wo bist du" sind ebenfall großartige lieder.

"stirb nicht vor mir" ist wirklich gewöhnungsbedürftig. ist mir persönlich etwas zu poppig. nix gegen veränderung, aber den charakter sollte man dabei nicht verlieren. aber auch "benzin" trifft nicht ganz meinen nerv.

da rosenrot gleich ein jahr nach reise, reise veröffentlicht wurde, drängt sich der vergleich ja regelrecht auf. und ich muss sagen, dass mir reise, reise besser gefallen hat. trotzdem ist rosenrot ein tolles album und könnte sogar den ein oder anderen nicht-rammstein-fan begeistern.

zur dvd: ich finds toll, dass ich jetzt die performance von "mein teil" in meiner heimischen mediensammlung habe. da ich auf dem konzert war und diese darbietungen live gesehen habe, musste ich mir natürlich die edition mit der dvd kaufen, um wenigstens ein paar erinnerungen konservieren zu können (auch wenn sie nicht 1 zu 1 aus dem gedächtnis stammen). wenn man auf einem konzert war, lohnt sich die dvd auf jeden fall. ansonsten kann man sicher darauf verzichten ... am wichtigsten ist die musik!
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