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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich bin Harvey Milk...
...und ich will sie rekrutieren." Das ist der Satz, mit dem Harvey Milk(Sean Penn) die Mengen anspricht. Er ist Amerikas erster bekennender Schwuler, der ein öffentliches Amt, als Stadtrat von San Francisco, bekleidet. Es dauert allerdings bis 1977, ehe Milk dieses Amt für sich gewinnen kann. Mit -Milk- hat Gus van Sant diesem außergewöhnlchen Mann...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Thomas Knackstedt

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Dokumentation finde ich empfehlenswerter
Ich hatte hohe Erwartungen an diesen Oscar-nominierten Film und fand ihn dann leider eher enttäuschend. Natürlich hat dies nichts mit den verarbeiteten Inhalten zu tun: Harvey Milk, einem Mann, der sich unermüdlich für die Rechte der Schwulen (und anderer gesellschaftlicher Minderheiten) einsetzte, ein filmisches Denkmal zu setzen, finde ich sehr...
Veröffentlicht am 30. Januar 2010 von Laura


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich bin Harvey Milk..., 25. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
...und ich will sie rekrutieren." Das ist der Satz, mit dem Harvey Milk(Sean Penn) die Mengen anspricht. Er ist Amerikas erster bekennender Schwuler, der ein öffentliches Amt, als Stadtrat von San Francisco, bekleidet. Es dauert allerdings bis 1977, ehe Milk dieses Amt für sich gewinnen kann. Mit -Milk- hat Gus van Sant diesem außergewöhnlchen Mann ein beeindruckendes Denkmal gesetzt.

Als Ich-Erzähler, in einer fiktiven Cassenttenaufnahme, nimmt uns Milk mit in seine Vergangenheit. Die beginnt 1970, als er in New York Scott Smith(James Franco) kennen lernt. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zwischen den beiden Homosexuellen zu sein. Zwei Jahre später siedeln beide nach San Francisco um und eröffnen dort im Castro-Viertel den Fotoladen Castro Camera. Schnell wird der Laden zum Treffpunkt der großen Schwulenszene von Frisco. Milk lernt, dass er mit diesen vielen Menschen ins öffentliche Leben eingreifen kann. Durch geschickte Kaufpraktiken lassen sich zum Beispiel die Händler und Gewerkschaften in Castro für Milk überzeugen. Nach und nach wird Milks Engagement immmer politischer und er bewirbt sich für die Wahl als Stadtrat. Gegen alle Widerstände tritt der eloquente Milk entschlossen und mutig in der Öffentlichkeit für die Rechte von Homosexuellen ein. Das bringt ihm Sympathie, aber auch Morddrohungen ein. Mit seinem Wahlkampfteam um Cleve Jones(Emile Hirsch) und Ann Kronenberg(Alison Pill) mischt Milk die verkrusteten Strukturen auf. Er verliert bei drei Anläufen die Wahl knapp, aber dann klappt es. Mit dem politischen Erfolg verliert Milk allerdings seinen Partner Scott, der den Trubel um Harvey nicht mehr aushält. Harvey wendet sich dem psychopathischen und teilweise depressiven Jack Lira(Diego Luna) zu, der ihm intellektuell in keinster Weise das Wasser reichen kann.

Im Amt muss sich Milk mit dem Stadtrat Dan White(Josh Brolin) auseinandersetzen und schafft das besser, als erwartet. Aber seine größte Herausforderung wartet noch: Senator Biggs und seine Mitstreiterin Bryant wollen ihren Siegeszug gegen die Gesetze, die Homosexuellen Gleichberechtigung beschert haben, in San Francisco fortsetzen. Milks Chancen, gegen diese Macht zu gewinnen, scheint gering. Aber Harvey Milk wäre nich Harvey Milk, wenn er den Kampf nicht aufnehmen würde. Das die eigentliche Gefahr für Milks Lebensidee aus einer ganz anderen Richtung kommt, kann er zu diesem Zeitpunkt nicht wissen...

Gus van Sant hält sich an die tatsächlichen Geschehnisse aus Milks Leben. Er macht den Zeitgeist überdeutlich, indem er Originalaufnahmen aus San Franciscos Zeit des sexuellen Aufbruchs in den Film einstreut. Mit schockierender Offenheit zeigt er die Lebens- und Liebesgewohnheiten des aufstrebenden Politikers. Dieses Leben müssen wir nicht immer verstehen, aber respektieren tun wir es in jedem Fall. Van Sant hat es perfekt geschafft, Milk authentisch und nicht verklärt darzustellen. Die Charaktere der Geschichte sind extrem gut getroffen. Wer im Abspann die Fotos der tatsächlichen Menschen um Harvey Milk sieht, wird erkennen, wie passgenau die Rollen besetzt wurden.

Natürlich müssen noch ein paar Worte zu Sean Penn fallen. Penn ist, jedenfalls für mich, der legitime Nachfolger eines Robert de Niro. Wie er Milk spielt, ihm all die Facetten der Liebenswürdigkeit, des Unverständnis, der Hilflosigkeit und der Kampfeslust entlockt, das ist ganz großes Kino der Extraklasse. Da ist es kein Wunder, dass es den Oscar für diese Leistung gab. Ganz nebenbei war -Milk- noch mit sechs weiteren Nominierungen im Oscarrennen und gewann ebenfalls beim besten Drehbuch.

Lassen sie sich mitnehmen ins San Francisco der Jahre 1972 bis 1977. Sie werden etwas lernen und dabei noch 127 Minuten perfekt unterhalten. Diese Kombination sollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut sehenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stehaufmännchen im Kampf gegen die Homophobie, 7. September 2010
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Harvey Milk wurde im Alter von 48 Jahren erschossen, vorliegende Filmbiografie befasst sich mit den letzten 8 Lebensjahren (1970-1978)des überaus streibaren Bürgerrechtlers.

Die USA in den Siebziger Jahren, Homosexualität ist immer noch strafbar, Vorurteile bestimmen den Alltag, wer sich als homosexuell orientierter Mensch zu erkennen gibt, gerät in Konflikt mit den Behörden, wird nicht selten fotografiert und registriert, oder gar Opfer körperlicher Gewalt...

Der homosexuelle Milk begreift seinerzeit, dass man das System nur dann verändern kann, wenn man den richtigen Ansatzpunkt wählt - er stellt sich somit wiederholt zur Wahl für öffentliche Ämter, erleidet immer wieder Rückschläge, im Wahlkampf, wie auch seinem Beziehungsleben..., nur aufzugeben, dass verbietet er sich selbst.

Harvey Milk, ein Mann, vor dem inzwischen längst auch die Stadt den Hut gezogen hat, in der er es einstmals nicht immer einfach hatte - San Francisco, die Stadt, welche zugleich Schauplatz der Filmbiografie ist.

Die Hauptrolle des Films ist mit Sean Penn übrigens bestens besetzt, verlangt diese Rolle doch unzählige Fähigkeiten - zum einen brauchte es einen wandlungsfähigen Schauspieler, welcher neben der notwendigen Portion Löwenherz und Courage auch Verzweiflung und Ratlosigkeit verkörpern kann - hat Penn zu 150% geschafft - und somit ist der Oscar 2009 (Bester Hauptdarsteller) genau dem richtigen Darsteller zugefallen!

Fazit: 15 Millionen US-Dollar soll der Film gekostet haben - er ist jeden einzelnen Cent wert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde der Schwulenbewegung, 25. April 2014
Von 
Jay-Jay (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
In den Extras zum Film wird Harvey Milk als "Schutzpatron der Schwulen" bezeichnet und diesen Titel hat er sich redlich verdient. Selbst wenn sein Leben sicherlich wie in derartigen Biopics üblich mit dem Weichzeichner bearbeitet worden ist, so hat er unstrittig als erster offen schwul lebender Mann, der in ein öffentliches Amt gewählt worden ist, seinen Beitrag zur Akzeptanz Homosexueller geleistet.

Detailiert und realistisch zeigt der Film Milks siebenjährigen Weg ins Amt, auf dem er mit jede Menge Vorurteilen und Widerständen zu kämpfen hat. Bis zu seiner Ermordung 1978 war er gerade mal ein Jahr als Stadtrat im Amt, aber hat eine Bewegung in Gang gesetzt, die nicht mehr zu stoppen war und letztlich zur gesellschaftlichen Liberalisierung enorm beigetragen hat. Ich finde in dem Zusammenhang schön, dass er in dem Film 1970 als 40-jähriger sagt, er habe in seinem Leben bislang nichts geleistet, und nur 8 Jahre später gilt er als Ikone und Pionier der Schwulenbewegung.

Es ist also nie zu spät, sich für etwas einzusetzen, und manchmal braucht es offenbar ein wenig Zeit, bis man den Mut dafür findet und die Gelegenheit günstig ist.

Schön fand ich auch die Szenen, in denen alle aus den Schwulenbars auf die Straße liefen, um einem Schwulen zu helfen, der Opfer von Polizeigewalt wurde. Diese Solidarität ist heutzutage nicht mehr in der Schwulenszene vorhanden, aber glücklicherweise in dem Maße auch nicht mehr notwendig. Trotzdem berührte es mich auf eine Art, diese Anfänge zu sehen. Es war einerseits erschreckend, andererseits auch ein wenig "die gute alte Zeit", in der Menschen sich noch engagiert haben und aus den Kneipen auf die Straße gelaufen sind, um sich mit jemandem zu solidarisieren.

Ich habe den Film im Kino gesehen und fand ihn total super, muss aber zugeben, dass er mir auf DVD stellenweise etwas lang vorkam. Der englische Originalton ist auch nicht berauschend von der Qualität her. Dennoch finde ich den Film nach wie vor sehr sehenswert, allein schon wegen der großartigen schauspielerischen Leistungen, aber auch aufgrund der ermutigenden Botschaft.

Die Extras sind auch interessant, es gibt Interviews mit noch lebenden Aktivisten von einst und mit den Schauspielern, sowie Einblicke in die Dreharbeiten. Jedoch kommt Sean Penn in den Extras absolut gar nicht vor. Ich habe mich gefragt, ob er zu divenhaft war, mal ein kurzes Interview zu geben oder dergleichen, aber es ist ja seine Sache. Dennoch hat er großartig gespielt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politisches Attentat in den 70ern....., 13. Oktober 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Am 27. November 1978 klettert der zurückgetretene Stadtrat Dan White (Josh Brolin) durch ein Fenster in das Rathaus von San Francisco, betritt das Büro von Bürgermeister George Moscone und erschießt ihn. Danach läuft er zielgerichtet in das Büro des Bezirksbürgermeisters Harvey Milk (Sean Penn) und tötet den 48 Jahre alten Kommunalpolitiker.
Damit geht eine sehr ungewöhnliche politische Karriere im Amerika der 70er Jahre zu Ende.
Bereits Rob Epstein realisierte 1984 den oscarpreisgekrönten Dokumentarfilm "The Times of Harvey Milk", der das Leben des ersten sich zur Homosexualität bekennenden Stadtrat von San Franzisco zeigt.
Sein geschichtlicher Stellenwert als Bürgerrechtler, vor allem in der Schwulen- und Lesbenbewegung Amerikas, ist enorm hoch.
Gus van Sant, einer der bekanntesten Autorenfilmer der USA hat sich bereits einen exzellenten Namen als Macher anspruchsvoller Stoffe über Aussenseiter machen können, seine Filme wie "Elephant", "My private Idaho", Drugstore Cowboy" oder "To die for" haben eine grosse Fangemeinde.
Mit "Milk" ist ihm sogar wieder aml ein ähnlich geglückter Wurf in Punkto Kommerz gelungen wie vor einigen Jahren mit "Good Will Hunting".
Das Biopic über den Politiker Milk war einer der grossen Favoriten bei der diesjährigen Oscarverleihung und Sean Penn gewann den Academy Award als bester Hauptdarsteller.
Harvey Milk zieht 1972 zusammen mit seinem Lebenspartner Scott Smith (James Franco) von New York nach San Francisco. Im Castro-Bezirk, einem Vorort eröffnet er einen Fotoladen.
Milk verändert sich vom New Yorker Börsenmakler in der Post-Hippie-Ära zum Anti-Vietnam Demonstrant. Weil er offen zu seiner Sexualität steht und darüberhinaus auch noch politisch interessiert und aktiv wird, formiert sich in den progressiven 7oer Jahren sehr bald eine schwule Community, die immer selbstbewusster wird und Solidaritätseffekte ins Rollen bringt.
Harvey Milk zieht seinen Anzug wieder an und hat grosses Interesse an einem politischen Amt.
Diese toleranten Errungenschaften, die in dieser Zeit stattfinden, haben aber auch Feinde, vor allem im konservativen Lager und den starken fundamentalistischen christlichen Glaubensgemeinschaften.
1977 erließ Dade County in Florida eine Menschenrechts-Verordnung, die eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität verbot und die von anderen Staaten übernommen wurde. Die bekannte Countrysängerin Anita Bryant (Paper Roses) und Werbeikone für Orangensaft und Tupper war auch ein Mitglied der Southern Baptist Kirche. Sie startet zu dieser Zeit ein zweifelhaftes und unrühmliches Comeback als prominentes Zugpferd einer diskriminierenden Kampagne, die die Rücknahme dieser "sündigen" Verordnung forderte und zu dieser Zeit sogar eine weltweite Aufmerksamkeit fand. Diese Forderungen wurden mit dem religiösen Empfinden begründet. Man befürchtete allen Ernstes, dass Schwule Lehrer, Erzieher unschuldige Kinder und Jugendliche rekrutieren wollten. Bryans politische Organisation hatte den Namen "Save our Children" und Harvey Milk begann seine Reden immer mit "Mein Name ist Harvey Milk und will euch rekrutieren"....
Gus van Sant hat mit "Milk" ein eindrucksvolles Portrait dieser Zeit geschaffen, viele Archivaufnahmen wurden in die Handlung integriert, so dass der Film einen sehr dokumentarischen Stil erhielt. Dies macht ihn zusätzlich kraftvoll und authentisch bei seinem Thema vom "Kampf um die Bürgerrechte".
Dass der Weg nach oben nicht ohne Opfer funktioniert und im Falle von Milk und seinem Anliegen noch zusätzlich Feinde mit sich bringt, zeigt der sehr interessante Film eindrucksvoll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut sehenswert!, 21. Februar 2010
Von 
Winterkind "Coffeelover" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Es wurde ja schon viel hier über den Film geschrieben. Deshalb nur ganz kurz: der Film ist absolut sehenswert, Sean Penn beweist, warum er zu den besten Schauspielern seiner Generation gehört. Die Besetzung insgesamt ist super, bis in die kleinen Nebenrollen. Die Ausstattung ist brilliant, die Kameraführung, die Dialoge: alles ein Höhepunkt der letzten Jahre und zu recht Oscarbedacht.
Allerdings ist es Film zum Nachdenken und ein emotional berührender Film. Wer flache Action liebt, ist hier eindeutig falsch. Ich habe mich 130 min lang kein einziges Mal gelangweilt, dies schaffen nur wenige Filme.
Und wie hier schon sehr treffend geschrieben wurde: ein Film über die Schwulenbewegung und einer seiner Hauptprotagonisten, aber kein schwuler Film. Ein Highlight!
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4.0 von 5 Sternen Harvey Milk und die Bürgerrechte aus der Perspektive der Schwulenbewegung, 22. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Ein ganz guter Film, aber keine Spitzenklasse. Bewegt hat er mich nicht so richtig, aber je länger ich darüber nachdenke, nachdem ich den Film vor 3 Tagen gesehen habe, desto besser denke ich über ihn. Bei den meisten Filmen geht es in die andere Richtung. Jetzt bin ich aber bei 4 Sterne angekommen. Das langt nun auch. Der Film erzählt die Geschichte von Harvey Milk (Sean Penn) von 1970 bis 1978, vor allem aus dieser Zeit in San Francisco. Als Vorlage dient eine Tonbandaufzeichnung, die er kurz vor seinem Tod angefertigt haben soll. Das wird dann auch ein Grund sein um nicht unbedingt ein zufriedenstellendes Porträt des Protagonisten zu zeigen. Er wird wohl nicht von seiner schlechten Seite auf die Tonbandaufzeichnung gesprochen haben. Also ist diese Erzählweise eigentlich gut, aber nicht für mich perfekt schön. Gespielt wurden alle Rollen von den jeweiligen Schauspielern perfekt. Sean Penn wurde ja sogar mit einem Oscar belohnt. Inhaltlich ist der Film auch ohne Fehler gemacht. Er ist zwar ein ganz kleines bisschen langatmig, was sich besonders darin zeigt, dass immer irgendwelche Wahlen sind, die Harvey Milk (Sean Penn) oft verliert. Innerhalb von den wenigen Jahren, die im Film gezeigt werden, ist er fast nur mit dieser Sache beschäftigt. Für den Film war das schon etwas Spannung, aber im Endeffekt auch Langatmigkeit. Trotzdem gelingt es mir, die Figur des Harvey Milk in diesem Film zu erkennen, wie er sich nach jeder Wahl verändert und auch zu Vielem bereit ist, vor allem nach seiner Wahl in den Stadtrat, um seine Ideen durchzusetzen. Privat aber bleibt er so wie er ist (er sieht vor allem das Gute im Menschen). Er ist fast ein wenig naiv. So ist er auch sehr überrascht, als sein Stadtratskollege (eigentlich Konkurrent) Dan White (Josh Brolin) ihn am Schluss in sein Büro bestellt und dann erschießt, nachdem dieser sich von Harvey Milk in die Enge getrieben sah. Beruflich hat Harvey Milk (Sean Penn) den Dan White (Josh Brolin) voll im Griff, spielt mit ihm wie und wann er will, aber dann das........
In diesem Film trifft sich Dan White (Josh Brolin) vor seinem Attentat mit der Polizei. Vielleicht will man mit dieser Szene darauf hindeuten, warum Dan White nach seinem Attentat eine verhältnismäßig niedrige Strafe bekommen hat.
Die Lichterkettenprozession nach dem Tode von Harvey Milk und dem damaligen Bürgermeister San Franciscos, George Moscone, wirkt in dem Film nicht ganz so, als ob man das als Trauermarsch für diese zwei Menschen macht, sondern eher als Demonstration für die Sache der Schwulenbewegung. Gerade so fühle ich, wenn ich die Nahaufnahme von dem eher wütendem Cleve Jones (Emile Hirsch) sehe.
Wie man auf dem Bonus dieser DVD sehen kann, sind die echten Zeitzeugen (z.B. Anne Kronenberg und Cleve Jones) von diesem Film begeistert und sagen, dass hier alles gut umgesetzt wurde. Aber auch hier denke ich, es geht um die Sache und nicht um die wahre Person Harvey Milk.
Als geschichtlicher Lernstoff ist dieser Film ein Muss. Sonst nur ein Kann. Ich habe ihn jetzt gesehen. In meine Sammlung kommt er aber nicht.

Meine Schulnote: 3+
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert!, 29. September 2010
Von 
Frankie Malanda - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Regisseur Gus van Sant ist bekannt für seine packenden Themen,hier geht es um die Lebensgeschichte des Politikers Harvey Milk,der Film war für 8 Oskars nominiert,und Sean Penn beweist wieder einmal mehr,was für ein facettenreicher,internationaler Darsteller er ist.Unbedingt weiter zu empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen auch: Liebe zwischen Männern, 1. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Hier ist schon viel Gutes über den Film geschrieben worden, dem möchte ich mich anschließen, und noch etwas zum Lob beitragen.

Liebe zwischen Männern ist etwas Unbekanntes für mich, ich kenne kein einziges Homopärchen. Somit, wenn auch ohne Vorurteile, doch war ich bis dato etwas ratlos, was diese BEziehungsart betriftt. In dem Film wird auch Milks Beziehung zu seinem Lebensgefährten Scotti dargestellt, und ich muss sagen mich hat die Zärtlichkeit zwischen ihnen berührt.

Auch die körperliche Liebe wird am Anfang gezeigt - auf eine poetische, zerbrechliche Weise. So weiß ich jetzt, dass die Liebe zwischen Männern genau so zärtlich oder grob, vom Herzen kommend oder nur eine Nummer sein kann, wie auch zwischen den Geschlechtern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Controversial but Wonderful Masterpiece, 29. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
This is a very dramatic and heartwrenching movie to watch, but a great one that is based on a true story. Sean Penn plays a very good Harvey Milk. Harvey Milk was a very charismatic and intelligent gay rights advocate. James Franco plays Scott, someone who was very much loved by Harvey. They both move together to San Francisco, where Harvey goes on to have his political career. Harvey Milk becomes the first openly gay man to be elected in office. The movie chronicles some of the other battles that Harvey must face when he gets elected. However, I enjoyed how the movie showed him displaying persistence, courage, and self-confidence even in the face of obstacles. Josh Brolin plays Harvey's political rival Dan White (in real life Dan White is responsible for his murder). There are going to be various elements that catch an individual's attention depending on who they are. What caught my attention was how Harvey Milk is portrayed as one who is the rescuer. Obviously, this at times served him well to have a good heart because he was well loved by many people. The movie shows how he would come to the "rescue" of the two lovers that are portrayed in the movie (Scott Smith and Jack Lira)in a compassionate and caring way. First off, let me say that I think that it was a good thing that he had a big heart. It served him in a positive way on how he connected to people from all walks of life. However, the movie does portray that it was his rescuing personality that may have cost him his life. This is due to the fact that the movie shows how one of Harvey's campaign workers warns him about being too close to Dan White. Harvey understands this concern of the campaign worker, but he implies why Dan could benefit from his help. Then the campaign worker rightfully points up that he is big on being the rescuer, and seems to drop hints to Harvey to be careful. Sean Penn played the role of Harvey Milk so well that it really felt like I was getting a historic glimpse on what it might have felt like for Harvey Milk and for those that were the closest to him and helping him out. I normally love and prefer to watch only cheerful feel good movies. However, this movie pulled at my heartstrings because a very powerful, caring, and intelligent man was taken at such a stage in his life where he was just starting to reap the benefits of his hard work. Aside from this caveat, I still feel that this was a terrific movie with some convincing and talented actors and actresses, with my favorite two being Sean Penn and James Franco.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überragender Sean Penn, 21. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Milk (DVD)
Harvey Milk war der erste Homosexuelle, der in ein politisch relevantes Amt, nämlich als Stadtrat in San Francisco, gewählt wurde. Der Film erzählt seine Geschichte von seinen politischen Anfängen bis zu seiner Ermordung durch einen anderen Stadtrat.

Um es vorweg zu sagen, als Polithriller finde ich "Milk" im Vergleich zu anderen wie etwa "Mit aller Macht" mit John Travolta eher durchschnittlich. Was ihn aber so sehenswert macht, ist einzig und allein der Verdienst von Sean Penn. Man könnte es fast überspitzt sagen: Mit wie vielen schauspielerischen Glanzleistungen will uns der Mann eigentlich noch quälen? "Ich bin Sam", "Dead Man Walking", "Mystic River", "21 Gramm usw. usw. - sie alle wären ohne Penn kaum vorstellbar.

Was mir an ihm so gefällt, ist, dass er in seine Rollen schlüpft wie ein Chamäleon und das ohne erkennbaren Modus Operandi. Robert De Niro oder Richard Gere z. B. haben sich bestimmte Blicke und Gesten angeeignet, die sie unabhängig von ihren verschiedenen Filmrollen immer wieder benutzt haben. Bei Sean Penn ist mir derartiges noch nicht aufgefallen. Vielleicht liegt das auch daran, dass er nicht wie eben De Niro ein Vielfilmer ist, der auch mal bei einem Schrottfilm mitspielt (was ihn nicht weniger großartig macht), Hauptsache, die Kohle stimmt.

Sean Penn scheint sich seine Rollen vorsichtiger auszuwählen und beweist hier auch eine Menge Mut. Schließlich hat er schon einen geistig zurückgebliebenen Menschen, einen Mörder und Vergewaltiger und jetzt eben einen Homosexuellen gespielt.

Zum Glück ist das auch Hollywood aufgefallen, denn ein zweiter Oscar war schon längst fällig gewesen.
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Milk
Milk von Sean Penn (DVD - 2009)
EUR 11,99
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