MSS_ss16 Hier klicken 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic GC FS16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen84
4,5 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. Dezember 2014
Ähnlich wie "Breakfast in America", beinhaltet auch diese "Deluxe Edition" des Supertramp-Klassikers "Crime of the Century" eine 2. CD mit einem Live-Konzert, nämlich dem aus dem legendären Londoner Hammersmith Odeon von 1975. Es war die erste Tour, bei der Supertramp der Headliner war. Deshalb sind hier auch einige Songs des ebenfalls grandiosen Albums "Crisis? What Crisis?" in Live-Versionen enthalten. Ich schätze, wer das liest, weiß, was er vom Studio-Album zu halten hat. Deshalb nur die zusätzlichen Infos. Das Remastering ist absolut großartig! Ich glaube, in einem solchen Klang hab ich dieses Album noch nicht gehört - und ich hab alle Versionen, die es je gegeben hat. Vor allem aber beeindruckt mich das Live-Album. Auch hier ist der Sound fantastisch. Was mir persönlich ganz besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es wirklich ein Live-Sound, kein künstlich zugekleisterter, steriler "Live-Sound", ist. Gelegentlich, an den leisen Stellen, hört man mal ein bisschen Brummen der PA, gelegentlich hat der Gesang so seine kleinen Schwächen - ja, live eben. So, wie es sein soll. Etliche Songs unterscheiden sich SEHR von den Studio-Versionen. Hier sei vor allem "Another Man's Woman" hervorgehoben. So rockig hat man Supertramp selten gehört. Wer dieses Album im perfekten Paket haben will, kommt an dieser "Deluxe Version" nicht vorbei.
0Kommentar|40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2015
Normalerweise kaufe ich ein Album nur dann ein zweites Mal, wenn es auch eine interessante Zugabe dazu gibt. Die gibt es hier auch. Aber ich muss auch sagen, dass es sich selten so gelohnt hat, ein neues Remastering eines Albums zu kaufen, das ich bereits habe...
In einem Interview hat Roger Hodgson angemerkt, dass "dieses Mal" die Originalmasterbänder verwendet wurden. Da fragt man sich natürlich, worauf die vorigen Remasters basierten (Kopien des Masterbandes?). Auf jeden Fall habe ich dieses Album noch nie in einer solchen Soundqualität gehört! Ich hatte bis dato nur die 2002er Ausgabe und dachte, die klingt schon ziemlich gut...bis ich auf den DR-Trip kam und gemerkt hab, dass die gesamten '02er CDs in den lauten Stellen ziemlich komprimiert sind. Hier bekommt man nun von den Drums einen richtigen Tritt in den Hintern. Der Gesang (besonder der von Roger Hodgson) klingt unglaublich plastisch und direkt, die Keyboards (z.B. Wurlitzer bei "Bloody Well Right" und "Dreamer") sind glockenklar. Das Saxophon bei "Bloody Well Right" wirkt auch viel voluminöser und "echter", auf einmal hört man die ganzen Feinheiten. Wenn ich etwas Negatives sagen müsste, dann wäre es vielleicht die Tatsache, dass man an manchen sehr leisen Stellen sehr aufdrehen muss (z.B. um die Kuckucksuhr am Ende von "Asylum" zu hören), was aber nur ein weiteres Zeichen für die enorme Dynamik ist. Und die sorgt eben mit für einen sehr "luftigen", offenen Gesamtsound. Der bei mir sogar teilweise eine Neubewertung des Albums bewirkt hat: So fand ich "Dreamer" bisher immer etwas aufdringlich - das ist jetzt nicht mehr so, selbst gegen Ende bleibt der Klang angenehm und der Song macht Spaß. Insgesamt scheint das Album auch etwas weniger mittenlastig gemastert zu sein als noch 2002, zumindest nehme ich die Höhen und den Bass besser wahr. Details wie z.B. die Bongos in "Hide in Your Shell", die Streicher während der Wechselgesang-Passage von Rick Davies und Roger Hodgson in "Rudy" oder auch die Beckenarbeit an einigen lauten Stellen sind mir vorher nie aufgefallen. Noch deutlicher macht dieses Remaster auch, dass alle Songs auf "Crime of the Century" im Prinzip auf Dynamiksteigerungen basieren - von ganz leise und zurückhaltend meist nur mit Stimme und Keyboard bis hin zur vollen Bandwucht, oft mit dramatischen Streichern angesetzt.

Über das Album selbst will ich ansonsten gar nicht groß Worte verlieren, für mich ist es das beste Supertramp-Album, die Vergleiche mit "Dark Side of the Moon" (Pink Floyd)", "Tubular Bells" (Mike Oldfield) oder "Tales of Mystery and Imagination" (The Alan Parsons Project) sind durchaus nachvollziehbar. Ein loses Konzeptalbum über Entfremdung und andere Probleme des modernen Menschen, mit einer über weite Strecken düsteren, schwermütigen Atmosphäre - gesegnet mit langem Prolog (Mundharmonika) und noch längerem Epilog (wieder mit Mundharmonika am Ende). Das Album enthält keinen einzigen schwachen Song, die of verschachtelten Kompositionen von Roger Hodgson und Rick Davies ergänzen einander perfekt. Die Arrangements sind bombastisch und vielschichtig (viele Keyboards, ab und zu Gitarre - gerne mit viel Wah-Wah - , Soundeffekte, Streicher, Saxophon/Klarinette). "Crime of the Century" ist einer dieser Punkte, an denen sich Progressive Rock und eingängige Popmelodien treffen, ohne dass eine der beiden Komponenten darunter leidet. Die Frage, ob es sich bei "Crime..." um ein 'echtes' Konzeptalbum handelt, stellt sich für mich nicht: Alleine die Tatsache, dass im Intro unter der Mundharmonika genau dieselbe Akkordfolge zu hören ist, die später auch im Titelsong auftaucht, ist für mich Beweis genug, dass hier tatsächlich konzeptionell komponiert wurde. Mein Geheimtipp für alle "Newcomer", die vielleicht nur "Dreamer", "Bloody Well Right" oder "School" kennen, ist übrigens Davies' "Asylum" - eine beängstigend intensive Umsetzung des Themas "Wahnsinn" und zugleich mit skurrilem Humor gewürzt.

Kommen wir damit zu der Bonus-CD. Diese war für mich der eigentliche Grund, diese Doppel-CD zu kaufen. Erstens gibt es ja nur wenig offiziell veröffentlichtes Live-Material von Supertramp, und zweitens ist es ja seit einiger Zeit so, dass praktisch alle Supertramp- und Roger-Hodgson-Songs von Internetplattformen wie YouTube eliminiert werden - übrig bleiben nur die Soloperformances von Hodgson, die den Supertramp-Versionen oft genug unterlegen sind (man kann Leute wie Rick Davies oder John Helliwell nun mal nicht einfach so durch andere ersetzen und so tun, als ob sie mit dem Erfolg der Band nichts zu tun hatten). Das ist in meinen Augen ein Affront gegen Fans wie mich, die gerne mehr Live-Auftritte der Band und selten live gespielte Songs sehen bzw. hören möchten, aber auch gegen Musiker, die der Band ihre Ehre erweisen möchten und die Songs covern, nur um am Ende womöglich zu riskieren, dass ihr Kanal gelöscht wird. Ich vermute mal stark, dass die Ursache für diese "Politik" - die letztendlich dazu führen wird, dass die Band in einigen Jahren in Vergessenheit geraten wird, weil ihr Repertoire einer jüngeren Generation von potenziellen Fans nicht ordentlich zugänglich ist, also ein Schuss ins Bein! - in den langjährigen Auseinandersetzungen zwischen den ehemaligen Bandkollegen liegt. Anscheinend war für diese Wiederveröffentlichung eigentlich auch eine DVD mit dem Hammersmith-Konzert geplant; nach dem rechtlichen Hickhack rund um die "Paris"-DVD überrascht es aber kaum, dass dieser Plan letztlich gescheitert ist. So muss man sich mit dieser, gemessen an anderen Wiederveröffentlichungen ähnlich wichtiger Alben, etwas mageren Deluxe-Edition zufriedengeben.

Das Konzert jedenfalls war unter anderem Titel bereits als "Is Everybody Listening?" und "Concert Classics" erhältlich; beide Versionen sind jedoch inzwischen nur noch für Mondpreise zu bekommen. Außerdem wurden die Multitracks für diese CD von keinem geringeren als Ken Scott (Originalproduzent von "Crime..") neu abgemischt. So ist es auch der bombastische Sound, der als erstes auffällt: vielleicht nicht ganz so bombastisch wie das Studioalbum, aber für eine Liveaufnahme wirklich enorm und speziell im Bassbereich unglaublich wuchtig. Und auch hier gilt: Dynamik ist Trumpf - allerdings gibt es hier durchaus Kompression, was angesichts der geringeren Instrumentendichte hier vielleicht weniger Auswirkungen hat als bei Studioaufnahmen. In puncto Performance ist der Auftritt weniger 'poliert' als der vier Jahre später aufgenommene Klassiker "Paris". Das hat positive und negative Seiten. Negativ vor allem, weil man manchmal die Finessen der Originalarrangements vermisst (wo ist die Bahnhofsansage in "Rudy"? auf die singende Säge in "Hide in Your Shell" kann ich gut verzichten). Zudem hat Rick Davies nicht den besten Tag erwischt und glänzt z.B. im Intro von "Bloody Well Right" nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte. Andererseits: Das Bluesharp-Intro von "School" hat er auf "Paris" auch nicht besser hinbekommen. Bei "Asylum" vertut er sich im Text, was aber nichts daran ändert, dass diese Version weitaus eindrücklicher ist als die auf "Paris". Besonders interessant ist, dass die Band hier neben dem kompletten "Crime"-Material auch bereits vier Songs des damals noch nicht veröffentlichten Albums "Crisis? What Crisis?" ausprobiert. Dabei sind vor allem "Lady" und "Another Man's Woman" deutlich energetischer und mitreißender als die späteren Studioeinspielungen! Bei "Another Man's Woman" bekommt man einen guten Eindruck von Rick Davies' pianistischen Fähigkeiten. Beide Songs haben hier auch andere bzw. längere Schlüsse als auf "Crisis?". "Sister Moonshine" hat hier anstelle der Gitarrensoli (Hodgson ist bereits mit Rhythmusgitarre beschäftigt) ein Keyboard- und ein Saxophonsolo. Dazu kommt noch ein "Talent-Spot", wo 'master of ceremonies' John Helliwell sich ans Klavier setzt und "'A' - You're Adorable" vorträgt. Der einzige Störfaktor (wenn man es denn so nennen möchte) ist, dass die Songs des "Crime"-Albums zwar in 'korrekter' Reihenfolge gespielt werden, aber natürlich größtenteils ohne die Übergänge des Studioalbums. Dafür kann man hören, wie Supertramp "Bloody Well Right", "Hide in Your Shell" und "Crime of the Century" anstelle der Fade-Outs zu echten Schlüssen bringen. (Letzteres Stück übrigens noch ohne das dramatische Intro von späteren Liveversionen.)

Auch optisch macht die Deluxe-Edition mehr her als die 2002er Einzel-CD - mit einigen Abstrichen: So finde ich die Zuschneidung des Covers auf der Hülle (vermutlich aufgrund des breiteren Formats) nicht gerade schön. Die Widmung "To Sam" (an den ehemaligen Unterstützer der Band, Stanley August Misegaes) ist ganz verschwunden. Zudem war das Digipack der Deluxe-Edition von "Breakfast in America" schöner aufgemacht, und die Gestaltung der CD-Labels sagt mir auch nicht ganz so sehr zu, wie das bei der 2002-CD der Fall ist. Dafür ist das Schriftbild der Songtexte viel augenfreundlicher als noch 2002, und die Liner Notes von Phil Alexander sind sehr lesenswert, denn hier bekommt man einen guten Eindruck davon, in welch desolatem Zustand die Band vor "Crime" war, wie die Aufnahmesessions verlaufen sind und wie die Band ihr Label davon überzeugen konnte, ihnen noch eine Chance zu geben.

Alles in allem eine sehr lohnende Veröffentlichung; wer wie ich bisher nur die 2002-CD hatte (die 1997er Remaster hat einen ähnlich schlechten Ruf) und Wert auf guten Sound legt, sollte sich dieses Remaster zulegen; auch die Bonus-CD und das Booklet sind gute Kaufargumente (für die Doppel-CD).
Und mal ganz nebenbei bemerkt: Diese Remaster-Version sollte endgültig jeden Zweifel beseitigen, dass der Loudness-War der Musik ihren Reiz nimmt.
1818 Kommentare|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2015
Ich habe lange gezuckt, ob ich mir die Aufnahme zum x-ten Mal zulegen soll. Die Live-Aufnahmen haben mich gereizt, vom Remaster des Albums habe ich nicht so viel erwartet. Aber DANN die große Überraschung! Hier ist beim Remastering eine wirkliche Sternstunde genutzt worden.
Keine Kompression! Was leise sein soll ist leise, was dynamisch und laut sein soll knallt direkt unter die Haut. Die Instrumente "stehen" an ihrem Platz, Gitarrenriffs treten hervor, Bass, die einzelnen Trommel und Becken sind klar zu orten und ordnen sich in ein absolut in eine perfekte "Wall of Sound". Die Blechinstrumente klingen "soundiger" und runder, kleine Facetten der Musik sind klar verortet und bekommen nun endlich den Stellenwert in der Komposition, der bisher durch Klavier, Keybords und Gesang zugekleistert war.

Man hört zum ersten Mal wie gut der Musikkamerad Siebenenberg am Schlagzeug gearbeitet hat. Endlich hat sein Drumkit den Sound, den es verdient.

Zugegeben: Es braucht schon eine Anlage, die mit einer solchen Aufnahme was anfangen kann. Ansonsten kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man ständig am Lautstärkeregler hantiert um die tausend Details, die jetzt filigran herausgearbeitet sind zu hören. Komperssionsgeschädgte Radiohörer werden was vermissen. Soundliebhaber mit einer Anlage die präzise arbeitet und Dynamik transportieren kann werden ein bekanntes Werk neu entdecken.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Februar 2016
Die an Top gesetzten Kundenrezensionen erwecken den Eindruck bei der BlueRay handle es sich um die Deluxe Edition. Dies ist keineswegs der Fall! Die Box enthält eine Pure Audio Blu Ray Scheibe, ohne Extra-Disc. Das Datenformat ist lediglich 2.0 Kanal in 24bit/192kHz DTS/PCM/Dolby. Darüber hinaus findet sich ein Downloadcode von hfpureaudio.com für einen "digital download". Wer glaubt hier, nach der Registrierung, hochauflösende FLAC-Dateien vorzufinden, wird enttäuscht. Nach Eingabe des Codes erhält man Zugriff auf ein Zip-Archiv, welches 320 kbps/48000 Hz MP3's enthält.
Der Klang der Blue Ray ist insgesamt nur unwesentlich besser als von der CD. Von der im Vergleich zur Audio-CD höheren Dynamic, welche von hochauflösender Musik zu erwarten wäre, ist wenig zu hören. Dieser Eindruck wird vom Spektrogramm auch optisch bestätigt. Die Amplituden sind dort deutlich weniger ausgeprägt, als bei anderen HiRes- Aufnahmen.
Insgesamt eine ordentliche Audio Blue Ray ohne jedes Extra, klanglich aber keine Offenbarung.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Januar 2015
Ich habe keine Super-Anlage wie so einige hier - nur Stereo, ein Akai-Verstärker von 1992, T&A-Boxen von 1986 (!!). Crime of the Century war MEINE musikalische Entdeckung in den 70ern (es war 1977; School war die Hörerneuvorstellung in Wolfgang Neumann's "Schlagerrallye" - kennt das noch jemand?). Für mich war die Platte DIE Offenbarung, noch vor den Floyd-Alben der 70er. Vor Jahren kaufte ich mit die 2002er Remaster Version. Endlich mal alles ohne Knistern - die Platten von A&M in den 70ern hatten leider schon bei Erstöffnung reichlich Knackser...Aber irgendwie war es andere Supertramp-Musik. Jetzt weiß ich von vielen Technikbegeistern auch, woran es lag: Loudness und Kompression.
Nun habe ich mir von diesem Jahrhundertalbum also auch die Deluxe-Version zugelegt. Das Erstaunen war groß: es klang anfänglich "dünner". Aber eben nur anfänglich im direkten Vergleich. Dreht man den Lautstärke-Regler höher, bekommt man DEN Supertramp-Sound, den ich von vor nun schon fast 40 Jahren gewohnt war. Ich bin schwer angetan und fühle mich in meine Jugendzeit zurückversetzt.

Dieses ist sicherlich eine Version, die diesem phantastischen Album gerecht wird. Der helle Wahnsinn!
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Dezember 2005
Über die Musik dieses Albums ist schon genug geschrieben worden. "Crime Of The Century" ist sicherlich eines der besten Werke seiner Zeit. Hier verbinden sich Pop, Rock, Prog und (bisweilen) Jazz auf eine erfrischend Art und Weise. Hier werden die Fans verschiedenster Stilrichtungen bedient und zufrieden zurückgelassen. Bis heute hat die Musik nichts von ihrer Frische und Klarheit eingebüsst. Dazu trägt auch die blitzsaubere Produktion bei, die selbst heutigen Maßstäben genügt.
Leider bringt diese Remaster-Version keine Klangvorteile gegenüber der Erstveröffentlichung auf CD aus den Achzigern. Einzig die Lautstärke wurde stark angehoben. Die Höhen klingen sogar etwas verhaltener als bei der alten Fassung.
0Kommentar|39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. November 2004
Für mich, der ich bereits 2 Vinylscheiben von der "Crime ..." verschlissen habe, eine Superscheibe, die zwar den kommerziellen Gedanken in sich trägt, das jedoch nicht so deutlich wie bei der 'Breakfast" (die ja auf den Markt in Übersee abzielt) oder gar bei der 'Famous Last Words" (der Abschluss der Supertramp-Ära 1 mit Hodgson). Im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben hat sich die Band aber deutlich gewandelt, es ist die erste Scheibe im bekannten Supertramp-Sound. Mit der "Breakfast in America" gab es dann noch einen weiteren Wandel hin zu eingängigerem Pop (sehr viel Hodgson halt).

1974 auf den Markt gebracht, stapelte sie sich längere Zeit als Sonderangebot in den Plattenläden und Kaufhäusern. 1977 kam dann erst der Durchbruch, inzwischen war mit "Crises! What Crises" bereits das Nachfolgealbum auf dem Markt. Obwohl nicht als Single in Deutschland erschienen, war "School" für mich das erste bekannte Stück dieser Scheibe. Das Gefängnisgitter war mir aus den o.g. Angeboten bereits hinlänglich bekannt - aber ich kannte die Band und deren Musik nicht.

"Crime of the century" ist für meinen Geschmack die stärkste Platte von Supertramp. Klasse Arrangements, gepaart mit meist sehr gut anzuhörenden Melodien. Die Scheibe mit dem Gefängnisgitter im All halt ...

Die bekanntesten Stücke dürften wohl "School" und "Dreamer" sein, allerdings sind alle (!) anderen Stücke gleichfalls sehr hörenswert: sei es "Rudy" oder das simple "Hide In Your Shell", aber auch "Asylum" und nicht zu vergessen das zuweilen vergleichsweise harte "Bloody Well Right" . Insbesondere das Titelstück (heute noch der Ausklang eines jeden Konzertes) kommt extrem stark daher.

Inzwischen hat die Scheibe ihr 30-jähriges gefeiert und ist klanglich mit der remasterten Ausgabe endlich vom Staub alter Tage (und der ersten CD-Ausgabe) befreit. Die Ausgabe verleiht einen besseren (satten), aber nicht künstlichen Sound. Also die Scheibe ab in den Player und neue Soundwelten der "echten" Supertramp genießen. Wer es nicht kennt hört vielleicht mal herein... wenn er denn ein Faible für die Siebziger hat!

5 Sterne für die Scheibe - und einen Extra-Stern für den Sound, der mangels Möglichkeiten in den weiten Ebenen amazons verschwindet ... :-).
0Kommentar|48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hallo,

ich habe diverse Versionen dieser wundervollen Scheibe, diverse Vinyls und ich glaube alle europäischen CD-Versionen.

Musik: kurz und bündig - immer noch und immer wieder spitze, Progrock vom Feinsten (5 Sterne) - den Rest spar ich mir hier, das haben 1000e vorher schon festgestellt.

Das Ur-Material der Scheibe war ja klanglich schon spitze, die (lapprige) Vinyl aus den early 80ern zeigt das ganz wundervoll.
Zu dieser CD: Der auffallenste Unterschied zum 2002er Remaster - der Durchschnittspegel ist deutlich reduziert, im Schnitt um satte 4 dB (bei vollem maximalen Pegel) - damit ist jetzt im Vergleich zur 2002er Scheibe der Loudness-War deutlich geringer. Das merkt man sofort, denn gerade da, wo die leisen Passagen in extrem laute in der nächste Sekunde übergehen ist der Kick dann spürbar größer.

Klanglich sind die Unterschiede zum 2002er Remaster weniger deutlich für meine Ohren als beispielsweise im Vergleich der 2002er zur 2010er Scheibe der Breakfast in America. Zum Vergleich: Die Breakfast aus 2010 wurde deutlicher 'neu' abgemischt, die teils analogen Fehler des Masters wurden sauber ausgebessert, dafür bleibt aber der Pegel deutlich lauter im Vergleich zu dieser hier (ca. +5 dB).

Hier ist die Räumlichkeit wieder besser geworden (da reicht aber schon die Reduktion des Loudness-War, um solch ein Ergebnis zu erzielen), die 80er Vinyl bleibt trotzdem vorne. Auch ist bei der 80er Scheibe der Bass härter, hat mehr Punch - und das gefällt mir persönlich besser.

Nun die neue 3-LP Variante habe ich zwar auch, die bleibt aber noch originalverpackt :-)

Also - 5 Sterne, da nichts verpfuscht wurde und dem allgemein gehassten Loudness-War hier sehr deutlich der Garaus gemacht wurde. Wer das 2002er Remaster hat, bzw. die Crime gerne mit der Breakfast zusammen hört, braucht diese Scheibe hier nicht.
Der Audiophile kommt immer noch nicht ganz auf seine Kosten - alles auf hohem Niveau natürlich. Ich weiß aufgrund der 80er Vinyl, es ginge noch besser - für meine Ohren :-)

Nochwas: Gegenüber der MFSL ist diese Scheibe unterlegen - aber für einen niedrigen Preis der beste Einstieg, für diejenigen, die nur die Erstausgabe der CD besitzen - dieses Material hier ist deutlich "freier" und luftiger abgemischt. Der Aufpreis zur MFSL - auch gebraucht - ist ggf. zu hoch. Die MFSL ist wirklich nur für die Besessenen unter uns Supertramp-Fans mit bestem Equipment zu Hause zu empfehlen.

update:
zur Blu-ray Audio CD - zu finden unter >Supertramp - Crime of the century (BRD audio) [Blu-ray]<
Diese Disc ist eine reine Audio-Disc aber im Gegensatz zur entsprechenden "Breakfast in America" eine wirlich vollwertige Audio-Disc basierend auf demselben 2014er Remaster wie die normale Audio-CD.

Sie bietet folgende Tonspuren (nur Stereo, sorry kein 5.1)
* PCM 24bit/192kHz
* DTS-HD 24bit/192kHz
* Dolby TrueHD 24bit/192kHz

Feiner Klang, nochmal eine Klasse oben drauf und für Freunde des HiRes sicherlich sehr lohnenswert. Das Analogband wurde wohl hochauflösend überspielt und dann weiter gemastert.
Tipp: wer auf die Disc verzichten kann, holt sich den PCM-Hires-Download bei qobuz (bitte googlen) für weniger Geld als die Disc.

Hoffe, war ein wenig hilfreich für Euch.

Gruß, Rounder6
44 Kommentare|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2015
Die Musik und die Komposition zu besprechen ist eher überflüssig, denn diese damals 3. LP (nach 2 eher erfolglosen LPs) der Band katapultierte Supertramp direkt in den Supergroup Status. ALLE Songs sind außergewöhnlich, die ganze LP sicherlich ein Meilenstein in der Geschichte der Rockmusik. Zweifelsohne war die Band auf ihrem künstlerischen Höhepunkt angekommen.

Und nun gibt es zum 40igsten Geburtstag eine Remastered Deluxe Edition. Erst dachte ich, naja wieder so eine Edition um der Band einen weiteren Geldsegen zukommen zu lassen. Aber mitnichten!
Ich kann allen positiven Rezensionen nur voll und ganz zustimmen! Ich besitze die "alte" LP von damals und die CD Ausgabe (Jan. 1986) ... wenn ich jetzt die neue remastered Version höre (A-B-Vergleich), haut es mich schier um. Die aktuelle remastered CD hat eine geradezu gigantische Dynamik. Das habe ich nur durchs Hören bereits herausgefunden. Ganz leise ist beispielsweise die Mundharmonika bei Schools und wie ein Rezensent sagte, bekommt man dann von den Drums einen Tritt in den Hi.....SUPER.
Bezüglich Feinzeichnung ist sie der alten CD-Ausgabe, die ich damals bei der Veröffentlichung kaufte, absolut überlegen. Dazu einfach mal den Kopfhörer aufziehen und konzentriert lauschen. Auch wenn die Aufnahmetechnik damals sicherlich noch nicht so fortgeschritten war wie heute, offenbart sie doch eine sehr saubere und stimmige, ausgewogene Klangcharakteristik.
Diese Edition klingt sehr sehr natürlich, die CD von damals, die ich 1986 kaufte, klingt dagegen etwas komprimiert und dadurch "spitz" in den Höhen mit geringerer Dynamik. Damals hatte man bereits uns Kunden suggeriert, mit der CD ein Medium zu haben, was "Masterband Qualität" hat...aber es bedurfte wohl 40 Jahre, bis man uns wirklich den Sound liefern konnte, wie er damals aufgenommen wurde!?

Vielleicht werde ich auch einmal technische Hilfe wie Software ausprobieren um die Dynamik usw. zu testen/prüfen, das beste Prüfgerät ist aber immer noch das menschliche Ohr. Und wer die Unterschiede nicht hört, hat möglicherweise eine eher unterdurchschnittliche Stereo-Anlage. Meine Canton Boxen und der NAD Verstärker liefern auf jeden Fall eine unglaubliche Feinzeichnung in den Höhen und einen knochentrockenen Sound, der nie wummerig und verwaschen wirkt und trotzdem Druck und Dampf hat! Diese neue Edition ist ein solcher Hörgenuss - ich kann es nur empfehlen. Und obendrein ist das meines Erachtens sowieso die beste Supertramp Platte, müsste ich morgen auf eine einsame Insel, ich hätte diese Doppel CD ganz sicherlich im Koffer :-)

Und weil es noch nicht genug ist an Freude, die Edition beinhaltet auch noch eine super, bisher nicht veröffentlichte, Live Aufnahme von 1975 - schon musikalisch besser als das Paris Konzert (nach meinem Geschmack). Ein Ohrenschmaus allererster Güte. Natürlich kann die Liveaufnahme klanglich nicht ganz mithalten, trotzdem klingt auch sie sehr gut. Ich bin so froh, dass dieser Ray Staff nicht an den Kompressionsreglern gedreht hat und diesem Loudness-Wahn von heute nachgekommen ist - so kann auch Rockmusik klingen - oder soll ich sagen, sie war früher eben doch besser?

Persönliche Anmerkung: Zu toppen ist diese CD-Edition nur noch durch die Erinnerung an ein geniales Live Konzert von Supertramp - damals in Mannheim bereits ohne Roger - bei Crime Of The Century zum Ende des Konzertes flatterte mein Hemd...solche Lautstärken sollte man sich aber nicht zu oft zumuten, sonst hat man sein Gehör im fortgeschrittenen Alter ruiniert. Und kommt nicht mehr in den Genuss dieser tollen Konserve! Diese Edition ist jeden Cent wert! Muss ich erwähnen, wieviele Sterne ich vergebe würde? Eigentlich 6 Sterne!
Einzig dieses Klappcover aus Pappe bietet etwas Anlass zur Kritik. Sowas nutzt sich schnell ab - aber man wird diese Ausgabe eh wie ein rohes Ei behandeln. Denn sie ist es absolut wert.
11 Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2008
Als schwerster Supertramp-Fan habe ich mir die remasterte "Crime of the century" auf heavy vinyl kommen lassen. Ausgepackt, gewaschen und rauf aufs Laufwerk. Sie hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck bei mir:
Fertigungstiefe der LP sehr gut!
Der Klang ist sehr, sehr feinsinnig, doch leider fehlt die gnadenlose Bassattacke der Originalpressung (ich habe beide). In der Feinauflösung setzt diese Pressung Maßstäbe, doch das Bassfundament schwächelt, schade!
Trotzdem alles in allem ein gutes Backup für Fans!
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden