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65 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sophisticated!
Spätestens seit Opeths letztjährigem Oberhammer "Deliverance" sollte Steven Wilson auch Metal Fans ein Begriff sein - der britische Soundtüftler hat nämlich die letzten beiden Opeth Alben produziert und seine unverwechselbare, klare Stimme ist sowohl auf der 2001er Scheibe "Blackwater Park" wie auch auf "Deliverance" in einigen Songs zu hören. In...
Veröffentlicht am 28. März 2003 von JR

versus
11 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher enttäuschend!!
Einige Monate müssten die europäischen Fans dieser genialen Band um den Mastermind Steven Wilson auf das neue Album warten und was nun geboten wird, konnte mich als Fan der Anfänge von Porcupine Tree nicht überzeugen. Vorbei sind die Zeiten als diese Band doch einmalige Musik, eine Symbiose aus mehreren Rockstilen, genial kombinierte. Nun klingt meines...
Veröffentlicht am 2. Februar 2003 von Minovi, Amir


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65 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sophisticated!, 28. März 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Spätestens seit Opeths letztjährigem Oberhammer "Deliverance" sollte Steven Wilson auch Metal Fans ein Begriff sein - der britische Soundtüftler hat nämlich die letzten beiden Opeth Alben produziert und seine unverwechselbare, klare Stimme ist sowohl auf der 2001er Scheibe "Blackwater Park" wie auch auf "Deliverance" in einigen Songs zu hören. In der Progressive-Szene ist der Mann dank seinem Hauptprojekt PORCUPINE TREE und diverser abgefahrener Nebenbands wie No-Man längst eine Legende - das Allroundtalent hat sich unter anderem einen Namen als Komponist, Gitarrist, Sänger und Produzent gemacht, wobei Wilson sich so ziemlich alles, was er über Musik weiss, selber beigebracht hat. Porcupine Tree wurde von Steven Wilson 1987 als ein-Mann Projekt ins Leben gerufen und sollte ursprünglich nur als Experimentierfläche für experimentelle und progressive Studiomusik dienen. Das 1993 erschienene Debütalbum "On the Sunday of Life"  und das darauffolgende "Up the downstair" bieten psychedelischen, hypnotisch-gleichförmigen Sound, der im Indie-Underground mit viel Lob bedacht wurde. Von den unerwartet positiven Echos überrascht, beschloss Wilson, Ernst zu machen und holte Ende 1993 Colin Edwin (Bass), Richard Barbieri (Keyboards) und Chris Maitland (Drums) in die Band um auch Liveshows spielen zu können. Anfang 2002 wurde Chris Maitland durch Gavin Harrison ersetzt, ansonsten ist dieses Line-up bis heute erhalten geblieben.
Mit dem 97er Hammer "Signify" bewegte man sich in eine rockigere, bandfreundlichere Richtung, die Songs wurden kürzer und weniger experimentell und der Trademark-Sound der heutigen Porcupine Tree begann sich herauszukristallisieren. 1998 und 2000 folgten die Alben Stupid Dream und Lightbulb Sun, welche beide von der Kritik gefeiert wurden und durchaus als richtungsweisend für den modernen Prog-Rock bezeichnet werden dürfen.
Vergleicht man nun das aktuelle Album "In Absentia" mit den früheren Werken, so steht die Scheibe in der Diskographie von Porcupine Tree als logischer - vorläufiger - Endpunkt einer kometenhaften Weiterentwicklung: Die Progressivität und "Trippiness" der Frühwerke schimmert noch immer in einigen Songs durch, der auf "Signify" begründete und auf den Nachfolgealben kontinuierlich weiterentwickelte verträumt-melancholische Markenzeichen-Sound durchtränkt jeden Ton von "In Absentia" und die auf den letzten Alben teilweise noch vorhandenen "losen Enden" werden zu einem homogenen, professionell klingenden, aber nie sterilen Gesamtgefüge verknüpft. Dabei gibt es auf "In Absentia" durchaus auch Neues zu hören: Die Zusammenarbeit mit Opeth hat offenbar ein klein wenig auf Steven Wilson abgefärbt, was sich in den teilweise ziemlich metallischen Riffs äussert, die so auf den Vorgängeralben noch nicht zu hören waren. Im von epischen Elektro-Soundlandschaften getragenen Song "Gravity Eyelids" lässt die Band ihrer Experimentierfreude freien Lauf und das als Single ausgekoppelte "Strip the Soul" ist in seiner überraschenden Aggressivität und Düsternis ein Schlag ins Gesicht aller Nu-Metal Wannabes. Generell wird auf In Absentia Abwechslung grossgeschrieben - vom in den Grundstrukturen fast "klassisch" anmutenden Rocksong über die sphärische Hymne und den stampfenden Riffhammer bis hin zur Pianoballade gibts hier für jeden etwas. Bei aller Diversität wirken die Kompositionen aber nie forciert, überladen oder poppig-anbiedernd und enthalten stets die unverkennbare Porcupine Tree-Handschrift, die dem Hörer bereits nach einigen Durchläufen irgendwie altbekannt vorkommt - etwas, das meiner Meinung nach alle ganz grossen Bands auszeichnet.
Instrumental sind die Briten über alle Zweifel erhaben - man merkt, dass hier ein eingespieltes Team am Werk ist, das genau weiss wo seine Stärken liegen, und wie es einen möglichst "tighten" Sound hinbekommen kann. Steven Wilson schafft es, auch ohne allzu ausschweifende Soli einen unverkennbaren Stil an der Gitarre zu markieren und vor allem mit der Akustikgitarre immer wieder faszinierende Klangnetze zu weben, Basser Colin Edwin liefert teilweise schwindelerregend gute Licks, Gavin Harrison an den Drums sorgt für ein solides Rhythmusfundament und Keyboarder Richard Barbieri glänzt durch dezente, aber effektive Einsätze und seine gut arrangierten Elektro-Parts.
Fazit: Gesamthaft gesehen muss "In Absentia" wohl als das bis Dato beste Werk der Band bezeichnet werden - wobei der Vergleich mit den völlig anders aufgebauten psychedelischen Frühwerken nicht wirklich funktioniert. Doch es ist nicht abzustreiten, dass Porcupine Tree nie reifer und ausgefeilter geklungen und sich kompositorisch ganz stark weiterentwickelt haben, was Songs wie "Prodigal" (Pink Floyd klangen auch nie besser), "Trains" (meiner unmassgeblichen Meinung nach der beste Song der Band) oder "Sound of Muzak" (Kampfansage an den Kommerz) auf eindrucksvolle Art beweisen. Zieht man noch die intelligenten, poetischen Texte in Betracht, muss man "In Absentia" ganz klar zu einem der besten Prog-Rock Alben der letzten Jahre erklären und eine allgemeine Kaufpflicht für alle Freunde intelligenter Musik ausrufen.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk!, 16. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree hat bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) lag schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich war. Blieb für den „echten" Fan bislang nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" geworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine zunächst schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung, die dann zwischenzeitlich mächtig abrockt. Ein ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingender Mittelteil rundet den Titel ab.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück, was nicht so ganz mein Fall ist.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steven Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Die auf der zweiten CD gebotenen Bounustracks sind mit Sicherheit auch nicht zu verachten. Das überwiegend ruhige und psychedelisch anmutende "Chloroform" war ja zwischenzeitlich schon auf der Internetseite von Porcupine Tree zu hören, wenn man das Glück hatte, diese zur richtigen Zeit anzuwählen.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik für die Ewigkeit, 26. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Was soll man über ein Album schreiben, welches sich mit Worten nur so dürftig beschreiben lässt, dass man an seinem eigenen Wortschatz zu scheitern droht? Mitreissend & abweisend, bedrohlich & doch so offen, düster & trotzdem strahlend, relaxed & gleichzeitig aggressiv... Dies alles sind Attribute, die sich im Sound von PORCUPINE TREE finden lassen, und sie können nicht annähernd das ausdrücken, was die Engländer mit einem jeden ihrer Songs schaffen. PORCUPINE TREE haben sich seit Jahren eine eigene Nische im (Prog)Rock geschaffen und ziehen seit jeher ihr Ding als das Chamäleon des Rockgeschäfts durch. Und obwohl dieses eindeutig die Wurzeln der Band darstellt, scheint Mastermind Stephen Wilson ständig nach neuen Einflüssen zu greifen, um PORCUPINE TREE voranzutreiben und gleichzeitig doch immer wieder beim ureigenen Sound zu bleiben. So hat der Hauptsongwriter der Band trotz wohlverdientem Wechsel zu einem Major Label Wort gehalten und lässt seine Band nach der Zusammenarbeit mit OPETH (Stephen Wilson hat "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert) mit "In Absentia" deutlich härter erklingen als jemals zuvor. Zwar sollte man sich dadurch kein "Metal"-Album erwarten, aber damit werden Fans sowieso nicht rechnen. Selten hat mich ein Album so stark berührt wie "In Absentia" und wer's nicht glaubt, der soll sich einen Song wie "Trains" anhören, um zu verstehen, wovon ich spreche: Wunderschöne Gitarrenriffs, sphärische Keyboards, Wahnsinns-Streicherarrangements - und ein Gesang, wie er trauriger und trotzdem hoffnungsvoller nicht sein könnte. Und während Songs wie "Blackest Eyes" oder "Prodigal" eher kommerziellerer Natur sind, zeigt ein Track wie "Gravity Eyelids", dass PORCUPINE TREE nach wie vor zu einer der tiefgreifendsten Bands gehören und in Punkto Songwritingqualität meilenweit der Konkurrenz voraus sind. Wer glaubte, ANATHEMA's "A fine Day to exit" wäre nicht mehr zu toppen - "In Absentia" tut's - und mit was für einer Macht!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk seines Genres, 13. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Progressive Rockmusik, unter diesem Begriff lassen sich Bands wie Pink Floyd oder Marillion einordnen, Gruppen die sich in den mittleren sechziger bzw. siebziger Jahren formierten und der sphärisch/bombastischen künstlerischen Rockmusik verschrieben. Die Musik von Porcupine Tree zählt auch zu dieser Stilrichtung, doch während Pink Floyd immer mehr im technischen Overkill versackten und sich schließlich nur noch kopierten oder wie Marillion etwas zu stark am Pop orientierten. können „PT" von sich behaupten diese Stilrichtung ins neue Jahrtausend transportiert zu haben. Anfang der neunziger Jahre gegründet verpaßten sie dem Progressive Rock einen modernen, ganz individuellen Anstrich. In Absentia ist schlichtweg ein Meisterwerk. Wird man zu Anfangs von den harten Metal-Riffs des ersten Titels etwas verschreckt, wandelt sich die anfängliche Skepsis in Begeisterung.
Akkustikgitarren, sphärische Keyboardteppiche, hypnotische Basslinien und perfekt integrierte Gitarrensoli zeigen, dass abseits des HipHop/R n`B/Soul/Pop/NuMetal-Kommerzmülls noch innovative Musik entsteht.
Nach meinem persönlichen Geschmack sind Songs wie „The Creator Has A Mastertape", „Strip My Soul"
oder „Wedding Nails" etwas zu sperrig und fügen sich nicht recht zum Rest des Albums. Die anderen Stücke aber sind jeder für sich eine Offenbarung und vom mitreißenden „Trains" über das sphärische „3" bis zum überirdisch schönen Schlußpunkt „Collapse The Light Into Earth" ein Hörerlebnis der besonderen Art.
Eines DER Alben des Genres und ein wirklicher Geheimtipp!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 4. November 2002
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree haben bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) liegt schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich ist. Bleibt für den „echten" Fan momentan nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" gworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung und einem ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingenden Teil.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steve Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Porcupine Tree at the top! - darkscene.at, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Man kann zu Porcupine Tree stehen wie man will, Fakt jedoch ist, dass sich die Briten über etliche Jahre ihren heutigen Status hart erarbeitet haben. War das Fundament bis in die späten Neunziger mit den wegweisenden Outputs "Stupid Dream" (1999) und "Lightbulb Sun" (2000) (auch diese beiden CDs gelten unter Insidern als Klassiker) längst errichtet, war der Major Deal für das hier vorgestellte "In Absentia" Werk geradezu überfällig. Es ließe sich bei den verspäteten Progressive Rock Helden rund um Mastermind Steven Wilson vorzüglich darüber streiten, welches das stärkste, oder sagen wir mal das meist repräsentative" Album ist, doch in der engeren Wahl blieb ich beim siebten Masterpiece hängen.

Für mich persönlich steht "In Absentia" deshalb in der internen Pole Position, weil es zum Einen meinen Zugang in diesen wundervollen Klangkosmos der Briten einläutete, und zum Anderen, weil es trotz der hohen qualitativen Dichte früherer und späterer Outputs genau jene Silberscheibe ist, die ich am liebsten aus dem gedehnten und gequälten Regal raus zupfe. Zugegeben: das bizarr anmutende Artwork sowie die kapitale Lobeshymne im Rock Hard von Michael Rensen waren dazumal Ausschlag gebend, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen.

Es scheint dem schmächtigen Tüftler Wilson, der neben Gesang und Gitarre auch alle Arrangements aus seiner überschäumenden Kreativität hervor zaubert, wie in die Wiege gelegt, den Spirit von den Siebziger Progressive Rock Legenden à la Pink Floyd mit dem kühleren Sound jüngerer Phonarchitekten wie z. B. Tool in Einklang zu bringen, um damit eine völlig eigene Nische zu bedienen, in die man sich nur zu gerne rein fallen lässt. Weshalb der Silberrundling recht heavy aus den Boxen donnert, kommt nicht von ungefähr: Steven hatte zuvor die beiden Opeth Scheiben "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert - in späteren Interviews gab der Majestro zu, dass diese Kooperation deutlich auf den PT Sound abgefärbt habe. Welch enge Freundschaft die Herren Wilson und Akerfeld bis heute verbindet, muss wohl nicht groß ausgeschmückt werden.

Die satte Gitarrenwand und der geschmeidige Chorus bei "Blackend Eyes" waren jedenfalls die Initialzündung, "In Absentia" nach gefühlten 95 Sekunden aus dem Player zu nehmen, um das Ding der Begierde käuflich zu erwerben. Das war gut so, denn abgeschottet von störenden Faktoren konnte ich bald entdecken, für was der Name Porcupine Tree nämlich wirklich steht. So typisch progressiv, geschweige kopflastig ist das Songwriting nämlich gar nicht, nein, geht es bei der Wilson'schen Vision doch viel mehr darum, tiefen und verworrenen Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Die technischen Feinheiten lauern bei Porcupine Tree eher im Hintergrund, was im Gesamtkontext jedoch ein Feeling zur Folge hat, das für so viele Rockbands unerreichbar bleibt. Wesentliche Rolle spielt hier jedenfalls Wilson's nachdenkliche und introvertierte Erzählweise, sowie die Dynamik zeugende Laut/Leise-Wechselstrategie. Melancholisch ist der allgemeine Grundton, stets filigran die Ausführung. Leidenschaft die Essenz.

Hier berührt jeder einzelne Ton empfängliche Seelen, insbesondere gilt das für akustische Streicheleinheiten der Kategorie "Lips Of Ashes" (!!!), "Trains" und "The Sound Of Muzak", handelt es sich hier um drei garantiert Kitsch-freie Balladen, bei denen das Quartett weit über die gemeinhin bekannten Komfortzonen in schreiberischer Hinsicht hinaus gegangen ist. Nicht weniger tiefschürfend und beeindruckend das dezent zum Industrial-Sektor schielende, latent drückende "Gravidy Eyelids", sowie das von dichtester Kulisse gesäumte "3" - ein Lied, das anhand der drüber garnierten Streicher den letzten Rest an morbider Gänsehautstimmung besorgt. Das ist Isolation pur, und dennoch so was von schön und ergreifend, dass man davon am liebsten absorbiert werden möchte. Mit "The Creator Has a Mastertape" hat sich zwar ein weniger attraktiver Song ins Repertoire eingeschlichen, was bei diesem imposanten Gesamtkunstwerk aber keine besondere Rolle spielt. Denn mit "Heartattack In A Layby" und "Strip The Soul" gibt es noch zuhauf starke Momente, die "In Absentia" (wenn auch bedächtig ruhig bei ersterem), wundervoll abrunden.

Jetzt hätte meiner Einer bei aller imaginärer Verbeugung vor diesem Tausendsassa Steven Wilson beinahe die anderen Members vergessen: Ja auch die Herren Richard Barbieri (keyboards), Colin Edwin (bass) und Gavin Harrison (drums) hatten natürlich ihres dazu beigetragen, dass Porcupine Tree mit dieser Veröffentlichung den entscheidenden Sprung nach vorne schufen, der später ein ums andere mal übertrumpft wurde. Sozusagen die Schlüsselstelle dieser fast makellosen Karriere, die abgesehen von den zahlreichen Nebenspielwiesen Blackfield, No-Man, Steven Wilson (solo) u. a. hoffentlich noch einiges zum Vorschein bringt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PT metallischer und weniger floydig..., 18. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
So, wollen wir mal dieses hochgelobte 'In Absentia' kommentieren, um es gleich ins rechte Licht zu ruecken :) Nein, mal im Ernst 'In Absentia' stellt fuer mich nicht gerade den Hoehepunkt der PT-Karierre dar. Sicherlich es ist das Album, dass vom Stil her in die heutige Zeit am Besten passt, allein schon weil es einfach haerter ist und die Songs nicht allzu lang sind. Aber mein Lieblingsalbum ist es nicht. Doch trotzdem ist es sehr interessant!

Einige Rezensenten schreiben ja, dass dieses Album auch eine Rueckbesinnung auf Alben wie 'The Sky Moves Sideways' zu sein scheint. Also das hoere ich beileibe nicht raus. Sicher gibt es psychedelische Momente auf diesem Album, aber das klingt hier alles nicht so genial-spacig wie frueher, sondern einfach anders. Nicht unbedingt schlecht, sondern einfach anders, und darum halt auch irgendwie sehr interessant.

Sphaerischen Momente sind das balladeske 'Prodigal' und das weitestgehend instrumentale '.3' (komischer Titel), welches zum Ende hin langsam aufbaut um am Schluss von schwebenden Keyboards und einer interessant klingenden E-Gitarre dominiert wird.

Naja, kommen wir zu den Stuecken im neueren Stil. Der Opener 'Blacksest Eyes' beginnt mit harten Riffs, um als - im Vergleich zum Anfang - beschwingter Rock-Song fortgefuehrt zu werden, immer unterbrochen von den fuer PT-Verhaeltnisse boesen Gitarrenriffs. 'Trains' entwickelt sich nach mehrmaligem Hoeren zum echten Ohrenschmaus. Eine tolle Akkustikballade(Wobei das nicht der passende Ausdruck ist), die man sich einfach anhoeren muss, weil es sich schwer beschreiben laesst, was gerade an diesem Stueck so toll ist. Es zeigt mal eine sehr schoene, melodische-songorientierte Seite von Porcupine Tree. Ich finde halt einfach die Akkustik-Riffs genial, die spaeter zu bombastischeren E-Gitarren-Riffs werden, mal von den beiden Soli ganz zu schweigen. Dieser neue Stil gefaellt mir richtig! Warum kommt solch ein Track eigentlich nicht in die Charts?

Die psychedelischeren Stuecke wie 'Lips Of Ashes' und 'Gravity Eyelids' wirken fuer mich eher unausgereift und dümpeln irgendwie vor sich hin, statt wirklich mitzureissen. ist aber mal wieder ein anderer Sound von Porcupine Tree, und ist doch schoen, wenn irgendwer ueber dieses Album zur Band kommt, der bis dato noch nix mit ihr anfangen konnte.

Im riff-dominierte 'Wedding Nails' geht es ordentlich zur Sache. Das Stueck mach ordentlich Druck! 'Strip The Soul' ist dann der untypischste Porcupine Tree Track ever. Irgendwie sehr provokant. Das Video passt auch eher nicht zu Porcupine Tree, sondern viel eher zu anderen Bands. Mir gefaellt jedenfalls die Basslinie.

'Sound Of Muzak' nimmt dann ansatzweise den Stil bei 'Halo' von der 'Deadwing' vorweg. In den Strophen schon fast gesprochener Text, im Refrain dann die melodische Seite. Ganz gut gemacht, anders als man es bisher von denen gewohnt ist.

Den versoehnlichen Abschluss des Albums bildet die schoene Piano-Ballade 'Collapse The Light Into Earth' Das erinnert hier uebrigens sogar an Coldplay. Noch schoener ist allerdings das ebenfalls balladeske 'Heartattack In A Laybay' mit seinem herrlich-sphaerischem Harmoniegesang. So wunderschoen, ich kann mir dazu sogar ein perfekt passendes Video vorstellen...

Ein Album, durch dass Porcupine Tree sicher neue Fans hinzugewonnen haben. Mein Stil ist es aber nicht so ganz. Trotzdem moechte ich die gute Scheibe nicht missen. Vor allem nicht 'Trains' und 'Heartattack In A Laybay'.

Ich gebe "nur" 4 Sterne, weil ich die anderen Alben einfach besser finde!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Achterbahnfahrt, ein komplettes Epos, 10. September 2003
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Hier haben wir den dritten Teil des progressiv-düsteren Dreigestirns 2003, neben Katatonia ("Viva Emptiness") und Opeth ("Damnation"). Und wenn ich das so sage, wird klar, dass wir es hier auch mit einem qualitativen Niveau zu tun haben.
"In Absentia" ist jedoch bei weitem nicht so depressiv wie die genannten Alben, geht aber emotional trotzdem noch verdammt tief. Und es ist ein breitgefächertes Emotionsspektrum, dass uns Bandchef Steve Wilson hier anbietet; es ist eine Auffächerung der Gefühlsfarbe Melancholie. Und wenn ich die Gelegenheit habe, weise ich doch grade mal auf das unglaublich schöne "Heartattack in a Layby" hin. Eine sanfte, schwebende, dunkle, kühle Ballade, die eigentlich keinen Kommentars bedarf. Ebenso leicht wie nachdenklich und glückselig schaukelt sich "Collapse light into Earth" in die streichersatte Melancholie, und damit sind die beiden Höhepunkte genannt.
Dazwischen gibts Liedkunst vom Feinsten, in krasser Abwechslung, trotzdem stilistisch immer am roten Faden. Industrial-Metallisches trifft auf fast britpoppiges Akustik-Geschrammel, Floyd'sches Pathos gekreuzt mit leicht frickligen, headbangreizenden Saitenausflügen, Samples und Elektronika zwischen nachdenklichen Klampfen- und Klavierthemen.... der Vielfalt dieses Werks ist mit ein Paar Worten nicht Ausdruck verliehen. Und dabei vermeidet es die Band mit traumwandlerischer Sicherheit, mit ihren technischen Fähigkeiten etwaige songwriterische Schwächen kompensieren zu wollen - hier stimmt beides und zurückgestellt wird angenehmerweise nur der instrumentale Showdown. Bezüge zu Dream Theater & Co. sind deshalb eigentlich nicht so überdeutlich, wie in mancher Beurteilung zu lesen war, zu erkennen.
Seht diese Platte eher als den progressiven Rock der Zukunft an. Große Worte sind hier erlaubt, weil das Album in seinem Variantenreichtum und seiner Ideenfülle jede Kritik im Keim erstickt. Stimmig, emotional, abwechslungsreich, vollkommen.
Ladies and Gentlemen - Musik 2003!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Einstieg, 24. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
In Absentia war das erste Album von Porcupine Tree was ich zufällig bei einem Freund vor 3 Jahren gehört hatte. Ich weiß noch genau als Blackest eyes das erste Mal lief. Es haute mich regelrecht um! Ich dachte nur, was ist das denn für wunderschöne aber überhaupt nicht kitschige Musik. Geile Melodien, fette Gitarrenriffs und ein Hammer Drummer. Mit dem anschließenden Trains war es endgültig um mich geschehen und ich fragte meinen Freund welche tolle Gruppe das denn sei.

Im Laufe der letzten Jahre hab ich mir so ziemlich alles von Porcupine Trees wunderschönen Kompositionen angeeignet und inzwischen ist diese Band einer meiner Lieblingsbands. Sie berührt mich wie kaum eine andere und entwickeln sich ständig neu, so dass es nie langweilig wird.

Auch nach 3 Jahren hat dieser Silberling sich nicht im Geringsten abgenutzt. Ich höre dieses Album immer noch mit voller Begeisterung. In Absentia ist meiner Ansicht der perfekte und auch beste Einstieg, denn es ist die Platte mit der Vielschichtigkeit welche die Band in ihren verschiedenen Schaffensphasen vorzuweisen hat. Seien es nun die leicht angehauchten floydigen Stücke Lips of Ashes oder.3, wie aus ihrer früheren Phase (The sky moves sideways, Up the downstairs) oder die leicht einprägsamen in warmen Melodien getränkte Songs Trains, Blackest eyes oder Prodigal, wie in ihrer Lightbulb sun und Stupid dream Phase. Auch zeichnet sich die etwas härtere Gangart z.B. Wedding nails und Strip the soul wie sie auf den neueren Werken Deadwing und Fear of a blank planet zu finden ist ab.

Des Weiteren kann ich nur allen empfehlen die DVDA dieses Meisterstücks zuzulegen, denn hier befinden sich noch zusätzlich 3 weitere Tophits (insgesamt 18 Minuten) dieser Ausnahmeband, welche mit zu meinen Lieblingskompositionen von den Mannen um Steven Wilson gehören.

Insgesamt ein Album was man keinesfalls nebenbei hören und für das man sich Zeit nehmen sollte. Meiner Meinung ein Meisterwerk!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliche Vermischung diverser Genres, 12. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Absentia (Audio CD)
Ich hab bis Juli 2006 noch nie etwas von Porcupine Tree, geschweige denn von einem Steven Wilson gehört. Auf dem Arrow Rockfestival, welches ich eigentlich nur wegen Roger Waters besucht habe, spielte die Band dann im "Vorprogramm". Ich war deart angetan von der Musik, dass ich mir direkt In Absentia und den Nachfolger Deadwing zugelegt habe, da aus deren Songs nahezu das gesamte Programm bestand. Ich bin schlicht weg begeistert. Die meisten neuen Alben anderer Bands sind entweder übelster Mainstream Pop, der nicht lange Bestand haben wird, oder man gibt sich Punkrock der einfachsten Sorte hin. Alles schon mal da und haufenweise zu bekommen. Porcupine Tree haben vor allem eins: Bei aller Härte und allen Metalambitionen finden sich immer herrliche Melodien. Die ganze Musik ist handgemacht, spielt sich auf sehr hohem Niveau ab, wie ich es eigentlich nur von Bands wie Pink Floyd oder Yes kenne. Wobei Porcupine Tree es vermeiden auf Teufel komm raus komplizierte 30 min Stücke zu kreieren, wie man sie von Yes der 70er und auch in letzter Zeit immer wieder zu hören bekommt. Man kann In Absentia komplett durchhören. Der Opener wartet mit harten Riffs auf, die sich unerwartet in fast akustische Melodien umwandeln. The Sound of Muztak hat einen coolen Text, die Gesangsharmonien sind unübertroffen. Gegen Ende wirds dann doch etwas verwinkelter und komplizierter, aber man kann beim letzten Song wieder Luft holen und findet zur Ruhe zurück. Kurz: Ein hervorragendes Album für Leute, die Ansprüche an die Musik haben und nicht einfach jeden neuen Trend mitmachen wollen. Und wenn die Band mal in der Stadt sein sollte: Auf jedenfall hingehen. Porcupine Tree sind nämlich nicht nur auf der CD große Klasse, sondern sie sind auch eine wahnsinnig gute Live Band!
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