Amazon.de: Kundenrezensionen: Slumdog Millionär

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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Fest für Augen, Ohren und (ganz wichtig) das Herz!
Wer hier eine sozialkritische Dokumentation erwartet, liegt schon mal völlig daneben. Die Ansätze dafür sind da, aber Slumdog Millionär ist eher ein Märchen. Ein modernes Märchen, das mich völlig verzaubert hat. Nicht nur durch die Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story oder die geniale Idee der parallen Erzählstränge. Es ist das Gesamtpaket, das neben diesen zwei Punkten...
Vor 1 Monat von Schwalbenkönig veröffentlicht

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versus
131 von 184 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Diamant aus dem Schlamm gesiebt
Story:
Jamal, ein Junge aus den Slums von Mumbai, sitzt in der indischen Millionenshow. Im gegenüber der Quizmaster, der dem Kandidaten ungefähr soviel Sympathie entgegenbringt wie H.C. Strache einem möglicherweise straffällig gewordenem Asylbewerber. Sehr zu seinem Ärger, schafft es der Bursche Frage um Frage richtig zu beantworten. Doch wie ist das möglich, woher...
Vor 7 Monaten von Berger Andreas veröffentlicht

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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Fest für Augen, Ohren und (ganz wichtig) das Herz!, 11. Oktober 2009
Wer hier eine sozialkritische Dokumentation erwartet, liegt schon mal völlig daneben. Die Ansätze dafür sind da, aber Slumdog Millionär ist eher ein Märchen. Ein modernes Märchen, das mich völlig verzaubert hat. Nicht nur durch die Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story oder die geniale Idee der parallen Erzählstränge. Es ist das Gesamtpaket, das neben diesen zwei Punkten vor allem aus wunderschöner Kameraarbeit, hitverdächtigem Soundtrack, sympathischen Darstellern und einer dicken Portion Gefühl besteht. Nicht nur, aber gerade zum Ende wird dieses Lovestory-Roadmovie-Drama doch sehr anrührend und lässt wohl niemanden wirklich kalt. Trotzdem konnte ich keine Spur von Kitsch entdecken. Es ist genau die richtige Mischung für einen perfekten DVD-Abend, die sich jeden einzelnen Oscar zu Recht erobert hat. Hut ab, Danny Boyle!

DVD-Extras:

Interviews mit Dev Patel (Jamal); Freida Pinto (Latika) und Danny Boyle (Regie)
Trailershow
From Script to Screen: The Toilet Scene
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131 von 184 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Diamant aus dem Schlamm gesiebt, 1. April 2009
Story:
Jamal, ein Junge aus den Slums von Mumbai, sitzt in der indischen Millionenshow. Im gegenüber der Quizmaster, der dem Kandidaten ungefähr soviel Sympathie entgegenbringt wie H.C. Strache einem möglicherweise straffällig gewordenem Asylbewerber. Sehr zu seinem Ärger, schafft es der Bursche Frage um Frage richtig zu beantworten. Doch wie ist das möglich, woher kennt er die Antworten, dieser Slumbewohner, der wohl noch nie eine Schule von innen gesehen hat?


Kritik:
Danny Boyle, der seit Trainspotting mehr oder weniger Dutzendware produziert hatte, hat sich wohl gedacht, dass es mal wieder Zeit für einen richtig tollen Hit wäre. Und wie kocht man ein Oscar-Meisterwerk? Richtig, man nehme als Zutaten einfach drei andere Oskar-prämierte Filme (in diesem Fall handelt es sich um die geniale City of God, das unvergessliche Quiero Ser und eine Prise Forst Gump); verrühre das Ganze mit sehr schönen Bildern, fetzigem Soundtrack und fertig ist das Filmgericht, das jedem schmeckt.

Die Rechnung ging auf. Slumdog Millionaire ist der diesjährige Oscar-Sieger und schreitet auf der Spitze der IMDB Hitparade gemütlich nach oben. - Tja, Gottseidank hat der Film viele Oskars erhalten! Denn sonst würde ihn sich vermutlich niemand anschauen, da Filme über Armut in Slums, Kinderarbeit und indisches Alltagsleben in der Regel nicht gerade Kino-Renner sind. Aber warum funktioniert in diesem Fall aber das Ganze trotzdem? Die Antwort ist schnell zu finden: Weil die Realität als solches nicht gezeigt wird.

Danny Boyle sind seine wunderschönen Bilder viel zu schade, als dass er sie durch die harte Realität zerstören lassen wollen würde. So wirken die Slums in ihrem Abendgelb romantisch und sogar die Kinderprostitution wird im akustischen Glitzern von Ringen und Ketten, als Tanz eines indischen Mädchens als exotisch dargestellt. Wie anders wirkt da City of God oder Quiero Ser! Wie auch immer, so ist es also nicht verwunderlich, dass viele Leute den Film mögen. Die Schrecklichkeit von Armut, Krankheit und Kinder-Leid wird einfach ausgeblendet oder Massen-tauglich präsentiert.

Was dann vom Film übrig bleibt, ist dann eine klassische Underdog Geschichte, bei der man sich dann immer mitfreuen kann, dass die Kinder in ihrem Leben zufällig über die Antworten stolpern, die später für die Quizshows gebraucht werden. Dies ist oft mehr oder weniger logisch (ich sage nur 100 Dollar Note), kann aber durchwegs unterhalten. Zum Schluss wird das Ganze aber immer absehbarer. Was mit interessantem Erzählstil beginnt, endet als biederes Holly-Wood-Happy End.

Schauspielerisch kann Slumdog Millionaire mit seinen Vorlagen ebenfalls nicht mithalten, vielleicht liegt's aber auch einfach an den sehr klischeehaften Rollen (e.g. böser Ober-Maffia-Boss prügelt seine Freundin während er Fußball schaut und Bier trinkt), die von vornherein jede Möglichkeit nehmen. Während in City of God das Lächeln des umworben Mädchens pure Erotik war, ist das Slumdog Millionaire-Pendant auf Hübsch-Sein reduziert.

Als kleines Detail am Rande sei erwähnt, wie unglaublich großzügig Hollywood seine Laien Schauspieler entlohnte. Sagenhafte 3000 EUR und eine Hose gab's für die Hauptrollen, wie der Kurier letzten Sonntag berichtete. Für die anderen Schauspieler, ein durchschnittliches lokales Gehalt eines Arbeiters für 30 Tage (ungefähr 50 EUR). Bei einem Budget von $15.000.000 sowie einem Einspielergebnis von $125.324.813 bis März 2009 sieht man schon, wie ernst Hollywood mit seiner Kritik an den Missständen in Indien meint! Irgendwie passend zum Film.

FAZIT:
Was bleibt ist ein liebes Hollywood Märchen, das nirgendwo anecken will, seine guten Ideen woanders geklaut hat, technisch einwandfrei ist und zu unterhalten versteht. Mein Rat: Einmal hingehen und betrachten. Dann aber noch einmal die anderen Meisterwerke ansehen, mit denen Slumdog Millionaire bei weitem nicht mithalten kann

Aber: Für den coolen Abspann gibt's noch einen halben Punkt dazu... :-)

6,5 von 10 richtig beantworteten Fragen.
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76 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Slumdog Millionär, 26. März 2009
Der Film ist durchaus gut und ragt sicher auch aus der zur Zeit gängigen Kinokost heraus. Eine Auszeichnung mit acht Oscars legt die Messlatte aber derart hoch, dass doch ein paar kritische Anmerkungen erlaubt sind. Die Kameraarbeit ist solide und gute Handwerkskunst, aber Aufnahmen die einem den Atem stocken ließen, gibt es keine. Wer Mumbai gut kennt, wird vielleicht sogar eher enttäuscht sein, da der wahre Moloch in seiner schönen und seiner schrecklichen Erscheinung kaum gezeichnet wird. Ein bisschen Victoria-Station und dann das Neubaugebiet reichen nicht für diese Stadt. Die restlichen Schauplätze könnten fast in jeder indischen Stadt liegen. Die Struktur der Erzählung ist raffiniert und temporeich, aber so vieles bleibt unerzählt und tatsächlich werden die Protagonisten durch die Geschichte getrieben ohne dass man ihre Motivation wirklich spürt. Das erzählerische Können und die Authentizität bleiben weit hinter "Salaam Bombay" zurück. Die Handlungsebene "Folter" ist gar gänzlich überflüssig. Die Zeit hätte man besser zur Herausarbeitung der Charaktere verwendet. Farben und Licht sind durchweg übersättigt, der Schnitt folgt weitgehend Montagetechniken von Musikclips und Werbefernsehen. Sehr viel Wackelkamera (liegt ja wohl im Trend). Die Bösewichter entsprechen in Erscheinung und Gehabe dem typischen Bollywood-Klischee. Die Auflösung: Geld gewonnen, fehlgeleiteter Bruder tot und das Herz der Liebsten errungen, ist ja dann auch nicht besonders originell. Sehr gut ist aber das Spiel der Kinder-Darsteller, welche gut getroffen und geführt sind. Zur Musik ist zu sagen, dass sie schon gut ist, aber wenn man Rahmans bisheriges Schaffen kennt, merkt man, wie sehr er bei sich selbst geklaut hat und mittlerweile fast zu seinem eigenen Plagiat geworden ist. Freilich waren seine früheren Hits nur in Indien bekannt. Die Tanzszene im Abspann ist natürlich Bollywood geschuldet, macht aber eher den Eindruck des Aufwärmens, wenn man es in Vergleich setzt mit ähnlichen Hindi- oder Tamil-Tanzszenen. Acht Oscars sind sicherlich zuviel des Guten. Die enorme Auszeichnung dieses Films macht auch deutlich, wie flachbrüstig die Hollywood-Konkurrenten in diesem Jahr gewesen sind.
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24 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein indisches Märchen!, 15. April 2009
Keine Frage: Wer sich "Slumdog Millionaire" im Kino anschaut, kann zwei Stunden die Welt um sich herum vergessen. Hier ist ein Film entstanden, der den Zuschauer ergreift und mitnimmt, dessen Darsteller dem Kinogänger noch eine Weile gegenwärtig bleiben. Der schale Beigeschmack ob der grellen Inszenierung und der doch recht märchenhaften Geschichte stellt sich jedoch leider allzu schnell ein.

Zum Plot:
Der Zuschauer hört das bekannte, spannende Ticken zwischen Antwort und Auflösung der 10 Millionen Rupien-Frage. (Bei uns die vorletzte Frage vor der Million). Jamal hat diese Frage richtig beantwortet, das Publikum johlt, der mehr als schmierige Showmaster lässt seinen Kandidaten hochleben. Im niächsten Moment erlebt man eine Folterszene: Niemand glaubt, dass es bei "Wer wird Millionär" mit rechten Dingen zuging. Ein "Slumdog", kaum des Lesens und Schreibens mächtig, kann nicht ohne Hilfe soviel gewinnen. Die Polizei versucht herauszukriegen, wie Jamal betrogen hat.
Dann beginnt Jamal zu erzählen und es ist eine schier unglaubliche Geschichte:
In den Slums Bombays wächst er mit seinem älteren Bruder auf, seine Mutter kommt ums Leben und zusammen mit einem Mädchen versuchen die drei sich durchzuschlagen. Dabei geraten sie an Häscher, die Kinder auflesen und zum organisierten Betteln missbrauchen. Den Jungen gelingt die Flucht, ihre Freundin entkommt nicht.
Nach Jahren der Flucht unter zum Teil unglaublichen Bedingungen kehren die Brüder in das inzwischen völlig veränderte - in Mumbay umbenannte Bombay zurück. Ihnen gelingt es, ihren früheren Peiniger und die Freundin ausfindig zu machen. Doch Jamals Bruder geht einen Pakt mit dem Teufel ein und verrät seinen Bruder...

Jede einzelne Lebensetappe Jamals ist mit einer der bis dahin 14 Quizfragen verbunden. Für die alles entscheidende letzte Frage steht nun für ihn jedoch weit mehr auf dem Spiel als das Geld...

Viele, viele Zufälle, ein bisschen zu viel Folklore - sowohl bei den Slumszenen als auch im Verlauf der Handlung - verstärken den eher märchenhaften Charakter dieses Films.
Zu loben sind die Darsteller, die alle sehr überzeugend und unverbraucht aufspielen. Seine Stärke zeigt der Film aber vor allem in den Szenen, in denen klar wird, das Indien zur Hure von GlobalPlayern verkommt und die rasanten Veränderungen von der Gesellschaft gar nicht in der Kürze der Zeit nachvollziehbar sind.

Inwieweit dies tatsächlich ein Abbild Indiens ist, kann und mag ich nicht beurteilen. Glaubhaft sind diese Szenen jedoch in jedem Fall, vor allem auch die Darstellung der Medienmacht.

Dennoch hätte es dem Film gewiss gut getan, etwas weniger auf die Tränendrüse zu drücken.
Ein ungewöhnlicher und trotz aller Schwächen sehenswerter Film!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Toller Film, aber die Blu-ray Bildqualität ist unter aller Kanone., 28. Oktober 2009
Diese Rezension stammt von: Slumdog Millionär [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film selbst wurde alles gesagt, der hat seine 5 Sterne verdient. Mehr brauche ich dazu also auch nicht schreiben.


Was mir aber so überhaupt nicht gefällt ist die Bildqualität (TV = Sony KDL-40W4000 Full HD). Es rauscht im Bild das es nur so Kracht, Körnung ohne Ende. Zudem fehlt es dem Bild gänzlich an schärfe. Es ist einfach so das die Blu-ray nicht bzw. nur minimalst über der DVD Version liegen dürfte, da wurde unfassbar viel an potential verschenkt. In Sachen Bildqualität ist es bisher leider wirklich das schlechteste was ich bisher gesehen habe - selbst alte Schinken wie Good Fellas oder Das fünfte Element sind da deutlich besser auf BD umgesetzt.
Was mir ebenfalls nicht besonders gefällt ist die Lautstärkenaussteuerung. In Konversationen ist es total leise, und dann kommt ein Schnitt in eine andere Szene und es wird unglaublich laut - nicht wundern wenn der Nachbar nebenan die Tapete hochkrabbelt.

Die zusätzlichen Features auf der Blu-ray sind gut gemacht, aber sehr "Bollywood-Lastig" und bestimmt nicht jedermanns geschmack.


Film = hui / Bildqualität = pfui

Film = 5 Sterne
Qualität = 1 Stern
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10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Mit acht Oscars also praktisch besser als Der Pate...., 19. November 2009
.... so sollte man meinen, aber dass Oscar-Verleihungen oft keine Aussagekraft haben ist mittlerweile bekannt. LA Crash war gut, aber kein Film des Jahres, "Es war einmal in Amerika" hat keinen einzigen bekommen genauso wenig wie "Die Verurteilten", ich glaube dass sagt schon alles darüber aus.

Nun kommt mit Slumdog Millionär wieder ein Film der acht Oscars erhalten hat und somit einen mehr als Der Pate II" und sogar fünf mehr als der erste Teil des Paten. Rein hypothetisch frage ich mich da ob der Film dann auch ungefähr dreimal so gut ist wie Der Pate".

Slumdog Millionär ist meiner Meinung nach kein wirklich guter Film, aber vor allem kein Film der acht Oscars verdient hat. Es ist einfach kein Film wie Oscar Gewinner der Vergangenheit die man immer und immer wieder sehen kann. Da meine ich Filme wie eben schon genannt Der Pate" oder auch Klassiker wie Das Schweigen der Lämmer", Der mit dem Wolf tanzt", Braveheart" oder Schindlers Liste".

Die Handlung des Films dürfte allgemein bekannt sein aber hier ein paar Worte dazu. Der ehemalige Straßenjunge Malik hat in der Geschichte der indischen Ausgabe von Wer wird Millionär" als erster die Möglichkeit die Summe von 20 Millionen Rupien zu gewinnen. Was aber macht dieser aus ärmsten Verhältnissen stammende junge Mann hier überhaupt und warum konnte er die ganzen Fragen bis zur letzen alle beantworten. Diese Fragen werden durch Rückblenden dann beantwortet.

Auch wenn jetzt wieder genug zur Stelle sind die nur aufgrund meiner Sternenvergabe mal als nicht hilfreich einstufen ist mir dass egal. Ich war enttäuscht von einem Film der so groß angepriesen und dann letzlich meine Erwartungen in keinster Weise erfüllen konnte.

Ich kann hier einem Vorredner nur zustimmen der sagt das Danny Boyles Film wirkt wie ein unausgegorener Mix aus so mancher Filmperle der Vergangenheit. Die Schauspieler des Films sind meiner Meinung nach auch nicht wirklich gut und vor allem der Hauptdarsteller hat nur einen Gesichtsausdruck im ganzen Film. Der Gangsterboss passt einfach in das typische Klischee des Bösewichts und auch sonst konnte mich keine Rolle oder ein Darsteller des Films überzeugen. Der Film war langweilig und konnte weder mich noch meine Frau zu keinem Zeitpunkt wirklich begeistern.

Die DVD ist dafür für einen Einzel DVD recht solide geworden. Bild und vor allem die Tonqualität sind wirklich gut geworden. Beim Cover hat man auch an den Kunden gedacht und der DVD ein Wendecover verpasst. Dazu gibt es eine knappe halbe Stunde Bonusmaterial was für eine Einzel DVD ganz gut ist. Der Film ist für mich absolut überbewertet, die DVD ganz gut. Von mir gibt es aber trotzdem nur zwei Sterne für denn Oscar Abräumer 2009.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Völlig anders, als erwartet, 8. November 2009
Einen Film aus Indien hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen. Das, was ich ausschnittsweise aus Bollywood mitbekommen habe, entsprach, um es zurückhaltend auszudrücken, nicht ganz meinem Geschmack, zu bunt, zu laut, zu albern.

Slumdog Millionär musste wohl etwas Besonderes sein, anders ist die Vielzahl der Oskars und Golden Globes nicht vorstellbar. Auch versprach das Thema, dass ein gesellschaftlicher Underdog aus Indien über die wohl weltweit laufende Sendung Wer wird Millionär zu eben einem solchen wird, einen gewissen, sicherlich lustigen Unterhaltungswert.

Was ich dann aber gesehen habe, war etwas völlig anderes. Jamal, der Held des Films, befindet sich zu dessen Beginn in den Fängen recht brutaler Polizisten, während er parallel hierzu sein Leben Revue passieren lässt und gleichzeitig an der Wer-wird-Millionär-Show teilnimmt. Erst im Verlauf des Films wird deutlich, dass die Vergangenheitsbewältigung seine Aussage bei der Polizei darstellt, um sie zu überzeugen, dass er kein Betrüger ist und in der Millionärsshow mit redlichen Mitteln zum Erfolg kommt. Die Rückblicke erklären auf brutale, traurige Weise, weshalb Jamal die Antworten auf die in der Show gestellten Fragen kennt.

Die Millionärsshow selbst ist zwar wichtig, stellt aber im Gesamtverbund des Films nur die spannende Rahmenhandlung dar. Unglaublich ist die Lebensgeschichte von Jamal, dessen Bruder und seiner Freundin aus Kindheitstagen. Die Zustände in den Slums, das Aufwachsen als Waise, die Ausnutzung kleinster, vielleicht gerade einmal 5 Jahre alter Kinder durch skrupelloseste Verbrecher, der ständige Überlebenskampf, der nur als Kleinkrimineller möglich ist, erinnerte mich an Berichte meiner Eltern und Filme aus der Nachkriegszeit in Deutschland. Das ging unter die Haut, insbesondere wenn man bedenkt, dass dieser Zustand in Indien wohl normal zu sein scheint.
Dieser Film hat mich sehr beeindruckt, auch wenn das Ende (Abspann) wieder Bollywood gewesen ist.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Empathische Bilderflut, 29. Juni 2009
Von Michael Höfler (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Der achtzehnjährige Teeeinschenker in einem Handyladen Jamal Malik (der ältere Darsteller: Dev Patel) hat es bei der indischen Variante von "Wer wird Millionär" bis zur letzten Frage geschafft. Die muss allerdings auf den folgenden Tag verschoben werden. Nachts verhört man ihn auf Anweisung des schmierigen Show-Masters, weil man dem Underdog das Wissen zur Beantwortung der Frage nicht zutraut. Als man ihn mit Elektroschocks zu foltern beginnt, erzählt er. Die Auflösung der Fragen führt durch sein gesamtes Leben: vom buchstäblichen Tauchen durch Scheiße, um ein Autogramm von einem Filmstar zu bekommen, über den Tod der Mutter bei einem Überfall auf die Slum-Heimat und die Fast-Verstümmelung durch Kinderfänger zum Zweck des einträglicheren Bettelns. Es ist die Geschichte vom Überlebenskampf auf unbeschreiblichen Müllhalden, den der ältere Bruder gewinnt, indem er sich auf die Seite der Verbrecher schlägt. Roter Faden von Jamals Leben ist die aufopfernde Liebe zu der ebenfalls Waisen Latika (die ältere: Freida Pinto). Doch er verliert sie immer wieder an die bösen Mächte von Geld und Prostitution; ihre Liebe entscheidet sich erst mit der letzten, der Millionenfrage.

"Slumdog Millionär" hat mich begeistert, viele Szenen und Bilder, vor allem am Anfang, sind fantastisch. Die rasante, schlüssige Schnittfolge zwischen den Schauplätzen und Zeitebenen ergibt eine tolle, überaus spannende Dramaturgie. Freilich ist das ganze konstruiert, es gibt die eine oder andere kleine logische Kante, und manche Frage bleibt offen, aber das zu mokieren wäre kleinkariert.

Um die britisch-amerikanische, mit acht Oskars dekorierte Produktion ist eine heftige Debatte entbrannt, der Vorwurf lautet: Kulturimperialismus. Wird ein Armer in Indien schon deshalb gefoltert, weil man ihm das Wissen zum Millionengewinn nicht zutraut? Hätte es am Ende nicht eher um Geld ODER Liebe gehen müssen? Darf man soziale Missstände in einem Märchen aufarbeiten? Diente Indien hier nur als Kulisse, um eine typische Hollywood-Quatschgeschichte zu erzählen?

Diese Fragen muss jeder für sich beantworten. Regisseur Danny Boyle steht durch Filme wie "Trainspotting" (ebenso mit einer denkwürdige Toilettenszene) nicht gerade im Verdacht von Kommerz und Mainstream. Tiefe Antworten auf soziale Fragen und Einblicke in die indische Kultur liefert "Slumdog Millionär" freilich nicht. Will er auch nicht. Muss er auch nicht. Bei einem handwerklich dermaßen guten Film verzeiht man das angesichts der insgesamt stimmigen und großartigen Bilderflut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ultimativer Gute-Laune-Film, 31. Mai 2009
Slumdog Millionaire, inzwischen ausgezeichnet mit 8 Oscars und unzähligen anderen Awards, war eine der großen Überraschungen des abgelaufenen Kinojahres.

Worum geht es? Jamal, eim Mumbai, aufgewachsen in den Slums Bombays, steht in der indischen Version von "Wer wird Millionär" vor der finalen, Zwanzig-Millionen-Rupien-Frage. Die Polizei wurde schon längst misstrauisch, man kann sich nicht erklären, wie so ein Ungebildeter aus den Slums es so weit schaffen konnte, also inhaftiert man ihn und unterzieht ihm einen Verhör, in der er passend zu jeder Frage, die ihn auf dem Weg zur finalen Frage gestellt wurde, eine passende Geschichte erzählt, wie er an das Wissen für die richtige Antwort gelangt ist.

Das ist die Ausgangslage. Ständig springt der Film zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, und rollt so quasi die ganze Lebensgeschichte im Rückblick auf. Wenn auch arg konstruiert, ist es doch sehr clever inszeniert und eine wohltuende Abwechslung zum sonst so verbreiteten, geradlinigen Storytelling.

Jamal schlägt sich nach dem Tode der Mutter zusammen mit seinem Bruder auf eigene Faust durch. Später treffen sie auf Latika, ebenfalls Waise, die sie fortan begleiten soll. In die Jamal sich unsterblich verlieben wird, und die die beiden Brüder entzweien wird. Sie selbst bezeichnen sich als die drei Musketiere. Ihre Wege trennen sich, jeder hat seinen ganz eigenen Kampf auszutragen, immer wieder führen sie Schicksalsschläge zusammen, aus den Kindern werden Erwachsene.

Es fällt schwer, Slumdog Millionaire in eine Kategorie einzuordnen. Für eine Komödie ist er nicht witzig genug, für ein Drama zu heiter, Krimielemente und Sozialstudie sind in Ansätzen vorhanden. Viele Elemente einer Romanze. Der Film ist ein bisschen von allem.

In erster Linie ist der Film ein modernes Märchen. Ein Märchen von Liebe, von sagenhaftem Aufstieg und Fall. Eine Liebeserklärung an das Leben. Sobald der Abspann rollt, fühlt man so etwas wie Glück, Freude, möchte das Leben umarmen, ist beschwingt und möchte fast tanzen. Mehr kann solch ein Film nicht erreichen, und mehr will er auch nicht.

Märchen heißt aber auch, daß hier viel zugunsten des Happy Ends ausgespart wird, oder melodramatisch überhöht. Was "Slumdog Millionaire" mehrmals vorgewurfen wurde, ist das er beschönigt, das er z.B. die Armut in den Slums nicht realistisch widergibt, daß es den Kindern auch im vermeintlich größten Elend scheinbar immer pudelwohl geht. Ein Vorwurf, den sich der Film wohl gefallen lassen muss. Es wird nur hier und da die Not und das Elend angedeutet, aber kaum gezeigt. Insgesamt läuft alles zu rund, eben wie im Märchen.

Die an und für sich simple Story, die immer Gefahr läuft, in den Kitsch abzudriften ist aus nur einem Grunde so bewegend, der Film funktioniert nur wegen dem großartigen Regisseur: Danny Boyle. Es gibt in Hollywood keinen Zweiten, der so vor Energie strotzende, irrlichternde Bilder auf die Leinwand zaubert, der mit unglaublichem Tempo durch die Geschichte führt und zum Finale alle Fäden überragend und emotional überwältigend zusammenzuführen vermag. Wer Sunshine von Boyle kennt, wird wissen, was in etwa gemeint ist.

Die Kameraarbeit ist spektakulär. Man mag darüber streiten, ob der Film wirklich satte 8 Oscars verdient hat. Bei der Kamera (Anthony Dod Mantle) jedenfalls gibt es nichts zu diskutieren. Auch der Soundtrack, allesamt an Bollywood erinnernde Songs, tragen viel zum Filmerlebnis bei, sie sind so energiegeladen und lebensbejahend wie die dazugehörigen Bilder.

Der Cast ist passabel, herausragende Leistungen gibt es kaum zu verzeichnen. Dev Patel, der Jamal verkörpert, hat in etwa das Ausdrucksvermögen von einem Sack Mehl, zu seiner Rolle aber passt genau das, also kein Grund zur Klage. Frieda Pinto, die Likita verkörpert, ist in jeder Filmminute ein bezaubernder Anblick, mehr aber auch nicht, denn das Drehbuch verlangt von ihr nur, hübsch auszusehen, und fordert sie kaum.

Fazit.

Ein starker Film, der vor lauter Energie fast berstet. Eine Ode an das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Allzuviel Düsternis und Realismus wird vermieden, dafür ist er handwerklich grandios umgesetzt. Nebenbei kann er noch den besten Abspann der Filmgeschichte aufweisen. Vielleicht sind 8 Oscars etwas übertrieben, eines der Kinohighlights des letzten Jahres ist er trotzdem. Klare Kaufempfehlung.
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8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Slumdog Millionaire, 26. März 2009
"Slumdog Millionaire" erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der sein Leben in Armut verbracht hat und nun die Chance seines Lebens beim indischen "Wer wird Millionär?" bekommt. Der Film wurde komplett in Indien gedreht und selbst einige der Schauspieler leben tatsächlich im Slum von Mumbai, dem früheren Bombay. Das Werk vom britischen Regisseur Danny Boyle wurde mit acht Oscars ausgezeichnet.
Das Konzept des Films ist originell und kommt beim Zuschauer gut an. Leider ist die Handlung ein wenig kitschig, wie man das von den meisten Bollywood-Filmen kennt. Am Ende gewinnt der arme Junge aus dem Slum seine Million, kommt endlich mit der Liebe seines Lebens zusammen, alle "bösen" sind tot.
Auch bei der Darstellung der Charaktere kommt der Film nicht übers Binäre hinaus: Es gibt die Nur-Guten und die von grund auf bösen. Dadurch wirken jene unglaubwürdig und man nimmt ihnen ihren Auftritt einfach nicht ab.
Spannung kommt bei "Slumdog Millionaire" auf jeden Fall auf. Auch musikalisch hat der Film einiges zu bieten, wofür er auch einen der acht Oscars erhalten hat.

Fazit: Ob der Film nun tatsächlich seine immerhin acht Oscars verdient hat, ist fraglich. Jedoch ist "Slumdog Millionaire" ein spannender und durchaus gelungener Film. Abzug gibt es leider für die viel zu einfache und kitschige Handlung.
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