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73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Weiterentwicklung ist beängstigend...
Irgendwie hatte ich ja schon fast Angst, die geilste Band unserer Zeit würde auseinander fallen, als nach Martin López auch noch Peter Lindgren nach 16 Jahren Bandzugehörigkeit Opeth verließ. Als ich das erfuhr, brach für mich - um es pathetisch auszudrücken - fast schon eine Welt zusammen.
Würden sich die Schweden mit dem...
Veröffentlicht am 7. Mai 2008 von hippie_guy

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düstere, sperrige Grundstimmung
Opeth haben den Anspruch, sich immer weiter zu entwickeln, ihre Markenzeichen aber beizubehalten und den einzigartigen Sound um Facetten zu entwickeln. Gingen sie in ihrer Anfangsphase ("Orchid", "Morningrise") noch recht roh, aber sehr melodiös und komplex zu Werke, steigerten sie ihren episch-ausladenden Sound bis "Blackwater Park" zur Perfektion, um auf den...
Veröffentlicht am 13. Januar 2010 von Dommster


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73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Weiterentwicklung ist beängstigend..., 7. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Irgendwie hatte ich ja schon fast Angst, die geilste Band unserer Zeit würde auseinander fallen, als nach Martin López auch noch Peter Lindgren nach 16 Jahren Bandzugehörigkeit Opeth verließ. Als ich das erfuhr, brach für mich - um es pathetisch auszudrücken - fast schon eine Welt zusammen.
Würden sich die Schweden mit dem Einstieg von Fredrik Akesson, der - so sagt auch Mikael Akerfeldt selbst - in der Vergangenheit zu sehr im Metal verwurzelt war - nur noch auf stumpfsinnigen Death Metal limitieren?
Gott sei Dank nicht, denn Mikael Akerfeldt wäre nicht Mikael Akerfeldt, wenn er uns nicht alle immer wieder aufs Neue überraschen würde.

"Watershed" jedenfalls ist eine erneute Weiterentwicklung; das Album hat so gut wie gar nichts mit "Ghost Reveries" zu tun, genauso wenig aber mit den Scheiben davor. Das Keyboard spielt eine noch größere Rolle als auf dem Vorgänger, trägt durchaus auch zu einigen psychedelischen Momenten bei, die aber dennoch eher eine untergeordnete Rolle im Gegensatz zu "Ghost Reveries" spielen.
Ob "Watershed" tatsächlich härter ist als "Ghost Reveries", ist schwer zu sagen; es ist in jedem Falle vollkommen anders. Unterm Strich gibt es nur drei Titel, bei denen Growls verwendet wurden, aber wenn man sich die Gewitter, die bei Stücken wie "Heir Apparent", "The Lotus Eater" oder Teilen von "Hessian Peel" abgehen, anhört, kann man der Band jedenfalls nicht vorwerfen, nicht weiterhin eine ganze Reihe von Passagen vorzuweisen, bei denen es voll auf die zwölf geht. Dass man hierbei technisch auf allerhöchstem Niveau bleibt, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.

Es gibt unzählige tolle Einfälle - zum Beispiel Blastbeats (zum ersten Mal bei Opeth eingesetzt) mit klarem Gesang kombiniert (bei "The Lotus Eater") - und viele Details offenbaren sich wie meistens bei Opeth erst nach mehreren Durchläufen.
Mag sein, dass die Scheibe schwerer verdaulich ist als "Ghost Reveries", aber allein schon diese ganzen Soundwälle, die es erst einmal zu verarbeiten gilt, beeindrucken schon nach dem ersten Durchgang. Allein ein Wahnsinns-Epos wie "Hessian Peel": So viele Stilrichtungen vereint in einem einzigen Track - andere Bands brauchen dafür mehrere Alben. Bei diesem Stück verwirren die unzähligen vereinten Elemente möglicherweise zunächst etwas, aber wenn man die Struktur erst einmal begriffen hat, lässt es einen nicht mehr los.

Dem gegenüber stehen ruhige Nummern wie die Akustikballade "Coil", bei der die junge Nathalie Lorichs ihr Talent unter Beweis stellt (für Opeth ein äußerst ungewöhnlicher Opener), und das wundervolle "Burden", mit Mellotron unterlegt und herrlichen Solo-Gitarren. Am Ende des Stücks haben die Jungs außerdem noch einen kleinen Gag am Start, den ich selbstverständlich nicht verraten werde...
Auch das von Akesson mitkomponierte, teils recht doomige "Porcelain Heart" (ein erneut himmlischer Akustikpart in der Mitte) und das beklemmend-depressive "Hex Omega" überzeugen auf ganzer Linie.

Es gibt wieder einmal keinen Ausfall und wie gesagt eine klare Weiterentwicklung. Noch proggiger, noch sperriger ist "Watershed" bestimmt geworden, begeistert mich aber von A-Z. Mikael Akerfeldt ist einfach ein Genie und jedes der Bandmitglieder einer der besten Musiker seines Fachs: Per Wibergs Keyboardstimmen sind mit Sorgfalt und Bedacht ausgewählt, Martin Axenroth beweist, dass er ein mehr als würdiger Nachfolger von Martin López ist, die Arrangements sind unheimlich durchdacht und detailliert und auch die Produktion sehe ich als eindeutig stärker an als die von "Ghost Reveries". Ich kann mich nur mit Respekt verneigen!
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5.0 von 5 Sternen progdeath, 25. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
was ist das? progressive-death-metal?

ein ungeheuer spannendes album, gerade für einen, der im death-metal-genre nicht wirklich zuhause ist. dass opeth von dort kommen, ist an den gelegentlichen vulkanausbrüchen von durchgehenden schlagzeugen oder brüll-gesängen zu erkennen, aber bereits hinter der nächsten biegung des songs wartet schon wieder etwas ganz anderes. ein flamenco-gitarren-part zb. oder ein völlig durchgeknalltes gitarrensolo. oder ein jazzartig vedrehtes drumbreak. oder eine nebelbank aus keyboardklängen. oder. oderoder.

es ist das fantastische an dieser platte, dass sie so ungeheuer vieles zitierend antippt, aber dennoch ganz eindeutig metal und opeth ist. da kommen keyboard-grooves, die man von the who aus den siebziger jahren kennt. oder gitarren-keyboard-motive, die allen ernstes in näherer bekanntschaft mit den dire straits (love over gold-, brothers in arms-phase) stehen dürften. da spürt man plötzlich die musikstudentenhafte, austrainierte, aber dennoch scharf rockende beflissenheit von dream theater. da fällt man auf einmal tief in porcupine-tree-akkordströme hinein. da locken jamparts wie von den frühen und mittleren deep purple. da mahlen beats wie aus der waffenkammer von tool. da schmiegen sich gitarren an synth-teppiche, als hätten sich pink floyd als metalkapelle wiedervereinigt. da ...

besonders spannend an diesem werk ist, wie hier dinge vereinigt werden, die gott getrennt hat - etwa cleane gitarren und growl-vocals. oder hochgeschwinigkeits-knüppel-aus-dem-sack-beats mit engelsartigem klargesang.

obwohl die songs aus einander zu widersprechen scheinenden parts bestehen, wirken sie sie nie zusammengeklebt oder eitel. alles findet sich, alles rundet sich. gespielt und vor allem gesungen: erstklassig!

ein album, um sich damit auf eine insel zu setzen und die nächsten zehn jahre forschungsarbeiten daran zu betreiben.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ist es nur möglich..., 1. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
... daß eine Band wie Opeth es fertig bringt, mit fast jedem Album das vorher Erschienene zu toppen???

Watershed ist echt unglaublich gut. Und trotzdem ist es schwierig zu beschreiben.
Ich habe das Gefühl die Scheibe enthält sowohl mehr als auch weniger von allem! Wie ist das möglich???

Zum Einen sind die Death-Metal Passagen härter und besser als auf der letzten Scheibe, und trotzdem treten sie im Gesamteindruck zurück.
Das gleiche gilt für Akustik-Passagen: Viele viele wunderschöne Melodien, aber im Vergleich zu älteren Scheiben weniger "Rumgedudel" (obwohl dieser Ausdruck bei Opeth eigentlich gar nicht angebracht ist!)

Das Album erscheint sehr "streamlined", und besticht trotzdem durch seine Verschachtelungen. Ein Paradoxon? Vieleicht, aber mit sicherheit das Bestklingendste der letzten Jahre!

Mikael's Stimme wird von Album zu Album besser, der neue Drummer, Axe, von dem ich auf der Roundhouse Tapes noch gedacht hatte, er wäre technisch nicht so versiert, liefert hier ein Gewitter ab, das den Wegfall von Lopez (den ich eigentlich sehr mochte) weniger schmerzhaft macht. Der Typ hat's echt drauf!
Der neue Gitarrist fügt sich hervorragend ein in's Bandgefüge, die wenigen Male wo er richtig schnelle Soli spielt sind so taktvoll eingesetzt daß Shredding-Fans vor Verzückung begeistert sein werden, und Shredding-Hasser sie gar nicht recht bemerken werden! Genau die goldene Mitte hier.

Und Per Wiberg an den Keys war das Beste was der Band je passiert ist: Was er da für ein Hammond-Solo in "Burden" abliefert hat man seit Deep Purple nicht mehr gehört. (Naja, vieleicht noch in Blind Faith" von Dream Theater)

Auf dieser Scheibe gibt es jedenfalls keinen Song den man auch nur im Entferntesten als "Lückenfüller" oder "Schwachpunk" bezeichnen könnte!
Opeth ist (m.E.n.) der große Wurf gelungen. Eine perfekte Mischung aus hart/weich, Metal/Akustik, Growl/Clean und vor Gefühl und Perfektion nur so triefend.

Eigentlich kann ich hier schreiben was ich will, es wird der CD nicht gerecht. Unbedingt kaufen!

P.S: Ich wollte hier nicht auf die einzelnen Songs eingehen, das ist müßig; die CD als Gesamtwerk ist das was zählt! Und das ist perfekt!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Genie und ganz viel Wahnsinn!, 2. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Wenn ich mal ganz ehrlich bin, habe ich nur Morningsrise und Dammnation gerne und oft mal komplett gehört, nicht zu vergessen die geniale DVD Lamentations, der Live-Performance der Alben Deliverance und Dammnation. Alle anderen Longplayer (bis auf Orchid) hatten deart charakteristische Hits, das die restlichen Titel oft etwas abfielen. So geriet das Hören von Blackwater Park und Ghost Reveries immer zu einer Warterei auf die Hits. Watershed ist das erste Album von Opeth, was mich sofort in den Bann gezogen hat und bis zur letzten Sekunde gefesselt hat. Nach einmaligem Hören waren mir Einzelheiten aufgestossen, wie zum Beispiel ein Keyboard Part, der mich verdammt an Emerson Lake and Palmer erinnerte oder ein Riff, das sich nur wenig vom Thema von "The Grand Conjuration" unterschied. Auch einige psychedelische Parts kamen mir bekannt vor, vor allem "Tales of Mystery and Imagination" von Alan Parsons, schien Pate gestanden zu haben. Zu guter letzt noch das "Morsegeräusch" im letzten Titel, was frappierend an Echo Beach von Martha & the Muffins erinnert. Der Gesang hat selbst für Opeth-Verhältnisse stellenweise einen starken folk-lastigen Touch und ich kann mich nicht erinnern jemals eine Frauenstimme auf einem Opeth Album gehört zu haben, wie zum Heulen schönen Opener "Coil". Nach einer Weile verblassen diese einzelnen Eindrücke und es ensteht das Bild einer gewaltigen und schlüssigen Gesamtkomposition. Insgesamt für mich, die mit Abstand beste CD, die ich mir in diesem Jahrtausend zugelegt habe. Das mit weitem Abstand beste Opeth Album ist es ausserdem. Die Limited Edition finde ich jetzt nicht den Kracher. Wenn man den stilisierten Briefumschlag öffnet fallen einem das Booklet und zwei billige Pappschuber mit der Albumversion und der DVD mit 5.1 Mix, Bonustracks und dem Video entgegen. Macht keinen sehr wertigen Eindruck! Die Bonustracks haben ordentliche Qualität, fallen aber gegen die Tracks, die es auf das Album geschafft haben, deutlich ab. Das Filmchen ist ganz nett, allerdings wird man sich das lockere Geplausche und fröhliche musizieren sicher nicht mehrmals anschauen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...wächst mit jedem Hören, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Ich bin erst vor kurzem auf den Opeth-Trichter gekommen, und habe tatsächlich Watershed als erstes Album gehört. Ich musste mir daher erst im Nachhinein ein Bild von der Entwicklung dieser sagenhaften Band machen, konnte dafür aber völlig unvoreingenommen an das neue Werk herangehen.
Opeth wird ja gerne mal in die Prog-Ecke, oder in die Death-Metal-Ecke gestellt. Für mich sind das widersinnige Versuche der Kategorisierung, die alle ziemlich treffsicher am Eigentlichen vorbeigehen: Opeth existieren in ihrer eigenen Kategorie, wie alle großen Bands.
Allein schon der zarte, melancholische Opener "Coil" zeigt das: Akerfeldts Vorliebe für ungewöhnliche Harmonik, sein absolutes Unvermögen, eine kitschige Melodie zu schreiben, das Gefühl für eine sich langsam aufbauende Spannung - unverwechselbar, und nicht nur im Metal-Genre.
Ist "Heir Apparent" weitestgehend noch das, was man von früheren Opeth-Alben her kennt, strebt "Lotus Eater" in ganz andere Gefilde. Die Brüche, die abenteuerlichen Wechsel, und die verschiedenen Stimmungen fügen sich organisch zu einem großen, beeindruckenden Ganzen zusammen. Und bei "Burden" müssen alle, die bei Genesis' "Afterglow" feuchte Augen kriegen, einfach hingerissen sein. Im Outro wechseln sich Akerfeldt und sein neuer Gitarrist Fredrik Akesson mit ihren Soli ab, bis sie in eine wunderschöne, fast schon unverschämt nostalgische twin-guitar-Figur taumeln. Doch damit ist das Album längst nicht erschlossen. Opeth loten auf den weiteren Songs noch mehr Extreme aus; die Musik verflüchtigt sich manchmal fast, um dann wieder mit umso heftigerer Aggressivität geerdet zu werden. Ein ganzer Kosmos an Musik existiert auf diesem Album.
Ich habe Watershed bisher bestimmt um die 50 Mal gehört, und werde seiner nicht müde - es gibt immer neues zu entdecken. Da ich mittlerweile alle Opeth Alben gut kenne, kann ich umso mehr die Entwicklung der Band würdigen. Der Verlust von Martin Lopez wird durch den genialisch-autistischen Martin Axenrot gut aufgewogen, auch wenn Lopez erdiger und funkiger gespielt hat. Es wird, gerade durch den Verlust zweier wichtiger Mitglieder, umso deutlicher, wie wichtig die künstlerische Vision und die so rare Bereitschaft für Veränderungen von Mikael Akerfeldt sind. Ein fast schon schmerzlich bescheidener Ausnahmemusiker und Komponist in jeder Hinsicht - ich bin sehr gespannt darauf, was er als nächstes aus seinem Hut zaubert. Kann es besser als "Watershed" werden? Nun, wenn ich Opeth von Anfang an verfolgt hätte, hätte ich bei fast jedem neuen Album erstmal "nein, das geht nicht besser" gedacht... the sky is NOT the limit, apparently.

Zu der Special Edition: ich fand vor allem die beigefügte Dokumentation hoch interessant, da sie sehr viele Einblicke in die Arbeitsweise der Band bietet. Die Qualität des 5.1-Mixes kann ich leider nicht beurteilen. "Den Staendiga Resan" ist eine sehr nette Dreingabe - ein Song von Marie Fredriksson, der ehemaligen Roxette-Sängerin. Und wer jetzt "huch" denkt oder sagt, sollte schon allein damit verstanden haben, dass Opeth Genre-Grenzen weder kennt noch respektiert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem interessantes Album, 11. Juni 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Vorab muss mal kurz anmerken, daß ich kein sehr großer Fan des für den Deathmetal üblichen "growlings" bin. Aber Opeth haben auf diesem Album die progressiven Elemente weiter nach vorne geschoben und das "Gegrunze" so gut es geht zurückgehalten. Dafür ist die musikalische Vielfalt einfach großartig und den Wechsel zwischen harten und sanften Klängen beherrschen sie wie kaum eine andere Band die mir bekannt ist. In Songs wie "Lotus eater" lass ich mir sogar mal Mikaels Grunzstimme gefallen und das Schlagzeug sowie die Gitarrenarbeit bei dem 11-minüter "Hessian Peel" ist einfach zum niederknien.

Alles in allem ein super interessantes Album bei dem man sieht bzw hört das Opeth nach all den Jahren die Ideen noch nicht ausgegangen sind. Respekt!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wieder einmal: MEISTERWERK, 5. Juni 2008
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Auf kein anderes Album habe ich mich schon mehr gefreut als auf dieses: Watershed, das neue Werk der Schweden Opeth, welche ein paar Line-Up Änderungen über sich haben ergehen lassen:
Schon nach den Aufnahmen zu Ghost Reveries musste Martin Lopez gesundheitsbedingt die Band verlassen (ihm geht es inzwischen wieder sehr gut und hat wieder eine Band am Start...), dieser wurde anfags ersatzweise durch Gene Hoglan ersetzt, dann folgte aber die feste Zusage von Martin Axerot (Bloodbath sag ich nur).
Ein weiterer Schock stand bevor, als Peter Lindgren die Band verließ, dieser aber schon wenige Tage später vom Ex Arch Enemy Gitarristen Fredrik Åkesson ersetzt wurde.

Änderungen am Sound? Was heißt Änderungen, eher Weiterentwicklungen!
Mastermind Mikael Åkerfeldt hat zwei Songs (darunter das auf dem Album vertretene Porcelain Heart zusammen mit dem Gitarrenzuwachs, ansonsten (wie vor Ghost Reveries auch) alles alleine.

Kommen wir zum neuen Werk, welches heute erschien und schon 3 mal durchgehört wurde (geht ja diesmal "nur" 55 Minuten), was einiges zu heißen hat.

Coil startet sehr soft und hätte auf Damnation stehen können. Das Ganze bringt eine Neuheit mit sich: Die Gastsängerin Nathalie Lorichs steuert ein paar Vocals bei, welches dem ganzen einen Gänsehautfaktor verpasst. Schon nach ein wenig mehr als 3 Minuten ist das vorbei und steigert sich am Ende ins Düstere.

Heir Apparent bietet düsterstes Riffing, welche von den Keyboards unterbrochen, aber mehr als passend eingflochten werden, der Song wird immer Doublebass lastiger und Akerfeldt growlt durchweg durch diesen extremen, heavy Song, welcher hin und wieder nicht nur durch oben genannte KEys, sondern auch eine Menge Akustig-Gitarren unterbrochen wird. Der Song ist mehr als spannend, und steht neben Deliverance wohl als der most heaviest Opeth Song ever da. Bis jetzt, denn es folgt eine gänzlich andere Granate.

The Lotus Eater, manchen schon über MySpace bekannt, ist eine Wucht (die gekürzte Roadrunner-Version ist noch lange nicht so intensiv!), beginnd mit einer gesummten Melodie, und geht sofort mit Blastbeats los, darüber Clean-Gesang. Sowas hatten wir auch schon bei Devin Townsend-Kapellen gehört, aber es kommt hier einfach nur schräg und abartig rüber, bevor der Song wieder das typisch rockige Riffing bietet mit urtypischen Growls. Auch hier wieder Breaks mit den Keyboards, welche den Song bedrohlicher dastehen lassen. Doch gegen 3/4 des Songs wird es jazzig. Hört sich unpassend an, ist es aber nicht. Der Song endet dennoch ziemlich heavy.

Burden geht da eine ganz andere Richtung, eine reine Ballade, die allerdings nicht in Kitsch erstickt, was manchem Song der Damnation doch negativ anlastete. GHier passt alles, der Song erzeugt gegen Ende eine leicht abartige Atmosphäre, immer schräger spielende Gitarren und abschließendes Gelächter leiten in den ebenfalls bekannten Song Porcelain Heart über, aber auch hier gilt: der Song ist länger als die Video-Version und viel spannender. Der Gitarrenneuzugang hat einige sehr geile Leadriffs mit eingestreut und macht den Song zu einem weiteren Meisterwerk im Hause Opeth.

Es folgt Hessian Peel, der zu 3/4 sehr soft rüber kommt und bezaubert, Akerfeld hat nochmals sehr an seiner Clean-Stimme gearbeitet und überzeugt vollkommen. Doch gegen Ende wird nochmal der ualte Opeth Metal Hammer ausgepackt und überwältigt einen regelrecht.

Hex Omega ist schon der letzte Track, der heavy startet aber sehr variantenreich rüberkommt, das ALbum aber leider für Opeth-Verhältnisse zu früh und zu ruckartig abschließt.

Man kann es schon aus den geschriebenen Zeilen lesen, das Album ist wieder einmal ein absoluter Geniestreich. Die Vorschusslorbeeren waren keinesfalls unberechtigt, das Album ist wahnwitzig, düster wie sau, verschachtelt,für manche vielleicht ein wenig zu überladen, aber für das geschulte Opeth-Ohr ist das alles kein Problem.
Das Album bleibt ähnlich wie bei Ghost Reveries schon nach dem ersten Hölrdurchgang hängen, hat aber wesentlich mehr Härte zu bieten.
Ein Vergleich zu den anderen Werken ist nur bedingt möglich, Ghost Reveries hatte zum Beispiel sehr offensichtliche Huldigungen an den 60s/70s Rock. Die hat Watershed zwar auch, aber ist dennoch atmosphärisch ganz anders aufgebaut.
Man muss dieses Album erlebt haben, und mit diesem Einstieg werden vielleicht auch mal ein paar, die Opeth zum Schlafmittel erklärt haben, überzeugt sein.

Der Nachteil mit der Spielzeit von 55 Minuten lässt sich übrigens ganz leicht lösen: Repeat!

Opeth stellen wohl die Roadrunner Records Band dar, die sich nicht irgendwelchen Forderungen gebeugt hat, im musikalischen Sinne.

KAUFEN!

Achja, die Zusatz DVD bietet auch Value for money, eine Doku auf Albumlänge ist dabei, die Opeth vom Rehearsal bis zum Studio begleitet, das Album als 5.1 Mix (wieder einmal Dolby Digital und DTS), leider mit einem kleinen Fehler beim Ende des ersten Tracks, was aber nicht stört, dazu noch drei Bonussongs, wovon einer wieder zusammen mit dem neuen Gitarristen geschrieben wurde.

achja: Habe rechtzeitig die amazon.de Edition mit Autogramm bestellt ;P
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Brücke zum neuen Opeth, 25. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
In dieser Rezension möchte ich auch auf das "gegenwärtige" Opeth eingehen. Ich bezwecke eigentlich mit diesem Beitrag ein kleines "Update" der älteren Rezensionen.

Als ich das Album das erste Mal "konsumierte" war ich ehrlich gesagt vollkommen verwirrt:
Songs wie Hessian Peel, Lotus Eater oder Porcelaine Heart klingen wie das "moderne" Morningrise.
Warum? Nun, da das Aneinanderhängen von verschienden Fragmenten, wie es vor allem in den ersten beiden Alben gemacht wurde, wieder zum Vorschein kommt. Nur sind es vollkommen andere Klänge, die einem da angeboten werden:
Moderne (Prog-)Riffs, kombiniert mit Ausflügen in die akkustischen Höhen, wechseln sich mit - ich nenne sie einfach mal - "Pop-Prog" ähnlichen Riffs ab, die eine so natürliche und positive Atmosphäre ausstrahlen, dass einem das diabolische dahinter beim ersten Hören gar nicht auffällt. (Man achte nur auf das Ende von Hessian Peel, wo ein dahinschmelzender Akkustiklauf in ein vorher angekündigtes Chaos umschwänkt, welches man bei Opeth noch nie hören konnte)

Um dann doch noch einmal, so sehr es auch schmerzt, den Versuch zu wagen, allgemeiner zu bleiben, gehe ich einfach mal auf das Album im Gesamten ein.

Das Album ist ähnlich metallastig wie "Ghost Reveries" und meiner Meinung nach eine klare Weiterentwicklung zum Vorgänger. Mikaels Gesang wird noch mehr in den Vordergrund gebracht (was mit seiner immer besser werdenden Gesangsstimme einher geht).
Die sicherlich ungewollt härteren Drums vom neuen Trommler "Axe" bringen meiner Meinuing nach Abwechslung rein. Mir persönlich gefällt das eher harte Schlagzeug zu den akkustischen Parts sehr, sowas schafft eine ganz andere Atmosphäre als in den Vorgängern.
Der Gitarrist, es tut mir Leid dies zu sagen, ist eine große Bereicherung für Mikaels Komparsen und mit Sicherheit technisch weiter als sein Vorgänger. Durch die schnellen Solis und das noch proglastigere Riffing kommt viel mehr Frische und Schwung in die neuen Songs.
Keyboarder Per war sowieso ein "Glücksgriff" für Mikael. Wer einmal "The Night And The Silent Water" mit Per live gesehen hat, kann dies nicht verneinen. Durch die Synths ist die Klangdichte immens erhöht worden. Ein Theorie-Laie wie ich würde jetzt sagen: Es klingt "epischer".

Zu den einzelnden Songs wurde schon viel gesagt. Dennoch möchte ich noch einmal auf die 5.1 Version auf der DVD eingehen.
Ich würde die Surround-Version als "gut mit Schwächen" einstufen. Mir gefällt die Double-Bass an manchen Stellen weniger und die Vocals/Instrumente sind teilweise zu laut oder zu leise. Alles keine schlimmen Patzer, doch die "Still Life" 5.1-Version fand ich persönlich besser - da kam direkt Freude auf :-)

Alles in allem ist "Watershed" kaum vergleichbar mit den Vorgänger-Alben, welche man noch mit älteren Opeth-Werken vergleichen konnte. Der Titel meiner Rezension soll darauf Bezug nehmen. Der kürzlich veröffentlichte Track "Throat of Winter" macht mir nochmals bewusst, dass Opeth noch mehr in die Richtung "Experimentelle Musik" gegangen ist. Ich denke, dies liegt vor allem an Mikaels zunehmenden Desinteresse an "Counterpoint"-Kompositionen wie bei Morningrise und Orchid.

Man kann gespannt sein, ob Watershed in Sachen Eigenständigkeit übertroffen werden kann. Watershed ist auf jeden Fall eines der interessantesten Alben, der letzten Jahrzehnte.

Mehr - Abwechslung - geht - nicht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur genial!, 12. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Als erstes muss ich sagen das ich überhaubt kein Fan von Growls bin. Desegen hat es auch bei mir eine weile geduert bis ich mich endlich an Opeth herangewagt habe. Im nachhinein muss ich sagen das es ein schwer wiegender Fehler gewesen wäre diese Band wegen Growls zu ignorieren. Den diese sind einfach genial!

Watershed verbindet sehr viele Element wie Death Metal, Progressive Metal und auch Folk. Es sind passagen in dem Album vorhanden die an Pink Floyd, ELP usw. erinnern. Diese geniale verbindung macht das Album wie die Band Opeth einsigartig. Keiner der Songs fällt ab. Alle sind auf einem wahnsinnige hohen musikalischen Level. Der Gesang (inklusive der Growls) ist immer passend. Mikael hat eine wunderschöne ruhige Stimme. Die Keybords von Per fügen isch wunderbahr in das gesamte Konzept der Platte ein und bringen sehr schöne Spannungsbögen. Insgesamt ist der Wechsel zwischen harten und ruhigen Passagen perfekt inziniert. Die DVD ist informativ und nett aufgemacht. Das fehlen von Lyrics liegt daran das diese zu persönlich sind

Da dies mein erstes Album von Opeth ist werd ich mir die anderen Werke nach und nach zulegen. Für alle die Prog Metal mögen eine unbedingte Kaufempfehlung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Krönung, 2. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Watershed (Audio CD)
Opeth im Jahre 2008 klingen so gut wie nie zuvor! Es ist erschreckend dass sich die Band konsequent weiterentwickelt ohne auch nur ein Stück von ihren Markenzeichen missen zu lassen.

Zur CD selber kann man eigentlich nur sagen "All Killers - No Fillers" :

Der Opener mit dem weiblichen Gesang ist die erste Überraschung der Scheibe. Sehr simple Struktur für Opeth aber wunderschön. Die restlichen Songs kann man eigentlich nicht beschreiben, weil sie (mal wieder) so komplex sind dass man bei jedem neuen Durchlauf der CD wieder Kleinigkeiten entdeckt. Die Abstimmung zwischen Metal / Progressive Elementen stimmt haargenau. Auch der häufig wechselnde Gesangstil passt hervorragend.

Die Musiker, die sich zu dieser Scheibe zusammengefunden haben, sind das beste und stärkste Line Up, dass es in der Bandgeschichte gab.

Was kann nach so einem Album noch kommen???

Ich bin jetzt schon gespannt ;)
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Watershed
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