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5.0 von 5 Sternen Hammer!
Klar, Leute, sind wir doch mal ehrlich: einige lieben SEPULTURA schon seit "Roots" nicht mehr, weil das zu wenig Metal war. Andere wiederum würden sterben für "Chaos A.D.". Wieder andere hielten Cavaleras Abgang für Hochverrat. Auf welcher Seite die "Schuld" lag, soll mir mittlerweile egal sein. Jedenfalls ist es SEPULTURA nach...
Veröffentlicht am 21. Juni 2001 von Stefan Schröder

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kreativer Stillstand
Es gab mal Zeiten, in denen Sepultura zu den innovativsten Metalbands dieses Planeten zählten und in einem Atemzug mit Metallica oder Slayer genannt werden konnten. Doch nach dem Weggang von Frontmann Max Calvera, der durch Derrick Green nicht adäquat ersetzt werden kann (auch wenn er besser ist als auf seinem ersten Sepultura-Album "Against"), befinden sie sich...
Veröffentlicht am 10. Juli 2003 von Martin Oehri


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer!, 21. Juni 2001
Von 
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Klar, Leute, sind wir doch mal ehrlich: einige lieben SEPULTURA schon seit "Roots" nicht mehr, weil das zu wenig Metal war. Andere wiederum würden sterben für "Chaos A.D.". Wieder andere hielten Cavaleras Abgang für Hochverrat. Auf welcher Seite die "Schuld" lag, soll mir mittlerweile egal sein. Jedenfalls ist es SEPULTURA nach dem wirren und trotzigen "Against" endlich gelungen, Neu-Brasilianer Derrick Greene endlich zu einem vollwertigen Bestandteil des Sepultribes werden zu lassen. Denn was der Vierer uns auf "Nation" präsentiert, ist ehrlich gesagt mehr als fett. Da nützen auch die Rufe der "Roots"-Verfechter nichts. Klar, "Roots" war ein Meilnstein, dessen Status "Nation" nie erreichen wird können, aber sieht man endlich mal von den unsäglichen "vorher war alles besser"-Unkenrufen ab und sieht das Werk ganz für sich, ist man mehr als erstaunt. Am Anfang wird man überfahren von "Sepulnation", das als neue Bandhymne sofort ins Ohr geht und den Kurs des Quartetts präzise darstellt: "Wir waren, sind und bleiben SEPULTURA. Auch mit oder gerade wegen Derrick Greene" Diesen eindrucksvollen Beweis setzen SEPULTURA im weiteren Verlauf der Platte fort, wobei es schwierig ist, Lieder aus dem stimmigen Gesamtkontext herauszureißen. Soulfly jedenfalls präsentieren sich nicht als eine solche homogene Einheit, lebt diese Band doch ausschließlich vom Ruf Max Cavaleras. SEPULTURA hingegen zwigen, dass sie imstande waren, ein neues Herz im menschlichen und musikalischen Brustkorb wachsen zu lassen. Denn wie ein künstliches Herz wirkt Greene doch nun wirklich nicht, oder, "Roots"-Freunde ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein Sepultura Album, das überzeugen kann!, 29. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nation (Audio CD)
Nachdem der verbliebene Sepultribe ergänzt durch Derrick Greene 1998 mit "Against" das erste Album der Post-Max Cavalera-Ära veröffentlichte, wurde deutlich, daß die Band ihren Stil noch nicht gefunden hatte und eine gewisse Unsicherheit vorherrschte. 2001 legen Sepultura die zweite Scheibe ohne Max vor. Die Frage ist nun, ob sie mit diesem Werk endlich die Schatten der Vergangenheit abschütteln können. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Band ist musikalisch und menschlich zusammengewachsen, was auch beim Hören von "Nation" deutlich wird. Um dies zu verdeutlichen, hat man mit dem Neo-Thrash-Kracher "Sepulnation" eine neue Bandhymne geschaffen, die durchaus zu den Highlights auf der Platte zählt. Die Jungs gehen auf "Nation" nicht experimenteller zu Werke, als bei "Against". Im Gegenteil, manche Songs erinnern eher an "Chaos AD" Zeiten. Fast schon obligatorisch ist der Einsatz zahlreicher Gastmusiker, die der Platte eine sehr unterschiedliche Soundstruktur bescheren und den jeweiligen Songs ihren Stempel aufdrücken. Durch diese stilistische Mannigfaltigkeit kommt man in den Genuß von reinen HC-Attacken ("Revolt", Human Cause" mit Hatebreed-Sänger Jamey Jasta), Dub/Reggae Spielereien ("Tribe To A Nation" unterstützt von Dr. Israel) oder atmosphärischen Instrumentals ("Valtio" gespielt von Apocalyptica) auf einem Album. Zudem setzt Derrick sein Organ den Songs entsprechend sehr facettenreich ein. Produziert wurde das Teil übrigens zum ersten Mal seit "Beneath The Remains" wieder in Brasilien. Fazit: Nach der musikalischen Orientierungsphase "Against", haben die Brasilianer nun ihren Sound gefunden. Mit Sepultura darf wieder gerechnet werden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nation- Ein weiterer Meilenstein der vier Brasilianer !!!!!!, 4. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Diese CD brilliert durch ihre Vielfältigkeit. Melodiöses und Brachiales ergeben ein ausgewogenes Wechselspiel, welches sich jedoch harmonisch in das allgegenwärtige Konzept einer utopischen Nation integriert. Mit ihren aufruettelnden Lyrics bleibt die Band erneut ihrem gesellschaftskritischen Anspruch treu.
Die facettenreiche Stimme von Frontman Derrick Green trägt viel zur unglaublichen Intensitaet dieses Longplayers bei. Die Produktion ist beinahe unerreicht in dem Genre, und setzt sowohl die feinen Bassläufe Paulo Jrs, die ausgefeilten Gitarrenriffs Andreas Kissers, als auch das wuchtige Drumming Igor Cavaleras perfekt um. Das ausgezeichnete Songwriting, und dessen geniale musikalische Umsetzung zeugen von einer weiteren Glanzleistung der vier Brasilianer.
Für Unterstützung sorgen solche illustren Gäste wie Jello Biafra, Jamie von Hatebreed, Gordo, DJ Israel und Apocalyptica, mit ihrer Cellohymne Valtio.
Ein weiteres Bonbon der Digipack-Version sind neben der graphischen Gestaltung des Artworks, die 5 Bonustracks: Das Bauhaus-Cover Bela Lugiosi's Dead, Annihilation von Crucifix, Rise Above von Black Flag, die Demoversion von Revolt, sowie der Livetrack Roots Bloody Roots. Alles in Allem, ein absolutes Muß und ein echter Hörgenuß!!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufbruch zu neuen Ufern, 28. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Auf ihrem neuen Album "Nation" zeigen sich Sepultura vielseitiger und inspirierter als je zuvor. Nach dem Ausstieg ihres früheren Sängers Max Cavaliera und dem sowohl künstlerisch als auch kommerziell nicht gerade berauschenden Werk "Against" könnte der Band mit dem neuen Album ein Comeback gelingen. Ein sehr abwechslungsreiches Metal-Opus, das auf insgesamt 15 Tracks Hardcore, Thrash und stellenweise sogar Punkeinflüsse vereint. Neu und überraschend ist im Vergleich zu Alben wie "Arise" oder "Roots", daß diesmal sogar einige sehr melodische Parts in den ansonsten sehr rauhen und harten Sound eingebaut wurden. Ein sehr kurzweiliges Album, daß auch nach mehrmaligem Hören nichts von seinem Reiz einbüßt. Sepultura haben sich weiterentwickelt und schaffen einen künstlerischen Neubeginn. Bleibt zu hoffen, daß dies auch von den Fans honoriert wird ...
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4.0 von 5 Sternen Tribe To A Nation: Eine Weiterentwicklung, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Wie ich meine wird diese Scheibe völlig zu unrecht (vor-)verurteilt, sie ist bei weitem nicht nur ein oder zwei Sterne wert. Natürlich ist die niederschmetternde Kritik das Resultat der nicht ganz erfüllten hohen Erwartungen an den Bandnamen Sepultura. Man sollte aber bedenken, dass das Songwriting noch verhältnismäßig jung ist (es handelt sich ja erst um das zweite Album nach dem Austritt vom Kreativkopf Max) im Gegensatz zum musikalischen Vermögen der ehemaligen Götter. Dies sind sie nun wahrlich nicht mehr, aber das trifft genauso auch auf Soulfly zu. So sollte man auch Max Cavalera seinen Teil der Schuld zuweisen, denn auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Band fallen zu lassen und aufgrund von Empfehlungen seiner Frau und Produzentin eine Solokarriere (Soulfly = Max Cavalera, die anderen Musiker sind ersetzbar und wurden so auch des öfteren schon ersetzt) zu starten, nur um nach anfänglichem Hoch ("Primitve" war eine Macht) Nullnummern wie 'I Believe' oder 'Mars' zu veröffentlichen, ist unverzeihlich. Allerdings geht es mir hier nicht darum, Vorwürfe zu machen, sondern mehr die Erwartungen zu besänftigen. Gemessen mit anderen CDs ist diese hier sicher nicht mit der Minimalswertung zu versehen.
Nun gut, jetzt aber zum Album selbst. Der Gesang von Derrick Green ist bei weitem nicht so schlecht wie hier dargestellt, wenn auch um Längen nicht so stark wie der von Cavalera. Gemessen an anderen Szenebands allerdings möchte ich sagen, dass sie immer noch überdurchschnittlich ist. Das würde wann vielleicht eher bestätigen, wenn der Name ein anderer wäre. Ansonsten haben wir es natürlich immer noch mit drei weiteren Ausnahmemusikern zu tun. Dennoch, dem Album nutzt es zunächst nichts, es kommt nur sehr schleppend in die Gänge. Auch wenn die ersten Songs nicht gänzlich schlecht sind und hohen Wiedererkennungswehrt besitzen, rechtfertigen sie noch keinen Kauf. Das ändert sich schlagartig mit 'Vox Populi', einem stimmungsvollen Kracher, der auch live bestimmt voll reinhaut. Dann geht es auch auf hohem Niveau und mit viel Abwechslung und Einfallsreichtum weiter. Die nächsten zwei Lieder leben vom Wechsel aus gemäßigten Passagen (bei zweiterem mit Tribal-Einflüssen) und harten, aber eingängigen Refrains. 'Who Must Die?' setzt viel auf Rythmus und Groove, kommt dazu auch sehr brutal daher. 'Saga' halte ich für eines der stärksten Lieder auf der CD, nicht zuletzt wegen dem musikalisch sowie textlich tiefgründigen Chorus. Danach geht es mit zwei sehr unterschiedlich experimentellen Nummern weiter, die schwer zu beschreiben sind, am besten mal reinhören... 'Human Cause' ist ein verhältnismäßig kurzer Wutausbruch, der nicht mit Brettern wie 'Dictatorshit', 'Against' oder Soulfly's 'L.O.T.M.' mithalten kann. Zum Schluss des eigentlichen Albums noch einmal hart, einmal mystisch angehaucht slow, einmal instrumental und fertig ist das eigentliche Album.
Auf diesem Digipak allerdings geht es noch in die nächste Runde, in der zunächst drei Coverversionen von Bauhaus, Crucifix und Black Flag endgültig den Wandel des Musikstils Richtung Hardcore bestätigen. Ersterer, "Bela Lugosi's Dead" überzeugt durch eine beklemmende Grundstimmung, "Annihilation" dagegen ist eine hochkonzentrierte Abrechnung mit Imperialismus und Unmenschlichkeit, während "Rise Above" in dieser Form, wie sie hier vorgetragen wird, der einfach nur brachialste Aufruf zum Aufbäumen ist, den ich aus dem Punk-Sektor je gehört habe. Danach gibt es noch eine Demo ("Revolt") und einen Live Song ("Roots Bloody Roots"), wobei dieses Lied unter Max wirklich weitaus besser klingt als unter Derrick, das liegt aber vor allem daran, dass Max einen ganz engen Bezug zu dem Lied hat.
Also dank der Bonustracks und einer Gesamtzahl von immerhin 20 Tracks bei einer Handvoll richtiger Kracher kann man die vier Sterne bedenkenlos vergeben. Nur weiter so, und Sepultura wird wieder ganz oben sein. Rise Above!!!
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5.0 von 5 Sternen Mit das beste aller Sepultura-Alben, 7. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Es stimmt schon, dass nach dem Weggang von Max Cavalera etwas fehlt bei Sepultura. Aber ich bin der Meinung, dass man die "neue" Band Sepultura keineswegs als unwürdigen Nachfolger der alten Band darstellen darf. Und mit Nation ist Sepultura ein sehr gutes Album gelungen, was nach "Against" ja eigentlich auch nicht allzu schwer war, da dieses erste Album mit Derrick Green meiner Meinung nach eher ein Ausrutscher der Band war (keineswegs ein schlechtes Albuml, aber schon eines der mieseren von Sepultura). Den Sepultura-Kennern wird natürlich gleich auffallen, dass dies ein völlig neuer Sound ist und daher sollte man ihn, nachdem Max die Band verlassen hat, auch nicht mit dem alten Sound vergleichen. "Nation" ist wirklich ein gutes Album, es fehlen vielleicht die alles überragenden Lieder der alten Zeit, die einem wie ein Ohrwurm im Gedächtnis bleiben (was Fans aber nicht stört): "Inner Self", "Refuse/Resist", "Territory" oder "Roots, Bloody Roots". Aber auch die neuen Lieder sind keineswegs so einfallslos oder lasch, wie man es aus einigen Kritiken herauszulesen meint. Meine Anspieltipps: "Sepulnation", "Border Wars" (was auch an den alten Sound erinnert), "Uma Cura", "Saga" (mit einem super Drumcircle zu Beginn), "Tribe to a Nation" (was auch einen leichten Ohrwurm-Effekt hat) und auch das zusammen mit Apocalyptica aufgenommene "Valtio". Insgesamt wird es eingefleischte Fans vielleicht stören, dass Sepultura auf diesem Album viel mit verschiedenen Sounds experimentiert, wer aber Sepultura (auch der "neuen" Band) gegenüber aber aufgeschlossen ist und nicht die Meinung vertritt, dass nach dem Weggang von Max alles nur noch schlechter werden kann, der wird mit "Nation" keinen Fehlkauf tätigen. Punkt!!!!!
Ein "aufgeschlossener" Fan
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit staatsmännischen Würden, 20. Februar 2003
Von 
Peter-Thilo Hasler (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Die Indios haben jede Menge Zeit, weshalb sie sich selbst, andere Menschen und den Ort, an dem sie leben, viel mehr respektieren, sagt Andreas Kisser von Sepultura. In Nation geht es um Grenzen, solche zwischen Ländern und solche zwischen Musikstilen, und natürlich geht es darum, eben diese einzureißen und neue Wege zu gehen. Nation ist also das Ideal einer musikalischen Welt ohne Grenzen, in der, und hier kommt das Brasilianische an Sepultura zum Vorschein, verschiedene Kulturen unter einem Dach vereint sein können. Zeitzeugen dieser SepulNation sind beispielsweise Gandhi oder Martin Luther King, deren Zitate auf dem Album zu finden sind. Nation ist ein Meisterwerk im Einreißen von Mauern. Selten gelang es einer Band besser, Metal neben die traditionellen Wurzeln der Indios zu stellen, ohne dass es zu einem schmalzigen Entwicklungshilfeprojekt degeneriert. Und trotzdem lässt sich die musikalische Richtung von Nation nicht beschreiben. Zu vielfältig sind die Stücke geworden. Nur eines lässt sich feststellen: Nach dem Weggang von Sänger Max Cavalera, den die verbleibenden Bandmitglieder inzwischen erstaunlich gut verarbeitet haben, haben Sepultura nun den Weg in Richtung geradlinigem Hardcore eingeschlagen. Das hält sie jedoch nicht davon ab, den legendären Ace of Spades-Gitarrenhook von Motörhead in Tribe To A Nation zu integrieren, von Metallica einen Riff für Vox Populi zu klauen oder Bela Lugosi's Dead von Bauhaus zu covern. Berührungsängste hatten Sepultura eben noch nie.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Sepulnation is rising up !, 9. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Nation (Audio CD)
"Nation" ist das zweite Album ohne Max Cavalera und das letzte Album, das bei Roadrunner-Records erschien. Nach dem etwas schwächeren "Against" kann man hier wieder die Trademarks von Sepultura deutlich heraushören und noch einige Überaschungen erleben. Das Album strotzt nur so vor Kraft und man merkt, dass die Sepultura-Mitglieder wieder zu einer Tribe bzw. zu einer "Nation" geworden sind.
Eingeleitet wird das Album von der neuen Sepultura-Hymne "Sepulnation" (die ich mir auch auf "Chaos A.D." vorstellen könnte) und danach lässt einen dieses Album nicht mehr los. Auffällig ist, das einige Lieder sehr Hardcore-lastig ausgefallen sind, was aber keinesfalls negativ ins Gewicht fällt. Derrick Green zeigt hier sein volles Stimmvolumen und auch, dass er durchaus auch "singen" kann, nämlich bei "One Man Army". Besonders überaschend sind wohl die Ragga-Einflüsse bei der Kolaboration mit Dr. Israel "Tribe To A Nation".
Aber auch die Gästeliste ist wieder besonders groß ausgefallen. Neben dem schon genannten Dr. Israel befinden sich auch noch Apocalyptica ("Valtio"), Ex-Dead-Kennedys-Sänger Jello Biafra ("Politricks") und Hatebreed's Jamey Jasta ("Human Cause") auf dem Album.
Dieses Album sollte man auf jeden Fall haben, außerdem wird es die, die von "Against" enttäuscht waren, wieder zu Sepulturafans machen!
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4.0 von 5 Sternen Tribe To A Nation: Eine Weiterentwicklung, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Nation +5 (Audio CD)
Wie ich meine wird diese Scheibe völlig zu unrecht (vor-)verurteilt, sie ist bei weitem nicht nur ein oder zwei Sterne wert. Natürlich ist die niederschmetternde Kritik das Resultat der nicht ganz erfüllten hohen Erwartungen an den Bandnamen Sepultura. Man sollte aber bedenken, dass das Songwriting noch verhältnismäßig jung ist (es handelt sich ja erst um das zweite Album nach dem Austritt vom Kreativkopf Max) im Gegensatz zum musikalischen Vermögen der ehemaligen Götter. Dies sind sie nun wahrlich nicht mehr, aber das trifft genauso auch auf Soulfly zu. So sollte man auch Max Cavalera seinen Teil der Schuld zuweisen, denn auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Band fallen zu lassen und aufgrund von Empfehlungen seiner Frau und Produzentin eine Solokarriere (Soulfly = Max Cavalera, die anderen Musiker sind ersetzbar und wurden so auch des öfteren schon ersetzt) zu starten, nur um nach anfänglichem Hoch ("Primitve" war eine Macht) Nullnummern wie 'I Believe' oder 'Mars' zu veröffentlichen, ist unverzeihlich. Allerdings geht es mir hier nicht darum, Vorwürfe zu machen, sondern mehr die Erwartungen zu besänftigen. Gemessen mit anderen CDs ist diese hier sicher nicht mit der Minimalswertung zu versehen.
Nun gut, jetzt aber zum Album selbst. Der Gesang von Derrick Green ist bei weitem nicht so schlecht wie hier dargestellt, wenn auch um Längen nicht so stark wie der von Cavalera. Gemessen an anderen Szenebands allerdings möchte ich sagen, dass sie immer noch überdurchschnittlich ist. Das würde wann vielleicht eher bestätigen, wenn der Name ein anderer wäre. Ansonsten haben wir es natürlich immer noch mit drei weiteren Ausnahmemusikern zu tun. Dennoch, dem Album nutzt es zunächst nichts, es kommt nur sehr schleppend in die Gänge. Auch wenn die ersten Songs nicht gänzlich schlecht sind und hohen Wiedererkennungswehrt besitzen, rechtfertigen sie noch keinen Kauf. Das ändert sich schlagartig mit 'Vox Populi', einem stimmungsvollen Kracher, der auch live bestimmt voll reinhaut. Dann geht es auch auf hohem Niveau und mit viel Abwechslung und Einfallsreichtum weiter. Die nächsten zwei Lieder leben vom Wechsel aus gemäßigten Passagen (bei zweiterem mit Tribal-Einflüssen) und harten, aber eingängigen Refrains. 'Who Must Die?' setzt viel auf Rythmus und Groove, kommt dazu auch sehr brutal daher. 'Saga' halte ich für eines der stärksten Lieder auf der CD, nicht zuletzt wegen dem musikalisch sowie textlich tiefgründigen Chorus. Danach geht es mit zwei sehr unterschiedlich experimentellen Nummern weiter, die schwer zu beschreiben sind, am besten mal reinhören... 'Human Cause' ist ein verhältnismäßig kurzer Wutausbruch, der nicht mit Brettern wie 'Dictatorshit', 'Against' oder Soulfly's 'L.O.T.M.' mithalten kann. Zum Schluss des eigentlichen Albums noch einmal hart, einmal mystisch angehaucht slow, einmal instrumental und fertig ist das eigentliche Album.
Auf diesem Digipak allerdings geht es noch in die nächste Runde, in der zunächst drei Coverversionen von Bauhaus, Crucifix und Black Flag endgültig den Wandel des Musikstils Richtung Hardcore bestätigen. Ersterer, "Bela Lugosi's Dead" überzeugt durch eine beklemmende Grundstimmung, "Annihilation" dagegen ist eine hochkonzentrierte Abrechnung mit Imperialismus und Unmenschlichkeit, während "Rise Above" in dieser Form, wie sie hier vorgetragen wird, der einfach nur brachialste Aufruf zum Aufbäumen ist, den ich aus dem Punk-Sektor je gehört habe. Danach gibt es noch eine Demo ("Revolt") und einen Live Song ("Roots Bloody Roots"), wobei dieses Lied unter Max wirklich weitaus besser klingt als unter Derrick, das liegt aber vor allem daran, dass Max einen ganz engen Bezug zu dem Lied hat.
Also dank der Bonustracks und einer Gesamtzahl von immerhin 20 Tracks bei einer Handvoll richtiger Kracher kann man die vier Sterne bedenkenlos vergeben. Nur weiter so, und Sepultura wird wieder ganz oben sein. Rise Above!!!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kreativer Stillstand, 10. Juli 2003
Von 
Martin Oehri (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nation (Audio CD)
Es gab mal Zeiten, in denen Sepultura zu den innovativsten Metalbands dieses Planeten zählten und in einem Atemzug mit Metallica oder Slayer genannt werden konnten. Doch nach dem Weggang von Frontmann Max Calvera, der durch Derrick Green nicht adäquat ersetzt werden kann (auch wenn er besser ist als auf seinem ersten Sepultura-Album "Against"), befinden sie sich in einer Phase kreativer Stagnation. Es dominiert zwar immer noch das tribal drumming, doch darf Gitarrist Andreas Kisser wieder mehr in den Vordergrund rücken und er bringt einige absolut treffsichere Killerriffs zustande wie in "Sepulnation" oder "Border Wars". Das obligatorische Instrumental "Uma Cura" zeigt im Zusammenspiel Drum/Bass wiederum die Klasse von Drummer Igar Cavalleras.
Doch müssen folgende Punkte erwähnt werden: Es fehlt Rick Rubin, der mit seiner Produktion von "Chaos AD" 1993 die Blaupause für jede zweite "New Metal"-Produktion schuf. Zum zweiten stört der immer gleiche Songaufbau (auf gesprochene Passagen oder cleanen Gesang folgt ein Heavy-Riff oder Brüllvocals) und drittens: der Sänger kann seinem Vorgänger nicht das Wasser reichen. An eine Band wie Sepultura werden hohe Maßstäbe gelegt, deshalb das Fazit - kreativer Stillstand, an den eigenen Werken und Ansprüchen gemessen.
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Nation
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