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am 14. Juli 2006
als das album "ocean rain" 1984 erschien, erklärte bunnymen-leadsänger ian mcculloch es flugs zum besten album aller zeiten. sicherlich darf man ihn bei diesem ausspruch nicht allzu ernst nehmen und das ganze eher dem damals durchaus üblichen breitseitengeschiebe auf die konkurrenten von u2 und den simple minds unterordnen. dennoch war mcculloch durchaus der meinung mitglied in der zu jener zeit besten band der welt zu sein - vielleicht sogar mit einiger berechtigung, zumal die smiths erst etwas später auf der bildfläche erschienen. zumindest aus heutiger sicht betrachtet ist es gar nicht mehr so schwierig zu erkennen, woher mccullochs hohe wertschätzung für "ocean rain" kam. die doors und ihr "the soft parade"-album waren ein großer einfluss für echo & the bunnymen zu jener zeit. denn auf diesem album hatten jim morrison und co. begonnen mit bläsern und streichern herumzuexperimentieren. eine richtung, die auch echo & the bunnymen nach den drei ersten eher spartanisch instrumentierten alben nun einzuschlagen gedachten. man kann sich die überraschung des eingefleischten bunnymen-fans vorstellen, als ihn - gewöhnt an die fast nackten produktionen auf "rescue" und "the back of love" - nun auf "ocean rain" gleich mit dem ersten track ein ganzes orchester von der bettkante schleuderte. "ocean rain" ist zugleich aber auch das album, mit dem es ian mcculloch gelang das ständig auf ihn projezierte erbe von ian curtis abzulegen und nicht länger der "könig aller regenmantelträger" zu sein. dass ihm dies gelang liegt allerdings vor allem daran an, dass die wirklich großen stücke auf "ocean rain" - allen voran "silver" und der titeltrack - die band von einer neuen seite zeigten. die kleineren songs, die man auch ganz gerne als "zwischenstücke" betitelt, zeigten neben der bereits erwähnten opulenteren instrumentierung textlich einen weiterhin depressiven, völlig in sich zerrissenen mcculloch. bestes beispiel dafür ist das fast schon gothichafte "nocturnal me" in dem mcculloch fast stoisch singt "take me internally/forever yours nocturnal me". auch musikalisch gibt es in songs wie diesem keinen ausbruch, ohnmächtig und beklemmend stolpert der hörer mit der band durch die düsternis, irgendeinem ungewissen ende entgegen.
"ocean rain" ist eine dieser platten, der man - trotz legendärem ruf - beim ersten hören etwas befremdet entgegentreten wird. doch was sich mit jedem weiteren hören daraus entspinnt rechtfertigt alles lorbeeren, vielleicht in maßen sogar die von ian mcculloch selbst verliehene "das beste album aller zeiten zu sein". zumindest eines der besten alben seiner zeit wird es gewesen sein. jedoch wie manch anderes werk nichts, um die breite masse zu überzeugen. denn die entschied sich schließlich doch für u2 und die simple minds. es war allerdings auch dieselbe mehrheit, die sich im england jener zeit für frau thatcher entschied. also was solls....- David Wonschewski -
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2005
Nach dem Gesellenstück "Porcupine" nun ihr Meisterwerk. "Ocean Rain" gilt heute als eine der besten Pop LP`s aller Zeiten.
"Big Mouth" Ian MC Culloch war nie besser aufgelegt als hier. Nach der experimentellen und aufwühlenden Porcupine LP
nun lupenreiner Pop. Die Single "The Killing Moon" ist vieleicht das Synonym für die 80er Jahre.
Noch beliebter bei vielen Kritikern ist der Song "Ocean Rain". Ein Song für Träumer, frisch verliebte und rollende Tränen.
Mit zwei weiteren Singles ("Silver","Seven Seas") war dies auch die erfolgreichste LP der Band die es heute noch gibt.
Besonders erfreulich an der vorliegenden Special Edition ist die enthaltene Coverversion von "All you need is love". Auf CD
gab es sie vorher nur auf der Luxus Edition "Chrystal Days". Sie kostete damals 107 DM.
Rundum liegt uns hier also eine Hammer-Edition vor.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie konnte denn ein solches Album im Jahre 1984 entstehen?
Das war die erste Frage die ich mir stellte, als ich Ocean Rain ungefähr 30 Jahre nach seinem Erscheinen zum ersten Mal in Gänze hörte. Der Übersong The Killing Moon war mir zwar ein Begriff, den Rest kannte ich aber nicht. Das Album scheint völlig aus der Zeit gefallen zu sein. Wenn man sich überlegt was zu dieser Zeit alles in den Charts war. Es war das Jahr von Springsteens Born In The USA, Van Halen, Duran Duran, Wham, Frankie Goes To Hollywood, Cyndi Lauper, Purple Rain, Radio Ga-Ga sowie Synthiepop der Marke Big In Japan. Zudem kamen U2 und die Simple Minds langsam dem Stadion näher. Der Alternativ- bzw. Indie-Rock mit Bands wie The Cure oder The Smiths war auch noch nicht so richtig im Mainstream angekommen und Echo And The Bunnymen, die musikalisch vorher doch ziemlich anders dem Post Punk und New Wave verhaftet waren, veröffentlichen dieses absolut zeitlose Album. Hier rockt so gut wie nichts. Die Einflüsse für Ocean Rain stammen vorwiegend aus den späten 60ern. Man hört u.a. die Doors, Love, Scott Walker und The Velvet Underground heraus. An die 80er erinnern vielleicht ein paar an The Cure und Joy Division gemahnende Bass-Läufe und Gitarrenmelodien.
Das Album hat fast nichts von einer 80er-Jahre-Produktion sondern ist mehr akustisch instrumentiert. Die Drums sind sehr verhalten im Hintergrund und werden vielfach mit Besen gespielt. Dazu ist das Ganze mit Streichern und sonstigem Pomp orchestriert und arrangiert. McCulloch zelebriert dabei die Songs voller Inbrunst und mit Pathos. Das erinnert mehr an Nick Cave in den frühen 90ern und könnte der große Bruder von dessen Murder Ballads Album sein. Die Stimmung ist eher düster und gruselig, die Texte teils makaber. Da wird von blauen Mondnächten gesungen, von stürmischer See, etc.. Ocean Rain ist eine Platte, die im Dunkeln oder Dämmerlicht gehört werden muss, dann entfaltet sie erst so richtig ihre Wirkung. Das Album-Cover ist da schon sehr stimmig.
Höhepunkte gibt es viele. Einen Ausfall gibt es nicht. Ganz vorne mit dabei sind natürlich The Killing Moon, das geradezu perfekt poppig kurze Crystal Days, der wahnsinnige The Yo-Yo Man, Seven Days das Robert Smith bestimmt so auch gerne für The Cure gehabt hätte oder der fast schon symphonische Titelsong.
Das ursprüngliche Album mit 9 Tracks war noch nicht einmal 37 Minuten lang. Die Remaster-Version von 2003 bietet noch ganze 8 Bonustracks, darunter die nicht zu verachtende B-Seite Angels And Devils sowie 7 Live-Songs. Eine neuere Ausgabe hat bis auf Angels And Devils andere Bonustracks und bietet noch ein Konzert von 1983.

Fazit:
Ein Klassiker der 80er, ohne dabei nach dieser Zeit zu klingen. Absolut zeitlos.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Januar 2001
"Ocean Rain" stellt das absolute Highlight von Echo & the Bunnymen dar! Tragisch-melancholische Mischung, auf der die wunderschönsten Songs der Band enthalten sind. Allen voran "Killing Moon","Nocturnal me" und "Silver". Ideal für verregnete Sonntagnachmittage, posttraumatischen Liebesstreß und nostalgische Sehnsucht nach den 80ern, die so schön niemals wiederkommen..
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2009
Wer wie ich seit 25 Jahren das Venyl von Ocean Rain im Plattenregal hat, wird sich fragen, was eine 2. Wiederauflage auf CD soll...(1. Wiederauflage mit Live Stücken "Life at Brian's" und die Maxi Singles von 1984)
Der absolute Clou ist die sogenannte Bonus-CD: Ein Liveconcert von 1983! in der Royal Albert Hall!
In Original Besetzung und Ian McCulloch in absoluter Höchstform.
Warum bekommt man so etwas erst nach 25 Jahren zu hören?
Ich kann sie nur empfehlen...für Bunnymen Fans
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juni 2013
Einfach nur spitze, was Echo & the Bunnymen hier abliefern. Für alle Fans von 80er Indie ein absolutes Muss. Wer die Platte nicht eh schon im Schrank hat, dem sei diese Anniversary Edition empfohlen. Die Abmischung ist prima und die Songs faszinieren wie damals als sie veröffentlicht wurde.
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