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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen62
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am 2. September 2006
Was Herr Manson hier abliefert ist Mainstream und irgendwie doch ganz anders.

Was mich betrifft, so ist es sogar das einzige Album von Herrn Manson das mir, bis auf "Spade", komplett gefällt.

Es wird gerockt ohne Ende und meiner Meinung nach ist Tim Skold das genaue Gegenteil von einer Fehlbesetzung.

Für Fans der alten Alben ist The Golden Age Of Grotesque mit Sicherheit gewöhnungsbedürftig, allerdings ist es das perfekte Einstiegsalbum für alle die sich gerne mal mit Mansons Musik auseinandersetzen würden.

Man darf hier nichts außergewöhnliches erwarten, musikalisch wie auch textlich, TGAOG ist ein Album das in erster Linie Spaß bringen soll, und dazu ist es allemal im Stande.
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am 25. September 2007
"The Golden Age Of Grotesque" ist vorallem unter dem Gesichtspunkt spannend, dass Brian Warner dieses Mal ohne die Unterstützung von Twiggy Ramirez auskommen musste, der in der Vergangenheit für den einen oder anderen Manson-Klassiker verantwortlich war.Komplett verschwunden sind jetzt die Ausflüge in Glamrock-Gefilde, wie sie noch auf "Mechanical Animals" zu hören waren. Nach einem kurzen düsteren Intro gibt's dafür eins auf die Löffel. Kompromisslos rocken die Kollegen nach vorne los und präsentieren Marilyn Manson noch rotziger als auf "Holy Wood". Zwar reicht das Aggressionspotential nicht an das legendäre "Antichrist Superstar" heran, aber das erste Drittel der Scheibe knallt in bester Manson-Manier durch die Boxen."Doll-Dagga Buzz-Buzz Ziggety-Zag" finde ich persönlich überhaupt nicht gut und ist ein total Manson-Untypischer Song, der für mich mehr nach rockigem Jazz klingt.Nach diesem etwas im Tempo eingebremsten Song teilt Manson aber sogleich wieder regelrechte Kopfnüsse aus. "(s)AINT", welcher Song wohl den absoluten Höhepunkt des Albums darstellt, und "Ka-Boom Ka-Boom" geraten wieder brachialer und härter.Speziell letzteres macht seinem Namen alle Ehre.Aber fast alle Lieder dieser CD haben das Prädikat "repeattauglich" verdient, und bei ganzen 16 Liedern ist das ja schon ziemlich beeindruckend. Die Lieder fallen vorallem meist durch ihre guten Texte auf (Ka-boom Ka-boom).Für manche Leute mögen gerade diese Texte total sinnlos und dumm wirken, aber für uns Manson-Fans macht gerade die Sinnlosigkeit manchmal die Genialität der Texte aus.Vom typischen Manson-Flair ist zwar nicht mehr ŽsoŽ viel zu spüren, aber dass macht mir jetzt persönlich nichts aus.Auch hat Mr. Warner seinen Gesangsstil verändert, schreit, flüstert oder positiv gemeint ŽleiertŽ seinen Text runter als hätte er selbst nie größeren Spass daran gehabt, eine Platte aufzunehmen.In der Tat, denn Marilyn hatte in seinen letzten Interviews immer aufs Neue betont, auf dieser Platte habe er genau das erreicht was ihm vorher niemals gelungen war und es wäre die beste Platte bis dato. Vorallem die Glanzstücke der CD "(s)AINT", "Mobscene", "This is the new shit", die Ballade (kaum zu glauben, aber wahr) "Spade", "Slutgarden", "The Bright Young Things" und das wirklich sehr gut gelungene "The golden age of grotesque" das mit einem sehr simplen Rhythmus auffällt, welcher aber sofort zum mitwippen animiert, sind den Kauf der "Golden Age of Grotesque" absolut wert.Auch der letzte Song der Platte, der Bonus-Track und Coversong "Tainted Love" ist ganz gut gelungen, verliert allerdings nach 5-10 maligem Hören ein bischen an Reiz.kurz gesagt: Mit ihrem Werk von 2003 haben Manson mal wieder einen Klassiker geschaffen, den aber viele Fans (Vorallem die der "Antichrist Superstar") nicht so sehr mögen, da die Gitarre nicht mehr so im Vordergrund steht, und viel viel mehr Wert auf Keyboard und Synthesizer gelegt wird.Mir persönlich gefällt dies gut und ich will auch trotzdem jedem Fan diese Platte wärmstens empfehlen, aber zum Einstieg ist sie garantiert nicht so gut geeignet.Da rate ich doch zur "Mechanical Animals" oder noch besser zur "Lest We Forget"!Auch wenn Twiggy Ramirez weg ist, gehen die Songs und die ŽMelodienŽ dennoch schnell ins Ohr und haben einen hohen Wiedererkennungswert.Songschreiberisch sind sie auch nicht mehr so wie früher, aber dennoch gut. Für mich ist "The Golden Age of grotesque" nach "Antichrist Superstar" und "Holy Wood" die 3.-beste Platte die manson bis heute produziert haben, und ich hohle sie immernoch gerne raus und höre sie mir dann mal wieder an.Also: Kaufen und hören, aber garantieren kann ich diesmal leider nichts, sondern nur sagen wie sie mir gefällt, doch bei dem Preis ist sie den Kauf wohl wert.
5/5 Sterne
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am 30. Juni 2003
Man kann zu Marilyn Manson stehen wie man will, aber eines muss man ihm lassen : Er ist ziemlich originell und innovativ.
Bei seinen Alben überlässt er nichts dem Zufall, sogar die Schreibweise der Titel auf der CD ist wohlüberlegt. Und er liess Gottfried Helnwein das Cover designen.
Aber Kunst hin oder her, was die Musik betrifft würde ich sagen : Diese CD ist ein brachiales Monument, einfach grandios, düster und dunkel.
In dem perfekt produzierten Album entdeckt Marilyn Manson auf seine alten Tage hin die Musikalität und seine Experimentierfreudigkeit : Dort ein Funkbass, dann ein elektronisches Surren, und dann die besonders geschickt eingesetzten Breaks. Vor allem die schnelleren Songs haben so sehr viel Power, "mOBSCENE" mit seinem originellen Video und dem Mädchenchor gefällt mir besonders. Gleich ist es mit "This is the new s**t : Fängt zuerst eher ruhig an, bis nach ca. 50 Sekunden der volle Power startet.
Weitere Highlights und Beispiele für perfekten Rock sind das harte "Use your Fist and not your mouth" oder das mit Klaviergeklimper startende ""Vodevil", das nach kurzer Zeit zum vollen Industrial - Rocker ausartet.
Marilyn Mansons Stimme trägt dazu bei, das sich der Sound der CD eher schwer mit anderen Bands vergleichen lässt. Seine Stimme klinkt oft mehr nach Gekrächze oder Gefauche als nach Gesang und die Texte sind oft bitterböse, aber die Songs sind Rock pur, mit perfekter Gitarrentechnik, harten Drums und perfektem Rhythmus.
Trotzdem muss ich bei manchen Songs einfach schmunzeln weil ich sie so originell finde, vermutlich sind diese auch nicht so ernst gemeint wie Ka-Boom Ka-Boom oder Doll Dagga Buzz-Buzz Ziggety.
Früher war mir Marilyn Manson an sich unsympatisch und so mochte ich auch seine Musik nicht. Aber seit der letzten CD, die mir vor allem durch die tollen Singles aufgefallen ist ("The Fight Song" oder "Disposable Teens" bläst dich einfach weg) höre ich nur noch auf die Musik und lass das drumherum weg. Und so muss ich sagen, das "The golden age of grotesque" eines der besten Rock Alben dieses Jahres ist. Somit kann man sie durchaus zum Kauf empfehlen.
Interessanterweise schaffte es die CD in den Billboard Charts gleich auf Platz 1 (zwar nur für eine Woche), obwohl die Vorgänger - CD nicht mal 500.000 Stück in den USA verkaufen konnte. Aber zugleich war es eine der am schlechtesten verkauften Nr.1 CD's in der Billboard - Geschichte (nur 110.000 Stück in der ersten Woche, reicht manchmal nicht mal für Platz 5, mit etwas Glück aber in der richtigen Woche veröffentlicht).
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am 30. Juli 2006
Zugegeben, in Warners Reise in die Vergangenheit der 20er liegt zunächst nichts Neues - man muß also schon genau hinhören um zumindest die ästhetischen Momente zu erkennen, die in den Texten liegen. Diese ergeben mit stilistisch "althergebrachten Inhalten" eben diejenige explosive Mischung, welche sich auf der musikalischen Ebene nochmals ereignet: indem etwa folkloristisch anmutende "Jahrmarktelemente" usw. mit dem zeitgenössischen Hardrock gewissermaßen "kurzgeschlossen" werden. Das Album ist insgesamt also eine Runde, gut durchorganisierte Sache, nicht zuletzt durch Warners "Zugabe": daß ja alles Neue irgendwann immer schonmal dagewesen sei. Das ist wahr. Dennoch ein angenehmes Album, das durchweg gut gemacht ist, also in keiner Weise ein Fehlkauf sein kann. Wer allerdings Höchstpunkte wie "Antichrist" erwartet, der sollte vielleicht doch lieber auf ein neues Album von Warner & Co. warten. Ich für meinen Teil höre dieses grotesk schön gemachte Album jedenfalls immer wieder gerne, auch "nebenher".
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HALL OF FAMEam 20. Juni 2003
Nach dem für seine Verhältnisse kommerziellen Flop von "Holy Wood" orientiert sich der theatralische Schockrocker aus den USA kompromisslos an seiner harten, brachialen Gangart früherer Alben wie "Antichrist Superstar". Gestylt von dem Wiener Künstler Gottfried Helnwein, aber ohne seinen langjährigen Begleiter Twiggy Ramirez rockt er im ersten Drittel des Albums rotzig (besserer Begriff fällt mir dazu nicht ein) daher.
Und die Inspiration dazu hat er aus dem Vaudeville-Theater der 30er Jahre, die er im Titeltrack anklingen läßt und verbal wunderbar ausschmückt. Breitwand-Gitarren auf "(S)aint" oder "Ka-Boom Ka-Boom" oder seine mittlerweile bekannten Stakkato-Riffs wie bei "Doll-Dagga Buzz Buzz" sind Ausdruck seines ungebremsten Ausdruckswillens, der auch vor einigen Selbstzitaten nicht Halt macht. Doch solange er sich auf einem solch hohen Niveau zitiert - kein Problem. Das gleiche gilt für sein Songwriting, das nichts Neues liefert, aber konstant gut ist. Dafür ist die Produktion mit ihren liebevollen Details, den kleinen Loops und Samples absolut auf der Höhe der Zeit.
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am 21. Juni 2003
Über zwei Jahre lang musste man sich bezüglich dieser Platte gedulden. Niemand wusste so recht, worauf er sich einzustellen hatte. Die Trilogie war beendet, Manson kündigte etwas vollkommen anderes an. Er machte die Öffentlichkeit neugierig und gleichzeitig etwas konfus, indem er behauptete, von dem Berliner Kabarett der 30er Jahre, kombiniert mit der Weimarer Republik und der Dekadenz der Kunstszene, inspiriert worden zu sein. Was soll man sich darunter bloß vorstellen? Zumindest ahnt man, dass Manson offensichtlich andere musikalische Wege einschlägt. Und diese sind schräger denn je...
Dies ist höchstwahrscheinlich dem neuen Bassisten Tim Skold zu verdanken, der vorher bei KMFDM tätig war und nun Twiggy Ramirez ersetzt. Ob man durch den Wechsel den sowohl musikalischen, als auch lyrischen Wandel der Band begründen kann, bleibt fragwürdig, doch eines steht fest: wo früher Themen wie Politik, Religion und Antiamerikanismus dominierten, findet man jetzt eine ganze Menge Sex, Gewalt, Vaudeville und Kabarett, gepaart mit teils deutschen (!) Begriffen. Betrachtet man dann die Titel der Songs, so könnte man meinen, Manson sei während der Arbeiten an dieser Platte mit Drogen zugepumpt gewesen. „Doll-Dagga Buzz-Buzz Ziggety-Zag", „Ka-Boom Ka-Boom" oder „Vodevil" klingen dann doch ein wenig debil und nachdem man gesehen hat, wie Manson sich für Promotionzwecke mit Mickey Mouse- Ohren ablichten lässt, hat man dann doch Bedenken, was den geistigen Zustand des Mr. Manson anbelangt.
Doch spätestens nach dem ersten Durchlauf stellt man fest, dass die Band seinen Hörern etwas völlig Neues bieten, etwas Schräges, was einem sofort ins Ohr geht. Es scheint, als wäre viel frischer Wind in die Musik gelangt, so findet man ein unbeschreiblich abwechslungsreiches Repertoire an diversesten Songs vor. So klingt „s(AINT)" z.B. supersexy, melodisch und ist mit einem gängigem Groove ausgestattet; „Para-noir" könnte man als regelrechte „Sex-Hymne" bezeichnen, denn nicht umsonst aspirieren mehrere Frauen ins Mikro, um Gründe dafür zu nennen, warum sie mit Herr Manson das ein oder andere Techtelmechtel im Bett nicht ablehnen würden; oder aber der grandiose Titeltrack auf der Platte, „The Golden Age Of Grotesque", welcher so abgefahren verzerrt und schräg klingt, dass es gleichzeitig wieder genial ist. Dieser Track entsprich auch am ehesten dem Vaudeville-Flair, den Manson aufbauen wollte. Gleichzeitig findet Manson aber auch zu alter Härte zurück, dafür sorgen rotzfrech-rockig-laute Songs wie „This Is The New S***", „Use Your Fist And Not Your Mouth" oder „The Bright Young Things". Also bietet Marilyn Manson auch hier wieder eine breite Palette an musikalischen Feinheiten und viel Abwechslung.
Aber auch Kritik bleibt nicht aus. Zuallererst die Tatsache, dass Kassenknüller „Tainted Love" auf der Platte vorzufinden ist. Dieser Titel ist mehr als fehl am Platz auf dieser Platte, er zerstört schon fast den Gesamteindruck. Geldmacherei? Vielleicht, denn „Tainted Love" passt thematisch so gut wie gar nicht zum „goldenen Zeitalter der Groteske" und ist somit überflüssig. Nach dem Outro sollte die Platte beendet sein, doch sie ist es nicht. Ein großer Fehler Mansons, mit dem er viele seiner Fans verärgern wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass kein einziger ruhiger, melancholischer Track auf der Platte vorzufinden ist, so wie „Coma Black" oder „The Speed Of Pain" bei den Vorgängern. „Spade" ist hier der leiseste Song, auch wenn man ihn nicht wirklich als Ballade einstufen kann.
Abschließend muss ich leider sagen, dass „The Golden Age Of Grotesque" keinesfalls das beste Manson-Album ist. Die Band hat mit der phantastischen Trilogie einen Maßstab gesetzt, die sie mit dieser Platte leider nicht übertreffen konnte. Es ist sicherlich auch diesmal ein wunderbares Album geworden, für das sich auch hier sein Geld zu investieren lohnt, doch Manson hat einfach mehr drauf, als er hier zeigt. Trotzdem ist „The Golden Age Of Grotesque" ein hervorragendes Rock-Spektakel, ein wunderbares Gesamtkunstwerk, welches wieder ein großes Publikum zu überzeugen wissen wird. Zwar haben Marilyn Manson schon besseres vorgelegt, aber auch dieser groteske Schachzug ist trotz diverser Schwächen wärmstens zu empfehlen.
Anspieltipps: „The Golden Age Of Grotesque ", „ s(AINT)", „Slutgarden"
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am 30. Juni 2012
oder nicht. Und wie immer liegt es im Ohr des Hörers was gefällt oder nicht. Ich finde die CD ist ein solider Beweis das Mr.Manson noch immer versteht zu rocken,....... und auch sein Sarkasmus trifft. Allerdings schleicht sich für meinen Geschmack doch ein wenig Mainstream ein, mir fehlt ein wenig die Provokation und der Kommerz klopft auch ganz leise an die CD Rille (Keine Angst, so schlimm das man ihn bald im Alltagsradio hören kann ist es nicht).
Vielleicht liegt es aber auch daran das auch an Herrn Manson der Zahn der Zeit nagt und auch er nicht die Gefühlwelt eines 20 jährigen aufrecht erhalten kann, die er dann schreiend und kreischend seinem Publikum mitteilt. Wie dem auch sei:Ich muss ihm zu Gute halten, das sein Stil wie immer einzigartig ist, die CD ist trotz Allem gut gelungen, und den einen oder anderen Überraschungseffekt gibt es ja doch. Deshalb: 5 Punkte!
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am 31. Dezember 2013
Für meinen Geschmack ist dieses das Beste was Marilyn Manson je abgeliefert hat. Er hatte sich ja auch genügend Zeit für diese Platte gelassen. Erst dachte ich : "Holy Wood wird er nicht nochmal toppen können" aber ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn es unter den Hardcore Fans von Mr.Manson umstritten ist, ich glaube der damalige Austritt von Twiggy Ramirez tat der Weiterentwicklung der Texte und des Sounds der Band, ganz gut. Das spürt man ganz deutlich. Tim Skold orientierte den Sound als Co-Produzent neu und ich finde, das hat er gut gemacht. Persönliche Favoriten: "Mobscene" , "Saint" , "Slutgarden".
Das Album ist auch für die Leute empfehlenswert, die nicht unbedingt Manson Fans sind, sich aber ein Bild von seiner Musik machen wollen.
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am 11. April 2016
Für viele Fans markiert TGAoG den kommerziellen Abbruch von Marilyn Manson - ich kann mich dem nicht so recht anschliessen: Das ist doch wirklich Supermusik. Durchdachte Songstrukturen, ein Mann bei Stimme, Kracherrefrains - was kann man denn mehr verlangen? Allein, dass sich der Künstler auf diesem Album mit der textlichen Sozialkritik etwas zurückhält (und eher eine künstlerische Antwort auf die Weimarer Republik abliefert) kann man als Bruch mit der Tradition verstehen.

Für mich ist TGAoG nicht nur ein hervorragend gelungenes Album, bei dem wirklich jeder Song sofort zündet (was nun wirklich nicht oft passiert) es ist auch im Rückblick aus dem Jahre 2016 das letzte Album bei dem Brian Warner noch bei der Sache war, etwas zu sagen hatte, und ihm etwas daran lag, eine gute Scheibe auf den Markt zu bringen.
Wer hier immer noch von Kommerzialisierung reden will, der soll sich bitte mal die darauffolgenden Alben, Auftritte und Interviews ansehen, in denen ein müder, aufgeschwemmter Mittvierziger lustlos und zugedröhnt über die Bühne torkelt, bedrohliches Zeug in diverse Mikrophone labert und im ganzen schon seit fast zehn Jahren seiner Fanbasis gewissermaßen den Mittelfinger unter die Nase hält, solange sie nur Alben und Tickets kaufen und damit eine nahtlose Verlängerung seines Vollrausches finanzieren.
In einem Interview aus dem Jahre 2015 bekannte der Künstler, das er mit Vorliebe Austern im Hotel Chauteau Marmont schlürft, die er mit einem goldenen Messer zu öffnen pflegt - ein besseres Beispiel für den Abstieg eines ehemaligen Schockrockers könnte man sich nicht mal ausdenken. TGAoG wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Abgesang - ein kraftvolles, hungriges Rockalbum, bei man (zum letzten Mal) das Gefühl hat, einer wirklich besonderen und talentierten Band zuzuhören.
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am 22. Oktober 2014
Von allen Manson-Alben ist dieses m.E. das härteste. Die Beats sind hart und heftig, der Sound thrashig.
Obwohl Manson brüllt wie noch nie ist die Scheibe eingängiger als seine bisherigen Hasstiraden. Die Melodien sind einprägsam, der Rhythmus durchgängiger - und trotz allem stellt "Golden Age" die Ultimative Härte dar und behandelt ein weit gestreutes Themenspektrum von Sex über Drogen zu Gewalt und vergangenen Regimen, an die man sich ungern erinnert!

Mit seinem Vorgänger "Holy Wood" ist dieses Album mein liebstes von unserem unchristlichen Superstar.
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