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4.0 von 5 Sternen das böse album
Jawohl, es ist ein böses Album. Es fällt einem bloß zuerst nicht auf, wenn man nur auf die Musik hört. Kaputt, ja, melancholisch, bestimmt, aber bis auf den Absturz bei "Tea For One" - nicht qualitativ, sondern in der Stimmung - trotz allem mitreißend. Der Opener "Achilles' Last Stand" gleich eine tour de force, galoppierendes Schlagzeug,...
Veröffentlicht am 22. August 2005 von pendikel

versus
6 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Led Zeppelin vor dem Absturz - Teil 1
Ich habe dieses Album nun schon seit knapp 20 Jahren in meiner Sammlung. Gehört habe ich es vielleicht fünfmal in dieser Zeit. Wobei ich das Album eigentlich nur nach dem Kauf ein paar Mal angehört habe, um vielleicht doch noch die Lobhudeleien der geschönten Musikpresse verstehen zu können. Es hilft aber alles nichhts. Denn gute Songs sind hier...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2012 von Keith Mosley


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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen das böse album, 22. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Jawohl, es ist ein böses Album. Es fällt einem bloß zuerst nicht auf, wenn man nur auf die Musik hört. Kaputt, ja, melancholisch, bestimmt, aber bis auf den Absturz bei "Tea For One" - nicht qualitativ, sondern in der Stimmung - trotz allem mitreißend. Der Opener "Achilles' Last Stand" gleich eine tour de force, galoppierendes Schlagzeug, komplexer Aufbau, zehn Minuten lang und doch keinen Moment langweilig. Die Gitarren sind funky, sie ärgern einen mit ihrem Stop-and-Go-Geziere, trotzdem fließt das Album ohne große Hindernisse. Man runzelt zwar mitunter die Stirn, weil Plant manchmal echt kaputt klingt, aber wie gesagt, erst mal fällt es nicht wirklich ins Gewicht. "Nobody's Fault But Mine" ist so ein Song, der trotz seiner rhythmischen Gebrochenheit so sexy groovt wie sonst nur "Trampled Under Foot" (of Physical Graffiti fame). Das fußlahm anmutende Remake des "UnLedded"-Spektakels ärgerte mich denn auch ziemlich, doch wenn man feststellt, dass das Original eigentlich ein alter Blues ist UND sich den Text mal genauer ansieht, fühlt man sich unweigerlich an die Höllenvisionen eines Robert Johnson erinnert, und die 94er Version ergibt auf einmal Sinn. "The Devil he told me to roll..." - und so weiter. Jimmy Pages Faszination für schwarze Magie hin, "Zeppelin-Fluch" her - dass diese Platte nicht in einer Phase süßer Harmonie entstanden ist, merkt man dann doch.
Und erst die anderen Texte: "For Your Life" handelt von schlechten Drogen und desillusioniertem Groupie-Sex und "glänzt" mit einem gestammelten "Don'cha wanna coca-coca-cocaine?"; "Royal Orleans" erzählt nur halb belustigt von einem Transvestiten-Zwischenfall (angeblich war Bassist John Paul Jones der Betroffene), "Candy Store Rock" gibt Plants typische Notgeilheit vor, kann den müden und kaputten Charakter des Albums aber auch nicht übertönen. Und in "Hots On For Nowhere" und dem erwähnten "Tea For One" läßt Plant dann endgültig die Maske fallen und klagt der Welt von Verrat und Verlassenheit.
Wie gesagt: Hört man nur das, was zunächst dieses Album auszumachen scheint, ist "Presence" ein weiteres Highlight in der Reihe von Led Zeppelins Erfolgsalben. Zwar weder so verspielt wie "Houses Of The Holy" noch so vielseitig wie "Physical Grafitti" und erst recht nicht so ungestüm-selbstherrlich wie die ersten beiden Zep-LPs, ist es doch ein knallhartes, originelles Heavy-Rock-Album und nicht zuletzt fast ausschließlich Pages und Plants Ding. Aber schaut man hinter die beeindruckenden Klanggemälde, erkennt man das Bild einer Band, die erstmals mit der Situation zu kämpfen hatte, dass sie nicht unverwundbar ist.
Bewertung: objektiv sind es fünf Sterne, aber einen Punkt Abzug für die miese Stimmung. Trotzdem, wahrscheinlich mein liebstes Zeppelin-Album.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jimmy Pages Lieblingsalbum, 13. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
In einem Interview sagte Jimmy Page, dass "Presence" sein persönlicher Favorit aller Zeppelin-Alben ist. Kein Wunder - wie ja auch Björn Döring ausführt, arbeitete der Mann geschlagene 18 Stunden am Tag und die Band hatte nur drei Wochen zur Verfügung, um die Scheibe einzuspielen.
Und trotz dieser Zeitnot ist wieder ein ganz starkes Album herausgekommen, das wiederum nicht die besten Krtiken einheimste. Wohl daher, weil man sich inzwischen an stilistisch abwechslungsreiche Alben der Engländer gewöhnt hatte und dann kam mit "Presence" ein Album heraus, das nach dem ersten Hören nur gleich klingende Songs und keine Keyboards enthält und ziemlich kompromisslos auf kraftvollen Rock setzt.
Auch ich hatte beim ersten Durchlauf etwas Probleme, vor allem, weil ich erst die anderen Alben kannte, erkannte dann aber, dass Led Zeppelin eben unberechenbar sind und die Songs trotzdem alle klasse, wie das alles überragende Epos "Achilles Last Stand" mit seinen phantastischen Gitarren, die von überall zu kommen scheinen, dem exzellenten Drumming von John Bonham und dem galoppierenden Bass von John Paul Jones. Auch der zweite Song "For Your Life" baut sich toll auf und wird immer dramatischer. "Nobody's Fault But Mine" zeichnet sich durch die Spannungspausen, das variantenreiche Schlagzeugspiel von Bonham und ein hervorragendes Mundharmonikasolo von Plant aus und "Tea For One" klingt irgendwie nach Einsamkeit.
Allerdings klingt das ganze Album relativ melancholisch und schwermütig (nur "Royal Orleans" und "Hots On For Nowhere" hören sich noch etwas fröhlicher an), was ein weiterer grundlegender Unterschied zu den vorigen Alben und nicht verwunderlich ist, da die Bandmitglieder große Probleme zu der Zeit hatten. Dies manifestiert sich auch in den Texten, in denen es um Drogen und Groupies etc. geht ("For Your Life") und nicht mehr Eskapismus oder Hippies.
Wenn man durch die Songs "durchgestiegen" ist, erkennt man auch, dass "Presence" vom Zusammenhang der Song so rund ist wie keines der anderen der Zeppelin-Alben.
In jedem Fall ein weiteres Meisterwerk der großen Rockband Led Zeppelin, das auch ohne Keyboards auskommt, da Jones und Bonham wie immer eine aufregende, kreative Rhythmusgruppe abgeben und Jimmy Page seine vielleicht besten Gitarrensoli überhaupt spielt. - Und über Robert Plants Gesangsleistung braucht man nicht viel sagen, sie ist wie immer erstklassig; noch dazu, wenn man bedenkt, dass er die Vocals-Aufnahmen von "Presence" im Sitzen vollziehen musste, da er sich bei einem Unfall verletzt hatte.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Präsenz, 12. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Fürwahr, düster ist dieses Album allemal.
Von den Vorgängern noch eher anders prädisponiert - "Houses of the Holy" war regelrecht optimistisch ausgefallen, "Physical Graffiti" in der Stimmungslage durchmischt - liegt hier ein Werk vor, das sich als düsteres Bekenntnis einer von Dämonen verfolgten Gruppe präsentiert.

Dämonen, die man selbst gerufen hatte. Jahrzehntelange Alkohol- und Drogeneskapaden hatten ihre Spuren hinterlassen. Robert Plant, sexsüchtig und sonstigen Aufputschmitteln nicht abgeneigt; Jimmy Page, alkoholkrank und schwerst heroingeneigt; John Bonham, dem das Übermaß seines Lebens eine übervolle Rubensfigur verpassen durfte. Einzig John Paul Jones hatte sich menschliches Maß bewahrt.

Von derartiger Megalomanie strotzt auch seit jeher die Musik von Led Zeppelin: mit Kompromissen hatte man sich nie zufrieden gegeben, entweder totaler Triumph (etwa IV) oder Totalcrash (In through the out door).

Demgemäß: Die beiden Vorgänger eher der Zuversicht und Leichtigkeit gewidmet, schlägt das bipolare Pendel hier deutlich zu Gunsten der Depression aus:
Schwerfällige, sinistre, beinahe (der Stimmung nach) Metal-Musik erreicht das Ohr des Hörers.

"Achilles Last Stand" zunächst muss als uneingeschränktes Meisterwerk im OEvre der Band gelten; ähnlich wie "The Song remains the same" anfangs massiv gewöhnungsbedürftig, bohrt sich diese griechische Saga nach und nach ihren Weg ins Gehirn und etabliert sich dort dauerhaft. Gitarrenkaskaden, undurchdringlich und unbegreiflich. Darüber philosophiert ein Plant, unangreifbar wie Erzengel Gabriel. Und: es gelingt, die Spannung für ein Dutzend Minuten aufrecht zu erhalten.
"For Your Life", Beatles on the rocks. Abgestanden, kühl und desillusioniert gestaltet sich dies Meisterwerk.
"Royal Orleans" hingegen verbreitet beinahe Fröhlichkeit, wäre nicht jene Distanziertheit vorherrschend, die dieses Album kennzeichnet - der "objektive" Betrachter, als welcher Plant diesen Song "vorträgt", berichtet eben nur. Gekonnt.
Es folgt "Nobody's Fault But Mine" und damit ein weiterer Klassiker der Bandhistorie. Der Titel sagt alles; Fatalismus pur. Vom Schicksal geplagt, ja regelrecht gehetzt, schließt man mit dem Leben ab. Was bleibt einem auch sonst übrig.
"Candy Store Rock" bleibt eher nicht hängen, ebendies gilt auch für "Hots On For Nowhere".
Aber: was nun folgt, ist einzigartig. "Tea For One", eine angekühlte, enttäuschte und kaputte Version von "Since I've been lovin' you", wird dargebracht von einer hörbar, ja fühlbar gealterten Band, die auf ihr Lebensglück zurückblickt. Page bluest wie ehedem. Die besten Gitarrenparts seit dem vierten Album.

Insgesamt: Eine Platte für Erwachsene in deren dunklen Stunden. Fähig, in fatalistische Phasen zu geleiten - aber auch, derartige zu überwinden. Musik als Therapie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Let there be rock, 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Do Do Do ... Do you wanna ... Co Co ... Cocaine? Na Na Nain! Huuhuuh!
Oh, baby baby ... Yeahheah! It's all right! Huuhuuh!

Warum noch über Led Zeppelin schreiben, wo doch schon so viel Wichtiges über diese Band festgestellt wurde? Vielleicht weil man erstaunt feststellt, diese Platte lange Zeit übersehen zu haben.
Vielleicht auch weil es sich hier fast um so etwas wie ein Alterswerk handelt, was mit Blick auf die Qualität umso erfreulicher ist. Denn häufig ist es so, dass Bands mit fortschreitendem Alter aufhören, interessant zu sein.
Presence ist meiner Meinung nach die letzte gute Platte dieser Band. Hardcore-Fans wissen natürlich ebenso das Besondere des letzten Studio-Albums In through the outdoor hervorzuheben. Aber vergleiche nur einmal die beiden Covers, dann merkst oder vermutest du vielleicht den Unterschied. Das Cover von Presence ist einfach genial, weil das hier dargestellte Familienglück wahrscheinlich mit der damaligen Realität der Musiker nur wenig zu tun hatte.
Die Saloon-Szene von In through the outdoor passt hingegen zu den Alkohol- und Drogenexzessen, die man Led Zeppelin zuschreibt. Sie passt auch zu den schwächeren Stücken dieser Platte wie Southbound Suarez und Hot Dog, Stücke, die nach Südstaaten-Country-Rock oder schlimmer noch nach Country & Western klingen. Ich denke aber, dass man auch Fan bleiben kann, ohne jeden Song und jedes kleine Detail gut finden zu müssen.

Led Zeppelin war für mich so etwas wie eine Lieblingsband meiner Jugend. Das Album Led Zeppelin II war meine erste Langspielplatte überhaupt, die ich etwa 1970 von meiner Mutter auf meinen Wunsch hin geschenkt bekam. Vorher besaß ich nur ein paar Singles, unter denen sich sehr unterschiedliche Bands befanden wie Shocking Blue (Mighty Joe), in deren Sängerin ich natürlich verliebt war, das Sir Douglas Quintett (Nuevo Laredo), aber auch Black Sabbath (Paranoid).

Led Zeppelin II habe ich damals auf meinem Kofferplattenspieler rauf und runter gehört, so sehr, dass die Platte vom häufigen Aufsetzen der Nadel ziemlich verkratzt war, weshalb ich sie irgendwann für wenige Mark an einen Schulfreund verkaufte. Schade eigentlich, denn das Cover war noch in einem Top-Zustand.

Was mir an dieser Band, auf die sich immer noch viele Hardrocker und Metalheads berufen, besonders gefiel, das war die Vielfalt zwischen Rock, Blues, Folk und Country. Diese Vielfalt fehlt aber eher auf Presence.
Diese Platte ist ein Fels in der Brandung, ein Riff-Monster, mit Anleihen aus dem Funk (?). Prince müsste diese Platte eigentlich lieben.

Presence beginnt mit einem sehr schönen, meiner Meinung nach mit dem besten Stück der Platte, Achilles` Last Stand, das für mich trotz der rockenden und singenden Gitarrenwände und der treibenden Rhythmus-Sektion eine Pop-Perle ist. Yeah! Mehr davon wäre schön gewesen.
Dieser galoppierende Rhythmus hat etwas Faszinierendes und Mitreißendes. Auch der Gesang klingt angenehm. Alles in allem tatsächlich episch, und ich wüsste gerne, welche Geschichte da erzählt wird.

For Your Life (2) ist so ein Riff-Monster, allerdings eher langsam. Auch Royal Orleans (3) wirkt durch Gitarren-Riffs, die aber zum Teil sehr funky klingen. Das i-Tüpfelchen setzt hier John Bonhams Schlagzeug.
Auch Hots On For Nowhere ist Riff betont, funky und darüber hinaus erstaunlich gut gelaunt. Diese lockere Stimmung äußert sich vor allem im Gesang, insbesondere in dem geradezu fröhlich klingenden Refrain. Das passt aber irgendwie nicht ins Gesamtbild.

Meine Lieblingsstücke sind neben dem Opener Nobody's Fault But Mine (4) und Tea For One (7). Also einmal Pop, einmal Blues-Rock und einmal Blues bitte. Auf den Rest könnte ich gut verzichten.
Ungefähr die Hälfte der Platte ist zweifelsohne klasse, und das ist ein guter Schnitt, zumal auch die anderen Stücke an Virtuosität nichts zu wünschen übrig lassen. Sie berühren mich nur nicht so sehr, was jedoch rein subjektiv ist. Was auf Presence fehlt, das ist eine folkige Nummer wie zum Beispiel Tangerine.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederentdeckt, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Im Gegensatz zu Led Zeppelin 1 - 4 oder "Houses Of The Holy" ist "Presence" das Album, das ich mit Abstand am wenigsten gehört habe. Warum ? Vielleicht lag es daran, dass ich für die Ausrichtung der Musik auf "Presence" zu jung war, als es erschienen ist. Jedenfalls empfand ich das damals so, dass alle anderen Alben von Led Zeppelin scheinbar wesentlich besser waren. Besser = mehr Abwechslung.
Denn "Presence" ist vordergründig eher eintönig und stark Blues- und Heavyrockorientiert. Zudem etwas düster. So kam es mir damals vor.

Durch die verschiedenen "Remasters - und Best Of - Veröffentlichungen" oder Live-DVD's (wie das tolle Boxset von 2003) in den letzten Jahren sind für mich allerdings Songs wie "Nobody's Fault But Mine" stets präsent geblieben. Ein klasse Über-Song. Der zudem auf fast jedem Konzert von Led Zeppelin zu hören ist. Und ein Highlight. Aber "Presence" blieb trotzdem im Regal. Ein Album, dem ich, aus heutiger Sicht völlig ungerechtfertigt, keine Aufmerksamkeit zukommen ließ.

"Presence" ist (neben "In Trough The Out Door") auch das einzige Werk von Led Zeppelin, dass ich nicht auf CD habe. Aber auf Vinyl ! Und wann legt man so was auf ? Ganz einfach.

Ich habe vor einigen Tagen einen Wechsel des Tonabnehmers an meinem guten alten Plattendreher vorgenommen. Ich hatte schon länger "Nobody's Fault But Mine" durch die neue "Celebration Day" im Ohr. Nach stundenlangem Justieren des neuen Abtasters und einigen Schweißperlen (jetzt weiß ich, warum die meisten nur noch CD oder MP3 hören...) war ich gespannt auf das Ergebnis. Und kramte "Presence" hervor...

Es hat schon fast etwas sakrales, diese Platte, die ich seit 1976 besitze, herauszunehmen. Auch um zu erkennen, dass sie in den knapp vier Jahrzehnten nicht gelitten hat.

Der Klang dieser Schallplatte mit dem neuen System war derart energiegeladen und druckvoll, dass mich gleich die ersten Töne von "Achilles Last Stand" sprichwörtlich bzw. sinnbildlich aus den Schuhen hoben. Alle weiteren Songs wie "For Your Life", "Royal Orleans" oder gar "Hots On For Nowhere" sind nicht nur typisch für Led Zeppelin, sondern sogar noch viel besser als ich es in Erinnerung hatte.

Ich nehme jetzt mal die Led Zeppelin-Fanbrille ab und behaupte, dass die besten Alben "III", "Physical Graffitty" und "Presence" sind, denn sie sind musikalisch sehr prägnant oder in sich unverwechselbar "rund"... Auch wenn "IV" die Jahrhundert-Hymne "Stairway To Heaven" enthält. Ich möchte auch keinesfalls die Qualität der anderen Alben schmälern. Aber:

Das Gitarrenspiel von Jimi Page ist auf "Presence" allgemein phantastisch. So gut wie lange zuvor nicht mehr. Keine Gimmicks, kein Firlefanz. Nur reiner Gitarrenrock. Warum ich angesichts von Songs wie "Tea For One" oder dem besagten "Nobody's Fault But Mine" dieses Album über 30 Jahre im Schrank stehen lassen und nicht gehört habe, weiß ich nicht. Und kann es auch nicht nachvollziehen.

Diese Platte ist so gut, dass ich sie gleich ein zweites Mal gehört habe. Klar, dass ich mir demnächst ganz sicher die CD kaufen werde. Oder doch nicht ???

Durch das Klangerlebnis mit meinem betagten aber sehr guten Plattenspieler habe ich wieder Lust auf LP's bekommen ! Und dadurch "Presence" wiederentdeckt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich das beste Led Zeppelin Album..., 18. Januar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Kurz und bündig: "Presence" hat mich von allen Led Zeppelin Alben am meisten überzeugt und fasziniert. Ein starker Einstieg mit dem 10 minütigen "Achilles Last Stand" und auch ein Super Finale mit dem Song "Tea For One". Das Album hat für mich persönlich keine Schwächen. Wer Led Zeppelin erst für sich entdecken möchte, sollte an "Presence" nicht vorbeigehen.
Für den Klang gibt es hier aber nur 2,5 Sterne. Auch ansonsten sind die Remaster-Versionen recht dürftig ausgestattet. Textbeilage o.ä. sucht man vergeblich.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PRESENCE ein Gerüchte-Opfer?, 14. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
PRESENCE wird häufig als schlechteres oder zweit-, bzw. hinterrangiges Werk von LZ beurteilt. Mir erschließt sich in keinster Weise, was das soll. Es scheint, als hätte irgendwer irgendwann damit angefangen, Schlechtes über Nr. 7 zu berichten und plötzlich sind viele schier unisono der selben, eventuell sogar ungeprüften Meinung. Ich empfehle den geneigten Lesern dieser Rezension, PRESENCE (noch) einmal in Ruhe anzuhören. Klar kann ein Urteil nur subjektiv ausfallen, so auch meines, aber schaun Sie: "Achilles" ist wirklich "Erste Sahne", "Nobodys fault" sicher auf Augenhöhe mit Erstgenanntem, "Tea for one" richtig schön fröhlich und einprägsam, "Candy Store Rock" keineswegs ein "dümmlicher Rockn-Roller" lieber Kritiker -globe-alone- (was bitte ist überhaupt dümmlicher Rockn Roll...?) und der Rest - evtl. mit Ausnahme des etwas unauffälligen "Royal Orleans" - aus meiner Sicht Led-Zeppelin-Arbeit in gewohnter einwandfreier Manier. Ob der Plant nun beim Singen wegen eines Unfalls sitzen musste oder nicht, ich jedenfalls habs nicht bemerkt - im Gegenteil: ich bin geneigt, manch anderen Sängern zu wünschen, im Stehen nur halb so dynamisch singen zu können, wir Plant im Sitzen... - Noch einmal zur Rezension von globe-alone: Dort wird bemängelt, dass nur eine Handvoll Songs beweisen, was die Band in besten Tagen ableisten konnte. Ich bin irritiert: Ein Handvoll von 7 ist doch ok. 5 von 7 scheint mir absolut großartig. Ich finde PRESENCE ist gut für 4 Sterne. Warum nur 4? Weil III und IV eben 5-sternig waren, und dafür reichts PRESENCE nun in der Tat nicht ganz.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch gut, aber der Anfang vom Ende ist bereits hörbar, 23. April 2013
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Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Auch wenn viele über Presence lästern: im Gegensatz zur folgend "In through the out door" ist diese Scheibe noch überwiegend hörbar. Klar, hier wurde mehr mit Lineal, Zirkel und Rechenschieber beim Songschreiben gearbeitet, als bei den früheren Scheiben, wo die Songs noch intuitiv aus Page/Plant heraussprudelten, aber das Ergebnis ist durchaus ziemlich gut und auch nach über 3 Jahrzehnten wieder hörenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stagnation auf hohem Niveau, 22. März 2012
Von 
TS "The Nightwatch" (Planet Earth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Led Zep's siebtes Studiolangeisen PRESENCE erblickte im Jahre 1976 das Licht der Welt und wird von nicht wenigen Fans bis zum heutigen Tage als "Anfang vom Ende" der Bandkarriere betrachtet. Auch wenn ich eine solche Einschätzung für maßlos übertrieben halte, so ist diese doch nicht völlig falsch.

Denn wie sämtliche legendäre britische Hardrock-Pioniere (u.a. Black Sabbath, Deep Purple) zu jener Zeit mußten auch LZ mit der unerfreulichen Wahrheit leben, daß sie längst ihren Zenit überschritten hatten und Opfer ihrer eigenen Selbstgefälligkeit wurden. Und ich finde, das hört man dem Album zumindest ansatzweise auch an. Insbesondere Robert Plants Gesang klingt phasenweise erschreckend müde und fast schon emotionslos.

Ungeachtet dessen hat man auf PRESENCE aber keine groben Schnitzer zu beklagen. Insgesamt klingt das Werk sogar deutlich basischer und in sich geschlossener als seine doch recht experimentierfreudigen Vorgänger PHYSICAL GRAFFITY und HOUSES OF THE HOLY, da man hier (fast) ausschließlich die klassische Rocktrio-Instrumentierung (Git., Bass, Drums) zu hören bekommt und auf diversen sonstigen Firlefanz hörbar verzichtet wurde.

Mit den Songs ACHILLES LAST STAND und NOBODY'S FAULT BUT MINE werden zudem immerhin 2 unsterbliche Klassiker geboten, von denen vor allem der Erstgenannte einer meiner persönlichen LZ-Faves ist.

Eingefleischte Fans werden das Teil wahrscheinlich eh' besitzen und ihr persönliches Urteil längst gefällt haben. Neulingen kann ich PRESENCE durchaus als Einstiegswerk empfehlen. Möglicherweise ist es ja von Vorteil, wenn man sich das Album unbefangen zu Gemüte führt, ohne den ständigen Vergleich mit den "echten" Highlights der Banddiskographie im Hinterkopf zu haben.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen presence - der titel ist programm, 22. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
das unmittelbarste, vielleicht intensivste, ausgeglichenste album der einmaligen. "achilles last stand" ist ein song für die ewigkeit, vielleicht der inbegriff derselben, der rest hält zwar nicht dieses niveau, begeistert aber durch eine nahezu gespenstische grundstimmung: blues adaptionen ("nobody's fault but mine") wechseln mit funk-grundmustern ("royal orleans"), page erprobt die vielseitigkeit der gitarre ("for your life"), plant besingt die eigene schwermut ("tea for one").
jones liefert fantastische baßlinien, bonzos schlagzeugspiel ist wie immer jenseits alles begreifbarem und plant schreit sich den schmerz aus seinem geschundenem körper.
und überall ist page: gitarren, gitarren, gitarren....
presence.
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