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5.0 von 5 Sternen Reduktion auf die Musik
Das wichtigste zuerst: musikalisch ist dieser "Fidelio" hervorragend gelungen. Daniel Barenboim führt ein tolles Ensemble. Falk Struckmann ist ein herrisch-brutaler Pizarro, René Pape ein kaum sympatischer Rocco (und das entspricht der Rolle!). Placido Domingo scheint das deutsche Repertoire als Alterssitz auserkoren zu haben - uns kann das nur recht...
Veröffentlicht am 19. Juli 2003 von martello_vienna

versus
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3.0 von 5 Sternen Überflüssig
Ist überhaupt noch Platz für einen weiteren "Fidelio" auf dem ohnehin übersättigten Tonträgermarkt?
Sicher eine berechtigte Frage, und trotzdem würde man sie mit Ja beantworten, wenn das künstlerische Ergebnis zu einem bleibenden Erlebnis würde, wie das z.B. bei den Produktionen von Furtwängler (EMI, 1953), Fricsay...
Vor 16 Tagen von K.H. Friedgen veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überflüssig, 16. Juni 2015
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Ist überhaupt noch Platz für einen weiteren "Fidelio" auf dem ohnehin übersättigten Tonträgermarkt?
Sicher eine berechtigte Frage, und trotzdem würde man sie mit Ja beantworten, wenn das künstlerische Ergebnis zu einem bleibenden Erlebnis würde, wie das z.B. bei den Produktionen von Furtwängler (EMI, 1953), Fricsay (DGG, 1957), Klemperer (EMI, 1961), Böhm (DGG, 1969), Karajan (EMI, 1970) und Bernstein (DGG, 1978) der Fall war, die bis heute als prägend und wertbeständig angesehen werden können, sowohl was die jeweiligen Dirigenten als auch die sängerische Besetzung betrifft, obwohl bei jeder der genannten Aufnahmen der eine oder andere Wunsch oder Anspruch unerfüllt bleibt.
Was Daniel Barenboim veranlaßt hat, kurz vor der Jahrtausendwende einen weiteren Fidelio auf den Markt zu bringen, erschließt sich mir nach dem Abhören der Aufnahme noch weniger als vorher, obwohl ich nicht mit überschäumenden Erwartungen die CDs in den Player gelegt habe.
Doch zuvor noch ein Wort zum Titelcover: Ich finde es nicht nur schlicht und ergreifend scheußlich, sondern auch völlig sinnfrei. Was sich die Marketing-Abteilung wohl dabei gedacht hat? Wenn es schon zwei Hände sein mußten, warum dann welche, die schon aus der Ferne und noch mehr aus der Nähe wie die Krallen eines Fabeltiers ausschauen? Nun ja, Geschmack ist bekanntlich eine Sache, über die man trefflich streiten kann. Mein Geschmack ist das jedenfalls nicht.
Doch nun zur musikalischen Seite der Aufnahme: Warum Barenboim entgegen den Intentionen des Komponisten die zweite Leonoren-Ouvertüre dem Bühnengeschehen vorausschickt, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Noch weniger leuchtet die Entscheidung ein, "Leonore" I und III nach dem Finale erklingen zu lassen und dann quasi als "Rausschmeißer" die eigentliche "Fidelio"-Ouvertüre zu bringen. Natürlich kann jeder popelige CD-Spieler leicht so programmiert zu werden, daß der Hörer in der Lage ist, die richtige Reihenfolge herzustellen, aber um die vorgesehene Ouvertüre an den Anfang zu stellen, muß zunächst einmal CD 2 eingelegt werden. Da bleibt schon die berechtigte Frage: Was soll der Unsinn?
Man würde über solche Merkwürdigkeiten viel leichter hinwegsehen, wenn nun wenigstens das ausgewählte Sängerteam erfüllen würde, was die großen Namen versprechen. Leider ist das mitnichten der Fall.
Waltraud Meier mag eine großartige Isolde und eine noch fantastischere Brünnhilde sein, eine Fidelio-Leonore ist sie nicht, genauso wenig wie Birgit Nilsson in der insgesamt recht unglücklichen Einspielung von Maazel (Decca, 1963) eine war. Sie bringt zwar genügend Dramatik für die Rolle mit, aber ihre Stimme ist ganz einfach zu groß, zu voluminös, um Beethovens Absichten und Vorstellungen erfüllen zu können. Man ziehe zum Vergleich nur Gundula Janowitz (bei Bernstein) oder Christa Ludwig (bei Klemperer) heran, um festzustellen, was ihrem Rollenporträt fehlt. Unerreicht in jeder Hinsicht bleibt für mich Elisabeth Schwarzkopfs Aufnahme der großen Leonoren-Arie aus dem Jahr 1954 mit Herbert von Karajan am Pult (EMI). Leider ist sie nie zu einer Gesamtaufnahme herangezogen worden.
Noch weniger kann mich Plácido Domingo als Florestan überzeugen. Ganz abgesehen davon, daß er längst seinen Zenit überschritten hat und mit den Resten seiner - wenn auch immer noch eindrucksvollen - Stimme singt, so ist er auch darstellerisch eine glatte Fehlbesetzung. Zunächst einmal stört sein unüberhörbarer Akzent recht empfindlich, doch davon abgesehen ist er in keinem einzigen Moment die Figur, die er in diesem Werk verkörpern soll. Von der Verzweiflung, der Todesangst, den erlittenen Qualen des eingesperrten Häftlings ist in seinem Porträt absolut nichts zu spüren, oder es klingt ganz einfach künstlich. An Jon Vickers (bei Klemperer und Karajan) darf man schon gar nicht denken, doch selbst der etwas kleinstimmige Ernst Haefliger (bei Fricsay) kann dem Hörer den Seelenzustand des unterirdischen Gefangenen weit besser vermitteln. Und davon ganz abgesehen, singt er seinen Part viel genauer und sorgfältiger als der überforderte Superstar.
Die übrigen Rollen sind angemessen, aber keineswegs spektakulär besetzt. René Pape (Rocco), Falk Struckmann (Don Pizarro) und Kwangchul Youn (Don Fernando) sind stimmlich nicht zu beanstanden, aber ihre Porträts bleiben im ganzen doch recht blaß. Die Finnin Soile Isokoski weiß als Marzelline zu gefallen und überzeugt in ihrer nicht so ganz bedeutenden Partie mehr als die Protagonisten.
Der Chor der Berliner Staatsoper ist eine ausgezeichnete Formation, was vor allem dem berühmten Gefangenenchor zugute kommt, und die altehrwürdige Staatskapelle Berlin ist in allen Gruppen bestens besetzt und spielt mit vollem Einsatz. Barenboims Dirigat schließlich ist nicht weiter zu beanstanden, aber der zündende Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Reumütig kehre ich zu meinen Favoriten Klemperer und Karajan zurück, wenn es um Beethovens "Fidelio" geht.
Klangtechnisch ist die Aufnahme hervorragend, und das Booklet enthält eine gute Werkeinführung sowie das vollständige Libretto. Das kann aber die Enttäuschung über die künstlerische Qualität nicht wettmachen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reduktion auf die Musik, 19. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Das wichtigste zuerst: musikalisch ist dieser "Fidelio" hervorragend gelungen. Daniel Barenboim führt ein tolles Ensemble. Falk Struckmann ist ein herrisch-brutaler Pizarro, René Pape ein kaum sympatischer Rocco (und das entspricht der Rolle!). Placido Domingo scheint das deutsche Repertoire als Alterssitz auserkoren zu haben - uns kann das nur recht sein, er zeigt sich immer noch in bestechender Form. Waltraud Meier dominiert das Geschehen als hochdramatische Leonore - eine wunderbare Sängerin.
Auf die - literarisch ohnehin nicht berühmten - Dialoge kann angesichts dieser Stimmen durchaus verzichtet werden. Barenboim entschädigt dafür mit sämtlichen Leonoren-Ouvertüren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beethovens wunderbarer Fidelio!!, 15. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Zu Beethovens Fidelio habe ich persönlich eine besondere Verbindung. War dies doch die erste Oper die ich in meinem Leben live erlebt habe. Dieses Werk hat mich geprägt und durch diesen Opernabend habe ich meine Liebe für diese Musikrichtung entdeckt. Nun zur vorliegenden Einspielung der Oper unter Daniel Barenboim. Es handelt sich hierbei um eine Aufnahme, die ich wirklich nur weiterempfehlen kann. Barenboim und die Staatskapelle Berlin musizieren ganz brilliant und hervoragend. Diese Einspielung ist kraftvoll, sehr präzise und wunderbar musikalisch und klangschön. Der Chor der Staatsoper Berlin singt ebenfalls ganz wunderbar. Das Sängerensemble überzeugt mich absolut. Waltraud Meier ist eine großartige Leonore. Mit herrlicher großer Stimme, klaren Spitzentönen und wie immer hochdramtisch. Herrlich ihre große Arie: "Abscheulicher wo eilst du hin". Placido Domingo steht Waltraud Meier als ebenbürdiger Partner zur Seite. Ich finde die Rolle des Florestan passt gut zu seiner Stimme. Domingo singt hier absolut textverständlich, klar und meistert die Rolle ganz prima. Die übrige Besetzung ist ebenfalls fantastisch. René Pape ist ein sehr guter und sonorer Rocco. Falk Struckmann ein böser und kantiger Pizzaro. Kwangchul Youns warme Stimme gibt dem Minister Don Fernando Profil.
Was ich persönlich als gut empfinde ist, dass im Gegensatz zu anderen Aufnahmen dieser Oper, die gesprochenen Dialoge zwischen den Musiknummern hier nicht gebracht werden. In der Live Opernaufführung natürlich unersetzlich, aber in manchen CD Einspielungen dann doch etwas störend. Hier in dieser Doppel-CD lenkt nichts von Beethovens herrlicher Musik ab.
Ein kleiner Kritikpunkt muss trotzdem angesprochen werden. Mir missfällt, dass Barenboim zu Beginn nicht die reguläre Fidelio Ouvertüre spielt, sondern eine der Leonoren Ouvertüren. Die bekannte Fidelio Ouvertüre erklingt erst ganz zum Schluss der CD Einspielung. Es ist zwar schön das Barenboim sämtliche Leonoren Ouvertüren auf dieser Doppel-CD spielt, aber für mich wirkt der Beginn des Werkes etwas befremdlich. Ebenso tauscht Barenboim die ersten beiden Musiknummern aus. So beginnt Marzelline mit: "O wär ich schon mit dir vereint" und erst im Anschluss erscheint Jacquino mit: "Jetzt Schätzchen jetzt sind wir allein".
Aber trotzdem gebe ich dieser Aufnahme die 5 Punkte, denn die sind wirklich verdient. Ganz große Oper!!
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10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verdi-Tenor trifft Wagner-Sopran bei Beethoven, 3. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Eine überflüssigere Produktion als diese Neuauflage von Beethovens einziger Oper ist wohl schwerlich denkbar. Pluspunkte sind sicherlich das exquisite Spiel der Berliner Staatskapelle und der Chor, die höchste Spiel bzw. Singkultur zeigen. Auch die Nebenrollen sind durchaus gut besetzt. Vor allem Rene Pape als Rocco erfreut. Allerdings steht und fällt diese Oper mit der Besetzung der Protagonisten. Und da hätte man wohl kein ungeeigneteres Paar finden können. Die Namen versprechen hohe Qualität, Placido Domingo und Waltraud Meier. Allerdings versteht man bei Domingo kein einziges Wort und man hat stets den Eindruck, dass er sich nicht mal bemüht hat, den Text zu verstehen oder zu interpretieren. Seltsam klingende Aneinanderreihungen von Silben sind das Ergebnis. Fairerweise muss gesagt werden, dass Placido Domingo nach wie vor eine fantastische Stimme besitzt, die er hier aber zu eindimensional schön und in keinster Weise der Handlung angepasst einsetzt.
Waltraud Meier dagegen ist definitiv momentan die beste Wagner-Sängerin. Genau da liegt das Problem; sie schafft es nicht, ihre Stimme mit weniger Kraft und mehr Ausdruck zu führen, forciert viel und singt teilweise einfach falsch. Eine Enttäuschung von dieser an sich hervorragenden Sängerin.
Auch das Fehlen von Dialogen macht den Gesamteindruck nicht gerade besser; genauso wirkt Barenboims pseudo-historisierender Einfall, die Reihenfolge am Anfang umzustellen sowie die zweite Leonoren-Ouvertüre erklingen zu lassen, unmotiviert.
Für mich handelt es sich bei dieser Aufnahme insgesamt um eine Produktion, die niemand braucht, da wirklich jede mir bekannte Aufnahme (Bernstein, Rattle, Harnoncourt, Masur, Furtwängler, Klemperer und Halasz) überzeugendere Ergebnisse bietet.
Es sind halt nicht nur die Namen, die eine gute Aufnahme machen.
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Beethoven : Fidelio
Beethoven : Fidelio von Waltraud Meier, Plácido Domingo, Werner Güra, Falk Struckmann, Kwangchul Youn, René Pape, Daniel Barenboim & Staatskapelle Berlin Soile Isokoski
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