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5.0 von 5 Sternen jenseits aller Schubladen, 23. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Ghost Dance (Audio CD)
Sie haben von allem etwas; sie haben den 'southern touch' ohne im eigentlichen Sinne Southern Rock zu sein, sie haben starke Folkwurzeln (für American Folk sind sie allerdings zu rockig), sie sind perkussiv, rhythmisch (wobei die Verwendung von Bongos, Congas usw. eigentlich auch nicht in die gängigen Schemata passt).

Dennoch wirkt die Musik homogen und Jupiter Coyote gehören zu den aufregendsten Acts der amerikanischen Musikszene.
Das Quintett um den Sänger John Felty überzeugt mit ausgefeilten Kompositionen, die einerseits ins Ohr gehen und einen hohen Wiedererkennungswert haben, andererseits aber auch musikalisch anspruchsvoll sind. Nach dem ersten Mal Hören ging mir die Melodie von Nothing's for certain beispielsweise tagelang nicht aus dem Kopf.

Hier wirkt nichts bemüht, altbacken oder verstaubt. Mit San Clemens (Canagumbo) gibt es zudem ein recht langes Stück mit ausgedehnter Percussionsequenz, das trotzdem in den Kontext des Albums passt.

Die Scheibe hat zwar mittlerweile schon zehn Jahre auf dem Buckel, ist aber ein immer wieder gerne gehörter, zeitloser Gemütsaufheller für dunkle Tage.
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5.0 von 5 Sternen Von Steppenläufern, Geigern und Schlangenhändlern......, 21. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ghost Dance (Audio CD)
Meine Hochachtung vor JUPITER COYOTE, Respekt!!! Als sie Anfang der 90er, die Welt erlebte gerade eine Renaissance hochwertiger Rockmusik, die Bühne betraten war schnell klar: in die Knebelverträge der Music-Company's wollten sie sich nicht zwingen lassen. Nein, dann wollten sie lieber ein paar Dollars weniger in der Tasche haben - dafür aber genau die Musik abliefern können, hinter der sie zu 100% stehen. Mit befreundeten Bands gründeten sie 'Autonomous Records', ein unabhängiges Label und bewiesen damit Weitsicht. Denn: heute werden die besten Acts (siehe GOV'T MULE) über kleine, feine Label abgewickelt, die sich über die neuen Vermarktungsmöglichkeiten via Internet hervorragend behaupten können!

JUPITER COYOTE werden im allgemeinen dem Southern-Rock (SR) zugeordnet. Das ist im großen und ganzen auch in Ordnung, zeigt aber auch das breite Spektrum des SR, stehen JUPITER COYOTE doch am äußersten Rand des SR zum Folk-Rock hin. Dazu gibt's reichlich jammige Ausflüge - also insgesamt eine äußerst kurzweilige Mixtur.

Es ist ein SR-typisches Line-up: John Felty und Matthew Mayers, die beiden Sänger und Songwriter, sind für die Gitarren verantwortlich, dazu gibt's in wechselnden Besetzungen Drums und Bass, sowie den im SR oft obligatorischen zweiten Schlagwerker. Seit einiger Zeit ist auch noch ein Geiger an Bord, doch dazu später.

Um's vorweg zu nehmen: "Ghost Dance" von 1996 ist m.E. das beste JUPITER COYOTE-Album, gefolgt von der, leider oft unterschätzten, "Cemeteries and Junkyards", ihrer ersten Scheibe - trotz (oder vielleicht sogar wegen) der Tatsache, daß ich's in der Regel etwas härter und widerborstiger mag! Ja, und es gehört definitiv in jede SR-Sammlung, die etwas auf sich hält!!!

Es herrscht eine sehr relaxte Grundstimmung vor. Den treibenden Rock zieht's immer wieder zu folkigen Ufern, Mandolinen und Banjo's setzten sehr dezente Country-Rock-Tupfer, die Soli werden immer wieder auf Jam-Länge ausgedehnt - JUPITER COYOTE haben wirklich einen aparten, einzigartigen Stil kreiert.

Mit "Tumbleweed" geht's gleich richtig druckvoll und treibend ab, "Payin' the Fiddler" ist einer ihrer besten Tracks überhaupt und "Snake Handler" hat den ollen Motown-Hit "Can I get a witness" (Marvin Gaye) perfekt integriert. Sehr stimmungs- und anspruchsvoll sind "Whoville" und "Whoville/Reprise", zusammen etwa 10 Min. lang, arrangiert. Eine traumhaft stille, kleine Nummer ist "Young". Bei "Man in your band" fiedelt bereits das heute feste JC-Member Steve Trishman mit und bei "Sam Clemens" feuert der Percussionist Rapa ein minutenlanges Bongo-Feuerwerk ab. Wirklich jeder Song hat was......

Einziges, ärgerliches Manko: der 'nackte' Digipack bietet außer den Songtiteln nicht eine einzige verwertbare Information, sodaß man auf Sekundär-Literatur im Netz angewiesen ist - da könnt ich glatt ausrasten, grrr!!

Ausblick: "Ghost Dance", ihr viertes Album, war m.E. das letzte, richtig aufregende Album von JUPITER COYOTE. Alles was nachfolgte hat mich mehr oder weniger enttäuscht - besonders der letzte Erguß "Hillary Step", einem CD/DVD-Doppelpack, den ich nach einmaligem Hören sofort weiter verkauft habe.

Nicht nur meiner Meinung nach scheint das Band-Konzept ausgereizt - die Band zitiert sich nur noch selbst und tritt auf der Stelle. Mich nervt vor allem das ständige Gefidel von Steve Trisman, denn eine Geige sollte m.E. eher dezent und gezielt eingesetzt werden und nicht jede freie Stelle im Takt zukleistern.

Eine künstlerische Pause und grundsätzliche Überlegungen scheinen mir angebracht, denn um eine so großartige Band wie JUPITER COYOTE wäre es wirklich schade!!!
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Ghost Dance
Ghost Dance von Jupiter Coyote
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