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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
a masterpiece in music!, 2. März 2009
eins vorweg... ich bete jede Note von Gazpacho an, halte mich aber dennoch für objektiv!
TickTock ist jetzt das fünfte Album von Gazpacho und sie haben sich mit jedem Album gesteigert. Eigentlich dachte ich, dass mit Night ein gewisser Zenit erreicht wurde, aber nein, mit TickTock erfolgte ein weiterer Quantensprung in der Band Historie!
Grundlage ist der Roman Wind, Sand und Sterne von Antoine de Saint-Exupéry. Antoine war eigentlich Flieger und im Dezember 1935 auf einem Flug von Paris nach Saigon, 200 km vor Kairo in der Wüste abgestürzt bzw. notgelandet und erst nach 6tägigem durch die Wüste irren von Beduinen gerettet worden.
Und genau dieses Erlebnis haben 'meine' Norweger genial musikalisch umgesetzt.
Mit dem euphorisch aggressiven Opener "Desert Flight" erlebt man den Absturz mit... das Gefühl, irgendwie nochmal davongekommen zu sein, ohne zu wissen, was einen erwartet!
Bei dem 13 minütigen 2-Teiler "The Walk" welcher harmonisch träumerisch die arabischen Klänge aufnimmt fühlt man die Unendlichkeit, die Einsamkeit, aber auch die Schönheit der Wüste!
Dann der Übergang in das 22minütige Epos "Tick Tock", welches in elegisch bombastischen Tönen fließt... man hört nicht nur die Zeit, man spürt sie auch... die Vergangene, die noch Verbleibende... die Auseinandersetzung mit dem Ich... eben alles, was der Mensch in einer Grenzsituation an Emotionen durchlebt!
Bei den letzten Klängen und ganz sanft gesungenen Lyrics 'lucky to be alive' fühlt man selbst die Erleichtung, die Freude über die Rettung dieses kleinen, eigenen Lebens!
Mit "Winter is never" gibt es zum Abschluss eine, für Progalben eher überraschend, radiotaugliche Single!
Danke Gazpacho, für diese Reise und die ganz großen Bilder beim Hören... das Album hat nur ein Manko... es ist viiiieeeeel zu kurz!
Aber... die Tour steht kurz vor der Tür und Live und unter Gleichgesinnten Ticktockt es sich um ein vielfaches schöner und intensiver, vor allem da Gazpacho eine phantastische Live-Band sind!
Diese Soundwall darf man sich in keinem Falle entgehen lassen!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Von Gemälden und Klang-Farben..., 29. April 2009
Am Anfang steht der Aufbruch - das freudige Empfinden Neues zu schaffen - das Pulsierende, Adrenalin - es gibt einem Kraft, treibt an, macht uns stark. Und so rockt das neue GAZPACHO Album uns einen Willkommensgruß entgegen:
- "Desert Flight" heißt der erste Song. Straighte Gitarren - treibende Gesangsmelodien. In hohen Stimmlagen etwas an eine MUSE-Nummer erinnernd und doch vielmehr GAZPACHO, zollen die Norweger hier der Geschichte Tribut, man spürt förmlich die Aufbruchstimmung, die Freude und Euphorie. Zum Ende hin dann sphärische Sounds, elektronische Einschübe - starke Gitarren Sounds, angezogenes Tempo, treibende Drums - der Absturz.
Erzählt wird in diesem Konzept-Album die Geschichte von ANTOINE DE SAINT-EXUPERY (u.a. Der Kleine Prinz), welche sich später niederschlägt in seinem Buch "Wind, Sand und Sterne".
Am 29. Dezember 1935 macht er sich auf - einen Langstrecken-Flug-Rekord zu brechen. Der Berufspilot möchte die Strecke Paris - Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam), als schnellster Mensch bewältigen. Doch 200 km westlich von Kairo, muss er mit seinem Flugzeug in der Sahara notlanden und macht sich nun auf die einsame Wanderung durch die Wüste, unverletzt - Hilfe zu finden.
"The Walk" - der lange Weg durch die erbarmungslose Wüste beginnt.
Der Song ist in zwei Abschnitte unterteilt und hier werden erste orientalische Färbungen im Gesamtbild bemerkbar, eine Violine streut ferne Melodien in den Sound mit ein. Am Ende des ersten Abschnittes wird es dann richtig orientalisch - Tendenzen einer LOREENA MCKENNITT oder, einer von mir sehr verehrten Band, DEAD CAN DANCE sind auszumachen. Percussion, Violine, Sprachfetzen schaffen eine ruhige Atmosphäre, bevor uns Jan-Henrik Ohme in den zweiten Teil des Songs führt.
Immer stärker fängt uns das Geschehen ein, zieh uns hinab in die Geschichte, wir hören immer gebannter zu.
"Close your eyes, it's all around you - the heat's blanket of decay - spirits dancing all around you, dusty coral - lazy grey"
Die Musik begleitet, führt behutsam, spannt große Melodie-Bögen - auf denen Jan-Henrik seine unnachahmlichen Stimmungen verbreitet.
Eine tickende Uhr leitet über in das zentrale Thema "Tick Tock" - ein Dreiteiler voller Spannung und Dramatik - ja, man könnte den Film direkt vor Augen haben.
Die Wüste droht einen einzulullen, man hört unterschwellig immer stärker auf den eigenen Herzschlag - Lebensquell, Anker in der Wirklichkeit.
Raum und Zeit verschwimmen - werden Eins.
Die Gleichförmigkeit der Umgebung droht einen zu verzehren, zu verschlingen,
flüstert einem "Gib Auf..." ins Ohr, in die Sinne - der Überlebenskampf beginnt - Lebenszeit verinnt - unaufhörlich...
Monotonie - sie begleitet einen auf diesem schwierigen Weg - und so setzen GAZPACHO ein Metronom ein, welches immer wieder während der 22 Minuten dieses Songs hörbar wird, den Rhythmus vorgibt.
Und um diesen Rhythmus herum weben die Meister des New Artrock eine Klang-Landschaft nach der anderen, Wüstenbergen und -tälern gleich.
"The road's a dream within a dream - the world a cloud around you" - das Unterbewußtsein klammert sich ans Leben - möchte nicht aufgeben - Verzweiflung und Todesangst, Kampf um die Existenz.
Aus der Monotonie bricht plötzlich ein sakralen Männerchor (absolute Klasse!) hervor - die Drums pochen auf Veränderung, hart werden Gitarren Strukturen eingestreut - Teil 2 von "Tick Tock" bricht an.
"...just keep on living..." - Marillion Noten zu KAYLEIGH Zeiten schweben plötzlich im Klang-Kosmos mit. Die Gesang-Melodien werden immer bewegender, stärker, zwingender.
Ein Kalaidoskop menschlicher Gefühle zeigt sich hier: nicht nur Verzweiflung, auch immer wieder Hoffnung (Fata Morgana), Todesangst und Demut.
Hier sollte man einmal die Band hervorheben.
Was Schlagzeug - Robert R. Johansen und Bass - Kristian Torp hier mit einbringen ist absolut beachtenswert. Sehr songdienlich und doch immer wieder Akzente setzend - Hartmut schrieb in seinem LIVE Bericht zum Bass-Spiel von der Größe Pete Trevawas, und das kann ich nur bekräftigen. Die Jungs wachsen immer weiter...bin wirklich gespannt, wo das noch hinführen kann.
Auch Mikael Kromer - nicht nur Gitarrist, sonder auch Violine und Mandoline und Jon-Arne Vilbo - Gitarre, variieren ihr Spiel ungemein, passen es den jeweiligen Stimmungen immer aufs Neue an, sind sanft bis dissonal, ruhig bis druckvoll, während Thomas Andersen eine Sound-Collage nach der anderen, gerade die warmen Mellotron Spielereien sind erwähnenswert, auf das entstanden Klang-Gemälde oben auf setzt.
Ja - GAZPACHO malen ihre Musik - sie gestalten Welten, bringen Farbe auf und lassen uns teilhaben.
"Come out of the shadows, the hills are a-green - painting you a rainbow, singing you a dream..."
Wir sind im dritten Teil von "Tick Tock" und die Musik wird episch - die Melodie-Bögen noch drammatischer, ausufernde Weisen - absolut zwingend, treffen in Herz und Seele.
Nach 5 Tagen wird Antoine von einer Beduinen Karawane gerettet - kurz vor dem Verdursten.
Zum Abschluss wird mit "Winter is never" noch ein, für GAZPACHO Verhältnisse kurzes Stück geboten.
Die Verarbeitung seiner Rettung - Rückkehr in die Arme seiner Frau.
Sanft und ruhig klingt die CD aus - einmal mehr kann Jan-Henrik Ohme seine Kunst zeigen.
Er präsentiert sich auf dieser CD variabler als je zuvor - schmeichelt, verzweifelt, aber ohne überzogenen Pathos. Manchmal fast weinerlich präsentiert er uns die Gefühlswelt des Protagonisten in unnachahmlicher Manier. Er macht das Erlebte transparent, ist der Anker in den Klanggemälden von GAZPACHO.
Dieser atmosphärisch dichten und musikalisch fesselnden Scheibe sollte man unbedingt Zeit geben - sie wird definitiv immer weiter wachsen, neue Feinheiten offenbaren. Sie ist abwechslungsreich, technisch perfekt, aber nicht steril - sehr melodisch, aber nicht im negativen Sinne eingängig.
Und so schaffen GAZPACHO nach dem 2007er Werk "Night", ein weites Meisterwerk. Für mich sogar stärker, als der grandiose Vorgänger, da ausgereifter und variabler im Sound, da noch intensiver in den Stimmungen und im Gesang.
FAZIT
IRGENDWO ZWISCHEN SEELE UND HERZ, ZWISCHEN TRAUM UND REALITÄT,
LIEGT DAS LAND GAZPACHO - ES BEDARF RUHE UND DIE FÄHIGKEIT DES ZUHÖRENS
UM DIESES LAND ZU ERFAHREN - ES IST HYPNOTISCH - GEHT UNTER DIE HAUT - VERFÜHRT - PURE MAGIE
Grüße ... DARKEN TOM
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein neuer Stern geht auf...., 15. April 2009
ob man es nun unbedingt Progressive Rock nennen muss, sei dahingestellt, der Punkt ist, dass sich Gazpacho früher oder später zu den ganz Grossen zählen darf, was den kommerziellen Erfolg betrifft, denn musikalisch sind sie es schon. "Tick Tock" ist ein grosser Wurf, kommt aber nicht von ungefähr, denn mit dem Vorgänger "Night" haben Gazpacho schon bewiesen, dass man mit einem Konzeptalbum Songs mit mehr als 10 Minuten Länge verarbeitet, die einem nicht die Schädeldecke zum platzen bringt. Gazpacho macht ambient, post, prog, alternative und mainstream Rock zugleich und verbindet das zu einer ihr eigenen Stilmelange. Das Beste daran ist, dass sie "live" die Studioalben noch toppen können. Auch das ist ein Grund, dass hier etwas organisches gedeiht, was nicht allzulang im Verborgenen bleibt. Somit gehört Tick Tock zu den herausragenden musikalischen Erscheinungen in 2009.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Für dieses Album müßte ein sechster Stern eingeführt werden, 12. April 2009
Ein Album welches seine Intensität und Schönheit mit jedem Durchlauf steigert. Besser kann man ein Konzept musikalisch nicht umsetzen. Gazpacho sind die neue Speerspitze im progressiven Bereich und mir gehen so langsam die Attribute aus. Pflichtkauf !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Grandioses Album !!!, 11. April 2009
Was für ein Album.... ....nach 'Night' hätte ich nicht erwartet, dass die Band dem Ganzen noch 'eins draufsetzen' kann. Aber genau das haben diese hervorragenden Musiker aus dem hohen Norden geschafft. TickTock ist für mich eines der besten Alben der letzten Jahre. Diese Melancholie schafft mich völligst und die Stimme Jan-Henriks erzeugt auch beim 'zigsten hören immer wieder Gänsehautfeeling. Nachdem Gazpacho mich bereits letztes Jahr auf der Loreley beim Night of the Prog Festival durch eine exzellente Live Performance überzeugt haben und diese Leistung auf der gerade beendeten Tour nochmal toppen konnten, kann man nur wünschen, dass es so bald wie möglich ein Livealbum gibt, denn live sind die Songs noch gehaltvoller - ähnlich wie ein Peter Gabriel schaffen sie es, ihre ohnehin gute musikalische Leistung, durch Variationen noch zu steigern, 'winter is never' muss man einfach mal live hören... ...glücklicherweise werden sie auch dieses Jahr wieder auf der Loreley spielen - also mein persönliches Highlight in diesem Sommer steht schon fest :-)) !!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Neu, 2. April 2009
Das Gute am New Artrock/heutigen Progressiv Rock ist das Neue.
Klänge, wie man sie so noch nicht hörte. Mögen sich Gazpacho am gleichen Brunnen wie Steven Wilson, Porcupine Tree, Pineapple Thief, Riverside, Radiohead oder gar Talk Talk etc. bedienen, - in der Summe, Vielfalt, Machart scheint dieser auf vielversprechende Weise unerschöpflich.
Eingebettet in perfekt gespielten Instrumenten/Sound intoniert Jan-Henrik Ohme melancholische Stimme einen langen, schweren, fast aussichtlosen Weg voller Dramatik, Melodien, Höhen, Tiefen, elementaren Wechseln.
Gazpacho kreieren mit Tick Tock durch und durch eigenständige, fesselnde Musik, die sich bestens am Stück entfaltet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Grandios und Zauberhaft, 31. März 2009
Ich habe das Album seit letzten Freitag und es läuft ununterbrochen...
Eines der schönsten Alben der vergangenen Jahre. Wer verträumten, melancholischen auf hohen musikalischen Niveau stehenden Prog-/Artrock mag,
ist hier bestens bedient. Die vielen unterschiedlichen Instrumente entfalten ihren Zauber besonders beim Hören mit Kopfhörer.
Herauszuheben für mich ist "The walk pt.2"
5 hochverdiente Sterne !!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wunderbarer Artrock, 17. Juni 2009
Eine herrliche, in sich geschlossene Scheibe. Auf dieser Platte ist eine Musik, die ich in ihrer Konsequenz gern mal von Marillion gehört hätte. Jedes LIed ist ein Erlebnis, kein einziger Ausfall. Wunderschön.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gemüsesuppe als Rockband?, 3. Mai 2009
Man glaubt es kaum, aber diese Band kommt aus Norwegen und es ist schon ihre 5. LP und "Tick Tock" hat alles, was eine gute Rock LP ausmacht. Es ist ein wunderbares Konzeptalbum, atmosphärisch dicht und der außergewöhnliche Sänger Jan-Henrik Ohme zieht einen sofort in seinen Bann.
Großer Art-Rock aus dem hohen Norden gekonnt dargeboten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein atmosphärisches Highlight, 15. April 2009
Wer eine außergewöhnlich sinnlich und abwechslungsreiche Stimme beseitzt, Melodien die einen zum Träumen verführen, die es schaffen einen Film an einem vorüberziehen zulassen, dem sei attestiert: grosse Klasse. Gazpacho aus Oslo kann das nicht nur auf Tick Tock, sicherlich haben sie aber mit dieser CD einen neuen Höhepunkt erreicht. Ich hoffe sie werden uns mit weiteren schönen Balladen wie "Winter is never" oder dem orientalischen "The Walk", dem museschen "Desert Flight" und dem apokalyptischen "Tick Tock" beglücken. Live tun sie es alle Mal.
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