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am 25. August 2009
...und ich will sie rekrutieren." Das ist der Satz, mit dem Harvey Milk(Sean Penn) die Mengen anspricht. Er ist Amerikas erster bekennender Schwuler, der ein öffentliches Amt, als Stadtrat von San Francisco, bekleidet. Es dauert allerdings bis 1977, ehe Milk dieses Amt für sich gewinnen kann. Mit -Milk- hat Gus van Sant diesem außergewöhnlchen Mann ein beeindruckendes Denkmal gesetzt.

Als Ich-Erzähler, in einer fiktiven Cassenttenaufnahme, nimmt uns Milk mit in seine Vergangenheit. Die beginnt 1970, als er in New York Scott Smith(James Franco) kennen lernt. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zwischen den beiden Homosexuellen zu sein. Zwei Jahre später siedeln beide nach San Francisco um und eröffnen dort im Castro-Viertel den Fotoladen Castro Camera. Schnell wird der Laden zum Treffpunkt der großen Schwulenszene von Frisco. Milk lernt, dass er mit diesen vielen Menschen ins öffentliche Leben eingreifen kann. Durch geschickte Kaufpraktiken lassen sich zum Beispiel die Händler und Gewerkschaften in Castro für Milk überzeugen. Nach und nach wird Milks Engagement immmer politischer und er bewirbt sich für die Wahl als Stadtrat. Gegen alle Widerstände tritt der eloquente Milk entschlossen und mutig in der Öffentlichkeit für die Rechte von Homosexuellen ein. Das bringt ihm Sympathie, aber auch Morddrohungen ein. Mit seinem Wahlkampfteam um Cleve Jones(Emile Hirsch) und Ann Kronenberg(Alison Pill) mischt Milk die verkrusteten Strukturen auf. Er verliert bei drei Anläufen die Wahl knapp, aber dann klappt es. Mit dem politischen Erfolg verliert Milk allerdings seinen Partner Scott, der den Trubel um Harvey nicht mehr aushält. Harvey wendet sich dem psychopathischen und teilweise depressiven Jack Lira(Diego Luna) zu, der ihm intellektuell in keinster Weise das Wasser reichen kann.

Im Amt muss sich Milk mit dem Stadtrat Dan White(Josh Brolin) auseinandersetzen und schafft das besser, als erwartet. Aber seine größte Herausforderung wartet noch: Senator Biggs und seine Mitstreiterin Bryant wollen ihren Siegeszug gegen die Gesetze, die Homosexuellen Gleichberechtigung beschert haben, in San Francisco fortsetzen. Milks Chancen, gegen diese Macht zu gewinnen, scheint gering. Aber Harvey Milk wäre nich Harvey Milk, wenn er den Kampf nicht aufnehmen würde. Das die eigentliche Gefahr für Milks Lebensidee aus einer ganz anderen Richtung kommt, kann er zu diesem Zeitpunkt nicht wissen...

Gus van Sant hält sich an die tatsächlichen Geschehnisse aus Milks Leben. Er macht den Zeitgeist überdeutlich, indem er Originalaufnahmen aus San Franciscos Zeit des sexuellen Aufbruchs in den Film einstreut. Mit schockierender Offenheit zeigt er die Lebens- und Liebesgewohnheiten des aufstrebenden Politikers. Dieses Leben müssen wir nicht immer verstehen, aber respektieren tun wir es in jedem Fall. Van Sant hat es perfekt geschafft, Milk authentisch und nicht verklärt darzustellen. Die Charaktere der Geschichte sind extrem gut getroffen. Wer im Abspann die Fotos der tatsächlichen Menschen um Harvey Milk sieht, wird erkennen, wie passgenau die Rollen besetzt wurden.

Natürlich müssen noch ein paar Worte zu Sean Penn fallen. Penn ist, jedenfalls für mich, der legitime Nachfolger eines Robert de Niro. Wie er Milk spielt, ihm all die Facetten der Liebenswürdigkeit, des Unverständnis, der Hilflosigkeit und der Kampfeslust entlockt, das ist ganz großes Kino der Extraklasse. Da ist es kein Wunder, dass es den Oscar für diese Leistung gab. Ganz nebenbei war -Milk- noch mit sechs weiteren Nominierungen im Oscarrennen und gewann ebenfalls beim besten Drehbuch.

Lassen sie sich mitnehmen ins San Francisco der Jahre 1972 bis 1977. Sie werden etwas lernen und dabei noch 127 Minuten perfekt unterhalten. Diese Kombination sollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut sehenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. September 2010
Harvey Milk wurde im Alter von 48 Jahren erschossen, vorliegende Filmbiografie befasst sich mit den letzten 8 Lebensjahren (1970-1978)des überaus streibaren Bürgerrechtlers.

Die USA in den Siebziger Jahren, Homosexualität ist immer noch strafbar, Vorurteile bestimmen den Alltag, wer sich als homosexuell orientierter Mensch zu erkennen gibt, gerät in Konflikt mit den Behörden, wird nicht selten fotografiert und registriert, oder gar Opfer körperlicher Gewalt...

Der homosexuelle Milk begreift seinerzeit, dass man das System nur dann verändern kann, wenn man den richtigen Ansatzpunkt wählt - er stellt sich somit wiederholt zur Wahl für öffentliche Ämter, erleidet immer wieder Rückschläge, im Wahlkampf, wie auch seinem Beziehungsleben..., nur aufzugeben, dass verbietet er sich selbst.

Harvey Milk, ein Mann, vor dem inzwischen längst auch die Stadt den Hut gezogen hat, in der er es einstmals nicht immer einfach hatte - San Francisco, die Stadt, welche zugleich Schauplatz der Filmbiografie ist.

Die Hauptrolle des Films ist mit Sean Penn übrigens bestens besetzt, verlangt diese Rolle doch unzählige Fähigkeiten - zum einen brauchte es einen wandlungsfähigen Schauspieler, welcher neben der notwendigen Portion Löwenherz und Courage auch Verzweiflung und Ratlosigkeit verkörpern kann - hat Penn zu 150% geschafft - und somit ist der Oscar 2009 (Bester Hauptdarsteller) genau dem richtigen Darsteller zugefallen!

Fazit: 15 Millionen US-Dollar soll der Film gekostet haben - er ist jeden einzelnen Cent wert!
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am 10. August 2015
Er wurde zu dem Symbol für den Kampf um Bürgerrechte für Schwule und Lesben. Ein Film über das demokratische Amerika.
Harvey Milk (Sean Penn) erlebt in den siebziger Jahren die Repression, die gegen Schwule in Amerika bestand. An seinem vierzigsten Geburtstag entschloß er sich zusammen mit seinem Partner seine Zelte in New York abzubrechen und an die liberalere Westküste zu ziehen. Sein Ziel hieß San Francisco. Das heruntergekommene Arbeiterviertel „Castro“, südlich der Market Street wurde seit den frühen 70er Jahren zum Anziehungsmagneten vieler Schwuler aus den gesamten USA. Hier kauften sie Häuser, renovierten sie und wollen endlich frei von Anfeindungen leben. Milk eröffnete in Castro einen Fotoladen: "Castro Camera". Der Laden wurde schnell zum Treffpunkt und zur Anlaufstelle von Aktivisten. Milk setzte sich für die Rechte der Homosexuellen ein. Um den ständigen Razzien und Übergriffen der Polizei etwas entgegenzuhalten und um die Interessen der schwulen Community und der kleinen Geschäftsleute besser vertreten zu können ging Harvey Milk in die Politik. Er versucht in den Stadtrat zu kommen um sich so mehr Gehör zu verschaffen. Milk sucht Verbündete für seine Anliegen.

Im dritten Anlauf und mit der Unterstützung einer tatkräftigen Frau als Wahlkampfmanagerin, Anne Kronenberg, gelang der Einzug ins Rathaus. Doch die Konservativen gaben keine Ruhe. Kronenberg verschaffte Milk das mediale Echo, um gegen die konservativ-religiösen Gesetzesinitiative („Proposition 6“), die homosexuellen Lehrern in ganz Kalifornien die Berufsausübung verbieten wollte, vorzugehen. Milk organisierte den Widerstand gegen die geplante Volksbefragung zu diesem Thema. Er gewann, die Gesetzesinitiative wurde mehrheitlich abgelehnt, doch seine langjähriger Lebenspartner Scott Smith verließ ihn. Politisch ist Milk erfolgreich, das private Glück aber bleibt fragil. Sein neuer Geliebter, Jack Lira, hielt - Milk war häufig mit politischen Dingen beschäftigt - die geteilte Aufmerksamkeit nicht lange aus und bringt sich um.

Im Rathaus wuchs die Konfrontation mit Dan White, einem engstirnigen Stadtratsvertreter aus dem Nachbar-District. Dan White trat 1978 von seinem Amt zurück. Als es er sich ein paar Tage später anders überlegt hatte und sein Amt Posten zurückhaben wollte, lehnte dies der Bürgermeister San Franziskos, George Moscone, ab. Dan White vermutete hinter dieser Entscheidung eine Verschwörung von Moscone und Milk und erschoss beide am 27. November 1978.

30.000 Menschen zogen in einem Schweigemarsch von Castro zum Rathaus. Harvey Milks Vermächtnis bleibt. In einer Rede, März 1978 sagte er: "Alles, was sie haben, ist Hoffnung. Hoffnung ist das, was wir ihnen geben müssen. Die Hoffnung auf eine bessere Welt. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Hoffnung darauf, dass es irgendwo eine neue Heimat gibt, wenn der Druck zuhause zu groß wird. Die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Ohne Hoffnung werden sie aufgeben: nicht nur die Schwulen, auch die Schwarzen, die Alten, die Behinderten; „unsere“ Leute werden aufgeben. Und deshalb müssen wir ihnen Hoffnung geben."

Harvey Milk war der erste US-Bürgerrechtler, der als bekennender Schwuler in den Stadtrat von San Francisco gewählt wurde. Der Film zeigt das raue politische Klima in den 70er Jahren. Milk ist Vorbild, Ikone und Held nicht nur für das Schwule-Amerika sondern für das liberale demokratische Amerika. Der Film ist so auch ein Film über die Stadt San Francisco, die heute stolz ist die toleranteste und liberalste Stadt in den USA zu sein. Der Film erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Kampfes für Bürgerrechte aus der Perspektive der Schwulenbewegung. Großartig, ideal für den nächsten Trip nach San Francisco.
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am 25. April 2014
In den Extras zum Film wird Harvey Milk als "Schutzpatron der Schwulen" bezeichnet und diesen Titel hat er sich redlich verdient. Selbst wenn sein Leben sicherlich wie in derartigen Biopics üblich mit dem Weichzeichner bearbeitet worden ist, so hat er unstrittig als erster offen schwul lebender Mann, der in ein öffentliches Amt gewählt worden ist, seinen Beitrag zur Akzeptanz Homosexueller geleistet.

Detailiert und realistisch zeigt der Film Milks siebenjährigen Weg ins Amt, auf dem er mit jede Menge Vorurteilen und Widerständen zu kämpfen hat. Bis zu seiner Ermordung 1978 war er gerade mal ein Jahr als Stadtrat im Amt, aber hat eine Bewegung in Gang gesetzt, die nicht mehr zu stoppen war und letztlich zur gesellschaftlichen Liberalisierung enorm beigetragen hat. Ich finde in dem Zusammenhang schön, dass er in dem Film 1970 als 40-jähriger sagt, er habe in seinem Leben bislang nichts geleistet, und nur 8 Jahre später gilt er als Ikone und Pionier der Schwulenbewegung.

Es ist also nie zu spät, sich für etwas einzusetzen, und manchmal braucht es offenbar ein wenig Zeit, bis man den Mut dafür findet und die Gelegenheit günstig ist.

Schön fand ich auch die Szenen, in denen alle aus den Schwulenbars auf die Straße liefen, um einem Schwulen zu helfen, der Opfer von Polizeigewalt wurde. Diese Solidarität ist heutzutage nicht mehr in der Schwulenszene vorhanden, aber glücklicherweise in dem Maße auch nicht mehr notwendig. Trotzdem berührte es mich auf eine Art, diese Anfänge zu sehen. Es war einerseits erschreckend, andererseits auch ein wenig "die gute alte Zeit", in der Menschen sich noch engagiert haben und aus den Kneipen auf die Straße gelaufen sind, um sich mit jemandem zu solidarisieren.

Ich habe den Film im Kino gesehen und fand ihn total super, muss aber zugeben, dass er mir auf DVD stellenweise etwas lang vorkam. Der englische Originalton ist auch nicht berauschend von der Qualität her. Dennoch finde ich den Film nach wie vor sehr sehenswert, allein schon wegen der großartigen schauspielerischen Leistungen, aber auch aufgrund der ermutigenden Botschaft.

Die Extras sind auch interessant, es gibt Interviews mit noch lebenden Aktivisten von einst und mit den Schauspielern, sowie Einblicke in die Dreharbeiten. Jedoch kommt Sean Penn in den Extras absolut gar nicht vor. Ich habe mich gefragt, ob er zu divenhaft war, mal ein kurzes Interview zu geben oder dergleichen, aber es ist ja seine Sache. Dennoch hat er großartig gespielt.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Oktober 2009
Am 27. November 1978 klettert der zurückgetretene Stadtrat Dan White (Josh Brolin) durch ein Fenster in das Rathaus von San Francisco, betritt das Büro von Bürgermeister George Moscone und erschießt ihn. Danach läuft er zielgerichtet in das Büro des Bezirksbürgermeisters Harvey Milk (Sean Penn) und tötet den 48 Jahre alten Kommunalpolitiker.
Damit geht eine sehr ungewöhnliche politische Karriere im Amerika der 70er Jahre zu Ende.
Bereits Rob Epstein realisierte 1984 den oscarpreisgekrönten Dokumentarfilm "The Times of Harvey Milk", der das Leben des ersten sich zur Homosexualität bekennenden Stadtrat von San Franzisco zeigt.
Sein geschichtlicher Stellenwert als Bürgerrechtler, vor allem in der Schwulen- und Lesbenbewegung Amerikas, ist enorm hoch.
Gus van Sant, einer der bekanntesten Autorenfilmer der USA hat sich bereits einen exzellenten Namen als Macher anspruchsvoller Stoffe über Aussenseiter machen können, seine Filme wie "Elephant", "My private Idaho", Drugstore Cowboy" oder "To die for" haben eine grosse Fangemeinde.
Mit "Milk" ist ihm sogar wieder aml ein ähnlich geglückter Wurf in Punkto Kommerz gelungen wie vor einigen Jahren mit "Good Will Hunting".
Das Biopic über den Politiker Milk war einer der grossen Favoriten bei der diesjährigen Oscarverleihung und Sean Penn gewann den Academy Award als bester Hauptdarsteller.
Harvey Milk zieht 1972 zusammen mit seinem Lebenspartner Scott Smith (James Franco) von New York nach San Francisco. Im Castro-Bezirk, einem Vorort eröffnet er einen Fotoladen.
Milk verändert sich vom New Yorker Börsenmakler in der Post-Hippie-Ära zum Anti-Vietnam Demonstrant. Weil er offen zu seiner Sexualität steht und darüberhinaus auch noch politisch interessiert und aktiv wird, formiert sich in den progressiven 7oer Jahren sehr bald eine schwule Community, die immer selbstbewusster wird und Solidaritätseffekte ins Rollen bringt.
Harvey Milk zieht seinen Anzug wieder an und hat grosses Interesse an einem politischen Amt.
Diese toleranten Errungenschaften, die in dieser Zeit stattfinden, haben aber auch Feinde, vor allem im konservativen Lager und den starken fundamentalistischen christlichen Glaubensgemeinschaften.
1977 erließ Dade County in Florida eine Menschenrechts-Verordnung, die eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität verbot und die von anderen Staaten übernommen wurde. Die bekannte Countrysängerin Anita Bryant (Paper Roses) und Werbeikone für Orangensaft und Tupper war auch ein Mitglied der Southern Baptist Kirche. Sie startet zu dieser Zeit ein zweifelhaftes und unrühmliches Comeback als prominentes Zugpferd einer diskriminierenden Kampagne, die die Rücknahme dieser "sündigen" Verordnung forderte und zu dieser Zeit sogar eine weltweite Aufmerksamkeit fand. Diese Forderungen wurden mit dem religiösen Empfinden begründet. Man befürchtete allen Ernstes, dass Schwule Lehrer, Erzieher unschuldige Kinder und Jugendliche rekrutieren wollten. Bryans politische Organisation hatte den Namen "Save our Children" und Harvey Milk begann seine Reden immer mit "Mein Name ist Harvey Milk und will euch rekrutieren"....
Gus van Sant hat mit "Milk" ein eindrucksvolles Portrait dieser Zeit geschaffen, viele Archivaufnahmen wurden in die Handlung integriert, so dass der Film einen sehr dokumentarischen Stil erhielt. Dies macht ihn zusätzlich kraftvoll und authentisch bei seinem Thema vom "Kampf um die Bürgerrechte".
Dass der Weg nach oben nicht ohne Opfer funktioniert und im Falle von Milk und seinem Anliegen noch zusätzlich Feinde mit sich bringt, zeigt der sehr interessante Film eindrucksvoll.
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Es wurde ja schon viel hier über den Film geschrieben. Deshalb nur ganz kurz: der Film ist absolut sehenswert, Sean Penn beweist, warum er zu den besten Schauspielern seiner Generation gehört. Die Besetzung insgesamt ist super, bis in die kleinen Nebenrollen. Die Ausstattung ist brilliant, die Kameraführung, die Dialoge: alles ein Höhepunkt der letzten Jahre und zu recht Oscarbedacht.
Allerdings ist es Film zum Nachdenken und ein emotional berührender Film. Wer flache Action liebt, ist hier eindeutig falsch. Ich habe mich 130 min lang kein einziges Mal gelangweilt, dies schaffen nur wenige Filme.
Und wie hier schon sehr treffend geschrieben wurde: ein Film über die Schwulenbewegung und einer seiner Hauptprotagonisten, aber kein schwuler Film. Ein Highlight!
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am 17. Juni 2016
Beeindruckend gut gespielt. Noch immer unglaublich, wie Menschen ob ihrer Wahl der Neigung unter Vorurteilen leiden müssen, als Menschen zweiter Wahl behandelt werden. Teilweise waren einige Szenen sehr langatmig gehalten, aber dennoch sehenswert und vor allem biographisch.
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am 22. Mai 2014
Ein ganz guter Film, aber keine Spitzenklasse. Bewegt hat er mich nicht so richtig, aber je länger ich darüber nachdenke, nachdem ich den Film vor 3 Tagen gesehen habe, desto besser denke ich über ihn. Bei den meisten Filmen geht es in die andere Richtung. Jetzt bin ich aber bei 4 Sterne angekommen. Das langt nun auch. Der Film erzählt die Geschichte von Harvey Milk (Sean Penn) von 1970 bis 1978, vor allem aus dieser Zeit in San Francisco. Als Vorlage dient eine Tonbandaufzeichnung, die er kurz vor seinem Tod angefertigt haben soll. Das wird dann auch ein Grund sein um nicht unbedingt ein zufriedenstellendes Porträt des Protagonisten zu zeigen. Er wird wohl nicht von seiner schlechten Seite auf die Tonbandaufzeichnung gesprochen haben. Also ist diese Erzählweise eigentlich gut, aber nicht für mich perfekt schön. Gespielt wurden alle Rollen von den jeweiligen Schauspielern perfekt. Sean Penn wurde ja sogar mit einem Oscar belohnt. Inhaltlich ist der Film auch ohne Fehler gemacht. Er ist zwar ein ganz kleines bisschen langatmig, was sich besonders darin zeigt, dass immer irgendwelche Wahlen sind, die Harvey Milk (Sean Penn) oft verliert. Innerhalb von den wenigen Jahren, die im Film gezeigt werden, ist er fast nur mit dieser Sache beschäftigt. Für den Film war das schon etwas Spannung, aber im Endeffekt auch Langatmigkeit. Trotzdem gelingt es mir, die Figur des Harvey Milk in diesem Film zu erkennen, wie er sich nach jeder Wahl verändert und auch zu Vielem bereit ist, vor allem nach seiner Wahl in den Stadtrat, um seine Ideen durchzusetzen. Privat aber bleibt er so wie er ist (er sieht vor allem das Gute im Menschen). Er ist fast ein wenig naiv. So ist er auch sehr überrascht, als sein Stadtratskollege (eigentlich Konkurrent) Dan White (Josh Brolin) ihn am Schluss in sein Büro bestellt und dann erschießt, nachdem dieser sich von Harvey Milk in die Enge getrieben sah. Beruflich hat Harvey Milk (Sean Penn) den Dan White (Josh Brolin) voll im Griff, spielt mit ihm wie und wann er will, aber dann das........
In diesem Film trifft sich Dan White (Josh Brolin) vor seinem Attentat mit der Polizei. Vielleicht will man mit dieser Szene darauf hindeuten, warum Dan White nach seinem Attentat eine verhältnismäßig niedrige Strafe bekommen hat.
Die Lichterkettenprozession nach dem Tode von Harvey Milk und dem damaligen Bürgermeister San Franciscos, George Moscone, wirkt in dem Film nicht ganz so, als ob man das als Trauermarsch für diese zwei Menschen macht, sondern eher als Demonstration für die Sache der Schwulenbewegung. Gerade so fühle ich, wenn ich die Nahaufnahme von dem eher wütendem Cleve Jones (Emile Hirsch) sehe.
Wie man auf dem Bonus dieser DVD sehen kann, sind die echten Zeitzeugen (z.B. Anne Kronenberg und Cleve Jones) von diesem Film begeistert und sagen, dass hier alles gut umgesetzt wurde. Aber auch hier denke ich, es geht um die Sache und nicht um die wahre Person Harvey Milk.
Als geschichtlicher Lernstoff ist dieser Film ein Muss. Sonst nur ein Kann. Ich habe ihn jetzt gesehen. In meine Sammlung kommt er aber nicht.

Meine Schulnote: 3+
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am 29. September 2010
Regisseur Gus van Sant ist bekannt für seine packenden Themen,hier geht es um die Lebensgeschichte des Politikers Harvey Milk,der Film war für 8 Oskars nominiert,und Sean Penn beweist wieder einmal mehr,was für ein facettenreicher,internationaler Darsteller er ist.Unbedingt weiter zu empfehlen.
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am 1. September 2014
Hier ist schon viel Gutes über den Film geschrieben worden, dem möchte ich mich anschließen, und noch etwas zum Lob beitragen.

Liebe zwischen Männern ist etwas Unbekanntes für mich, ich kenne kein einziges Homopärchen. Somit, wenn auch ohne Vorurteile, doch war ich bis dato etwas ratlos, was diese BEziehungsart betriftt. In dem Film wird auch Milks Beziehung zu seinem Lebensgefährten Scotti dargestellt, und ich muss sagen mich hat die Zärtlichkeit zwischen ihnen berührt.

Auch die körperliche Liebe wird am Anfang gezeigt - auf eine poetische, zerbrechliche Weise. So weiß ich jetzt, dass die Liebe zwischen Männern genau so zärtlich oder grob, vom Herzen kommend oder nur eine Nummer sein kann, wie auch zwischen den Geschlechtern.
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