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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach vorne gerichtete Rückschau
Beschäftigt man sich eingehender mit "Memory Almost Full" wird mehr als deutlich, dass das Album nichts mit "zuckrigem Gesülze" zu tun hat. Im Gegenteil: Vielseitig wie kaum eine McCartney-Veröffentlichung davor und garniert mit immer wieder überraschenden Wendungen. Auch McCartneys Bassspiel feiert hier eine beeindruckende Auferstehung. Während...
Veröffentlicht am 3. Juni 2007 von Ansgar Bellersen

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja?!
Vielleicht bin ich nicht Experte genug, und ich kenne die meisten anderen Soloalben von Paul M. nicht, aber meine Bewertung fällt etwas anders aus als die der anderen Rezensenten.
Beatles-Fan bin ich, und habe verschiedene Scheiben von Ringo und Lennon und Harrison aus der Nach-Beatles-Zeit. Durch die guten Rezensionen hier angeregt habe ich mir jetzt diese CD...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von WM


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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach vorne gerichtete Rückschau, 3. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beschäftigt man sich eingehender mit "Memory Almost Full" wird mehr als deutlich, dass das Album nichts mit "zuckrigem Gesülze" zu tun hat. Im Gegenteil: Vielseitig wie kaum eine McCartney-Veröffentlichung davor und garniert mit immer wieder überraschenden Wendungen. Auch McCartneys Bassspiel feiert hier eine beeindruckende Auferstehung. Während John Lennon für persönliche Texte prädestiniert war und Paul McCartney eher allgemein und fiktiv textete, hatte sich bereits auf dem Vorgänger "Chaos And Creation In The Backyard" angedeutet, dass McCartney eine gewisse Altersweisheit erreicht hat. Erstmals (mit Ausnahme des Lennon-Tributsongs "Here Today", TUG OF WAR (1982)) zeigt sich auch McCartney introspektiv. Ohne falsche Sentimentalität blickt er auf sein einzigartiges Leben zurück (das rock'n'rollende "That Was Me") oder wagt sogar ein Blick auf sein Lebensende ("End Of The End"). An anderer Stelle geben McCartney Songs Rätsel auf, so z.B. beim düsteren "House Of Wax" und dem komplex arrangierten "Mr. Bellamy".

Viele Songs lassen Assoziationen zu, die den Hörer in unterschiedlichste Phasen der Karriere des Ex-Beatles schicken. Besonders die Wings klingen nicht selten durch, beispielweise bei den Harmonien von "See Your Sunshine" (vgl. "Daytime Nighttime Suffering" oder "Wonderful Christmastime") oder dem rockigen Album-Highlight "Only Mama Knows" (vgl. "Helen Wheels" oder "Junior's Farm"). Stellenweise lässt Paul McCartney auch sein Händchen für einfach gestrickte, aber unwiderstehliche Ohrwürmer aufblitzen ("Dance Tonight", "Ever Present Past"). Ob er dabei wirklich beabsichtigt, wieder ganz vorne in den Charts zu landen, ist wahrscheinlich sekundär. Wie der in zweieinhalb Wochen 65-jährige heute Musik macht lässt, kein Zweifel daran, dass er immer noch ungeheueren kreativen Antrieb hat und Spaß am Musizieren hat. Melodien schüttelt er nach wie vor locker aus dem Ärmel - die aber selbstverständlich an seine Beatles-Standards kaum herankommen. Dafür fehlen schlicht und einfach seine ehemaligen Bandkollegen. Das ist sozusagen ein Naturgesetz und trifft auch auf die Solowerke von Lennon und Harrison zu. Ähm, ja, und auch auf Ringo ;-)

Lediglich an McCartney Stimme hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen. In den mittleren Lagen und bei der Mehrheit der rockigen Songs weiß er immer noch zu überzeugen, doch die ganz hohen Töne bereiten merklich Schwierigkeiten. Besonders auffällig wird das bei "You Tell Me". Dem prinzipiell schönen Titel hätte es sicher gut getan, wenn Paul McCartney ihn eine Oktave tiefer gesungen hätte.

Doch das schmälert den Gesamteindruck dieses frischen, kantigen und unbekümmerten Albums kaum. "Memory Almost Full" mag sich nicht auf Anhieb erschließen. Doch hat das Album ein paar Runden gedreht, stellt man fest: Es macht fröhlich, nachdenklich, sentimental, es rockt, versetzt ein ums andere Mal ins Staunen - kurz: es macht Spaß. Und süchtig.

Anspieltipps:
Only Mama Knows, Mr. Bellamy, House Of Wax

Wertung: 4 Sterne, die am fünften kratzen.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes McCartney Album, 12. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Audio CD)
Die Platte toppt meines Erachtens das vielgelobte Vorgänger-Album, weil es abwechslungsreicher und lockerer klingt. Manches ist vielleicht ein bißchen Geschmacksache, die Texte sind mitunter nahe an gaga, aber der Reiz der besten McCartney-Platten ist, dass sich Paul McCartney so anhört als musiziere er zur eigenen Erbauung und probiere mal dieses, mal jenes aus, schüttle dabei ab und zu ein Ass aus dem Ärmel und lächle über mißglückte Experimente, die dann noch als sympathische Verrücktheiten durchgehen. Wo Chaos auf altersweise machte und alles sauber "durchkomponiert" schien, darf hier auch mal wieder was vermeintlich daneben gehen und unbedeutend klingen - da blitzt aber eher der burschikose Spaß auf, der u.a. die Beatles so groß und zeitlos machte.

Eine Art von "Abrechnung" mit Heather scheint mir in "Grateful" zu stecken, denn der Gesang beißt sich für mich doch etwas mit dem Text - na ja, auf jeden Fall hört sichs besser an, als würde er ihr Gemeinheiten hinterherrufen oder aber in Selbstmitleid zerfließen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder Song ist einen Stern wert !!!, 20. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn der Speicherplatz wirklich fast voll ist, dann sollte Paul McCartney dringendst einige wirklich unwichtige Dinge (falls es diese denn überhaupt geben sollte) aus seinem Leben löschen, denn seine Fans geben sich nicht mit einem begrenzten Datenspeicherplatz zufrieden!!!

"Memory almost full" ist mal wieder genial, so wie auch die letzten beiden Alben "Chaos and Creation in the Backyard" und "Driving Rain": Die Songs sind nicht sofort eingängig (mal abgesehen von "Dance Tonight" und "Nod Your Head"), es ist keine Kaufhaus-Berieselungs-Musik. - Das ist das, was Pauls Musik auch heute noch so besonders macht .
So genial "Chaos and Creation..." auch ist: Bei "Memory almost full" (MAF) macht es sich bemerkbar, dass der Produzent (Kahne) hier nicht so sehr eingegriffen hat wie Godrich beim vorherigen Album. Denn "MAF" ist wieder eher "Paul-ursprünglich"; auch seine Band (Laboriel, Wickens, Anderson, Ray) kommt bei einigen Songs musikalisch (instrumental wie gesanglich) zum Einsatz.
So schließt "MAF" stilmäßig dann auch an "Driving Rain" an - zumindest einige Songs passen in diese Riege. Das ist auch kein Wunder, da Paul ja schon lange vor "Chaos and Creation..." begonnen hatte, an dem aktuellen Album so arbeiten.
"MAF" ist eine bunte Mischung, die absolut lohnenswert ist! Aber, wie schon erwähnt: Nicht nach dem ersten, jedoch spätestens nach dem dritten Hören stellt sich diese Sucht ein - die Songs lassen einen nicht mehr los!

* Dance Tonight:
Ein leichter Song, der Laune macht. Das und nichts anderes hat Paul hier gewollt: kein Tiefgang, keine zu interpretierenden Texte. Einfach nur: schön!
(Genial dazu übrigens auch der Video-Clip, den man sich im Internet ansehen kann. Neben Paul spielen hier die bekannte Natalie Portman (Geist) und Mackenzie Crook (Postbote) mit. Regie führte der erfolgreiche Michel Gondry).

* Ever present Past:
Paul schwelgt in Kindheitserinnerungen (das hat er in früheren Songs schon gerne gemacht) - auch hier mit einer Leichtigkeit, die man ihm ohne Zweifel abkauft.

* See your Sunshine:
"Driving Rain"-like!

* Only Mama Knows:
Der Beginn und das Ende dieses Songs könnten die Filmmusik sein zu einem typisch englischen Film: Man erinnert sich spontan an English Tea" aus Chaos and Creation..." und denkt dabei an Rosenhecken oder an ein geblümtes Tee-Service.
Aber....zwischen dieser Einleitung und dem Ende....geht die Post ab! Sehr rockig, so, wie man Paul auch aus einigen Beatles-Stücken kennt!

* You Tell Me:
Paul zählt den Song an ("...a one, two, three..."), als sei er gerade erst aus dem Bett gefallen oder hätte eben erst einen Joint geraucht: So ist auch der gesamte Song etwas verträumt und melancholisch.
Die Aufregung Mancher über den technisch gesehen nicht mehr ganz astreinen Höhengesang ist unberechtigt: Paul ist 65! Und er hat noch nie einen Hehl aus seinem Alter gemacht, also gehört auch seine Stimme dazu! Fans wissen diesen überaus schönen Song aber - gerade deshalb - zu schätzen! Auch You Tell Me" ist Driving Rain"-like.

* Mr Bellamy:
Jagdhörner zu Beginn!!! (Paul ist Vegetarier!) Schon allein an dieser Einleitung erkennt man: Dieser Song ist voller Ironie! So lässt sich Paul - Stimmen imitierend - wie schon zu Beatles-Zeiten (Eleanor Rigby", Doktor Robert") über eine fiktive Person aus. Super!!!

* Gratitude:
Auch dieser Song strotzt nur so vor Ironie!!! Schon allein der Background-Gesang der Band hätte - statt immer wieder das Wort Gratitude" - auch Schubiduab" beinhalten können. I want to show my gratitude, gratitude..." Man will es Paul eigentlich nicht so richtig glauben - und muss es auch nicht: Auf seine sehr höfliche Art gibt er mit unverkennbarem Augenzwinkern zu erkennen: Ich habe (für die letzten Monate) nicht zu danken..."

* Vintage Clothes:
Als opener of the group of songs" hat Paul dieses Lied selbst vorgestellt und meint damit den Zusammenhang zwischen Vintage Clothes" und den folgenden drei Songs. Sie sind als eine Art Quatrologie" zu betrachten, handeln alle von vergangenen Zeiten.
In Vintage Clothes" bekennt sich Paul zu altmodischer Kleidung, die er immer noch gerne trägt, zum Beispiel ein Jackett (wie) aus Beatles-Zeiten in seinem Video-Clip für Dance Tonight" (s.o.).

* That was me:
Es ist ein wenig so, als würde Paul selbst neben sich stehen und sagen "Das war ich!" oder als würde er einen Film über seine eigene Kinder- und Jugendzeit kommentieren.
Paul fühlt sich Liverpool immer noch sehr verbunden - er hat nie vergessen, wo er herkommt: aus einer Arbeiterstadt! Das macht ihn als Menschen so sympathisch!

* Feet in the Clouds:
Eine kleine, kurze Abrechnung mit seinen Lehrern (wie Paul es auch früher schon mal gerne getan hat) - aber höflich!

* House of Wax:
Auch ein Song, der - wie You Tell Me" und See Your Sunshine" von seiner Struktur her auf das Driving Rain"-Album passen könnte.

* The End of the End:
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Paul mit seinem eigenen Tod auseinandersetzt; man denke an Friends to Go" auf Chaos and Creation...". Textlich also schwer", aber mit pfeifender Leichtigkeit vorgetragen, eben typisch Paul. It`s a start of a journey to a much better place...": Uns Fans sollten Zeilen wie diese nicht beunruhigen, denn schließlich hat Paul ja selbst schon verlautbaren lassen, dass man ihn wohl mit 90 noch im Rollstuhl auf die Bühne schieben muss, damit er "Yesterday" singen kann...

* Nod Your Head:
Einige Sekunden Pause zu dem vorherigen Song, aber dann kommt`s:
"Noch lebe ich....!!!" will uns dieser Song vermitteln und reißt seine Hörer regelrecht aus der Nachdenklichkeit heraus. Wieder Paul-typisch" und nicht so ganz ernst zu nehmen: Allein die Vorstellung, dass bei einem Live-Auftritt all seine Fans auf die Zeile If you really love me, Baby...." kräftig im Takt mit dem Kopf nicken, löst bei Paul sehr wahrscheinlich schon ein Grinsen aus.
(Witzig übrigens auch der dazugehörige Clip, den man sich im Internet ansehen kann).

Die so genannten Bonus-tracks (* In Private": ausschließlich instrumental!; * Why So Blue"; * 222") eignen sich nicht lediglich als Bonus-Material", sondern können durchaus mit den anderen Songs mithalten.
Im audio commentary" gibt Paul selbst einen Einblick in die Entstehung der Songs.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer, Hammer, Hammer gut !!!!, 6. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Audio CD)
Ahnungslos wollte ich eine neue, wahrscheinlich etwas seichte neue CD von Sir Paul abspielen, eine der vielen Cds von den alten Recken die mal wieder was gemacht haben, doch was dann kam war total unerwartet. Ich klebte buchstäblich die ganze CD an meinem Sessel und war am ---hören--- wie lange nicht mehr, total begeistert und gepackt von der Magie und Kraft die in der CD steckt schwelgte ich Bildern des London ende der Sechziger. Die Musik ist so gekonnt komponiert so verschachtelt mit dem Text fliessend einhergehend, das klingt alles so stark nach den Beatles, dass ich vermute dass das Teil im Musikmarkt richtig abräumen wird. Keine Sekunde gewollte Phrasen, alles Mittendrin und echt, kein Wohlstandswiederholungsgedudel eines vermögenden Altpopstars sondern absolut vital, atmend,poetisch, tief und an allen Ecken und Kanten überraschend. Mein anspieltipp----Vintage Clothes---dort peppert psychedelisch der seargent so richtig mit Nickelbrille, Streifenhose pink, Indigofummel am Hals, Schattenschlapphut über Spinett mit Mellotrongroovepinkacidflute. Kurz und gut: Volltreffer für Paule.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen McCartney ist so gut wie immer und eine Spur besser!, 11. Juni 2007
Memory Almost Full ist ein beeindruckend schönes, zeitloses McCartney-Album, dass sowohl für Einsteiger, als auch für die alten Hasen unter den McCartney-Fans sehr viel zum Entdecken bereithält.

Wie schon von einigen erwähnt wurde, kann man sich wirklich nicht satthören an den Songs. Einmal gehört, hat man glaube ich noch nicht ganz durchschaut, was Paul einem da auftischt. Wie auffalend hochauflösende Digitalfotos, so ist die Musik auf dem Album sehr detailliert, so dass man (fast) jeden Song immer und immer wieder hören kann, ohne das "Repeat" überhaupt zu bemerken...

Wirkt es beim ersten Mal vielleicht stellenweise schon fast an kleinen Backgroundelementen überladen, so wünscht man sich nach einiger Zeit das jeder einzelne Track noch ein paar Minütchen hinten dran gehängt bekäme...

Allerdings MUSS man dieses Album zumindest zum Kennenlernen "intensiv" hören (über gute Kopfhörer oder laut über eine gute Anlage - Tipp: Auf langen einsamen Autofahrten)

Dafür würde ich mich gerne persönlich bei Sir McCartney bedanken...

Wenn Dir "Driving Rain" - "Flowers In The Dirt" und "Chaos And Creation In The Backyard" gefallen haben, kauf es!

(Ich würde sagen es hört sich an, wie eine Mischung aus diesen Alben. Hat aber auch jede Menge neuen, eigenen Charakter)

Favouriten:

Mr.Ballamy

That Was Me

House Of Wax
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine generöse Geste des Erinnerns, ..., 3. Juni 2007
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
... und dabei ein nahezu überraschungsfreies Alterswerk, könnte man meinen. Doch der Altmeister, der fleißigste und einsamste Meister der Beatles brilliert mit den Dingen, die so schön schon damals waren. Mit den Jungs von Liverpool. Mit 64 und einem eigentlich arbeitsfreien Leben kann er nicht anders, als den Stein des Beatles-Erbes immer wieder zu bewegen. Keine Worte über die nahe Heather-Vergangenheit, stattdessen Geigen von Eleanore Rigby, hartes Piano aus Martha, My Dear und die Helter Skelter Gitarre begleiten dieses schillernde und bunte Werk. See your sunshine wird zum Harrison Stück ohne Harrison und das damalige The End als endgültiges Ende der Beatles wird zum erklärten This is the End of the End.

Memory Almost Full - die beste Beatlesplatte, die die Beatles nicht gemacht haben. Pauls Frage, ob man ihn vermisst, wenn er nicht mehr ist, wird mit der auch zukünftigen Erwartung weiterer Grosstaten beantwortet.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich tolles Album!, 7. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Audio CD)
Nach dem guten, aber etwas eintönigen Vorgänger-Album "Chaos and Chreation in the Backyard" veröffentlich Paul jetzt ein vor Spielfreude nur so strotzendes und abwechslungsreiches Album, welches von Anfang an Spass bereitet. Den wenigen Kritikern sei gesagt, dass sie mit einer völlig überzogenen Erwartungshaltung an neue Veröffentlichungen von Paul herangehen. Der Mann macht seit über 45 Jahren Musik. Soll man wirklich erwarten, dass Paul nach so langer Zeit das Rad NOCH EINMAL neu erfindet? Jeder weiss, dass er in seiner Blütezeit in den 60 ern phänomenales geleistet hat. Andere Musikgrößen, die ähnlich lang im Geschäft sind (Rolling Stones, Elton John, Sting usw.), zitieren sich seit Jahren auch nur noch selbst. Von diesem Standpunkt ausgehend und der Tatsache, dass selbst auf dem so vielgelobten "Band on the Run"-Album einige Durchhänger zu hören sind,ist das neue Album wirklich überraschend gut! Schön ist, dass Paul schon seit langem nicht mehr nach Hitparaden-Plazierungen schielt und Wert darauf legt, gutes Material abzuliefern! Es gibt fast keine Ausfälle, alle Lieder sind gut, einige sorgar sehr gut (Only Mama knows, You tell me, Mr. Bellamy, That was me, Vintage Clothes). Bemerkenswert sind die teilweise sehr aufwendigen und originellen Arrengements, Pauls Bassläufe sind teilweise eine Wucht, und erfreulicherweise ist Paul auch stimmlich gut drauf.

Von daher: Kompliment für diese gelungene Album!!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Er kann es noch, 1. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Audio CD)
Die Anspieltipps:
- Mr. Bellamy
- House Of Wax
- Feet In The Clouds
- Only Mama Knows
- Gratitude
- Nod Your Head

Eine Menge guter McCartney-Songs! Und darunter einige wirklich SEHR gute McCartney-Songs! Ich persönlich fühle mich beim Hören hier und da sehr angenehm an Hits des Meisters aus den 80ern (once upon a long ago..) erinnert.

Man darf es doch ruhig einmal betonen: 45 Jahre ! sind seit den frühen Beatles-Platten vergangen! Und nach so langer Zeit zeigt Paul McCartney mit dieser CD, mit der er so ungefähr das zweite Dutzend ! seiner Post-Beatles-Studio-Alben vollmachen dürfte, dass er immer noch kann: 13 knackige (nicht zu lange), gut produzierte, bei beiläufigem Hören etwas gleichförmige, aber beim genaueren Hinhören recht abwechslungsreiche Songs sind das, und man darf der Produktion wohlwollend zu Gute halten, dass der Versuchung widerstanden wurde, das hörbar vorangeschrittene Alter der Stimme des Sängers effektvoll zu verschmalzen. Klingt ganz natürlich, möchte ich meinen.

Fazit: Diese Pop-Perle reiht sich ohne Probleme ins Oeuvre ein - kein überragendes Meisterstück, aber erst recht kein Ausfall, aber hohe Kunst Paul McCartneys, durchaus!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder Song ist einen Stern wert !!!, 20. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Ltd.Edt.) (Audio CD)
Wenn der Speicherplatz wirklich fast voll ist, dann sollte Paul McCartney dringendst einige wirklich unwichtige Dinge (falls es diese denn überhaupt geben sollte) aus seinem Leben löschen, denn seine Fans geben sich nicht mit einem begrenzten Datenspeicherplatz zufrieden!!!

"Memory almost full" ist mal wieder genial, so wie auch die letzten beiden Alben "Chaos and Creation in the Backyard" und "Driving Rain": Die Songs sind nicht sofort eingängig (mal abgesehen von "Dance Tonight" und "Nod Your Head"), es ist keine Kaufhaus-Berieselungs-Musik. - Das ist das, was Pauls Musik auch heute noch so besonders macht .
So genial "Chaos and Creation..." auch ist: Bei "Memory almost full"(MAF) macht es sich bemerkbar, dass der Produzent (Kahne) hier nicht so sehr eingegriffen hat wie Godrich beim vorherigen Album. Denn "MAF" ist wieder eher "Paul-ursprünglich"; auch seine Band (Laboriel, Wickens, Anderson, Ray) kommt bei einigen Songs musikalisch (instrumental wie gesanglich) zum Einsatz.
So schließt "MAF" stilmäßig dann auch an "Driving Rain" an - zumindest einige Songs passen in diese Riege. Das ist auch kein Wunder, da Paul ja schon lange vor "Chaos and Creation..." begonnen hatte, an dem aktuellen Album so arbeiten.
"MAF" ist eine bunte Mischung, die absolut lohnenswert ist! Aber, wie schon erwähnt: Nicht nach dem ersten, jedoch spätestens nach dem dritten Hören stellt sich diese Sucht ein - die Songs lassen einen nicht mehr los!

* Dance Tonight:
Ein leichter Song, der Laune macht. Das und nichts anderes hat Paul hier gewollt: kein Tiefgang, keine zu interpretierenden Texte. Einfach nur: schön!
(Genial dazu übrigens auch der Video-Clip, den man sich im Internet ansehen kann. Neben Paul spielen hier die bekannte Natalie Portman (Geist) und Mackenzie Crook (Postbote) mit. Regie führte der erfolgreiche Michel Gondry).

* Ever present Past:
Paul schwelgt in Kindheitserinnerungen (das hat er in früheren Songs schon gerne gemacht) - auch hier mit einer Leichtigkeit, die man ihm ohne Zweifel abkauft.

* See your Sunshine:
"Driving Rain"-like!

* Only Mama Knows:
Der Beginn und das Ende dieses Songs könnten die Filmmusik sein zu einem typisch englischen Film: Man erinnert sich spontan an English Tea" aus Chaos and Creation..." und denkt dabei an Rosenhecken oder an ein geblümtes Tee-Service.
Aber....zwischen dieser Einleitung und dem Ende....geht die Post ab! Sehr rockig, so, wie man Paul auch aus einigen Beatles-Stücken kennt!

* You Tell Me:
Paul zählt den Song an ("...a one, two, three..."), als sei er gerade erst aus dem Bett gefallen oder hätte eben erst einen Joint geraucht: So ist auch der gesamte Song etwas verträumt und melancholisch.
Die Aufregung Mancher über den technisch gesehen nicht mehr ganz astreinen Höhengesang ist unberechtigt: Paul ist 65! Und er hat noch nie einen Hehl aus seinem Alter gemacht, also gehört auch seine Stimme dazu! Fans wissen diesen überaus schönen Song aber - gerade deshalb - zu schätzen! Auch You Tell Me" ist Driving Rain"-like.

* Mr Bellamy:
Jagdhörner zu Beginn!!! (Paul ist Vegetarier!) Schon allein an dieser Einleitung erkennt man: Dieser Song ist voller Ironie! So lässt sich Paul - Stimmen imitierend - wie schon zu Beatles-Zeiten (Eleanor Rigby", Doktor Robert") über eine fiktive Person aus. Super!!!

* Gratitude:
Auch dieser Song strotzt nur so vor Ironie!!! Schon allein der Background-Gesang der Band hätte - statt immer wieder das Wort Gratitude" - auch Schubiduab" beinhalten können. I want to show my gratitude, gratitude..." Man will es Paul eigentlich nicht so richtig glauben - und muss es auch nicht: Auf seine sehr höfliche Art gibt er mit unverkennbarem Augenzwinkern zu erkennen: Ich habe (für die letzten Monate) nicht zu danken..."

* Vintage Clothes:
Als opener of the group of songs" hat Paul dieses Lied selbst vorgestellt und meint damit den Zusammenhang zwischen Vintage Clothes" und den folgenden drei Songs. Sie sind als eine Art Quatrologie" zu betrachten, handeln alle von vergangenen Zeiten.
In Vintage Clothes" bekennt sich Paul zu altmodischer Kleidung, die er immer noch gerne trägt, zum Beispiel ein Jackett (wie) aus Beatles-Zeiten in seinem Video-Clip für Dance Tonight" (s.o.).

* That was me:
Es ist ein wenig so, als würde Paul selbst neben sich stehen und sagen "Das war ich!" oder als würde er einen Film über seine eigene Kinder- und Jugendzeit kommentieren.
Paul fühlt sich Liverpool immer noch sehr verbunden - er hat nie vergessen, wo er herkommt: aus einer Arbeiterstadt! Das macht ihn als Menschen so sympathisch!

* Feet in the Clouds:
Eine kleine, kurze Abrechnung mit seinen Lehrern (wie Paul es auch früher schon mal gerne getan hat) - aber höflich!

* House of Wax:
Auch ein Song, der - wie You Tell Me" und See Your Sunshine" von seiner Struktur her auf das Driving Rain"-Album passen könnte.

* The End of the End:
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Paul mit seinem eigenen Tod auseinandersetzt; man denke an Friends to Go" auf Chaos and Creation...". Textlich also schwer", aber mit pfeifender Leichtigkeit vorgetragen, eben typisch Paul. It`s a start of a journey to a much better place...": Uns Fans sollten Zeilen wie diese nicht beunruhigen, denn schließlich hat Paul ja selbst schon verlautbaren lassen, dass man ihn wohl mit 90 noch im Rollstuhl auf die Bühne schieben muss, damit er "Yesterday" singen kann...

* Nod Your Head:
Einige Sekunden Pause zu dem vorherigen Song, aber dann kommt`s:
"Noch lebe ich....!!!" will uns dieser Song vermitteln und reißt seine Hörer regelrecht aus der Nachdenklichkeit heraus. Wieder Paul-typisch" und nicht so ganz ernst zu nehmen: Allein die Vorstellung, dass bei einem Live-Auftritt all seine Fans auf die Zeile If you really love me, Baby...." kräftig im Takt mit dem Kopf nicken, löst bei Paul sehr wahrscheinlich schon ein Grinsen aus.
(Witzig übrigens auch der dazugehörige Clip, den man sich im Internet ansehen kann).
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen er kann es immer noch, 5. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Memory Almost Full (Ltd.Edt.) (Audio CD)
Sehr skeptisch gewesen, nachdem ich viele Lobhymnen über das neue Album gelesen habe. Bin aber nun auch der Meinung, es ist eins seiner Besten. Man muss es wirklich öfter hören und weiß dann nicht mehr, welches sein Lieblingssong ist. Erfreulich für mich, dass es keine Ausfälle gibt und das Album in einem Stück durchzuhören ist. Die Bonustracks auf der Deluxe CD sind den Aufpreis wirklich wert.
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