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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig, 6. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Seit vielen Jahren streiten sich die Experten welches Album das Beste von Bob Dylan ist.
Falls überhaupt, dann lässt sich dieses Frage wohl nur mit großen Einschränkungen beantworten, aber wie dem auch sei, "Blood on the tracks" gehört sicherlich zu den Alben, die Bob Dylan zu dem gemacht haben was er ist.
Überwiegend besteht dieses Meisterwerk aus Lieder, von denen man fast anzunehmen geneigt ist dass es sie schon immer gegeben hat und die doch erst auf diesem Album das Licht der Welt erblickt haben.
Sehr erfreulich ist auch der Umstand, dass "Blood on the tracks" zwar im typisch staubigen Dylan-Sound erklingt, sich aber dennoch nicht so unhöflich und lustlos hingeworfen wie manch anderes Album von ihm anhört.
Über die in der Rockmusik einzigartigen und vielschichtigen Texte ein Wort zu verlieren, ist gerade bei diesem Werk überflüssig.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Blut war nie frischer, 19. April 2004
Von 
Markus Fohrmann "marklinus" (Dresden, Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Über die Tatsache, dass "Blood on the Tracks" eines der herausragendsten Alben von Bob Dylan ist, muss hier kein Wort verloren werden. Mein "Vorredner" bobrox hat dies auch in sehr schöner Weise dargelegt. Aus diesem Grunde möchte ich hier etwas über das SACD-Remastering sagen.
Als erstes ist es erstaunlich, was man aus dem immerhin fast 30 Jahre alten Master herausgeholt hat. Ich besitze auch die normale CD-Version, von der ich immer angenommen hatte, dass sie sehr gut klänge. Die SACD ist jedoch eine einzige Offenbarung (keine Übertreibung!). Die Instrumente sind wesentlich differenzierter herauszuhören und im Raum zu verorten (sofern man Dolby Surround besitzt). Besonders bei komplexer instrumentierten Songs wie "Tangled up in Blue" oder "Lily, Rosemary and the Jack of Hearts" gibt es dann ordentlich was auf die Ohren, da man meint, mitten zwischen den Musikern zu stehen. Zum Teil wurden auch die Instrumente neu abgemischt, so dass man teilweise Melodieläufe wahrnimmt, etwa die Klavierbegleitung in "Idiot Wind" oder die Mandoline in "If You See Her, Say Hello", die in der alten Abmischung ein wenig untergingen. Auch wurde das Klangspektrum überarbeitet, was sich vor allem bei einer harmonischeren Wiedergabe der Höhen zeigt, wodurch Stimme und Akustikgitarre sehr natürlich und lebendig klingen. Zudem wurde die räumliche Ausbreitung des Klanges der Instrumente authentischer gestaltet. Bei ausreichend aufgedrehter Lautstärke könnte man dann fast denken, Bob säße mitten im Zimmer.
Vergleicht man "Blood on the Tracks" mit SACDs neueren Datums muss man sagen, dass der Altersunterschied überraschend wenig auffällt. Jeder, der dieses Album liebt, und nicht in der glücklichen Lage ist, es als Vinyl sein Eigen nennen zu können, sollte sich diese SACD zulegen. Das Blut auf den Schienen war wohl nie frischer. Auch ohne Dolby Surround-Anlage, wird man vom überarbeiteten Klang dieses Albums umgehauen. Selbst wenn man "Blood on the Tracks" schon vorher, wie ich, tausendmal gehört hat, geht man hier wieder neu auf Entdeckungsreise. Kein Witz!
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste von Bob: Ein herzensbrecher für die ewigkeit., 23. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Mit dem (trotzdem wunderbaren) frühwerk hat dieses album kaum mehr zu tun. Aller sturm und drang, alle kaltschnäuzigkeit und das ungebremste draufgängertum des jungen Dylan scheinen auf "blood on the tracks" äonen entfernt.
Stattdessen liegt hier in den besten songs eine geradezu unmöglich geglaubte melancholie, die von tiefster erschütterung über die enttäuschungen des lebens gleichermaßen zeugt wie von einer weit darüber hinaus gehenden, rückhaltlosen liebe zu diesem leben und den menschen, die es mit sinn erfüllen. Es spricht aus ihnen eine jenseits der zeit und der dinge liegende weisheit, die das schlichte album von 1975 urplötzlich, immer wieder ganz, ganz groß werden lassen.
Dabei bedarf es nicht einmal der texte, um sich von dieser nahehin kathartischen zerbrechlichkeit der lieder ergreifen zu lassen. Allein die kraft der musik transzendiert die zehn versammelten songs in eine ferne, dass man als hörer weit vom gegenwärtigen selbst wegzutreten und für augenblicke hinter die fassade des daseins zu blicken glaubt - freilich nur für augenblicke, deren flüchtigkeit aber wunderbare verheißung in sich trägt: Was hier vom ich bleibt, ist die bedingungslose hingabe an seine mitmenschen.
Damit hat Dylan ein album von kaum in worte zu fassender ausstrahlungskraft, von einer wärme und versöhnlichkeit geschaffen, wie es lediglich ganz wenig andere musiker auch nur für die dauer von ein, zwei songs vermocht haben. Es ragen heraus der gerühmte opener 'tangled up in blue' wie das gleichermaßen epische 'lily, rosemary and the jack of hearts', noch mehr aber die drei bezauberndsten, bezwingendsten stücke: 'simple twist of fate', 'you're gonna make me lonesome when you go' und das schier himmlische 'buckets of rain'.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen emotionaler Höhepunkt einer Musikerkarriere, 23. August 2004
Von 
Michael Schäfer "Kaká" (Dortmund, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
"Blood on the tracks" ist aus meiner Sicht eines der besten Dylan-Alben aller Zeiten. Auf jeden Fall ist es das emotionalste und melancholischste von allen; logisch, denn der Interpret verarbeitet hier seine vorangegangene Scheidung in 10 Klasse-Songs, die als Gesamtwerk einen klaren roten Faden erkennen lassen. Der Auftakt "Tangled up in blue" ist ein Song voller Temeprament und weiser Melancholie zugleich. Der akustisch-geprägte, von einer dezenten Orgel unterlegte Sound ist wunderschön und verleiht dem Stück eine eigentümliche Wirkung. Der Text ist ebenso wunderschön wie die Melodie, und somit kann man sich einen besseren Auftakt gar nicht vorstellen.
"Simple twist of fate" ist von einer ähnlichen Emotionalität, diesmal jedoch in Form eines reinen Akustik-Gitarrenstücks vorgetragen. Diese konzentrierte Berg- und Talfahrt der Gefühle und komplizierten wie schlüssigen Texte wird vom dritten Stück, "You're a big girl now" etwas abgefedert; man wird zum Dahinschwelgen eingeladen. Doch das hält nur kurz an, denn der folgende Song "Idiot wind" ist sicherlich der bitterböseste, Hassliebe ausstrahlende Song, den man sich vorstellen kann. Ob man sich durch ihn befreit fühlen oder doch eher weinen soll hängt immer von der aktuellen Stimmung ab.
"You're gonna make me lonesome when you go" ist im Gegensatz dazu ein positive Gefühle ausstrahlendes Machwerk, und für mich, nach mehrmaligem Hören, zu einem absoluten Höhepunkt nicht nur dieses Albums, sondern auch Dylan's Gesamtwerkes avanciert. Der Text plätschert über eine harmlos erscheinende, genial einfache Melodie, aber wie schön der ist, und wie genial er KLINGT, ist gar nicht zu fassen: "Flowers on the hillside bloomin crazy/Crickets talking back and forth in rhyme/Blue river running slow and lazy/I could stay with you forever and never realize the time..."
"Meet me in the morning" ist eine locker-flockige Blues-Nummer,
die nicht wirklich ins Bild von "Blood on the tracks" passt, aber als kleine Abwechslung für zwischendurch nicht schadet.
Es folgt eines von Dylan's undurchdringlichen Epen: "Lily, Rosemary and the Jack of hearts"; mit bittersüßer Meldie.
Ein wunderschönes, einer verflossenen Liebe nachtrauerndes Lied ist "If you see her, say hello"; Herzschmerz und Melancholie pur, aber kein Kitsch, sondern wahre Emotionen.
"Shelter from the storm" ist für mich der absolute Höhepunkt des Albums. Schöneres Songwriting kann es nicht geben, vor allem, da das Lied musikalisch einfach gehalten, aber trotzdem sehr ausdrucksstark vorgetragen wird. "Buckets of rain" bildet den Abschluss zu dem vielleicht nicht ganz besten, aber sicherlich schönsten und gefühlvollsten Album, das Bob Dylan oder überhaupt irgendein Musiker jemals veröffentlicht hat.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wahnsinn!, 11. November 2004
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Ich will mich nicht festlegen ob das hier Dylans beste Scheibe ist, oder ob es doch Blonde on Blonde ist, oder oder oder.

Eines steht jedenfalls fest: Es ist eine der gelungensten Werke, insbesondere in der Gesamtheit, die "His Bobness" jemals veröffentlicht hat. Das Album ist geprägt von einer Melancholie und Düsternis, die zwar zeitweilig durch optimistische Melodien noch greifbarer gemacht wird, (wie in Jack of Hearts), die ihresgleichen aber nach wie vor sucht. Insbesondere textlich versteht es der Meister hier seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und rundet damit die Gesamtleistung mit der Bestnote ab.

Anspieltips: Eigentlich völlig egal, vorne Anfngen und lieben!

Fazit für Dylan Fans:

Was red ich, ihr habt die Scheibe sowieso...

Fazit für Dylan-Einsteiger:

Vielleicht DAS Album für den Einstieg, weil es letztlich auch sehr eingängig ist und durch die weiterreichende Instrumentierung (als Beispiel sei hier "If you see her" genannt)sofort Ohrwurmcharacter entwickelt. Hier werdet ihr Dylan sofort lieben, wenn nicht wahrscheinlcih nie mehr...

Fazit für Dylan-Best-Of-Hörer:

Hört endlich auf Blowing in the Wind zu trällern, legt diesen "BestOf-Müll" zur Seite...das hier ist BESTOF...!

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Like it was written in my soul from me to you - Tangled up in blue", 12. Dezember 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
"Early one mornin' the sun was shinin'
I was layin in bed
Wondrin if she'd changed at all
If her hair was still red"

Blood on the Tracks gehört zu den Alben, die nicht nur in keinem Plattenschrank, sondern auch in keiner Sammlung genialer und poetischer Texte fehlen dürfen. Was Dylan hier geschaffen hat, ist die wunderschöne Symbiose von kraftvoller und doch schlichter Musik, zu Texten, die zwischen Gedicht und Ballade melodisch hin und her pendeln.

Egal, ob Dylan in diesem Album nun seine Ehe verarbeitet hat oder nicht - so kompromisslos, kryptisch und episch-poetisch sind die 10 Texte, die hier versammelt sind, so fein die Stimme, die Gitarre - wenn kümmert's warum er sie schrieb?
Es hat etwas von Regen und leichtem Licht, wenn Dylan singt: "And if I pass this way again, you can rest assured/ I'll always do my best for her, on that I give my word".
Wie oft habe ich diese CD schon nebenher gehört, während ich Bücher einsortierte, im Auto fuhr, ein Comic las oder gar meine eigenen kläglichen Gedichte schrieb.
Wann immer ich traurig war, tröstete mich Dylans Stimme im rasanten Klang:

"Suddenly I turned around and she was standin' there
With silver bracelets on her wrists and flowers in her hair
She walked up to me so gracefully and took my crown of thorns
Come in, she said, I'll give you shelter from the storm'"

wann immer ich wütend war, begleitete mich der -Idiot Wind- und ließ mich abflauen:

"You'll never know the hurt I suffered nor the pain I rise above
And I'll never know the same about you, your holiness or your kind of love
And it makes me feel so sorry"

und wann immer ich froh war, schenkte mir -You're gonna make me lonesome when you go- eine kleine Melancholie:

"Situations have ended sad
Relationships have all been bad
Mine've been like Verlaine's and Rimbaud
But there's no way I can compare
All those scenes to this affair
You're gonna make me lonesome when you go"

und auch gaben einem, alle immer, irgendwo, ein Verständnis.

Ich will nicht sagen, Dylan hätte den Literatur-Nobelpreis bekommen müssen. Aber er hätte ihn verdient. Allein schon (und dabei ist es ganz gewiss nicht alles, wenn man noch Desire nimmt, oder Nashville Skyline oder oder oder) für Blood on the tracks.

Ein Album für alle Stimmungen, ein Album für alle Poeten und/oder alle Leute, die die Musik nicht nur als Geräusch, sondern auch als Raum, als Buch, als Geschichte wahrnehmen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überirdisch - Dylans "frühes" Spätwerk, 22. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Dylans 'Scheidungsalbum' und das emotionalste und persönlichste Werk des Meisters. Eigentlich sollte es bei Besprechungen einer CD selbstverständlich sein, über das zu schreiben, was drauf ist und nicht über das, was nicht drauf ist. Bei Bob Dylan kann dieses schon mal zu einem Problem werden. Bei 'Infidels' lag das Problem darin, dass einige der schönsten Stücke (wie 'Blind Willie McTell') den Weg auf die offizielle Pressung nicht gefunden hatten und statt dessen eher mittelmäßiges Material verwendet wurde. Bei 'Blood On The Tracks' liegen die Dinge etwas anders. Obwohl die Geschichte wahrscheinlich bekannt ist, will ich sie nochmals kurz schildern. Dylan hatte alle Lieder des Albums in den Monaten August und September 1974 in New York aufgenommen, und eigentlich lag die Scheibe zum Jahresende fertig vor, um mit Pressung und Auslieferung zu starten. Mittlerweile hatte sich aber die Gemütslage des Meisters vor dem Hintergrund seiner zunehmend scheiternden Ehe dramatisch geändert, und vieles von dem, was er aufgenommen hatte, entsprach nicht mehr seinen aktuellen Empfindungen. Also wurde zum Jahreswechsel Dylans Bruder David beauftragt, auf die Schnelle eine Schar von Musikern zusammen zu trommeln, und in einem Studio in Minneapolis wurden 5 Stücke des Albums komplett neu eingespielt. Hierbei handelte es sich um Tangled Up In Blue, Youre A Big Girl Now, Idiot Wind, Lily, Rosemary And The Jack Of Hearts und If You See Her, Say Hello. So wurde 'Blood On The Tracks' dann auch im Frühjahr 1975 veröffentlicht. Bis auf 'Lily...' sind die New Yorker Erstaufnahmen aber mittlerweile über verschiedene Biograph- und Bootleg-Veröffentlichungen der Allgemeinheit zu Ohren gekommen, und man kann heute sehr schön einen Vergleich ziehen zwischen der ursprünglichen Aufnahme und der, die dann offiziell verkauft wurde.

Fazit: Hätte Dylan es bei der ursprünglichen Version belassen, wäre 'Blood On The Tracks' ein Meisterwerk geworden, so ist es schlicht und einfach überirdisch und einer DER ganz großen Meilensteine der gesamten Pop- und Rockmusik. Während z.B. die New Yorker Version von 'Idiot Wind' eher verhalten und schwermütig, fast verzweifelt klingt, schleudert Dylan dem Idiotenwind in der veröffentlichten Fassung seine ganze Wut und aufgestaute Aggression entgegen. Auch 'Tangled Up In Blue', das locker unter den besten 10 Dylan-Stücken aller Zeiten steht, hat sich nicht nur textlich gewandelt (von der 3. in die 1. Person), sondern ist von einem reservierten und verlangsamten Original zu einer fiebrig nervösen Neuversion mutiert, was dem Lied hörbar gut tut. Hinzu kommt, dass die Erstaufnahmen in New York im Gegensatz zu denen in Minneapolis durchweg in einem 'Open Tuning' der Gitarren erfolgten. Das klingt sehr schön, hätte aber zu der Gefahr geführt, dass 'Blood...' in der Originalversion vielleicht eine Spur zu sehr von einem einheitlichen und damit spannungsarmen Stimmungsbild geprägt worden wäre. So wie veröffentlicht ergibt die Mischung aus Original- und Neuaufnahmen ein in jeder Hinsicht perfektes Gesamtwerk, das zumindest in den 70er Jahren weit über allem anderen steht, was dort an Musik veröffentlicht worden ist.

Also, wer 'Blood On The Tracks' noch nicht haben sollte: Kaufen kaufen kaufen. Der einzige Grund es nicht zu tun, wäre darauf zu warten, dass die große Mutter Columbia eines Tages mal eine Gesamtpressung mit sämtlichen Original- und Neuversionen sowie mit den Outtakes (auch da gibt es ein paar wunderbare, man denke nur an 'Up To Me') auf den Markt bringt, aber ich befürchte, dieses wird so schnell nicht passieren. Deshalb muss es die vorliegende Scheibe erst mal tun, und auf der gibt es eigentlich kein einziges Stück, das schwach ist. Herausragend sind 'Tangled Up In Blue', 'Simple Twist Of Fate', 'Idiot Wind', das föhlich optimistische (!) 'You're Gonna Make Me Lonesome, When You Go', 'If You See Her, Say Hello' und vor allem 'Shelter From The Storm', und auch der Rest ist allemal besser als sehr gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der Album-Klassiker von Bob Dylan, 6. Januar 2010
Von 
A. HARTMANN "Old Daddy" (Haltern am See) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Also, es gibt ja schon einige Rezensionen zu diesem klassischen Bob Dylan Album, teilweise sehr ausschweifend,
mit fantypischer Begeisterung, bis ins Kleinste analysierend und natürlich für jeden Musikfreund immer sehr
hilfreich bei der eigenen Meinungsbildung. Ich möchte dieses Album deshalb einmal möglichst sachlich und kurz
charakterisieren: Es ist ein klassisches Singer/Songwriter Album, die Gitarre, vor allem die akustische Gitarre
bestimmt die Folkrock-Music dieses Klassikers, zusammen mit Dylans unverkennbarer Stimme und einigen satten
Orgelakzenten und Mundharmonika-Zwischenspielen. Ein klassischer "Dylan" halt, der mich beim zuhören immer wieder
entspannen läßt, die Seele "baumelt" vor sich hin und man genießt die vielen tollen Songs auf diesem Album.
Für mich sind das vor allem:
Tangled up in blue, Simple twist of fate, You're a big girl now, Idiot wind, Shelter from the storm und
Buckets of rain.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Kopf und Schultern überragend, 21. Mai 2006
Von 
André Beßler "Meeresatem" (Bremen, Germany/Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Seit meine Schwester eines Abends Mitte der Siebzigerjahre mit dieser Platte nach Hause kam, war die Welt eigentlich nicht mehr so ganz dieselbe für mich. Bob Dylan hörte ich zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren sehr gern, daran hat es also nicht gelegen. Aber dieses Album stand mit Kopf und Schultern über allem, was er bis dahin gemacht hatte. Und das sollte auch für lange Zeit so bleiben. "Blonde on Blonde" mag für die Geschichte der Rockmusik von erheblich größerer Bedeutung gewesen sein. Ich finde jedoch, bis zu "Saved" und "Oh Mercy" (beide sehr verschieden voneinander) hat keine seiner Studio-Aufnahmen eine vergleichbare Geschlossenheit erreicht.

"If You See Her, Say Hello" gehört auch nach Jahrzehnten zu meinen liebsten Musikstücken überhaupt, nicht nur was Bob Dylan angeht. Und kaum zu beschreiben ist heute, wie sehr darüber hinaus die Titel "Shelter from the Storm" und "Idiot Wind" mein Lebensgefühl und das meiner Freunde in jenen Jahren widergespiegelt hat. Lange Zeit bin ich dann gern zu Bob Dylans Konzerten gefahren. Es waren ganz einzigartige Ereignisse für mich, an die ich mich sehr gern erinnere. So freut mich natürlich, dass das uns hier erstmals zu Gehör gebrachte "Tangled Up in Blue" ein fester Bestandteil seines Live-Repertoires geworden ist, ähnlich wie einige Nummern von "Blonde on Blonde".

Auch bei der Covergestaltung hat man sich alle Mühe gegeben. Die LP-Originalhülle war aus edlem Carton und fühlte sich sehr gut an. Insofern tun mir alle diejenigen ein wenig Leid, für die Musik ein kleiner Balken auf ihrem Bildschirm ist. Das Geld war knapp in jenen Jahren, deshalb kauften wir uns Platten meist im Secondhand-Laden oder auf Flohmärkten. Schließlich gehörte "Blood on the Tracks" dann zu meinen ersten CDs. Nach einem Missgeschick musste ich mir kürzlich diese CD noch einmal neu kaufen. Ich kann sagen, das Remastering hat den Aufnahmen überraschend gut getan.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk der Siebziger, 10. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Keine Platte Dylans in den Siebzigern wurde so gelobt wie dieses Album, das - was Dylan freilich leugnete - die Scheidung des Meisters von seiner Frau Sarah in wunderbar traurigen Liebesliedern thematisierte.
Songs wie "You're a big girl now" oder Tangled up in blue" sind einfach herzzerreißend und unübertroffen. Das will schon was heißen bei einem Mann vom Kaliber Dylans, der immer noch als Songwriter unerreicht ist. Nobody sings Dylan like Dylan.
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Blood On The Tracks
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