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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good morning: This is your wake-up call, 1. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Blender (Audio CD)
Tja, kaum war die CD anno '97 raus, war's leider auch schon vorbei mit Selig. Zu einer Promo-Tour kam es glaube ich gar nicht mehr, weshalb das Album auch von den Fans etwas stiefmütterlich behandelt wurde - zu Unrecht. Alle drei Alben von Selig verfolgen einen eigenen Stil, was so auffällig ist, daß man fast von "akustischen" Konzeptalben sprechen könnte. So auch "Blender" - derselbe drive, Jans extravagante Lyrik, aber diesmal wird der dichte Gitarrenrock durch massiven Einsatz elektronischer Mittel und Drum'n'Bass-Elemente ergänzt. Selig bleibt sich treu, indem es sich nicht treu bleibt. Wenn man sich nach etwas Reinhören an die Platte gewöhnt hat, wird man feststellen, daß sie einen echten Leckerbissen darstellt. Für mich ist "Blender" Eventmusik - Musik für das Frühstück am Sonntagmorgen. Die letzten vier Stücke auf der CD ("Ich geh nochmal spazieren", "Hausprophet", "Asche im Kaffee" und "Unterm Regen") sind meiner Meinung nach die besten, und werden allen gefallen, denen die psychodelischen Lieder auf "Hier" (also alle eigentlich) gut gefallen haben, sie sind nur deutlich langsamer.
Einziger Wehmutstropfen ist die erste Singleauskopplung, "Popstar": Seligtypisch wurde das musikalisch, lyrisch und konzeptionell (im Sinne der Blender-Platte) schwächste Lied ausgewählt - Franz Plasa (der Produzent, heute bei Kungfu zusammen mit Christian Neander), der auch sonst für einige schwache Lieder von Selig verantworlich zeichnet. Popstar soll ein rockiger Reisser sein, ein Lied, daß auf Mainstream-Länge getrimmt ist (3:20) und stilistisch und inhaltlich einfach gar nicht auf die Platte paßt - der Reisser verfehlt sein Ziel, aber er springt als Vorbote des nahen Endes der Band ins Auge...
Insgesamt also ein wahres Kleinod deutscher Rockmusik, daß unbedingt zu empfehlen ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigenwilligstes Werk einer guten Band, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Blender (Audio CD)
Es wundert mich sehr, dass es kaum Meldungen zu diesem Selig-Album gibt. Für alle anderen Alben (selbst die spärliche "Best-of" von '99) werden z.T. kreative Lobeshymnen vergeben, während man "Blender" dabei scheinbar gern vergisst. Ja, es ist eine schwierigere Platte. Eine Platte, die nicht so recht zu dem, was man ansonsten von Selig gewohnt war/ist, passen will. Und genau das ist es: ein Kleinod, - kaum beachtet, mehr belächelt - das eine Band an ihrem wohl interessantesten Punkt zeigt. Nämlich kurz vor der (einstigen) Auflösung. Der zeitweise "kalte" oder "klinische" Sound dieser Platte ist zwar auch auf das Entstehungsjahr zurückführen, in dem selbst Stoppok mit Loops und Co. herumspielte, aber er passt auch ganz gut zu der Stimmung, in welcher "Blender" wohl entstanden sein muss: Plewka hatte schon zuvor Bedenken übers weitere Bestehen der Band bzw. seiner Wenigkeit innerhalb der Band geäussert, was sicherlich unglaublich bedrückend für die Aufnahmen gewesen war. Bei manchen Tracks scheint es fast schon durch, dass der Sänger nicht mehr kann oder wollte (siehe z.B. "Tabla" oder "Winter" - Songs, bei denen er teils so stark in den Hintergrund gemischt wurde, dass man bei diesen Tracks schon eher von experimentellen Versuchen sprechen könnte). Dennoch gehört auch dieser Aspekt zu "Blender" - einem Werk einer (auch zu dem Zeitpunkt) guten Band, die es versteht, heraus aus der eher negativen Grundstimmung, ein trotzdem hervorragendes Album einzuspielen. Sehr schade eigentlich, dass die mittlerweile wieder geerdete Band, ihren '97-er-Longplayer so selten bzw. gar nicht auf der Bühne würdigt - dabei gibt es abseits von "Popstar" viele, unglaublich gut in ein Liveprogramm passende Lieder auf diesem Album! Die in der Vor-Rezension genannten letzten vier Tracks zum Beispiel, aber selbstverständlich auch (und wahrscheinlich besser noch) "Sie zieht aus" (grandioser Selig-Song), "Fahrstuhlschacht" oder "Englein" - tolle, nennenswerte Höhepunkte auf "Blender" und bestimmt verdammt gute Live-Kracher!
Mein Fazit: wer Lust auf ein etwas sperrigeres Selig-Album mit ganz eigenem Charakter hat, darf diese Scheibe nicht links liegen lassen - nach mehrmaligem Durchhören wird man die Stärke von "Blender" garantiert entdeckt haben und mal ehrlich: was wäre der Rock ohne Ecken und Kanten? Ich verteile volle Punktzahl! TH 11/2012
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Blender
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